Komitee gegen den Vogelmord e.V.

    • Vogelschutz-Newsletter 12/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      gestern hat es vor dem Amtsgericht Ahlen (Westfalen) einen spektakulären Prozess gegeben: Ein Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen war angeklagt, illegal Greifvögeln nachgestellt zu haben. Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord hatten den Mann im August 2015 bei Albersloh unweit einer Habichtfalle mit einem toten Vogel in der Hand beobachtet und die Polizei informiert. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der Jäger die Falle aufgestellt hatte. Das Urteil: 3.500 € Geldstrafe – der Jagdschein war bereits im April nicht mehr verlängert worden. Die Verteidigung hat angekündigt, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

      Seinen Präsidiumsplatz bei den NRW-Jägern hatte der Mann seit letztem Jahr bereits ruhen lassen. Besonders brisant: Der Revierinhaber des Gebietes ist der ehemalige Jagd- und Bauernpräsident Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck. Ob Heereman von dem illegalen Greifvogelfang wusste, war nicht Gegenstand der Verhandlung.

      Einen Fernsehbeitrag des WDR können Sie hier sehen:
      www1.wdr.de/mediathek/video/se…egale-tierfallen-100.html

      Alleine in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 hat das Komitee gegen den Vogelmord im Rahmen seines Projektes EDGAR bundesweit mehr als 50 Fälle illegaler Greifvogelverfolgung dokumentiert, ein Fünftel davon in NRW. Erst heute gab es einen vom Komitee ausgelösten Polizei-Einsatz auf Rügen, wo ein Habichtfangkorb auf dem Dach einer Taubenvoliere stand.

      Eine Auswahl aktueller Fälle finden Sie auf unserer Internetseite:
      komitee.de/content/aktionen-un…ifvogelverfolgung/aktuell

      Beste Grüße aus Bonn,
      Alexander Heyd

      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): facebook.com/CABS2011
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 13/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      Sie haben schon etwas länger nichts von uns auf diesem Wege gelesen. Das liegt daran, dass Alexander Heyd im wohlverdienten Urlaub ist und ich mir den Arm brach. Deswegen gibt es den heutigen Newsletter im Ein-Hand-Tippsystem, denn wir waren ja nicht untätig, wie diese drei Meldungen zeigen:

      Köln: Mann beim illegalen Habicht-Fang fotografiert und identifiziert
      Das Komitee gegen den Vogelmord und die BUND Kreisgruppe Köln haben letzten Donnerstag Fotos veröffentlicht, die den illegalen Fang eines Habichts mit einem Habichtfangkorb in einem Hinterhof in Köln-Ehrenfeld belegen.
      Die Fotos sind vom Komitee bereits vor einigen Monaten der Staatsanwaltschaft Köln im Rahmen einer Strafanzeige gegen Unbekannt zur Verfügung gestellt worden.
      Wie heute bekannt wurde, hat die Polizei den Greifvogelfänger anhand des von uns veröffentlichten Fotos sicher identifiziert. Es soll sich - mal wieder - um einen Taubenzüchter handeln. Der Mann muss sich auf ein Gerichtsverfahren vorbereiten. Wir gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft in Kürze Anklage erheben wird und werden natürlich über den Ausgang des Verfahrens berichten.
      Im Falle einer Verurteilung drohen dem Täter eine hohe Geldstrafe oder bis zu 5 Jahren Gefängnis.

      Kurzer Prozess in Bielefeld: 4.500 Euro Strafe für Habicht-Fänger
      Weil er Habichte von seinen Tauben fernhalten wollte, hat ein Taubenzüchter aus Bielefeld im Frühling eine illegale Lebendfalle für Greifvögel gebastelt und - präpariert mit zwei lebenden Locktauben - in seinem Garten aufgestellt. Was er nicht wusste: Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt bekamen einen Hinweis, schauten sich en Fall am 31. März vor Ort an, machten Beweisfotos und meldeten den Fall den Behörden. Nur drei Monate nach unserer Anzeige wurde der Mann jetzt von der Staatsanwaltschaft Bielefeld per Strafbefehl zur Zahlung von 75 Tagessätzen zu je 60 Euro verdonnert. Das Urteil ist rechtskräftig.

      Sizilien: Komitee gelingt erneut ein Schlag gegen den illegalen Handel mit Stieglitzen
      Bei einem gemeinsamen Einsatz des Komitees gegen den Vogelmord und der italienischen Forstpolizei sind am Sonntag, den 19. Juni auf dem berüchtigten Vogelmarkt in der Altstadt von Palermo (Sizilien) insgesamt 215 wilde Stieglitze beschlagnahmt worden. Gegen insgesamt 9 Straßenhändler wurden Strafverfahren eingeleitet. Wir konnten die Vögel nur wenige Tage nach der Aktion erfolgreich in die Freiheit entlassen.. Im Kampf gegen den illegalen Handel mit Stieglitzen ist das Komitee europaweit aktiv. Seit Ende 2015 haben wir Anzeige gegen mehr als 40 Händler und Vogelfänger in Italien, Malta, Deutschland und dem Vereinigten Königreich erstattet. Mehr über den illegalen Handel mit Stieglitzen in Deutschland erfahren Sie hier.

      Beste Grüße aus Bonn,
      Diana Gevers

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 14/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      der Sommer geht zwar erst in die Halbzeit, aber die ersten Zugvögel haben schon mit dem Herbstzug begonnen. Rot- und Grünschenkel, verschiedene Wasserläufer und andere Watvögel sind bereits auf dem Weg aus ihren nordischen Brutgebieten in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Während die Wilderer fast überall in den „Problemgebieten“ noch Pause haben, stehen die maltesischen Vogelfänger schon wieder – fast wörtlich – Gewehr bei Fuß.
      Am letzten Samstag (23.07.) hat unser Sommereinsatz auf Malta begonnen. Bis Anfang September werden jeden Tag Teams des Komitees gegen den Vogelmord auf dem Inselarchipel im Einsatz sein und nach illegalen Fangstellen für Watvögel suchen. Sie sind auch schon fündig geworden, wie leider zu erwarten war: Am Sonntag wurde auf Maltas Nachbarinsel Gozo eine große Fangstelle gefunden und von der Polizei stillgelegt, ein Schlagnetz wurde beschlagnahmt und 3 Wasserläufer befreit. Gestern (Dienstag) hat die Polizei nach unserem Hinweis im Norden Maltas bei Mgarr zwei Schlagnetze, mehrere Plastiklockvögel und eine elektronische Lockanlage (mit den Rufen von Rotschenkeln) sichergestellt. Bei einer weiteren von uns ausgemachten Fanganlage steht der Polizei-Einsatz noch aus.

      In der vergangenen Woche ist in Kairo (Ägypten) eine Tagung zum Zugvogelschutz zu Ende gegangen. Die Bonner Konvention (Konvention zum Schutz wandernder Tierarten) und die UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) hatten eingeladen, um über Maßnahmen gegen die Wilderei im Mittelmeerraum zu beraten. Eigentlich ist die Komitee-Devise ja "Weniger reden, mehr tun". Manchmal sind Tagungen aber auch ganz sinnvoll. Die Teilnehmer waren vornehmlich Regierungsvertreter, ein Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord ist als NGO-Vertreter zu der Veranstaltung gereist und hat unsere Sicht der Dinge aus der praktischen Arbeit gegen die Wilderei eingebracht.
      Auf Bitten der Bonner Konvention hat das Komitee gegen den Vogelmord nun Vorschläge für eine effektivere Arbeit gegen Vogelfang und Vogeljagd auf Zypern, im Libanon und in Ägypten vorgelegt. Was davon umgesetzt wird, wird sich zeigen – Papier ist bekanntermaßen geduldig. Für Zypern und den Libanon besteht berechtigte Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, in Ägypten ist zunächst leider nicht viel zu erwarten. Hier fehlt es weiterhin am politischen Willen, etwas zu ändern. Wir bleiben natürlich an diesem wichtigen Thema dran und tun, was uns möglich ist. Gleichzeitig werden wir uns aber weiterhin auf die Brennpunkte der Wilderei in der EU konzentrieren, denn vor unserer eigenen Haustüre werden immer noch weit mehr Zugvögel geschossen und gefangen, als in Ägypten.

      Beste Grüße aus Bonn

      Alexander Heyd

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 15/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      heute starten die Herbst-Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord im Mittelmeerraum. Bis Ende des Jahres werden wir mit vielen ehrenamtlichen Helfern permanent zum Schutz unserer Zugvögel unterwegs sein.

      Ein Überblick
      Los geht es mit unserem Ortolan-Einsatz in Südfrankreich, der inoffiziell mit einem Rechercheteam bereits begonnen hat, aber jetzt mit den ersten Polizei-Einsätzen erst richtig in Schwung kommt. Nächste Woche beginnen unsere Aktionen auf Malta und Zypern, später – im Oktober – werden wir dann auch in Italien und Spanien loslegen, der letzte Einsatz des Jahres 2016 wird das Weihnachtscamp auf der Insel Sardinien sein.

      Frankreich
      Unser Recherche-Team in Südwestfrankreich hat bereits ein halbes Dutzend Fangstellen für den vom Aussterben bedrohten Ortolan ausgemacht. Dazu sind sie insgesamt 12 Stunden mit einem Kleinflugzeug über das Departement Landes geflogen. Heute werden die ersten Fangstellen der Polizei gezeigt – wir hoffen, dass alle Fallen in den nächsten Tagen sichergestellt und die Lockvögel befreit werden. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir auch den einen oder andern Fänger dingfest machen können!

      Italien
      In Italien hat es zudem bereits einen kleineren Einsatz gegen den illegalen Fang von Trauerschnäppern gegeben. Dabei wurde ein Mann mit 109 Schlagfallen am Iseosee (Lombardei) erwischt! Weitere von uns entdeckte Fangstellen sind unter Polizei-Überwachung.

      Serbien
      Im Norden Serbiens hat ein Komitee-Team zusammen mit Birdlife Serbia in den letzten Tagen nach elektronischen Lockanlagen, die illegal für die Wachteljagd eingesetzt werden, gesucht. Bislang wurden 18 Lockgeräte der Polizei gemeldet, zu unserer Überraschung arbeiten die Beamten sehr gut und haben aufgrund unserer Hinweise bereits 7 Wilderer in flagranti erwischt. Unter den Tätern befanden sich ein italienischer Politiker, zwei Polizisten und der Präsident einer lokalen Jagdvereinigung.

      Unser Einsatz-Tagebuch geht wieder online
      Wie in den letzten Jahren werden wir auf unserer Homepage und auf Facebook regelmäßig über die Aktionen berichten. Unser Tagebuch von den Vogelschutzcamps finden Sie hier.
      Wir sind bei den zahlreichen Einsätzen auf Ihre Hilfe angewiesen. Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter und ohne Spender wären wir nicht in der Lage, so aktiv in den Wilderer-Brennpunkten zu sein. Wenn Sie unsere Einsätze unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über eine Spende!
      Vielen Dank und beste Grüße aus Bonn,
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 16/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      in Sachen Zugvogelschutz ist Zypern das Schlusslicht in Europa. Nirgends sonst stellen Vogelfänger so dreist ihre Leimruten und Netze in aller Öffentlichkeit auf, nirgends sonst ist die Polizei so untätig und sind die Strafen so niedrig.
      Aber ausgerechnet am schlimmsten ist die Situation auf britischem Boden. Im Süden Zyperns liegen riesige Militärbasen des Vereinigten Königreichs - ganz offiziell britisches Hoheitsgebiet. Um keinen schlechten Ruf als „Besatzer“ zu bekommen, drückt die Militärpolizei beide Augen zu, wenn es um Vogelfang geht. Die Wilderer wissen diesen Vorzug zu schätzen und stellen ihre Netze statt in der Republik Zypern lieber auf britischem Militärgebiet auf. In über 800 ganz offen sichtbaren Fanganlagen werden in jedem Jahr mindestens eine halbe Million Grasmücken, Rotschwänze und Rohrsänger gefangen!
      Zwar gibt es eine eigens eingesetzte Polizei-Einheit, die gegen die Wilderei vorgehen soll, aber aufgrund fehlendem politischen Willen sind den Beamten die Hände gebunden. Aus eigenem Antrieb rückt die Polizei kaum aus, „große Fische“ bleiben stets unbehelligt und bestraft werden selbst die wenigen überführten Vogelfänger nicht.
      Damit muss endlich Schluss sein! Das Komitee gegen den Vogelmord hat eine internationale Protestaktion gegen diesen Vogelmord gestartet. Mit einer vorgefertigten Protestemail können Sie die neue britischen Premierministerin Theresa May auffordern, sich für ein Ende des Vogelfangs auf ihren Militärbasen einzusetzen!

      Weitere Infos und die Protestmail finden Sie hier.
      Es geht auch offline
      Wir haben auch eine Protestpostkarte gedruckt. Wer bereits in unserem Postverteiler ist, bekommt sie in diesen Tagen zugeschickt. Wenn Sie Protestpostkarten an Theresa May verschicken möchten, bestellen Sie diese in beliebiger Menge ganz einfach über unser Feedbackformular bei unserer Geschäftsstelle:
      Vielen Dank für´s Mitmachen!
      Beste Grüße aus Xemxija/Malta
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz Newsletter 17/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      die erste Woche unserer großen Vogelschutzcamps auf Malta und Zypern ist vorbei – Zeit für eine erste Bilanz.

      Malta
      Auf Malta ist die Situation ruhiger denn je. Durch die Anwesenheit der Komitee-Teams kann ein Großteil der jeden Abend auf der Insel zum Rasten eintreffenden Zugvögel am folgenden Morgen unbehelligt nach Afrika weiterfliegen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, wie die letzten Tagen eindrücklich gezeigt haben:

      Am 12.05. wurden 2 Schwarzstörche und ein Weißstorch abgeschossen. Am 14.09. haben Komitee-Teams einen Wespenbussard-Abschuss dokumentiert, eine im Müll entsorgte illegale Trophäensammlung (Pirol, Blauracke, Sumpfohreule, Purpurreiher) und einen frisch geschossenen Kuckuck gefunden sowie zwei illegale Käfigfallen mit insgesamt 28 Vögeln an die Polizei gemeldet. Am gestrigen 15.09. haben wir erneut den Abschuss eines Wespenbussards gefilmt. Zudem wurden Rohrweihe und ein Graureiher mit zerschossenem Gefieder beobachtet.

      Ein Video von den beiden Wespenbussard-Abschüssen finden sie auf youtube.

      Zypern
      Unsere Protestaktion an die britische Premierministerin May wegen des massiven Vogelfangs auf den britischen Militärliegenschaften auf der Insel Zypern hat eine erste Reaktion gezeigt: Der Leiter des derzeit laufenden Komitee-Vogelschutzcamp wurde zur britischen Militärpolizei „einbestellt“ und musste dort unsere Kampagne verteidigen. Zuerst wollte man uns nötigen, die Protestaktion zu beenden, nachdem wir aber natürlich unnachgiebig waren und unseren Standpunkt klar dargelegt haben, wurde einen weitere Kooperation gegen die Wilderer vereinbart. Die britische Polizei ist sichtlich um Schadensbegrenzung bemüht. Wenn Sie noch nicht an der Aktion teilgenommen haben, hier ist der Link zur Protestmail.

      Unterdessen läuft das Vogelschutzcamp im Südosten Zypern auf Hochtouren. Inzwischen haben wir 940 Leimruten, 39 Netze und 30 elektronische Lockvögel gefunden und abgebaut, die Polizei konnte bereits 7 Wilderer auf frischer Tat schnappen. Dieses Ergebnis ist für eine einzige Woche sehr beachtlich und zeigt, wie weit verbreitet der Vogelfang immer noch ist.

      Das Justizministerium hat die Polizeiunterstützung auf ein Viertel des uns sonst begleitenden Personals zusammengestrichen, was zu einem ersten ernsten Zwischenfall geführt hat: Vorgestern wurde ein Komitee-Fahrzeug bei Protaras fast völlig von Wilderern zerstört, weil wir alleine und ohne Schutz im Gelände waren. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die von uns eingeschalteten Botschaften Deutschlands und Italiens haben sich bei Justizminister Nicolaou beschwert – es könnte sein, dass wir nun wieder mehr Polizei zur Verfügung gestellt bekommen!

      Drücken Sie uns die Daumen, dass die Einsätze weiterhin so erfolgreich und für uns nicht gesundheitsgefährdend ablaufen.
      Beste Grüße aus Xemxija/Malta
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 18/2016

      Vogelschutz-Newsletter 18/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      an diesem Wochenende ist großer Wechsel bei unseren Vogelschutzcamps: Der Einsatz auf Malta endet am Samstag, gleichzeitig beginnt das große Vogelschutzcamp in Brescia (Norditalien). Der Zypern-Einsatz des Komitees gegen den Vogelmord geht mit guten Ergebnissen in die 3. Woche - Halbzeit.

      Malta-Einsatz: Licht und Schatten
      Die Ergebnisse des Malta-Einsatzes sind in diesem Herbst erfreulich und ernüchternd zugleich. Drei Wochen lang haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord die Brennpunkte der Wilderei auf Malta kontrolliert. Ein ganz überwiegender Teil der recht zahlreich durchgezogenen Wespenbussarde, Rohrweihen, Baumfalken und anderer Greifvögel konnten die Insel unbeschadet überfliegen. Dennoch haben unsere Teams die Abschüsse von drei Wespenbussarden beobachtet und gefilmt, insgesamt wurden zudem 2 Schwarzstörche, ein Weißstorch und mindestens ein Graureiher illegal getötet und zahlreiche verbotene Lockgeräte für die Wachtel- und Watvogeljagd gefunden.
      Unser vorläufiges Fazit: Die überwiegende Mehrheit der maltesischen Jäger schießt inzwischen nicht mehr auf geschützte Arten, aber Seltenheiten (wie etwa Störche) rufen wieder die Wilderer auf den Plan. Und es gibt weiterhin notorische Greifvogelschießer, die wir in den nächsten Jahren vermutlich einen nach dem anderen überführen müssen. Bei allen Erfolgen auf Malta - es gibt noch viel zu tun!
      Italien-Vogelschutzcamp so international wie noch nie
      Das am morgigen Samstag beginnende Vogelschutzcamp des Komitees gegen en Vogelmord in Norditalien ist so international wie noch nie. Insgesamt erwarten wir 70 Teilnehmer aus Italien, Deutschland, Groß-Britannien, Spanien, Slowenien, Malaysia, der Schweiz und den USA. Ein Kamerateam aus Dänemark wird ebenso dabei sein wie italienische und deutsche Journalisten. Fünf Wochen lang werden wir wieder Fallen und Netze in den Bergen zwischen Iseo- und Gardasee suchen und der Forstpolizei beim Überführen der Wilderer helfen.

      Zypern: Schon über 1.800 Vogelfallen und Netze gefunden
      Unser Einsatz auf Zypern geht unterdessen in seine dritte Woche. In den ersten beiden Wochen haben unsere Teams im Südosten der Mittelmeerinsel bereits 78 riesige Fangnetze (Gesamtlänge rund 1.100 Meter!) und 1.725 Leimruten gefunden und abgebaut. In Kooperation mit der Polizei wurden bislang 15 Wilderer aufgrund unserer Hinweise geschnappt. Die Situation in den britischen Militärgebieten auf Zypern ist nach wie vor dramatisch – immerhin hat die ansonsten eher lahme britische Militärpolizei drei Wilderer inflagranti mit Netzen erwischt.
      Mehr Infos zu den laufenden Aktionen finden Sie im Online-Tagebuch auf unserer Internetseite … schauen sie mal rein:
      Beste Grüße aus Brescia/Norditalien,
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

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      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 19/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      wie jeden Herbst ist bei uns um diese Zeit viel los, damit Sie nichts verpassen, gibt es jetzt wieder einen Newsletter von uns mit zwei spannenden Filmtipps:
      Zypern: Das Komitee bekommt prominente Unterstützung
      Momentan ist der berühmte britische BBC-Moderator Chris Packham in Zypern. Er hatte schon letztes Jahr mit seinen Berichterstattungen aus Malta für viel Wirbel gesorgt. Er war mit uns im Gelände und berichtet in einem englischsprachigen) Beitrag darüber und bittet um Unterstützung für die Kollegen von BirdLife Cyprus und auch für uns.
      Dem wollen wir uns anschließen: Wer also noch nicht die Zeit gefunden hat, möchte wir hiermit einladen, sich an unserer Protestkampagne gegen den Vogelmord auf den britischen Militärbasen zu beteiligen.

      Frankreich: Der Kampf um die letzten Ortolane (Fernseh-Tipp)
      Bei unserem gefährlichen Einsatz gegen die Ortolanfänger in Frankreich hat uns im August 2016 ein Fernsehteam des NDR begleitet. Der sehenswerte Bericht wird diese Woche erstmalig ausgestrahlt. [url=http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Der-Kampf-um-die-letzten-Ortolane,sendung561666.html]Hier die Informationen dazu[/url].
      Die angekündigten Ausstrahlungen des NDR finden statt am
      Freitag, 07. Oktober 21:15 bis 21:45 Uhr
      Samstag, 08. Oktober 8:30 bis 9:00 Uhr
      Beste Grüße aus Brescia/Norditalien,
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
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      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 20/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      heute wollen wir Ihnen über die Geschehnisse der letzten Zeit auf Zypern und in Italien berichten. Es ist auch für uns beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich die Fortschritte jeweils sind. Und die Entwicklungen in Italien lassen uns hoffen, dass wir bei unserem momentanen Sorgenkind in einigen Jahren ebenso weit sind:

      Zypern – Es fühlt sich wie Don Quichotes Kampf gegen Windmühlen an
      Gestern (Sonntag) ist das große Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord auf Zypern zu Ende gegangen. In den letzten 6 Wochen haben wir im Südosten der Mittelmeerinsel 4.112 Leimruten, 181 Netze und 110 elektronische Lockgeräte gefunden und abgebaut, 29 Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, fast 700 Vögel wurden freigelassen. Es sind deutlich mehr Fallen gewesen, als im Herbst 2015. Vor einem Jahr hatten wir lediglich 2.730 Leimruten und 151 Netze gefunden.
      Als Hintergrund für die Zunahme vermuten wir die politische Unterstützung der Wilderei durch die Regierungspartei, die sich dadurch zusätzliche Wählerstimmen für die bevorstehenden Wahlen erhofft.
      Auch in den von der britischen Militärpolizei kontrollierten Militärbasen um Cape Pyla war die Situation besonders angespannt. Hier konnten wir aber auch besonders viele Netze unschädlich machen, so dass wir gerade dort ausgesprochen erfolgreich waren.
      Grade wegen der desolaten Situation auf den britischen Militärbasen versuchen wir, in Groß-Britannien, die Menschen für das Problem zu sensibilisieren. So hat uns ein Kamerateam um den in Groß-Britannien sehr beliebten TV-Moderator Chris Packham im Süden Zyperns begleitet - Ende des Jahres wird es eine Sendung dazu geben, die die Diskussion um den Zugvogelschutz auf diesen Gebieten sicher noch einmal anheizen wird.
      Die Zugzeit für die meisten Kleinvögel ist nun vorbei. Mit dem Ende der Fangsaison verlassen auch wir wieder die Insel. Denn schon im Winter folgt der nächste Einsatz auf Zypern ... dann geht es um Netze zum Fang von überwinternden Drosseln.
      Das beste Gefühl der Welt - zwei der fast 700 Vögel, die wir diese Saison auf Zypern eigenhändig befreien konnten.

      Italien – die Fortschritte sind enorm!
      Unser Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia geht unterdessen in seine vierte Woche. Der Einsatz in den Bergen zwischen Iseo- und Gardasee läuft ausgesprochen erfolgreich. Anders als auf Zypern läuft es in Norditalien auf einen Negativrekord hinaus, denn so wenige aktive Fangstellen hatten wir hier noch nie: Seit Anfang Oktober haben wir 180 Bogenfallen, 461 Schlagfallen und 28 Fangnetze gefunden – die Polizei konnte an den von uns aufgespürten Fallenstandorten bislang 42 Wilderer inflagranti überführen. 32 Jahre unserer Vogelschutzcamps machen sich wirklich deutlich bemerkbar. Die Aktion in Brescia dauert noch bis zum 6. November.
      Beste Grüße aus Brescia (Lombardei, Italien),
      Alexander Heyd
      Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 21/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      der Vogelzug ist inzwischen weitgehend beendet, so dass auch unsere Herbst-Vogelschutzcamps langsam abgeschlossen werden. Zwei Einsätze sind ganz aktuell zu Ende gegangen: Brescia und Valencia.

      Brescia: 51 Wilderer überführt
      Das Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia – mit 5 Wochen Länge und 82 Teilnehmern unser größter Einsatz – ist am gestrigen 6.11. beendet worden. Wir haben 246 Bogenfallen, 649 Schlagfallen und 46 Netze gefunden. 51 Wilderer (50 Männer, eine Frau) wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, über 620 lebende Lockvögel und fast 1.000 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt. Vor allem bei den besonders brutalen Bogenfallen verzeichnen wir einen starken Rückgang: Vor 15 Jahren haben wir noch regelmäßig über 10.000 der Fanggeräte gefunden, die 246 im Jahr 2016 sind ein historischer Tiefstand. Einen interessanten Überblick über die Entwicklung der von uns seit 1985 in Italien gefundenen Fallen finden Sie in unserer „Fallenstatistik“.
      Valencia: Vogelfang stirbt aus
      Beim Vogelschutzcamp in Valencia haben wir so wenige aktive Fanganlagen (die sog. „parany“) gefunden wie nie zuvor. Unsere Teams waren 10 Tage im Norden der ostspanischen Region im Einsatz und haben etwa 500 parany kontrolliert. Noch vor 10 Jahren waren sämtliche dieser Anlagen illegal in Betrieb, in diesem Jahr wurden lediglich 32 aktiv vorgefunden. 16 parany wurden bei der Polizei angezeigt, 10 Vogelfänger konnten inflagranti überführt werden, etwa 2.100 Leimruten wurden sichergestellt. Die Tradition des Vogelfangs in Valencia ist nach 5 Jahren unserer Aktionen auf dem besten Weg, komplett auszusterben.
      Malta: 15 illegale Fangplätze angezeigt
      Auf Malta haben wir derzeit ein Team im Einsatz, das den wieder erlaubten Singvogelfang mit Netzen überwacht. Es bleibt uns leider nichts anders übrig, als die relativ hohen Genehmigungsauflagen zu prüfen und dort tätig zu werden, wo die Vogelfänger dagegen verstoßen. Das machen wir allerdings mit Erfolg: Letzte Woche haben wir 15 illegale Anlagen angezeigt. Zwei der Fangplätze wurde gestern (Sonntag) geräumt, hier konnten 25 Lockvögel (Buch- und Grünfinken, Erlenzeisige und Hänflinge) sowie 2 riesige Schlagnetze sichergestellt werden.
      TV-Tipp: „Die Ammer-Allianz“
      Heute abend (Montag 7.11.) zeigt der SWR einen Beitrag über die Bemühungen zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Ortolans. Ein Kamerateam hat dazu das Komitee gegen den Vogelmord zu unserem Vogelschutzcamp nach Südfrankreich begleitet. Unter dem Titel "Die Ammer-Allianz" ist der schöne Beitrag am Montag 7.11. um 18:15 in der Sendung "Mensch Leute" auf dem SWR zu sehen. Einschalten lohnt sich!
      Beste Grüße,
      Alexander Heyd
      Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): facebook.com/CABS2011
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 22/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      langsam neigt sich das Jahr zu ende, der Vogelzug macht eine kleine Pause und auch bei uns kehrt ein bisschen Ruhe ein. Heute wollen wir Ihnen eine kleine Abschluss-Übersicht unserer Herbstaktionen präsentieren:
      Sardinien
      Mit dem Vogelschutzcamp auf Sardinien ist nun unser letzter großer Herbsteinsatz abgeschlossen. Die 15 Teilnehmer konnten 2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang einsammeln, dazu kommen 40 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren. Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet lediglich 1.000 Rosshaarschlingen - entweder haben wir dieses Jahr einfach nur besonders gut gesucht oder es gibt eine Zunahme der Wilderei.
      Insgesamt konnten 4 Wilderer mittels versteckter Kamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.

      Die Herbst-Ergebnisse können sich sehen lassen
      Unsere „Ausbeute“ der Herbstaktionen ist auch für uns wirklich beeindruckend: Während der zehn Einsätze in Italien, Frankreich, Spanien, auf Zypern und Malta konnten wir insgesamt 82 Wilderer überführen. 10.611 Fallen und Netze wurden unschädlich gemacht, den Löwenanteil machen Leimruten aus – auf Zypern haben wir 4.112 der brutalen Klebefallen eingesammelt, in Spanien 2.100.
      Und die wichtigste Zahl: Etwa 1.400 Vögel wurden während der Aktionen im Herbst aus Fallen, Netzen oder Lockvogelkäfigen befreit!
      Malta
      So ganz zu Ende sind unsere Herbstaktionen aber noch nicht, auch wenn eigentlich schon Winter ist … auf Malta ist bis 11. Dezember noch ein Komitee-Team im Einsatz, um gegen den illegalen Fang von Goldregenpfeifern vorzugehen.
      In den letzten Nächten haben die drei Aktivisten bereits 35 mit elektronischen Lockanlagen betriebene Netzfangplätze ausfindig gemacht und an die Behörden gemeldet. In den kommenden Nächten wird es hoffentlich gemeinsame Einsätze mit der maltesischen Umweltpolizei ALE geben.
      Weihnachtszeit ist Geschenkezeit
      Während wir mit einem halben Bein noch in den Herbsteinsätzen stecken, sind vielen von Ihnen bereits mitten in den Weihnachtsvorbereitungen.
      Wir möchten diejenigen, die das Online-Kaufhaus Amazon nutzen, herzlich bitten, bei den Bestellungen diesen Link zu nutzen.
      Dann bekommen wir pro Einkauf nämlich eine Spende von Amazon. Mittlerweile können wir so ein kleines Vogelschutzcamp finanzieren!
      Herzlichen Dank und beste Grüße aus Bonn,
      Alexander Heyd
      Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 24/2016

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      das Jahr 2016 neigt sich wirklich dem Ende zu und auch wir stecken schon mit mindestens einem Bein im Jahr 2017.
      2016 – ereignisreich und erfolgreich für das Komitee
      Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen, für Sie und für uns auf das Jahr 2016 zurückzublicken: Wir haben 21 Einsätze mit 140 Freiwilligen aus 11 Nationen durchgeführt – so viele wie nie zuvor - und dabei fast 8.000 Leimruten und 300 Bogen- bzw. über 800 Schlagfallen eigesammelt! Durch unsere Arbeit sind mehr als 130 Wilderer überführt werden und – und das ist die schönste aller Zahlen – wir konnten 1.386 Zugvögel in die Freiheit entlassen.
      Das ist aber nur die Kurzfassung. Genauer können Sie es in unserem Tätigkeitsbericht nachlesen, den wir auf unserer Internetseite für Sie bereitgestellt haben:
      2017 – Wir haben viel vor
      Der Erfolg und aber auch die Erlebnisse 2016 haben uns gezeigt, dass die Fülle unserer Einsätze wirklich Sinn macht. Deswegen werden wir auch 2017 wieder mindestens 21 Einsätze durchführen und sind dann wenigstens 51 Wochen im Einsatz.
      Die Termine und Einsatzgebiete können Sie in unserem Campkalender nachlesen.
      Bitte verzeihen Sie uns eine gewisse Ungenauigkeit bei den Angaben. Diese ist dem Umstand geschuldet, dass wir kurzfristig auf Ereignisse reagieren müssen und außerdem zum Schutz unserer Aktiven wegen der mitlesendeen Wilderer eine gewisse Unschärfe eingebaut haben…
      Wir werden jetzt zwischen den Jahren eine kurze Pause einlegen – abgesehen von den Teilnehmern unseres traditionellen Weihnachtscamp auf Sardinien.
      Wir wünschen Ihnen ruhige Festtage und einen guten Rutsch in ein gesundes Jahr 2017. Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit und ihre Unterstützung!
      Herzliche Grüße,
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 1/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      heute schicke ich Ihnen unseren ersten Newsletter 2017. Im letzten Jahr hatten wir auf ein neues Newslettersystem umgestellt und waren nicht sehr zufrieden, deswegen erhalten sie diese Email wieder ganz herkömmlich. Ich hoffe, sie kommt an …

      Zypern – Angriff auf Komitee-Mitglieder
      Unser großes Wintercamp auf Zypern läuft nun seit drei Wochen – die Ergebnisse sind erschreckend: Innerhalb der letzten 20 Tage haben unsere Ehrenamtler 437 Fangnetze und 378 Leimruten gefunden, 11 Wilderer wurden von der Polizei überführt, 528 Vögel (überwiegend Singdrosseln, aber auch ein Triel) wurden gerettet. Dass das Ausmaß des Winter-Vogelfangs so schlimm sein würde, hätten wir nicht gedacht. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr haben wir während 9 Einsatzwochen nur 241 Netze auf Zypern gefunden.
      Mit unserem Einsatz haben wir einen erheblichen Einfluss auf die Wilderei – den Vogelfängern entgehen gerade Tausende Vögel pro Tag und damit viel Geld. Es wundert deswegen wenig, dass die Nerven blank liegen. Am Montag kam es bei Vryssoules zu einem Zwischenfall, bei dem ein Wilderer im Beisein der Polizei ein Komitee-Fahrzeug erheblich beschädigt hat. Ein Video davon finden Sie hier:
      youtube.com/watch?v=m9XdxawojOI&feature=em-share_video_user

      Italien – Vogelfang im Winter
      Im norditalienischen Brescia ist die Wilderei im Winter eigentlich selten. Dachten wir jedenfalls. In den letzten Tagen hatten wir und die Polizei allerdings drei Fälle: In Capriolo am Iseosee wurde eine große Fangstelle mit 4 riesigen Netzen und 21 Schlagfallen gefunden, in Tavernole (Val Trompia) hat die Polizei einen Wilderer mit Lebendfallen für Drosseln erwischt und in Pertica Alta (Val Sabbia) hat ein Komitee-Team eine Netz bei einem Jäger gefunden. Wir werden unsere Kontrollen jetzt verstärken.

      Deutschland – Greifvogelverfolgung boomt
      Das Thema "Illegale Greifvogelverfolgung" bleibt auch im neuen Jahr topaktuell - alleine im Januar 2017 gibt es schon sechs neue Fälle: Zwei Leiterfallen für Habichte, zwei geschossene Mäusebussarde, ein gefällter Rotmilan-Horstbaum und eine Fundstelle mit mindestens 15 mutmaßlich vergifteten Mäusebusarden. Das Komitee gegen den Vogelmord ist bei vier Fällen selbst aktiv, hat Beweise gesichert und war mit der Polizei vor Ort.
      Eine Übersicht zu allen bekannt gewordenen Taten der letzten Zeit finden Sie hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…ifvogelverfolgung/aktuell
      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 2/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      das Ergebnis unseres jetzt abgeschlossenen Vogelschutzcamps auf Zypern ist schockierend: Innerhalb von einem Monat haben wir 178 aktive Fangstellen gefunden und zusammen mit der Polizei 517 Netze und 648 Leimruten abgebaut. 16 Wilderer wurden inflagranti erwischt, 631 Vögel konnten lebend aus Fallen und Netzen befreit werden. Die Zahl der Netze ist wirklich extrem hoch – innerhalb von 15 Jahren (nämlich seit unserer ersten Aktion auf Zypern im Jahr 2001 bis zum Dezember 2016) hatten wir insgesamt 952 Netze auf der Insel gefunden. Dass wir nun in nur einem Monat über 500 Netze abbauen konnten, zeigt, wie dramatisch die Lage in dem EU-Land ist.
      Eine Übersicht über die Ergebnisse der Einsätze auf Zypern seit 2001 finden sie in unserer Camp-Statistik:
      komitee.de/content/aktionen-un…ern/camp-statistik-zypern
      Und ein neuerlicher Tiefpunkt für den Zugvogelschutz auf Zypern steht uns unmittelbar bevor: Dem Parlament liegt ein Gesetzentwurf vor, der in den nächsten Wochen mit großer Wahrscheinlichkeit beschlossen werden wird. Demnach kommen Vogelfänger künftig nicht mehr vor Gericht, sondern erhalten einen Strafzettel. Für bis zu 72 Leimruten müssen die Wilderer dann 200 € zahlen, das entspricht 2,77 € pro Falle! Für jede weitere Leimrute 10 Euro zusätzlich. Ein Netz kostet sie 500 Euro. Bis zu 50 geschützte Vögel darf man straffrei besitzen. Wer mehr tote Grasmücken oder Nachtigallen in der Tiefkühltruhe liegen hat, zahlt 10 Euro pro Vogel. Mit anderen Worten: Der Vogelfang wird weiter bagatellisiert.
      Wir hatten vor wenigen Tagen ein Gespräch mit Vertretern der EU-Kommission, die von uns über alle aktuellen Entwicklungen informiert wurden. Wir spekulieren darauf, dass Brüssel die Gesetzesänderung zum Anlass nimmt, Zypern vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen. Die Vorzeichen dafür sind gut.


      Bis dahin planen wir schon einmal unseren nächsten Einsatz auf Zypern: Bereits in einem Monat beginnt unser großes Frühlingscamp, das wir wieder zusammen mit der Stiftung Pro Artenvielfalt durchführen werden. Und für den Herbst planen wir den größten Komitee-Einsatz, den wir je auf Zypern durchgeführt haben. Klein beigeben werden wir nicht – versprochen!
      Beste Grüße
      Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 3/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      der Frühling steht vor der Tür. Singdrosseln, Heidelerchen und Rotmilane sind schon fast flächendeckend in ihren Brutgebieten angekommen, die ersten Girlitze und Hausrotschwänze sind auch schon gesichtet worden. Damit beginnt natürlich auch unsere Aktionssaison:
      Einsatz gegen den Finkenfang auf Malta
      Nachdem unser letzter Wintereinsatz grade erst abgeschlossen wurde, startet morgen der erste Frühlingseinsatz des Jahres: Vom 11.3. bis 2.4. werden jede Woche zwei bis drei Komitee-Teams auf Malta nach illegalen Fanganlagen suchen. Mit riesigen Schlagnetzen werden dort Finken - vor allem Stieglitze und Hänflinge – gefangen, um sie als Stubenvögel auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
      Der Finkenfang im Frühling war bis vor vier Jahren aufgrund unserer Einsätze fast verschwunden. Er erlebt gerade eine Renaissance, weil die maltesische Regierung die Herbst-Fangsaison wieder erlaubt hat. Das verheerende Signal – nämlich dass der Vogelfang ein Kulturgut ist und von der Regierung unterstützt wird – verleitet die Fänger dazu, ihre Netze nun auch wieder im Frühling vermehrt auszulegen. Die schlechte Polizeiarbeit fördert das Gefühl der Wilderer, machen zu können, was sie wollen.
      Unsere Teams werden alle bekannten Fangplätze (etwa 4.000) kontrollieren und für den Fall, dass sie aktiv sind, Videobeweise sammeln und die Polizei informieren. Die Teams werden dabei aus der Luft unterstützt: Mit einem gemieteten Kleinflugzeug werden Malta und Gozo in den nächsten Tagen von Komitee-Mitarbeitern komplett überflogen, um Fangplätze zu überprüfen.
      Melden Sie uns tote Rotmilane!
      Rotmilane sind als Aasfresser besonders von Giftködern betroffen. Diese werden am Ende des Winters überwiegend für Mäusebussarde ausgelegt und treffen die Milane besonders hart. Die Vögel sind leider eine Art „Giftdetektor“ – anders als bei anderen Greifvögeln ist bei fast allen in Deutschland tot aufgefundenen Rotmilanen Gift nachweisbar.
      Um die Vergiftungsstellen besser erfassen und kontrollieren zu können, möchten wie Sie deswegen zur Mitarbeit aufrufen: Bitte melden Sie uns jeden toten Rotmilan, den Sie finden. Bergen Sie die Kadaver (benutzen Sie dabei bitte stets Handschuhe!) und melden Sie uns den Fund. Wir sorgen dann für eine Analyse bei einer staatlichen Stelle.
      Sie können uns eine Email schicken (edgar@komitee.de) oder unter den Telefonnummern 0228/665521 (an Werktagen zu den Bürozeiten) oder 0172/2191542 (zu anderen Zeiten) erreichen. Sollten Sie uns nicht erreichen, schicken Sie uns eine kurze Nachricht und wir melden uns baldmöglichst bei Ihnen.
      Danke und beste Grüße
      Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 4/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      die Vogelschutzeinsätze nehmen langsam richtig Fahrt auf.
      Malta: 133 Fangstellen gefunden
      Beim Komitee-Vogelschutzcamp auf Malta haben wir mit einem Kleinflugzeug insgesamt 130 aktive Fangstellen mit riesigen Schlagnetzen gefunden. Seit dem 10. März sind jeden Tag zwei bis drei Team im Einsatz und kontrollieren die bei der „Luftaufklärung“ gefundenen Stellen. Ziel ist es, die Fänger inflagranti zu filmen. Bis zum heutigen Donnerstag haben wir bereits 12 Fänger mit unseren Kameras "schnappen" können. Die Polizei kam in allen Fällen erst nachdem die Fänger geflüchtet waren, hat aber Netze, Fangausrüstung und Lockvögel (20 Buchfinken und Hänflinge) im Wert von über 5.000 € sichergestellt. Die Videos reichen zur Identifizierung der Täter aus.
      Da der Vogelfang in einem ungeahnten Ausmaß von den Behörden toleriert wird, haben wir die maltesische Regierung in einer Pressemeldung massiv angegriffen. Die EU-Kommission, die Malta gerade vor dem Europäischen Gerichtshof wegen des Vogelfangs verklagt, liest solche Stellungnahmen natürlich besonders aufmerksam.
      Hier sind zwei Links zu aktuellen Zeitungsartikeln in der maltesischen Tagespresse:
      timesofmalta.com/articles/view…line-activists-say.642999
      maltatoday.com.mt/environment/…gal_trapping#.WNP2Xfk1_Gg
      In beiden Artikeln finden Sie auch ein von uns veröffentlichtes Video von unserer Arbeit aus den letzten Tagen.
      Ponza und Messina: Zwei Einsätze in Süditalien
      Auch auf der kleinen Mittelmeerinsel Ponza läuft seit heute ein Einsatz. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord kontrollieren hier altbekannte Fangstellen, an denen Singvögel mit Schlagfallen gefangen werden. Mit versteckten Kameras und der Polizei werden wir dann versuchen, die Täter zu überführen. Es ist der erste von insgesamt drei Aktionen in diesem Frühjahr auf der kleinen Insel.
      Erfolgreich abgeschlossen wurde eine Aktion gegen den Wildvogelhandel in Kalabrien: Die Finanzpolizei hat auf dem Vogelmarkt von Messina nach einem Hinweis des Komitees 83 frisch gefangene Stieglitze sichergestellt. Zeitgleich gab es in Caserta (bei Neapel) eine Razzia auf dem dortigen Vogelmarkt. Der Handel mit den Singvögeln gerät durch unsere Aktionen immer mehr unter Druck - weitere Aktionen sind geplant.
      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)
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      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 5/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      bei uns wird es jetzt ernst: Der Vogelzug ist in vollem Gange, deswegen laufen auch schon fast alle Komitee-Vogelschutzcamps.
      Italien, Malta, Zypern: 4 aktuelle Einsätze für die Zugvögel
      Italien: In Italien laufen zwei Aktionen schon seit einiger Zeit: Die Kontrollen des Vogelfangs mit Schlagfallen auf der Mittelmeerinsel Ponza und des Vogelfangs mit Schlagnetzen an der Küste Süditaliens von Neapel bis Messina. Dort sind inzwischen fast 30 Vogelfänger und Tierhändler überführt worden. Übermorgen startet unsere Aktion auf Palmarola. Hier besetzen wir wieder das winzige Inselchen mit einer dauerhaften Präsenz, damit die Jäger erst gar keine Chance haben, illegal auf Zugvögel zu schießen.
      Zypern: Unser Vogelschutzcamp auf Zypern ist mit über 30 Teilnehmern und insgesamt 6 Wochen Länge der größte Komitee-Einsatz in diesem Frühling. Er hat bereits letzte Woche begonnen – bis heute morgen wurden 21 Fangstellen gefunden und zusammen mit der Polizei 472 Leimruten abgebaut.
      Malta: Unsere Aktion gegen den Finkenfang mit Schlagnetzen ist seit letztem Sonntag abgeschlossen – 18 Vogelfänger wurden inflagranti erwischt! Nach vier Tagen Pause beginnt am morgigen Freitag unser zweiwöchiger Malta-Einsatz zum Schutz der nun durchziehenden Greifvögel und Störche.
      Die Teilnehmer für drei weitere Vogelschutzcamps in Italien – Ischia, Messina und Bozen – stehen schon in den Startlöchern.
      Regelmäßige Berichte im Online-Tagebuch
      Wie immer werden wir in unserem Online-Tagebuch regelmäßig über den Fortgang der Aktionen berichten. Wenn Sie also wissen möchten, wie viele Fallen und Netze wir eingesammelt haben und wie viele Wilderer schon geschnappt wurden, sind Sie hier genau richtig:
      komitee.de/content/aktionen-un…e-tagebuch-fruehling-2017
      Ihre Hilfe macht den Unterschied!
      Für unsere Aktionen brauchen wir vor allem zwei Dinge: Furchtlose Mitstreiter, denen kein Risiko zu hoch ist, um sich mit kriminellen Wilderern anzulegen. Und Geld für die Reisekosten der Mitstreiter, ihre Mietwagen, die Ausrüstung und was alles an Kosten bei solch großen Aktionen anfällt. Wenn Sie uns also bei unserer Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über eine Spende. Egal ob klein oder groß, einmalig oder regelmäßig … jede Unterstützung hilft uns, die Zugwege unserer Vögel ein Stück sicherer zu machen:
      komitee.de/content/spenden
      Vielen Dank für Ihre Unterstützung und beste Grüße
      Alexander Heyd
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 6/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      unsere Frühlings-Vogelschutzcamps gehen in die zweite Halbzeit – ein Teil der Einsätze ist jetzt abgeschlossen, neue Aktionen starten.
      Malta
      Das große Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord auf Malta ist seit vorgestern abgeschlossen. Zwei Wochen lang hatten wir den Vogelzug überwacht und die Frühlingsjagd auf Turteltauben und Wachteln dokumentiert. Zuvor waren Komitee-Mitglieder bereits vier Wochen auf Malta im Einsatz, um gegen den illegalen Finkenfang vorzugehen. Bis zum 7. Mai wird eine „Nachhut“ auf der Insel sein, um die letzten aktiven Fangstellen stillzulegen und den Durchzug der Wespenbussarde zu überwachen.
      .
      Ein erstes vorsichtiges Resümee des Malta-Einsatzes: Der illegale Abschuss geschützter Arten geht weiterhin deutlich zurück – die Jäger halten sich inzwischen zu einem Großteil an die Vorschriften. Dennoch wurde der Abschuss von 15 geschützten Arten dokumentiert (u.A. Rohrweihen, Triele und Wiedehopfe) und mehrere Wilderer von uns inflagranti gefilmt und überführt, trotzdem ist eine spürbare Besserung der Situation festzustellen. Die Zahl der durch unsere Teams verzeichneten Jagdvergehen ist gegenüber den ersten großen Einsätzen vor 10 Jahren um mehr als 90 % gesunken!


      Ganz anders sieht es beim Vogelfang aus: Seitdem die maltesische Regierung den Fang von Finken im Herbst wieder erlaubt hat, fühlen sich die Fänger offenbar dazu berufen, auch um Frühling illegal ihre Netze auszulegen. Wir haben über 150 aktive Fangstellen gefunden und über 70 an die Polizei melden können – weit mehr als in den Vorjahren. Etwa ein Dutzend Personen wurde zweifelsfrei identifiziert, mindestens 30 Netze samt Zubehör sichergestellt. Rund 50 Lockvögel – überwiegend Grünfinken und Hänflinge – wurden sichergestellt und freigelassen, ebenso wie 25 Turteltauben.
      Zwei aktuelle Artikel zu unserer Arbeit finden Sie in den maltesischen Medien:
      timesofmalta.com/articles/view…-fly-the-coop-cabs.646158
      independent.com.mt/articles/20…r-over-an-hour-6736173354
      Italien
      Seit 10. April besetzen Komitee-Mitglieder die kleine unbewohnte Insel Palmarola. Sie liegen mit einem Segelboot vor der Insel und kontrollieren am Tage die wenigen Stellen, an denen Jäger anlegen können. Bislang ist durch ihre Präsenz kein einziger Schuss gefallen – die Wilderer haben es hier vor allem auf Turteltauben und Wachteln abgesehen. Die Komitee-Mitglieder sind noch bis 7. Mai auf der Insel. Auf der nahegelegenen Insel Ponza besetzen Mitglieder unseres Partnerverbandes LAC seit dem 15. April die Brennpunkte der Wilderei – auch hier ist seither kein Wilderer gesichtet worden. Diese Aktion endet ebenfalls am 7. Mai.
      Gerade erst begonnen hat unser Vogelschutzcamp an der Straße von Messina in Süditalien. Hier sind bis zu vier Komitee-Teams bis Anfang Mai im Einsatz, um den Greifvogel-Durchzug zu überwachen. Vor allem Wespenbussarde werden hier traditionell geschossen.
      Am 27. Mai beginnt das Komitee-Vogelschutzcamp auf der Insel Ischia, unsere Kollegen vom WWF sind hier schon seit dem 22. Mai im Einsatz. Auf Ischia geht es vor allem um den Kampf gegen den Fang von Nachtigallen, Gartenrotschwänzen, Steinschmätzern und Braunkehlchen mit Schlagfallen, aber auch um die verbotene Jagd auf Turteltaube, Wachteln und Greifvögel.
      Zypern
      Das Vogelschutzcamp auf Zypern – unsere größte Aktion in diesem Frühling – läuft schon seit vier Wochen. Die Komitee-Teams haben bislang insgesamt 1.080 Leimruten und 9 Netze gefunden und abgebaut, 81 Vögel konnten unversehrt befreit werden (darunter vor allem Trauerschnäpper, Klapper- und Mönchsgrasmücken, zudem mehrere Maskenwürger und Wendehälse). Aufgrund unserer Hinweise hat die Polizei 4 Wilderer überführt. Während der Vogelfang mit Leimruten und Netzen im Herbst völlig außer Kontrolle geraten zu sein scheint, haben wir ihn im Frühling inzwischen offenbar fast im Griff. Die Zahl der aktiven Fangstellen ist in diesem Frühjahr so gering wie noch nie. Trotzdem bleibt viel zu tun – hunderte aktive Vogelfänger sind immer noch hunderte zu viel! Unsere Aktion auf Zypern läuft noch bis zum 7. Mai und damit bis zum Ende des Vogelzugs.
      Der britische Fernsehmoderator Chris Packham hat unsere Aktionen auf Zypern begleitet und ein 25minütiges Video veröffentlicht (in englischer Sprache). Es gibt einen tiefen Eindruck in unsere Arbeit und ist wirklich sehenswert:
      youtube.com/watch?v=5oFOkqTtXFw
      Beste Grüße aus Xemxija/Malta
      Alexander Heyd


      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de
      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): facebook.com/CABS2011
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 7/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      die Komitee-Vogelschutzcamps in diesem Frühling sind mit dem Ende unseres Einsatzes gegen die Kükendiebe in Südtirol nun abgeschlossen. Seit dem 18. Februar haben sich an den 9 Aktionen in Italien, auf Malta und Zypern insgesamt rund 60 Komitee-Mitglieder beteiligt. In den 13 Wochen konnten wir 1.834 Leimruten, 90 Fangnetze, 83 Schlagfallen und 6 Käfigfallen finden, aufgrund unserer Hinweise hat die Polizei 41 Wilderer auf frischer Tat überführt – bei ihnen wurden 4 Flinten und 1.342 Schuss Munition sichergestellt. Fast 300 Vögel konnten befreit werden.
      Was diese „nackten Zahlen“ nicht wiedergeben, ist die grundsätzlich positive Entwicklung, die wir vor Ort beobachten: Vor allem in Italien ist die Wilderei im Frühling erheblich zurückgedrängt. Die Anwesenheit unserer Mitglieder verhindert Jagd und Vogelfang fast völlig. Weniger positiv ist die Lage auf Malta und Zypern, wo wir zweifellos noch viel Arbeit vor uns haben: Auf Malta geht zwar die Jagd auf Greifvögel und andere geschützte Arten deutlich zurück, dafür nimmt der Vogelfang mit Schlagnetzen zu. Und auf Zypern ist die Situation wie schon seit Jahren katastrophal.
      Mehr Hintergründe und genauere Angaben zu jedem Einsatz haben wir hier für Sie zusammengestellt:
      komitee.de/content/aktionen-un…ngs-vogelschutzcamps-2017
      Ein wirklich spannende Entwicklung zeichnet sich im Libanon ab: Am Rande einer Naturschutzkonferenz in West Bekaa Mitte Mai haben der libanesische Verband Society fort he Protection of Nature in Lerbanon (SPNL) und das Komitee vereinbart, künftig gemeinsame Vogelschutzcamps im "Zedernstaat" durchzuführen. Zugvogeljagd und Wilderei sind im Libanon dramatisch und werden nur noch von den Zuständen in Ägypten in den Schatten gestellt. Während von Kairo keinerlei Unterstützung zu erwarten ist, zeigt sich die Regierung in Beirut offen für Hilfe aus dem Ausland. Das Ziel wird zunächst sein, die massenhaften Abschüsse von Störchen, Greifvögeln und Geiern einzudämmen, aber auch einen Blick auf das Problem des weit verbreiteten Singvogelfangs zu werfen. Wie unsere Einsätze organisiert und finanziert werden sollen und wann sie starten, wird ganz aktuell mit SPNL und der libanesischen Regierung ausgehandelt.

      Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit den Ergebnissen unserer Frühlingseinsätze. Und wie sagt man so schön? „Nach dem Vogelschutzcamp ist vor dem Vogelschutzcamp“ – die Vorbereitungen für unsere Herbstaktionen laufen bereits auf Hochtouren. Wenn Sie uns unterstützen möchten, freuen wir uns immer über eine kleine Spende:
      komitee.de/content/spenden
      Beste Grüße
      Alexander Heyd
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      Alexander Heyd
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      Viele Grüße von
      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 8/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      im Januar 2017 hat uns ein Kamerateam des britischen Fernsehsenders BBC dabei begleitet, wie wir auf den britischen Militärgebieten Zyperns gegen die Wilderei vorgehen. Die Journalisten war dabei, wie wir ohne jede Polizeiunterstützung hunderte Netze einsammeln und zahllose Vögel befreien konnten.

      Am gestrigen 31. Mai hat die BBC die 10minütige Reportage ausgestrahlt.
      Sie können den sehenswerten Film, der sehr schön unsere mü hsame Arbeit beleuchtet und die Atmosphäre bei den Einsätzen gut eingefangen hat, hier sehen:

      dailymotion.com/embed/video/x5okryv

      Beste Grüße
      Alexander Heyd

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      Alexander Heyd
      (Gesch ftsf hrer/Managing Director)

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      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      der Sommer ist auch bei uns ein wenig „Saure-Gurken-Zeit“ – der Vogelzug hat noch nicht eingesetzt und so widmen sich die meisten Wilderer anderem Zeitvertreib. Trotzdem ist in den letzten Wochen einiges passiert – hier ein kleiner Überblick:

      Greifvogelverfolgung – Habicht in Siegen sichergestellt
      Mitarbeiter der Verwaltung des Kreises Siegen (Nordrhein-Westfalen) haben Anfang dieser Woche nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord einen Habicht aus einer illegalen Haltung befreit. Der Vogel war unter tierquälerischen Bedingungen in einem Verschlag gehalten worden, nun wird er in einer Auffangstation im Ruhrgebiet gesund gepflegt. In einem anderen Fall hat die Polizei bei Rösrath (ebenfalls NRW) einen Habichtfangkorb bei einem Taubenzüchter sichergestellt.

      Zypern – Strafmilderung für Wilderei jetzt beschlossen
      Seit Monaten wurde im zypriotischen Parlament über eine Herabsetzung der Strafen für den Vogelfang debattiert, das Gesetz ist nun beschlossen: Die Täter kommen nicht mehr vor Gericht, sondern erhalten vor Ort einen „Strafzettel“. Demnach müssen sie für bis zu 72 Leimruten ab sofort 200 € Strafe zahlen, für jede zusätzliche Rute weitere 10 €. Für ein Netz sind pauschal 2.000 € fällig. Früher gingen diese Fälle vor ein Gericht, die Strafen lagen meist deutlich über dem, was nun beschlossen wurde. Vor allem für die Leimrutenfänger ist diese Änderung ein Freifahrtschein. Wir haben die EU-Kommission informiert und hoffen auf Unterstützung aus Brüssel.

      Gleichzeitig macht die zypriotische Polizei große Schwierigkeiten bei der Vorbereitung unseres Herbsteinsatzes, der bereits in 5 Wochen beginnt. Die Botschaften der Schweiz, Italiens und Deutschlands in Zypern haben sich in einem Schreiben an das zuständige Justizministerium für uns stark gemacht – drücken Sie uns die Daumen, dass wir wieder Polizei-Unterstützung bekommen!

      4.000 € Strafe für deutschen Vogelfänger
      Zum Schluss noch eine gute Nachricht aus Deutschland: Der Vogelfänger, den Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord im November 2016 in Düren (NRW) erwischt hatten, hat nun einen Strafbefehl des Amtsgerichtes Aachen erhalten: Er muss 100 Tagessätze á 40 € zahlen (4.000 €), der Strafbefehl ist rechtskräftig. Der Mann hatte in seinem Garten mehr als 21 Vogelfallen aufgestellt, 32 Singvögel, ein Turmfalke und ein Sperber wurden von Veterinäramt und Polizei sichergestellt. Die Strafe ist eine der höchsten, die in den letzten Jahren im Bereich Wilderei und Vogelfang in Deutschland verhängt wurden. Mehr zu dem Fall und ein Video finden Sie hier:

      komitee.de/content/aktionen-un…nger-dueren-niederau-2016

      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd
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      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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    • Vogelschutz-Newsletter 10/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      auch wenn es draußen nach Sommer aussieht: Der Herbstdurchzug unserer Zugvögel hat bereits begonnen. Nicht nur die Mauersegler verlassen in diesen Tagen ihr mitteleuropäisches Brutgebiet, auch die nordischen Watvögel sind bereits auf dem Weg Richtung Afrika. Bruch- und Waldwasserläufer, Zwergstrandläufer und Rotschenkel sind schon an den Stränden des Mittelmeers angekommen.

      Vogelschutzcamp auf Malta startet heute

      Die Watvögel sind eine begehrte Beute maltesischer Vogelfänger. Mit riesigen Schlagnetzen stellen sie den Gästen aus Skandinavien illegal nach – die Tiere landen in der Pfanne oder enden lebend in Tiersammlungen. Am heutigen Freitag beginnt deswegen auf Malta das erste Komitee-Vogelschutzcamp des 2. Halbjahres. In den nächsten zwei Wochen werden unsere Mitglieder aktive Fangstellen suchen und mit Hilfe der Polizei stilllegen. Neben einer Befliegung mit einem Kleinflugzeug setzen wir zur Suche vor allem auf Nachteinsätze – dann lassen sich die elektronischen Lockanlagen, die überall auf der Insel Strandläuferrufe abspielen – besonders gut lokalisieren. Der Watvogelfang ist durch die Komitee-Einsätze in den letzten zwei Jahren deutlich rückläufig.

      Finkenfang auf Malta vor dem Aus?

      Die Generalstaatsanwältin des Europäischen Gerichtshofs, Eleanor Sharpston, hat letzte Woche in einer Stellungnahme zum laufenden Verfahren gegen Malta gesagt, der Finkenfang in dem Inselstaat sei ein eindeutiger Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie. Seit Jahren erlaubt Malta den Fang von Buch- und Grünfinken, Stieglitzen, Erlenzeisigen, Kernbeißern, Hänflingen und Girlitzen mit Netzen. Die Tiere landen zu Zehntausenden als Käfigvögel in den Wohnzimmern angeblicher Vogelliebhaber. Die Regierung nutzt dabei das Schlupfloch der "Traditionswahrung", mit der Ausnahmen vom Fangverbot möglich sind. Das von der EU eingeleitete Verfahren gegen Malta läuft bereits seit 2015, die Regierung in Valletta versucht seitdem mit allerhand fadenscheinigen Tricks, die Vogelfanggenehmigung zu verteidigen. Inzwischen gilt es aber als wahrscheinlich, dass Malta verurteilt wird. Allerdings ist eine weitere Instanz möglich, die Netze werden vermutlich so schnell noch nicht eingeholt. Das Ende des Vogelfangs ist dennoch abzusehen!

      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 11/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      unser erster Einsatz des 2. Halbjahres ist sehr erfolgreich abgeschlossen worden, die nächsten Aktionen haben bereits begonnen:

      Malta: Watvogelfang fast verschwunden

      Positive Bilanz des Komitee-Sommereinsatzes auf der Mittelmeerinsel: In den letzten 2 Wochen haben Komitee-Teams auf Malta nach Fanganlagen für geschützte Regenpfeifer, Strandläufer und andere Watvögel gesucht. 2014 hatten wir noch 22 mit riesigen Schlagnetzen bestückte Fangstellen gefunden, jetzt im August waren es nur noch drei! Ein Vogelfänger wurde nach unserem Hinweis von der Polizei überführt, mindestens zwei Schlagnetze wurden sichergestellt. Die Zugvögel werden mit elektronischen Lockgeräten in die Netze gelockt - 2014 hatten wir noch 18 solcher Geräte gefunden, dieses Jahr nur noch vier. Wir haben das Phänomen des Watvogelfangs auf Malta nach wenigen Jahren intensiver Arbeit unter Kontrolle bekommen - ein tolles Ergebnis!

      Einätze in Serbien und Brescia

      In Serbien und Brescia haben unterdessen zwei weitere Einsätze begonnen: In Serbien geht es um die Jagd auf Wachteln mit Hilfe illegaler Lockanlagen. Die Jäger – vielfach Gastjäger aus Italien – stellen überall auf Feldern Lockanlagen auf, um die nachtziehenden Wachteln vor die Flinten zu locken. Bis Mitte September haben wir zusammen mit unserem serbischen Partnerverband und der Polizei drei kleinere Einsätze, um diese Form der Wilderei zu bekämpfen.
      Im norditalienischen Brescia gibt es bis heute die traditionelle Jagd auf Trauerschnäpper. Die gefährdeten Zugvögel werden mit kleinen Schlagfallen gefangen oder mit der Flinte geschossen und landen in der Pfanne. Mehrere Komitee-Teams sind bis Ende August in den Bergen Brescias im Einsatz, um den Wilderern das Handwerk zu legen. In den letzten Jahren haben wir nur kleinere Wochenendeinsätze zum Schutz der Trauerschnäpper durchgeführt, 2017 sind wir erstmals fast 2 Wochen vor Ort!

      Neues Amazon-Programm: „smile,amazon“

      Viele von Ihnen haben in den letzten Jahren über einen Link auf unserer Internetseite bei Amazon eingekauft und uns damit finanziell unterstützt. Dieses Programm ist jetzt leider ausgelaufen und wurde durch „smile.amazon“ ersetzt. Wer sich dort anmeldet, unterstützt das Komitee gegen den Vogelmord mit 0,5 % seines Umsatzes. Diejenigen unter Ihnen, die das Online-Versandhaus nutzen, finden hier den Link zu Amazon, um sich einzuloggen:
      komitee.de/content/spenden/amazon

      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 12/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      mit dem kalendarischen Herbstanfang beginnen für uns die großen Einsätze im Mittelmeerraum. Von heute bis Ende Oktober laufen immer mindestens zwei Komitee-Vogelschutzcamps zeitgleich.

      Komitee im Libanon

      heute startet der bislang gefährlichste Einsatz in unserer Vereinsgeschichte: Das Komitee gegen den Vogelmord wird als erster europäischer Naturschutzverband im Nahen Osten aktiv. Vom 1. bis zum 12.09. werden Experten des Komitees aus Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich und der Türkei zusammen mit unserem libanesischen Partnerverband SPNL im Einsatz sein. Ziel ist die Bewachung der wichtigsten Zugrouten von Großvögeln, die Kontrolle von Vogelhandlungen und die Suche nach illegalen Fanganlagen mit Netzen und Leimruten. Wegen der Nähe zum syrischen Bürgerkriegsgebiet und den zum Teil rohen Sitten im Libanon ist der Einsatz ein Risiko, das sich aber lohnt: Die politischen Rahmenbedingungen sind aktuell so gut wie noch nie, um in diesem Teil des Mittelmeerraums den Vogelschutz wirklich nachhaltig voran zu bringen.

      Start des Zyperncamps
      Am vergangenen Wochenende hat auch unser Vogelschutzcamp auf Zypern begonnen – zwei Wochen früher als sonst. Es hat sich gezeigt, dass wir keinen Tag zu früh sind: Im Britischen Militärgebiet Dhekelia haben wir direkt eine riesige Fangstelle mit 6 großen Fangnetzen gefunden. Zusammen mit der Polizei haben wir 30 Vögel gerettet, darunter alleine 10 Nachtigallen! Unser Vogelschutzcamp auf Zypern wird 6 Wochen laufen, erst Mitte Oktober - zum Ende des Vogelzugs - werden wir die Insel wieder verlassen.
      Italien: Trauerschnäpper-Fänger geschnappt
      Unsere Spätsommeraktion in den Bergen Brescia ist indes abgeschlossen. Innerhalb von 10 Einsatztagen haben wir 12 aktive Fangstellen gefunden, an denen Netze oder Schlagfallen zum Fang von Trauerschnäppern aufgestellt waren. Die uns begleitende Polizei hat 8 Vogelfänger aufgrund unserer Hinweise überführen können, 9 aufgestellte Netze mit einer Gesamtlänge von 135 m wurden sichergestellt, dazu 16 in einem Haus gelagerte Netze und 120 Schlagfallen. 76 Trauerschnäpper wurden befreit.
      Online-Tagebuch zu den Einsätzen

      Wie immer im Herbst werden wir Sie regelmäßig in unserem Online-Tagebuch über den Fortgang der Aktionen informieren. Sie finden es hier:

      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2017

      Ihre Spende macht den Unterschied

      Die insgesamt 14 Herbstaktionen des Komitees gegen den Vogelmord werden ungefähr 85.000 € kosten. Ohne Ihre Unterstützung könnten wir nicht so aktiv sein – bitte helfen Sie uns auch diesen Herbst wieder mit einer Spende! Mehr dazu finden Sie im Anhang …

      Vielen Dank und beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 13/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      am gestrigen Donnerstag- Morgen ist ein Komitee-Team Zeuge eines Greifvogelmassakers auf dem Mount Lebanon geworden. In den W ldern des Gebirgszugs stlich der Hauptstadt Beirut hatten hunderte Wespenbussarde bernachtet. Am fr hen Morgen haben die hier versammelten J ger die hochgradig gef hrdeten V gel unter Beschuss genommen und dabei mindestens 50 Bussarde abgeschossen. Die Tiere fielen zum Teil vor die F e unseres Teams. Am Tag zuvor hatten Komitee-Mitglieder zusammen mit Mitarbeitern unseres libanesischen Partnerverbandes SPNL an gleicher Stelle einen Greifvogel-Friedhof mit 18 toten Wespenbussarden und Rohrweihen gefunden. Wieviele Wespenbussarde hier t glich sterben, ist gar nicht abzusch tzen die Zahl wird in die Tausende gehen. Der Hauptgrund f r das Verschwinden dieser Art d rfte vor allem in der v llig ausufernden Wilderei im Nahen Osten liegen.

      Wir hoffen, mit dem erstellten Filmmaterial die weltweite Aufmerksamkeit auf dieses gravierende Problem zu lenken. Die schockierenden Aufnahmen haben wir in einem Video zusammengefasst - alleine in den ersten Stunden, nachdem wir es auf Youtube und Facebook ver ffentlich haben, haben es mehr als 60.000 Menschen gesehen. Sie finden den 15 Minuten-Film hier:

      komitee.de/content/aktionen-un…ardmassaker-mount-libanon

      Beste Gr e aus Beirut
      Alexander Heyd

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Es ist wirklich ungeheuerlich, was da abgeht im Libanon ! :cursing:
      Es war ja schon einiges bekannt, aber DAS hat mich nun doch total aus der Fassung gebracht. Pures Entsetzen.

      Hinzu kommt, dass das Komitee gegen den Vogelmord im Laufe der Kommentare erklärte, dass die Jäger besonders auf die Bussarde
      regelrecht geil sind, weil die Brust der armen Vögel nicht nur als Delikatesse gilt, sondern der Aberglaube herrscht, dass damit die Potenz der Männer gesteigert wird. X(
      viele Grüße, Baska


      Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
      Albert Schweitzer
    • Vogelschutz-Newsletter 14/2017 - TV Tipp

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      im Frühling hat uns ein Kamerateam des deutsch-französischen Fernsehsenders „arte“ auf Malta begleitet und eine sehenswerte Reportage über unsere Arbeit erstellt. Der 30minütige Film gewährt einen seltenen Einblick hinter die Kulissen der Vogelschutzcamps – in der Form ist eine Vogelschutzcamp bislang selten dokumentiert worden. Der Beitrag wird am 13. September ausgestrahlt:

      „Malta - Jagd auf Vogeljäger“
      arte, Mittwoch 13.09.2017, 19:40 Uhr

      Unterdessen laufen vier Vogelschutzcamps des Komitees: Der Libanon-Einsatz ist fast abgeschlossen, Malta hat gerade am Wochenende begonnen, ebenso wie unser Vogelschutzcamp an der Straße von Messina. Zypern läuft nun schon seit 2 Wochen. In unserem Online-Tagebuch informieren wir Sie fast täglich über den Fortgang der Aktionen:

      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2017

      Beste Grüße aus Beirut
      Alexander Heyd

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    • Vogelschutz-Newsletter 15/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      wir haben den Libanon-Einsatz inzwischen abgeschlossen, unsere Vogelschutzcamps auf Malta und Zypern sind zur Hälfte vorbei. Zeit für eine Zwischenbilanz.

      Libanon

      Der Libanon-Einsatz des Komitees hat alle Teilnehmer geschockt. Zwar war uns klar, dass wir in einem Land tätig werden, in dem der Zugvogelschutz noch in den Kinderschuhen steckt. Die von uns dokumentierten Wespenbussard-Massaker, die weit verbreitete illegale Jagd auf Kleinvögel, der Verkauf von Grasmücken als „Tiefkühlware“ überall in Supermärkten und die Untätigkeit der Polizei haben wir so aber nicht erwartet. Positiv überrascht waren wir von der Unterstützung und Gastfreundschaft unserer neuen Partner im Libanon, der Society for the Protection of Nature in Lebanon (SPNL) und den ihnen naherstehenden Natur- und Tierfreunden vor Ort.
      Unser erstes Fazit: Zugvogeljagd und Vogelfang sind im Libanon weitgehend außer Kontrolle geraten und weit dramatischer, als in jedem anderen Einsatzgebiet des Komitees. Mit unseren neuen Partnern ist aber ein Wandel möglich. Das Komitee gegen den Vogelmord wird ab 2018 regelmäßige Vogelschutzcamps im Libanon durchführen. Die Zugvogeljagd im Nahen Osten ist die vermutlich größte Herausforderung, vor der wir im Vogelschutz gerade stehen und wird uns noch lange beschäftigen.

      Mit einer Pressemeldung (unserer ersten in arabischer Sprache) haben wir es überall im Libanon in die Medien geschafft – auch ein guter Start für unsere Arbeit. Stellvertretend hier ein Link zu einem Fernsehbeitrag (ab Minute 35:45):
      youtube.com/watch?v=SVbJgkALvdk&feature=youtu.be

      Wir haben zudem zwei Videos zu unserem Einsatz veröffentlicht:
      komitee.de/content/aktionen-un…ardmassaker-mount-libanon

      Malta

      Auf Malta ernten wir dafür die Früchte von 17 Jahren Arbeit: Unsere Teams, die jeden Tag die wichtigsten Routen und Schlafplätze der Zugvögel auf der kleinen Insel bewachen, stellen fast keine Straftaten mehr fest. Zwar haben wir insbesondere im Umfeld des großen Greifvogel-Rastplatzes Buskett-Gardens mehrfach mögliche Beschüsse von Wespenbussarden und Rohrweihen beobachtet, aber die Vögel kamen nicht zu schaden. Auch der spätsommerliche Watvogelfang ist spürbar zurück gegangen – seit Anfang September haben wir lediglich 2 aktive Fangstellen für Limikolen gefunden. Diese waren allerdings riesig und konnten mit Hilfe der Umweltpolizei ALE zeitnah stillgelegt werden.
      Es gibt aber noch viel zu tun, denn vor allem beim Vogelfang geht es im Frühling und Herbst immer noch hoch her. Im Frühling sind wir von einem Kamerateam des Fernsehsenders arte auf Malta begleitet worden. Der schöne Beitrag wurde am 13.9. ausgestrahlt und ist jetzt in der Mediathek zu sehen:
      arte.tv/de/videos/073398-006-A/re-jagd-auf-vogeljaeger/

      Zypern

      Sogar auf Zypern beobachten wir diesen Herbst eine positive Entwicklung: Durch eine Gesetzesänderung gibt es höhere Strafen, was die Wilderer durchaus zu beeindrucken scheint. In den letzten Wochen sind gegen Vogelfänger, die wir der Polizei gemeldet haben, Bußgelder zwischen 2.500 und 11.000 € ausgesprochen worden – das zehnfache dessen, was bislang verhängt wurde. Im Ergebnis sind deutlich weniger Fangstellen aktiv. In den ersten drei Wochen unseres Vogelschutzcamps auf Zypern, das wir wie immer gemeinsam mit der Stiftung Pro Artenvielfalt durchführen, haben wir lediglich 840 Leimruten und 37 Netze finden können, 11 Wilderer wurden von der Polizei überführt. Auch die auf den britischen Militärgebieten zuständige SBA-Police ist dieses Jahr sehr rege und macht eine gute Arbeit.

      Bei einem ernsten Zwischenfall wurde am letzten Wochenende ein Komitee-Team auf Zypern beschossen, der Täter wurde gefasst. Einen Zeitungsartikel (auf Englisch) dazu lesen Sie hier:
      cyprus-mail.com/2017/09/15/fam…-bird-trapping-activists/
      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd

      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): facebook.com/CABS2011
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 16/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      heute melde ich mich bei Ihnen mit der Bitte an der Beteiligung an einer kurzfristig gestarteten Protestaktion:

      Libanon – Protestaktion gegen den Verkauf von Grasmücken

      Unsere Partner im Libanon haben bei der Supermarktkette „Bou Khalil Supermarkets“ tiefgefrorene Mönchsgrasmücken gefunden. Die riesigen Filialen in den Städten Koura und Jbeil hatten hunderte der auch im Libanon geschützten Vögel im Angebot. Damit die Kunden die Vögel auch als Grasmücken identifizieren können, haben die Köpfe der ansonsten gerupften Tiere noch Federn!

      Erst im September hatten wir bei der Supermarktkette „Spinneys“ im Libanon Grasmücken gefunden und mit einer Protestaktion binnen weniger Tage erreicht, dass die Tausende Vögel aus dem Sortiment genommen wurden. Das wollen wir nun auch bei den insgesamt 12 Filialen von „Bou Khalil“ erreichen.

      Machen Sie mit: Wir wollen keine vorgefertigte Protestmail anbieten, weil individuell geschriebene Emails und Nachrichten eine viel größere Wirkung haben. Bitte schreiben Sie deswegen in den nächsten Tagen mit Ihren eigenen Worten, was Sie von den Tiefkühl-Grasmücken halten und fordern Sie den Stopp des illegalen Verkaufs. Sie können in Englisch und Französisch schreiben, nutzen Sie dazu die unten stehende Emailadresse oder schreiben Sie Kommentare auf der Facebook-Seite des Supermarkts. Klare Worte sind sinnvoll, aber bleiben Sie bitte höflich – eine aggressive Wortwahl geht nach hinten los!

      Emailadresse: info@boukhalil.com
      Facebookseite: facebook.com/Boukhalilsupermarket

      Als kleine Orientierungshilfe haben wir hier einen Textvorschlag, nach dem Sie sich richten können:

      Dear management of the Bhou Khalil supermarkets,

      hereby i want to protest against the sale of frozen Blackcaps and other songbirds in your hypermarchés in the Lebanon. These birds are protected and wild-caught and it is illegal to sell them in the Lebanon. I would therefore very much appreciate Bhou Khalil supermarkets refraining from the sale of wild birds without any exceptions.

      Sincerely,



      Beste Grüße vom Vogelschutzcamp in Brescia
      Alexander Heyd

      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 17/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      falls Sie es über die verschiedenen sozialen Medien nicht mitbekommen haben sollten:

      Unsere Libanon – Protestaktion gegen den Verkauf von Grasmücken war erfolgreich!

      Nachdem so viele von Ihnen unserem Aufruf gefolgt sind, die libanesische Supermarktkette „Bou Khalil“ aufzufordern, die in ihren 12 Filialen illegal angebotenen Mönchsgrasmücken aus den Regalen zu entfernen, haben auch diese wie schon zuvor die Kette „Spinneys“ innerhalb von Tagen reagiert und bereits am Montag mitgeteilt, dass sie die Grasmücken aus dem Sortiment entfernen. Unsere Partner vor Ort haben in den letzten Tagen einige Filialen kontrolliert und können bestätigen, dass die Vögel nicht mehr zu angeboten werden. Danke, dass sie sich beteiligt und diesen Erfolg möglich gemacht haben!

      Bou Khalil wirkte im Vergleich zu Spinneys deutlich kooperativer. Während sich im September der Geschäftsführer von Spinneys Libanon per Facebook-Nachricht bei uns über die Aktion beschwert hatte, schließlich hätte man das doch auch im Stillen klären können, schienen die Zuständigen bei „Bou Khalil“ sichtlich entsetzt und sehr bemüht. Das Management hat uns diese Nachricht – auch über unsere Facebook-Seite zukommen lassen:

      „Hallo zusammen, danke, dass Sie uns auf dieses Thema aufmerksam gemacht haben. Wir haben den Verkauf von Mönchsgrasmücken in all unseren Läden gestoppt, da wir die Jagd von geschützten Arten auf keinen Fall unterstützen.“

      Natürlich bleiben wir vorsichtig in unserer Euphorie und unsere Partner vor Ort werden sowohl die Filialen von „Spinneys“ als auch „Bou Khalil“ regelmäßig überprüfen, ob die beiden Supermarktketten Wort halten

      Vielen Dank und beste Grüße vom Vogelschutzcamp in Brescia (Italien)

      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
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      Brit

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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 18/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      seit gestern sind unsere großen Herbst-Aktionen im Mittelmeerraum beendet. Zum Schluss waren wir noch auf Zypern und im norditalienischen Brescia im Einsatz.

      Zypern: Fast 3.500 Fallen und Netze abgebaut

      Seit Ende August waren mehr als 30 Natur- und Tierfreunde aus Groß-Britannien, Zypern, Deutschland, Italien, Slowenien, Frankreich, Polen, Serbien, Ungarn, der Schweiz und den USA auf der Mittelmeerinsel im Einsatz. In den 9 Wochen haben sie 3.353 Leimruten und 143 Fangnetze gefunden und zusammen mit der Polizei abgebaut. 20 Wilderer konnten aufgrund unserer Hinweise überführt werden, 420 Vögel wurden aus den illegalen Fanggeräten befreit. Der Vogelzug ist nun vorbei und die Wilderei hört für eine kurze Zeit auf. Wenn in wenigen Wochen die Winter-Fangsaison beginnt, startet das Komitee gegen den Vogelmord das nächste Vogelschutzcamp auf Zypern.

      Brescia: 48 Wilderer überführt

      Pünktlich zum Wintereinbruch in den Alpen haben wir am gestrigen Sonntag auch unseren 5wöchigen Einsatz in den Bergen zwischen Gardasee und Iseosee beendet. Die rund 50 Teilnehmer haben insgesamt 96 Bogen- und 630 Schlagfallen, 41 Fangnetze und 15 kleine Schlagnetze sowie 7 Käfigfallen gefunden. Die Polizei hat 48 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt. Bei Hausdurchsuchungen wurden weitere 62 Fangnetze und rund 450 tiefgefrorene Singvögel sichergestellt. Bei Jägern und Vogelhändlern haben die Beamten mehr als 800 lebende Finken, Drosseln, Meisen und Rotkehlchen beschlagnahmt und dem Komitee zur Freilassung übergeben. Die hoch aussehenden Zahlen täuschen darüber hinweg, dass die Wilderei in Brescia deutlich rückläufig ist - so wenige aktive Fangstellen hatten wir noch nie!

      Spanien: Leimruten-Fang vor dem Aus!

      Auch unsere Kampagne gegen den Vogelfang in Ostspanien ist erfolgreich: In unserem 10tägigen Einsatz in Valencia und Castellon haben wir nur noch 6 aktive Fangstellen (die sog. "parany") mit Leimruten gefunden. Zwei Wilderer wurden von der Guardia Civil überführt. Noch vor 5 Jahren haben wir hunderte Anlagen dieser Art gefunden - die Wilderei haben wir mit unseren Aktionen in kürzester Zeit fast zum Erliegen gebracht!

      Malta: 6.000 Schlagnetze genehmigt

      Trotz des schwebenden Gerichtsverfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof ist der Singvogelfang auf Malta in vollem Gange. Um sich die Stimmen der Fänger für die nächste Wahl zu sichern, hat Ministerpräsident Muscat unglaubliche 6.000 Lizenzen für den Fang von Finken, Drosseln und Regenpfeifern ausstellen lassen. Das Komitee ist mit mehreren Teams vor Ort, um den Massenfang für die Europäische Kommission zu dokumentieren. Allein in den letzten zwei Wochen wurden insgesamt 140 nicht ordnungsgemäße Fangstellen an die Regierungsbehörde WBRU gemeldet, die nun jeden Fall einzeln prüfen will.

      Danke für Ihre Hilfe!

      Unsere Herbsteinsätze – angefangen von der Aktion gegen den Trauerschnäpperfang in Norditalien (August), über unser erstes Vogelschutzcamp im Libanon (September) und die Greifvogelcamps in Messina und Malta (beides September) bis hin zu den jetzt beendeten Aktionen auf Zypern, in Spanien und Brescia – haben ungefähr 70.000 € gekostet. Ohne Ihre Spenden hätten wir die Einsätze nicht in diesem Umfang durchführen können. Unsere Erfolge in den Brennpunkten der Wilderei sind deswegen Ihre Erfolge! Vielen Dank für die tolle Unterstützung.

      Beste Grüße aus Bonn
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newslettter 19/2017

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      Weihnachten steht vor der Tür. Das heißt für uns: Los geht´s auf die Wintereinsätze. Und für Sie: Unterstützen Sie uns beim Weihnachtseinkauf über Amazon!

      Malta: Fang von Goldregenpfeifern

      Die maltesische Regierung hat wieder eine Genehmigung zum Fang von Goldregenpfeifern erteilt – 700 der gefährdeten Watvögel dürfen mit Netzen gefangen werden. Überall auf der Insel hört man jetzt illegale elektronische Lockgeräte mit Regenpfeifer-Rufen. Von Ende November bis zum 10.12.2017 Wird ein Komitee-Team auf der Insel unterwegs sein, um den Fang zu dokumentieren und illegale Fanganlagen stillzulegen.

      Kroatien: Blässhuhnjagd im Naretva-Delta

      Am kommenden Sonntag (03.10.2017) beginnt unser erster Einsatz in Kroatien. Auf Einladung des Naturschutzverbandes BION helfen wir den dortigen Naturfreunden eine Woche lang beim Aufbau eines Vogelschutzcamps gegen die Wasservogeljagd im Naretva-Delta. Hier geht es vor allem um den massenhaften Abschuss von Blässhühnern in dem eigentlich jagdfreien Schutzgebiet.

      Zypern: Netze für Drosseln

      Die Vorbereitungen für den Vorweihnachts-Einsatz auf Zypern laufen unterdessen auf Hochtouren. Vom 9.12. bis 22.12.2017 werden zwei Komitee-Teams wieder auf der Insel im Einsatz sein – das erste Mal in dieser Zeit. Wir gehen davon aus, dass die im Januar weit verbreitete Wilderei mit Netzen bereits im Dezember beginnt. Mit Spannung erwarten wir das Ergebnis der Aktion!

      Amazon: Spenden beim Weihnachtseinkauf
      Wie Sie wissen, können Sie mit Einkäufen bei Amazon die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord unmittelbar unterstützen. Das System wurde dieses Jahr geändert: Nun können Sie das Komitee bei smile.amazon einmalig aus einer Liste aller teilnehmenden Verbände auswählen. Wir erhalten dann in Zukunft automatisch 1 % des Umsatzes Ihrer Einkäufe – jetzt vor Weihnachten sogar 1,5 %! Den Link zu smile.amazon finden Sie hier: komitee.de/content/spenden/amazon
      Den Amazon-Kritikern möchten wir an dieser Stelle versichern, dass wir die Vor- und Nachteile von Amazon gut abgewogen haben. Am Ende überwog für uns der Vorteil für die Zugvögel.

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

      Schönen ersten Advent und beste Grüße, Alexander Heyd

      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/Managing Director)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry