Fischadler – Dyfi - Montgomeryshire - WALES

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    • Glesni beginnt ihren Vogelzug
      geposted 02-09-2013 von Emyr – MWT

      Montgomeryshire Wildlife Trust wird diese Woche geehrt. Die Webseite ist genau zwei Jahre als in diesem Monat und zur Feier haben wir, zum ersten Mal, einen Gast Schreiber.

      Der Blog wurde von niemandem geringeren als Paul Wildlifewriter geschrieben.

      Glesni wurde am Cors Dyfi zum letzten Mal am 31. August unmittelbar nach 08:00 BST gesehen. Das ist das letzte Webcam Bild von ihr in dieser Saison:


      Glesni hat ihren Vogelzug begonnen, obwohl die Jungvögel noch nicht für ihren bereit sind. Dies mag wie eine rücksichtslose und gefühlloste Aufgabe erscheinen, aber tatsächlich sind einige der Gründe für ihre Abreise die Zukunft der Jungvögel. Der erste und wichtigste Punkt den man verstehen muss, ist, dass es niemals in Glesnis „Arbeitsvertrag“ stand, dass sie warten muss, bis die Jungvögel soweit sind…

      Sobald die Jungen flügge sind, ist ihre Arbeit für die Saison erfolgreich abgeschlossen. Sie hat sie ausgebrütet, hat sie warm gehalten, sie gefüttert und sie hundert (und einen) Tage lang geschützt, aber, sobald sie fliegen konnten gab es keine Notwendigkeit für denselben Standard der Versorgung. Die einzigen praktischen Aufgaben, die noch zu bewältigen waren, war die Versorgung mit Futter und die Verteidigung des Nestes vor anderen Fischadlern – und diese beiden Dinge gehören wirklich in Montys Aufgabenbereich.

      In evolutionären Begriffen, der Rest der Aufgaben diktiert, dass Glesni – und andere Fischadler Weibchen – in diesem Stadium abfliegen sollten. Wenn sie bleiben würden, wäre das eher ein Wettbewerb mit ihrem eigenen Nachwuchs um Ressourcen – an der super ergiebigen Dyfi Mündung, doch eine schwierige Situation in anderen Bereichen, wo solche Vorräte gegen Ende der Saison knapper werden könnten.

      Viele andere Vogelarten stehen vor dem gleichen Dilemma: die Jungen der ziehenden Wat- und Stelzvögel, die in der Regel kurz nach dem Schlüpfen für sich selbst sorgen können („Nestflüchter“) werden oft von beiden Elternteilen und allen nicht brütenden Altvögeln verlassen, sodass das die bestmögliche Futterversorgung für die nächste Generation bleibt.
      Monty wird jetzt er einzige Versorger mit Nahrung für seine zwei Töchter sein, bis er sie für bereit erachtet, für sich selbst zu sorgen.



      Das ist der Verhaltensdrang, den Glesni in den letzten Tagen gespürt hat: mütterlicher Instinkt gegen entstandenen Instinkt – letzterer wird sich früher oder später durchsetzen. Je früher sie ihren Zug nach Süden beginnen kann, umso besser: 2013 ist Glesni nicht mehr der heimatlose Vagabund aus Rutland Water, der durch die Gegend zieht und Unruhe an anderen Nestern stiftet. Jetzt ist sie selbst ein brütendes Weibchen, mit einem hohen Status in der „Gesellschaft“ der Fischadler: eine Matriarchin die künftige Generationen heranzieht. Sie muss zurück zu ihren ausgewählten Überwinterungsgebieten wo sie Nahrungsstellen ihrer Wahl aufsuchen wird, mit Recht. Und jetzt ist es an der Zeit …

      Diese Grafik zeigt, dass der Nordatlantische Jetstream, der bisher über die Britischen Inseln zog und das das während des gesamten Frühjahres und Sommers, sich jetzt nordwärts gerichtet hat.


      Diese Veränderung bedeutet, dass die Zug Konditionen am Samstag und Sonntag günstig waren mit Folgewinden die unsere Zugvögel in Richtung Süden durch Frankreich und Spanien bis zum Rand der Sahara selbst begleiteten. Glesni kann es voll ausnutzen zu ziehen, während die Bedingungen gut sind.

      Und warum nicht? Zum ersten Mal in dieser Saison zu brüten, hat sie „ihren Job“ schnell gelernt und das hat sichausgezahlt: ihre Jungen bekamen den besten Start ins Leben, den sie ihnen ermöglichen konnte, und sie könnte auch den Grundstein für eine der folgenden Fischadler Dynastien gelegt haben.

      Wir wissen natürlich nicht, wo Glesni die Wintermonate verbringt, aber mit gefällt der Gedanke, dass sie irgendwo an einer weit entfernten Westafrikanischen Küste entspannt, während die Sonne untergeht. Sie hat es sicherlich verdient.



      Ein großes Dankeschön an Paul, dass er diesen Blog geschrieben hat über Glesnis Abreise und dafür dass er sein Wissen mit uns allen geteilt hat.

      Video von Glesnie, wie sie ihr(e) Nest(er) 2013 zum letzten Mal verlässt: VIDEO
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Also nee .... während seine zwei Mädchen ihn bettelnd 'anflöten' frißt Papa alles selber ...!?



      ... nein, wahrscheinlich mußte Monty alles erst richtig vorbereiten, jetzt wird gefüttert!



      guter Papa!!!
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Soll ich bleiben oder soll ich gehen…... WETTBEWERB
      geposted 10-09-2013 von Emyr - MWT

      Heute ist Clarach 74 Tage alt und Cerist 82 Tage. So die große Frage … wann werden sie ihren Vogelzug beginnen

      Hier ist die leichte Antwort – Britische Fischadler neigen dazu ihren Zug zwischen dem 80. und dem 110. Tag ihres Lebens zu beginnen. Der Durchschnitt liegt irgendwo in der Mitte.

      Das ist also nicht sehr hilfreich. Lassen Sie uns das Lebensalter anschauen, in dem die flüggen vier Dyfi Jungen 2011 und 212 gezogen sind:

      Einion = 87 Tage

      Leri = 98 Tage

      Dulas = 98 Tage

      Ceulan = 97 Tage

      Ceulan bereitet sich 2012 auf Afrika vor:


      Der Durchschnitt der vier Vögel liegt bei 95 Tagen, wenn also Clarach und Cerist in diesem Alter ziehen würden, werden sie noch weitere drei Wochen hier sein – bis in die letzten Septembertage oder Anfang Oktober. Jedoch wissen wir, dass beide Mädchen gesunde 1.7 kg wogen, als sie beringt wurden, plus der Zeit hinterher. Werden diese zwei Faktoren eine Auswirkung haben?

      Cerist – fragt mich nicht, ich weiß es nicht!


      Wenn ich raten müsste, würde ich sagen „wahrscheinlich“ und würde eine Vermutung zwischen dem 20. und 25. September aussprechen. Aber und das ist ein großes ABER, es gibt absolut keinerlei Schätzungsmöglichkeit mit irgendeiner Gewissheit. Das ist nicht gleich er angenommenen Brutzeit der Eier zum Beispiel, wo man innerhalb ein oder zwei Tagen das Schlüpfen der Jungen voraussagen kann.

      Viel wird von Monty abhängen. Wird er vor seinen Töchter ziehen? Vielleicht, vielleicht auch nicht.

      Letztes Jahr zog er am 5. September und 2011 am 11. September. Das Problem in diesem Jahr ist, dass er die spätesten Jungen der Aufzeichnungen hat, die normalerweise nicht vor den nächsten 3-4 Wochen ziehen würden. Glesni ließ ihm das alleinige Sorgerecht für die Kinder am 31. August.

      Monty wird zwei widersprüchliche neurologische Impulse jetzt in sich haben. Der Drang in den Süden zu fliegen, denn jetzt ist die richtige Zeit, und den väterlichen Drang zu bleiben und seine Töchter zu füttern, dabei dieses Jahr seine genetischen Investitionen maximierend.

      Es wird die Zeit kommen, wahrscheinlich im September, wenn der erste Drang sich leicht verstärkt und die Skala zugunsten der Migration kippt und er weg sein wird. Tatsache ist, dass niemand weiß, wann diese Zeit kommen wird – nicht einmal Monty.

      Eine weitere Kräheninvasion, wie viele davon muss er dieses Jahr noch auf dem Dyfi ertragen?


      DER GROSSE FISCHWETTBEWERB

      Wir werden das Dyfi Fischadler Projekt einen weiteren Monat geöffnet lassen, einschließlich der Live Übertragung, wir werden jetzt am 29. September schließen. Finanzielle Hilfe dafür, hier ist der letzte Wettbewerb des Jahres!

      Bis zum Sonntag, 8. September, war der gesamte Fischfang der Saison 478. Der Wettbewerb ist leicht…

      Was wird der gesamte Fischfang in dieser Saison 2013 sein?

      Eine professionelle gerahmte A3 Fotografie von Glesni im Flug mit Seetang für den Gewinner – wir versenden weltweit. (Update: oder Clarach mit ihren Flügeln nach hinten, siehe Bild unten – Ihre Wahl). So, wenn Sie zum Beispiel denken, das der insgesamte Fischfang 530 beträgt, schreiben Sie die Zahl einfach in den Kommentar, oder hier in https://www.facebook.com/photo.php?v=10202049907792025&set=vb.169190623111820&type=2&theater]Facebook[/url]
      A professionally framed A3 photograph of Glesni in flight with seaweed to the winner - we'll send worldwide. (Update: or the Clarach with wings back, see image below - you choose) So for example, if you think the total for this year will be 530, just put that number below in the comments section, or in this Facebook post.


      Die üblichen Regeln – Spenden Sie mindestens £2 pro Eintrag/Vermutung (Via MyDonate Button auf der Webseite), so viele Einträge wie Sie möchten. Der Abschlusstermin wird Mitternacht am Sonntag, 15. September sein. Gibt es ein Unentschieden, wird das Los entscheiden.

      So, um Ihnen so viele Informationen wie möglich zu geben um einen ‚gebildeten‘ (lol) Tipp zu geben, müssen Sie zuerst einen angenommen Abflugtermin ausrechnen und zweitens wie viel Fische zwischen dem letzten Sonntag und dann gefangen werden. Einfach.

      Um Ihnen eine kleine Hilfe zu geben, hier ist die genaue Anz7ahl bisher – 478 alle zusammen bis Sonntagabend.


      Zur Erinnerung, wir zählen die gesamte Anzahl, auch wenn Clarach oder Cerist anfangen selber zu fangen, zählen wir das. Es wird die Gesamtanzahl an Fischen dieses Jahres sein, egal, wer den Fisch gefangen hat. Wir zählen auch die heruntergefallenen!

      Heruntergefallen von jemandem


      Das war’s. Viel Glück und danke, dass Sie uns helfen Montgomeryshire Wildlife Trust etwas länger offen zu halten um diese wunderschönen Vögel verabschieden zu können.

      A3 Druck von dieser großartigen Fotografie von Clarach (oder Glesni), fachmännisch gerahmt, für den Gewinner.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Fb - Bore da

      Bevor uns Clarach und Cerist letzte Woche verlassen hatten, wurde Monty beobachtet, wie er sie beide auf dem Nest fütterte als wären sie wieder kleine Küken.

      Konnte er feine Unterschiede in ihrem Verhalten bemerkt haben und fütterte sie so viel wie möglich bevor sie wegzogen? Wir beobachten diese Verhaltensweisen erst, seit wir die Webcam an den Fischadlernestern haben, doch haben wir auch vorher gesehen, dass Männchen sich so verhalten. Etwas, was wir nächstes Jahr gezielt beobachten müssen …

      Hier ist das letzte Bild von allen dreien zusammen vom letzten Dienstag, am darauffolgenden Morgen ging Clarach (links) auf den Vogelzug.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Monty, Clarach & Cerist gehen auf dem Zug
      geposted 22-09-2013 von Emyr - MWT

      Clarach und Cerist haben die größte Reise ihres Lebens angetreten. Clarach verließ den Dyfi am Mittwochmorgen, ihre Schwester zog zwei Tage später, gefolgt von ihrem Vater, Monty. Der Dyfi ist wieder einen weiteren Winter frei von Fischadlern.

      Das letzte Foto von beiden Schwestern, am folgenden Morgen war Clarach (rechts) gezogen


      2013 war wieder ein bemerkenswertes Jahr für die Fischadler am Dyfi, doch dieses Mal nicht wegen der Wetter Kapriolen. Nachdem Nora dieses Jahr nicht zurückgekehrt war, fand Monty erst im Mai eine Partnerin und sie zogen zwei Junge groß – gerade noch zum letztmöglichen Termin. Sie waren einen guten Monat hinter den „Durchschnitt“ der in GB brütenden Fischadler.

      Zum Glück erwies sich das nicht als großer Hinderungsgrund. Bei dem gutem Wetter hatte Monty diesen Sommer keine Schwierigkeiten, genug Futter zu fangen, was bedeutete, dass seine zwei Töchter schnell und kräftig heranwuchsen. Was am meisten in diesem Jahr 2013 beeindruckte, war die Geschwindigkeit in der sich beide Töchter entwickelten. Sie zogen beide im Alter von nur 82 Tagen, der Durchschnitt der walisischen Fischadler, seit 2005, liegt bei 102 Tage.

      Rekordbrecher – beide Clarach und Cerist ziehen im Alter von nur 11 Wochen und fünf Tagen (extrem rechts 1R und 2R)


      Warum gingen beide Schwestern so früh auf den Zug? Die Grafik unten zeigt das Alter des Flüggewerdens (blau) und das Alter der Migration nach dem Flüggewerden (rot). Es gibt nichts Auffälliges zum Flüggewerden Alter, beide Schwestern wurden im Alter von 51 Tagen flügge, nur etwas früher als der Durchschnitt. Der rote Teil der Grafik zeigt das an.

      Beide Schwestern zogen nur 31 Tage nachdem sie ihren allerersten Flug absolviert hatten. Stellen Sie sich das vor! Nur 4 ½ Wochen nachdem sie sich das erste Mal in die Luft begeben haben, gehen sie auf eine 3,000 Meilen Reise mit Ziel in West Afrika wo sie niemals vorher waren. Tatsächlich waren sie nie weiter als bis Aberystwyth im Süden.

      Ein großes Dankeschön an Heather Corfield für das Erstellen dieser Grafiken


      Hier ist eine wunderbare Statistik von diesem Jahr: Zwei Eier, zwei Mädchen, schlüpften im Abstand von zwei Tagen, wurden im Abstand von zwei Tagen flügge und zogen im Abstand von zwei Tagen. Unwirklich.

      Doch es könnte noch etwas wissenschaftlich auffällig sein, über die ‚zwei’ in diesem Jahr. Monty und Glesni legten zwei Eier, nicht drei.

      Von Anfang an wurden Clarach und Cerist gut gefüttert und entwickelten sich gut. Das mussten sie. Wenn ihre Entwicklung dem Durchschnitt der Fischadler gefolgt wäre, dann wären sie längst noch hier, bis in den Oktober und all den unerfreulichen Überraschungen ausgesetzt, die hier die Herbststürme bringen können. Doch nachdem sie nur zwei Küken zu füttern und aufzuziehen hatten konnten Monty und Glesni ihren zwei Töchtern den besten Start ins Leben geben. Um beide auf den Weg und bis zum 20 September auf den Flug zu bringen ist so eine Leistung. Es optimiert auch das genetische Investment von beiden, Glesni und Monty, die beide zu 50% ihren Anteil haben an jeder Tochter. In so einer späten Brut ist es viel besser, zwei ‚Super Töchter‘ zu haben als drei durchschnittliche Töchter.

      Mutter Natur ist nicht dumm. Sie spielt dieses Spiel seit langer Zeit.

      Und für die Statistiker unter uns, hier sind die Schlüsseldaten dieses Jahres, verglichen mit 2011 und 2012


      Hier sind einige Videos. Das erste zeigt Clarach wie sie am letzten Mittwoch auf den Zug geht und das zweite von Cerist und Monty, wie sie auf den Zug gehen.

      youtube.com/watch?v=4D1wUVzR99I&feature=player_embedded

      youtube.com/watch?v=i9wak94vCkU&feature=player_embedded

      Das Dyfi Fischadler Projekt ist noch eine weitere Woche geöffnet, wir schließen am Sonntag, 29. September, so, wenn Sie in der Gegend sind, schauen Sie einfach herein und sagen Hallo. Wir werden Ihnen keine Fischadler zeigen können, doch wir haben viele Erinnerungen und Geschichten zu erzählen. Wir können auch einige Wintergäste zeigen – diese Nonnengänse sind gerade aus Grönland angekommen. Ist der Vogelzug nicht das faszinierendste Ereignis?


      Wenn Sie dem Live Streaming folgen, das wird bis 30. September gehen, doch Montgomeryshire Wildlife Trust freut sich verkünden zu können, dass der Live Chat durch den ganzen Oktober weitergehen wird!

      So, was gibt es von Monty? Er fing 494 Fische in diesem Jahr (521 zusammen mit Glesnis Fängen. Gratulation an Gail Edgely die den Fisch Wettbewerb gewann). Er unterhielt im Frühjahr ein halbes Dutzend Damen, hat zwei wunderschöne kräftige Mädchen großgezogen, und ist jetzt auf dem Zug nach Süden. Doch wann zog er?

      Das schrieb ich im Blog letzter Woche:

      “Monty wird jetzt zwei gegensätzliche neurologische Auslöser in sich haben. Den Drang in den Süden zu fliegen, denn jetzt ist genau die richtige Zeit, und den väterlichen Drang zu bleiben und seine Töchter zu füttern, und dadurch seine genetischen Investitionen zu maximieren in diesem Jahr.

      Es wird eine Zeit kommen, wahrscheinlich im September, wenn der erste Drang stärker werden wird, die Skala sich zum Zug hinwenden wird und er wird auf und davon sein. Die Sache ist nur, dass niemand weiß, wann die Zeit kommen wird – nicht einmal Monty.“

      Hier ist wohl die erstaunlichste Statistik der gesamten Saison. Monty blieb und fing Fisch um Fisch für seine beiden Töchter. Auch als das Wetter sich letzte Woche drehte kam er weiterhin mit seinem Gutigkeiten zurück. Er sah wie seine älteste Tochter am Mittwoch früh zog und dann um 08:36 Uhr am Freitag früh auch seine jüngere Tochter. Er hatte seinen Drang selbst zu ziehen unterdrückt, bis er sicher war, dass beide, Clarach und Cerist gezogen waren.

      Nur 36 Minuten nachdem Cerist am Freitag früh gezogen war, ging Monty auf seinen Zug. Er wusste, dass sie weg war. Ein erfahrener Vater, wie er ist, wie wir es beobachten, erkannte er das vertraute Kreisen und Aufsteigen, die ganze Zeit an Höhe gewinnend vor einer letzten Änderung der Richtung und den Beginn eines langen Zuges in Richtung Süden.

      Es brauchte nur 36 Minuten für Monty, um sicher zu sein, dass Cerist gezogen war und die Entscheidung zu treffen, selbst auf den Zug zu gehen. Kein Sinn nur noch eine Sekunde länger zu bleiben, seine Arbeit am Dyfi war für 2013 beendet. Was für ein Vogel. Ein Wundervogel.


      Tan flwyddyn nesa Monty – bis zum nächsten Jahr ....
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Dai Dot und Blue 24
      geposted 05-04-2014 von Emyr - MWT

      Das war eine hektische Woche – die Dinge sind niemals einfach, nicht wahr!

      Wer ist Dai Dot?
      Dai ist ein männlicher Vogel der seit einige Jahren im Gebiet des Dyfi ist. Wir haben ihn 2011 das erste Mal entdeckt, doch haben wir ihn regelmäßig 2012 und 2013 beobachtet.

      Wir nennen ihn Dai Dot, da er auffällige weiße Federmarkierungen über seinem Schnabel hat. Dai klingt auf Walisisch wie „dau“, was zwei bedeutet. So Dai Dot – zwei Punkte!


      Dai hat auch charakteristische Irisflecken in seinem linken Auge in der Position 4 Uhr. Dai Dot ist nicht beringt, so wissen wir nicht, woher er kommt, doch nachdem wir ihn schon seit 2011 beobachten denken wir, dass er mindestens 5 Jahre alt ist.

      Wer ist Blue 24?
      Sie ist ein weiblicher Fischadler 2010 in Rutland geboren, im selben Jahr wie ihre Cousine, Glesni. Glesnis Vater und Blue 24 Mutter sind richtige Geschwister. Sie trägt einen blauen Darvic Ring an ihren rechten Bein und die Nummer ist 24.


      Blue 24 wurde 2012 als Zweijährige wieder hier entdeckt, als sie einen Großteil des Sommers im Arlington Reservoir in Sussex verbrachte. Letztes Jahr wurde sie dann hauptsächlich mehrmals in diesen Gebieten gesehen: zurück an ihrem Geburtsort Rutland, in der Gegend von Glaslyn in Nord Wales und hier am Dyfi.

      Hier ist ein VIDEO als sie letztes Jahr im Juli das Dyfi Nest und ihre Cousine Glesni besucht hat.

      Was ist diese Woche geschehen?
      Am Montagmorgen sahen wir den ersten Fischadler in diesem Jahr, Blue 24 war zurück am Dyfi. Sie blieb den ganzen Tag, wurde etwa eine Stunde von einem anderen Weibchen (unberingt) besucht und war am darauffolgenden Morgen zurück auf dem Nest.

      Dienstag früh ziemlich neblig und kalt:


      Um 10:30j verschwand Blue 24 nachdem sie kein Männchen getroffen hatte. Sie flog nach Osten und wir fragte uns, wie lange es wohl dauern würde, bis sie in Rutland gesehen würde?


      Erwartungsgemäß war sie am Mittwochmorgen dort, für alle durch die HD live Übertragung der Webcam zu sehen. Aber auf dem Manton Bucht Nest in Rutland!!

      In Rutland fand sie allerdings mehr Weibchen, zwei davon konkurrierten um das gleiche Nest das sie ansteuerte. Blue 24 wurde schnell davon gejagt!

      In den frühen Morgenstunden des Dienstag bekamen wir am Dyfi Nest einen weiteren Besucher – Dai Dot war zurück!


      Dai verbrachte den Tag mit Ausruhen, wechselte zwischen dem Nest und der neuen Sitzstange der Lärche und beobachtete das neue Observatorium.

      Dann, als ob das nicht unvermeidlich wäre, was glauben Sie, wer von seinem zweitägigen Ausflug nach Rutland zurückkam? Dai Dot und Blue 24 verschwendeten keine Zeit damit sich kennen zu lernen und blieben bis Donnerstag Abend auf dem Nest.


      Den ganzen Freitag verbrachten beide Vögel den Tag mit Paaren und Paarbindung. Trotz Blue 24 Versuchen einen Fisch von ihrem neuen Partner zu bekommen, war sie erfolglos; Beweis für unsere Theorie, dass Dai Dot vorher noch nicht gebrütet hat.

      Selten geben nicht brütende Fischadler Männchen ihr Abendessen ab, wenn ein Weibchen mit ihrem Gezeter anfängt. Doch bald wird er funktionieren, wenn Blue 24 erst anfängt ihre Tür für Paarungsaktivitäten zu schließen. Es wird schnell auf die uralte evolutionäre Äquivalent von Quidproquo, Futter für Sex, hinauslaufen. Warum sollte sie schließlich ein ganzes Jahr ihres Brutlebens an ein Männchen, der möglicherweise ein schlechter Ernährer für die Nachkommen ist, die ja 50% ihrer Gene haben, verschwenden?

      Wo sind Monty und Gelsni?
      Monty ist nicht spät dran. Normalerweise kommt er zwischen dem 2. Und 11. April an – so sollte er jeden Moment hier sein!

      Glesni hat letztes Jahr zum ersten Mal gebrütet, so haben wir keine Aufzeichnungen über ihre Rückkehr Daten. Roy Dennis hat uns während der Woche angerufen und erklärt, dass viele seine Fischadler wegen des schlechten Wetters in Spanien, spät kämen.

      Was wird geschehen, wenn Monty/Glesni zurückkommen?
      Blue 24 und Dai Dots Bindung ist momentan weniger als zwei Tage alt – sehr schwach. Monty würde keine Probleme haben, sein Nest von diesem beiden zurück zu erobern, Glesni auch nicht. Wir erinnern uns, wie entschlossen sie im letzten Jahr war, ihren Mann und das Nest zu erobern.

      Werden wir mehr Nester bauen?
      Nein, diese Vögel sind sehr wohl in der Lage selbst zu bauen, das haben sie seit Millionen von Jahren gemacht. Sogar viel länger als zu der Zeit, als unsere Vorfahren beschlossen haben, dass sich auf zwei Beinen zu bewegen eigentlich keine schlechte Idee wäre. Es gibt mitten in Wales wenige Fischadler, die den Sommer über bleiben, sie werden wissen, wo die besten Plätze sind um ein Nest zu bauen.

      Was wird jetzt passieren?
      Wer weiß! Das Regelbuch der Fischadler ist um diese Jahreszeit aus dem Fenster geworfen. Vögel konkurrieren, stellen sich selbst dar, zeigen sich, bieten sich an, bauen und kämpfen. Wie auch immer, wir halten Sie über alle Geschehnisse auf dem Laufenden. Halten Sie ein Auge auf unsere Facebookseite, unsere Twitter Einträge und die Live Kamera um auf dem Laufenden zu sein.

      Behalten Sie die Nerven und beobachten Sie – diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Monty ist zurück!!! :D :D :D

      Das habe ich grade in Fb gefunden:

      Look who's just landed back on the nest........

      MONTY IS HOME

      WHOOP,WHOOP, WHOOP

      WELCOME HOME - CROESO ADRA

      START THE CAARRRRRRR.....................



      Die beiden anderen tun mir natürlich leid, aber ich hoffe sehr, dass sie ein eigenes Nest bauen können.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • GLESNI IST ZURÜCK!!! :D :D :D

      Bore da

      Look who's just landed on top of the camera pole.....

      IT'S GLESNI !!!! WEH-HEYYYY...

      WELCOME HOME - CROESO'N ÔL

      GET YOUR TICKETS.... HERE WE GO.......

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Hier sitzt Monty einsam und alleine mit einer halb aufgefressenen Meeräsche und versteht die Welt nicht mehr:

      [/url]

      Glesni, die ja erst heute früh um 6:40h von ihrem Winterurlaub zurückgekommen war und Blue 24, die das Nest nicht verlassen hatte, waren kämpferisch den Dyfi hinaufgezogen. Um 10 Uhr hat man sie das letzte Mal gesehen, seither keine Spur mehr von ihnen. Hoffentlich ist alles ok...
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Monty und Glesni zurück
      gepostet 13-04-2014 von Emyr - MWT

      Nun, wir hatten im Laufe der Jahre einige aufregende Wochen bei DOP, aber diese sucht ihresgleichen

      Montag – 07. April

      Noch immer ist es die Dai Dot und Blue 24 Vorstellung. Beide Vögel haben seit 4 Tagen Bindungen eingegangen und bauen am Nest.

      Dai Dot


      Mitten am Morgen rief unser People Engagement Officer per Funk vom Fischadler Versteck (Nord Walisischer Akzent) “Ankommender Fischadler – Dai Dot mit zwei Fischen”

      Wir dachten, dass Al das Datum falsch verstanden hätte und dachte, dass es wieder der 1. April sei, doch dem war nicht so. Dai Dot hatte in der Tat zwei Fische auf einmal gefangen und brachte sie zurück zu dem Nest, in jeder Kralle eine Meeräsche.

      VIDEO

      Dienstag – 08. April

      Monty ist zurück!!
      Um genau 15:13h und 14 Sekunden kam Monty von seinem Zug zurück, nur einen Tag später als im letzten Jahr.

      Er bekam jedoch eine Art Schock, als er, anstatt seine Partnerin von 2013, Glesni, in seiner Residenz ein Paar Hausbesetzer vorfand.

      VIDEO

      Monty landete auf seinem Nest buchstäblich nur eine Sekunde lang, Dann war er dabei Dai Dot davon zu jagen und einige Stunden später kam Monty alleine wieder zurück. Er hatte Dai dot in die Wüste geschickt und wie es aussah war das ein Leichtes. Natürlich ‚wußte‘ Dai Dot, das das Montys Nest war in dem er seit Jahren wohnte und er hatte Monty mit Nora und Glesni gesehen, aber wahrscheinlich auch noch mit ein paar anderen!

      Mittwoch – 08. April

      Das war ein interessanter Tag für die Tier Verhaltungsforscher

      Als Blue 24 Dai Dot zuerst ‚traf‘ hat sie ihn fast sofort akzeptiert und hat sich mit ihm gepaart. Als Monty auftauchte, war die Bindung stärker geworden und reifte.

      Es gab jedoch einen fatalen Fehler. Dai hatte noch nicht begriffen, dass das Teilen des Futters alles in allem gleichbedeutend mit Teilen der Gene nach einigen Wochen zu tun hatte. Wir können jetzt nur spekuleiren, dass, wenn der Groschen gefallen wäre Dai Blue 24 einen Fisch geschenkt hätte. Wahrscheinlich war er schon ganz nahe dran.

      Monty, jetzt natürlich ein erfahrener Brutvogel,, kannte natürlich all die Tricks. Es dauerte nicht lange bis er Blue 24 mit einer Meeräsche beschenkte, dann noch einer und noch einer …..

      Monty und Blue 24 – am Anfang eine frostige Beziehung


      Donnerstag – 10. April

      GLESNI IST ZURÜCK!!

      Um 06:40h kommt Glesni zu ihrem Nest zurück und fand dort ihre Cousine Blue 24 vor.
      Die Dinge waren zuerst friedlich, bevor die Hölle los ging. In der Mitte des Vormittags waren die beiden in Rutland geborenen Fischadler verschwunden, zuletzt wurden sie gesehen, als sie östlich in Richtung Fluss unterwegs waren, deutlich in einer Pattsituation die Dominanz für den Besitzanspruch am Nest betreffend

      VIDEO

      In der Welt der Fischadler ist es so, dass die Männchen gegen Männchen kämpfen und die Weibchen gegen Weibchen. Wir haben für den Rest des Tages keine der Cousinen mehr gesehen.

      Freitag – 11. April

      Gegen Mitternacht und nochmal kurz nach 6h früh und 10:30h hat Glesni immer noch versucht ihr Nest zurück zu erobern. Ohne Erfolg.

      Nachdem sie ihre Cousine mehrere Stunden wegen des Dyfi Nestes bekämpft und scheinbar gewonnen hatte, war die Entscheidung sich mit Monty zu paaren, leicht. Die Tatsache, dass Monty, anders als Dai Dot, sie gut fütterte machte das Ganze zum Kinderspiel.




      Samstag – 12. April

      Ein ziemlich ruhiger Tag, obwohl wir beobachteten, wie ein Fischadler Weibchen näher zum Nest kam und einige Minuten für Unruhe sorgte. War das Glesni?

      Sonntag – 13. April

      Der Tag begann ziemlich routinemäßig . Mehrere Paarungsversuche während der Nacht, Blue 24 auf der Sitzstange. Monty meist auf der neuen Lärchen Sitzstange. Einige Nestbauaktionen, einiges nach Futter betteln von Blue 24. Um 07:10h flogen Monty und Blue 24 einem anderen Fischadler hinterher.

      08:25 Update: Glesni landet auf dem Nest und schickt Monty und Blue 24 in die Luft ….

      So, was wird jetzt passieren – wo ist Glesni?

      Das letzte, was ein Fischadler braucht, nachdem er einen 3.000 Meilen Zug hinter sich gebracht hat, ist es, Energie in einem längeren Kampf um Revier und Brutplatz verschwenden zu müssen. Genau in diese Situation ist Glesni hineingeraten.

      Wäre sie eine Woche früher hier gewesen, wäre sie ihre Cousine wahrscheinlich leicht losgeworden. Das Problem ist, dass Blue 24 seit dem 31. März zurück ist – volle 10 Tage früher. Sie hatte das Dyfi Nest eingenommen, einen Ausflug nach Rutland für einen Tag unternommen um herauszufinden, dass es dort eine Menge Weibchen gibt und kam zum Dyfi zurück, wo Dai Dot auf sie wartete. Sie hatte viel von der Ausdauer und Energie, die sie während der Migration verbraucht hatte, wieder aufgeladen und war in einem viel besseren Zustand, um einen Revierkampf zu kämpfen und zu gewinnen.

      Glesni hat 2013 extrem spät gebrütet, und als 3-jährige zum ersten Mal. Es wear bis dato praktisch unbekannt, dass ein Fischadler Eier in der letzten Maiwoche legt. Hatte dieser späte Brutzyklus (und ihr erster) irgendwie ihre biologische Uhr für 2014 durcheinander gebracht?

      Im Moment befinden wir uns in einer sehr interessanten Phase. Glesni könnte sich einige Tage in Ruhe sattgefressen haben, bevor sie einen erneuten Versuch machte, ihre Cousine zu vertreiben, oder sie könnte resigniert haben , das Dyfi Nest an einen stärkeren Vogel verloren zu haben. es gibt viele Beispiele für beide Ergebnisse aus der Vergangenheit. Was immer passiert, wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

      Halten Sie Ausschau nach einem weiteren Blog über eine ganz andere Ankunft. Das 360 Observatorium ist fertig. Wir haben noch ein paar i-Punkte und einige “t”s zu überbrücken und auch ein bißchen Malarbeiten. Aber nicht viel. Ich war am Freitagnachmittag im Observatorium und Monty flog direkt über mir mit einer halb angefressenen Meeräsche – konnte das fast riechen. Ich wußte nicht, ob ich lachen, weinen oder einfach nur nach der Kamera greifen sollte. Am Ende habe ich einfach nur beobachtet – es war absolut fantastisch. Wildtiere beobachten und lernen wird bald hier am Cors Dyfi ein neues Level erreichen.

      Fast fertig
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Hier gehts zu wie .... ich weiß auch nicht wo ....

      Von Facebook

      3. Kampftag! .... :


      links Blue 24, rechts Glesni

      und nach ein paar Stunden Kämpfen in der Luft:

      Glesni auf dem Nest und sie paaren sich...

      WHOOP, WHOOP, WHOOP..

      das ganze Spielchen von vorne ...

      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Von Fb:

      Tödliche Rivalinnen
      Das ist das sechste Jahr seit wir im Dyfi Nest Fischadler haben. Jedoch haben wir noch nie erlebt, was wir heute gesehen haben und wir haben das im Film festgehalten.

      Glesni ist seit sechs Tagen wieder zurück und bei ihrem dritten großen Versuch das Nest zurück zu erobern, sieht es so aus, als wäre sie erfolgreich gewesen.

      Hier sind die Highlights dieser heutigen erstaunlichen Kampfhandlung zusammengefasst in weniger als vier Minuten, ein Fischadler Weibchen verdrängt das andere und alles erfasst und aufgenommen. Legen Sie die Sicherheitsgurte an.

      VIDEO
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Krieg der Fischadler – Glesni und Blue 24 fechten es aus
      Gepostet 26.04.2014 von Emyr

      Es dauerte 5 Tage und drei größere Kämpfe lang um ihr Dyfi Nest wieder zu erobern, bevor Glesni Blue 24 überwältigte und ihre Cousine entthronte. Es war spektakulär und gefährlich, es gab Tausenden von uns, die wir beobachtet haben, einen innersten Einblick in die Verhaltenswelt der Fischadler, eine Welt, die wir nur ganz selten so aus der Nähe erleben können.


      Blue 24 – entschlossen und unerschütterlich, sie würde ihr neues Nest nicht so leicht aufgeben.

      Sobald Glesni von ihrer Migration am Morgen des 10. April zurückgekommen war, zwei Tage nach ihrem orangeäugigen Partner, war es klar, dass ihre Cousine, Blue 24, das Nest nicht kampflos aufgeben würde. Glesnis erster Versuch ihr Revier und ihren Partner zurück zu erobern, war relativ sanft und von kurzer Dauer. Sie hatte immerhin gerade eine lange Migration von ein paar Tausend Meilen zurückgelegt.

      Ihr zweiter Versuch war mit mehr Dynamik und Leidenschaft. Offensichtlich kehrten Glesnis Kräfte zurück und das wussten beide Vögel. Die verschwanden stundenlang am Ende mit mehreren Sichtungen von ihnen über dem Dyfi, jedes Weibchen das andere umkreisend als ob sie sich gegenseitig taxierten.

      Dann, fünf Tage nach Glesnis Rückkehr brach die Hölle los.




      Sowohl Glesni als auch Blue 24 kämpften um die Vorherrschaft und es war alles andere als klar, wer schließlich siegen würde. Sie waren beide gleich, sowohl in Kraft als auch Entschlossenheit – es gab nur einen Weg das zu klären. Was uns gelang am 15. April aufzunehmen würde sogar den eifrigsten Fischadler Beobachter verblüffen.

      Hier kommen die Highlights der erstaunlichen Aktion vom 15. April, zusammengefasst in weniger als vier Minuten, ein Fischadler Weibchen verdrängt das andere und alle erfasst und aufgezeichnet. Leben Sie die Sicherheitsgurte an:


      VIDEO
      Glesni im Hintergrund

      Wir haben diesbezüglich seitdem weder Blue 24 noch Dai Dot gesehen. Die beiden, Monty und Glesni haben sich aneinander gebunden und paaren sich – alles wie üblich würde man vermuten, ganz so, als ob nie was passiert sei!

      Doch was können wir aus den Ereignissen während der Woche vom 8. Bis 15. April über das Verhalten von Fischadlern lernen? Monty hat nach seiner Rückkehr schnell Dai Dot von seinem Platz vertrieben, ein durchdringender Blick schien alles, was nötig war. Natürlich weil er schon seit Jahren auf diesem Platz war. Dai kannte die Regeln. Das war Montys Nest und Stück der Dyfi Mündung, er hatte nicht die Absicht sich mit einem anderen Männchen anzulegen, viel besser, Zeit zu sparen, mögliche Verletzungen zu vermeiden sich zurückziehen und anderswo zu suchen. Kapitulation war Dais beste Strategie um seine Gene eine Generation weitergeben zu können.

      Dann, warum war Blue 24 viel widerwilliger zu kapitulieren? Schließlich war sie auch im letzten Jahr dort gewesen und hat Monty und Glesni auf diesem Nest mit eigenen Augen erlebt, dazu zwei riesige Küken, Clarach und Cerist.


      Blue 24 bei einem Besuch als 3-jährige 2013

      Das genau ist es, denn Blue 24 sah mit eigenen Augen letztes Jahr ein viriles und produktives Nest, das sie entschlossen war, sich nicht entgehen zu lassen. Sie hat dieses Jahr mehr als zwei Wochen ihrer Zeit in dieses Nest investiert – schließlich war sie der erste Fischadler am Dyfi, ist tatsächlich am 31., März angekommen. Ihre Forschungsstudien des letzten Jahres zahlten sich aus, sie hatte ein gutes Nest gefunden mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz Küken zu produzieren, kehrte im darauffolgenden Jahr zurück nur um festzustellen, dass keiner der letztjährigen Besitzer dort war – nur ein einziger ungebundenes Männchen. Jackpot.

      Vielleicht ist darin auch noch etwas zu verstehen. Es ist der eigentliche Brutplatz der für die weiblichen Fischadler viel wichtiger ist, als das Männchen das darin ist.


      Dai Dot und Blue 24

      Was für einen Unterschied eine Woche machen kann ….


      Monty und Glesni

      Ein männlicher Fischadler könnte der beste Fisch-Versorger der Welt sein, doch das ist nicht gut mit einem Nest, das weit von Wasser und Nahrung entfernt liegt, inmitten eines Waldes in dem es vor Habichten und Adlern wimmelt.

      Hier gibt es keine Romantik oder Sentimentalität. Die Aufgabe eines Fischadler Männchen ist es eine passende Gegend für ein Nest zu finden und dann eines zu bauen oder zu erben. Macht er es falsch, dann sind seine Tage in der er Junggeselle bleibt lang und fruchtlos. Macht er es richtig verspricht die Liste der Nachkommen eine lange und vielfältige zu werden. Es ist die Aufgabe des Weibchens sich einen Partner auszusuchen, oder besser, einen Brutplatz. Danach ist das Männchen fünf Monate lang lediglich der Versorger mit Fisch und einige Tage lang im März und April für DNA zu sorgen. Arbeit erledigt.

      Sobald Dai Dot, nach Montys Rückkehr, den Dyfi hinunter verschwunden war, verpaarte Blue 24 sich schneller mit Monty als man das Wort Hörneraufsetzen aussprechen kann. Kein Schmachten, keine lang verloren geglaubte Liebesangelegenheiten, nichts. Nur eine starke Entschlossenheit und Zielstrebigkeit ihre Gene an die nächste Generation weiterzugeben.

      Natürliche Selektion ist oft nicht schön, aber es funktioniert. Für einige.


      Endlich zusammen
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Glesni hat da ein großes Knäuel, wie es aussieht …



      … hilft mir keiner!? …



      Da bringt doch tatsächlich Monty einen Fisch und … trißt ihn selber!? …



      … geht doch gar nicht!!! Glesni schaut fassungslos …



      … und schon ist das Nest leer …

      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Die zwei sind sowas von komisch. Monty bringt so schönes NIstmaterial und denkt dafür dürfe er auch mal auf dem Ei sitzen:









      falsch gedacht! Glesni ist wohl widerwillig aufgestanden, hat aber sowas von gezetert, dass Monty es doch vorzog wieder zu verschwinden, wahrscheinlich war das Frühstück nicht groß genug ausgefallen und er muss Nachschub holen!?!?
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry