Fischadler – Dyfi - Montgomeryshire - WALES

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    • Fischadler – Dyfi - Montgomeryshire - WALES

      Dyfi-Fischadler-Projekt des Montgomeryshire Wildlife Trust

      Zur Webcam bitte Bild anklicken:




      (bitte Bild anklicken)

      Mit freundlicher Genehmigung des Projekt-Managers Emyr Evans darf ich zu meinen folgenden Übersetzungen auch die Bilder benutzen. Herzlichen Dank dafür!
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Dyfi Fischadler Projekt

      2012

      Beide Fischadler sind zu ihrem Dyfi Nest 2012 zurückgekommen.
      Nora kam sehr früh, am 24. März an. Monty kam 9 Tage später, am 2. April – seine früheste Ankunft bisher.


      Monty (rechts) und Nora zurück auf ihrem Dyfi Nest – 02. April 2012

      Für diejenigen, die neu bei den Dyfi Fischadlern sind, Nora wurde 2008 am Rutland Water geboren. Ihr Vater ist eines der erfolgreichsten Fischadler Männchen das wir kennen, bis heute hat er 24 Junge großgezogen. Er ist vor einigen Tagen für die 2012 Saison wieder in Rutland gelandet.

      Nora ist sicher nachhause zurückgekehrt
      (gepostet 25. 03.2012 von Emyr)

      Um 15:34 Uhr, Samstagnachmittag den 24. März, kam Nora heim zu ihrem Dyfi Nest, wo sie letztes Jahr zum ersten Mal erfolgreich drei Junge großgezogen hat. Alan und Mair, die Ehrenamtlichen, malten und waren dabei die letzten Handgriffe an dem neuen erweiterten Besucher Zentrum zu erledigen, als sie plötzlich aufschrien „Fischadler, Fischadler“ … ich muss zugeben, daß ich dachte, die alte Fischadleritis hätte weitere Opfer bekommen. Ein schneller Überblick über den Himmel, doch die Kameras zeigte nichts, was für ein Vogel das auch immer war, er blieb nur sehr kurz – Sekunden.

      Zurück zu den Kameraaufnahmen, sie zeigten einen Vogel auf dem Hochsitz der Spitze einer Esche, ja, das war ein Fischadler. Alan und Mair waren von dem Verdacht der Fischadleritis befreit, doch war es einer unserer Vögel?


      Ein Fischadler, wahrscheinlich ein Weibchen, aber wer?

      Als die Sonne unterging waren alle unsere Frage beantwortet. Das Weibchen kam zum Hochsitz zurück und blieb für einige Sekunden , bevor sie von drei Aaskräher vertrieben wurde, jedoch nicht bevor es uns gelang eine der Kameras auf sie zu zoomen. Sie war am rechgten Fuß beringt. Weiß 03. Nora war aus Afrika zurück nachhause gekommen.


      Nora gerät aus dem Gleichgewicht als sie sich gegen die Krähen wehrt

      Bevor sie schließlich flussabwärts auf Suche nach Fischen verschwand, kam Nora letzte Nacht für einige Sekunden zum Nest zurück, bevor Krähen sie wieder vertrieben. Sie schien in guter Verfassung, aber war deutlich hungrig – schaut auf ihren leeren Kropf.

      VIDEO
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Montys Rückkehr
      (gepostet 03.04.2012 von Emyr)

      Wir warten natürlich jedes Frühjahr auf Montys Rückkehr nach Dyfi, doch besonders in diesem Jahr. 2012 kehrte er das erste Mal als Vater zurück. Das letzte Mal, dass Monty sein Dyfi Nest gesehen hat war am 13.09.2011, als er seinen Zug nach Afrika begann. Hier ist ein kurzes VIDEO von seiner Landung auf seinem Nest dieses Jahr, nach 202 Tagen …

      Viele haben Fragen nach Monty und dem Dyfi Fischadler Projekt während der letzten Tage gestellt. Hier sind einige Fragen und die Antworten darauf:

      Warum kam Monty dieses Jahr so spät?
      Er kam nicht spät! Monty kam am 02. April an. Letztes Jahr war er am 06. April zurück, am 04. April 2010 und am 10. April 2009. So kommt er eigentlich, im Durchschnitt, jedes Jahr einige Tage früher an. Es ist nur so, dass Nora früh ankommt. Dieses Jahr war sie am 24. März zurück – insgesamt wartete sie 9 Tage auf ihn.

      Woher wissen wir jedes Jahr, dass es Monty ist?
      Das ist einfach – er hat ein sehr ausgeprägtes Merkmal – tief orangefarbene Augen. Die meisten Fischadler entwickeln leuchtend gelbe Augen bis sie erwachsen sind:


      (die Zukunft ist orangefarben, die Zukunft ist Monty. …)

      Monty hat die tief orangefarbenen Augen, mit dem Fischadler geboren werden, behalten. Es gibt auch noch andere Merkmale – allgemeine Größe und Aussehen, Abzeichen am Kopf, Zeichnung der Unterflügel und das Muster des Brustgefieders. Natürlich zeigt Monty auch jedes Jahr dasselbe Verhalten, er hat dieselben Lieblings-Hochsitze, Fast- und Futterplätze.

      Woher stammt Monty?
      Das wissen wir nicht. Er ist nicht beringt, so können wir seine Geschichte nicht bis zu seinem Elternnest zurückverfolgen. Doch haben wir eine Theorie…. Fischadler sind sehr Orts treu, besonders Männchen neigen dazu in die Nähe zu dem Ort, wo sie geschlüpft sind und großgezogen wurden, zurückzukommen, wenn sie geschlechtsreif sind. Das erste Fischadlerpaar, das in der heutigen Zeit in Wales Junge aufgezogen hat, war 2004 ein Paar nahe Welshpool – sie hatten ein Junges, ein Männchen, welches erfolgreich flügge wurde. Dieses Küken konnte, durch die Lage des Nestes, nicht beringt werden, - Monty ist nicht beringt. Dieses Nest von 2004 ist nur ungefähr 30 Meilen entfernt vom Dyfi Nest, ungefähr eine Stunde Flug für einen Fischadler. Auch vom Zeitablauf her würde es Sinn machen. Dieses 2004 geborene Fischadler Männchen würde 2006 oder 2007 nach UK zurückgekehrt sein – genau die gleiche Zeit zu der Monty zuerst am Nistplatz auf Dyfi gesehen wurde.
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • April 2012

      Beide Vögel bauten am Nest und kopulierten. Wir hoffen ab dem 16. April auf Eier.

      06. April – Eingewöhnung
      (gepostet 06-Apr-2012 von Emyr)

      Nora ist morgen (Samstag) zwei Wochen hier und Monty kam letzten Montag an. Abgesehen von der Wetteränderung war nicht viel. Beide Fischadler begannen für eine weitere Saison mit der Paarbindung und heute sahen wir beide Vögel längere Zeit auf dem Nest, scheinbar zufrieden mit der Gesellschaft des jeweils anderen.


      Monty und Nora heute Morgen – immer mit der Ruhe, alter Knabe …

      In den ersten paar Tagen seiner Rückkehr machte Monty jedoch einen etwas zögerlichen Eindruck, den Fisch, den er gefangen hatte, zu teilen. Warum war das so? Letztes Jahr hat er von Anfang an sein Futter geteilt. In den letzten Tagen haben wir Nora oftmals gesehen wie sie entweder vom Nest aus oder von ihrer Lieblings-Esche dringend um Futter gebettelt hat.


      Nora schien nicht glücklich zu sein mit Montys Widerstand, Anfang der Woche, seinen Fisch zu teilen

      Heute war es etwas anders. Monty war wieder teilungsfreudig, gab seiner Partnerin bereitwillig ihren Anteil an seiner Meeräsche als sie darum bat. Vielleicht hatte Monty während seines Zuges von Afrika nicht gut gefressen? Wahrscheinlich war er mehrere Tage über der Wüste und konnte nicht fischen gehen. Er sah bei seiner Rückkehr etwas mager aus – VIDEO von ihm als er am Montag erstmalig auf dem Nest landete.

      Vier Tage später, Karfreitag, schien alles gut. Hier ist ein kurzes 2-Minuten VIDEO mit wunderbaren Bildern von heute – diese Kameras überraschen uns immer wieder (wähle 1080P für die beste Qualität)
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Am 18. April um 19:06 Uhr legte Nora ihr erstes Ei
      [gepostet am 18.04.2012 von Emyr)

      Das Wetter während des ganzen Mittwoch, 18. April, war durchwachsen. Bewölkt, windig und ziemlich kalt. Monty und Nora verhielten sich den ganzen Tag normal, doch ab ungefähr 16 Uhr wurde Nora richtig zappelig. Unruhig, aufgeregt, bewegte sich von einer Seite der Nistmulde zur anderen – ihre Federn waren zerzaust, eine sowieso. Sie war unaufmerksam, ganz eindeutig ging irgendetwas in ihrem Kopf herum



      wunderschöner Sonnenschein zum ersten Mal an diesem Tag um 19 Uhr

      Um 19:03 Uhr setzte Nora sich auf den Boden der Nistmulde und schaukelte von einer Seite zur anderen. Sie sah sich um als ob sie nach etwas Ausschau halten würde. Nahrung konnte es nicht gewesen sein – sie hatte grade zuvor den größten Teil einer mittelgroßen Meerforelle gefressen. Monty saß auf dem Hochsitz der Esche in 10 m Entfernung, er wusste, dass irgendetwas im Gange war und er nicht beteiligt war. Dann um 19:06 Uhr stand Nora auf, nur für einige Sekunden, und schaute unter sich …



      Wir bekamen für einen kurzen Moment die Möglichkeit einen Blick auf ein glänzendes purpurrotes Ei zu erhaschen. Nachdem sie 16 Tage mit Monty zusammen war, genau dieselbe Zeit wie 2011, hatte Nora ihr erstes Ei gelegt. Es ist auch genau eine Woche früher als im letzten Jahr (25. April).

      Doch warum hatte sie nicht etwas früher gelegt? - Wenn ein Fischadlerpaar etabliert ist, neigen sie dazu etwas schneller zu legen als im ersten Jahr ihres Zusammenseins, manchmal 10 Tage früher. Sobald Monty am 02. April angekommen war bemerkten wir, dass er nicht allzu begeistert war, seinen Fisch zu teilen – er schaute etwas dünn aus nach seiner Rückkehr aus Afrika, so hatte er wahrscheinlich guten Grund, sein Futter nicht zu verschenken, wenigstens nicht bevor er einige Tage Fisch gefressen hatte zum satt werden. Das Wetter war ungewöhnlich kalt seit Montys Rückkehr als auch das Mobbing durch die Rabenkrähen dieses Jahr lästiger schien. Vielleicht hatten alle oder keine dieser Faktoren Einfluss?


      Nora hatte ihren Anteil an Ärger mit Rabenvögeln seit ihrer Rückkehr am 24. März

      Nicht, dass jemand beim Montgomeryshire Wildlife Trust (genau!) in Panik geriet, doch wir denken, dass sogar Monty anfing etwas nervös zu werden. Bei verschiedenen Gelegenheiten während der letzten Tage hatten wir beobachtet, wie er im Nest in die Hocke ging und sich flach über die Nistmulde legte, genau so als würde er brüten – ein bisschen so, wie Väter üben, das Baby vor der eigentlichen Geburt zu halten!


      Monty übt schon brüten – zwei Tage bevor Nora ein Ei legte!

      Hier ist der Moment um 19:06 Uhr am 18. April als Nora ihr erstes Ei der 2012 Saison gelegt hat:

      VIDEO


      Das 2. Ei wurde am 21. April gelegt und ein drittes am 24. April
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      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Drei Eier
      (gepostet 26.04.2012 von Emyr)

      Nora legte ihre Eier dieses Jahr genau eine Woche früher als 2011. 18., 21. und 24. April – wahrscheinlich die durchschnittliche Zeit für Britische Fischadler. Hier ist ein kurzes VIDEO mit drei Clips die zeigen wie Monty nach der Ablage des ersten Eies brütet, dann auf beiden, zweites und drittes Ei. Beachten, daß der zweite Clip das eigentliche Filmmaterial ist, als Nora das Ei legte.

      Die Eier der Fischadler sind nur etwas größer als Hühnereier und haben eine wunderschöne purpurrote Befleckung. Diese Musterung ist auf jedem Ei etwas anders, sodaß wir hoffen, dieses Jahr, wie wir es im letzten Jahr machten, in der Lage sind den Überblick über jedes Ei zu behalten während der fünfeinhalb Wochen Inkubationszeit. Dann am oder um den 26. Mail, werden wir genau wissen, welches Küken zuerst schlüpft.



      So welches Ei ist welches?

      Ei No., 1, 18. April – dicke Farbkleckse mit einigen schwarzen Flecken in den roten Teilen des Eis. Unten links im Bild

      Ei No. 2, 21. April – Dreifarbig! Ein sehr roter Bereich, dann ein rosa Band in der Mitte und dann sehr weiß, sieht aus wie ein sü0ßes Ei. Unten rechts im Bild.

      Ei No. 3, 24. April – Das sieht viel mehr nach einem ‚normalen‘ Fischadler Ei aus. mittlere rote Farbflecke, dann rote Punkte die zum weißen Teil des Eis führen. Oben im Bild.

      Nora und besonders Monty haben dieses Jahr, vor der Eiablage, eine sehr tiefe Mulde ins Nest gegraben und manchmal ist es schwierig die Eier von unseren verschiedenen Kameraeinstellungen aus zu sehen. Durch Heranzoomen können wir jedoch meist identifizieren welches Ei welches ist. Wird Nora ein viertes Ei legen? Wahrscheinlich nicht, Monty wurde sehr deutlich klar gemacht, daß heute Paarung strikt tabu ist.

      Während ich dies schreibe, in abnehmendem Licht, hält Nora alle drei Eier trocken und warm während der Regen auf ihren Rücken herunterprasselt. Dieser mütterliche Instinkt hört nie auf mich in Erstaunen zu versetzen.

      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Mai

      Beide, Nora und Monty haben alle drei Eier erfolgreich ausgebrütet – jeweils etwa zu 80% und 20%. Trotz des für die Jahreszeit ungewöhnlich kalten und nassen Wetters, erwarten wir den Schlupf des ersten Küken um den 26. Mai.


      Monty bei der Bebrütung der diesjährigen Eier im Regen

      Während der fünfeinhalb Wochen Inkubationszeit hat ein engagiertes Team von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen das Nest und die Eier vor Störungen und Ei-Sammlern 24 Stunden am Tag bewacht.



      Alle Küken schlüpften am 28., 29. und 31. Mai. Leider starb das erste Küken mit 3 Tagen während anhaltender starker Regenfälle.

      Juni

      Der Juni brachte die schlimmsten Sommergewitter, die jemals aufgezeichnet wurden. Sie verwüsteten Teile der Mitte und des Westens von Wales. Am 09. Juni fiel das jüngste Küken dem Sturm zum Opfer, aber zum Glück, und nach einer kurzen Intervention im Futter zu geben hat das verbliebene Küken den Sturm überlebt.



      Zeitplan der wichtigsten Ereignisse – 2011 und 2012

      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Extras
      (gepostet 01.07.2012 von Emyr)

      Das war eine merkwürdige olle Woche. Der Wetterdienst bestätigte, dass die drei Monate von April bis Juni 2012 die schlimmsten waren seit Beginn der Aufzeichnungen vor über hundert Jahren. Wir hatten mehr als dreimal die „Durchschnitts“menge an Regen hier auf Dyfi – beispiellos und hoffentlich etwas, was wir nur einmal im Leben erfahren müssen.

      Wir hatten einige ungewöhnlichen Geschehnisse auf dem Dyfi Nest während der Woche um es gelinde auszudrücken. Aggression, Paarungsversuche, einen Kampf mit einem Kormoran, in der Tat – das einzige was konsistent geblieben ist während der ganzen Zeit war das Wetter. Einige Dinge in Angriff zunehmen diese Woche, so ist der Blog dieser Woche geteilt in Untergruppen.


      Nora kümmert sich um den jungen Ceulan während einer kurzen sonnigen Periode zwischen den Regenfällen am Freitag.

      Aggressionen
      Die Lage war etwas angespannt zwischen Monty und Nora während den letzten paar Tagen, sie waren sicherlich nicht einer Meinung.


      Familien-Unstimmigkeiten – passierten auch im letzten Jahr.

      Am Freitag und Samstag (29./30. Juni) beobachteten wir wie Nora Monty wegdrückte und nach ihm pickte, fast so als sei er ein Fischadler-Eindringling. Was um Himmels Willen, gab Nora den Grund derartig aggressiv zu sein? Interessanterweise sahen wir genau dasselbe Verhaltensmuster um die gleiche Zeit im letzten Jahr. Roy Dennis war damals, 2011, bei uns um für ‚Autumnwatch‘ zu filmen und wir fragten ihn. Er war sehr besorgt und meinte, dass er diese Art von Verhalten vorher noch nie bei Fischadlern gesehen hätte.


      Nora jagt Monty vom Nest bevor er überhaupt die Chance hatte das neue Nestmaterial abzuliefern

      Roy sagte auch, dass wir durch die steuerbaren Kameras alle Arten von Verhalten beobachten können, die man auf konventionelle Weise mit Teleskop und Notizblock nur schwer aufgreifen könnte. Vielleicht sind Aggressionen zwischen zwei Fischadler-Brutvögeln viel üblicher als wir dachten? Vielleicht wurden ähnliche Vorkommnisse an Fischadler Nestern in der Vergangenheit als ein vorbeikommender Eindringling abgehakt? Es passiert so schnell, dass wir oft die Aufzeichnungen in Zeitlupe Bild für Bild anschauen müssen um zu überprüfen welcher Vogel welcher ist.

      Wir haben eine Theorie! 2011 brachte Monty vier Flundern in schneller Reihenfolge ins Nest bevor die Aggressionen begannen – wir sind überzeugt, dass Nora Flundern nicht mag, sie kennt sie nicht. Sie bedürfen viel Arbeit um die Kalorien aus ihnen herauszuholen und Nora hat sich nicht mit vielen beschäftigt, falls überhaupt mit welchen, bevor sie nach Dyfi kam als Dreijährige (sie stammt von Rutland Water – dort gibt es keine Flundern).


      Sie schaut nicht sehr beeindruckt aus, nicht wahr!

      Diese Woche hat Monty vier weitere Flundern gefangen , eine am Sonntag, Donnerstag, Freitag und Samstag – gibt es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Flundern die er bringt und Noras Ärger? Wir werden weiter darauf achten als auch auf andere möglichen Verbindungen. Vielleicht werden die Fisch-Statistiken, die später am Abend (veröffentlicht auf Facebook) etwas zeigen?

      Der Nest Hochsitz
      Vor Beginn dieser Saison machten wir zwei sehr einfachen Sitzstangen, ungefähr drei Fuß über dem Boden einige Yards vom Nest entfernt. Wir dachten, dass die Fischadler diese niedrigen Sitzstangen an besonders windigen Tagen nutzen würden – von denen wir zweifelsohne viel hatten! Wir haben auch einen kahlen Ast auf der Seite des Nestes angebracht, ein paar Fuß höher als der höchste Stock. Diese Sitzstange war für beide Eltern bestimmt, besonders für die Zeit, wenn die Küken im Nest wachsen.

      Die neue Sitzsange hat sich als sehr nützlich sowohl für Monty als auch für Nora erwiesen. Hier ist ein kurzes VIDEO über die verschiedenen Aktivitäten die von dort ausgeführt wurde, nur in dieser Woche.

      Beringung und Besenderung
      Wir werden Celan beringen wenn er ungefähr sechs Wochen als ist, doch dafür brauchen wir gutes Wetter. Während ich dies schreibe ist Celan 9 Tage von sechs Wochen entfernt. Die Entscheidung ob wir Celan Besondern werden wird am Tag er Beringung getroffen, wenn wir in der Lage sind seinen Zustand zu beurteilen und wie gesund er ist. Er schaut großartig über die Kamera aus und nachdem er als einziges Küken der Brut überlebt hat wird er hoffentlich stärker sein.

      Die Satelliten-Ortung von Lori, Dulas und Ein Ion während des letzten Jahres hat eine enorme Menge an Informationen über die Ökologie der Fischadler und den Vogelzug erbracht. Wir haben bereits enge Verbindungen mit Gemeinden und Schulen in Afrika als auch hier in Wales. Tim Mackrill vom Rutland Fischadler Projekt, ist bestrebt weitere Verbindungen zu entwickeln mit Gemeinden, Schulen, Universitäten auf dem ganzen Weg runter auf der Route der Fischadler als Teil des West Afrika Projektes. Fischadler werden immer noch in vielen Ländern auf ihrem Vogelzug nach Afrika erschossen. Fünf Fischadler wurden letztlich tot geschossen – in UK!

      Geschlecht
      Ich bin ganz schuldbewusst, dass ich Ceulan immer als „er“ bezeichne. Es ist einfach nur einfacher statt immer „er/sie“ zu sagen und viel liebevoller als Ceulan als „es“ zu bezeichnen! Etwa von diesem Alter an Ceulans Phänotypus (wie er aussieht) wird es beginnen uns Hinweise zu geben. Für ein Weibchen schaut man auf dunkleres Brustgefieder wenn die Federn durchkommen und der Schnabel ist dicker. Wenn Ceulan Brüder oder Schwestern mit im Nest hätte, würde es natürlich viel einfacher sein, so ist es extrem schwierig an diesem Punkt mit einer gewissen Sicherheit sagen zu können ob Ceulan ein Männchen oder Weibchen ist. Wenn wir ihn beringen werden wir ihn auch wiegen und seine Flügelspannweite messen – das wird uns mehr sagen.

      Regen
      Schließlich zum Wetter. Es ist erstaunlich, dass so viele Wildtiere bisher überlebt haben, wenn man den vielen Regen und die Winde die wir hatten, bedenkt – mehr als 200% der üblichen Menge an Regen für diese Jahreszeit.ie Prognose für die nächste Woche ist auch nicht zu schön – wann wird das alles enden? Hier ist ein kurzes VIDEO wie Nora den stetig wachsenden Ceulan vom Wetter abschirmt – inspirierende Mutter im doppelten Sinn des Wortes.

      Der Blog dieser Woche heißt „Bits and Bobs“ (= Extras, Kleinigkeiten, Krimskrams) aus offensichtlichen Gründen, doch er ist auch dazu da um unseren engagierten Ehrenamtlichen Bob eine vollständige Genesung zu wünschen. Bob war der Erste, der Nora zurück in UK um 7 Uhr früh am 09. April letzten Jahres gesehen hat, aber seit ein paar Wochen geht es ihm nicht so gut und er war nicht beim Projekt. Heute ist auch sein Geburtstag, so alles Gute, Bob – wir hoffen Dich bald wieder ganz gesund zu sehen, Freund.
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Du-weißt-schon-wer
      (gepostet 08. Juli 2012 von Emyr)

      Der Blog dieser Woche dreht sich um einen ganz besonderen Vogel. Am Dienstag, wird Ceulan 6 Wochen alt werden – etwas, was wir, als er 11 Tage alt war, niemals für möglich gehalten hätten.


      29. Mai – Ceulan bekommt seinen ersten Bissen Futter . Leider ist das erst geschlüpfte Küken (links) 2 Tage später gestorben.

      Das Alter von 6 Wochen repräsentiert so etwas wie einen Meilenstein für junge Fischadler. Ceulan wird jetzt seine Thermoregulation fast vollständig selbst regeln – er kann seine eigene Körpertemperatur ohne Unterstützung regeln. Er ist auch groß genug um den Krallen aller zu entkommen, auch den verzweifeltsten Raubvögeln. Tatsächlich ist er so groß. Ceulan wird 90% des Körpermaßes haben, das er als Jugendlicher das erste Mal nach Afrika zieht, haben wird. Er sieht jedoch viel kleiner aus als seine Eltern, besonders wenn er nass ist, doch das kommt hauptsächlich durch die Feder-Entwicklung – während der nächsten zwei Wochen wird er eine gewaltige Entwicklung beim Feder-Wachstum geben, besonders der kritischen Flugfedern: Primär, Sekundär und 12 Schwanzfedern.


      38. Tag. Trotz den Regenfalls eines Monats (61 mm)der auf ihn in einem Tag gefallen ist, ist Ceulan jetzt viel besser gerüstet mit widrigen Umständen umzugehen.

      Monty hat bisher diese Woche, von der nur noch wenige Stunden übrig sind, 17 Fische in Nest gebracht, die bisher größte wöchentliche Anzahl in diesem Jahr. Interessanter Weise nur zwei Flundern in dieser Woche und die häuslichen Verhältnisse zwischen Monty und Nora scheinen, nach den Auseinandersetzungen der letzten Woche, wieder geglättet zu sein. Auch eine andere Sorte in dieser Woche – ein Hornhecht. Letztes Jahr brachte Monty zwei Hornhechte, sie scheinen eine Spezialität von ihm zu sein.


      Das wird kein guter Tag

      Roy Dennis wird am Ende der Woche zu uns stoßen, genauso wie Tony Cross vom Welsh Kite Trust. Der junge Ceulan wird einen Darvic Ring an sein rechtes Bein bekommen und einen BTO Ting an sein linkes. Während der letzten paar Wochen habe ich mit unserer HD Kamera immer wieder Ceulans Federn herangezoomt auf der Suche nach fehlerhaften. Diese sind verräterische Darstellung von Mangel an Wachstum/Futter während des jungen Alters und den allgemeinen Gesundheitszustand eines Nestlings – ich habe nicht viel gefunden. In Zusammenarbeit mit Roy und _Tony werden wir entscheiden ob wir Ceulan mit einem Satellitensender ausstatten am Tag der Beringung. Wenn wir irgendwelche Anzeichen von Schwäche bemerken oder entscheiden, dass Ceulan nicht in bestmöglicher Gesundheit ist, wird er nicht besendert.

      Der Beringungstag wurde noch nicht festgelegt da das von vielen Dingen abhängt, einschließlich des Wetters, doch wir haben Donnerstag oder Freitag im Auge. Wir müssen eine Zeit finden in der es nicht regnet und stürmt.


      Regen, Regen geh weg.

      Im Blog der vergangenen Woche sagte ich, dass wir im Laufe der Woche durch die Entwicklung Hinweise darauf bekommen werden, ob Culan ein Männchen oder Weibchen ist. Danke fr die vielen Mutmaßungen auf unserer Facebook Seite. Die Männchen sind kleiner, weißer und dünner, als allgemeine Regel, der Schnabel schmaler und die Beine dünner. Ohne weitere Küken im Nest Vergleiche anstellen zu wollen ist natürlich extrem schwierig. Das ist Ceulan heute – was denkt Ihr?


      Ceulan 40 Tage alt. Bub oder Mädchen?

      Schließlich noch hervorragende Neuigkeiten von den Glaslyn Fischadlern, nur 30 Meilen nördlich von uns. Sie haben, das fünfte Jahr hintereinander, erfolgreich drei Küken zum Ausfliegen gebracht – das sind insgesamt 21 Vögel seit 2005.Das ist ein toller Erfolg, v.a. wenn man das Wetter bedenkt, dass wir dieses Jahr hier hatten. Sie hatten zwei Männchen und ein Weibchen – hoffentlich werden wir sie in ein paar Jahren wieder sehen. Der erste Rutland Fischadler der Saison flog heute (Männchen) auch aus ihrem Site B Nest (das ist Noras Papa, so ist es ihr Halbbruder). Herzlichen Glückwunsch an sie. Und das andere Extrem, Black 80 (ein Glaslyn Fischadler-Männchen von 2006)wurde gerade im vierten Jahr hintereinander Vater in seinem Schottischen Nest. Was für eine seltsame Saison wird das – Fischadler die in einem Nest gerade schlüpfen und in einem anderen flügge werden und das alles innerhalb weniger Stunden nacheinander!
      Und endlich, endlich – Bob hat mich gebeten jedem der ihm gute Wünsche nach dem Blog der letzten Woche geschickt hat, zu danken. Er hat heute Morgen kurz vorbeigeschaut und uns Kuchen gebracht – er ist auf dem Weg der guten Besserung. (Der Kuchen hat nicht lange gehalten, Bob)

      Hier ist ein kurzes VIDEO von heute – es verspricht diese Woche eine spezielle Woche zu werden für du-weißt-schon-wer.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Es ist ein Bub
      (gepostet 14.07.2012 von Emyr)

      Juli, Freitag der 13. fing nicht so gut an. Um 05 Uhr regnete es und war neblig, nicht das Wetter um einen Fischadler zu beringen. Ceulan war 45 Tage als und Roy Dennis und Tony Cross hatten sich mit dem Dyfi Fischadler Team zusammengetan um den jungen Ceulan zu beringen und, wenn er gesund war, mit einem Satellitensender auszustatten.

      Um 07 Uhr hatte es aufgehört zu regnen und um 09 Uhr sah Ceulan trocken aus im Nest. Nach dem x-ten Kaffee, beschlossen wir, dass das Wetter es, wahrscheinlich zum ersten Mal in diesem Jahr, gut mit uns meinte. Wir packten schnell unsere Sachen zusammen, machten uns auf den Weg und um 09:30 Uhr hatte Tony die Leiter am Nest angelegt und brachte Ceulan sanft auf den Boden.

      Ich muss zugeben, ich hatte Tränen in den Augen als ich Ceulan wiedersah – er sah sehr unterschiedlich zum letzten Mal aus.


      Der gleiche Vogel, der gleiche Platz, 5 Wochen auseinander.

      Sobald Roy Ceulan sah, sagte er nur ein Wort – „männlich“. Das bestätigte, was wir die letzten Wochen gedacht hatten und als Tony ihn gewogen hatte, war jeder Zweifel ausgelöscht. Ceulan wog 1415 g – ein gutes gesundes Gewicht für ein sechs Wochen altes Fischadler Männchen. Ceulan ist ein Bub.



      Als nächstes kam die Beringung. Die Plastikringe werden Darvic Ringe genannt und in Schottland werden diese am linken Bein befestigt, In Wales und England am rechten Bein – das erlaubt es, die gleiche Nummer zweimal einzusetzen. Alle neuen Ringe für die Fischadler sind jetzt blau so werden sie mit der Zeit synonym mit britischen Vögeln. (Einige Beringer haben jedoch noch alte Vorräte an Ringen, so wird nicht jeder Fischadler der in diesem Jahr beringt wird, einen blauen Ring haben, doch die überwiegende Mehrheit wird). Die verschiedenen europäischen Länder haben verschiedene Farben für Fischadler – Deutschland schwarz, Frankreich orange, und so weiter.


      Ceulan ist das dritte Fischadler Männchen das aus dem Dyfi Nest beringt wird, so ist 3C gute geeignet!


      Schließlich gaben wir Ceulan einen Satellitensender. Roy und Tony überprüften ihn sorgfältig und konnten keine Anzeichen von Schwäche oder Stress finden – Ceulans Gewicht bestätigte auch, dass er gut gefüttert wurde und in ausgezeichneter Kondition ist. Ja, sie hatten dieses Jahr nur ein Junges zu füttern, doch Monty und Nora haben einen unglaublichen Job getan Ceulan in diesem Sommer großzuziehen – die schlimmste Brutsaison, wettermäßig, in über 100 Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen.

      Die Aberystwyth Universität hat freundlicher Weise das Sender-Projekt finanziert und ich werde einen Blog über diese aufregende neue Partnerschaft, und die Rolle die die Satelliten-Ortung zur Hilfe der Erhaltung und Wiedergewinnung von Fischadlern spielt, in den nächsten Tagen schreiben. Wenn Sie irgendwelche Fragen haben die die Satelliten-Besenderung von Fischadlern betrifft, bitte behalten sie die im Gedächtnis und stellen sie diese im nächsten Blog – ich werde mein Bestes geben all die Fragen zu beantworten. Hier ist eine kurze Info für den Moment; das Gewicht des Senders, den wir Ceulan gestern angelegt haben, beträgt 30 g. Angesichts der Tatsache, dass er 1415 g wiegt entspricht das ungefähr 2% seines momentanen Körpergewichtes, doch weniger, wenn Ceulan seinen Zug nach Afrika beginnt, denn bis dahin wird er mehr an Gewicht zunehmen.


      Roy passt den Satelliten-Sender an Ceulans Rücken an, während Tony ihn hält.

      Beringen und Satelliten Besenderung an Fischadlern ist in den besten Zeiten stressig, aber es unter den Augen der Öffentlichkeit zu tun, stellt es noch auf eine andere Ebene. Jede Entscheidung muss eine ‚Qualitäts-Entscheidung sein und eine richtige Entscheidung. Fehler dürfen nicht passieren. Jedes Mal wenn ich Roy, Tony und viele andere Beringer treffe fühle ich mich durch ihre Begeisterung und Professionalität ganz klein. Um 14 Uhr fuhr ich Roy zum Machynlleth Bahnhof damit er seinen Nachmittagszug nach Rutland erreicht, wo er zwei Fischadler beringen wird. Als ich seine Hand schüttelte und ihm dankte, sagte er zu mir – „es sieht gut aus für die Fischadler in Wales, nicht wahr?“

      So ist es. Ein drittes und neues Fischadlernest, nur 26 Meilen Fischadlerlinie vom Dyfi Nest entfernt, hat dieses Jahr ein Junges hervorgebracht – ein Männchen. Das sind fünf Fischadlerjunge vom ganzen Jahr aus drei Nestern, die bei scheußlichsten Bedingungen überlebt haben und vier von ihnen sind Männchen. Es sind die Fischadler Männchen die dazu neigen zurück in die Nähe ihres Geburtsortes zu kommen um ihr eigenes Nest zu bauen, wenn sie alt genug sind.

      Ceulan wird in ungefähr einer Woche flügge werden – wahrscheinlich am nächsten Wochenende (meine Wette heißt Sonntag). Als wir ihn zurück in die Tasche setzten um ihn gestern zu seinem Nest zurückzubringen, sind mir zwei Dinge aufgefallen: wie warm er war und wie orangefarben seine Augen waren. Dann dachte ich – ob er sich an mich erinnert? Wahrscheinlich nicht, es spielt keine Rolle, ich hoffe nur, dass ich ihn in zwei oder drei Jahren wiedersehe, nur nicht so solcher Nähe das nächste Mal.

      Noch einmal ein großes Dankeschön an Roy und Tony.


      Mutter und Sohn im Nest wieder vereint
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • DER ERSRE AUSFLUG

      in die Wiesen zu den Kühen und die Rückkehr in den Horst sind Heute schon gelungen.
      Dennoch,ungefährlich ist die Sache für den noch unerfahrenen Jungadler nicht,denn es schnürt ein Fuchs um den Horst umher.

      Trotz mindestens dreimaliger Ausflüge am heutigen Tag - gegessen wird immer noch zu Hause im Horst - von der Beute der Eltern;denn eigener Beutefang - das muß erst gelernt sein.

      CICONIA-Horst
      Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und wir haben die Pflicht - und SCHULDIGKEIT - diese Erde mit ihnen zu teilen!

      CICONIA-Horst

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    • UND HIER NOCH EINE ZUGABE ZUM AMERIKANISCHEN WEISSKOPFSEEADLER
      dem Wappentier der Vereinigten Staaten (U.S.A.)

      youtube.com/watch?v=noNoKA5JG-0&feature=related

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      C.H.
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      CICONIA-Horst

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    • DER ADLER ALS WAPPENTIER

      DAS WAPPENTIER DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND - DER STEINADLER

      Auch Deutschland hat als Wappentier neben zahlreichen anderen Staaten einen Adler als Wappentier,dargestellt auf Flaggen,Münzen,Banknoten,Briefmarken und Briefköpfen.

      Doch die Meisten wissen nicht,um welchen Adler es sich handelt.Neben dem Seeadler ist in Deutschland noch der seltenere Steinadler verbreitet.Er ist Deutschlands Wappentier im Unterschied zu den U.S.A. wo der Weisskopfseeadler Wappentier ist.

      Näheres siehe als kurze Zusammenfassung im nachstehenden Link.


      hermesbeethovenensis.de/index.…catid=38:kultur&Itemid=57

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    • WO MAN DEN FISCH SUCHT UND FINDET

      Heute wurde dem Jungadler eine Lektion zur Futtersuche erteilt.
      Geduldig wartete er im Horst auf seinen Fisch den der Altvogel auch brachte.Aber statt den Fisch dem Jungadler zu überlassen strich er mit ihm wieder ab,um nach etwa 1 Minute mit dem Fisch zurückzukehren.

      Das wiederholte sich noch einmal und schlißlich begann der Altvogel den Fisch etwa 200 m vom Horst entfernt vom Kopf her 10 Minuten lang zu kröpfen.Der Jungadler kam nicht herbeigeflogen.Er sollte offenbar aus dem Horst herausgelockt werden um seinen Fisch außerhalb des Horstes zu kröpfen.

      Schließlich brachte der Altvogel den Fisch doch noch in den Horst,wo der Jungadler gut 1 Stunde lang mit dem Verzehr des Fisches beschäftigt war.

      Morgen klappt das sicher schon besser den Elterntieren zu den Futtergründen zu folgen wenn er merkt,daß es das Futter nicht mehr im Horst gibt.

      CICONIA-Horst
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      CICONIA-Horst
    • Ceulan fliegt
      (gepostet 21.07.2012 von Emyr)

      Kommt Zeit, kommt ein junger Fischadler. Mit 53 Tagen und drei Stunden unternahm Ceulan am Samstag, dem 21. Juli um 09:29 Uhr seinen Jungfernflug. Doch wie jeder Flieger sagen würde, waren vorher eine Menge Flugübungen im Simulator nötig. Im Vorfeld seines Jungfernfluges

      VIDEO 51. Tag – Wilde Flügelübungen

      Von den 25 Fischadler, die in neuerer Zeit aus den Nestern in Wales ausgeflogen sind, wissen wir von allen, außer einem (und das ist wahrscheinlich Monty aus dem Welshpool Nest 2004), wie alt sie alle waren, als sie ausgeflogen sind. Im Durchschnitt sind die Männchen nach 52.1 Tagen und Weibchen nach 54.2 Tagen ausgeflogen. Ceulan war 53 Tage alt, etwas über dem durchschnittlichen Alter der Männchen, als er heute früh ausflog. Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, kein Wind, ziemlich das Gegenteil zu dem Wetter, das wir bisher in diesem „Sommer“ hatten. Nora blieb die meiste Zeit des Morgens oben auf der T-Sitzstange und starrte ihren Sohn intensiv an – vielleicht wusste sie, dass das der Tag war, an dem ihr einziger Nachkomme von 2012 seinen Jungfernflug unternehmen würde.


      Nora ist gebannt von Ceulans Versuchen, das erste Mal zu fliegen.

      Es begann seit Freitagabend gut auszusehen – das Wetter hatte sich gebessert und vor allem haben sich die starken Winde die seit Anfang der Woche wehten, gelegt. Die Familie hatte sich mit Ceulan drei Fische geteilt und Ceulan war wild entschlossen in die Luft zu gehen. Mit Beginn des frühen Samstagmorgen sah Ceulan so aus, als wäre er bereit loszufliegen. Um 09:29 Uhr und 10 Sekunden sprang er vom Nest und seinem Zuhause der letzten 53 Tagen und flog Richtung Westen. Und dann Süden, und dann Osten und dann Norden. Er war auf und davon, er hat es geschafft, er flog in Freiheit.

      VIDEO Ceulan fliegt – 21. Juli 2012

      Ceulans erster Flug dauerte etwas mehr als eine Minute und er landete auf dem Boden zwischen dem Nest und dem Dyfi Fluss. Unsere ersten Gedanken galten dem Fuchs, den wir gerade vor ein paar Tagen unter dem Nest herumschleichen sahen. Dann kam eine grasende Kuh näher – könnte er zertrampelt werden?


      Diese Kühe sind viel größer als in meiner Erinnerung ….

      Nach einer dreiviertel Stunde hatte er genug vom Kühe beobachten und schraubte sich wieder in die Luft. Nach einem Flug von ungefähr 30 Sekunden landete er sicher, aber ziemlich unspektakulär, zurück auf seinem Nest. Großes Aufatmen ringsum. Ceulans erster Ausflug aus dem Nest dauerte etwas mehr als 48 Minuten.

      Während ich dies schreibe hat Ceulan zwei weitere Abenteuer außerhalb des Nestes nach seinem ersten von heute Morgen überstanden, beim letzten gefährlich herumschlagend an die Spitze des Hochsitzes auf der Esche,. Während Nora ihn umkreiste. Jetzt ist er zurück im Nest nachdem Monty um 17:40 Uhr mit einer anständig großen Meeräsche zurückkam.


      Fliegen ist nicht so leicht wie es aussieht – landen sogar noch schwieriger!

      Es war eine großartige Woche für walisische Fischadler. Mit Ceulan sind jetzt vier flügge, nur einer in einem Privatnest nördlich noch nicht – er ist auch ein Männchen. Black 80 (Glaslyn 2006 Fischadler Männchen) hat zwei Küken mit einer neuen Partnerin in Schottland, sie sind gerade 2 Wochen alt. Und am letzten Mittwoch wurde der dritte walisische Fischadler der je als Rückkehrer nach UK wiedergesehen wurde, im Nest von Loch oft he Lowes bestätigt. Sie landete für einige Minuten auf dem Nest, während die „Lady“ außerhalb war um ihr flügges Junge zu füttern , doch ist nie zum Nest zurückgekehrt (bis jetzt – großartige Neuigkeiten). Der Glaslyn Fischadler ist ein Vogel von 2009 mit einem weißen Fußring 91, komischer Weise ist der BTO Ring, der zur der Zeit am linken Bein befestigt wurde, kurz nach der Beringung 2009 abgefallen. Drei Jahre später und tatsächlich das linke Bein war ohne Ring. Seltsame alte Welt.


      White 91 – sie hat ein sehr charakteristisches breites Brustband, wie ihre Mutter. Bild vom Scottish Wildlife Trust

      Schließlich herzlichen Glückwunsch an zwei Leute die den „Schätze die Zeit des ersten Fluges“ Wettbewerb auf Facebook gewonnen haben. Beide Tiger und Nan Kirk gleichzeitig, sagten voraus, dass Ceulan am 21. Juli fliegen würde und nur sechs Minuten von der tatsächlichen Zeit – unwirklich! Ein Monty Fridge Magnet auf dem Weg zu Ihnen beiden.

      Schließlich, letztendlich ein großes Dankeschön an Alwyn, der an seinem freien Tag hereinkam und die Kameras von 6 – 10 Uhr besetzte, ohne ihn hätten wir niemals diese fantastischen Aufnahmen von Ceulans Jungfernflug und Umherfliegen am Dyfi bekommen. Diolch yn fawr Al.


      Eine sehr stolze Dyfi Fischadler-Familie
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • HEUTE VERBRACHTE JUNGADLER CEULAN BIS NACH DEM MITTAG ETLICHE STUNDEN AUF KNORRIGEN ÄSTEN IN DER WIESE.

      Dann ging es wieder zurück auf den Horst.Ein Altvogel brachte einen Fisch,aber nicht in den Horst,sondern auf die Sitzstange,wohl um den Jungadler aus dem Horst zu locken.

      Aber der Hunger schien nicht groß zu sein und er verweilt bis z.Z. im Nest,ohne Fisch.Gegen 17:00 h hat er dann doch noch einen Fisch (Scholle oder Flunder?) ins Nest geliefert bekommen.Die Altvögel sind eben nicht unerbittlich.
      Doch der Hunger ist weiterhin nicht groß.Der Fisch liegt 17:35 h noch nahezu unberührt da.
      Er wird schon bald lernen wie man auch außerhalb des Horstes an den Fisch herankommt.
      Seit etwa 17:40 h hat jeder der drei Adler seinen eigen Fisch.Die Altvögel kröpfen auf den Sitzstangen.Gegen 20:10 h h hat der Jungadler seinen Fisch bis auf ein kurzes Schwanzstück verzehrt,dauerte also rund 3,0 Stunden.Bei Hunger geht das zügiger.

      Und 21:40 h kam eine erneute Fischlieferung "frei Haus" auf den Horst die sogleich von dem Jungadler in Angriff genommen wurde.Ich frage mich wohin der das alles verdrückt.Ich würde solche Fischportionen an einem Tag nicht packen!

      22:40 h ist das Nest leer.Junior Jungadler nächtigt also außerhalb des Nestes.Camping und campieren hat er also auch schon drauf!

      Dauert nicht mehr lange,dann fliegt er mit den Altvögeln auf Fischfang.



      CICONIA-Horst
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      CICONIA-Horst

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    • UND DER GROSSE BUB CEULAN DER SCHON SELBST KRÖPFEN KANN LÄSST SICH HEUTE VON SEINER MAMI MIT SCHNABELGERECHTEN BROCKEN FÜTTERN

      !8:18 h

      Na ja,die "Nabelschnur" ist eben lang.

      CICONIA-Horst
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    • DAS IST MINDESTENS DER DRITTE FISCH

      den er hier und Heute verschnabuliert!Gestern habe ich ebenfalls drei Fische zählen können und vorgestern sogar vier!

      Der Tisch ist hier reich gedeckt.Ich wundere mich nur,wohin er all den Fisch so verdrückt;ich würde gerade mal einen schaffen.

      CICONIA-Horst
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      CICONIA-Horst
    • Blue 12
      (gepostet 30-Jul-2012 von Emyr)

      Ich werde Euch ein Geheimnis verraten. Vor drei Wochen fuhren ich und drei Kollegen von DOP – Alwyn, Posh Pete und Justin für ein paar Stunden hinunter zur Mündung des Dyfi Flusses. Warum? Dieses Jahr haben wir am Dyfi mehr Fischadler gesehen als in den Jahren zuvor und das mit ziemlichem Vorsprung. Wir wollten schauen, ob wir irgendwelche Fischreiher beim Fischen oder im Flug erspähen konnten. Es war ein Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden.
      Zuerst sahen wir diesen Burschen, der rechts sitzt, genau mitten im Dyfi Naturschutzgebiet, das dem Countryside Council von Wales gehört. Für mich sah er wie ein Männchen aus, doch hatte er einen ziemlich breiten Schnabel so war es schwierig aus einer Entfernung von 250 Metern, die wir weg waren, zu sehen.


      Fischadler, wahrscheinlich Männchen, aber nicht beringt.

      Als nächstes rief Alwyn “FISCHADLER, ZWEI UHR”. In sehr trüben Bedingungen kreiste dieses herzliche Weibchen hoch über der Mündung, doch dieses Mal konnten wir Ringe am Bein sehen. Einen BTO Metallring am linken Bein und einen weißen Darvic Ring am rechten. Leider konnten wir die Buchstaben am Darvic Ring nicht entziffern, doch durch den Ring am rechten Bein wussten wir, dass sie ein walisischer oder englischer Vogel sein müsste (Darvic sind in Schottland am linken Bein). Zwischen 2008 und 2010 wurden 7 Weibchen als Jungvögel im Glaslyn Nest, nur 28 Meilen nördlich von Dyfi, beringt. Sicher muss es sehr wahrscheinlich sein, dass dieser Vogel ein Glaslyn Fischadler ist, der nach einem Partner sucht?


      Ein beringtes Fischadler Weibchen – ist sie ein walisischer Vogel?

      “ZWEI FISCHADLER ZUSAMMEN HINTEREINANDER – ACHT UHR” Alwyn war in Forum. „Es ist als wären wir in Gambia“ brüllte Posh Pete. Mit Sicherheit segelten sehr weit oben zwei Fischadler zusammen, als ob sie bereit für eine Paarbindung im nächsten Jahr wären. Insgesamt hatten wir vier Fischadler gleichzeitig im Blick, ich wusste gar nicht, in welche Richtung ich die Kamera als nächstes halten sollte.
      Das Weibchen des Paares hat einen Ring am Bein, einen Darvic, und dieses Mal konnten wir ablesen. Er war blau und die Zahl 12 war deutlich in weißer Farbe im Ring eingraviert.


      Blue 12 – einige Schwung- und Schwanzfedern mausernd

      Es war fantastisch Blue 12 wiederzusehen – sie hatte bereits am 21. Mai das Dyfi Nest besucht. Sie ist ein Fischadler von Rutland Water, im Jahr 2010 am Standort N geboren. Sie ist auch mit Nora verwandt. Die Mutter von Blue 12 ist Noras Schwester, womit Ceulan ein Cousin von Blue 12 ist.


      Blue 12 versuchte im Mai im Dyfi Nest zu landen - Fisch in den Klauen

      So wurde die zwei Jahre alte Blue 12 eindeutig in Dyfi identifiziert und bei zwei weiteren Gelegenheiten im Abstand von 7 Wochen. Ale nächstes wurde sie vor einer Woche erkannt – bei Rutland! Die Volontäre Monica und Tony entdeckten sie am 23. Juli bei Manton bay. Ein schnelles Vorspulen von 6 Tagen und Sie werden nie erraten, wer für mehr als 50 Minuten auf dem Dyfi Nest gelandet war.

      VIDEO
      Wie immer die Einstellung auf High Definition ändern


      Blue 12 Sichtungen dieses Jahr:

      21. Mai - Dyfi
      09. Juli - Dyfi
      22. Juli - Rutland
      29. Juli - Dyfi
      30. Juli – Dyfi

      Also, was ist los, was macht Blue 12? Als Erwachsene brauchen Fischadler zwei grundsätzliche Dine um Brüten zu können: gute Fisch-Fanggebiete und einen guten Brutplatz in der Nähe dieser Fischgebiete. Blue 12 schaut sich nach einen Nest um, vorzugsweise eines mit einem alleinstehenden Männchen dazu. Dieses Jahr ist es zu spät zum Brüten, doch Blue 12 wird all die Nistplätze speichermdie sie in diesem Jahr besucht hat, ihrem ersten Jahr zurück in Großbritannien als Altvogel, und hoffentlich wird sie 2013 zurückkommen um ein Nest in Anspruch zu nehmen und einen Partner um sich zu verpaaren.


      Ceulan – sagt “Hallo” zu seiner Cousine aus Rutland

      Männchen sind etwas anders. Während Weibchen herumstreifen bis sie ein geeignetes Männchen mit Nistplatz und Revier finden, werden Männchen von Afrika zurückkommen und nach passenden Gebieten um ein Nest zu bauen Umschau halten. Sie bevorzugen ein freies Nest zu übernehmen (wie es Monty machte). Natürlich werden sie auch ihr eigenes bauen, doch genau hier liegt das Problem.

      Vor Hunderten von Jahren hätte es viele gute Bereiche gegeben um ein Nest in der Nähe eines guten Fisch-Fanggebietes zu bauen. Die Ironie dabei ist heute, die guten Gisch-Fanggründe gibt es noch – doch nicht mehr die Nistplätze. Fischadler mögen gerne auf beschädigten oder toten Bäumen nisten und sogar auf umgestürzten Bäumen, wenn sie hoch genug über dem Boden sind. Das Problem ist, dass über viele Jahr diese Art von Bäumen entfernt wurden um Platz für Entwicklungen, Landwirtschaft, Straßen und so weiter zu schaffen. Andere wurden aus Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken entfernt – wenn sie zum Beispiel von einem Blitz getroffen und zerstört wurden, perfekt für Fischadler. Weiterhin gibt es, künstlich erzeugt, sehr wenige Nester der Vorfahren durch die Jahrhunderte der Verfolgung, so haben männliche Fischadler selten die Chance ein Nest zu übernehmen, wenn sein Besitzer stirbt.

      Dieses Gleichgewicht zwischen Verfügbarkeit von Beutetieren und der Anzahl von Fischadler Nistplätzen muss neu kalibriert werden. Wir haben eine Situation, wo es überall Fischhändler gibt, doch keine Häuser um darin zu leben und von den Häusern, die es gibt, ist keines davon vor 1960 gebaut wurden. Stellen Sie sich das vor!


      Während eines kürzlichen Besuches demonstrierte Roy Dennis, die perfekte Örtlichkeit für einen Brutplatz am Dyfi.

      Also bitteschön, jetzt ist das Geheimnis gelüftet! Es sind viel mehr Fischadler in der Gegend als wir denken – viele der jungen Vögel die nach Brutplätzen suchen. Wir haben gerade gestern unser 50. „Eindringling Formular“ ausgefüllt. Stellen Sie sich vor, das hätten sie vor fünf Jahren gesagt - 50 einzelne Sichtungen von Fischadlern auf oder um das Dyfi Nest seit April – und das sind nur die, die wir gesehen haben, es wird viel mehr davon gegeben haben. Ich werde, wenn die Saison beendet ist, einen Blog schreiben über den Bau von mehr Nest Plattformen, denn jetzt scheint die Zeit zu sein mehr Nisthilfen für Fischadler aufzustellen so nötig ist, wie zu jeder anderen Zeit.

      Oh und das Männchen mit dem Blue 12 herumfliegend gesehen wurde, was eine gute halbe Stunde lang nach Paarbindung aussah? Monty.


      Nora verabschiedet ihre Nichte Blue 12, doch wird sie nächstes Jahr mehr innerfamiliäre Konkurrenz haben?
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Zeit des Monats – August
      (gepostet 05.08.2012 von Emyr)

      August ist ein lustiger Monat für Britische Fischadler. Es ist ein evolutionärer „Puffer“ Monat. Diese Vögel hatten bis jetzt eine Brutzeit wie im Lehrbuch und werden sich jetzt für den Vogelzug vorbereiten. Diejenigen, die etwas spät mit der Brut dran waren haben immer noch genug Zeit um alles mit einer Abreise nach Afrika Anfang September geregelt zu bekommen. Spätbrüter werden jedoch den Vorteil des wärmeren Augustwetters nutzen und hoffen, dass raue Herbstregen und –winde nicht eintreffen bevor sie abgereist sind. Für die Britischen Fischadler ist der August ein Monat der Veränderungen und Vorbereitung.


      Ceulan mit seiner Mama – Nora ist letztes Jahr am 14. August auf den Vogelzug gegangen, wann ungefähr wird sie dieses Jahr gehen?

      Seit einiger Zeit ist bekannt, dass früh brütende Fischadler durchschnittlich dazu neigen leistungsfähiger (Jungvögel) zu sein, als später brütende Vögel. Die Fischadler von Glaslyn sind dafür ein gutes Beispiel. Sie sind jedes Jahr eine der frühesten Brutvögel in Großbritannien und sie haben 15 flügge Jungvögel. Drei jedes Jahr, in den letzten 5 Jahren, hervorgebracht. So ist das. Die Glaslyn Küken neigen dazu in der ersten Juliwoche flügge zu werden.

      Das andere Extrem, Black 80, ein Glaslyn Männchen (2006), der jetzt in Schottland brütet, hat derzeit zwei Küken, die frühestens in drei Wochen flügge werden – Ende August! Das müssen eine der, wenn nicht die, spätesten Fischadlerbruten in Großbritannien sein. Diese Jungvögel werden nicht vor Anfang Oktober reif für den Vogelzug sein – hoffen wir, dass das Wetter es gut mit ihnen meint.


      Ceulan – sieht jeden Tag mehr wie ein Erwachsener aus. Wann wird er auf den Vogelzug gehen?

      Die Dyfi Fischadler sind in diesem Jahr ungefähr mittlerer Durchschnitt. Ihre Küken, Ende Mai geschlüpft und Mitte Juli (natürlich nur Ceulan) flügge geworden. Ceulan fliegt jetzt seit zwei Wochen und er macht das gut. Nach der komischen holprigen Landung und Begegnungen mit Kühen am Anfang, hat er es bis jetzt mindestens auf die Ebene eines Flugingenieurs geschafft, sodass wir ihm heute seinen bildlichen zweiten Pilotenstreifen geben.


      Durch leichte Anpassung seiner Schwung- und Schwanzfedern beherrscht Ceulan schnell die Kunst der Luft-Manöver.

      Nach den ersten paar Tagen, die hauptsächlich aus Starts und Landungen bestanden, wurde Ceulan zunehmend unternehmungslustiger. Wir haben gesehen wir der auf der T-Sitzstange, der Nest-Sitzstange sowohl auf Sitzstangen im Gebiet um den Dyfi Fluss. Er hat darauf einige Stunden, ins Wasser starrend, in den letzten paar Tagen verbracht – möchte man nicht zu gerne erfahren, was er denkt?


      Ceulans erster Versuch auf er Sitzstange am Nest zu landen -. Nicht so leicht, wie es aussieht…

      Wie erwartet, hat seine Peilsender Information genau gezeigt, wo Ceulan die ersten zwei Wochen nach seinem Ausfliegen verbracht hat. Anders als das Nest, scheint er seine Zeit an drei verschiedenen Orten zu verbringen. Niedrigen Sitzstangen am Fluss, einem Strommast, den sein Papa zum Fressen nutzt, und die andere Nest Plattform (erinnert Euch ein Sohn!) Bisher war er noch nie mehr als eine Meile entfernt von „Zuhause“, doch wahrscheinlich werden wir sehen, wie sich seine Reichweite in den nächsten ein zwei Wochen ausweitet, genauso wie es seine Brüder und Schwester letztes Jahr gemacht haben.


      Ceulan war bisher noch nicht außerhalb Montgomeryshire (grüne Linie) – er wird das bald machen

      Man kann Ceulans Reisen auf Google Earth verfolgen (Anweisungen hier). Die Tabelle unten zeigt seinen Übertragung Zeitplan, was bedeutet, wie oft wir Daten von seinem Peilsender zu verschiedenen Zeiten des Jahres bekommen. Zu den Zeiten wo wir erwarten dass er auf dem Zug ist, kommen die Daten alle zwei Tage, beschränken sich auf alle 6 Tage, wenn er sesshafter ist.



      Bisher war die Zeitmessung unserer Fischadler Familie ziemlich normal und vorhersehbar. Die Eiablage hängt davon ab, wie lange die Vögel zusammen waren (normalerweise 14 Tage), Bebrütung der Eier (ungefähr 37 Tage) und flügge werden bei einem Alter und Entwicklung (normalerweise 53 Tage, Männchen etwas früher als Weibchen).Diese wichtigen Ereignisse werden durch Faktoren wie Physiologie und angeborenes Verhalten bestimmt.

      Was im August geschehen wird, ist viel schwieriger vorauszusagen. In der letzten Woche haben wir Schwarzkehlchen auf dem Nest gesehen, eine Misteldrossel, die Nora von ihrer Sitzstange vertrieben hat, einen anderen Fischadler fast eine Stunde lang am Nest, Rabenkrähen die nach Fischresten gesucht haben und eine Spitzmaus. Ein Turmfalke hatte die Spitzmaus, um ehrlich zu sein, so dass die nicht wirklich zählt. Wir haben erlebt, wie Ceulan unabhängiger wird und seine Mutter sic h jetzt ihren eigenen Fisch fängt. Noras Pflichten sind fast bis zum nächsten Jahr erfüllt und wir werden wie wahrscheinlich in Kürze zum letzten Mal in dieser Saison sehen.

      VIDEO Nora in einem großen Mistelbusch….

      Ceulan wird mindestens bis Ende August hier bleiben und wahrscheinlich noch in den September hinein, wie auch Monty. Doch wer weiß? August ist ein ulkiger Monat. Eine Zeit der Trauer, dass unsere Fischadler bald nach Afrika abreisen werden, doch auch eine Zeit des Glücks, dass sie zurückgekommen sind, die schlimmsten aufgezeichneten Wetterkapriolen überstanden haben und einen, ganz besonderen, Jungvogel großgezogen haben.


      Der Zeitplan der Dyfi Fischadler bis heute.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Nora beginnt ihren Vogelzug
      (gepostet 12. August 2012 von Emyr)

      Nora hat ihre lange Reise Richtung Süden begonnen. Das letzte Mal sahen wir sie am 07. August, Dienstagnachmittag um 14:26 Uhr. Sie wurde von Krähen gemobbt, während Ceulan nur wenige Meter entfernt eine Flunder auf dem, was wir den Torpfosten nennen, verspeiste, rund 200 m entfernt vom Nest. Sie sah etwas unwohl aus in der Nähe von mehreren Krähen und gleichzeitig einer Flunder und schließlich flog sie los, umkreiste das Nest ein letztes Mal und verschwand in die Ferne. Sie flog genau eine Woche früher los, als letztes Jahr. 17 Tage nachdem Ceulan flügge wurde.

      Nora kam diese Saison an einem wunderschönen ungewöhnlich warmen Tag, Samstag 24. März am Dyfi an – sehr früh für einen Fischadler. Sie war 2012 vier Jahre alt und dieses Jahr war ihr zweites Brutjahr. In dem Moment ihrer Ankunft machten wir ein Bild von ihr mit einer der neuen Kameras die so viele halfen aufzubauen. Wir wussten, dass sie gut sein würden – aber nie dass sie so gut sein würden. Der große Aufwand war alle Anstrengungen wert.


      Nora landet auf ihrem Dyfi Nest um 15:34 Uhr am 24. März in herrlicher Frühlingssonne

      Die nächsten Tage musste Nora an ihrer Sommer-Residenz arbeiten, neu ordnen, was das Bri8tische Wetter mit der Einrichtung gemacht hatte während sie weg war und mehr hinzuzufügen, falls erforderlich. Jetzt hieß es auf ihren Partner warten – wann würde Monty aus Afrika zurückkehren?

      Am folgenden Wochenende, dem 1. April war Monty noch immer nicht in Sicht. Als Aprilscherz setzte ich mit Hilfe von Photoshop zwei riesige Brachvögel auf das Nest und verkündete, dass das Nest von diesen gigantischen Watvögeln übernommen worden und Nora verschwunden sei.



      Ich hatte keine Ahnung, dass der Witz sich schnell drehen würde und dass derjenige der hereingelegt wurde, ich bin! Um 10 Uhr an diesem Morgen passierte dieses …

      youtube.com/watch?v=_jq5KEotxqY&feature=player_embedded
      01.April 2012

      Die Bedeutung dessen, was am 1. April geschah kann nicht übertrieben werden. Noch vor wenigen Jahrzehnten, Jahren, zu einer Zeit, an die sich viele nicht mehr erinnern können, war ein Rotmilan ein seltener Anblick in Großbritannien. Brütende Fischadler ein Wunschtraum – nicht nur selten, sie waren ausgestorben. Der Anblick von beiden Arten an dem gleichen Nest nur ein paar Jahre später, Nora völlig zwiegespalten wegen der Präsenz des jungen Milans, hat eine riesige Bedeutung für die Erhaltung und Wiederherstellung von beiden Greifvogelarten auf den Britischen Inseln. Und nein, ich könnte dieses Meisterwerk nicht mit Photoshop hergestellt haben.

      Komischerweise war Monty nicht weit weg. Am folgenden Tag um 15:35 Uhr gab es lauten Jubel auf im Besucherzentrum – Monty war gelandet. Er hatte den Milan verpasst und die neue Art von Riesen-Brachvögeln, aber seine Partnerin von 2011 war dort um ihn zu begrüßen.


      2. April und Monty ist zurück

      Nora wartete insgesamt neun Tage auf Montys Rückkehr. Normalerweise kehrt das Fischadler Männchen als erster zurück – nächste Jahr muss er schauen, dass er mehr Dampf macht…..
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Two-Dot (Zweipunkt) war zweimal da

      Diese Woche hatten wir einige Besucher, die ein bisschen außergewöhnlich waren. Es begann damit dass die Mid Wales Classic Car Rally beschloss, dass sie kommen wollten und die Fischadler von Dyfi zu sehen – alle 71 in 39 Autos! Mit einigen Ehrenamtlichen, deutlich sichtbaren Warnwesten und einigem intelligenten Parken haben wir sie alle zusammen bekommen. Gerade.


      Danke an all die Ehrenamtlichen, die schnell von Vogelbeobachtern zu Parkhelfern und zurück wurden.

      Am Montag hatten wir einen weiteren Besucher. Unser 53. Fischadler Eindringling der Saison, doch dieser Vogel hatte etwas Besonderes. Irgendetwas war bekannt, als hätten wir ihn vorher schon mal gesehen, doch wir konnten und nicht genau erinnern wo oder wann.

      VIDEO

      Es war ein männlicher Vogel, hatte keinerlei Ringe (nur etwa ein Drittel bis die Hälfte der schottischen Fischadler werden jedes Jahr beringt) und er hatte zwei sehr charakteristische Merkmale - diese zwei Spritzer weißer Federn genau über dem Schnabel. Wir nannten ihn schnell Zweipunkt.


      So charakteristisch, dass wir in der Lage sein sollten Zweipunkt zu identifizieren, wenn er nächste Jahr zurückkommt.

      Er sah immer noch vertraut aus, sodass wir beschlossen einige Videos vom letzten Jahr anzuschauen. Und siehe da, Zweipunkt war letztes Jahr am 21. August auf dem, Dyfi Nest gelandet. Die Kopfform war gleich, der Schnabel, das Brustband, die gebleichten Federn, das unberingte, Geschlecht, alles. Und natürlich die zwei Punkte. Sein Besuch war nur einige Stunden früher, um genau ein Jahr her zu sein. Unglaublich.


      Zweipunkt Besuch am 21. August 2011 – schaut auf die zwei weißen Markierungen über dem Schnabel

      Hier ist ein VIDEO wie Zweipunkt auf dem Dyfi Nest 2011 landet – Dulas und Leri erstaunt schauend

      Einige Leute bemerkten, dass sie dachten Zweipunkt war ein Junger aus diesem Jahr, wegen seines bronzefarbenen Gefiedert. Einige Fischadler haben hellere Federn als andere – nur eine natürliche Variation innerhalb der Population. Das Muster der Bräunung ist jedoch recht unterschiedlich zwischen Alt- und Jungvögeln. Bei Jungvögeln sind die Federn grundsätzlich dunkelbraun mit den Spitzen und einigen Rändern bronzefarben, es erscheint eher stumpf. Andrerseits haben die Altvögel die Bronzefärbung auch an anderen Teilen ihrer Federstrukturen, besonders an den Rändern. (ich nenne das gebleicht an den Altvögeln, obwohl mir nicht klar ist, wir viel, wenn überhaupt, Einfluss die Sonne auf dieses Phänomen hat. Es beschreibt auf jeden Fall das Aussehen treffend, unabhängig von morphologischer Genauigkeit).

      Das genaue Merkmal ist natürlich die Augenfarbe – nur die Altvögel haben gelbe Augen (außer unser Monty, doch das ist eine andere Geschichte!)


      Bräunungsunterschiede zwischen Jung- und Altvögeln (Ceulan oben, Zweipunkt unten)


      Monty hat auch einiges bronzefarben – hier demonstriert er genau das.


      Schaut Ihr Euch einen hübschen Buben an?

      Ceulan ist immer noch bei uns und Monty fängt immer noch Fische für ihn. Während ich schreibe ist Ceulan 89 Tage alt und ungefähr in dem Durchschnittsalter in dem die britischen Fischadler ihren Vogelzug beginnen. Wie lange wird er noch hier sein, bevor er losfliegt? Wer weiß, achten sie morgen auf Ceulans eigenen Blog.
      Und schließlich sind auch viele der Grasmücken, die uns diesen Sommer mit ihren wunderschönen Rufen und Gesängen unterhalten haben unterwegs. Ihr Drang nach Afrika zu fliegen ist genauso stark wie der von Ceulan und Monty. Rund eine Million Dorngrasmücken kommen jedes Jahr in Großbritannien an um zu brüten und, genau wie die Fischadler, den Winter in Schwarzafrika, mehr als 3000 km entfernt, zu verbringen. Dieser war gestern Nachmittag außerhalb der Fischadlerverstecke.


      Dorngrasmücke bei Dyfi – bereitet sich auch auf den Abflug nach Afrika vor
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Letzte Neuigkeiten von Ceulan
      (gepostet am 18.08.2012 von Emyr)

      CEULAN
      Alter: 90 Tage
      Flügge: 37 Tage
      Flügellänge: 350 mm
      Geflogene Entfernung: 112.59 Meilen
      Durchschnittliche Höhe: 21.63 m
      Flugzeit: 43 Tage

      Ceulans Biografie

      Ceulan ist ein Fischadler. Er überlebte den Sommer mit dem schlimmsten Wetter seit Aufzeichnung, einschließlich eines großen Sturmes der Mittel-Wales am 9./!0. Juni 2012 verwüstet hat. Seine beiden Geschwister starben wegen des Wetters im Nest, aber mit ein wenig Hilfe von einer halben Stunde, überlebte Ceulan um die Geschichte zu erzählen. Er ist ein wahrer Überlebenskünstler.

      Ceulan wurde im Alter von 53 Tagen flügge und nachdem er ein Einzelkind war, hat er schnell seine Unabhängigkeit gewonnen. Er wurde nach dem nahegelegenen Fluss, der während der großen Flut über die Ufer getreten war, benannt, und der fließt in den Dyfi Fluss wo die Fischadler fischen


      Soll ich bleiben oder soll ich gehen …

      Ceulan fliegt heute genau seit vier Wochen. Er ist 81 Tage alt und er kommt in eine Phase seines Lebens, in dem der Drang nach Süden zu fliegen jeden Tag stärker wird. Wir haben ihn beobachtet, wie er seine Flugfähigkeiten jeden Tag weiter entwickelte bis zur Perfektion, wie er ziemlich einfach mit den starken Winden der vergangenen Woche umging. Wir können jetzt dem jungen Ceulan seinen vierten und letzten Piloten Streifen geben – er sitzt jetzt im Kapitänssitz.


      Das Gefiederwachstum ist jetzt voll entwickelt und hilft Ceulan die Kunst des Fliegens zu beherrschen

      So, mit dem Wert von einmonatigen Flugdaten, wie weit ist er geflogen? Eigentlich nicht sehr weit. Ceulan blieb ziemlich in der Nähe seines Nestes und verbrachte viel Zeit tief unten im Schutzgebiet und beobachtete wie der Tag vorbeigeht. Ziemlich oft steht er auf dem Boden, etwas, was seine Geschwister im letzten Jahr machten doch es ist ziemlich unbequem das zu beobachten. Ist das normal? ` Man sollte denken, dass junge Fischadler am Boden anfälliger für Angriffe wären – das ist Teil der Ökologie der Britischen Fischadler die wir noch lernen. Wird er die Tendenz haben in Afrika auf dem Boden zu sitzen? Wahrscheinlich wird es davon abhängen, denn es gibt mehr Raubtiere dort.

      Ceulan hat bisher eine bemerkenswerte Reise unternommen. Am 14. August flog er nach Süden und war um 13 Uhr auf einer Höhe von 360 Metern, flog 9 mph über den Fluss Ceulan nahe Talybont. Ist es nicht unglaublich wie diese Dinge funktionieren – sein erster weiterer Flug und er fliegt direkt nach Süden zu dem Fluss nach dem er benennt ist. Nach einer Stunde unternahm er die 6 Meilen zurück und saß auf dem Nest. Surreal.


      Ceulan beschloss letzten Dienstagnachmittag den Fluss Ceulan zu besuchen

      Heute habe ich nach einigen Daten des Migrationsalters von Britischen Fischadlern geschaut. Es gibt da draußen erstaunlich wenige Informationen.

      Dafür gibt es einen guten Grund – von allen 270 einzelnen Nestern, die wir in Großbritannien haben, wie viele davon werden so genau beobachtet und jedem Küken vom Schlüpfen an bis zum flügge werden und dann zur Migration? Nicht viele. Zwei bis drei Küken in den Nestern zu unterscheiden ist das Problem und selbst wenn man das kann, müssen sie besendert werden um das genaue Abflugsdatum zu erhalten. Es gibt nur eine Handvoll Nester, weniger als fünf von 270, von denen es Informationen von 2012 gibt und viel weniger noch in vergangenen Jahren.

      Wie ich in meinem Blog von letzter Woche erwähnte ist der Unterschied im Zug Alter der jungen Fischadler groß. Ein Vogel könnte schon drei Wochen nach dem flügge werden starten, ein anderer Fischadler selben Alters kann zwei bis drei Monate brauchen! Es schein ein Durchschnittsalter von ungefähr 90 Tagen zu geben, aber ich betone, dass dies aus Beispielen von Vögeln genommen wurde, die wissenschaftlich wegen fehlender Daten und Informationen unbedeutend sind. Wenn Ceulan nach 90 Tagen wegfliegt, das wäre am 27. August.


      Ceulan verbringt jetzt die meiste Zeit alleine – was liegt vor ihm?

      Das Dyfi Fischadler Projekt schließt in diesem Jahr am Sonntag, 2. September. Wenn Sie in Reichweite sind, kommen sie und schauen den jungen Ceulan an bevor er wegfliegt – das Wetter sieht für die kommende Woche besser aus.

      Es geht jetzt wieder auf die glücklich-traurige Zeit des Jahres zu, wir fühlen das alle vom Projekt. Im Moment genießen wir es Ceulan und Monty zu beobachten, wie sie die Krähen und Elstern, die sie täglich belästigen abwehren. Bald werden uns nur noch die Rabenvögel Gesellschaft leisten.


      Soll ich fortfliegen oder soll ich bleiben ….
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Kein Blick zurück
      (posted 27.08.2012 von Emyr)

      Heute ist Ceulan 90 Tage alt. Er ist immer noch bei uns, fest verwurzelt mit dem was er am besten kennt, den Haufen mit Stöcken der in den ersten drei Monaten sein Zuhause war. Monty bringt immer noch Fisch für seinen Sohn.

      1995 schrieb ein spanischer Ökologe namens Bustamante eine wissenschaftliche Arbeit in der BTO Bird Study Journal über die ‚Abhängigkeit nach dem Flüggewerden der Fischadler in Loch Garten, Schottland‘. Im Wesentlichen eine Studie über das Migrations Alter. Während 1968 und 1987 beobachtete er 35 Küken im Nest. Er fand heraus, dass durchschnittlich die Fischadler Jungvögel 30 Tage nach dem Ausfliegen auf den Vogelzug gehen. Wie ist der Vergleich neuerer Daten zu Bustamantes Forschung?

      Hier ist eine Tabelle von 14 Loch Garden Küken von 2004 bis 2012 mit ihren jeweiligen Ausflugs- und Zugdaten:



      Fazit – die Vögel der letzten Zeit wurden etwas später flügge (älter) und gingen folglich etwas später (älter) auf den Vogelzug. Wie wären die letzten Loch Garden Vögel jedoch mit den Walisischen zu vergleichen sein – meist die Glaslyn Fischadler aus derselben Zeit?


      Vergleich von flügge werdendem und auf den Vogelzug gehender Altersvergleich zwischen Loch Garden Fischadlern (n=15) und Walisischen Fischadlern (n=17) ab 2004

      Es gibt hier wirklich eine hervorragende Statistik. Während die Walisischen Fischadler dazu neigen früher flügge das Nest zu verlassen als ihre Schottischen Kollegen (5% schneller im Durschnitt) nehmen sie sich halb so schnell die Zeit mit der Entscheidung wegzufliegen. Walisische Vögel hängen im Durchschnitt weitere 11 Tage länger herum (13% länger). So werden sie früher flügge und gehen später auf den Vogelzug als Schottische Fischadler. Was könnte der Grund sein?

      Wie wir wissen erzählen Statistiken nur einen Teil der Geschichte. Es könnten da noch andere Faktoren zu berücksichtigen sein:
      - Nicht genug Vögel um eine wissenschaftlich gültige Folgerung (15 zu 17) ziehen zu können
      - Die Glaslyn Fischadler sind von jeher extrem frühe Brüter – bedeutet das, dass der Nachwuchs länger bleibt als die vorgegebene Zeit?
      - Hängt das Zugalter von anderem als dem Entwicklungsgrad, wie Zeit, Tageslänge, Temperatur, Genetik etc. Ab?
      - Ziehen die Vögel, die weiter südlich sind später, weil das Wetter (normalerweise!) gemäßigter ist?
      - Besuchen die Walisischen Vögel eine Woche lang das Eisteddfod was sieben Tage mehr zu ihrem Migrationsalter hinzufügt?

      Wie es oft der Fall ist, erzeugt die wissenschaftliche Forschung immer mehr Fragen. Ceulan ist jetzt im Durchschnittsalter von schottischen Vögeln um auf den Vogelzug zu gehen, doch ist er noch 10 Tage hinter dem Durchschnitt des Zugalters der Walisischen Vögel. Letztes Jahr hatten die Jungvögel von Dyfi ein Durchschnittsalter von 95 Tagen als die auf den Zug gingen, was der kommende Samstag (1. September) für Ceulan wäre. Die Zeit wird es zeigen.


      Futter oder besseres Wetter? Entscheidungen, Entscheidungen ….

      Gerade kommen Ceulan Satellitendaten herein. Das vielleicht erstaunliche hier ist der Mangel an Flügen weg vom Nest und den Cors Dyfi Schutzgebiet. Ceulan wurde vor 37 Tagen flügge und er bleibt hartnäckig seinem Geburtsnest treu (erinnern wir uns an Bustamanes Forschung – die Loch Garten Vögel waren nach 30 Tagen weg).


      Ceulan scheint den Dyfi mögen – ein schneller sechs Meilen Ausflug war das weiteste was er unternommen hat

      Das Wetter ist weiterhin unbeständig und ungewöhnlich nass. Erst letzten Freitag zogen mehrere Gewitter über Dyfi hinweg und haben Stromleitungen unterbrochen. Hier kämpft Ceulan dagegen an bevor bei uns der Strom ausfiel.

      VIDEO
      Ceulan – 87. Tag

      Während ich dies schreibe sitzt Ceulan praktischen den ganzen Tag auf derselben Stelle im Nest. Er stand auf einer gut mittelgroßen Meeräsche, die ihm Monty heute früh gebracht hat und er bleibt darauf, während er die ganze Zeit ruft. Diese Rufe sind keine Rufe die nach Nahrung verlangen sie sind für Monty gedacht, dass er von seinem Fisch wegbleiben soll. Es scheint funktioniert zu haben – beide, Vater und Sohn sind jetzt stolze Besitzer jeweils einer Meeräsche.


      immer noch meckernd obwohl der den ganzen Tag auf einer zwei Pfund Meeräsche steht!

      Zeitlich wird es langsam kritisch nachdem das Wetter immer noch Streiche spielt. Die Entscheidung am falschen Tag bei falschem Wetter und seiner Vorhänge zu ziehen. Ceulan ist insgesamt 112 Meilen geflogen seit er vor fünf Wochen flügge geworden ist. Während der nächsten fünf Wochen seines Lebens muss er irgendwie nach West-Afrika kommen, 3500 Meilen entfernt – seine längste Reise bisher war ein 12 Meilen Rundflug zum Leri Fluss.

      Ceulan hat jetzt alle anatomischen und genetischen Werkzeuge die er braucht einschließlich der Anleitungen wie man Fische fängt und einer Karte. Millionen von Generationsdatenübertragungen seiner Vorfahren haben ihn gut ausgerüstet. Es gibt nur eine Sache die er jetzt noch braucht und die kein Betrag an evolutionärer Planung ihm geben kann. Das ist nur ein bisschen Glück.


      Kein Blick zurück ….

      Ein großes Dankeschön an Heather für die Hilfe bei den Statistiken
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Ein Jahr zu erinnern
      (geposted 02.Sept.2012 von Emyr)

      Dai Dot war wieder bei uns am Anfang der Woche. Wir hatten im Blog letzter Woche festgestellt, dass er letztes Jahr Ende August hier war, da wir ein Video von ihm haben. Vielleicht ist er ein Schottischer oder Skandinavischer Vogel auf seinem Weg in den Süden der der gleichen Route und Zeitrahmen am Ende der Saison folgt?

      Anscheinend nicht. Vielleicht erinnern Sie sich an einen Blog den ich Ende Juli mit dem Titel „Blue 12“ schrieb. In diesem Blog war eine Fotografie von einem Fischadler bei ‚Petes Post‘ von dem ich dachte, dass es ein männlicher Vogel sei. Auf dem Foto schaut der Vogel nach rechts, jegliche charakteristische Kopfmarkierung die er haben könnte verbergend. Ein kurzer Blick durch die anderen Bilder, aufgenommen zu dieser Zeit, zeigte das.


      Bist Du das Dai?

      Der Vogel sieht Dai Dot täuschend ähnlich, nicht wahr? Männchen, dieselben Brustmarkierungen, Aufhellung an den Flügeln, keine Beinringe und natürlich, diese zwei charakteristischen weißen Punkte über seinem Schnabel. Dieser Vogel wurde auf diesem Baumstamm seit mindestens Ende Juni (Dank an Posh Pete und Judy, dass sie mir ihre Beobachtungen geschickt haben) fast täglich gesehen. Jetzt diese unglaublichen Neuigkeiten.

      Männliche Altvögel wandern nicht so viel herum wie Weibchen. Sie neigen dazu in einer Gegend zu bleiben und zu versuchen ein Weibchen anzulocken um mit ihm zu brüten. Dai Dot könnte ein weiterer Monty von 2008/09 sein, und der Dyfi sein Zuhause, nach einem guten Brutplatz suchend und einem Weibchen um sich dort nieder zu lassen. In meinem Blue 12 Blog schrieb ich „Es scheint, dass der Bedarf mehr Nester am Dyfi zu errichten so nötig ist wie zu allen Zeiten. Tatsächlich.

      Heute schließen wir das Dyfi Fischadler Projekt bis zur nächsten Saison, wir hatten fünf Monate geöffnet und über 30,000 Besucher begrüßt.


      Das Besucher Zentrum – Vier Livebilder im Vordergrund, live Vogelhäuschen Kamera rechts, Die Highlights der Saison links. Alles in HD!


      Schauen Sie sich das Bild an – es wurde vor einem Jahr genau am gleichen Tag aufgenommen.

      Wir haben eines der ersten Demomodelle dieses Typs Hochauflösender Kamera in Großbritannien getestet. Wir legten zwei künstliche Fischadlereier in das Demonstrationsnest das wir außerhalb des Besucherzentrums hatten, hängten alles über eine ausgefallene Elektronik auf, und warteten auf die Bilder die auf dem 50 Inch Bildschirm erscheinen würden. Die Aufregung war spürbar, Die Spannung fühlbar. Wir konnten fast nicht sprechen als diese HD Bilder anfingen durchzukommen. Es erinnerte mich an was Howard Carter gesagt hatte, als er in das Loch spitzte, das er 1922 in das Grab Tutanchamuns gebohrt hatte und ein Licht dadurch erstrahlte. „Ich kann wunderbare Dinge sehen“ oder so ähnlich.

      Der Rest ist, wie sie sagen, Geschichte. Es gelang uns die Finanzierung für die Kameras durch Communities and Nature zu finden und das Ganze aufzubauen, zu testen und zum Laufen zu bringen, bevor die Fischadler zurückkamen. Gerade so! Network Rail waren immens mit ihrer Spende von 800 m Glasfaserkabel die uns ermöglichte die Kameras mit dem Besucherzentrum zu verbinden und, in der ersten Juniwoche mit Hilfe von zwei zusätzlichen BT Leitungen und dann in die Welt mit HD live Streaming. Eine Premiere für Wales.

      In zwei Tagen wir diese Webseite ein Jahr alt (dies ist der allererste Blog!) und im ersten Jahr wurde er 20 Millionen Mal angeklickt – verrückt. Zusammen mit Facebook und Twitter hat es dem Trust erlaubt, Menschen in der ganzen Welt schnellstens über alle Geschehnisse vom Cors Dyfi zu unterrichten.

      Während ich dies schreibe ist Ceulan immer noch bei uns, auch Monty. Er hat gerade eine große Meeräsche für seinen Sohn gebracht. Nora ließ, jetzt schon fast seit vier Wochen Ceulan alleine in Montys Fürsorge, und sie ist jetzt wahrscheinlich in ihrem Überwinterungsgebiet in Afrika. Was für ein seltsamer Gedanke.


      Nora ist jetzt wahrscheinlich in einem anderen Kontinent, tausende von Meilen entfernt

      Es ist unmöglich Ceulans Abflugstag vorauszusagen, wie diejenigen von Ihnen, die den Facebook Wettbewerb mitmachen, wissen! Ich denke jedoch, dass man mit Sicherheit sagen kann, es kann nicht mehr lange dauern. Diese Woche? Wahrscheinlich. Er ist heute 96 Tage alt.


      Es wird Zeit wegzufliegen, Sohn …

      Was passiert jetzt? Nun, Alwyn und Janine hören heute auf, doch nächstes Jahr werden sie wiederkommen und die Menschen am Besucherzentrum begrüßen und sich verstecken so gut sie es die letzten vier Jahre gemacht haben (wir öffnen in fürneinhalb Monaten – nicht lange!). Sie haben noch mich, ich fürchte durch den Winter – die Blogs werden fortgesetzt wie üblich, sowie die Updates über Ceulans Fortschritte, hoffentlich unten in Afrika. Ich werden auch auf Facebook mit den Updates weitermachen und Janine wird die Twitter tweets (nennt man die so?) wie immer weiter machen.

      Im Namen von Montgomeryshire Wildlife Trust, möchte ich mich zunächst bei ein paar Leuten bedanken. Unseren beiden Beschäftigten der Saison – Janine und Alwin, 78 unglaublichen Volontären die dieses Jahr über 8.000 Stunden bereitgestellt haben (das ist vergleichbar eine Person ununterbrochen für 5 Jahre zu beschäftigen!). Network Rail, Andy und sein IT Team von CCW Solutions, Communities and Nature, Heritage Lottery Fund, Countryside Council für Wales und Ihnen. Allen von Ihnen die dem Dyfi Fischadler Projekt auf verschiedenen Webseiten gefolgt sind und uns auf so viele Art unterstützt haben, auch finanziell.

      Und schließlich erwarten wir in ungefähr 10 Tagen einige Neuigkeiten. Nicht irgendwelche alten Nachrichten GROSSE Nachrichten! In einigen Wochen werde ich einen Blog über die Veränderungen und Verbesserungen, die der Trust über die Wintermonate in Cors Dyfi machen will. Verbesserungen für das Projekt, die Kameras, Nest Audio, dem Live-Streaming und der Webseite. Ich werde auch etwas mehr über die Errichtung von Fischadler Nist Plattformen in Dyfi im nächsten März erklären. Wir werden Ihre Hilfe brauche – es wird ein wenig sein wie der große Schachzug, den wir letzten März gemacht haben. Können Sie sich einen Namen dafür ausdenken? Ich kann.

      Und die große Neuigkeit? Wir müssen uns noch bis zum Ende der nächsten Woche gedulden um das herauszufinden. Nur so viel, wir hoffen Cors Dyfi und das Dyfi Fischadlerprojekt zu noch größeren Erfolgen im nächsten Jahr und darüber hinaus zu führen. Es war in diesem Jahr eine höllische Fahrt – danke an Sie alle für Ihr Engagement mit uns und für Ihre Unterstützung, das ist sehr geschätzt. Diolch yn fawr i chi gyd.


      Aufwärmen – 28 Minuten die einem jungen Fischadler das Leben retteten.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Er ist weg ….
      (gepostet 6. Sept. 2012 von Emyr)

      Ceulan ist endlich weggeflogen. Er begann die große Reise seines Lebens um 09:26h am Montag, 3. September, und Alwyn sah ihn tatsächlich abfliegen. Al sagte, er hob von der niedrigen Sitzstange ab und hat schnell an Höhe gewonnen, so sehr, wie Al ihn noch nie vorher gesehen hat. In der Höhe umkreiste er das Nest, gewann dann weiter an Höhe, kreiste über Cors Dyfi und dem Bahnsteig der Eisenbahnkreuzung bevor er Richtung Süden flog. Sogar mir seiner geliebten 13x56 Minox hat Al ihn einige Meilen weiter unten im Tal verloren. Er ist weg, keine Frage.

      Um 11:00h war Ceulan südlich von Abrystwyth in 630 m Höhe, eine Stunde später flog der in Richtung Brecon Beacons in 820 m Höhe – mehr als eine Meile hoch. Um 14:00 verließ er zum ersten Mal Wales in Richtung Südosten und eine Stunde später war er direkt über dem Exmoor National Park. Um 17:00 war Ceulan einige Meilen westlich von Exeter wo er einen Schlafplatz suchte und über Nacht blieb.



      Am folgenden Tag, war Ceulan mit dem ersten Tageslicht unterwegs und flog bis mittags zur Bretagne – viel schneller als die Fähre. Um 16:00h war er auf einer kleinen Insel namens Ile d’Groix vor der Südküste der Bretagne. Dort mußte Ceulan eine große Entscheidung fällen. Über Nacht bleiben oder in Richtung Süden über das Meer fliegen. Nach einigen Stunden Flug um Ile d’Groix nahm er die letztere Möglichkeit.

      Er überquerte den Golf von Biskaya in rund 12 Stunden, die meiste Zeit in der Dunkelheit fliegend und mit nordöstlichem Rückenwind. Schließlich erreichte er um 05:30h die Nordküsten von Spanien am Mittwoch, 5. September. Trotz dem Flug durch die Nacht machte Ceulan keinen Stopp und flog weiter nach Süden bis er Portugal überquert hatte und ließ sich schließlich in einer Gegend, unmittelbar südlich von Porto nieder. Er verbrachte dort den Abend von Mittwoch, dem 5. September.



      Ceulan ist zwischen Montagmorgen und Mittwochnachmittag über 900 Meilen geflogen – nicht schlecht für einen 14 Wochen alten Fischadler, dessen längste Reise vorher ein 12 Meilen Rundflug über den Fluss Ceulan war.

      Ceulan begann seinen Vogelzug im Alter von 97 Tagen, einem Tag jünger als sein Bruder und seine Schwester letztes Jahr – Einion und Leri. Hier ist ein Foto aufgenommen im Alter von 96 Tagen, nur einen Tag vor seinem Abflug.



      Wir werden Ceulans Fortschritte, so schnell wie es uns möglich ist, updaten, auch an Wochenenden, aber bitte seien Sie geduldig. Nicht immer kommen die Daten, Wenn sie sollten. Man kann Ceulan auf Google Earth verfolgen – Hilfe finden Sie HIER (in englischer Sprache) falls nötig
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Irrsinnig erstaunlich
      (gepostet 20. Sept. 2012 von Emyr)

      Ceulan begann seinen Vogelzug am Montagmorgen (3. September), bis Samstagabend war er in Afrika. Ich kann selber nicht glauben, was ich grade geschrieben habe.

      Hier ist ein VIDEO von ihm von diesem Montagmorgen – er kreiste einige Male um sein Nest, gewann bei jeder Umkreisung an Höhe, bis er fand, dass es hoch genug sei um seine lange Reise zu beginnen. Dann war er weg ---

      Beim letzten Blog vor ein paar Tagen war Ceulan gerade südlich von Porto, Portugal – er blieb dort nicht lange. Am Mittag des 7. September war Ceulan in Lissabon und am frühen Abend hatte er einen kurzen, 110 Meilen Trans-Atlantik Flug auf die Algarve unternommen, wo er die Nacht verbrachte.

      Um ungefähr 09:30 Uhr am folgenden Morgen, verließ Ceulan den portugiesischen Luftraum in Richtung Süden wieder direkt über den Atlantik. 12 Stunden später am selben Abend um ungefähr 21:30 Uhr war er in Afrika. Er landete 38 Meilen westlich von Casablanca, Marokko.



      Ceulan blieb über Nacht an der Marokkanischen Küste, doch am folgenden Morgen war er wieder unterwegs. Bis zur Mittagszeit war er 40 Meilen weiter südlich und überquerte den gleichen Weg, den auch sein Bruder Einion im letzten Jahr flog. Einion war an demselben Ort, zur gleichen Zeit am selben Tag – 9. September. Sie waren so nahe, dass sie sich in der 1-Jahres-Zeitmmaschine gesehen hätten.



      Nach dem Überqueren von Einions Flugbahn von 2011, hat Ceulan den Flug Richtung Süden seines Bruders gespiegelt. Er verbrachte die letzte Nacht (9. September) unmittelbar nördlich von Agadir, Marokko, bevor er am frühen Morgen wieder weiterflog. Die letzte Ortung die wir von ihm haben ist von 18 Uhr heute Abend (10. September) von der nördlichen Mauretanischen Grenze, südlich des Längengrads der Kanarischen Inseln. Ceulan ist jetzt weniger als 900 Meilen von Gambia entfernt.



      Während ich dies am Montagabend schreibe, ist es fast unvorstellbar, dass Ceulan erst am letzten Montag losgeflogen ist. Er hat in dieser Zeit über 2.000 Meilen zurückgelegt, durchschnittlich 300 Meilen pro Tag. Ceulan verließ vor nur einer Woche ein feuchtes und windiges Wales und ist jetzt über der größten Wüste auf diesem Planeten – der Sahara. Irrsinnig erstaunlich.

      Wenn Carlsberg Fischadler machen würde, würden sie Ceulan gemacht haben.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Senegal
      Gepostet am 17-Sep-2012 von Emyr

      Ceulan hat den Fluss Senegal erreicht. Er brauchte 5 Tage um von der Atlantikküste im Norden Marokkos die Wüste Sahara zu überqueren, eine Reise von über 1300 Meilen. Er hat wenig gefressen, wenn überhaupt etwas, während dieser Zeit. Wahrscheinlich ist der erfreulichste Aspekt von Ceulans Migration die Richtung, die er gewählt hat. Er scheint in geraden Zügen zu fliegen, niemals weg von der konventionellen Fischadler Migrations Route abkommend und sich „verirrend“. Die Ausrichtung seiner Wale – Senegal Migration hat ihm zweifelsohne geholfen dort in Rekordzeit anzukommen. Seine Migration war ohne Probleme, schnell und bilderbuchmäßig in der Ausführung.


      Nach der Überquerung der größten Wüste der Welt, schauen die Dinge für Ceulan wieder grüner aus

      Gestern Nachmittag, ‚hüpfte‘ Ceulan von einer Seite des Senegal Flusses auf die andere, geographisch sich zwischen Mauretanien und Senegal bewegend. Er ist nahe der Stadt Rosso, direkt am Fluss ungefähr 44 Meilen östlich der afrikanischen Atlantikküste. Ceulan ist nur 52 Meilen und 68 Meilen nordöstlich der letzten GPS Ortungen von Leri und Einion, beziehungsweise einige Flugstunden entfernt. Wenn wir nur mit ihm reden könnten.


      15. und 16. September – wie lange wird Ceulan am Senegal Fluss bleiben?

      Von all den unglaublichen vielen Daten, die wir von Ceulans Sender bekommen, wissen wir natürlich nicht, wie viel er gefressen hat. Ist er in anständigem Zustand nach seiner Marathon Migration? Jetzt ist er wenigstens an einem Ort wo er leicht an Futter kommen sollte. So viele fragen. Wie lange wird Ceulan dort bleiben? Sind dort noch andere Fischadler oder hat er, durch seine unglaublich rasche Migration nach Afrika alle anderen Fischadler überholt? Wenn er zufällig mit seiner Mutter Nora zusammenträfe– was würde passieren? Möchten wir so ein Zusammentreffen nicht zu gerne sehen…..?
      Während das Dyfi Fischadler Projekt im August noch geöffnet war, haben viele Besucher gefragt, warum Ceulan immer um Futter bettelt? Er würde noch um Futter betteln, wenn er sogar eine 2 Pfund schwere Meeräsche in Krallen hielte, ohne Chance für jemanden ihm die weg zu nehmen!



      Das wäre dann meines, danke..

      Die Antwort liegt jetzt für alle auf der Hand. Seine Gefräßigkeit in Dyfi hat ihm gut getan, er hat sich für seine gewaltige Reise gemästet. Er wird dasselbe jetzt hoffentlich auch in seiner neuen Umgebung machen, nur muss er von jetzt ab seinen eigenen Fisch fangen.

      Ich schreibe dies am Montagmorgen, 17. September. Ceulan startete genau am Montagmorgen vor zwei Wochen, am 3. September. Am Samstagnachmittag der folgenden Woche hat er den Fluss Senegal erreicht – eine 3.000 Meilen Reise in 12 Tagen. Nicht schlecht für einen Anfänger. Es ist schade, dass er die Olympiade versäumt hat, er hätte den Bolt um sein Geld laufen lassen.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Hiraeth
      Gepostet am 16.09.2012 von Emyr

      Genau vor zwei Wochen, Sonntagabend, war ich gerade dabei ein Fischadler Projekt für diese Saison abzuschließen und mich für eine weite Reise am nächsten Tag vorzubereiten. Ceulan machte genau dasselbe.

      Am nächsten Tag, Montagfrüh um ca. 09:15 Uhr, fuhr ich gen Norden nach Schottland. Ungefähr 10 Minuten später um 09:26 flog Ceulan in Richtung S-Afrika davon.
      Man versucht immer eine wissenschaftliche Sicht auf die Dinge zu haben, doch mit all den Prüfungen, Leiden und Zufällen in diesem Sommer, kommt man oft nicht umhin zu glauben, dass da andere Kräfte am Werk sind. Bis Sonnenuntergang an diesem Montagabend war ich 150 Meilen weg von Dyfi, genauso wie Ceulan.
      Ceulan hatte seine Reise nach Süden, in besseres Wetter, begonnen und dorthin, wo er so viele gleichartige Vögel treffen kann. Ich fuhr in die entgegengesetzte Richtung, zum Castle Douglas, Dumfriesshire, um einen alten Freund zu treffen, Black 80.


      Black 80 in 2006, 39 Tage alt. Kommt dieses Bild bekannt vor?

      Tiere sind für viele von uns etwas Besonderes, einige Tiere mehr als andere. Black 80 ist ein männlicher Nachkomme des Glaslyn Fischadlerpaares die immer noch im Glaslyn Tal, nahe Porthmadog, brüten, etwa 30 Meilen entfernt vom Dyfi. Er schlüpfte am 20. Mai 2006 aus einer Dreierbrut – zwei Männchen und ein Weibchen. Seine große Schwester, Black 21, starb relativ alt, mit 43 Tagen, im Nest, wahrscheinlich wegen großer Hitze. Es war an diesem Tag um die 30°C.
      Beide Brüder überlebten das flügge werden und Migrationsalter. Black 80 wurde im Alter von 52 Tagen flügge und begann 55 Tage später, am 4. September, seinen Vogelzug.



      Black 80 wurde am 28. Juni 2006 als Küken beringt. Er wog gesunde 1460g (genau dasselbe wie Dulas im letzten Jahr)
      Was Black 80 zu so einem besonderen Vogel macht, ist die Tatsache, dass er der erste Walisische Fischadler, jemals, war, der mit Sicherheit als Altvogel zurück nach UK gekommen war. Nach 2 Jahren, 2008, kam er zurück und wurde ein Revier innehabend gesehen und ein Nest nahe Threave Castle, einige Meilen westlich von Castle Douglas.


      Threave Castle – der Name ist abgeleitet vom alten walisischen 'Tref', was Heim oder Stadt bedeutet. Eine weitere walisische Verbindung!
      !
      Black 80 hat 2008 nicht gebrütet, aber es gelang ihm ein Weibchen anzulocken. Beide Vögel kehrten im folgenden Jahr aus Afrika zurück und brüteten erfolgreich – sie zogen zwei Küken groß. Dasselbe Fischadlerpaar kam 2010 und 2011 zurück und zog weitere fünf Küken groß, jeweils drei und zwei.
      Das Weibchen kam dieses Jahr nicht mehr zurück und alle Hoffnung wurde im Mai aufgegeben, dass Black 80, der wie üblich Ende März zurückgekommen war, 2012 brüten würde. Doch er brütete.

      Am 11. Mai zeigte ein blau beringtes Weibchen Interessen an Black 80 und seinem Nest – was dann passierte brach alle Rekorde. Das Paar legte im Juni Eier (beispiellos in UK) und zwei Junge, ein Männchen und ein Weibchen, überlebten das harte Sommerwetter und wurde Ende August flügge. Eine Zeit, in der die meisten UK Fischadler sich auf den Weg in wärmere Gefielde machen. Sie waren tatsächlich mit ihrer Brut so spät dran, da0 an dem Wochenende, als die Jungen schlüpften ihre Tanten und Onkels in Glasly flügge waren!

      So, was für eine Gelegenheit einen alten Freund wieder zu treffen, einen, den ich sechs Jahr lang nicht gesehen hatte. Spät an diesem Dienstag, als Ceulan in Frankreich ankam, entdeckte ich Black 80 in der strahlenden schottischen Abendsonne. Er hatte sich mir den ganzen Nachmittag entzogen, doch schließlich entdeckte ich ihn als eine Ganz direkt über seinen Kopf flog und er seine Position veränderte. Was für Gefühle, welche Emotionen. Durch den Sucher schauend war es schwierig die Kamera auf ihn zu konzentrieren.


      Black 80, 04. September 2012. Auf den Tag genau vor sechs Jahren

      Six years exactly, to the day, since I last saw him in the Glaslyn when he started his first migration
      Er sah genauso aus wie sein Vater. An der Brust und unter den Flügeln war er fast völlig weiß und er hatte so eine Art Semikolon Form als Kopfmuster auf seiner Krone. Während Ceulan über den Golf von Biskaya flog sah ich Black 80 am Mittwoch den ganzen Tag. Er schien eine gute starke Bindung mit seiner Partnerin zu haben und eine starke gesunde Familie.


      Black 80 bringt eine Flunder zu seinen zwei Jungen und seinem Weibchen (Mitte)

      Black 80 brachte an einem Tag 3 Flundern und zwei Grobfische zu seiner Familie.




      Eines von den Jungen von Black 80 (ich denke das Männchen) ungefähr eine Woche nach dem flügge werden

      Beide Jungtiere gewannen Vertrauen in ihre Flugkünste, doch eines, das Weibchen, sah viel geschickter aus als das andere. Sie könnte einige Tage vor ihrem Bruder ausgeflogen sein und etwas mehr Erfahrung gesammelt haben.


      Die Glaslyn Enkel Bruder (links) und Schwester verfolgen sich um Threave Castle

      Der National Trust (Organisation für Denkmalpflege und Naturschutz) haben in Threave eine wundervolle Arbeit gemacht, ihre Fischadler den Besuchern zu zeigen. Es gibt einen Aussichtspunkt mit einem Volontär vor Ort, der alles über Black 80 und seine Familie erklärt, ein wunderschöner Spaziergang mit einem wirklich bequemen, modernen Versteck am Ende, grade 350 m entfernt vom Nest. Als ich an diesem Abend wegging, traf ich mich mit Karl Munday, den Ranger des National Trusts beim Threave Standort und wir hatten einen guten Plausch über Black 80 und Fischadler im Allgemeinen.

      Nach dem Gespräch mit Karl, wurde uns klar, dass ein Stückchen in dem Puzzle immer noch fehlte. Keiner kannte die Ringnummer von dem neuen Threave Weibchen. Karl wusste, dass der Ring blau und am linken Bein war (demnach ein schottischer Vogel) doch keinem war es gelungen die Zeichen auf dem Ring zu entziffern. Ich beschloss einen weiteren Tag zu bleiben.


      Ein Blick durch die Fotografien – ich konnte die detaillierten Zeichen auf dem Ring des Weibchens kaum erkennen. So frustrierend.


      Donnerstag war ein verrückter Tag. Das kleine Café in Castle Douglas mit Internetverbindung zu finden und Ceulans letzte GPS Daten herunterladen, 6 Stunden zurück nach Wales zu fahren, doch zuvor versuchen und zwei Zeichen auf dem Ring am Bein herauszufinden, gerade mal einen Inch breit aus der Entfernung von einer Meile! Die lange Kameralinse die ich dabei hatte, half mir nicht dabei wenn das Weibchen nicht näher an mein Versteck heranfliegen würde. Es gab nur eine Lösung. Digiscoping!

      Zwei Stative, ein Sitzsack, ein Teleskop und eine modifizierte Kompaktkamera mit allen Einstellungen auf Manuell. Richtige Einstellung, nicht auf die Bildqualität achten und es gelang, schließlich.


      Ein verrücktes Foto entlarvte schließlich die Ringnummer des Threave Weibchens – Blue XC

      Ich habe eine E-mail an Roy in Schottland geschickt um herauszufinden woher Blue XC stammt und wie alt sie ist. Vermutlich ist sie eine 3-jährige Schottin, so wäre 2012 ihre erste Brut.

      Um diese Jahreszeit fällt es mir immer schwer. Jeden Tag während des Sommers mit den Fischadlern zusammen zu sein, kennt der wissenschaftliche Teil die #Chancen dieser Jungvögel zurück zu kommen in den kommenden Jahren. Man versucht sich nichts daraus zu machen und alles in Bezug auf Biologie, Statistik und natürliche Auslese zu erklären. Die Chancen, dass Ceulan 2014 zurückkommt betragen weniger als 50%. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er überlebt und zurückkommt, bei ungefähr 30% und noch weniger dass er brüten und selbst Junge haben wird. Doch Black 80 hat es geschafft.

      Ich weiß, dass Tausende von Menschen eine emotionale Bindung zu Ceulan aufgebaut haben, genauso wie wir hier in Montgomeryshire Wildlife Trust. Ein Glücksgefühl, dass er es bisher geschafft hat, doch auch ein überwältigendes Gefühl der Traurigkeit, da0 er weg ist, und mit all den Hürden, die vor ihm liegen.

      Ich erinnere mich daran, dass vor vielen Jahren, Richard Burton einem amerikanischen Talkshow Gastgeben versuchte zu erklären, was das Word “Hiraeth” bedeutet. Selbst mit all seinen Kommunikationsfähigkeiten und Redefertigkeit glaube ich nicht, dass es ihm gelungen ist. Es ist etwas, was sich nicht gut in andere Sprachen übersetzen lässt. Es ist ein tiefes, herzliches Gefühl von Verlust, doch auch vielleicht etwas Optimismus dass, wen immer oder was immer man vermisst, eines Tages zurückkommen könnte.

      Während ich schreibe, kommen gerade Ceulans GPS Daten für heute herein. Er hat den Senegal Fluss erreicht und er kam dort in weniger als zwei Wochen nachdem er Wales verlassen hatte, an. Er hat Wasser erreicht und er hat Nahrung erreicht, er hat sein gelobtes Land erreicht. Seine Umgebung hat sich plötzlich wieder in Grün verwandelt. Wenn ich irgendwie Richard Burton heute Ceulans Geschichte erzählen könne, wäre es ihm vielleicht eher möglich Hiraeth in einer anderen Sprache zu erklären.

      Der Dreitage-Trip nach Schottland kostet £ 200. Der Peilsender auf Ceulans Rücken kostet £ 3,000. Das Gefühl Black 80 neulich das erste Mal nach sechs Jahren wiederzusehen, war unbeschreiblich, unbezahlbar, kann nicht in Kosten ausgedrückt werden. Die beste Erklärung von Hiraeth ist es Deinen jungen Fischadler als Altvogel in den folgenden Jahren heimkehren zu sehen. Ja, die Chancen stehen gegen Ceulan; ja, sie stehen nur bei 30 % oder so, doch wenn er es schafft und zurückkehrt, können wir ihn alle wiedersehen und das Gefühl teilen. Und es ist das beste Gefühl auf der Welt; ich weiß es, denn ich habe es gerade erlebt.


      Hiraeth
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vier Monate alt
      (gepostet 29. September 2012 von Emyr)

      Jemand hat heute Geburtstag-. Genau vor 4 Monaten, am 29. Mai filmten wie dieses …

      youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=sXBo37XKNWg
      die erste Mahlzeit – Ceulan ist der mit dem helleren Kopf

      Es ist fast undenkbar, dass dies gerade erst vor 4 Monaten passiert ist, so viel ist seitdem geschehen. Das schlimmste Sommerwetter seit der Aufzeichnung, nach Afrika in Rekordzeit gezogen – gerade nur 12 Tage von Mitte Wales in den Senegal; kein Wunder, dass er es so eilig hatte. Verwechselt mit ‚Celebs‘ in der sonntäglichen Boulevardpresse. Bis heute ist er 3.500 Meilen geflogen.

      Ceulan hat sich schnell in dieser Gegend, in der er seit 15. September, heute vor zwei Wochen, ist, niedergelassen. Zunächst bevorzugte er die Nordseite des Senegal Flusses (geographisch Mauretanien), doch seit letzter Woche oder so verbringt er mehr Zeit im Süden, im eigentlichen Senegal.



      All diese Anhäufungen von GPS Punkten sind in einem Umkreis von ungefähr 10 Meilen von einem zentralen Punkt. Ich denke, man kann fairer Weise annehmen, dass Ceulan die Kunst des Fischens inzwischen meistert und dass er gut frisst angesichts seiner eher zurückhaltenden Bewegungsfreude in den letzten zwei Wochen.

      Etwas hineinzoomen könnte Ceulans Vorliebe für die Südseite des großen Flusses erklären. Hier ist es viel weniger zugebaut da das meiste Land für Kulturpflanzen genutzt wird, meist Reis. Von viel größerem Interesse für Ceulan (er mag Äpfel, aber keinen Reis), scheint hier ein gut verbundenes Netzwerk von Wasserwegen durch das gesamte Gebiet sein. Einige von ihnen sind natürliche Nebenflüsse des Senegal Flusses und Lac de Guiers, sieben Meilen südlich. Einige sind vom Menschen gemacht und dienen als Bewässerungssystem für die Pflanzen. Zweifelsohne werden diese viel Fische enthalten.


      Südseite – ein Netzwerk aus natürlichen und vom Menschen gemachten Wassterstra0en. Schaut, wie nahe Ceulan an diesen hock

      So, nach der Ankunft in dieser, wie es scheint, günstigen Gegens, wie lange wird Ceulan hier bleiben? Die Regenzeit ist jetzt mehr oder weniger vorbei in diesem Teil Afrikas. Jetzt kommt die große Trockenzeit. Es wird bis zum nächsten Sommer nicht regnen.

      Nur die Zeit wird es zeigen, doch für den Moment scheint es dem jungen Ceulan gut zu gehen und er hat einen guten Platz für diesen Teil seines Lebens gefunden. War es Harold Wilson der einmal gesagt hat „eine Woche ist eine lange Zeit in der Politik“? Vier Monate muss dann eine Ewigkeit für einen Fischadler sein.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • 360° Observatorium
      (gepostet 24. September von Emyr)

      Heute haben wir einige wundervollen Nachrichten mit Ihnen zu teilen.

      Während der letzten zwei Jahre habe viele von uns beim Montgomeryshire Wildlife Trust hart hinter den Kulissen an einem ambitionierten und wegweisenden Projekt gearbeitet. Es nennt sich ‚Dyfi 360° Landschaft – für Menschen und Tiere“. Es ist eine £ 1.378 Millionen Initiative, die die Besonderheiten und Besucher-Attraktionen des Cors Dyfi Schutzgebietes, in dem das Dyfi Fischadler Projekt liegt, erweitern wird. Herz des Projektes wird ein neues 360° Observatorium als Aushängeschild von sieben m (23 Fuß) Höhe, das sich genau in der Mitte des Cors Dyfi Schutzgebietes befinden wird gerade mal 230 m vom Fischadlernest entfernt.
      Heute können wir bekannt geben, da0 unsere Förderanträge erfolgreich waren und dass die Arbeit an dem Projekt sofort begonnen wird.


      Klick-klick
      Dyfi 360° Observatorium

      De ‚Dyfi 360° Landschaft – für Menschen und Tiere“ Initiative wurde von Grund auf entwickelt, von Leidenschaft, Verlangen, Verantwortung und Anerkennung angetrieben.

      Leidenschaft um eine natürliche und untrennbar miteinander verbundene „Lebendige Landschaft“ für Mensch und Tier am Leben zu erhalten und zu gedeihen und ein sicherer Platz wo Menschen lernen können, Vertrauen aufbauen können und inspiriert werden.
      Antwort auf das Verlangen der örtlichen Gemeinde und von Besuchern mehr zu bieten als wir es im Moment tun.
      Anerkennung, dass Cors Dyfi das Potenzial hat, eine wichtige Bildungsquelle für örtliche Schulen, die Aberystwyth Universität zu werden.

      Die Finanzierung der 360° Initiative wird aus zwei hauptsächlichen Quellen kommen. Der Heritage Lottery Fund gewährt £ 928,000 und ERDF Gemeinschaft und Natur Projekt finanzieren £ 228,500. Der Rest wird aus Volontärzeit, wie in Sachleistungen (£ 195.000) Country Side Council für Wales (£ 27.000).


      Wir freuen uns – auf eine aussichtsvolle Zukunft.

      Rund die Hälfte des Zuschusses wir für das 360° Observatorium ausgegeben und die Promenade dorthin aus dem Besucher Zentrum. Die Entstehung des neuen 360 Observatoriums war natürlich vom Dia Fischadler Projekt inspiriert- Ungefähr 140.000 Menschen haben das Projekt besucht, seit wir 2009 geöffnet haben und jedes Jahr haben wir diese Besucher über ein Besucher-Abfrage-Formular (danke , wenn sie einer von den Tausenden sind, die eines ausgefüllt haben) gefragt, was sie von diesem Projekt mehr sehen möchten.

      Zusätzlich wurden über 150 Leute, Organisationen und Einrichtungen der Gemeinschaft konsultiert. So, begründet durch das Feedback das wir von den Besuchern, Volontären und der Kommune bekamen war die Idee für das 360° Observatorium geboren.

      Warum nennt man es 360° Observatorium? Dafür gibt es drei hauptsächliche Gründe:

      1. Die Aussicht. Dies wird kein Vogelversteck auf Stelzen sein. Wir werden in der Lage sein, alles rundum zu sehen, einen 360° Panorama-Ausblick durch den man Monty und Nora im Flug durch das Schutzgebiet sehen kann, den Dia Fluss und den Snowdonia Nationalpark. Wir werden Monty beim Fischen sehen – wie fabelhaft wird das sein! Wir werden auch andere Vögel sehen können – Wildgeflügel, Watvögel, Rohrweihen, Drachen, Eulen, Grasmücken, Ziegenmelker, Zugvögel. Und das alles mit einer 360° Aussicht mit hervorragenden optischen Geräten und einer Person, die da ist zu helfen und zu erklären was man sieht und sucht. Aus Walisisch und Englisch.
      2. Es geht nicht nur um die Fischadler und anderen Vögel. 360° bedeutet die ganze Natur – die Pflanzen und die Tiefe die auf Cors Dyfi und darüber hinaus gedeihen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Tiere und Pflanzen nicht isoliert leben, sie sind alle in unterschiedlicher Abhängigkeit voneinander Die Umschau in großer Höhe macht es uns möglich die Ökologie des gesamten Ökosystems rund um das Observatorium in fantastischen Details zu fokussieren, was uns letztlich hilft besser zu verstehen
      3. Genauso wie Pflanzen und Tiere nicht voneinander isoliert leben, existiert die Tierwelt nicht als alleinstehende Einheit. Wir werden unsere Aufmerksamkeit auf die Geographie und Geologie des Dyfi, der Geschichte dieses einst riesigen schiffbaren Flusses, der Kultur und der walisischen Sprache, Bildung, Kindern, Kommunen, sozio-ökonomischen Vorteile für dieses Gebiet und Tourismus richten. Wir werden mehr und größere Möglichkeiten haben, Menschen zu kontaktieren mit besseren Interpretationen und Technik im Vordergrund. Wir verwenden Kameras, Mikrophone, neue Netzwerk-Technologien, das Internet, bessere Bebilderung du soziale Medien um Menschen mit diesem Projekt auf der ganzen Welt zu verbinden. Schließlich kann kein 360° Projekt fünf Monate im Jahr geöffnet sein, wie wir es jetzt haben. Wir werden 12 Monate des Jahres öffnen.


      Kannst Du mich sehen? Rötelmaus auf Cors Dyfi

      Das ‚Dyfi 360° Landschaft – für Menschen und Tierwelt Projekt‘ wird auch vier neue Arbeitsplätze finanzieren, einschließlich eines Learning Officer und einen Conservation Officer für Cors Dyfi. Diese neuen Posten werden uns viel mehr Möglichkeiten eröffnen, als wir jetzt haben und größere und bessere Verbindungen zur Bildung und Universitäten, Gemeinden und der Tierwelt selbst natürlich. Cors Dyfi ist auch in der Dyfi Biosphäre, Wales nur in der UNESCO Biosphären Reservat Bezeichnung ein „besonderer Ort, wo die Erhaltung und zukunftsfähige Entwicklung Hand in Hand gehen“.


      Die Dyfi Biosphäre

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      Volontär Heather deutet für Ffion, einer jungen Besucherin, auf ein Fischadlernest .Erklärungen bedeuten viel mehr als Poster an der Wand.

      Ich denke, es ist fair zu sagen, dass wir alle hier am Montgomeryshire Wildlife Trust ziemlich aufgeregt sind. Zwei Jahre Träume, Hoffnungen und viel harte Arbeit sind dabei in die Realität umgesetzt zu werden. Viele Observatorien, die jetzt im Gebrauch sind um Vögel und andere Wildtiere zu beobachten fingen als etwas völlig anderes an – Leuchttürme, Gebäude, Stellwerke. Das 360° Observatorium wird von Anfang an mit Schwerpunkt auf Menschen und Tierwelt gebaut. Eine Kultstätte zu kommen, zu sehen und zu lernen und sich mit der Tierwelt in UK zu beschäftigen.

      Schließlich danken wir allen, die dies ermöglicht haben, besonders den Jungens am Heritage Lottery Fund, den Gemeinden und Natur, die so hart mit uns während der letzten zwei Jahre gearbeitet haben. Diolch yn fawr.

      Monty und Noras Nest ins ungefähr 9 m hoch. Steht man im 360° Observatorium wird ihre Augenhöhe in ca. 9 m Höhe sein – wir können direkt ins Nest auf gleicher Höhe, wie die Fischadler sind, schauen. Das ist doch Cool!


      Wie hoch ist ein Fischadlernest? Fragt den vierjährigen Owain, er weiß es, doch wir alle werden es ab nächstem Jahr wissen.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Sechs Wochen heute
      (gepostet 15. Oktober 2012 von Emyr)

      Heute vor sechs Wochen flog Ceulan von Dyfi weg, die Temperaturen waren, als er losflog 13^C. Die Temperaturen, wo er sich heute aufhält, unmittelbar südlich des Senegal Flusses, sind 34°C. Ein Unterschied!

      Hier war Ceulan letzte Nacht…

      VIDEO
      Ceulan – sechs Wochen

      Ceulan kam in diesem Gebiet genau vor einem Monat an – am 15. September. Am Anfang bevorzugte er die Nordseite des Flusses (geographisch Mauretanien), jetzt scheint er sich auf der Südseite wohl zu fühlen – geographisch Senegal. Er scheint auch nach einem Muster vorzugehen: fischen und Fressen während des Tages an den Nebenflüssen und Bewässerungskanälen des großen Flusses und dann die Nacht fünf Meilen südlich verbringen.



      Nahezu keine Veränderung während eines ganzen Monats ist sicherlich ein positives Zeichen. Ceulan muss gut fischen und fressen können, andernfalls wäre er längst weitergezogen.

      Nach einem Monat Senegal Fluss unter seinem Gürtel , was kommt als nächste? Man beachte, daß er sich kaum auf den großen Fluss selbst gewagt hat, was an seine Brüder und Schwester letztes Jahr um diese Zeit erinnert. Zweifellos haben eingesessene erwachsende Fischadler hier weite Reviere inne und werden gute Fischereiplätze verteidigen sowie ihre Sitzstangen (wie einige Fischer).

      Genau wie wire s letztes Jahr beobachtet haben, die kleineren Wasserarme werden in den kommenden Monaten austrocknen, wenn die Trockenzeit wirklich einbricht. Ceulan muss dann woanders hinziehen. Doch wie weit und wohin?

      Die Zeit wird es zeigen, doch im Moment waren die ersten sechs Wochen ein Zug wie im Bilderbuch ohne Furcht und Sorgen entlang des Weges. Der Sender arbeitet gut und sendet alle 2 Tage Daten, wie er sollte. Rundum alles positiv und möge es lange Zeit so bleiben.


      Nach sechs Wochen sieht Ceulan gut aus …
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Fischadler Dreieck
      (gepostet 04. Nov. 2012 von Emyr)

      Ceulan ist immer noch am gleichen Platz wo er die letzten paar Wochen war – unmittelbar südlich des Senegal Flusses, ungefähr 40 Meilen landeinwärts von der Atlantikküste. Er kam hier vor sieben Wochen an nach seiner unglaublichen Reise von 12 Tagen vom Dyfi und er hat sich kaum bewegt!

      Mitte Oktober hat er seine Flügel etwas ausgebreitet um einen kurzen Rundflug um den Lac de Guier, ein Ausflug der ihn zwei Tage kostete. Ansonsten scheint Ceulan seinen derzeitigen Standort zu bevorzugen, da es vermutlich keinen Grund gibt um weiter zu fliegen.


      Nach drei Monaten ununterbrochenem walisischem Regen bin ich jetzt hier.

      Ceulan ist nicht der einzige Fischadler der alle Vorteile des Senegal Flusses nutzt. Unsere Kollegen vom Scottish Wildlife Trust verfolgen zwei ihrer jungen Fischadler von diesem Jahr, zwei Buben aus verschiedenen Nestern. Blue 44 ist vom Loch of the Lowes Nest und befindet sich derzeit im Süden Frankreichs – wird er dort bleiben?

      Wir wissen von den Ringablesungen und den Sendern dass einige Fischadler nicht den ganzen Weg nach Afrika auf sich nehmen. Einer der Fischadler von Roy Dennis besendert fliegt gerade mal nach Südspanien.

      Der andere Fischadler der vom Scottish Wildlife Trust besendert wurde, ist jedoch bemerkenswert nahe bei Ceulan. Blue YD ist gerade mal 45 Meilen flussaufwärts von Ceulan entfernt und vor einigen Wochen, am 20 Oktober war er buchstäblich nur einige Felder von ihm (siehe Karte) entfernt. Haben sie sich gesehen?

      Ein weiterer Fischadler 2012 von Roy besendert, ein Weibchen namens Fiddich, ist im Moment unmittelbar südlich des Lac de Guier, ziemlich in der Nähe von Ceulans südlichstem Ausflugspunkt während seiner See Exkursion. Ceulan, Blue YD und Fiddich sind alle in einem Dreieck 50 Meilen voneinander entfernt, nur einige Stunden Flugzeit voneinander entfernt. Wie erstaunlich.

      Hätten Sie keine Lust einfach eine Woche im Senegal mit einem Teleskop zu verbringen und einer anständigen Kamera und einem Land Rover?
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Zurück von den Toten
      (posted 14, Nov., 2012 von Emyr)

      Um diese Zeit letzte Woche kamen Ceulans (jetzt) vier Tage Datensatz herein. Abgesehen von einem kurzen Ausflug um den Lac de Guiers, hat sich Ceulan in einem Gebiet nahe der Stadt Rosso niedergelassen, am Senegal Fluss, seit er hier am 15. September (er hat ‚Dyfi erst am 3. September verlassen – kann ich immer noch nicht glauben) angekommen ist. Am 5. November hat er jedoch beschlossen sich zu bewegen. Daran war nichts Ungewöhnliches, im ersten Jahr neigen Fischadler dazu mehr herumzuziehen als Altvögel da sich ihr Umfeld ändert.

      Was bedenklich machte, war die Tatsache, dass in den letzten sieben Stunden die Daten die hereinkamen alle von genau demselben Fleck kamen. Wenn sie nicht schlafen ist es sehr ungewöhnlich für Fischadler auf genau demselben Fleck sieben Stunden lang und mehr zu bleiben. Das war von 10:00 bis 17:00 Uhr.


      Am 5. November startete Ceulan flussaufwärts in Richtung Osten

      Dann kam das qualvolle Warten auf die nächsten Daten am Samstag.

      Dank Paul und anderen auf Facebook stellten wir fest, dass der Punkt auf dem Ceulan gesessen hat ein Hochspannungsmast war – und noch dazu ein großer. War Ceulan dort hineingeflogen oder wurde er durch einen Stromschlag getötet?
      Die Daten vom Samstag würden uns darüber aufklären.


      Der riesige Hochspannungsmast nahe dem Senegal Fluss bei der Stadt Dagana

      Die Daten kamen am Samstag sehr spät herein. Unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich – vier ganze Tage lang zeigte Ceulans Peilsender an, da0 er sich nicht bewegt hatte, alle GPS Punkte waren, mehr oder weniger, am selben Ort. Er war immer noch am selben Fleck an dem er am 6. November diese sieben Stunden war, am Hochspannungsmast, nur dieses Mal waren es vier ganze Tage lang.


      Wann immer wir diese Art von GPS Punkte Netz Muster sehen bedeutet es immer ein Ding

      Es sah aus, als ob Ceulan umgekommen wäre. Was sonst hätte diese Art von Daten ausdrücken können?
      Zwei Dinge ließen ein ganz klein wenig Hoffnung. Die erste war, dass die aktiven Ablesungen des Peilsenders anzeigten, dass er sich normal bewegte (für jeden Ortungspunktsendet er eine Zufallszahl die sich verändert, wenn der Peilsender sich bewegt; erzeugen der genau gleichen Nummer über einen längeren Zeitraum bedeutet, dass er sich nicht bewegt). Der zweite, wenn auch schwache, Hoffnungsschimmer war, das Ceulans Peilsender anzeigte, dass er in zwei verschiedenen Orten (16.53233 -15.52533 und 16.53217 -15.5253) war, obwohl diese nur 18 m auseinander waren, wohl innerhalb der Fehlergrenze was erklären könnte, dass es in Wirklichkeit nur einen Standort gab. Ich konnte nicht aufhören darüber nachzudenken denn – wenn Ceulan am Leben war, warum würde er dann hin und her von einem Punkt zum nächsten, grade mal 18 m entfernt, fliegen?

      Dann am späten Samstagabend dämmerte es mir. Schauen Sie noch einmal das Foto vom Hochspannungsmast an – sehen diese beiden Zinken an der Spitze nicht aus als ob sie 18 m auseinander sein könnten?

      Doch es sah nach wie vor hoffnungslos aus. Wenn die GPS Punkte akkurat waren und er immer noch lebte, wie ging Ceulan auf Fischjagd und fraß? Ja, die GPS Punkte kommen nur stündlich herein, doch könnte Ceulan auf Fischfang gehen, seine Beute fangen und auf genau denselben Mast zurückkehren bevor der Zeiger wieder auf 1 Uhr stand?

      Dann am Sonntagmorgen wieder ein Hoffnungsschimmer. Da das Datenfenster am Samstag spät öffnete waren einige Punkte zurückgehalten und erst gesetzt, als das Fenster geschlossen war (und man bekommt keine Benachrichtigung wann das sein wird – man drückt nur auf aktualisieren bis nichts mehr geschieht oder bis man einschläft). Drei weitere Punkte kamen über Nacht herein – und die waren neun Meilen entfernt von dem Hochspannungsmast. Außerdem waren sie vom 8. November, Donnerstag, zwischen 10:00 und 12:00 Uhr. Sicherlich könnten das keine Fehler sein so weit weg von den anderen Punkten?


      Späte Erzielung von Punkten – einer Richtung Nordwesten 1.6 Meilen entfernt, und drei aus 9 Meilen Entfernung. Sieht besser aus.

      Die letzten der drei Punkte um 12:00h waren direkt über dem Wasser und hatten eine schnelle Auslegung – 8mph in einer Höhe von 30 m. Perfekt für einen fischenden Fischadler.

      Das völlig undenkbare war denkbar, nun, wieder denkbar. Wenn Ceulan am Leben war, und der Peilsender die ganze Zeit akkurate Daten sendete, wie wäre Ceulans sesshaftes Verhalten all die Zeit erklären? Ich begann mir die aktuelle Ortung genauer anzuschauen, von der der Peilsender uns sagte, dass Ceulan war.

      Die meisten der Punkte von Ceulan kamen aus dem mittleren Hochspannungsmast im Bild unten. Diese Maste befördern Strom vom Manantali Wasserkraftwerk über Mali und Senegal.


      Hochspannungsmaste, 400 m entfernt in West-Ost Richtung

      Bei näherer Betrachtung der Daten schien Ceulan auf einem dieser Hochspannungsmasten geruht zu haben (eigentlich sollte es der nächste, rechts im Bild, sein), am 5. November und dann am 6 November um 07:00, 08:00 und 09:00, der saß auf dem Mast rechts im Bild. Mitte des Morgens war Ceulan am nächsten Mast in der Reihe – der in der Mitte der Karte, und dort blieb er! Man kann das auf Google Earth sehen.

      Während dieser Zeit das das Wetter dort sehr heiß. Tatsächlich könnten die steigenden Temperaturen seine ursprüngliche Entscheidung zur Bewegung erklären. Waren die Wasserkanäle wo er anfing zu trocknen? Kamen Menschen en masse aus den Feldern um ihren Reis zu ernten und störten ihn? Die Daten die von Ceuland Peilsender kamen zeigten auch sehr hohe Temperaturen an.


      Rosso Wetterstation – Temperaturen steigen am 7. November über 40°C bevor sie auf normalere zurückgingen.

      Jetzt die guten Neuigkeiten. Das Fenster heute öffnete sich und genug Punkte sind bisher hereingekommen um uns wenigstens etwas zu sagen. Ceulan lebt und er bewegt sich.



      Es sieht so aus, als wäre er von seinem Lieblings Mast irgendwann am Sonntag oder frühen Montag (11. Und 12. November) zurückgeflogen zu seinem üblichen Streifgebiet, 20 Meilen flussabwärts unmittelbar südlich von Rosso. In diesem Gebiet ist er Montag und Donnerstag herumgezogen. Der letzte Punkt den wir von ihm haben ist der der auf der Karte um 15 Uhr gestern hervorgehoben ist. Er scheint sich Richtung Osten zu bewegen, zurück flussaufwärts! Wurde er wieder gestört?

      Ich betone, dass das Fenster noch nicht geschlossen ist zu diesem Datensatz. Wenn noch irgendwelche gravierenden Abweichungen zu den GPS Punkten hereinkommen, werde ich später noch ein Update hinzufügen. Wenigstens für den Moment reicht es zu sagen, dass man wieder durchatmen kann.

      Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die mir geschrieben haben und Hilfe und Vorschläge brachten in einem Versuch herauszufinden, dass mit Ceulans Peilsenderdaten während der letzten sieben Tage geschehen sein könnten, ganz besonders an Tiger und Paul. Was für eine fantastische Art und Weise wissenschaftliche Daten zu entschlüsseln, buchstäblich mit Leuten aus der ganzen Welt die ihre Auslegungen und ihre Fachkompetenz angewandt haben um eine Erklärung zu finden für einige verwirrende Daten. Bürger Wissenschaft vom Feinsten.

      Der Peilsender hat überhaupt nicht versagt. Viele von uns tragen die Schuld, mich eingeschlossen, die den wissenschaftlichen Geräten die Schuld geben wenn die Daten die sie liefern nicht zu dem passen, was wir erwarten. Wir lernen weiter vom Peilsender und natürlich von Ceulan. Jedes Mal, wenn wir Daten bekommen verstehen wir mehr von der Ökologie der Fischadler, und dem Fischadler Zug, möge das noch lange so bleiben. Und wie immer im Leben und in der Wissenschaft, je mehr wir etwas verstehen, umso besser sind wir letztlich in der Lage Probleme im Zusammenhang mit diesem „Etwas“ zu beheben. Oh Mann, haben wir noch große Probleme mit der weiteren Verfolgung von Fischadlern.

      Es war eine schlimme letzte Woche. Nägel gekaut, Haare noch grauer, stundenlang vor dem Computer beim Versuch herauszufinden was passiert. Mit den sengenden Temperaturen und den schwierigen Zeiten vor ihm, ist Ceulan bei weitem nicht aus dem Gröbsten heraus, aber für den Moment scheinen die Nachrichten gut zu sein.

      Zurück von den Toten? Naja, wahrscheinlich nicht, aber kommt es Ihnen nicht auch so vor, dass dieser kleine Vogel irgendetwas ganz Besonderes an sich hat?

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Die Suche geht weiter
      (gepostet 25. Nov. 2012 unter Einion von Emyr)

      Richard Page, Ozeane Kämpfer für Greenpeace International, kontaktierte mich vor einigen Wochen. Er hatte einige Monate frei, plante und dachte daran zur Vogelbeobachtung nach West-Afrika zu reisen. Nicht nur das, er fragte, ob er eine Hilfe sein könnte im Auffinden von einem der 2011 besenderten Dyfi Fischadler!

      Ich erklärte Richard die Situation bezüglich Einion und schickte ihm dessen letzten Koordinaten, einschließlich des allgemeinen Bereiches in dem er seit Mitte Februar war. Einions letzter GPS Ortungspunkt wurde uns am 22. Juli um 14 Uhr geschickt. Er war seit über fünf Monaten in demselben allgemeinen Gebiet an einer Küste 13 Meilen südlich von St. Louis.



      Die Karte unten zeigt alle GPS Positionen von Einion ab Mitte Februar bis zum 22. Juli. Die großen Punkte-Säulen, die man sehen kann, zeigen die Lieblings-Sitzplätze die Einion hatte; diese wird er zum Fressen, Ruhen und Beobachten genutzt haben.



      Richard fand Einion nicht, aber sein schriftlicher Bericht seiner Suche sorgt für eine faszinierende Lektüre. Die folgenden sind Auszüge aus Richards Tagebuch seiner Westafrikanischen Reise, die seine Suche nach Einion betreffen …

      Kleine Begegnungen dieser Art sind die unerwarteten Freuden des Reisens in Afrika, doch bevor wir in den Senegal reisten, hatten wir uns einer klaren, der Tierwelt verwandten, Mission gestellt, um nach Einion, einen der drei jungen walisischen Fischadler die 2011 durch das Dyfi Fischadler Projekt in Zusammenarbeit mit der Herbstbeobachtung von BBC, mit einem Satellitensender ausgestattet wurden, zu suchen. Stas und ich hatten zusammen mit Freunden das öffentliche Beobachtungszentrum , von dem aus man das Dyfi Nest überblicken kann, unmittelbar vor dem Schlüpfen der drei Eier in diesem Jahr besucht. Wir waren sehr beeindruckt von der Arbeit die das Dyfi Fischadlerprojektes hineingesteckt hat, um Fischadler anzulocken in dem künstlichen Nest zu brüten, das sehr natürlich gestaltet wurde, indem es mit weißer Farbe bekleckert wurde, und die Art wie das Mitarbeiter Team und Volontäre das öffentliche Informationszentrum und Versteck aufgebaut hatten. Vor mehr als zwanzig Jahren habe ich für das walisische Büro des RSPB gearbeitet und hin und wieder wurde von einem Fischadler berichtet, der durch diese Gegen kam. Die Hoffnung war immer, dass nach den Jahrzehnten der Verfolgung dieses prächtigen Vogels er einmal wieder in Wales brüten würde. Deshalb war es für mich eine besondere Freude, als ich hörte, dass wieder Fischadler in Wales brüten.

      Eionions Geschichte wird so wunderbar auf der Webseite des Dyfi Fischadler Projektes erzählt und seine Reisen wurden bis zum 22. Juli diesen Jahres aufgezeichnet. ZU diesem Zeitpunkt war sein Standort südlich von St. Louis im nördlichen Senegal an der Lagune die das Festland von La Longue de Barbarie trennt. 2000 ha sandige Landzunge die quer über die Mündung des Senegal Flusses verläuft. Nach dem 22. Juli fiel die Spannung seines Senders und das Gerät sandte keine GPS Daten mehr. Die könnte, so vermutet Emyr Evans vom Projekt, deshalb sein, dass die kleine Solarzelle, die das Gerät lädt, sich, als Folge der Mauser, vielleicht mit Federn bedeckt haben und der Sender so nicht mehr arbeitete. Als ich mit dem freundlichen Waliser kurz vor meiner Abreise nach Senegal spracht, war Emyr optimistisch dass wir Einion finden könnten, und sehr froh, dass wir auf die Suche nach ihm gingen. Obwohl ich kein fachmännischer Vogelbeobachter bin, sind Fischadler leicht zu erkennen und mit einem Fernglas sollte es möglich sein, die Antenne des Senders zu sehen, oder vielleicht, wenn wir großes Glück hatten, den blauen Ring an seinem Bein. So schien, bewaffnet mit Einions GPS Koordinaten und den Link zu den Google Karten, die seine Bewegungen auf dem neuesten Stand zeigten, und der Erfahrung eines in Frankreich geborenen Vogelbeobachters, Frederic, ansässig nahe St. Louis, der in der Vergangenheit geholfen hatte walisische Vögel zu finden schien die „Operation Einion“ nicht so ein Hirngespinst zu sein, um zu versuchen, den vermissten Fischadler zu finden ……

      Einige Stunden später, zurück im Hotel, in Betrachtung des grau, grünen Wassers des Senegal Flusses, zusammen mit der Willkommensbrise waren meine Erwartungen in eine erfolgreiche Operation Einion sogar noch größer.

      An einer Flasche Flag Bier nippend und die Blues Melodien des Hotel Stereos genießend, schaute ich über den Fluss. Der Fluss war nicht so unterschiedlich zu dem wie ich mir vorstellte das der breite Mississippi an manchen Stellen aussieht und so schien die Musik völlig zu passen, und wie wir alle wissen, hat der Blues seinen Ursprung in West-Afrika.
      Operation Einion schien uns eine eher gemächliche Expedition zu sein mit unserem vertrauenswürdigen Führer und Fahrer zu einer eher zivilen Zeit von neun Uhr am Morgen nach dem Frühstück. Während wir an der Küstenstraße aus St. Louis herausfuhren, hielten wir an, um von einem Straßenhändler eine Wassermelone zu kaufen und die schnell austrocknenden Lagunen auf beiden Seiten für Fischadler und andere Vögel zu schauen. Kormorane sitzen auf den festgemachten Pirogen und auf einer Sandbank sehen wir drei graue Pelikane, die andere Art die man in dieser Gegend findet. Um den Rand vieler dieser Lagunen sind mehrere konische Haufen von Salz, bedeckt mit Teilen von Säcken und anderen Ablagerungen. Frauen sammeln das Salz, das örtlich für Kochen und Haltbarmachen von Fisch benutzt wird. Ich habe ähnliche Haufen entlang der Ost-Küste von Indien gesehen.

      18 km südlich von St. Louis hielten wir im Fischerdorf Mouit. Unter einem großen Baum (einem Bantaba Treffpunkt) hatte eine Gruppe Frauen, gekleidet in leuchten farbigen Kleidern Artikel zum Verkauf ausgelegt und waren fröhlich am Plaudern. Dieselbe Szenerie kann in unzähligen Dörfern Afrikas gesehen werden und es hat nie aufgehört mich zum Lächeln zu bringen.

      Wir laufen durch das Dorf, hielten an, um den Anblick eines Nashornvogels zu genießen. Oft im Flug aus einem Bus- oder Taxifenster gesehen, erinnern mich die Nashornvögel immer an die Balsaholz Flugzeuge meiner Kindheit, mit dem Metallgewicht, dass man an der Nase in der richtigen Position anbringen musste um das Gelichgewicht genau richtig zu bekommen.

      Fünf Minuten später sind wir an den Ufern der Lagune, mit Blick auf das von Palmen gesäumte gegenüberliegende Ufer. Zwei kleine Jungen wechseln sich mit einer kleinen stumpfen Sichel ab, um eine Handvoll Gras abzuschneiden, das sie in einen Sack stecken. Das Gras ist, um das Schaf oder die Ziege zu füttern, die beim kommenden Tabaski Fest geschlachtet und aufgegessen wird.

      In die Lagune zu tuckern dauert es nur Minuten, bevor ich einen Greifvogel am toten Strand am Ufer des Festlandes ausmache. ‚ Balbuzzard pecheur‘ sagt Yakyha. Ich war nicht sicher, aber nachdem ich ihn durch das Fernglas gesehen hatte, war es klar, dass wir schon unseren ersten Fischadler gesehen hatten. Obwohl die Silhouette gegen die Morgensonne war, kann man den Vogel nicht verwechseln, es war ein Fischadler mit dem Federn im Genick die den Nackenbüschel bilden. Das wird bestätigt, wenn er losfliegt.

      Ich frage mich, ob es ein gutes Omen ist, oder vielleicht wird dies der einzige Fischadler sein, den wir den ganzen Tag zu sehen bekommen? Die Sonne brennt auf uns herab und kleine Fische springen im Wasser. Ich bewundere eine Zwergseeschwalbe wie sie nach Fischen taucht und denke dass es ein Tag werden wird, an dem das Leben einfach ist.

      Wie es der Zufall will, haben wir auf den zweiten Fischadler des Tages eine weitaus bessere Sicht. Niedergelassen auf einem Schild auf einer Insel, mitten in der Lagune, die in der Saison eine Oase für Möwenkolonien ist, können wir diesen Vogel und seine charakteristischen Markierungen, einschließlich der dunklen Augenstreifen bewundern. Welch fantastischer Anblick und wenn dieser Vogel mit einem Satellitensender ausgestattet wäre, wäre ich sicherlich in der Lage gewesen die Antenne auszumachen.
      Wir reisten weiter nach Süden und suchten die Bäume nach mehr Fischadlern ab, versuchten uns nicht von den anderen Vögeln ablenken zu lassen, einem Paar spindeldürrer Purpurreiher, einen Graufischer, der das Wasser absuchte und ein Brachvogel, der mit seinem traurigen Ruf eher an kalte regnerische Tage erinnert, - in denen ich, in meinem zerrissenen Barbour, über Moor und Watt wanderte, - nicht an hellen Sonnenschein.

      Eine weitere Insel mit einigen hohen Bäumen erweist sich als Zentrum von Fischadlern. Ich entdecke einen Fischadler und Yakhya deutet auf weitere zwei Bäume zur Rechten. Es stellt sich heraus, dass sich dort tatsächlich entweder vier oder fünf Vögel niedergelassen haben, in unmittelbarer Nähe zueinander. Als wir uns nähern, fliegt einer davon und wir beobachten wie er uns umkreist. Unsere Sicht ist gut genug für mich, um festzustellen, dass das ein Jungvogel ist, mit seinen unverwechselbaren Farben.

      Und so geht es weiter, während wir langsam, unsere Fahrt am Ufer der Landzunge fortsetzen. La Langue de la Barbarie ist ein Nationalpark, vollständig geschützt, und somit eine sichere Umgebung für die vielen Vögel die es dort als ihr Zuhause für einen Teil oder das ganze Jahr gemacht haben.

      Wir sahen drei weitere Fischadler während wir langsam durch die Vegetation fuhren. Einer ist so nah, dass ich seine Beine deutlich sehen kann und entdeckt hätte, wenn er beringt gewesen wäre. Ich hatte ihn gerade voll im Blick, als ein Handy klingelt, der Fischadler das übel nimmt und mit flachem aber kräftigem Flügelschlag davonfliegt und seine Krallen einen Moment das Wasser berühren.

      Schließlich wird nach einigen Stunden oder so, vorgeschlagen, dass wir direkt auf der La Longe de Barbarie landen um Picknick zu Mittag machen. Wir werden zu der üblichen Stelle gebracht und machen uns auf den Weg, paddelnd durch die warmen Untiefen, ans Land. Das ‚Orchester‘ von kleinen Winkerkrabben flitzt zurück in ihre Höhlen, als wir vorbeiziehen und Heuschrecke nach Heuschrecke springt vor uns auf als wir uns einen Weg zum Schatten unter einem Baum bahnen. Auf dem Weg können wir das Schlagen der Brandung der Meeresküste hören. Stas und ich werden eingeladen den Strand zu erkunden, während ein bescheidenes Feuer angerichtet wird. Der weiße Sandstrand erstreckt sich über Meilen und wird nur durch die Masse an Plastikmüll getrübt, Millionen von undefinierbaren Teilen von Müll, kaputte Eimer, und Gewirr von verlorenen Fischernetzen und alte Sandalen. Plastikmüll ist ein riesiges Problem im Senegal und Yakhya bemerkt, dass sogar die Studenten die gelegentlich zum Picknick auf die Insel kommen, ihren Müll nicht wieder mitnehmen. Es ist eines der vielen Probleme die größerer ‚Sensibilisierung‘ bedürfen – ein Wort das oft von meinen Greenpeace Kollegen und anderen benutzt wird – bevor ein wirksamer Aktionsplan entwickelt werden kann um das Problem anzugehen.
      [I]Nach einem feinen Mittagessen mit gebratenem Fisch mit leckeren Zwiebeln und Zitronensauce, gefolgt von einer Kanne leichtem ataaya Tee für Touristen, habe ich Zeit über einen außerordentlichen Morgen nachzudenken

      Wir haben Einion nicht gefunden, aber ich kann nicht kategorisch ausschließen, dass wir ihn gesehen haben. Unsere Suche war nicht systematisch und es wäre gut gewesen, die gesamte Strecke der Lagune in Richtung Süden und Norden einige Tage lang abzusuchen. Was ich weiß ist, dass die friedliche Lagune auf der geschützten Seite von La Longue de Barbarie ein großartiger Ort für einen heranwachsenden Fischadler ist, um bei viel Fisch herumzuhängen um genügend Energie aufzubauen für die weite Reise zurück zu dem gleichermaßen besonderen, doch palmenlosen Ort des Lebensraumes der Flussmündung Mitten in Wales.“



      Einion

      So, das war’s, das Geheimnis bleibt.

      Lassen Sie mich noch einmal meine Gedanken zu Einion niederschreiben – eines ist absolut klar. In der letzten Woche der richtigen GPS Übertragung fiel die Spannung der Übertragungen, die wir von seinem Sender bekamen, wie ein Stein. Bis wir beim 22. Juli waren, war es unter 3.7V, so niedrig um exakte GPS Ortungspunkte zu senden. Danach erhielten wir einige nicht GPS Daten bis zum 4. August und dann nichts mehr.

      Hier sind die letzten Bruchstücke an Daten – man beachte die letzte Spalte auf der rechten Seite, das sind die Sender Spannungen.


      Ganz klar, bis zum 4. August, war die Spannung des Senders so gering, dass er einfach aufgab. Aus welchem Grund auch immer, das Solarpanel auf dem Sender bekam nicht genug Solarenergie um das Gerät aufzuladen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Aktivitätsberichte normal, was darauf hinweist, dass Einion tatsächlich in Bewegung ist. Ich kann nicht in den Daten erkennen, was darauf hinweist, dass Einion in irgendeiner Schwierigkeit war. Alles war normal abgesehen von den Spannungsmessungen.

      Hier ist eine Graphik, die den Spannungsabfall seit dem 15. Juli zeigt.


      Ich möchte mich sehr herzlich bei Richard Page für all seine Zeit und Mühe bedanken, Einion für uns zu finden und auch für das Schreiben des Tagebuches seiner „Operation Einion“, wie er es nannte. Während ich dies schreibe ist unser guter Freund Frederic in den Senegal zurückgekehrt nach einem Aufenthalt in Sri Lanka: Er ist nicht zu weit weg von Einions letzten bekannten Aufenthaltsort, so lasst uns hoffen, dass Frederic die gute Arbeit von Richard weiterführen und ihn aufspüren kann.

      Lebt Einion noch? Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass er bis zum 4. August, als der Sender sich verabschiedete, lebte. Danach sieht es aus wie eine Sender Fehlfunktion wegen ungenügender Stromzufuhr. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt um Sie an einem Geheimnis teilhaben zu lassen…

      Einige von Ihnen mögen sich vielleicht an die Hektik erinnern, drei Sender für die Dyfi Fischadler im letzten Juni zu erwerben. Einion, Dulas und Leri waren schon drei Wochen alt, als wir mit der #BBC zusammen beschlossen, dieses Sender Projekt aufzunehmen. Wir hatten nur ungefähr zwei Wochen Zeit drei Sender zu bekommen und mit Roy zu vereinbaren herunterzukommen und sie anzupassen. Die Sender werden in Maryland, USA hergestellt und haben 4 Monate Lieferfrist, so stellte sich nicht die Frage, neue zu bestellen. Der einzig andere Sender war ein generalüberholtes Gerät das 2010 bereits an einem anderen Fischadler verwendet worden war.

      Das Lake District Fischadler Projekt hatte diesen Sender 2010 an Jungvogel ‘Nummer 11’ angepasst. Leider ist dieser Vogel im Januar des folgenden Jahres verstorben und seine Überreste, inklusive dem Sender, wurden aus der Wüste Sahara geborgen. Das Gerät wurde zurück nach Maryland zur Überholung geschickt und genau das ist der Sender den Einion trägt. Die Geschichte von Nr. 11 kann HIER gelesen werden



      Einion im Senegal Januar2012 © Arnault Vatinal
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Ein Leben zur Erinnerung
      Geposted 16-Dez-2012 von Emyr

      Ceulan ist tot.

      Am späten Nachmittag des 1. Dezember, tauchte er in den Diawel Fluss, einen Nebenfluss des Senegal Flusses, 3.7 Meilen in Richtung Süden, um zu fischen. Er hatte dort oft vorher Fisch gefangen. Ceulan verfing sich in einem Fischernetz und konnte sich nicht mehr befreien. Ein örtlicher Fischer, der seine Netze überprüfte, fand ihn am folgenden Morgen und brachte seinen Körper in sein nahegelegenes Fischerdorf, wo er die nächsten zwei Wochen blieb.

      Die Karte unten zeigt seine Position (links) wo Ceulan sich im Netz verfing und das Dorf des Fischers wohin er am folgenden Morgen gebracht wurde.



      Ceulan kannte diesen Fluss gut. Sehr gut. Die Karte unten zeigt alle seine GPS Positionen – schaut selber, wie oft er in diesem Gebiet war. Er muss es so gut gekannt haben wie die Rückseite seiner Krallen. Er war in einem guten Gebiet, der Diawel Fluss muss vor Fischen gewimmelt haben.



      Als wir am 5. Dezember Ceulans GPS Daten bekamen, dachte ich mir, dass es etwas komisch aussah dass er mehrere Tage an demselben Platz war. Doch das haben wir vorher schon erlebt, nicht wahr, als Ceulan beschlossen hatte tagelang Ende November auf diesen großen Strommasten auszuruhen? Mit einer gewissen Beklemmung checkte ich am 11. Dezember bei ARGOS für die nächsten Satellitendaten ein. Er war immer noch am selben Platz und die Lesungen der Aktivitäten auf dem Peilsender hatten sich auch nicht verändert (bei der Geschichte auf dem Strommast hatten sie). Es war fast sicher, dass der Peilsender sich nicht bewegte – unsere einzige Hoffnung war, dass Ceulans Sender heruntergefallen war und dass es ihm gut ging.

      Wir baten am Samstag 15. Dezember unseren Freund Frederic wieder um Hilfe, er ging zusammen mit seinen beiden Söhnen und einigen Kollegen auf die Suche nach Ceulan.

      Dort gibt es ein kleines Dorf (oben rechts auf der ersten Karte oben) in dem vier Familien leben ungefähr eine halbe Meile entfernt von wo Ceulan in Schwierigkeiten geraten war. Frederic fragte einen der Männer des Dorfes, ob er irgendetwas über einem Fischadler in der Gegend wisse.

      (alle folgenden Bilder wurden von Frederic und seinen Kollegen aufgenommen)

      Frederic spricht mit einem der Dorfbewohner, Oumar Diallo, über Ceulan.


      Das Bild unten zeigt die Gegend wo Ceulan entdeckt wurde am Ufer des Diawel Flusses, nur auf der anderen Seite der Landebrücke.


      Die folgende Email ist von Paul Wildlifewriter. Mit Erlaubnis…
      Hi Ems,
      Das beigefügte Bild möge etwas mehr Einblick in das was passiert ist, geben.
      Wir wissen, dass Ceulan während des Tages am 01.12.12 noch aktiv war und dass er an seinem üblichen Fischfangplatz war an dem Abend. Untypisch scheint es, dass er an diesem Abend nicht auf seinen Schlafplatz zurück flog Ich denke das ist genau wann und wo der Unfall passierte.
      Fischfang nach der Flaute ist eine traditionelle Aktivität entlang der Schwemmebene des Senegalflusses. Zu Beginn der Sommer Regenzeit wandern die Fische flussaufwärts und verteilen sich in den Nebenflüssen und Kanälen um zu laichen. Die Forschung hat dieses Verhalten bei zwölf verschiedenen W-Afrikanischen Arten festgestellt und es können mehr sein.

      Am Ende der Regenzeit, werden die Felder für die Getreideernte entwässert und gleichzeitig werden Stellnetze und Reusen ausgelegt, um Fische zu fangen, die versuchen in den Hauptfluss zurück zu kehren. Diese Netze werden häufig an oder nahe den vielen Schleusen gesetzt, die die örtlichen Wasserstände kontrollieren. *(ich hatte ein Foto von genau diesem Arrangement in W-Mauretanien, doch kann ich es im Moment nicht finden)

      Leider sind die zappelnden Fische im oder hinter dem Netz ein verlockendes Ziel für junge Fischadler und es ist nicht schwer, sich vorzustellen was als nächstes passiert ist.


      Danke Paul.

      Das Folgende ist aus einer Email, die mir Frederic gerade geschickt hat. Er spricht das gleiche wie Paul, und die Eile den Fisch zu fangen (sodass sie ihn über den Winter essen können) bevor die ganze Gegend vertrocknet ist.

      “In dieser Periode vor der Trockenheit sind die Fischer so sehr mit den Fischaktivitäten beschäftigt, dass sie keine Zeit haben zu jagen oder irgendetwas dergleichen. Wir fragten sie, ob sie diesen Vogel kennen, sie sagten „nein“, doch ich bin sicher sie sehen sie jedes Jahr mehr und mehr aber vielleicht sind das störende Vögel … schon bin ich sicher, dass es nicht das erste Mal ist, dass sie aus Versehen einen Vogel in ihren Netzen hatten: sie sind so zahlreich im Wasser, aktiv oder nicht, normalerweise verwaist, wenn es unmöglich ist, sie zu nutzen …

      Ich denke es war wirklich ein Unfall: Oumar Diallo der Ceulan sofort fand, ging in seine Hütte und kam nach einigen Sekunden wieder mit den Materialien (er meint Sender und Ringe); ein anderer Mann kam nach einigen Minuten mit zwei Flügeln.“

      So, da sind wir, wir scheinen Antwort auf unsere Fragen zu haben. Ceulan hatte Pech – er war zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich denke es ist sehr wichtig etwas zu verstehen über die Art wie Ceulan starb. Schauen Sie sich das Bild unten an, das Frederic von den Leuten in diesen vier Hütten am Samstag machte…



      Diese Menschen sind bettelarm. Kein sauberes Wasser, keine Bildung für ihre Kinder, keine Elektrizität, keine Autos, nichts. Sie leben in Strohhütten mit ein paar Quadratmetern und fristen ein Leben an einem der denkbar unwirtlichsten Orte. Das sind keine Berufsfischer, die Gewinne machen. Ihr einziges Ziel ist zu überleben und Essen für einen Tag zu haben. Punkt.

      Die Fische die sie in dieser kürzest möglichen Fangzeit fangen, werden auf Stützen, die sie aus Stroh und Zweigen machen, getrocknet.



      Die Fische werden dann von der Sonne getrocknet und gelagert, dass sie genug zum Leben in den trockenen Wintermonaten haben. Es wird im Senegal die nächsten 6 Monate nicht mehr regnen.



      Wir schulden Frederic, seinen Söhnen und Freunden große Dankbarkeit. Vielen Dank, Frederic, dass du uns geholfen hast. Frederic hat seinen eigenen Blog (französisch) den man hier sehen kann:

      Das sind die Freunde, die am Samstag hinausgefahren sind um Ceulan zu finden:

      Frederic Bacuez (France), Ornithondar
      Moïse Guiré (Burkina Faso)
      Sidiki Boukary Ouedraogo (Côte d'Ivoire/Burkina Faso), my second adoptive son
      Xavier Dressler (France), driver
      Morgan Perez (France), civil service for development in Gandon

      Merci à vous tous

      Ceulan lehrte uns so viel in seinem kurzen Leben. So viel, dass ich einen Blog während der Weihnachtszeit über diesen bemerkenswerten kleinen Fischadler schreiben werde. Selbst als er starb, lehrte er uns noch, wie schwer es ist Fischadler im ersten Lebensjahr zu sein.

      Dieses Jahr, ist Montgomeryshire Wildlife Trust 30 Jahre alt. Wir sind eine kleine Stiftung mit einer Handvoll Vollzeit-Mitarbeitern, ungefähr ein halbes Dutzend. Und ungefähr derselben Anzahl von Teilzeitkräften. Trotzdem werden wir in einigen Wochen anfangen ein ehrgeiziges £ 1.400.000 Projekt, ein 360° Observatorium im Cors Dyfi Schutzgebiet zu bauen. Wir sind alle sehr aufgeregt. Es wird das erste seiner Art sein und wird jedem Besucher die Möglichkeit geben die natürliche Welt im Umkreis zu schauen, entdecken und lernen.

      Wir haben auch gerade angefangen uns mit Westafrikanischen Gemeinden zu verlinken. Menschen zu lehren und aufzuklären über das was Ceulan und anderen Fischadlern passiert, wird, schließlich, einen Unterschied machen. Die Rutland Leute fangen schon an, Ergebnisse ihres Westafrikanischen Projektes zu bekommen.

      Ceulan ist nicht umsonst gestorben. Von unserem neuen 360° Observatorium werden wir sein Erbe weitertragen – wir werden Tausende von Menschen jedes Jahr über sein bemerkenswertes Leben unterrichten und aufklären. Wir haben Fotografien, Videos und Geschichten zu erzählen. Im Leben und Tod, hat Ceulan uns mehr über die Gefahren des Seins eines Fischadlers erzählt, als jeder andere Vogel, den ich kenne. Je eher wir dieses Observatorium gebaut bekommen, umso früher können wir mehr Menschen über Ceulan und seinen Kampf ums Überleben erzählen. Er wird ein Botschafter seiner Art sein und letztendlich dazu führen, dass Fischadler sicherer leben in dieser für sie so gefährlichen Welt. Wir bürgen dafür.

      Ceulan lebte nur 6 Monate lang, doch was für ein bemerkenswertes Leben er hatte. Ein Leben zur Erinnerung.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry