Alles von und über Störche

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    • Brit schrieb:

      Doch, Baska, das liest man neuerdings immer wieder, dass die Störche sich, in Ermangelung von geeigneten Biotopen zur Nahrungssuche auf den Grünstreifen der Fahrbahnen aufhalten.
      Brit, ähnliches habe ich auch gehört. Sie gehen an die Seitenstreifen der Landstraßen, wenn es sonst nur Mais- oder Rapsfelder gibt. Und beim Auffliegen kommt es dann zu Kollisionen mit den Autos ...

      Aber hier war vom Storchenzug die Rede. Sie nutzen in Südeuropa gerne die Autobahnen, weil deren Asphalt die Wärme abstrahlt, welche ihnen dadurch leichten Aufwärtstrieb bringt.
      viele Grüße, Baska


      Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
      Albert Schweitzer
    • Ostthüringer Zeitung 27.10.2016

      Frieda ist in eine Storchenstation umgezogen

      Fast drei Wochen war sie in der Greifenwarte „Am Rennsteig“ bei Ruhla betreut worden. Jetzt soll der Weißstorch lernen, wieder in den Süden zu fliegen


      Ruhla. Findling Frieda ist am Mittwoch in die Storchenpflegestation in Wesermarsch/Niedersachsen gebracht worden. Der in Friedrichroda gefundene Weißstorch war zwischenzeitlich in der Greifenwarte "Am Rennsteig" aufgenommen worden (unsere Zeitung berichtete).

      Ortrud Hock, Mitglied der Vogelschutzwarte Loburg in Sachsen-Anhalt und Betreiberin des Weißstorch-Netzwerkes, erklärte sich bereit, das Tier auf eigene Kosten abzuholen und nach Wesermarsch zu bringen. Dort betreibt Udo Hilfers eine Storchenstation. In mehreren Telefonaten, die Falknerfamilie Schubach in Ruhla mit Udo Hilers führte, einigte man sich auf diese Lösung. Dem zutraulichen Vogel, der vermutlich von Menschenhand aufgezogen worden war, fehlt das natürliche Verhalten, das bei einem Weißstorch derzeit Reiselust gen Süden verspüren lässt. Passanten war der Storch am 7. Oktober hinter einem Einkaufsmarkt in Friedrichroda aufgefallen, weil er nicht weggeflogen, sondern zutraulich auf Menschen zugelaufen ist in der Hoffnung, von diesen Futter zu bekommen.

      Familie Schubach nahm Frieda auf und recherchierte zu deren Vergangenheit, die mehrere Stationen in Sachsen-Anhalt und Thüringen beinhaltete. In Niedersachsen willUdo Hilfers Frieda jetzt unter seinen Pflegekindern – eine Storchengruppe mit Tieren, die nicht mehr fliegen können – leben lassen, bis er Anzeichen bemerkt, dass der Vogel wieder in die freie Natur ausgesetzt werden kann. Das könne ein, aber auch mehrere Jahre lang dauern.

      Die Falkner aus Ruhla sind froh, eine Lösung gefunden zu haben. Nirgendwo anders hatten sie Unterstützung erhalten können, da weder der Vogelschutzwarte in Seebachnoch der zuständigen Naturschutzbehörde geeignete Pflegemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

      Und in der Greifenwarte hätte der Storch auch nicht auf Dauer optimal versorgt werden können. Nun hoffen alle Beteiligten, dass sich Frieda, die sich erst einmal in Quarantäne begeben wird, in der neuen Umgebung schnell einleben kann.
      Susanne Reinhardt / 27.10.16 / TA
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • "Storchen-Kran" in Kirchheim: Vögel bekommen einen neuen Standort

      Das Stahlgestell ist zum Risiko geworden und musste abgebaut werden.

      Artenschutz Der alte, rostige Kran liegt in Teile zerlegt im Hof der Holzbaufirma unterhalb von Kirchheim (Unterallgäu). Bis Mitte Oktober hatten ihn neun Storchenpaare bewohnt. Es war die erste Kolonie in der Region.



      Immer wieder blieben Leute an der Schranke des Betriebs stehen, berichtet Markus Holzheu. Es gab auch die telefonische Anfrage einer Allgäuer Familie, ob sie die Störche anschauen dürfe. Kirchheim hatte neben dem Fuggerschloss mit dem berühmten Zedernsaal eine weitere Attraktion.



      Doch der Kran war mittlerweile so marode, dass Firmeninhaber Holzheu das Risiko zu groß wurde. Doch wohin mit den Störchen, wenn sie Anfang März zurückkehren? In Gesprächen mit Vertretern des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) wurden allerlei Möglichkeiten diskutiert. Angedacht war unter anderem ein Mastenpark und eine Verteilung auf umliegende Gebäude.


      Doch dann hatte Holzheu die zündende Idee: Es soll einen neuen „Kran“ geben – etwa 100 Meter entfernt. Dort wird ein Teil des alten am Rand des Firmengeländes wieder aufgebaut. Er wird 21 Meter hoch sein. Auf zwei Ebenen (sechs Meter übereinander) werden acht fünf Meter lange Ausleger angebracht und darauf Nestunterlagen aus verzinktem Stahl. Diese hat eine heimische Firma gefertigt - gegen Materialkosten und eine Brotzeit. Ein neuntes Nest wird auf der Spitze des „Krans“ angebracht.


      Als das erste Paar vor zwölf Jahren kam, war Holzheus spontane Reaktion: „Ui, ein Storch!“ Bald waren die ersten Jungen da. Alle waren begeistert. Er wollte den Kran eigentlich damals schon abbauen. Er war nicht mehr in Betrieb und hatte keinen TÜV. Doch nun blieb er stehen. Und zwei Jahre später kam das nächste Paar und so ging es weiter.


      Holzheu hatte nicht nur Freude an seinen Störchen. Mit jedem neuen Paar wuchs auch der Dreck, den die Vögel verursachten. Dauernd musste der Hof gekehrt werden, der mitten auf dem Betriebsgelände liegt. Da lagen tote Mäuse und Maulwürfe, angepickte Fische und auch immer wieder mal ein toter Jungstorch, den die Eltern aus dem Nest geworfen hatten.


      Die Lageristen schimpften schon mal. Die Autos waren vollgespritzt vom weißen Kot. Oft stank es wegen der toten Beutetiere. Einmal fiel bei einem Sturm ein Nest auf einen Container. Der war kaputt. Wegen des lauten Geklappers mussten auch schon mal die Fenster geschlossen werden.


      Das alles schreckte Holzheu und seine Familie nicht. Sie wollen „ihre“ Störche behalten. Wie für ein Wohnhaus wurde beim Landratsamt ein Bauantrag gestellt. 20 Stunden dauerte der Abbau des Krans, für den extra ein Autokran gemietet worden war. Den braucht Holzheu auch für den Wiederaufbau. In den nächsten Wochen wird das Fundament betoniert. Am Stahlgestell des Krans werden Halterungen für die Ausleger angebracht.


      Dann müssen die weit über 50 Kilogramm schweren Nester darauf montiert werden. Sie wurden von Ehrenamtlichen storchengerecht ausgekleidet, sagt Josef Schlögel, Koordinator vom LBV. Unten wurden grobe Äste reingelegt, am Rand Weiden eingeflochten. Aufgefüllt wurde dann mit Hackschnitzeln. Das Reisigmaterial stellte die Gemeinde. Und ganz wichtig, sagt Weißstorch-Experte Anton Burnhauser: Oben drauf müssen Reste der alten Nester - wegen des Wiedererkennungseffekts. Diese wogen im Übrigen 300 bis 600 Kilo.


      Dann wächst die Spannung. Nehmen die Störche ihr altes neues Quartier an? Burnhauser ist da sehr zuversichtlich. Die „Kirchheimer“ sind sozial sehr miteinander verbunden und gehen sogar gemeinsam auf Futtersuche. Der Landesbund für Vogelschutz hat von der Regierung von Schwaben eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Beseitigung der alten Nester erhalten. Außerdem fördert die Behörde die Umsiedlung über das Landschaftspflegeprogramm.


      30 Prozent der Kosten müssen der LBV und diverse Unterstützer selbst aufbringen. Die Storchenbrauerei im benachbarten Pfaffenhausen leistet ihren Beitrag seit 1999 über ihr Öko-Sponsering: Von jeder Kiste „Störchle-Bier“ geht ein Teil an den LBV, sagt Inhaber Hans Roth. Und finanziell im Boot ist natürlich Unternehmer Holzheu, der sich die bayernweit einzigartige Aktion einiges kosten lässt.


      Die Umsiedlung einer Storchenkolonie hat es in Bayern bislang nicht gegeben, sagt Burnhauser, der bei der Naturschutzabteilung der Regierung von Schwaben in Augsburg tätig ist. Der Biologe weiß das Engagement der Leute im Mindeltal zu schätzen. Denn oft gibt es bei Umsiedlungen Widerstand von Hauseigentümern, Bürgermeistern und Pfarrern - wegen des Drecks, den die Störche verursachen. Der große Erfolg im Mindeltal, wo die Vögel mittlerweile wieder zum täglichen Bild gehören, ist der Teamarbeit zu verdanken.
      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Storch an Vogelgrippe verendet

      die-glocke.de/lokalnachrichten…4367-b220-988f2aa9d8b1-ds


      Kreis Gütersloh 17.12.2016 6:29

      Kreisgrenze: Storch an Vogelgrippe verendet
      Kreis Gütersloh (amu) - Im Steinhorster Becken in Delbrück (Kreis Paderborn) ist ein Storch verendet. Bei ihm wurde der Vogelgrippe-Erreger H5 nachgewiesen. Der Kreis Gütersloh hat einen Sperrbezirk eingerichtet. Geflügel muss weiterhin im Stall bleiben. Hunde und Katzen dürfen nicht mehr frei laufen.

      Direkt an der Grenze zu Rietberg und Verl, im Steinhorster Becken auf Delbrücker Gebiet, ist ein Storch an der Vogelgrippe verendet.
      Bild: Joachim K. Löckener

      Diese Mitteilung hat am Freitagnachmittag der Kreis Gütersloh herausgegeben. Betroffen ist vor allem Rietberg als Nachbarstadt von Delbrück. Im Verdachtssperrbezirk auf dem Stadtgebiet Rietbergs gibt es dem Kreis Gütersloh zufolge vier Geflügelhalter, darunter drei gewerbliche.
      Über den relativ engen Radius des Areals hinaus wird zudem ein Beobachtungsgebiet im Umkreis von drei Kilometern eingerichtet. Darunter fallen Verl-Österwiehe und Rietberg-Westerwiehe.
      Ob es sich bei dem Erreger, an dem der Storch im Steinhorster Becken verendet ist, um die besonders aggressive Variante H5N8 handelt oder um eine andere, ermitteln derzeit Experten des Friedrich-Löffler-Instituts.

      Stallpflicht für Geflügel bleibt -- Freilaufverbot für Hunde und Katzen ab sofort
      Im Sperrgebiet darf kein Geflügel bewegt werden. Es muss in den Ställen bleiben – die Stallpflicht insgesamt gilt weiterhin kreisweit – und darf lediglich mit Ausnahmegenehmigung durch die Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zur Schlachtung transportiert werden. Die Veterinäre des Kreises Gütersloh untersuchen ab kommendem Montag das Geflügel bei den vier Haltern in Rietberg. Bei den klinischen Untersuchungen schauen sie nach Hinweisen auf den Gesundheitszustand der Tiere und auf mögliche Krankheitsanzeichen. Der Sperrbezirk gilt zunächst für drei Wochen.
      Lediglich für 15 Tage – seit heute, Freitag, 16. Dezember – gilt die Anordnung für das Beobachtungsgebiet. Dort gilt ebenfalls, dass das Geflügel nicht transportiert werden darf. Zudem ist ab sofort in beiden Gebieten die Federwildjagd verboten. Und: Hunde und Katzen dürfen nicht frei laufen, wie es in der Mitteilung des Kreises heißt.
      viele Grüße, Baska


      Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
      Albert Schweitzer
    • Sie dürfen wieder draußen sein
      Dienstag, 7.02.2017


      Als im Kreis Gifhorn mit der Begründung "Vogelgrippe" Mitte November die Einstallungspflicht verordnet wurde, waren davon auch die 18 Pflegestörche im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde betroffen. Sie mussten aus dem Freigehege geholt und in den Gebäuden untergebracht werden. Es zeigte sich dann sehr bald, dass die ja sonst im Freien lebenden Vögel sehr unter dieser Gefangenschaftshaltung litten. Dass ihnen schlecht ging, war an ihrem ganzen Verhalten auch zueinander erkennbar. Sie stellten ihre Gefliederpflege ein. Eine Störchin starb. Die Situation wurde für die Störche immer schlimmer. Im Grunde war das, was da mit ihnen gemacht wurde, eine staatlich verordnete Tierquälerei. Bärbel Rogoschik, die Leiterin des Artenschutzzentrums, wandte sich schon bald an die Behörden, schilderte die Situation und bat dringend um Abhilfe- zunächst aber vergeblich. Das Veterinäramt erklärte sich als nicht zuständig. Schließlich war es dann das Landwirtschaftsministerium, das doch eine Ausnahmeverordnung erließ: Seit Ende Januar dürfen die Störche nun wieder in ihrem gewohnten Freigehege sein.

      An diesem Storchenbeispiel wird exemplarisch deutlich, dass die generelle Einstallungspflicht schlimme Folgen hat, die überhaupt nicht bedacht wurden und auf die es immer noch keine Antworten gibt. Ein weiterer, selbst erlebter Fall zum Problem: "Was ist denn nun mit mit kranken und verletzten Vögeln?" Mir wurde ein von einem Auto angefahrener Bussard gebracht. Aber wohin nun mit ihm? Pflegestationen können ihn nicht aufnehmen - Ansteckungsgefahr! Ratschlag des Veterinäramtes: " Am besten da wieder hinlegen, wo er gefunden wurde." In diesem Fall fand sich glücklicherweise eine private Aufnahmestelle. Ansonsten hätte man konsequenterweise den verletzten Bussard, um ihm Schlimmeres zu ersparen, töten müssen. Das gleiche gilt auch für alle anderen aufgefundenen kranken und verletzten Vögel, solange die generelle Einstallungspflicht besteht.

      Quelle:
      stoerche-celle-gifhorn.de/html/aktuelles.html



      JENS, was sagst DU denn dazu ? Du sagst doch immer, deinen Störchen ginge es gut. .... allerdings ist das auch schon eine Weile her.
      viele Grüße, Baska


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    • Sächsische Zeitung
      Montag, 20.02.2017
      Storch & Co. im Notquartier
      Nach den Vogelgrippefällen gilt für viele Bewohner im Tierpark Hebelei Stallpflicht. Was schwer umzusetzen ist.
      Von Ulrike Keller
      Fütterung bei den Weißstörchen: Auch sie müssen rund um die Uhr eingesperrt bleiben. Das Tierpark-Team um Sven Näther hat mit einfachen Mitteln Volieren gezimmert. Weitere sind nötig. Doch es fehlt an Geld. Hilfe nimmt der Park dankbar an. © Claudia Hübschmann
      Hebelei. Großer Appetit sieht anders aus. Weißstorch Matthias pickt zögerlich nach den toten Sardellen, die Sven Näther zur Schaufütterung hervorzaubert. Der Leiter des Tierparks Hebelei redet ihm gut zu und öffnet die andere Dose. Die mit toten Mäusen. Störchin Thora bleibt abwartend im Hintergrund. Doch der männliche Vogel greift ordentlich zu. Sven Näther hält sich nah am Türchen der Voliere auf. Nicht, dass Matthias plötzlich zu einem Ausflug in die Freiheit ansetzt. Denn hinter der Tür, auf der großen Wiese, spielt sich normalerweise sein Leben mit Thora ab.
      Die Vogelgrippe-Fälle in der Umgebung diktieren dem Elbetierpark andere Umstände. Nach dem Fund eines infizierten Wildvogels im benachbarten Nünchritz liegt die Einrichtung nun im Sperrbezirk. Seit Anfang Dezember befand sie sich bereits im amtlich festgelegten Beobachtungsgebiet. Schon so lange darf kein Federvieh mehr frei herumlaufen. Für das Team des Tiergartens bedeutete das, Weißstörchen, Enten, Gänsen und Hühnern schnellstmöglich Notunterkünfte zu bauen. Die kein Ersatz für den üblichen Auslauf sind. „Aber sie erfüllen den Zweck, dass die Tiere sich wenigstens an der frischen Luft aufhalten können“, sagt Sven Näther.
      Das Behelfsquartier der Weißstörche besteht aus einigen grünen und einigen naturbelassenen Holzpfosten. „Die grünen waren eigentlich für ein Naturerlebnisspiel gedacht und deshalb schon gestrichen“, verrät der Parkchef. „Wir haben alles zusammengesucht, was wir im Lager und auf dem Dachboden finden konnten.“ Denn das Problem war und ist das teure Material. „Schon im Dezember war kein Geld mehr da“, gibt Sven Näther zu. Vor allem wegen stark gestiegener Futterpreise durch den eingeführten Mindestlohn habe die Einrichtung vergangenes Jahr erstmals rote Zahlen geschrieben. Sie finanziert sich fast ausschließlich durch Eintrittsgelder. Die in der nass-kalten Jahreszeit gering ausfallen.
      Etwas Maschendraht als luftdurchlässige Volierenwand und etwas Plane als Dach konnte der Tierpark für einige Notunterkünfte noch von Spendengeldern kaufen. Doch dieses Polster ist aufgebraucht. Für das Behelfsquartier der Dresdener Hühner improvisierte das Team schon mit einem Filzteppich als Dach. Und bei den Sachsenhühnern muss es ein Gitter vor der geöffneten Tür des Nachtstalls tun, in dem sie vorerst untergekommen sind. „Die Untere Naturschutzbehörde war hier und hat alles abgenickt“, versichert Sven Näther.
      Noch fehlen allerdings weitere Notunterkünfte: für die Ungarischen Lockengänse ebenso wie für die Kraniche. „Die sind seit Dezember in einem Stall mit Luftlöchern und lichtdurchlässigem Dach untergebracht“, bedauert der Tierparkchef. Und selbst für die neun Katzen muss sein Team rasch eine artgerechte Bleibe schaffen. Denn auch die Samtpfoten haben Freigangsverbot. Eine enorme Herausforderung in der praktischen Umsetzung.
      Keinerlei Beeinträchtigungen ergeben sich hingegen aktuell für das Wildgehege Moritzburg, das im Beobachtungsgebiet liegt. „Unsere Fasane, Rebhühner und Uhus sind ohnehin immer in Volieren mit Dächern untergebracht“, erklärt Ronald Ennersch vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Demzufolge sei kein Kontakt zu Wildvögeln möglich. Um auf Nummer sicher zu gehen, muss das Gehege aller 14 Tage Kotproben seiner Vögel abgeben.
      Was Sven Näther vom Elbetierpark grundsätzlich kritisiert: Geflügelhalter und eben auch Einrichtungen wie die seine zahlen in die Seuchenkasse ein, werden aber bei Seuchenfällen in jeder Hinsicht allein gelassen. Umso dankbarer ist er für Spenden. „Es wäre toll, wenn uns jemand Material sponsern könnte“, sagt Sven Näther. „Aber wir brauchen auch helfende Hände zum Bauen.“ Bei der provisorischen Stallung für das Diepholzer Gänsepaar etwa zimmerte die Meißner Pfadfindergruppe von FÖJ-lerin Celly mit. Und nicht zu unterschätzen: Jeder Besucher leistet mit seinem Eintritt einen wichtigen Beitrag.
      Zu beiden Führungen am Sonnabend wartet der Parkleiter vergebens auf Gäste. Allerdings zeigen die meisten Leute Verständnis dafür, dass sie die Tiere zurzeit nur eingesperrt sehen können, erzählt Sven Näther. „Viele fragen uns nach dem Wohlbefinden der Vögel.“ Und das leidet natürlich bei einigen. Sowohl die Kraniche als auch die Weißstörche sind bisweilen unruhig und leicht gereizt, weil sie raus wollen. Einige Enten und ein Truthahn vertrugen sich auf kleinem Raum nicht mit Geschlechtsrivalen und begannen zu hacken. Von zehn Enten trennte sich Sven Näther notgedrungen.
      Im besten Fall gilt der Gatterzwang nur noch bis in den März hinein. Treten bis dahin erneut Fälle der Vogelgrippe in der Region auf, wird die Frist verlängert. „Wenn ein Tier – wie jetzt ganz in der Nähe – infiziert wurde, sind die strengen Schutzmaßnahmen absolut gerechtfertigt“, betont der Tierparkchef. „Aber natürlich ist es für uns eine Last.“

      sz-online.de/nachrichten/storc…-notquartier-3616999.html
      viele Grüße, Baska


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      Albert Schweitzer
    • Eine außergewöhnlich Freundschaft ! :)

      Seit sechs Jahren schon kommt ein Storch zu einem türkischen Fischer und holt sich seine Leckerlis ab :)
      Und zwar in der Nähe des Storchendorfes Eskikaraağaç am Uluabat-See, westl. von Bursa.

      sozcu.com.tr/hayatim/yasam-hab…nin-hikayesi-film-oluyor/





      viele Grüße, Baska


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    • Mi., 09.08.2017
      Polizei ermittelt Schüsse auf Storch – Vogel verendet
      In Lotte-Wersen ist ein Storch an Schussverletzungen verendet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

      Von Frank Klausmeyer
      Bei der Ibbenbürener Polizei ist jetzt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz angezeigt worden, der sich am bereits am vergangenen Donnerstag (3. August) in Lotte-Wersen ereignet hat. Gegen 21 Uhr habe ein Passant einen unsicher fliegenden Storch gesehen, der dann auf dem Grünstreifen der Bergstraße gelandet sei.
      Der Zeuge habe blutende Verletzungen an dem Tier entdeckt, berichtet die Polizei weiter. Auf dem Weg zu einer Versorgung des Tieres sei der Vogel verendet. Ein Experte habe an dem jungen, männlichen Storch Schussverletzungen festgestellt. Bei den Recherchen ergab sich nach Polizeidarstellung, dass Anwohner mehrere Schüsse gehört hatten, die aus Richtung des Flusses Hase kamen.
      Aus dieser Richtung war auch der Storch gekommen. Das Gebiet liegt östlich der Bergstraße, etwa 150 Meter hinter dem Ortsausgang in Richtung Halen. Die Polizei bitten um weitere Hinweise unter ✆ 05451/591-4315.

      wn.de/Muensterland/Kreis-Stein…auf-Storch-Vogel-verendet


      Hirnlose Ungeheuer !
      viele Grüße, Baska


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      Albert Schweitzer
    • mdr Sachsen-Anhalt 04.05.2018

      Uhu - Storchennest, ich weiß nicht recht, wo ich das am besten einsetzen sollte. Also ich probier's mal mit hier .....

      Ansiedlung erfolgreich
      Uhu erobert Storchenhorst im Elb-Havel-Winkel

      In einen Dorf im Landkreis Stendal verzückt eine ornithologische Seltenheit Einwohner und Vogelkundler. Erstmals nach hunderten Jahren hat sich ein Uhu-Paar angesiedelt und dabei eine Storchenfamilie vertrieben. Nataurschützer mussten den Störchen innerhalb eines Tages in der Nachbarschaft ein Ausweichquartier bauen. Der neue Nistplatz wurde von Anwohnern zur Verfügung gestellt.
      von Andreas Müller, MDR SACHSEN-ANHALT

      Die größte europäische Eule scheint den Elb-Havel-Winkel neu zu entdecken. Nach Nistversuchen in den Vorjahren ist das Glück in diesem Jahr perfekt. Das Uhu-Paar hat vermutlich schon zwei Jungtiere im Nest auf einem Schornstein. Dort schaut nur der Kopf des Muttertieres mit den markanten Federohren heraus. Ab und zu ist daneben ein Federknäuel zu sehen.

      Genauer Nist-Standort soll unbekannt bleiben
      Naturschutzbeauftragter Manfred KuhnertBildrechte: MDR/Andreas Müller

      Der Naturschutzbeauftragte im Elb-Havel-Winkel, Manfred Kuhnert, spricht von einer doppelten Sensation. Eine erfolgreiche Uhu-Brut habe es im Landkreis Stendal und vermutlich in der gesamten Altmark seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Er empfehle, den Neuankömmling nicht zu stören und den genauen Standort nicht zu benennen. Allerdings nistet "Bubo Bubo" – so der lateinische Name – mitten in einer Siedlung. Und dort hat er sich mit einem Storchenhorst einen besonderen Nistplatz gesucht. Die angestammten Störche haben den Kürzeren gezogen.

      "Die Ansiedlung ist spektakulär"
      Der renommierte Tierfilmer und Freilandbiologe Wolfgang Lippert nennt das Geschehen spektakulär. In Schleswig-Holstein habe der Mensch Uhus ausgewildert und damit wieder angesiedelt. Da sei es nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis die Greifvögel auch die Auenlandschaft im Landkreis Stendal zurückerobern.

      „Da hat der Storch wohl Pech gehabt. Uhus sind nachtaktiv. Offenbar saß der seltene Eulenvogel schon auf dem Nest, als der Storch eintraf. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“
      Ornithologe Wolfgang Lippert

      Allerdings haben Tierschützer helfend eingegriffen. Innerhalb von 24 Stunden nach der feindlichen Übernahme wurde der Storchenfamilie auf einem Nachbarhaus eine "Ersatznisthilfe" errichtet. Vogelkenner Manfred Kuhnert berichtet, dass sich die Blitzaktion der Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal, des Elbe-Biosphärenreservates und eines äußerst aufgeschlossenen Hausbesitzers gelohnt habe. Das neue Storchennest ist bereits bewohnt.
      Uhu nistet im Landkreis Stendal
      Im Landkreis Stendal nistet erstmals seit mehreren hundert Jahren wieder erfolgreich ein Uhu. Ein Paar hat sich in einem Storchenhorst im Elb-Havel-Winkel niedergelassen. Es zieht bereits Junge auf.

      Unter dem Storchenhorst wohnt der Rentner Marius Elling. Er ist aus Holland in den Elb-Havel-Winkel gezogen. Als früherer Theaterdramaturg in Amsterdam kennt er sich mit spektakulärem Schauspiel aus. Beim Blick aus seinem Dachfester auf den Uhu im Storchennest jedoch gerät er ins Schwärmen.
      „Ein solches Bild hat vermutlich noch nie jemand gesehen. Es kamen schon Ornithologen von weither, die es nicht glauben wollten. Das ist phantastisch. Der Uhu ist ein sehr seltener Vogel. Er muss geschützt werden. Ich beobachte täglich, wie sich die Eulenfamilie entwickelt.“
      Marius Elling, Anwohner

      Töpferei reagiert mit neuem Sortiment
      Als Reaktion auf die Rückkehr des Uhus und zahlreiche Anfragen hat jetzt sogar eine Havelberger Töpferei ihr Sortiment erweitert. Sie fertigt kleine Eulen und lebensgroße Uhus, die inzwischen Gärten von Berlin bis Havelberg zieren.

      Wissenswertes über den Uhu:
      Uhus können in Gefangenschaft bis zu 60 Jahre alt werden. Sie gelten als besonders standorttreu und sind die größten europäischen Eulenvögel. Ihre Flügelspanne kann gut 1,70 Meter erreichen. Im Volksmund wird der Uhu auch "König der Nacht" genannt. Er symbolisiert Weisheit. In Sachsen-Anhalt gibt es vermutlich etwas mehr als 30 Paare, die zum Beispiel in Steinbrüchen nisten. Die Anwohner des Storchennest-Uhus im Landkreis Stendal haben beobachtet, dass das Vatertier in der Dämmerung geschlagene Krähen, Hasen, Kaninchen und auch Fisch bringt.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry