Fischadler – Dyfi - Montgomeryshire - WALES

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    • Glesni fliegt ab - oder?
      Geposted 23.08.2015 von Emyr by Emyr - MWT

      Glesni hat ihren Vogelzug begonnen. Oder?

      Unmittelbar vor 10 Uhr am letzten Montag früh (17. August), stand Glesni mitten in ihrem Nest und schaute nach unten, als ob sie auf etwas an ihren Füßen schauen würde. Das machte sie einige Minuten lang. Wie seltsam.

      Im 09:59h tauchte Celyn auf und drängte ihre Mutter aus dem Nest. Das war das letzte, was wir von ihr an diesem und dem folgenden Tag sahen.



      Wie jemand in einem Fischadlerbuch kürzlich wiederholt feststellte, können Fischadler, wenn man nicht aufpasst, einen zum Affen machen. Man muss die ganze Zeit auf der Hut sein.

      Fast zwei Tage nach dieser letzten Sichtung, schrieb ich einen Blog auf der DOP Fb Seite und Twitter um überzeugt darzustellen, dass Glesni auf den Vogelzug gegangen ist. Natürlich war sie gegangen – fast 48 Stunden nach der letzten Sichtung? Bis zum Sonnenuntergang hätte sie es am Montag leicht bis zur Südküste Englands schaffen können und am Mittwoch früh hätte sie in Südfrankreich oder sogar Spanien sein können.

      Das letzte Bild – nein! Brenig und Glesni


      Sie war nicht geflogen. Kurz nach 10h am Mittwochmorgen landete ein großes Weibchen auf dem Lärchenstamm – alle im Besucherzentrum schrien glücklich auf, Glesni war zurück. Mein Herz plumpste. Sie hatten das wieder mit mir gemacht – ich bin wieder auf die Fischadler Version eines Aprilscherzes hereingefallen.

      Zurück. Hat er schon den Migrationsblog geschrieben?


      Glesni hatte letztes Jahr etwas Ähnliches gemacht – obwohl nicht zwei Tage lang. Wo war sie? Das Wetter war perfekt für den Vogelzug – warum ist sie zurückgekommen?

      Glesni war wahrscheinlich gar nicht weit weg geflogen. Eher nach Tywyn als Torremolinos.

      Ich bin noch da …


      Am nächsten Tag, Donnerstag, war Glesni immer noch hier. Nicht viel am Nest, nur von einer niedrigen Sitzstange auf die nächste am Salzsumpf hüpfend. Wir haben sie seitdem nicht mehr gesehen – es ist jetzt fast drei Tage her, als ich dies schreibe Ist sie auf den Vogelzug gegangen? Naja, fragen Sie mich nicht!

      Glesnis Bewegungen am Montag und Donnerstag, 17. Und 20. August
      VIDEO

      Falls (großes FALLS) Glesni abgeflogen ist, war sie in dieser Saison 133 Tage lang am Dyfi. 2014 war sie 131 Tage bei uns.

      Tatsächlich waren die letzte Saison und diese ziemlich ähnlich bei Glesni. Sie kam mit einem Tag Unterschied an – 10. April (2014) und 09h; sie flog auch mit nur einem Tag Unterschied ab – 19. August (2014) und 20.

      Es gibt nur einen großen Unterschied. Im Alter von fünf Jahren hat Glesni zum ersten Mal 3 Junge großgezogen. Das macht zwei, zwei und drei und das in nur drei Jahren. Sieben gesunde Küken zwischen 2013 und 2015 – das ist eine durchschnittliche Produktionsrate von 2.33 Prozent was auch sehr gesund ist.



      So ist es wieder die Jahreszeit, wo Monty alleine zurückbleibt um noch für einige Tage nach den Teenagern schauen. Merin, Celyn und Brenig werden wahrscheinlich eine weitere Woche oder so hier sein, abhängig, wie ihr Vater sie verpflegt.

      Da jedoch der September naht, wird ihr Drang in den Süden zu fliegen und zum ersten Mal unabhängig zu sein, mit jedem Tag stärker werden. Ihr dauernder Ruf nach Futter lässt nicht nach, es ist eine unaufhörliche Irritation wenn man sie mehrere Stunden am Tag schreien hört. Doch, wie sehr werden wir das vermissen, wenn es vorbei ist.

      Doch jetzt, flieg sicher, Glesni. Ob du in Borth oder Barcelona bist, du hast deine Arbeit für ein weiteres Jahr erledigt – und wie du das bewältigt hast.



      Update 24. 08.
      Ist da kein Ende der Narretei?
      Vier Tage nach der letzten Sichtung und eine ganze Woche seitdem wir zum ersten Mal dachten, dass sie weg sei, was glaubt Ihr wohl, wer heute früh um 07:35h auf dem Lärchensitz saß?

      Sieht so aus, als wäre Glesni am Strand von Borth gewesen und nie in Barcelona.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Blue 24: Halte durch
      geposted 29.08.2015 von Emyr

      Blue 24 ist heute noch bei uns – Samstag 29. 08.2015

      Dieses Jahr kam sie im Dyfi am 7. April um 07:29h an – Monty kam nur ein paar Stunden später um 14:19h. An diesem Abend haben sie sich auf dem Nest verpaart.

      Zwei Tage später kam Glesni zurück und hat Blue 24 schnell vom Nest gescheucht. Sie zog sich zu einer Lieblingssitzstange ungefähr eine Meile vom Nest entfernt zurück und verbrachte die meisten Sommermonate dort, oder auf einem Elektromast auf halben Weg zum Nest.



      Schnellvorlauf zu Ende August und sie kommt zurück – in großem Stil.

      Schauen Sie sich dieses VIDEO der letzten zwei Tage an.

      Im Mai schrieb ich einen Blog über Glesnis Cousine (Blue 24: Stick oder Twist) und ihre Entscheidungen betreffend, dass sie bevorzugt am Dyfi zu bleiben, anstatt ihre Basis an ihrem Geburtsort Rutland aufzuschlagen oder irgendwo anders. Das Verhaltensmuster, das wir in den letzten paar Tagen beobachten konnten bekräftigte ihre Entscheidung lieber zu „stick“ (Kleben/bleiben) als zu ‚twist‘ (sich verdrehen).

      So, warum verteidigt Blue 24 dieses Nest, als ob es ihr eigens wäre und investiert so viel Zeit darin?

      Fischadler in Wales – Eine sehr unnatürliche Population

      Hier kommt die Erklärung. Fischadler sind, - anders als andere Greifvögel – gerne in der Nähe von anderen Fischadlern. Ihr Nest in Nachbarschaft zueinander (relativ, verglichen mit anderen Greifvögeln) und sie „sozialisieren“. Nun zumindest bis zu einem gewissen Grad.

      Denken wir an Fischadler die in Kolonie leben, wenngleich auch einer lockeren. Wir haben eine sich erholende Population von Fischadlern in Wales, so ist die Kolonie klein, wie auch in Rutland, Cumbria, Northumberland etc. Alle haben nur eine Handvoll Nester. Viel besser als noch vor einem Jahrzehnt, aber halt klein.


      Blue 24 kommt im Juni etwas zu nahe


      So wurden Fischadler in Millionen Jahre der Evolution zu dem, was sie heute sind – die Verhalten sind zum Leben in einer „normalisierten“ Population programmiert, einer mit vielen Dutzenden oder sogar Hunderten von Paaren in einer „Kolonie“, nicht nur mickrigen drei oder vier oder fünf.

      Denken wir wieder an Blue 24. Sie hat nicht den Vorteil von all den anderen Fischadlern, die sich versuchen in Nester zu drängen und einen Partner zu finden. Sie hat, was sie hat – nicht sehr viel.

      Wir haben Glesni (und Merin) zuletzt am letzten Montag gesehen. Ich denke es ist richtig jetzt zu sagen, dass sie auf den Zug gegangen ist. Seitdem macht sich Blue 24 wieder stark für ein Nest, dass sie seit 2013 begehrt und in das sie fast Eier gelegt hätte, kürzlich im letzten Jahr mit Dai Dot. Sie hat in dieses Nest investiert.

      Es ist traurig, wenn Leute Blue 24 in sozialen Medien und live Chats verteufeln. Sie tut nur, was jedes andere Weibchen in ihrer misslichen Lage tun würde. Sie will Montys Junge nicht töten oder gar ihren Fisch stehlen – sie kann sehr gut ihren eigenen fangen; das hat sie sehr erfolgreich die letzten fünf Jahre lang gemacht. Sie will noch nicht einmal unbedingt Monty haben, es ist das Nest, das sie möchte, einfach deshalb, weil es nicht viele andere „Nest & Partner“ Kombinationen in der Gegend gibt. Es gibt übrigens eine Menge anderer Nester - mehr als 20 Plattformen innerhalb einer Stunde Flug, es gibt dort nur keine Männchen.

      Blue 24 auf einer anderen Nistplattform mitten in Wales – eine „männerlose“


      Im Alter von fünf Jahren ist Blue 24 ein erfahrener Fischfänger


      Zur Erinnerung: Fischadler Weibchen bauen kaum Nester, um mit der Brut zu beginnen, sie fliegen herum bis sie ein Männchen mit Nest finden und einem kleinen „Revier“. Genau wie das Dyfi Nest.

      Buben, Buben, wir brauchen mehr Buben

      Fischadler Männchen neigen dazu zu ihrer Geburtskolonie zurückzukehren wenn sie alt genug sind um selber zu brüten (Weibchen sind nicht so „ortstreu“). Betrachten wir eine andere unglückliche Auswirkung oder das Vorhandensein einer unnatürlich kleinen (und jungen) Fischadler Population in Wales: es war einfach nicht genug Zeit um in den vier Nestern, die wir haben genug Männchen zu produzieren, damit sie zum Brüten zurückkommen können. Ja, es kamen in den späten 2000-er Jahren vier männliche Nachkommen aus Glaslyn zurück, doch sie kamen zu einer einzigen Kolonie zurück – dem Nest ihrer eigenen Eltern! Sie hatten wenig Auswahl als weiter zu ziehen, um eine andere Kolonie zu finden.

      Doch es gibt gute Neuigkeiten.

      Wir sind jetzt (hoffentlich) an einem Wendepunkt der Dynamik der Fischadler Population in Wales. Zehn flügge gewordene vom letzten Jahr, 11 von diesem, so das bedeutet 21 Jungvögel insgesamt. Ungefähr 10 von diesen werden Männchen sein und drei oder vier werden überleben und sollten in kommenden Jahren zurückkommen. Und wenn diese Vögel zurückkommen, werden sie andere Fischadlernester, erfolgreiche, finden und anfangen ein Nest für sich selbst zu bauen (oder eines zu übernehmen) – es gibt jetzt eine aktive „Kolonie“ von Fischadlern in Mitte/Nord Wales. Man muss nicht 300 Meilen fliegen um eine andere Fischadler Kolonie zu finden.

      Vorausgesetzt sie bleibt fit und gesund, sieht die Zukunft für Blue 24 rosig aus. Es könnte im nächsten oder übernächsten Jahr sein, aber es wird für sie geschehen.

      Monty ganz alleine – wird er Blue 24 2016 als Teil seines Fan Clubs haben?


      Glaslyn hat seine eigene Ausgabe von Blue 24 – tatsächlich haben sie zwei! Und auch das sind Rutland Weibchen: Blue 5F (2012) und Blue 3J (2013). Machen Sie sich keine Sorgen, Damen, die Jungens kommen, sie verbringen nur etwas mehr Zeit in der Sonne, bevor die harte Arbeit beginnt. Wir haben in anderen kleinen Fischadler Populationen gesehen, dass ungefähr 10 flügge gewordene Junge eine kritische Zahl von Jungen ist, die eine wichtige Benchmarke für das Anwachsen der zukünftigen Population ist.

      Ein Glaslyn männlicher Nachkomme, Blue 80 (2012) war den ganzen Sommer in Nord Wales, auffällig durch das nicht Vorhandensein anderer junger Walisischen männlichen Rückkehrer. Die frühe Sterblichkeit von Fischadlern ist ziemlich hoch, doch bei 10 (potentiellen) flügge gewordenen von 2014 die jetzt in Afrika sind und darauf warten in ihre Heimat in weiteren acht Monaten oder so zurückzukehren könnte sich 2016 als produktives Jahr für die Fischadler herausstellen. Es könnte gut Blue 24’s Jahr werden.

      Und es wird toll sein, Gwynant wieder zu sehen, nicht wahr?

      Blue 24 beobachtet uns und wir sie. Warte noch ein Weilchen, Mädele, sie werden kommen
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Monty beginnt seinen Vogelzug: 2015
      Gepostet 10.09.2015 von Emyr by Emyr - MWT

      Monty hat den Dyfii verlassen.

      Nachdem er den ganzen Abend auf seinem Lieblingsplatz auf der Lärchenstange verbracht hat, um 18:14h am letzten Freitag, 04. September, flog er nach Norden um an Höhe zu gewinnen und kreiste herum. Das letzte, was wir von ihm sahen war, dass er an Höhe in Richtung Süden gewann.

      Monty verbrachte dieses Jahr fast 5 Monate am Dyfi (07.04. – 04.09) – genau 150 Tage, zwei Tage weniger als im letzten Jahr.

      Hier folgen zwei Videos von Monty als er vor 5 Monaten ankam und dann seine letzten 60 Sekunden bei uns in diesem Jahr am 04. September

      VIDEO 1: Monty kehrt zurück 2015

      VIDEO 2: Monty beginnt seinen Vogelzug

      Obwohl er nur wenige Stunden nach Blue 24 am 07. April ankam, ging er sicher, der letzte Fischadler zu sein, der den Dyfi zur Zeit seines Abfluges verließ. Blue 24 flog zwei Tage früher, am 02. September, ab – war das ein beabsichtigter Trick von Monty, um sicher zu gehen, dass sie zuerst wegziehen würde, wartete er, bis sie weg war?

      Hier sind die Schlüssel Statistiken von diesem Jahr und, zum ersten Mal, haben wir Blue 24 mit eingeschlossen.







      größere Versionen dieser Tabellen sind HIER und HIER und HIER. Rechtklick um sie auf dem PC in der originalen Auflösung zu sehen. Sie sind gut für die Zukunft für die Referenzen und sehr wertvoll für Wettbewerbe!

      September ist immer die bitter-süße Zeit des Jahres. Unsere Lieblingsvögel haben, einer nach dem anderen, den Dyfi verlassen. Doch sind es großartige Neuigkeiten, dass wir dieses Jahr mit zwei anfingen und mit fünf endeten. Oder sollten es sechs sein?

      Zum ersten Mal seit 2011, hat Monty eine 3-köpfige Familie großgezogen, und das zum ersten Mal mit Glesni. Das macht 11 Junge in fünf Jahren – guter Erfolg.



      Ich denke die einzige Enttäuschung in diesem Jahr hatten, war die Tatsache, dass wir keinen der Dyfi Jungen der vergangenen Jahre zurückkommen sahen, doch vielleicht sind wir etwas zu optimistisch? Falls sie noch am Leben sind, Einion wäre vier Jahre alt und Clarach und Cerist nur zwei. Glesni und Monty machen so eine großartige Arbeit ihr Nest vor anderen Fischadlern zu beschützen, dass es nahezu unmöglich ist andere Fischadler zu identifizieren, es sei denn sie setzten sich innerhalb dem Kamerablick auf einen Hochsitz – und das ist nur ein paar Meter vom Nest entfernt. Und denken Sie daran, dass keiner der früheren Jungen anders behandelt wird, als jeder andere nicht verwandte Fischadler. Die Eltern-Kind Beziehung gibt es nicht mehr zu der Zeit wenn ein Sohn oder eine Tochter einige Jahre nach Jahren wiederkehrten – auch wenn Monty und Glesni sie überhaupt wiedererkennen würden. Ich bin sicher, dass es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Eltern und dem Nachwuchs im Erwachsenenalter gibt; auch wenn das letzte Bisschen zarte Bande noch bestünde, würde keiner der Eltern einen Verwandten aus vergangenen Jahren erkennen.

      Bedenken Sie auch, dass viele Vögel jahrelang nicht zu sehen sind, besonders Weibchen, die weniger ortstreu zu sein scheinen, als Männchen; ihre Neigung, zu dem Platz (genauer gesagt der „Kolonie“) ihrer Geburt zurückzukehren, ist schwächer. Cerist und/oder Clarach könnten leicht in Wales und England in diesem Sommer herumgestreunt sein – sie wurden einfach nur nicht gesehen. Eines ist jedoch sicher, wir werden eines Tages Junge vom Dyfi zurückkehren sehen – wenn die Jahre vergehen, werden die Chancen immer größer. Je mehr Fahrkarten man hat ….

      Cerist und Clarach


      Während jetzt eine weitere Saison zu Ende geht, jubeln wir darüber, dass Monty und Glesni zum ersten Mal drei Junge großgezogen haben. DOP ist bis zum 27. September noch von 10-16 Uhr geöffnet und der Live Stream und Chat werden bis zum 30. September weiter gehen. Danach haben Sie uns immer noch nicht los.

      Es wird noch gelegentlich einen Blog und Facebook/Twitter Updates geben und wir haben eine Menge wundersamer Dinge vor für nächstes Jahr. Wenn Sie denken die Saison war eine Gute – warten sie auf 2016! Sie erwarten nicht weniger, nicht wahr?

      Einstweilen das letzte Foto von Monty, das wir von diesem Jahr haben. Kommen Sie gut über den Winter, liebe Freunde, wenn Sie nur ahnen würden, wie viel Glücksgefühle sie so vielen Menschen gegeben haben.

      Bis zum nächsten Jahr ….

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Heute beginnen wir mit unserer jährlichen März Kamera Bitte zur Unterstützung der Kamera

      2016 Camera Appeal - £15,000

      Geposted 06.03.2016 von Emyr



      Wie immer werden wir ununterbrochen 24/7 live Kamera Action bis zum September haben. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie etwas versäumen falls Sie sich eine Tasse Tee machen oder eingeschlafen sind – wir werden das nicht sein! Jedes interessante Bißchen werden wir Ihnen in den folgenden Tagen als bearbeitetes Highlight Video bringen; und natürlich unter Nutzung aller 5 hochauflösenden Kameras mit professionellen Mikorphonen.

      Diese Woche hatten wir das 10 m hohe Gerüst am Nest. Wir haben alles gesäubert und kalibriert bevor wir die neueste Firmware Version upgedated, gewartet und alle Kameras getestet haben.



      Wir werden auch etwas Nagelneues haben. So neu tatsächlich, dass es das weltweit erste in der Welt der Fischadler ist. Ich kann ihnen vielleicht nicht sagen was es ist im Fall dass es nicht richtig funktioniert – die Technik ist so neu. Genug wenn ich sage, dass, wenn Sie genau hinschauen, das in diesem Blog finden. Irgendwo!

      Während wir in dieser Woche die Kameras kontrollierten, wurden wir von jemandem kontrolliert ….

      Fischadler!!! Oh, Entschuldigung, ist ein Mäusebussard


      Um all die Kameras mit all der Datenübertragungsrate am Laufen zu halten, müssen wir Terabytes von Daten jede Woche ausstrahlen und das alles zusammen kostet ungefähr für 2016 £ 10 000, dasselbe wie für die letzten zwei Jahre. Wir bekommen keine Zuschussfinanzierung, wir müssen das selber aufbringen.

      Bitte helfen Sie uns das zu finanzieren, wenn Sie irgendwie können. Wir haben auch dieses Jahr wieder beschlossen, das auf Spendenbasis zu machen anstatt als Bezahlung pro Anschauen, damit wenn jemand es sich nicht leisten kann zu zahlen, er doch in der Lage sein wird, die Wildtiere von Dyfis Kameras zu sehen.

      Es gibt zwei Arten, wie Sie spenden können:

      1. via dem BT MYDonate Knopf auf der Live Streaming Seite
      2. via PayPal Knopf auf der Live Streaming Seite
      3. 3. Durch Einsendung eines Schecks an „DYfi Osprey Project“ an:

      Emyr Evans
      Montgomeryshire Wildlife Trust
      42 Broad Street
      Welshpool
      Powys
      SY21 8SR

      4. Direkt an DOP nach der Öffnung am 21. März

      Hier ist eine Zusammenfassung was Sie dieses Jahr sehen werden (ausgenommen natürlich der kleinen Extra Überraschung…)

      1. Vier Hochauflösende 19220 x 1080 Kameras 2016 alle mit pan-tilt-zoom Funktionen
      2. LS Kameraauswahl, verändert während der ganzen Saison, um jeweils den besten Blick zu geben in einer bestimmten Phase der Brutzeit. Wir fangen an mit Cam 2, die einen Panorama Überblick über den Dyfi Fluss gibt und die Berge vom Snowdonia National Park.
      3. Zwei professionelle Mikrophonsysteme
      4. LS wird am Abend nicht abgeschaltet und bleibt 6 Monate lang immer an.

      Wir werden 360 Cam Touren der umgebenden Landschaft zu unterschiedlichen Zeiten während des Sommers machen!

      Dyfi Fischadler live Bildmaterial – wir haben vor es zum Besten in der Welt zu machen


      Keine Versprechen, aber die Tests letzte Woche gingen so gut, wir sollten den Live Streaming lange vor dem geplanten 21. März online haben. Wir arbeiten daran. Bleiben Sie wachsam ab Dienstag dieser Woche ….. der Live Chat ist schon an.

      Rollstuhl Aufzug

      So warum bitten wir um £ 15 000 dieses Jahr und nicht £ 10 000?

      Ihnen ist wahrscheinlich der Aufzug für Rollstühle ein Begriff an dem wir seit Weihnachten für das 360 Observatorium arbeiten. Jetzt sind die genauen Kosten bekannt – ca. £ 29 000, mit Unterstützung (£ 14 500 von Naturressourcen Wales) und freundlichen Spenden letztes Jahr von Leuten die für den List spenden wollten haben wir £ 24 000.

      Wir wollten keinen großen Aufruf über Weihnachten machen, da wir die endgültigen Kosten nicht kannten und es ist keine gute Sache um Spenden zu bitten und dann zu viel Geld zu haben.

      So war die Absicht das mit dem März Live Streaming Aufruf 2016 zu machen, zusätzlich zu den
      £ 5 000.

      Rollstuhl Lift Update:
      - Stromkabel ausgerollt und 600 m zum Observatory gezogen
      - Der hiesige Volontär Al Davies (und Elektriker!) verband das 360 Observatory mit Strom letzte Woche
      - Bauingenieur kam und machte Zeichnungen für die Stahlträger um den Lift zu unterstützen
      - Lochschneidung im Obergeschoß für den Lift

      Al Davis: Vorsicht – Volontär bei der Arbeit!


      Heilige Kuh – jemand hat einen Teil des Bodens geklaut!


      So haben wir zum allerersten Mal Stromversorgung für das 360 Observatorium. Dies wird nicht nur den Strom der für den Lift nötig ist zur Verfügung stellen, es bedeutet auch dass wir viel mehr Veranstaltungen und Aktivitäten im Observatorium abhalten können. Es wird auch den großen Sony Bildschirm, den wir 2014 hatten, mit live Video und Audio vom Nest versorgen.

      Später diese Woche werden die riesigen Stahlträger und Platte in den Bodenaufbau des Observatoriums gehen in Vorbereitung für die eigentliche Installation – Montag in einer Woche am 14. März. Es ist knapp aber wir mögen es unter Druck arbeiten zu müssen!

      Vielen Dank für Ihre Großzügigkeit. Wir freuen uns so auf die 2016 Saison – ich wette Sie auch. Nicht mehr lang.

      Haben Sie Geduld und bitte drücken Sie den Spenden Knop

      Glesni kehrt 2015 zurück
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Rückkehr von Blue 24
      gepostet von Emyr 25.03.2016

      Gerade als man nach einer hektischen Brutsaison aus der Fischadler Rehabilitation Klinik entlassen wurde, wird man kopfüber in die nächste gestürzt.

      Nach widerholten Problemen mit der Infrarot Anlage die am Nest nicht funktionierte (wichtig um nachts zu sehen), haben wir gestern Abend endlich alles aussortieren können. Ein paar Stunden in den nächsten Morgen, - schauen Sie, wer wieder da ist……



      Blue 24 ist früh zurück, 25. März, aber es scheint, dass viele Fischadler dieses Jahr früher zurückkommen als normal. Das Glaslyn Weibchen, Dai Dot und seine Partnerin sind alle in dieser Woche zu ihren walisischen Nestern zurückgekehrt, wie auch viele vögel in Rutland und Schottland. Glesnis Mama (Green 5N) ist zurück wie auch Blue 24‘s Schwester, Blue 25, während weiter nördlich Yellow 37 am Kielder zurück ist. EJ ist zurück am Loch Garten und beide Vögel sind zu ihrem Schottischen Wildlife Trusts Nest am Loch of the Lowes zurück.

      Blue 24 blieb ungefähr eine Stunde am Nest heute Morgen, brachte ein halbes Dutzend Zweige herein, bevor sie nach Südosten verschwand. Kein Zweifel, sie wird alle Nester die sie seit den letzten Jahren kennt, absuchen und wird wieder nach einem passenden Männchen und Nest Ausschau halten und dieses Jahr hoffentlich Glück haben.

      2010 in Rutland geboren, wird sie in diesem Sommer 6 Jahre alt werden – hoffen wir, dass sie endlich das findet was sie sucht – sie hat es verdient.

      Blue 24 auf der Sitzstange am Dyfi Nest 25. März 2016
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Freunde wieder vereint: Blue 24, Blue 5F & Dai Dot
      Gepostet von Emyr 30.03.2016

      Es war einer dieser verrückten Fischadler Tage hier am Dyfi. Na, eigentlich Wales.

      Zuerst einmal was heute früh am Dyfii Nest geschah:
      - Blue 5F zu Besuch (sie ist ein 2012 Rutland Vogel - sie kam auch letztes Jahr zu Besuch, wird aber normalerweise um das Glaslyn Nest herum gesehen)
      - Blue 24 blieb über Nacht und war als erstes mit uns
      - Dann erschien Dai Dot!
      - Dai Dot und Blue 24 haben sich mehrmals über mehrere Stunden hin verpaart
      - Blue 5 F versucht Blue 24 vom Nest zu drängen

      Hier ist ein 2-Minuten Video:


      Bemerkung:
      Es ist nicht leicht, einzelne Fischadler zu identifizieren. Tatsächlich ist es nahezu unmöglich ohne wirklich scharfe Bilder.
      Es kann manchmal schwierig genug sein, einen Bussard/Millan/Möwe im Flug zu unterscheiden, stellen Sie sich vor einzelne Fischadler zu unterscheiden, auch wenn sie Ringe an den Beinen haben. Sie müssen sich irgendwo hinsetzen, idealerweise, um einen wirklich guten Blick auf sie haben zu können.
      Mit diesen Gedanken lassen Sie uns mit Dai Dot beginnen. Er ist unberingt, aber wir kennen ihn und seine Merkmale gut genug, um ihn positiv identifizieren zu können. Der beste Anhaltspunkt sind seine Augen – er hat eine Gruppe von dunklen Irisflecken bei 3 & 4 Uhr Position in seinem linken Auge.
      Wenn Sie die Fischadler in Wales haben: das erste Zehn Jahresbuch, schlagen Sie Seite 182 auf und vergleichen Sie das Bild von diesem Vogel mit ihm … gleicher Vogel.

      Dai Dots linkes Auge – heute früh aufgenommen


      So ist es definitiv Dai und wir kennen Blue 24 und Blue 5F von ihren Ringnummern, beides Weibchen aus Rutland – jeweils 2010 und 2012.

      Doch da ist eine komische Sache: wenn das alles im Dyfi Nest passiert, es gab auch ein Fischadler Paar in Dais Nest.

      Bilder von Fotograf ©Keith Lewis

      Sieht aus wie ein Männchen (auf der Sitzstange), Weibchen (Nest) und Weibchen (im Flug)


      Nicht nur das, Keith fotografierte auch noch diesen Fischadler am gleichen Ort:

      Können Sie sagen, wer das ist? Es ist Blue 24! Sie hat den Dyfi während der Zeit verlassen wo Keith am anderen Nest war

      10 Dinge die wir heute gelernt haben (und noch viel mehr, was wir nicht lernten….)

      1. Blue 24 und Blue 5F suchen immer noch nach einem Partner und einem Nest
      2. Dai Dot ist klar nicht das Männchen, dem das Nest 12 Meilen südöstlich des Dyfi gehört
      3. Es könnte das ansässige Weibchen, Delyth, sein, aber sie ist unberingt, so schwer zu sagen. Das dortige Männchen ist definitiv nicht Dai Dot – er wurde am Dyfi gefilmt, als Keith das obere Bild machte.
      4. Ein vierter Fischadler wurde heute auch gesehen – das könnte Blue 5F sein, die herumwandert
      5. Es gibt jetzt zwei Fischadler an dem Snowdonia ON4 Nest, beide unberingt, so wahrscheinlich dasselbe Paar wie in vorigen Jahren.
      6. Glaslyn rief uns heute Nachmittag an und berichteten, dass sie einen Eindringling hätten – wieder Blue 5F??!!
      7. Ich habe heute viele Leute sagen hören „wir brauchen mehr Nester“. Brauchen wir nicht!!! Es gibt genügend Nester, wir brauchen mehr Männchen. Sie werden kommen.
      8. Sieht so aus, als warteten wir jetzt auf ein Weibchen, Glesni, und zwei Männchen in Wales – Monty und Aran (Glaslyn). Sie werden in den nächsten 10 Tagen oder so erwartet.
      9. Nicht brütende Fischadler werden von anderen Vogelnestern angezogen wie die Fliegen – sogar wenn die üblichen Besitzer noch nicht da sind.
      10. Heute war ein klassisches Beispiel dafür, wie schwierig es ist einzelne Fischadler zu identifizieren. Im Zeitalter von sozialen Medien, Digitalkameras und Wi-fi wird es leichter, ist aber immer noch eine gewaltige Herausforderung (stellen Sie sich das vor 20 Jahren vor!)
      Herzlichen Dank an meine DOP Kollegen Kim und Nicky die allem auf der Spur blieben was passierte, einschließlich der großartigen Kameraarbeit und natürlich Keith für seine Updates und Bilder.

      Wir haben heute viel gelernt, doch haben wir noch eine Menge Fragen zu beantworten. Wer braucht Eastenders wenn man Osptenders hat?

      Nicht schlecht für den Anfang, nicht wahr!
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Zwei Fischadler, eine Flunder, ein Milan und kein Aprilscherz
      Gepostet 01-04-2016 von Emyr

      Vor 4 Jahren haben wir am 1. April dieses Bild auf unserer DOP Facebookseite veröffentlicht

      Sicher würde niemand glauben, dass ein Paar 10 Fuß große Brachvögel sich in einem Fischadlernest einnisten würden, oder?

      Es macht Freude jemanden in den April zu schicken. Besser noch gleich tausend Leute. Doch der Brachvogel Scherz war vom 01. April 2012 ging daneben. Sehen Sie, einige Stunden später kam ein Rotmilan der auf der Sitzstange landete, als Nora das Nest während des Wartens auf Monty renovierte. So luden wir das Bild hoch nach den 10 Fuß Brachvögeln:



      Natürlich würde niemand glauben, dass ein Rotmilan und ein Fischadler sich auswählen würden, so nahe beieinander und so tolerant miteinander am 01. April zu sein und. Doch das stimmt!

      Und so haben wir jedes Jahr an diesem Tag unseren Spaß, ein wenig Photoshop um die Dinge etwas zu beleben und zu sehen wer nicht mehr im Halbschlaf ist. Jetzt schnelle 4 Jahre später haben wir einen Rotmilan. Nein, wirklich einen Rotmilan.

      Während sich Blue 24 auf eine weitere Saison vorbereitet ein alleinstehendes Männchen zu finden, hat eine Cousine von ihr aus Rutland, Blue 5F, beschlossen mit ihr zu kämpfen. Das wurde ziemlich heftig, aber das Seltsamste ist, dass dieser Rotmilan mitmachen wollte.

      Doppelter Bluff
      das Bild auf der Facebookseite heute früh war ein doppelter Bluff


      Der Milan war wirklich da, doch wer würde das glauben? Kein kreativer Photoshop, kein Airbrushing, der Milan schien sich anschließen zu wollen, als Blue 5F Sturzflüge auf die arme alte Blue 24 machte.
      Hier ist das beweisende Fotomaterial- Es wurde mit unserer neuesten Kamera aufgenommen (mehr darüber in einem späteren Blog) ohne phantasievolle Bearbeitung oder Betrügereien. Nur eine einzige Kamera und mit erstaunlicher Auflösung.

      Es sind eine der bemerkenswertesten Szenen die wir jemals am Dyfi aufgenommen haben, ein wahrer Leckerbissen auch für Tierverhaltensforscher. Beachten Sie, wie Blue 24 kaum eine Notiz von irgendeinem anderen Greifvogel der die gleiche Größe wie sie hat nimmt (genau wie Nora es 2012 machte). Sie macht sich nur Sorgen um die unerwünschte Aufmerksamkeit von Blue 5F.

      So kein Aprilscherz in diesem Jahr, nur ein unglaubliches Stück Film, der es schwer begreiflich macht, dass das an irgendeinem Tag passiert ist, geschweige denn am heutigen!

      Schalten Sie auf ganzen Bildschirm und HD – Sie möchten hier nichts versäumen. Erstaunliches Bildmaterial – zwei Fischadler, eine Flunder, ein Milan und kein Aprilscherz in Sicht ….

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Monty & Glesni Rückkehr 2016
      Geposted 03-04-2016 von Emyr

      Da war ein hektischer Tag am DOP. Sowohl Glesni als auch Monta kamen an diesem Nachmittag zurück, innerhalb 2 ½ Stunden voneinander!

      Hier der Reihe nach von den Ereignissen:

      Über Nacht: Blue 24 ist immer noch da, wie sie es die meiste Zeit war, als sie am 25. März zurückkam.
      10:15: Dai Dot schaut für ein Stündchen vorbei und paart sich neun Mal mit Blue 24.
      13:07: Monty kehrt zurück – Blue 24 ist nicht da
      Janine zooms aif das neue Männchen zur ID – keine Frage, wer das ist…..


      13:20: Monty verschwindet, kein Fischadler dort
      14:34: Blue 24 kehrt zurück mit einer Meerforelle und fängt auf dem Kamerapfosten an zu fressen
      14:50: Monty kehrt zurück und verpaart sich sofort mit Blue 24 während sie ihre Forelle frisst!
      15:34: Alles ist ruhig, Monty auf dem Nest, Blue 24 frisst noch. Aber dann….
      15:34: Fischadler Ankunft – es ist Glesni!!!

      15:40: Beide, Glesni und Blue 24 fange an zu kämpfen und verschwinden; sie werden in der Entfernung kreisend gesehen
      17:00: Glesni ist zurück und schein den Kampf mit Blue 24 gewonnen und ihr Nest zurückerobert zu
      haben
      17:10: Blue 24 sitzt auf dem Elektromast 400 m vom Nest entfernt, ganz alleine.

      Hier ist das Video von den heutigen Geschehnissen in drei Minuten zusammengefasst:


      So wir sind natürlich überglücklich, dass beide unsere Fischadler zurück sind, beide am selben Nachmittag, ein extra großes Glück! Aber etwas Traurigkeit ist auch dabei.

      Blue 24 hat dieses Nest während der letzten Woche, seit sie am 25. März zurückgekommen ist, tapfer verteidigt. Sie hat sich mit Dai Dot zu verschiedenen Gelegenheiten verpaart obwohl er (jetzt mit ziemlicher Sicherheit) ein anderes Nest und Weibchen in 12 Meilen Entfernung hat. Sie hat Blue 5F bekämpft und als sie sah, dass Monty zurück ist, ließ sie ihn auch sie paaren. Sie hatte keine Ahnung, dass Glesni nur einige Stunden entfernt war.

      Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten zu Blue 24, Dai, Monty und Glesni. Eine neue Webseite geht auch diese Woche an den Start, die ist auch ein Kracher …..

      Blue 24 - wieder alleine
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Willkommen auf der anderen Seite
      geposted: Donnerstag, 14th April 2016, von Emyr MWT



      Am Ende jeder Saison setze ich mich mit meinen Kollegen vom Montgomeryshire Wildlife Trust etwas zusammen um alles zu besprechen.

      Wir sprechen über die vergangene Saison, die Höhepunkte, die Tiefen, was geklappt hat und was, falls etwas, nicht. Wir sprechen auch über die folgende Saison und während wir das tun, wird eine Sache jedes Jahr offensichtlich – wir wollen das DOP im nächsten Jahr noch besser machen, als es im letzten war. Ganz einfach wollen wir versuchen das DOP zum besten Fischadler Projekt in der ganzen Welt zu machen.

      Die kleine Isla Pannett überreicht Janine einen Scheck über £552 um unsere Kameras eine weitere Saison am Laufen zu halten.


      Was bedeutet das?
      1. Besseren Schutz des Nestes, 24 Std/h damit es keine Lücken in unserer Überwachung gibt und das Dyfi Nest eines der geschütztesten sein kann.
      2. Bessere Information über die Fischadler und ihr Tun
      3. Schnelle Reaktionszeiten falls etwas passiert, weiß man das fast sofort. Eine Frage einsenden? Antwort erfolgt innerhalb 24 Stunden, egal welcher Tag der Woche, bzw. Feiertag ist
      4. Bessere Bilder. Wir sind stolz darauf die bestmöglichen Fotografien der Fischadler zu bekommen – jedes Jahr bemühen wir uns besser zu werden.

      Mit den ersten Sonnenstrahlen im Tal des Dyfi streckt Celyn ihre Flügel – August 2015


      5. Bessere Videos. Die Verwendung mehrerer Kameras und stundenlanges Bearbeiten von Filmmaterial in sehenswerte, relativ kurze Filmchen über ein bestimmtes Ereignis, seien es Ankünfte, Eindringlinge, Eier, Küken oder Eulen. Ja, wir lieben Eulen!
      6. Weitere Kameras. In diesem Jahr haben wir eine fünfte Kamera der Folge unserer Nestkameras hinzugefügt und diese ist etwas Besonderes. Sie könnten davon schon gehört haben – ganz sicher werden Sie Filmmaterial davon sehen. Mehr dazu in einem künftigen Blog.

      Bemerkenswerte Aufnahmen von drei Fischadlern am Dyfi Nest


      7. Wir sind auch stolz darauf, dass bei uns alles inklusive ist. Ein Naturschutzgebiet besuchen, entweder persönlich oder über das Internet, über Fischadler zu lernen und andere Wildtiere sollte kein Luxus sein, den nur ein Teil der Gesellschaft genießen kann, sondern sollte für alle sein, unabhängig von ihrer physischen oder finanziellen Stärke. Das ist natürlich der Grund, warum wir so darauf bedacht waren den Rollstuhllift im 360 Observatorium zu haben und warum wir ein Spenden System für das Live-Streaming und den Eintritt für Cors Dyfi Schutzgebiet haben und keine festen Preise verlangen.

      Um das Dyfi Fischadler Projekt liefern und unser Ziel bestens erfüllen zu können, brauchten wir ein neues Portal zur Welt, ein neues Fenster – und das ist es. Eine neue Webseite.

      Letztes Jahr begannen Kim (DOP Verantwortlicher) und ich an der neuen Webseite zu arbeiten zusammen mit Tammy unserem Naturschutz Verantwortlichen. Die Webseite sollte fisch aussehen und voll von Informationen sein. Es musste das Beste von der alten Seite nehmen und mehr Inhalte haben, damit Sie alle Informationen die sie brauchen um das Beste aus dem DOP herauszuholen, haben.

      Um ehrlich zu sein, hätten wir gerne noch mehr Inhalte von Anfang an zur Verfügung gestellt, doch Probleme mit der Konfiguration der Kameras und der IR Lampe am Nest für die 2016 Saison warfen uns zurück und wir waren auch sehr beschäftigt mit dem Lift! Unsere Frist 21. März verstrich auf Grund von technischen Problemen, wir wurden einige Tage später fertig, unsere Fischadler kamen zurück.

      Deshalb entschieden wir, die neue Webseite ein paar Tage nach Montys und Glesnis Rückkehr und bevor sie Eier legten, online zu stellen, so unser Plan.

      Genau heute vor einer Woche, um 21h am letzten Donnerstag begannen wir von alt auf neu zu schalten. Innerhalb von 48 Stunden waren die DNS Einstellungen so weit und jeder mit PC, Laptop bis Mac hatte vollen Zugriff auf die Webseite. Bis Montag früh hatten wir das Problem mit iPads/iPhones/android phones/kindles gelöst.

      Die Umstellung – halten Sie den Atem an!


      Viele Leute fragten, warum wir eine neue Webseite gestaltet haben – wir hoffen Sie sind einverstanden, dass die neue die sieben Monate Arbeit wert ist. Wir werden mehr über Fischadler hinzufügen, wir haben schon tolle Ideen!

      Danke für Ihre Geduld während dem Wechsel – diese Dinge dauern normalerweise Wochen um nicht zu sagen Monate. Ich bin überglücklich, dass wir es in 3 ½ Tagen schafften.

      Wir arbeiten jetzt daran den Live Chat online zu stellen (der nichts mit der neuen Webseite zu tun hat) und warten auf das erste Ei des Jahres.

      Ich weiß nicht, was Neil Armstrong et al gefühlt hat als ihre Apollo 11 Kapsel die dunkle Seite der Mondes zum ersten Mal im Juli 1969 besuchte und stundenlang den Kontakt verloren hatten und alles schwarz wurde.

      Ich glaube, jetzt weiß ich es! Willkommen auf der anderen Seite und genießen Sie …..

      Blue 24 heute Nachmittag. Minuten später paarte sich Monty mir ihr, stahl dann ihren Fisch bevor er ihn direkt zu Glesni am Nest brachte.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Blue 24 legt ein Ei
      geposted: Sonntag 17th April 2016 von Emyr MWT



      Um 12:10h heute Mittag, stand Blue 24 aus einer Sitzposition auf der anderen Plattform am Cors Dyfi (wir nennen es „neues Nest“) und schaute gleich zurück auf etwas, was ein Ei sein muss. Sie starrte eine Weile lang an, bevor sie sich wieder hinsetzte und es den ganzen Nachmittag bebrütete.

      Ungefähr eine Stunde früher gelang es mir dieses kurze Video aufzunehmen


      Um die Verwirrung zu verringern lassen Sie uns das Hauptnest als NEST 1 und das neue Nest als NEST 2 bezeichnen.

      Dyfi Nest = NEST 1; neues Nest = NEST 2


      Seit Monty am 03. April zum Dyfi zurückkam hat er viel mehr Interesse an Blue 24 gezeigt, als in den vorhergehenden Jahren. Wir haben bei Blue 24 subtile Veränderungen in ihrem Verhalten dieses Jahr bemerkt – sie toleriert jetzt z.B. Menschen auf dem Bohlenweg und dem 360 Observatorium während sie auf Nest 2 hockt. Normalerweise flog sie letztes Jahr um 09:45 weg, wenn wir das Observatorium am Morgen öffneten.

      Polygamie
      Diese Art von Burt Strategie nennt man Polygamie. Eine polygame Situation tritt auf, wenn ein Männchen mit zwei Weibchen gleichzeitig brütet und das ist bei vielen Vögeln der Fall – sogar Greifvögeln, wie den Fischadlern.

      Wir haben am Dyfi eine einzigartige Situation. Seit wir 2014 das 360 Observatorium eröffnet haben, haben wir einen einzigartigen Blick auf das Dyfi Nest und die gesamte Dyfi Gegend – wir können Fischadler buchstäblich auf Meilen Entfernung sehen und sie praktisch zu 100% in den fünf Monaten, die sie jedes Jahr bei uns sind, beobachten. Fünft hochauflösende Kameras und 24 Stunden kontinuierliche Aufzeichnungen helfen auch dazu.

      Monty und Blue 24 auf Nest 2


      Das bedeutet, dass wir Dinge sehen, die ein typischer Nestbeobachter mit Teleskop nie zu sehen bekommt. Einen Einblick in das Brutleben eines Fischadler das fast beispiellos ist. Ich werde später in der Woche einen Blog über Polygamie bei Fischadlern schreiben, doch für den Moment behalten Sie bitte eines im Sinn:

      Polygamie ist bei Fischadlern viel häufiger als wir denken. Dai Dot hat sich mit Blue 24 verpaart seit seine Partnerin dieses Jahr zurückgekommen ist und Aran wurde am Glaslyn beobachtet, wie er sich übers Wochenende mit Blue 5F verpaarte ungefähr zwei Meilen entfernt von dem Haupt Nest in Glaslyn. Bitte beachten Sie das, wenn Sie Kommentare besonders in den sozialen Medien sehen.

      Es ist nicht Montys Schuld, es ist nicht Blue 24 Schuld. Keiner hat Schuld. Das sind Fischadler und sie benehmen sich wie Fischadler. Wir sollten sie nicht mit menschlichen Maßstäben beurteilen (was immer das heutzutage bedeuten möge).

      Richtig, nachdem ich das gesagt habe ist hier ein stündlicher Ablauf der wichtigsten Ereignisse:

      11:35 – 12:10 Blue 24 niedrig im Nest 2
      12:10 Blue 24 steht auf, schaut herunter und bewegt etwas. Verhaltenstypisch für das Legen eines Eis, dann sich hinsetzen um das zu bebrüten.
      14:25 Monty bringt einen ganzen Fisch (Seebarsch) für Glesni zu Nest 1.
      15:15 Glesni frisst etwas von dem Barsch auf dem niedrigen Sitz und kehrt mit dem halbgefressenen Fisch zum Nest zurück.
      15:38 Monty nimmt den Fisch zu seinem Futtersitz um ihn selbst zu fressen, dann nimmt er ihn mit zu Blue 24 zu Nest 2. Sie frisst auf dem Sitz in der Nähe und Monty übernimmt das Brüten.
      16:21 Blue 24 kommt zu Nest 2 zurück mit Fisch. Monty verjagt eine Krähe.
      16:24 Monty kommt zu Nest 2 zurück und paart sich mit Blue 24
      17:20 Wechsel und Paarung mit Blue 24
      17:25 Monty flieg weg, flussabwärts
      18:57 Monty bringt die Reste des Barsch zu Glesni
      19:02 Monty und Glesni paaren sich

      Monty bringt Glesni einen Seebarsch, bevor er ihn mit Blue 24 teilt.


      Diese polygame Situation hat natürlich eine völlig neue Dimension im Fischadler-Land eröffnet und eine Reihe neuer Fragen aufgeworfen. Wir wissen nicht auf alle eine Antwort, doch hier sind einige der am häufigsten gefragten Fragen die Leute heute Nachmittag gefragt haben.

      1. Wer ist der Vater?
      Monty - keine Frage. Dai Dot hat sich, soweit wir wissen, mit ihr am 03. April zum letzten Mal 30 Minuten lang verpaart. Monty hat sich täglich mit ihr verbunden, seit er am gleichen Tag zurückgekommen ist. So ist dies der Tag 14 für Blue 24.
      2. Wird Glesni Eier legen?
      Mit großer Wahrscheinlichkeit ja.
      3. Gibt es eine Kamera am neuen Nest?
      Nein – wir wollten an diesem Wochenende eine installieren! Aber jetzt sind wir zu spät dran und wollen die Vögel nicht stören
      4. Kann ein Fischadler Männchen zwei Familien in zwei Nester in der gleichen Saison großziehen?
      Normalerweise gibt es irgendwie einen Kompromiss und die Produktivität an einem (oder manchmal beiden) der Nester wird verringert oder schief gehen. Für Monty, um Küken an beiden Nestern großzuziehen braucht er mehr als eines, Glück, gutes Wetter, minimalen Plünderungsdruck und keine Störungen. Nur die Zeit wird zeigen.
      5. Werden wir 24 Stunden Nestüberwachung an beiden Nestern, 1 und 2 haben?
      Absolut.
      6. Wie nah am Hauptnest ist die andere Plattform?
      Ungefähr 300 m
      7. Wie nah beinander können Fischadlernester sein?
      Das hängt ganz von den Vögeln selber ab. In Florida sind sie nur einige Meter entfernt – 50m vielleicht. In einsamen Teilen Schottlands über eine Meile. Es gibt keine klare Antwort.
      8. Warum haben Sie das dorthin gebaut in Sichtweite vom Hauptnest?
      Wir wurden dazu von den Regulierungsbehörden 2010/11 angewiesen und das Hauptnest zu entfernen. Weil Monty 2011 auf dem Hauptnest brütete konnten wir es nicht entfernen, da es jetzt ein Plan 1 Brutplatz für Greifvögel war: wir hätten gegen das Gesetz verstoßen.
      9. Werden wir Blue 24 umbenennen?
      Nein, wir nennen sie weiterhin Blue 24
      10. Werden wir auf irgendeine Weise eingreifen?
      Auf keinen Fall – das ist die Natur und wir haben keinerlei Grund einzugreifen.

      So viel zu dem ruhigen Jahr, das wir uns erhofft hatten! Polygamie Blog kommt in den nächsten paar Tagen.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Glesni legt ihr erstes Ei – 2016
      geposted: Montag 18th April 2016 von Emyr MWT



      Glesni hat ihr erstes Ei der 2016 Saison gelegt. Um 04:07 heute Morgen, 18. April 2016.



      Glesni legte ihr Ei genau 16 Stunden nach ihrer Cousine, Blue 24 im Cors Dyfi Schutzgebiet. Die Nester stehen in ca. 300 m Entfernung

      Glesnis erstes Ei der Saison und das 8. Insgesamt


      Gelinde gesagt war es ein interessanter Tag. Diese Art von polygamer Situation ist in der Literatur relativ undokumentiert. Ich habe mit meinem Kollegen Tim Mackrill von Rutland Water heute gesprochen – sie hatten eine ähnliche Situation an ihrer Site K 2014 und auch mit Vanessa Minnesota, USA, die auch Polygamie (ein Männchen, zwei Weibchen) bei Fischadlern in ihren Twin Cities Metro Nests erlebt hat.

      Liebes-Dreiergespann : Glesni-Monty-Blue 24


      Mit all den Aufzeichnungen, die wir über unsere Fischadler am Dyfi machen, haben wir fast eine einzigartige und einmalige Gelegenheit diese Art von Fischadler Fortpflanzungssystem mit diesem Jahr besser zu verstehen. Ein verbreitetes Verhalten eines polygamen Fischadler Männchens ist mit der Tendenz ein Nest dem anderen zu bevorzugen. Eine Art von primärer und sekundärer Nestbevorzugung.

      Zu versuchen und diese Vorlieben zu erfassen, wenn das überhaupt bei Monty der Fall ist, werden wir uns darauf konzentrieren zwei Hauptverhaltensaspekte zu studieren - Inkubationszeiten von Monty an beiden Nestern und die Teilung von Nahrung. Neigt er väterlich mehr dazu, Zeit an einem Nest als am anderen zu verbringen? Wir sind bestrebt, das herauszufinden.

      Monty trägt eine halb gefressene Seeforelle zwischen den Nestern heute Nachmittag – er machte sicher, dass beide Weibchen fraßen.


      Diejenigen von Ihnen, die Live Streaming beobachten, können helfen. Wenn Monty Glesnis Ei(er) bebrütete, z.B. zwischen 21:23 und 21:55 – lassen Sie uns das bitte über Chat oder auf Facebook wissen. Keine Sorge, dass wir mehrere Nachrichten über die gleiche Inkubationszeit bekommen; besser wir bekommen 17 Aufzeichnungen von der gleichen Geschichte als gar keine. Inzwischen haben wir ein Auge auf Nest 2 und die Fischanzahl die er hereinbringt – wir können das dann mit den vergangenen Jahren vergleichen um zu sehen, ob die Anzahl von Fischen die er fängt, sich erhöht hat und wenn, wie viel.

      Wir werden auch den ersten Platz an den Monty Fisch bringt aufzeichnen – Nest 1 oder Nest 2 oder sonstwohin. Durch die Aufzeichnung dieser Information mehrere Tage/Wochen bekommen wir ein besseres Bild ob Monty ein Nest bevorzugt, oder ob er versucht so gerecht wie möglich zu sein.

      Monty war heute ziemlich unvoreingenommen. Er hat vier Fische gefangen und dafür gesorgt, dass drei Fischadler genug zu fressen hatten: er selbst, Glesni und Blue 24. Er hat auch an beiden Nestern Bebrütungsaufgaben übernommen und hat sich mit beiden Weibchen gepaart. Interessanterweise haben wir nur aufgezeichnet, dass er Nistmaterial zu einem Nest bringt – Glesnis Nest.

      Halten Sie Ausschau nach einem Blog über Polygamie später in der Woche, interessante Zeiten liegen vor uns ….

      Vom 360 Observatorium heute Nachmittag aufgenommen – Monty hat seinen Anteil an Forelle auf dem niedrigen Sitz nachdem sowohl Glesni als auch Blue 24 ihren Anteil hatten
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Polygamie bei Fischadlern

      2016 haben wir am Cors Dyfi eine Polygamie Situation, da Monty sich mit zwei Weibchen verpaarte. Glesni und Blue 24 in zwei verschiedenen Nestern und beide Weibchen haben Eier gelegt. Lassen Sie uns zuerst einige Definitionen anschauen:

      Polygamie – mehr als einen Geschlechtspartner zu haben. Polygamie kann enger bestimmt werden wie:
      Polygynie – ein Männchen, mehr als ein Weibchen (wie in unserem Fall)
      Polyandry – ein Weibchen, mehr als ein Männchen

      Diesen Artikel betreffend werden wir uns um den Zustand eines Fischadler Männchens, der zwei Nester und zwei Weibchen hat beziehen – Polygynie. Die ist die häufigste Form der Polygamie bei Fischadlern, doch auch Polyandrie kommt vor, wenn auch zwei Männchen mit einem Weibchen brüten – siehe dieses BBC Video hier von zwei Fischadler Männchen die mit einem Weibchen in einem Wüsten/Ozean Lebensraum brüten.

      Am 17. April 2016 legte ein in Rutland geborenes Weibchen, Blue 24, ein Ei in Nest Nr. 2 im Cors Dyfi Schutzgebiet. Grade mal 20 Stunden später legte Glesni ein Ei im Hauptnest – Nest Nr. 1. Die Nester sind in 300 m Entfernung.

      Monty (rechts) und Blue 24 auf Nest 2 beobachten einen Fischadler Eindringling während der Wachablösung – 19. April, 2016


      Polygame Fortpflanzungsstrategien sind sehr häufig bei den Vögeln, wahrscheinlich deshalb weil die meisten von ihnen fliegen und sich zwischen Standorten sehr schnell bewegen können ohne Einschränkungen und Hindernissen sich über Revieren zu bewegen. ca. 90% aller Vogelarten sind polygam einschließlich vieler Greifvogelarten. Auch viele flugunfähige Vögel sind polygam - der Nandu ist ein recht bekannter Fall.

      Wir haben eine einzigartige Lage am Dyfi. Seit wir das 360 Observatorium 2014 eröffnet haben, eröffneten sich uns einmalige Aussichten auf das Dyfi Nest und die gesamte Dyfi Umgebung – wir können die Fischadler buchstäblich Meilen entfernt sehen und sie praktisch die ganze Zeit während der fünf Monate, die sie jedes Jahr hier sind, beobachten. Fünf hochauflösende Kameras und 24 rund um die Uhr Aufzeichnungen erhöhen unsere Beobachtungsmöglichkeiten.

      Neues Nest (Nest 2)


      Hier ist, was wir aus wissenschaftlichen Beobachtungen in den letzten paar Jahren wissen:

      1. Polygynie ist häufiger, wenn es einen Überschuss an Fischadler Weibchen gibt (momentan so der Fall in Wales). Weibchen sind weniger ortstreu, als Männchen, was bedeutet, dass sie sich, wenn sie alt genug zum Brüten sind, weiter von ihrem Geburtsort entfernen, als Männchen. Das ist genau der Grund, warum wir mehrere Weibchen von Rutland in Wales haben/hatten: Nora (2008), Glesni (2010), Blue 24 (2010), Blue F5 (2012), Blue3J (2013), wir hätten noch das erste Männchen von derselben Rutland Kolonie aufzuzeichnen.
      Männchen neigen dazu, zu ihrer Geburtskolonie zurückzukehren wenn sie bereit zum Brüten sind (siehe HIER warum das nicht auf die Glaslyn Männchen zutrifft (2005-2009)). Von den sechs Nachkommen aus allen drei Nestern in Wales 2013, waren alle sechs Weibchen. Wir haben von den Wales Nestern noch nicht genügend Männchen damit sich diese Verzerrung im Geschlechterverhältnis ändert. Im Laufe der Zeit wird ein Gleichgewicht hergestellt werden.

      2. Bei polygynen Trios bei Fischadlern, scheint in den meisten Fällen das Männchen ein Nest und einen Partner dem anderen vorzuziehen. Ein Nest wird das „primäre Nest“ und das andere das „Nebennest“. Das macht Sinn, wenn produktiver Druck durch schlechtes Wetter oder erhöhte räuberische Einflüsse besteht. Das Hauptnest wird in Bezug auf väterliche Investition bevorzugt und das Nebennest gilt etwas als Sicherheitsnest.

      Monty und Glesni - ist das Montys Hauptnest?


      Es ist zu früh um zu sagen ob Monty diese Zweitnest Einstellung einnehmen wird und wenn, welches Nest welches sein wird. Es gibt Hinweise, dass manche Fischadler nur auf diese Position zurückfallen wenn es einen limitierten Faktor gibt, wie zu viele Küken, die zu füttern sind wenn sie älter werden oder Schlechtwetterperioden.
      3. In seinem Buch Ospreys: A Natural and Unnatural History (1989) (Fischadler : eine natürliche und unnatürliche Geschichte (1989)) dokumentiert Alan Poole drei separate polygame Vorkommnisse in seinem Studiengebiet in New England, USA.
      4. „Männchen verteidigten alle die zweiten Plätze, normalerweise gegen andere Männchen und kopulierten regelmäßig mit beiden Partnerinnen (genau wie Monty mit Gelsni/Blue 24). Zweitweibchen wurden jedoch kürzer gehalten; die Männchen haben sie kaum gefüttert und verbrachten die meiste Zeit in ihren Hauptnestern. Nicht verwunderlich, dass die Zweitweibchen normalerweise für sich selbst jagen müssen und kaum je Eier geschlüpft sind.“

      Beispiele aus dem wirklichen Leben:
      1. Rutland, England - 2014
      Nest K: ein Männchen, Blue 06 (2009) verpaarte sich und hatte Eier mit zwei Weibchen, Blue 00 (2009 und Yellow 30 (2005) in zwei verschiedenen Nestern. An einem gewissen Punkt während der Brutzeit wählte das Männchen das Nest mit Blue 00 als Hauptnest und zog erfolgreich ein Küken groß. Yellow 30 Eier schlüpften nicht. Beide Weibchen brüteten in den kommenden Jahren jeweils mit ihren eigenen Männchen. Mit Dank an Tim Mackrill von Rutland Water
      2. Aberfoyle, Schottland – 2014
      Ein Fischadler Männchen namens Drunkie, verpaarte sich mit zwei Weibchen an zwei Nestern 200 m voneinander entfernt. Zwei Küken wurden im Hauptnest flügge, keines im Nebennest.

      Drunkie an seinem „Hauptnest“ in Abwerfoyle, 2014


      3. Minnesota USA
      Wir sind Vanessa Greene für die folgenden Berichte über Polygamie bei einer Population von Fischadlern in den Twin Cities, Minnesota, sehr dankbar. Vanessa hat fast ein Viertel Jahrhundert Erfahrung Fischadler zu erforschen – danke Vanessa.

      „Ich habe Fälle von Polgamie (1 Männchen, 2 Weibchen) jetzt 5 Mal erlebt.
      Vier dieser Fälle fanden mit einem Männchen, der sich zwischen zwei Nestern bewegte, statt (dreimal war es dasselbe Männchen das diese Nester begleitete). Zwei Mal waren die Nester eine Meile oder mehr voneinander entfernt, nicht in Sichtweite voneinander. Zwei Mal hatte ein Männchen ein Weibchen auf einem Nest Mast und ein anderes auf einem Nest auf einem Sendeturm in Sichtweite ungefähr 170 Yard voneinander entfernt. Dieses Jahr (2016) macht dasselbe Männchen, das in zwei vergangenen Jahren Polygamie betrieb wieder das gleiche. Diese Situation führt in der Regel zu einer gescheiterten und einer erfolgreichen Brut. Aber dieses Männchen war in einem Jahr erfolgreich an den zwei Nestern die nicht in Sichtweite voneinander waren – er brachte in beiden Nester drei Küken zum Ausfliegen!

      Er bekam viel Hilfe von diesen Weibchen, die helfen mussten Fisch zu fangen, als die Küken wuchsen. Er gab das Nebennest, das weiter weg war, im folgenden Jahr auf …. und erlaubte einem anderen Männchen einzuziehen, obwohl er das Nest gelegentlich besuchte. Diese zwei Nester waren mehr als eine Meile voneinander entfernt. Dasselbe Männchen beanspruchte die beiden Nester in Sichtweite anschließend (ursprünglich war ein Nest Mast gesetzt worden, der viele Jahre genutzt wurde, doch als die Bäume hochwuchsen und zu viel menschliche Aktivität nahe dem Nest was störend war, zogen die Fischadler zu einem Sendeturm in der Nähe. Viel höher und von Menschen entfernt).

      2015 wurde das Weibchen auf seinem Nebennest kaum gefüttert und sie musste zuschauen, wie er häufig Futter zu dem anderen Weibchen brachte. Sie verbrachte viel Zeit damit, um Futter zu betteln, und musste schließlich selber losziehen um sich zu versorgen und die Eier starben ab und die Brut ist fehlgeschlagen. Es kann schwierig beobachten zu müssen, wie ein Männchen sich nicht um das andere Weibchen kümmert, aber das ist die Sache mit dem Überleben …. er muss entscheiden, wie er am besten seine Energie einsetzt damit er überlebt.

      2016 haben wir beobachtet, dass, wenn ein Männchen das Revier besuchte, dieses polygame Männchen schnell zu dem Nest auf dem Sendeturm flog um es zu verteidigen, so war es deutlich sein Hauptnest.

      Ich wachte mitten in der Nacht auf und erinnerte mich noch an einen anderen Fall von Polygamie hier! Ein Männchen, der zwei Nester, die fast in Sichtweite voneinander waren, betreute. Küken schlüpften in beiden Nestern … drei in einem und nur eines im anderen. Leider wurde das Nest mit dem einen Küken wahrscheinlich geräubert, das Küken wurde tot unter dem Nest gefunden. So ein weiterer Fall, wo, am Ende, nur ein Nest erfolgreich war. Trug die Abwesenheit des Männchens oder ein Mangel an Verteidigung zu diesem Tod bei? Schwer, das mit Sicherheit zu beurteilen. So sind das insgesamt sieben Fälle dieses Verhaltens.

      Wir haben auch zwei Weibchen und ein Männchen beobachtet, das sich ein Nest teilte. Beide Weibchen teilten sich Fisch, teilten sich die Brutaufgabe … doch als nur ein einziges Küken schlüpfte, schien ein Weibchen das Interesse zu verlieren und sie flog ab. Vielleicht wusste sie irgendwie, dass es nicht ihr Küken war?“


      Sie können weiteres über die Twin Cities Fischadler in Vanessas BLOG und auf ihrer FACEBOOKSEITE lesen

      5. Glaslyn – Wales – 2016
      Seit er am 12. April von seinem Vogelzug zurückkam, wurde das Männchen, genannt Aran, beobachtet, wie er sich mehrmals mit einem anderen Weibchen, auf einer von Menschen erstellten Plattform in 2200 m Entfernung (1,4 Meilen) vom Glaslyn Nest, verpaarte. Das ist ein weiteres Rutland Weibchen – Blue 5F (2012)

      Aran und Blue 5F auf einer sekundären Plattform, 1,4 Meilen vom Hauptnest entfernt


      So scheint es, dass bei Fischadlern polygenes Verhalten ausgelöst wird, wenn eine Reihe von Umweltbedingungen erfüllt sind: zwei oder mehrere Brutplätze in relativ enger Nachbarschaft und vielleicht in Sichtweite voneinander, eine passende Nahrungsquelle und fehlende andere konkurrierende Männchen. Das ist genau das, was wir am Dyfi haben.

      Hier ist unsere Annahme von der evolutionären Ökologie die in einem polygenen Fischadler Trio aus Sicht von beiden, den Männchen und Weibchens Perspektive vorgeht:

      Männchen: ein Fischadler Männchen wird während der Brutzeit ein locker definiertes Revier haben. Er wird sein Revier gegen andere Männchen verteidigen , damit sein Nest und die Produktivität nicht beeinträchtigt werden, Falls zufällig eine andere Plattform/Nest in der Nähe ist, wird er auch dieses Nest verteidigen, da es in seinem Revier ist. Er wird sich mit Weibchen, die wählen in dem, sekundären Nest zu bleiben, verpaaren, doch wie wir an anderen Beispielen oben gesehen haben, sind diese sekundären Nester selten erfolgreich.

      Weibchen: Wenn es zu wenige Männchen mit Revier gibt – wie in den meisten oben genannten Beispielen, hat ein Fischadler Weibchen begrenzte Entscheidungsmöglichkeiten. Sie kann kontinuierlich herumwandern in der Hoffnung, ein Männchen zu finden, doch das ist zeitaufwändig und von Mitte bis Ende Mai ist der unsichtbare Abschnitt erreicht, wo Brüten nicht mehr in dem Jahr stattfinden kann.


      So kann das Weibchen wählen zu „teilen“ ein Männchen in einem polygenen Trio in der Hoffnung, dass (1) das Männchen ihr Nest als Hauptnest wählt, (2) das Weibchen im Hauptnest stirbt oder (3) beide Nester produktiv sind, was manchmal passiert. Anmerkung: es ist eine natürliche Auslese, die diese Wahl natürlich „macht“ nicht das eigentliche Weibchen am Beginn jeden Jahres die eine bewusste Auswahl ihrer Möglichkeiten trifft.

      Viele von uns haben Vorbehalte dazu, was bei den Dyfi Fischadlern im Jahr 2016 passiert, doch dieses einzigartige, für die Vögel geheime, Fenster in ihre Ökologie wird unser Verständnis für ihr komplexes Leben verbessern und bereichern. Dies wird uns letztendlich mit Wissen ausstatten, wie wir sie besser beschützen und erhalten zu können.

      Eine letzte Anmerkung, wir bekommen viele Kommentare, die sagen dass Monty ein „untreues Etwas“ ist oder einen Fischadler für die Entscheidung, die er oder sie trifft verurteilt. Einige von ihnen sind natürlich spaßig gemeint, doch wir können keine passenderen Worte, als die von Vanessa zu unserer Position dazu zur Erklärung finden:

      Vanessa: „Lassen Sie mich dieses große Problem, das die Öffentlichkeit mit Anthropomorphismus hat, ansprechen. Das ist es, was ich Leuten sage, die denken dass ein Fischadler „schlecht“ ist indem er sich der Polygamie hingibt.
      Fischadler werden zum größten Teil von zwei Sachen motiviert … Überleben und dem Drang sich zu reproduzieren. Ein Männchen wird dazu angetrieben, seine Gene weiterzugeben und wenn sich eine Gelegenheit wie diese ergibt, nimmt er die Gelegenheit wahr. Manchmal ist diese Situation von Menschen gemacht, die Nistplatz Pfosten zu nah zusammen gesetzt haben. Ein Männchen wird natürlicherweise beide als sein Revier verteidigen. Er wird es einem anderen Weibchen erlauben, in sein Revier zu kommen, aber nicht einem anderen Männchen. Normaler Überlebens- und Reproduktionsinstinkt.“

      Wir werden Sie unten auf dem Laufenden halten über die sich ändernde Dynamik der polygamen Situation 2016 auf dem Dyfi:

      DOP 2016 Update:

      23. April: wenn es jemals ein Beispiel dafür gab, wie grausam die Natur sein kann, wir erlebten und filmten das heute Nachmittag.

      Sobald Monty eine Forelle gefangen hatte und damit auf einer Stange in 700m Entfernung landete, begann Blue 24 um Futter zu betteln. Sie konnte ihn deutlich sehen.

      Nach fast einer Stunde Nahrungsaufnahme trug Monty seine halb gefressenen Fisch auf den „neuen Nestpfosten“, eine Futter Sitzstange nur Meter von Blue 24‘ Nest entfernt. Er blieb dort 40 Sekunden während sie die ganze Zeit schreiend um Futter bettelte. Trotz Blue 24 hektischen Futter-bettel-Schreien, flog Monty mit seinem Fisch weg und direkt in Glesnis Nest.

      Monty scheint seine Entscheidung getroffen zu haben, was sein Hauptnest ist – vielleicht ist es am Besten er macht diese Entscheidung jetzt und nicht, wenn in beiden Nestern Küken sind und ein halbes Gelege verhungert.
      ________________________________________

      Aufgenommen mit Videokamera und langem Objektiv vom 360 Observatorium aus
      [Iimg]http://www.worldofanimals.eu/brit/webcams/2016/160419/monty3.jpg[/img]

      22. April: Es wird aus Beobachtungen und Aufzeichnungen offensichtlich, dass Monty ein Nest dem anderen bevorzugt. Er brütet und bringt Futter zu Nest 1 doch wird nur gelegentlich an Nest 2 gesehen, normalerweise wenn er sich mit Blue 24 verpaart. Es sieht so aus, als ob Monty die o.g. Beispiele wiederspiegelt.

      Hier ist wieder ein Zitat aus Alan Pooles‘ Buch:“Männchen verteidigen meist das zweite Nest, normalerweise gegen andere Männchen und kopulieren regelmäßig mit beiden Partnerinnen (genau wie Monty und Glesni/Blue 24). Zweit-Weibchen werden kurz gehalten, Männchen füttern sie selten und verbringen die meiste Zeit in ihrem Hauptnest. Nicht überraschend, dass Zweit-Weibchen für sich selber jagen müssen und ihre Eier selten schlüpfen“.

      21. April: Glesni legt ihr zweites Ei. Wir wissen nicht, ob Blue 24 ein zweites Ei hat, da es unmöglich ist, das alleine vom Verhalten her zu beurteilen. Es gibt an Nest 2 keine Kamera.

      19. April: Monty hat bisher die elterlichen Pflichten ziemlich gleichmäßig wahrgenommen. Er verpaart sich und bebrütet Eier an beiden Nester und bringt beiden Weibchen Futter.

      Monty teilt sein Futter mit zwei Weibchen – fliegt zwischen beiden Nestern mit Fisch hin und her


      18. APRIL: Glesni legt ihr ersten Ei in Nest 1, gerade 16 Stunden nachdem Blue 24 gelegt hat.


      17. APRIL: Blue 24 legt ein Ei. Um 12:10h geht Blue 24 aus einer sitzenden Position auf der anderen Plattform am Cors Dyfi auf und schaute direkt zurück auf das, was ein Ei sein muss. Sie starrte es eine Weile an, bevor sie sich wieder hinsetzte und brütete den ganzen Nachmittag.

      Blue 24 (links) und Monty auf Nest 2


      3. APRIL – 17. APRIL: Monty und Blue 24 werden bei der Verpaarung auf Nest 2 mehrmals täglich beobachtet.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Glesni legt drei Eier 2016
      geposted: Sonntag 24. April 2016 von Emyr MWT




      Glesni hat auch dieses Jahr wieder drei Eier gelegt, genau wie 2015. Das sind ihr 8., 9. und 10. Ei.

      Viele Leute fragen uns, ob Fischadler ihre Eier nachts legen, nun, hier ist die Antwort …

      So hat sie das gemacht, drei Eier im Zeitraffer von 2 Minuten:


      Haben Sie jemals solch ein weißes Ei, wie das dritte, das sie gelegt hat, gesehen? Wir glauben nicht, dass wir das haben. Befleckung ist der letzte Prozess bei der Eiformung – es sieht so aus, als wäre Glesnis Tintenfass völlig leer! Wir haben eine neue Patrone für sie bestellt.

      Aber bleiben wir ernst, Vogeleier können dich deutlich bei einer Art unterscheiden und sogar bei einzelnen Vögeln, hier ist eine klare Demonstration dafür. Theorien darüber warum es überhaupt diesen Befleckungsprozess gibt, gehen auseinander, aber sie dienen weitestgehend zur Tarnung.

      Ein Fischadler Weibchen braucht zwei bis drei Stunden weniger als drei Tage um ihr Ei zu produzieren und zu legen. Glesni war in diesem Jahr ziemlich punktgenau und legte zwei Tage und 21 Stunden nach dem vorhergehenden Ei.


      *Anmerkung: Wir wissen nicht, ob Blue 24 mehr als ein Ei gelegt hat (keine Kamera am Nest)

      Blue 24 bebrütet noch ihr(e) Ei(er), doch wir haben gesehen, dass sie heute mehr Zeit von den Eiern weg verbringt. Wir haben seit letzten Mittwoch nicht mehr gesehen, dass sie gefressen hat, vier Tage lang, doch können wir nicht zu 100% erkennen ob sie im Nest ist oder nicht, so könnte sie sich einen Fisch gefangen haben und wir wissen es einfach nicht. Monty wurde das letzte Mal bei einer Paarung mit Blue 24 am Freitagnachmittag gesehen, so scheint er im Moment jegliche Bindung zu Blue 24 abgebrochen zu haben.

      Update 20:30 Uhr – Blue 24 frisst am Nest, sie hat sich den Fisch selbst gefangen.

      Wird Glesni ein viertes Ei legen? Wahrscheinlich nicht. Ungefähr 1-2% der Fischadlergelege sind vier Eier. Doch wenn sie das macht, dann schauen sie am frühen Dienstagabend über die live Kamera um das herauszufinden.

      Monty fragt sich, ob sich eine Ente in sein Nest geschlichen und ein Ei gelegt hat
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Dai Dot: was ist mit ihm geschehen?
      geposted: Donnerstag 28th April 2016 von Emyr MWT



      Ich verbrachte gestern einige interessante und vergnügliche Stunden in der Gesellschaft von John Williams – einem Ranger und Eierbewacher Aufseher an Dai Dots Nest ungefähre 12 Meilen vom Dyfi entfernt. Wir nennen dieses Nest ON5 (Osprey Nest 5 = Fischadler Nest 5), es ist das fünfte Fischadler Nest in Wales in der heutigen Zeit nach Welshpool (erst 2004), Glaslyn, Dyfi und ON4 von Snowdonia.

      John arbeitet für Naturressourcen Wales und er und ich haben eng zusammengearbeitet seit Dai anfing 2014 auf diesem Nest zu brüten. Bisher hat Dai fünf Junge mit einem unberingten Fischadler, Delyth genannt, zum Ausfliegen gebracht, zwei 2014 und drei 2015.

      Dai Dot wegen der zwei weißen ‚Punkte‘ über seinem Schnabel so genannt.


      Zu behaupten, dass der Beginn der Saison 2016 etwas verwirrend war, wäre, gelinde gesagt, eine Untertreibung.

      Sowohl Dai als auch Delyth waren am 25. März auf ON 5 zurückgekehrt und ungefähr zwei Wochen danach wurden beide Vögel beim Brüten gesehen. Jedoch waren die Dinge nicht so einfach – Dai wurde mehrmals am Dyfi beobachtet, während zwei Fischadler auf ON5 waren. Beide Nester waren nur 20-30 Minuten Flugzeit voneinander entfernt, so war es nicht so einfach den Hinweisen nachzugehen, besonders wenn die Handysignale schwach oder nicht vorhanden waren bei ON5. Es half auch nicht, dass sowohl Blue 24 als auch wahrscheinlich Blue 5F einige Male auf ON5 gesichtet wurden.

      Ich bin jetzt ziemlich sicher, nachdem ich all die Zeiten und Beobachtungen von John angeschaut habe, dass tatsächlich Dai Dot auf ON5 war und dass es seine Eier waren. Ein kurzer Besuch am Dyfi Nest am 31. März passte gut zusammen mit einer Abwesenheit auf ON5, so hat Dai klar Besuche am Dyfi gemacht und wahrscheinlich an anderen Nestern. Das ist ein völlig normales Verhalten für Fischadler Männchen, auch wenn sie selber brüten.

      So schnell zu dieser Woche und John erzählte mir, dass Dai auf ON5 seit dem letzten Freitag (22. April) nicht mehr gesehen wurde, aber dass ein anderes Männchen mit Delyth auf dem Nest war. Keinerlei Brutaktivitäten wurden beobachtet.

      Hier ist ein Foto das ich von dem Männchen auf ON5 gestern Nachmittag aufgenommen habe. Es ist eindeutig nicht Dai Dot.


      Dieses neue Männchen hat ein besonders weißes Muster unter dem Flügel und ein völlig anderes Kopfgefieder als Dai. Er ist unberingt.

      Dieses Männchen brachte Delyth einen Fisch, als ich dort war, er paarte sich mit ihr und kratzte zeitweite eine Eikuhle aus im Nest. Keiner der Fischadler brütete. Also was ist hier los?

      Delyth bettelt ihr neues Männchen am 27. April 2016 um Futter an, sie hat nicht gebrütet.


      Vertreibung
      Dai Dot ist eindeutig als Brut Männchen vom ON5 Nest vertrieben worden. Die Eier sind entweder noch im Nest, oder was wahrscheinlicher ist, wurden von neuen Männchen rausgeworfen (aus der Ferne sehen die Aktivitäten des Ausgrabens einer Eikuhle genauso aus wie die Bewegungen eines Fischadlers der Eier hinauswirft.). Ein Fischadler Männchen der ein neues Nest während der Brutzeit übernimmt, wird immer die Eier seines Vorgängers hinauswerfen, wenn er denkt, dass es nicht seine sind.

      Woher das neue Männchen kommt, wissen wir nicht, er ist nicht beringt. Wurde er irgendwo anders gesehen vor ON5? Wir schauen uns verschiedene Fotografien an und finden einen klaren Kandidaten – ein Fischadler mit sehr weißen Flügeln der am 07. April kurz auf dem Glaslyn Nest gelandet ist.

      Glaslyn Nest – ist das der gleiche Vogel (rechts) der jetzt auf ON5 ist?


      So ist die große Frage, warum wurde Dai von seinem angestammten Brutnest ON5 verdrängt?

      Wir denken, dass Dai relativ jung ist, vielleicht ein Vogel aus den Jahren 2007-2009. Wir wissen, dass er zwei gute Brutjahre auf ON5 hatte, 5 flügge gewordene Junge mit Delyth in zwei Jahren großzog – es sollte sehr schwer sein ihn zu verdrängen, aber das ist passiert. Wir haben drei Theorien:

      1. Er ist tot
      Ich ging direkt vom ON5 gestern zum Cors Dyfi um Blue 24 zu filmen (mehr dazu im morgigen Blog). Und wer tauchte um 19:31 Uhr auf? Dai Dot!

      Dai Dot fliegt in der Abendsonne direkt über das Nest von Blue 24


      Er ist auch fast auf Glesni und Montys Nest gelandet – hier kommt er

      So, das schließt diese Theorie aus – zum Glück ist Dai ganz lebendig.

      2. Nutzloses Männchen Theorie
      Einige Fischadler scheinen einfach etwas, ähm, nutzlos.
      Nicht genug Futter bringen, nicht genug brüten, nicht genug das Brutnest vor Eindringlingen beschützen … die Liste geht weiter. Doch wir sollten vorsichtig sein, nicht wahr …. Was wir denken, wie sich ein Fischadler benehmen sollte, ist sehr aus menschlicher Sicht und wir sollten, ganz ehrlich, wahrscheinlich nicht den Begriff „nutzloses Männchen“ verwenden.

      Orange VS kommt einem in Erinnerung am Loch Garten vor ein paar Jahren. Ein wunderschönes Fischadler Männchen der auf der Suche nach einem Nest in dem er brüten konnte, war und als er endlich seine Chance bekam, versagte er. Eines der Küken verhungerte, weil das Weibchen des <Nestes (EJ) verzweifelt versuchte für die Familie Fisch zu besorgen. Ein anderes Männchen, Blue 28 (2010) hat auch eine Geschichte wo er von seinem Rutland Nest (von seinem Bruder!) verdrängt wurde.

      Fällt Dai in diese nutzloses Männchen Kategorie? Wahrscheinlich nicht – er war 2014 und 2015 in guter Form starke Junge zu produzieren die auf den Vogelzug gingen.

      3. Verletzte Vogel Theorie
      Falls Dai irgendeine Verletzung hätte, würde ihn das schwächen und anfälliger für Übernahmeversuche machen. Doch hat er eine Verletzung und wie sollen wir das herausfinden?
      Sekunden nachdem wir das obere Foto aufgenommen hatten von Dai, machte er eine schnelle Rechtsdrehung und wir konnten deutlich eine Art von Blutfleck und/oder Verletzung unter seinem rechten Flügel sehen.



      Es ist normal, Blut an Greifvögeln, einschließlich Fischadlern, zu sehen, doch normalerweise findet man die in ihren Gesichtern, Brust, Beinen und Füßen. Das Blut von ihrer Beute, nicht von ihnen selbst.

      Wir haben ein halbes Dutzend anderer Bilder, die diesen Blutfleck zeigen und möglicherweise auch Umordnung von Federn. Wir sind nicht sicher und müssen betonen, dass dies nur eine Möglichkeit ist, eine Theorie, doch es würde sicherlich erklären, warum Dai offenbar so leicht aus seinem Brutgebiet vertrieben werden konnte.

      Ist Dai mit dieser Verletzung vom Vogelzug zurückgekommen oder hat er sie sich zugezogen als er sein Nest gegen den Neuling verteidigte?

      Wenn Dai eine Verletzung hat scheint er unbeschränkt flugtauglich um den Dyfi kreisen zu können, wie gestern Abend – hoffen wir, dass es nichts Ernstes ist und das schlechteste Ergebnis für Dai ist, dass er sein Brutnest verloren hat. Und all dies wirft natürlich eine andere Frage auf – würde sich Dai Dot mit Blue 24 auf ihrem Nest niederlassen können oder würde Monty ihn weg begleiten, wie er es gestern Abend gemacht hat im Video oben?

      Wir werden ein Auge auf ihn halten und werden Sie, natürlich, informieren.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Blue 24's Eier
      geposted: Freitag 29. April 2016 von Emyr MWT



      Heute vor einer Woche, am letzten Freitag 20. April, fing Blue 24 wieder an, für sich auf Fischfang zu gehen. Montys Fisch teilen kam zu einem abrupten Ende, als Glesni ihr zweites Ei gelegt hatte.

      Die wunderbare Citizien Science Forschung, die wir zu Montys Brutzeiten an seinem Nest machen , zeigt diese deutliche Steigerung im Nest 1 von Brutzeiten ab TAG 3 – an dem Tag, an dem Glesni ihr zweites Ei legte.



      Durchschnittlich verbringt Monty 3 Stunden am Tag mit Brüten. Hier ist die gleiche Information als Tabelle



      Diese Woche haben wir einen merklichen Rückgang bei der Bebrütung durch Blue 24 erlebt. Wir haben sie meherere Stunden weg von den Eiern an einigen Tagen erlebt.

      So beschlossen wir am Mittwoch, 27. April, zu versuchen Blue 24 Nest von oben, wenn sie zum Fischfang weg fliegt, zu filmen um zu sehen, wieviel Nistmaterial auf der Plattform dieses Jahr hinzugefügt wurde und wie viele Eier sie hat. Das Problem war nur, dass sie nicht zum Fischen gehen wollte, als wir bereit waren!

      Wir warteten und warteten und waren gerade dabei für diesen Tag mit schwindenem Licht aufzugeben, als plötzlich ein eindringender Fischadler auftauchte – es war Dai Dot.

      Monty begleitete ihn weg von Nest 1 und beide Männchen flogen direct über Nest 2 – Blue 24’ Nest. Plötzlich schwang sich Blue 24 auch in die Luft und kurz darauf waren alle drei Fischadler hinunter in Richtung Dyfi Mündung verschwunden. Das war unsere Chance.

      Vom 350 Observatorium aus feuerten wir die Drone, ausgestattet mit einer HD Kamera, schauten ein letztes Mal, um zu sehen ob Blue 24 zurückkam, kam sie nicht, dann schickten wir die Drohne hinüber zum Nest.



      Innerhalb weniger Sekunden war die Drohne 100 Fuß über dem Nest. Wir lenkten vorsichtig hinunter und das erste was uns auffiel war der Mangel an Nestmaterial auf dem Nest – man konnte richtig durchschauen! Dies bestätigte unseren Verdacht, dass das Nest notdürftig eingerichtet war – es gab wenig Hinweise auf Nestpflege.

      Die Drohne geht langsam auf ein paar Fuß über Blue 24’ Nest hinunter.


      In dem Moment, wo die Drohne ca. 20 Fuß über dem Nest war, konnten wir die Eier deutlich sehen – hier ist das Video:



      So hat die arme Blue 24 es geschafft mit den minimalen Investitionen von Monty, der nur eine Handvoll Äste ins Nest gebracht hatte, 3 Eier zu legen. Sie möchte verzweifelt brüten.

      Da Blue 24 immer weniger Zeit damit verbringt, ihre Eier zu bebrüten, wird es, fürchte ich, nur ein Ergebnis geben, sie wird sie schließlich verlassen. Ihr Selbsterhaltungstrieb hat Vorrang über das Brüten für ein Jahr.

      Lassen Sie uns eine häufig gestellte Frage beantworten:

      Werden Sie eingreifen und die Eier künstlich ausbrüten?

      Nein, werden wir nicht und dafür gibt es mehrere Grüpnde:

      1. Die Eier könnten bereits nicht mehr lebensfähig sein
      2. Die Störung die wir verursachen würden, wäre erheblich. Es gibt auch alle Chancen, das Blue 24 versuchen könnte, Glesnis Nest zu übernehmen oder zumindest für den Rest der Saison stören könnte, was den Erfolg beeinträchtigen könnte. Beim Versuch zu helfen, könnten wir die Gesamtsituation verschlimmern.
      3. Das ware ein riesiges Unternehmen. Wir haben weder die Möglichkeiten, die Mittel noch die Erfahrung Greifvögel in Gefangenschaft großzuziehen.
      4. Es gibt viele Hürden in Bezug auf die Erlaubnis, die wir bräuchten, zu überwinden und in einer sehr kurzen Zeit – wir können nicht einfach die Eier wegnehmen, sie sind gesetzlich geschützt.

      Was wir tun werden am Ende des Sommers ist mit der Aufsichtsbehörde, Natural Resources Wales, sprechen in Bezug darauf, was, falls überhaupt, geändert werden muss für 2017 nachdem wir diese wertvollen Erfahrungen gesammelt haben. Wir wurden 2010 aufgefordert, diese Nestplattform zu setzen und Nest 1 wegzunehmen. Monty und Nora brüteten dann natürlich auf Nest 1, so konnten wir es nicht abbauen.

      So hier haben wir es, Blue 24 hat 3 Eier und kam mit einer Forelle zurück zum Nest eine Stunde nachdem sie mit Monty und Dai abgeflogen war.



      Sie kam alleine zurück und wir haben Dai seitdem nicht mehr gesehen, doch glaube ich natürlich nicht, dass die Geschichte vorbei ist.

      Wie unheimlich das es Dai Dot, nicht Blue 24 Hunger und Drang nach Fisch war, was für den Abflug von Blue 24 von ihrem Nest sorgte, und dadurch uns erlaubte dieses kurze Video von ihren Eiern aufzunehmen.

      Wenn nur Harmonie unter den Fischadlern sein könnte.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Clarach kehrt nach Wales zurück!
      geposted: Dienstag 03. Mai 2016 von Emyr MWT



      Heute, am 03. Mai 2016, haben wir einen weiteren Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte der walisischen Fischadler Rekolonisation erlebt.

      Um 11:41h wurde ein Nachkomme aus dem Dyfi Fischadlernest bei ihrer Rückkehr als erwachsener Vogel in GB gesichtet – der erste jemals. Clarach, Glesnis erstgeborenes Küken, Ringnr. Blue 2R, landete für 19 Sekunden auf dem Glaslyn Nest, 28 Meilen nördlich – hier kommt sie

      Video mit freundlicher Genehmigung von ©Bywyd Gwyllt Glaslyn Wildlife


      Sieht sie nicht wunderschön aus?

      Hier ist, wie die Leute auf dem DOP Chat reagiert haben:


      Montys erste Partnerin, Nora (2011-2012) ist 2013 nicht zurückgekommen und Monty hat sich schließlich mit Glesni im Mai diesen Jahres verpaart. Folglich legten sie zwei Eier sehr spät in der Saison – beide Eier schlüpften und zwei sehr kräftige und hübsche Töchter waren das Ergebnis.

      Wir nannten sie nach walisischen Flüssen: Cerist wurde mit Blue 1R beringt, Clarach war Blue 2R.


      Und hier ist das Video von beiden Geschwistern bei der Beringung am 06. August 2013


      Fischadler kommen nicht nach GB zurück, bevor sie 2 oder 3 Jahre alt sind, so haben wir keine Ahnung, ob es das erste Mal ist, dass Clarach zurückkommt oder ob sie schon letztes Jahr in Wales war, aber unentdeckt blieb. Ein Fischadler “mit einem R” im Ring wurde an Dai Dots altem Nest auf ON5 2015 gesehen, doch konnte nicht die ganze Ringnummer gelesen werden. Wie auch immer, es spielt keine Rolle! Sie lebt und hat die ersten paar schwierigen Jahre ihres Lebens überstanden.

      Wir haben immer gedacht, dass wir Clarach und/oder Cerist eines Tages wiedersehen werden – beide Schwestern waren kräftige Vögel, als sie den Dyfi am 18. und 20. September 2013 verließen. Wir waren so zuversichtlich Clarach wieder zu sehen, wir sagten das im Video!

      Clarach fliegt vom Dyfi am 18. September 2013 ab


      Fischadler Weibchen sind bei weitem nicht so ortstreu wie Männchen, was bedeutet, dass sie weit von ihrem Geburtsort entfernt herumfliegen um nach einem passenden Partner und Nest zu suchen. Hoffentlich wird Clarach Glaslyns Blue 80 (2012) treffen, falls er noch hier ist und wir wissen auch, dass Dai Dot nach einer neuen Liebe sucht. Und wir werden hoffentlich auch Männchen von 2014 haben die zurückkommen.

      Es gab 4 Männchen von 10 walisischen Küken 2014 (alle sechs Nachkommen 2013 waren Weibchen). Das Fenster für 2-jährige, die ab Mai zurückkommen, so schnallen Sie sich an – es könnten in den nächsten Wochen mehr interessante Besucher kommen. Interesssante Zeiten.

      Eine Bemerkung am Rande, wir entschuldigen uns bei denjenigen der vielen DOP Besucher, die heute auf weinende schreiende und hysterische Volontäre gestoßen sein könnten im Besuchszentrum und dem 360 Observatorium. Morgen wird normaler Betrieb fortgesetzt.

      Clarach unmittelbar bevor sie im September 2013 wegzog


      Wir möchten all unseren Freunden und Kollegen am Glaslyn für ihre unschätzbare Hilfe heute danken und dass sie uns das Video, in dem Clarach auf dem Nest landet, geschickt haben – man kann den Glaslyn Fischadlern HIER folgen. Danke auch an Tony Cross und Chris Townsend die jedes Jahr unsere Fischadler für uns beringen – unser Verständnis über Fischadler Population und Bewegungen wären ohne Euch wesentlich ärmer.

      Doch vor allem ein dickes dickes Dankeschön all unseren Montgomeryshire Wildlife Trust DOP Volontären, die uns jedes Jahr helfen, diese jungen Fischadler und Eier vor Schaden zu schützen.

      Das ist das gelobte Land, das ist, warum Sie das machen, das ist Ihre Belohnung ….
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Clarach: Teil II
      geposted: Montag 16. Mai 2016 von Emyr MWT



      Zwischen letzter Freitagnacht bis zum Samstagmorgen, 13-14. Mai, ereignete sich ziemlich Erstaunliches am Glaslyn Nest.

      Zehn Tage nach ihrer ersten Landung auf dem Glaslyn Nest landete Clarach wieder. Also nicht Ungewöhnliches an und für sich hier; das Erstaunliche war, wie die beiden Brutvögel auf sie reagierten. Sie behandelten sie nicht als Eindringling, sondern als einen tolerierten Vogel, auch von der Nähe und das, obwohl zwei Eier zu bebrüten und vor Schaden zu bewahren waren.

      Das Glaslyn Weibchen bebrütet ihre zwei Eier völlig unberührt von Clarachs Gegenwart.


      Ich bin sicher, dass viele von Ihnen das live über die Glaslyn Webcam verfolgt haben und beurteilt man die Reaktionen in unserem Live Chat, waren alle von Ihnen erstaunt von dem was Sie gesehen haben. Ich konnte selbst nicht glauben, was ich sah und kniff mich immer wieder.

      Clarach blieb vier ganze Stunden auf dem Nest bevor sie, nach ihrem eigenen Willen, beschloss abzufliegen. Die meisten Eindringlinge bleiben drei Nanosekunden auf dem Dyfi Nest, bevor sie verjagt werden und lange bevor wir überhaupt die Chance hatten uns auf sie zu konzentrieren. Doch Clarach war noch nicht fertig – am nächsten Morgen war sie vor Tagesanbruch zurück und hing weitere vier Stunden herum.

      Hier sind acht Stunden Video von zwei Kameras zusammengeschnitten auf fünf Minuten – das ist nicht gestellt!


      Bin nicht beunruhigt

      So, wo fangen wir an? Beginnen wir zuerst, die offensichtlichen Dinge zu notieren, die wir sahen

      1. Clarach landete auf dem Glaslyn Nest und wird nicht, wie erwartet werden würde, als Eindringling behandelt
      2. Das Glaslyn Weibchen verhält sich fast so, als ob Clarach nicht vorhanden wäre – brütet weiter und bettelt Aran um Futter an, obwohl Clarach auf ihr herumtrampelte.
      3. Aran bringt zwei Bachforellen zum Nest – eine am Freitagabend die andere am Samstagmorgen. Clarach nimmt beide schneller als das Glaslyn Weibchen und frisst sie direkt auf dem Nest.
      4. Clarach nimmt versehentlich Arans Fuß als Fisch.
      5. Jedes Mal, wenn das Glaslyn Weibchen aufsteht, um die Eier zu wenden, diese dabei momentan zeigt, kommt Clarach näher, um besser sehen zu können
      6. Clarach kackt auf das brütende Weibchen – zweimal.
      7. Um 8 Uhr am folgenden Morgen beginnen beide Glaslyn Altvögel das Verhalten zu zeigen, das man einem Eindringling entgegen zeigte.

      Okay, also das sind die wichigsten Ereignisse die wir sahen. Aber welche Fragen ergeben sich aus dem was wir gesehen haben?

      1. Warum um Himmels Willen waren die beiden Glaslyn Vögel so tolerant zu einem anderen voll ausgewachsenen Weibchen das auch noch im Brutalter ist und das so nah auf ihrem Nest war.
      2. Wo war Clarach in den zwischenliegenden den 10 Tagen ihrer Glaslyn Besuche?
      3. Warum wurde das Weibchen nicht wütend, als Clarach auf ihr herumtramppelte?
      4. Clarach kackte zweimal auf sie – war das Absicht?
      5. Warum hat das Glaslyn Weibchen nicht mit Clarach mehr um den Fisch gekämpft?

      Clarachs Betteln um Futter auf dem Glaslyn Nest, scheinbar unangefochten.


      Und die Antwort ist ….

      Lassen Sie uns das annalysieren ….

      Irgendetwas in Clarachs Verhalten und/oder Clarachs vorhergehendes vor 10 Tagen Verhalten hat dem Glaslyn Weibchen gezeigt, dass sie keine Bedrohung ist – so muß es sein. Ansonsten würde jedes andere brütende Weibchen standhaft ihre Eier und Nest verteidigen und sich ansonsten wie einem Eindringling gegenüber verhalten. Das Glaslyn Weibchen hat in den letzten 12 Jahren erfolgreich Nachkommen produziert und geschützt – das Mädchen ist nicht dumm. Wie dieses Verhalten zu erklären ist, bin ich nicht sicher. Ich spreche die Fischadlersprache nicht – aber sie war eindeutig da.

      Clarachs Verhalten während ihrer zweimal 4 Stunden Anwesenheit waren ähnlich denen eines bockigen Jungvogels. Neugierde, auf andere Vögel trampeln, Arans Fuß mit Fisch verwechseln und diese exzessiven und wiederholten Bettelrufe um Fisch. All das bringen wir mit dem Verhalten eines Jungvogels im August und September, bevor sie auf den Vogelzug gehen, in Verbindung.

      Tatsächlich wies Paul WildlifeWriter dies im DOP Live Chat aus, als wir die Ereignisse Freitagnacht beobachteten. Paul kommentierte auch, dass Clarach keine Versuche machte, das Nest zu übernehmen (wie es Blue 24 am Dyfi, sagen wir 2014 und 2015 versucht hat). Sie war hinter etwas anderem her – Futter.

      So, jetzt haben wir dieses scheinbar seltsame Verhalten auf ein gemeinsames Thema gebracht – Fisch. Jetzt sind wir in einer besseren Position die große Frage zu beantworten – Clarach ist kein Jungvogel, sie ist ein dreijähriger erwachsener Vogel der brüten möchte – so warum dieses scheinbar “seltsame” Verhalten?

      Clarach hat ihre Zeit die letzten 7 – 10 Tage auf einer anderen von menschen gemachten Plattform im Glaslyn verbracht. Ein Fischadler Männchen wurde bei ihr gesehen (höchstwahrscheinlich Aran) und obwohl keine Fischlieferungen aufgezeichnet wurden, hat er ihr wahrscheinlich den einen oder anderen Fisch gebracht. Dieses Verhaltensmuster ist sehr ähnlich dem von Monty und Blue 24 während der letzten paar Wochen.

      Das fängt jetzt an Sinn zu machen, nicht wahr!? Das Glaslyn Weibchen wußte genau, wo Clarach während der ganzen Zeit war, es dauert nur einige Sekunden zwischen diesen zwei Plattformen hin und her zu fliegen. Ein anderes Weichen auf einem anderen Nest hat keine Konsequenz für eine brütendes Weibchen , sie ist keine Gefahr, da dies kein Nestübernahme Versuch war. Es ging hier nur um eine Fischerwerbs Übung.

      Clarach weiß genau, wo das hauptsächliche Glaslyn Nest ist. “Wenn der Berg nicht zum Mohammed kommt, dann muss Mohammed zum Berg gehen”, oder in diesem Fall zu Arans Nest. Clarach folgt ihrer früheren Quelle von (potentiellem) Futter zu seinem Nest – das ist genau wofür sie in ihrem Alter empfänglich ist: ein Nest zu finden (Plattform in diesem Fall und ein Männchen, das sie mit Futter versorgt. All die anderen Verhaltensweisen die an jugendliche Aktionen erinnerten (Stampfen, kacken, am Fuß ziehen etc) kann man leicht mit Unerfahrenheit erklären.

      Sie wird nicht in der Lage gewesen sein mit “einem anderen Vogel zusammenzuleben” oder von einem anderen Fischadler mit Futter beschenkt zu werden seit Monty ihr das letzte Mal im September 2013 Fisch gebracht hat – seitdem hat sie all ihren Fisch selbst gefangen. Sobald sie einen Partner findet und anfängt selber zu brüten wird sie schnell die feinere Etikette des Brutverhaltens lernen.

      Du ziehst mich am Bein


      Ich hatte in einem vorherigen Artikel über die Konditionen der polygamen Regeln unter Fischadlern gesprochen. Wir hatten in Wales auch etwas Pech, was nicht hilft.

      Clarach ist jetzt 3 Jahre alt, eine von sechs 2013 walisischen Nachkommen, von denen alle Weibchen waren. Die Chancen, dass alle 6 Vögel Weibchen sind (oder Männchen) sind 64/1. 2014 hatten wir 10 Nachkommen aus unseren walisischen Nestern, wieder waren die meisten davon Weibchen (6 Weibchen und 4 Männchen – von denen natürlich Gwynant eine war) So waren nur ein Vierteil der walisischen Nachkommen 2013 und 2014 (vier von 16) Männchen. Diese 2014 Vögel sollten nach zwei Jahren ab Mai zurückkommen. Passen Sie auf!

      Mit der Zeit werden sich diese Männchen:Weibchen Ungleichheiten von selbst ausgleichen, doch im Moment müssen wir und die jungen Fischadler Weibchen das aussitzen und einfach nur warten. Blue 24 legte Montys Eier. Blue 5F sitzt im Moment auf Eiern mit einem leider unbefriedigendem Ergebnis und jetzt Clarach. Hoffen wir, dass sie nicht auch noch Eier legt, zum Glück ist es schon ein bißchen näher am unsichtbaren Ende des Eierlegeprozesses.

      Was wie eine rätselhafte und merkwürdige Reihe von Ereignissen über das WE aussah, das uns alle zu narren schien, macht das jetzt plötzlich Sinn. Es erinnert mich an ein Gespräch, das ich mit einer älteren Dame im Besucherzentrum des Glaslyn Fischadler Projektes ungefähr 2006 hatte, in dem sie mich als (auf walisisch) sexistisches Schwein bezeichnete nachdem ich ihr erklärte, dass ich hoffte, dass alle drei Eier in dem Jahr schlüpfen und alle drei Vögel Männchen sein würden und das nächste Jahr und das nächste Jahr ….

      Wir brauchen Männchen am Beginn des sich erholenden Fischadler Bestands wegen ihres hohen Grades an Philopatrie (als erwachsene Vögel zur selben Kolonie zum Brüten zurückkommen). Glauben Sie mir, in ein paar Jahren, wenn wir 10 Paare oder so erreicht haben, werde ich mich für Weibchen aussprechen, das sich die Dynamik in diese Richtung ausweiten wird mit vielen Männchen die auf nicht bebrüteten Nestern sitzen.

      * Ich machte etwas forensische Ermittlungsarbeit, aber wir werden soweit kommen. Wie der unnachahmliche Inspektor Clouseau gesagt hätte ----“Der Fall ist jetzt ge-klärt”.

      Alle Fotografien und Videorechte gehören den Jungs am Glaslyn: Bywyd Gwyllt Glaslyn Wildlife. Ich möchte mich bei ihnen dafür bedanken, dass sie mir am letzten Samstag, als ich sie besuchte und mir ihrer Zustimmung ihre Bilder verwende, ihre Zeit geschenkt haben. Wir arbeiten gut zusammen, es landete jetzt ein Glaslyn Nachkomme auf dem Dyfi Nest (tatsächlich zwei, White YC und Blue 80) und sie hatten eine von uns im Nest – Clarach. Und möge unsere enge Zusammenarbeit lange anhalten.

      Lassen Sie uns wissen wenn Blue DH landet

      Clarach
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Clarach: Teil III
      geposted: Donnerstag, 19. Mai 2016 von Emyr MWT



      Auf unserer Facebookseite haben wir diese Woche über eindringende Fischadler gesprochen und wie wir versuchen die Vögel zu identifizieren. Über 95% die wir am Dyfi erleben werden niemals identifiziert – auch nicht wenn sie beringt sind und ziemlich nahe kommen, wie dieser Vogel in dem Video, unten, letzte Woche



      Oft sehen wir den Eindringling gar nicht, es sind die Alarmrufe von Glesni oder Monty die die Anwesenheit eines Vogels verraten (Fischadler haben einen sehr charakteristischen Ruf, den sie nur einsetzen, wenn ein anderer Fischadler ihnen zu nahe kommt).

      Ungefähr 50-60% der schottischen Fischadler sind nicht beringt, so wenn wir herausfinden, dass ein Vogel nicht beringt ist, nehmen wir an, dass er aus Schottland ist (aber nicht immer!).

      Wenn ein Vogel einen Darvic Ring am rechten Bein hat, ist es ein walisischer oder englischer Vogel und fast alle dieser Vögel sind beringt. In Schottland sind die Darvics am linken Bein.

      Wir setzen auch kleine Verhaltenstricks ein, um zu versuchen herauszufinden, wer wer ist, als auch die Suche nach anatomischen Merkmalen, wie fehlende (durch Mauser) Federn. Schauen Sie sich das Bild unten an – Clarach auf dem Glaslyn Nest am 14. Mai und ein ähnlich aussehendes Weibchen am Rutland Waters Manton Bay Nest drei Tage später. Beiden Vögeln fehlen Sekundärfeder(n).



      Von dem was wir von dem Kopfmuster auf dem Rutland Foto (ziemlich blasses Gefieder) erkennen können und dem Brustband – sind sie gleich mit den Merkmalen, die wir an Clarach als ausgewachsener Vogel auf dem Glaslyn Nest letztes Wochenende gesehen haben. Die fehlenden Sekundärfedern erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um sie handelt, ganz erheblich.

      Hier ist das Video das Kayleigh von dem Eindringling in Manton Bay , gestern in ihrem http://www.ospreys.org.uk/three-chicks-and-two-fish/]Blog[/url] gepostet hat



      Gehen Sie zum Live Chat auf dieser Webseite. JulieD und andere (serielle und professionelle Fischadler Live Übertragung Süchtige) sahen tatsächlich, wie der obige Vogel auf dem Nest landete und sie waren ziemlich sicher, dass der Eindringling einen blauen Darvicring am rechten Bein trug mit, was so aussah wie 2R, was Clarach ist.

      Puzzle

      Und schließlich das letzte Teil in dem Puzzle, Rony und Monica Shooter fotografierten Fischadler am Manton Bay, als all das passierte und sie emailten mir gestern Abend diese Fotos – es ist Clarach!







      Hier ist, was sie sagten: ”Als einer der Vögel näher ans Nest kam, blieb er oben ‘stehen’ und rüttelte, schaute hinunter auf die Küken – Maya war auf eine Seite ausgewichen und ruderte mit den Flügel und rief zu den Eindringling. Der Vogel kam herunter und landete auf der Seite des Nestes, wir haben die Ringnummer abgelesen… es war 2R… Clarach! Sie stand am Nest und schaute Maya und die Küken ungefähr eine Minute lang an, bevor Maya kurz aufflog um sie wegzuscheuchen. Clarach flog eine Runde aber kam wieder zum Nest zurück , dieses Mal waren es nur ein paar Sekunden, bis Maya einen Angriff auf sie flog.”

      Wir sind so froh, dass Clarach ihren Weg nach Rutland Water gefunden hat, nicht, dass wir in Wales keine Fischadler haben wollen, nur einfach wegen der Tatsache, dass uns die Männchen im Moment fehlen (sie werden kommen) und weil wir bereits zwei polygame Arrangements auf Plattformen haben, die zu nahe am Hauptnest sind, was für niemanden gut ist.

      Und überhaupt – ich denke wir schulden Rutland einen oder zwei Vögel, nachdem wir ihre im Lauf der Jahre gestohlen haben! Clarach ist zurück wo ihre Mutter herstammt und viele ihrer Verwandten noch sind. Wird sie ihre Großmana (Grün 5N(04)) besuchen,- frage ich mich.

      Frage: Wie hat Clarach so schnell ihren Weg nach Rutland Water gefunden, nachdem sie am Glaslyn, 145 Meilen entfernt, nur einen oder zwei Tage vorher war?
      Antwort: Sie war höchstwahrscheinlich 2015 als Zweijährige hier auf der Suche nach Nistplatz und Partner.

      In “Clarach, Teil II” habe ich am Montag erwähnt, wie uns allen Partnerschaften mit anderen Organisationen helfen, um mehr über die Fischadler zu lernen und sie besser zu schützen. Wir haben mit Tim MacKrill und John Wright in unserem Schwester-Wildlife Trust, Leisestershire & Rutland Wildlife Trust jetzt über 10 Jahre zusammengearbeitet und wie wunderbar wir wieder mit ihnen zusammenarbeiten, doch dieses Mal an einem Vogel der nach Osten, nicht nach Westen unterwegs ist! Ein großes Dankeschön an Tim, John und Kayleigh auf Rutland Water und auch an Rony und Monica dass sie uns ihre Bilder geschicht haben vom Manton Bay.

      Tim denkt, dass es “alle Chancen” gibt, dass Clarach ein Männchen an Rutland Water finden und sich mit ihm zusammentun wird – hoffen wir das Beste. Fantastische Neuigkeiten.

      Clarach (Vordergrund) als Küken am Dy<fi Nest – Juli 2013.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Zweites Küken schlüpft 2016
      geposted: Sonntag, 29. Mai 2016 von Emyr MWT



      Nach dem Schlüpfen unseres ersten Kükens 2016 am letzten Dienstagabend waren für den Rest der Woche alle Augen auf Ei 2 gerichtet.

      Trotz tagelangem hektischen Hin- und Herzoomen war es Ei 3 an dem wir etwas Bewegung sehen konnten. Hier ist das erste Küken gestern beim Füttern (Samstag 28. Mai) mit seinem Bruder/Schwester, der/die sich aus dem Ei 3 herauskämpft:



      Heute Morgen bei Tageslicht hatte sich wenig bei den verbliebenen Eiern geändert, doch um 07:30h sah es so aus, als ob das Junge in Ei Nr. 3 einige Fortschritte machte. Als Glesni eine Stunde später aufstand, war Bob 2 draußen. Das ist oft der Fall, dass ein anscheinend statisch aussehender Riss plötzlich in kürzester Zeit aufbricht und das herauskommende Küken im Inneren zeigt.

      Bob 2 brach heute früh um 08:26 heraus:


      Was ist mit Ei 2 passiert?
      Ich denke, dass mittlerweile genug Zeit vergangen ist, um sagen zu können, dass das zweite Ei nicht schlüpfen wird.



      Beide Bobs werden Namen bekommen, wenn sie in vier oder fünf Wochen beringt werden.

      Es ist ziemlich ungewöhnlich für ein Ei, das von einem gesunden Weibchen aus einem etablierten Paar gelegt wurde, nicht schlüpft. Das ist das erste Mal, dass das am Dyfi passiert (16 Eier insgesamt) und es ist nur zweimal bei dem Weibchen in Glaslyn (30 Eier) passiert (trotz der 2015 Saison, als eine zeitlang kein etabliertes Männchen dem nicht zurückgekehrten Ochre 11 (98) folgte.

      Spielt die Tatsache, dass Monty, Glesni und Blue 24 in einem polyandrischen Arrangement in diesem Jahr sind, eine Rolle? Sechs Eier wurden von diesen zwei Weibchen gelegt und nur zwei schlüpften.

      Hat das Glaslyn Weibchen in ihrem Nest, 28 nördlich , ihr erstes Ei in diesem Jahr verweigert, wegen einem ähnlichen polygamen Szenario dort? Vielleicht ist es aber nur Zufall, dass diese Eier nicht geschlüpft sind?

      Großer Bob – kleiner Bob


      Es ist ziemlich merkwürdig den Größenunterschied zwischen den beiden Dyfi Küken zu sehen – sie sind 4 ½ Tage auseinander und schon sieht Bob 1 doppelt so groß aus wie sein Geschwisterchen!

      Es war ein herrlicher Tag hier am Dyfi heute und das Wetter bleibt schön während der ganzen Woche und bis zur nächsten Woche. Die ersten prekären 10 Tage von denen ich jedes Jahr spreche sollten weniger Sorgen machen als in den vergangenen Jahren. Goldlöckchen Wetter bitte während der ganzen Zeit. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu trocken, nicht zu nass.

      Hier ist das Video von Bob 2 wie er schlüpft mit einigen Nahaufnahmen von der Fütterung. Glückliche Tage.

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Clarach: Teil IV
      geposted: Montag 30. Mai 2016 von Emyr MWT



      Wenn Fischadler als erwachsene Vögel nach GB zurückkommen, kann man von Glück sagen, wenn man einen von ihnen sieht.

      Einige Vögel bleiben für mehrere Jahre unsichtbar – wie Yellow 37 (Glaslyn 2005 Männchen) der 7 ganze Jahre unbemerkt blieb, bis 2012, und der am Kielder Water brütet.

      Andere stehen im Rampenlicht und werden mehrmals entdeckt, manchmal an verschiedenen Orten.

      So, was glauben Sie, wer gestern Mittag an den Kielder Water, Northumberland, auftauchte?


      Clarach wurde jetzt am Glaslyn Nest gesichtet, - zweimal. Am Manton Bay, am Nest von Rutland Water und jetzt am Kieler Nest – alles innerhalb von zwei Wochen.

      Oh, welche Ironie ….
      © Forestry Commission England


      Die Ironie in all dem? Clarach besuchte als erwachsener Vogel ein weiteres walisisches Nest, nicht ihr Geburtsnest, die Kolonie ihrer Mutter in Rutland – und jetzt YA’s altes Nest in Kielder. White YA ist ein Glaslyn (2007) Männchen, der in Kielder brütet. Und wer kann schon sagen, dass sie das gleiche nicht schon letztes Jahr gemacht hat?

      Sie macht eindeutig die Webcam Runden.

      Vielen Dank an Joanna Dailey von der Kielder und Forestry Commission England dass sie diese Information mit uns teilt – ein weiteres großartiges Beispiel von Fischadler Projekt Zusammenarbeit und der Hilfe uns ein brillant klares Bild machen zu können, was diese großartigen Vögel unternehmen.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Glückliche Tage
      geposted: Samstag, 04. Juni 2016 von Emyr MWT



      Es war eine dieser glücklichen Wochen am Dyfi …

      Wir konnten in strahlendem Sonnenschein baden, während der größte Teil von GB, v.a. im Osten, von Wolken bedeckt war und kalte Temperaturen herrschten. Normalerweise ist es genau umgekehrt.

      Der kleine Bob und der große Bob genießen heute Morgen den Sonnenschein


      Blue 24 ist immer noch bei uns, obwohl sie an Dais altem Nest bei ON5 einige Male in dieser Woche gesehen wurde, als auch wahrscheinlich in Glaslyn. Das neue Männchen auf ON5 bringt immer noch Fisch zu dem brütenden Weibchen, so könnten wir hoffentlich in den nächsten Tagen Küken haben.

      Das ON4 Nest in Snowdonia hat Küken , wie auch das in Glaslyn. Das Glaslyn Weibchen brütet zwei Küken aus, ihr 13. Jahr erfolgreich eine junge Familie großzuziehen – dies sind das 33. und 34. Küken das in diesem Pioniernest in Glaslyn geschlüpft ist!

      Glaslyn Küken 2016 ©Bywyd Gwyllt Glaslyn Wildlife


      Es gab an allen vier walisischen Nestern dieses Jahr eine Menge Eindringlinge, besonders während der letzten ein oder zwei Wochen. Hoffentlich sind einige der Vögel zwei oder drei Jahre alte nach GB Rückkehrer, die nach passendem Nest und Partner Ausschau halten. Wir haben Dai Dot seit Ende April nicht mehr gesehen, aber er könnte leicht einer dieser Eindringlinge sein.

      Clarach wurde seit Anfang der Woche während ihres Besuches in Kielder nicht mehr gesehen, aber es waren kürzlich Eindringlinge an dem Fischadlernest in Foulshaw Moss in Cumbria – könnte das Clarach gewesen sein?

      Die beiden Rutland Weibchen, Blue 3J und Blue 5F sind immer noch in der Glaslyn Gegend wobei 5F immer noch auf ihrer Plattform brütet. Ihre und Arans Eier sollten jederzeit schlüpfen, falls sie noch lebensfähig sind. Doch auch ein anderes Weibchen versuchte heute nachmittag auf dem Glaslyn Nest zu landen, während sie auch bei 5F eindrang, wahrscheinlich ein Vogel mit einem blauen Ring. Clarach wieder auf ihrer Webcam tour durch GB?

      Zurück an den glücklichen Dyfi (muss das zweimal sagen, es passiert nicht zu oft), beide Küken werden jeden Tag kräftiger. Wir haben einige Aggressionen zwischen ihnen gesehen, aber nicht mehr, als normal. Normalerweise sehen wir viel mehr Aggressionen, wenn drei Küken in einem Gelege sind.

      Zu müde um zu kämpfen


      Das zweite Ei liegt immer noch in der Nestmulde. Das wird dort wahrscheinlich bleiben, oder auf die Seite geschoben werden oder vielleicht von den jungen Küken, die um mehr Platz kämpfen, wenn sie größer werden, beerdigt werden. Wenn wir die Küken in vier Wochen beringen, werden wir das Ei herausnehmen und einschicken um es annalysieren zu lassen – vielleicht gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, warum es nicht geschlüpft ist.

      Hier ist ein Video vom großen und kleinen Bob von gestern Nachmittag – schauen Sie sich das freche kleine Manöver vom großen Bob an, bei dem er den Bissen von seinem Bruder/Schwester direkt aus dessen Schnabel nimmt ….
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Europäer
      geposted: Donnerstag 23. Juni 2016 von Emyr MWT



      Unsere zwei Küken sind heute 30 und 25 Tage alt und beide gedeihen prächtig

      Die Küken sind jetzt fast so gut wie ihre Eltern in Bezug auf die Körperwärmeregulierung. Sie haben nicht nur die Gene von Glesni und Monty geerbt, die sie ähnlich ihren Eltern aussehen lassen, sie haben auch einige praktische Verhaltensgene übernommen.

      Hier ist eine dieser Verhaltensweisen – sie recken ihre Kehlen in jede Brise die sich ergibt


      Das erzeugt Verdunstung was zu einem leichten Verlust von Körpertemperatur führt. Einige Vögel, z.B. Kormorane, werden einen Teil des Halses aufplustern um den Effekt von Kehlaufplustern zu erhöhen. Viele Vögel nutzen diese Technik, wenn es heiß ist.

      Das ist genau dasselbe Prinzip von Kältegefühl, wenn man aus der Dusche kommt. Wenn das Wasser auf der Haut verdunstet, ist das Gefühl kälter. Wenn Hunde hecheln ist es genau dasselbe. Die Dyfi Fischadler wurden wieder für die BBC Springwatch 2016 dieses Jahr aufgenommen. Viele europäische Fans, als auch solche von weiter weg, waren nicht in der Lage das zu sehen oder aufzunehmen, so sind hier die zwei Beiträge auf Video:




      Bleiben wir bei dem genetischen Thema, wir haben kürzlich mit dem BTO und anderen hinter den Kulissen gearbeitet, damit wir dieses Jahr in der Lage sind von den Küken während des Beringens, was in ungefähr 10 Tagen stattfinden wird, Wangenabstriche (WSA) zu machen.

      Bei ungefähr10% der Fischadlerküken wird jedes Jahr das Geschlecht falsch bestimmt – das ist keine einfache Aufgabe, wenn sie nur ein paar Wochen alt sind und viele Parameter sich zwischen Männchen und Weibchen überschneiden. Die DNA Forschung ermöglicht uns ihr Geschlecht zu 100% richtig zu bestimmen. Doch wir finden noch eine Menge mehr als das Geschlecht heraus.

      Mit der Zeit hoffen wir, einem Familien-Stammbaum von den Fischadlern in Wales erstellen zu können. Im Moment brüten acht erwachsene Vögel in vier Nestern und nur einer von ihnen ist beringt – Glesni. Sind einige der anderen sieben Fischadler miteinander verwandt? Woher sind die unberingten Männchen gekommen?

      Der Dyfi Familien Stammbaum – hat Monty Brüder?



      Es wäre ziemlich ungewöhnlich für ein schottisches Männchen sich sein Zuhause 300 Meilen entfernt von seinem Geburtsplatz einzurichten, aber auch nicht unbekannt. Aber alle vier – 100% von ihnen? Sie kommen nicht aus Rutland, das ist sicher – alle Küken von Rutland werden im Nest beringt. Fast alle Cumbrian und Kielder Fischadler sind auch beringt.
      Genetische Analysen werden es uns erlauben, ein klareres Bild von dem Verwandtschaftgrad zwischen den Vögeln zu bekommen. In anderen Worten, ein Koeffizient der Verwandtschaft zwischen den Individuen, oder einfacher ausgedrückt wie eng verwandt sind sie? In einer kleinen sich erholenden Population, wie wir sie in Wales haben, könnten die Ergebnisse von diesen DNA Abstrichen wichtige Informationen liefern in Bezug auf die Populationsdynamik solch einer kleinen Kolonie und uns mehr helfen, Schutzpläne für sie zu machen.

      Viele andere europäische Länder haben auch sehr kleine Populationen, die sich hoffentlich wieder anfangen zu erholen, Obwohl sie keine Fußballmannschaft im derzeitigen Wettbewerb der Europameisterschaften haben, sind die Niederlande das jüngste Land wo sich Fischadler ansiedeln, nach einer Abwesenheit von vielen Jahrzehnten. Fischadler Populationen in Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland und jetzt den Niederlanden sind alle auf dem Vormarsch. Eines Tages werden sich diese winzigen Populationen hoffentlich ausweiten und sich wieder zu einer großen gesamteuropäischen Population zusammen finden, so wie es vor tausend Jahren gewesen sein muss.

      Eine robuste Population von Vögeln mit freier (genetisch) Bewegung über unsichtbare Grenzen und Barrieren ohne Beschränkungen und Einschränkungen der Migration, die in eine große gesunde Population resultieren. Vielleicht ist das für uns alle eine Lektion?

      Junge
      Apropos Migration, wir haben Neuigkeiten von einem Paar Zweijähriger für Sie.

      Ein Männchen von 2014 wurde Anfang des Monats in Kent fotografiert. Dieser Vogel wurde mit den zweiten (von zwei) Ziffern beringt, die ‚R‘ waren. Vier junge walisische Fischadler wurde mit R Ringen 2014 ausgestattet: Gwynant und Deri aus dem Dyfi Nest, sowie auch weitere zwei aus dem ON 4 Nest in Snowdonia. Könnte das sein? Schauen Sie nach oben!

      Und am Wochenende hat der Fotograf Andy Davis diesen Vogel beim Fischen in einem Nord-Wales Reservoir fotografiert.


      Sie ist ein schottischer 2014 Vogel von Ayrshire, genannt ‚Elsa‘ – ihr Darvic Ring ist an ihrem linken Bein. Blue CX 7 (Danke an Andy und Sue C)

      Sie ist sehr hell für ein Weibchen – ist Elsa ein Männchen? Wir haben John Wright in Rutland gebeten für uns nachzuschauen.

      Kalender
      So hat die Suche nach den besten Bilder dieser Saison für den 2017 DOP Kalender begonnen – hier ist der erste Anwärter von vor einigen Tagen

      Monty


      Von Terminen reden – viel Glück nach Wales, England, Nord Irland und die Republic von Irland am Wochenende. Alle vier Länder haben es durch die 16 der Europameisterschaft geschafft, mit Wales an der Spitze der Gruppe.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • ON 5: Mehr Walisische Küken
      geposted: Dienstag, 28. Juni 2016 von Emyr MWT



      Einige fantastische walisischen Fischadler Neuigkeiten diese Woche ….

      Vielleicht erinnern Sie sich, das Dai Dot aus seinem Nest (ON 5) in der Mitte von Wales, in dem er 2014 und 2015 gebrütet hatte, von einem anderen Männchen herausgeworfen wurde.

      Das Weibchen namens Delyth, wurde beobachtet, dass sie Dai Dots Eier einige Tage bebrütet hat, bevor er verdrängt wurde. Dai wurde später, Ende April, auf dem Cors Dyfi gesehen, doch seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen.

      27. April - Dai Dot am Cors Dyfi


      Wir vermuten, dass das neue Männchen Dais Eier aus dem Nest geworfen hat, was durchaus üblich ist in so einer Situation des Wechsels. Einige Wochen später wurde Delyth wieder beim Brüten beobachtet

      Das neue ON 5 Männchen – genannt Dylan


      Vor einigen Tagen gelang es dem Fotografen Roger Antolik einige Bilder aus großer Entfernung mit einem Hochleistungsteleskop an seiner Digitalkamera aufzunehmen – und dies sind die Aufnahmen

      ©Roger Antolik, 26. Juni 2016


      Nicht nur, dass es recht selten für ein Weibchen ist sofort nach einem Wechsel wie diesem nochmal Eier mit einem anderen Männchen zu legen, es ist sicherlich ganz selten, dass sie drei Eier nachlegt und alle drei schlüpfen!

      Diese Woche erfuhren wir auch, dass es drei Küken (zwei Männchen und ein Weibchen) in dem ON 4 Nest in Snowdonia gibt – so sind wir wieder auf dem Kurs 10 flügge Fischadler aus unseren Nestern in Wales zu haben – wunderbare Neuigkeiten.

      Unsere zwei werden in einigen Tagen beringt und wir hoffen dann auch einige Neuigeiten über die DNA Proben zu haben. Vielen Dank an Roger und John Williams dass sie uns Updates und Video über ON 5 geschickt haben.

      Bob 1 – Männchen oder Weibchen?
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Beringung 2016
      geposted: Freitag 01. Juli 2016 von Emyr MWT



      Wir nutzten das Wetter gestern aus, um unsere beiden Fischadler Jungen zu beringen.

      Mit dem Nordatlantischen Jetstream der ungewöhnlich niedrig ist für die Jahreszeit (Süd) und der starke Winde und schwere Regenfälle in GB brachte, war mehr Aufmerksamkeit als normalerweise nötig, um ein Zeitfenster auszuwählen wo die Gezeiten niedrig genug sind und wir eine Flaute zwischen den Wetterfronten erwischen.

      Wir mußten uns 2016 auch etwas mehr überlegen, in Bezug auf was wir tun müssen, wenn wir zum Nest kommen, damit wir so wenig Störung wie möglich verursachen, was die Hauptsache ist. Wir bekamen die Erlaubnis das ungeschlüpfte Ei zu entfernen, sowie auch Speichelproben von den Jungen zu machen. Wir mußten auch die Kameras sauber machen während die Beringer Tony und Chris am Boden des Nestes die Beringung machten, als auch einen Teil eines schwarzen Müllsacks zu entfernem, der sich in den letzten Wochen in das Nest gearbeitet hatte.

      Zum Glück ging alles ohne Probleme über die Bühne.

      Das erste, was wir bemerkten, als wir die Jungen auf dem Boden abgelegt hatten, war der massive Größenunterschied zwischen beiden Vögeln.

      Groß und Klein


      Das obere Bild ist in chronologischer Reihenfolge – das Junge links schlüpfte zuerst aus dem ersten Ei, dann das zweite Ei, das nicht schlüpfte, gefolgt von dem dritten Jungen aus dem dritten Ei zur Rechten. Der Unterschied im Schlüpfen zwischen beiden Jungen ist 4 ½ Tage, sodass wir einen Größenunterschied erwarteten, doch der ist sehr auffällig – viel deutlicher, als wir es durch die Kamera sehen konnten.



      Das 1. Junge wog 1.689g während das 2. Junge nur auf 1.343g kam. So war das 1. Junge über 25% schwerer als sein Geschwisterchen – viel mehr als man von 4 ½ Tagen Unterschied erwarten würde. Von Anfang an war klar, dass wir eines von jedem hatten. Das 1. Junge ist ein Weibchen und das 2. Junge ein Männchen.

      Oh, bitte nicht mehr wiegen….


      Das waren eine der passivsten und ruhigsten Fischadlerküken, die ich erlebt habe. Die Rufe der kreisenden Altvögel ermahnten die Jungen sich “tot zu stellen” – eine Art Gebärdensprache (Thanatosis), die den flugunfähigen Jungen gute Dienste erweist, wenn ein wirklicher Räuber erscheint. Wie tot im Nest zu liegen, gibt den Jungen viel Tarnung und die größte Überlebenswahrscheinlichkeit, wenn die Eltern nicht in der Lage sind, sie zu verteidigen. Paradoxerweise hilft es uns, sie in der kürzest möglichen Zeit zu beringen, erlaubt uns sie so schnell wie möglich wieder ins Nest zu bringen – sie machen keinen Unterschied im Verhalten zwischen einem sich nähernden Habicht oder ein paar freundlichen Beringern. Thanatosis ist eine wunderbare Sache!

      Die ganze Sache dauerte 38 Minuten.

      Hier ist ein Video von der gestrigen Beringung (es ist in 4K Auflösung – wählen Sie ihre eigene Auflösung auf ihrem Bildschirm)

      Musik: Grow von Frances

      So haben wir jeweils eines:
      1. Junges ist ein Weibchen: Blue Z0 – Ceri
      2. 2. Junges ist ein Männchen: Blue Z1 – Tegid

      Erinnern Sie sich an den Posh Pete Test? Jedes Jahr nennen wir unsere Jungen nach einem walisischen Fluss oder See und wir testen die Aussprache über unseren Praktikanten Posh Pete, dessen Fähigkeit in der walisischen Sprache, ja, nicht die beste ist!

      Pete ging es nicht so gut in letzter Zeit, aber er ist auf dem Weg der Besserung! Zum Glück sprangen diese drei hübschen Damen gestern für ihn ein, so, wenn Sie wissen möchten wie wir auf Ceri und Tegid kamen und wissen möchten, wie man das ausspricht, dann ist dieses das Video für Sie.


      Wir haben das ungeschlüpfte Ei an Dr. Nicola Hemmings von der Sheffield Universität geschickt. Nicola ist eine Expertin im Analysieren von ungeschlüpften Eiern – schauen sie sich das HIER an von einem ungeschlüpften Wanderfalken Ei vom letzten Jahr – faszinierend.

      Die Speicheltupfer werden von dem Genetiker Dr. Matt Hegarty an der Aberystwyth Universität analysiert – viel mehr dazu in einem späteren Artikel auf dieser Webseite.



      Wie immer ein herzliches Dankeschön an Tony Cross der unsere Fischadler für uns beringt hat und Beringer Kollegen Dr. Chris Townsend den derzeitigen Präsidenten des Montgomeryshire Wildlife Trust. Vielen Dank auch an Al Davies für all seine Hilfe auch dieses Jahr der allen das Leben erleichtert hat an diesem Beringungstag.

      Es ist schon eine Ironie … wir widmen unser Leben diese Eier und Vögel zu schützen, doch 38 Minuten lang haben wir gestern ihr Leben gestört, für mehr als eine halbe Stunde. Sie wissen das natürlich nicht, aber wir waren dort um ihnen und ihrer Art besser helfen zu können.

      Das wird hoffentlich der einzige nahe Kontakt mit Menschen während ihres langen und produktiven Lebens gewesen sein. Wir wissen jetzt etwas mehr über diese beiden walisischen Fischadler als wir gestern um diese Zeit wußten und wir haben Grund ab Mai 2018 Richtung Himmel zu schauen.

      Ceri – Schönste der Natur
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry