Komitee gegen den Vogelmord e.V.

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    • Vogelschutz-Newsletter 9/2018

      Liebe Natur- und Tierschützer,

      die Sommerpause ist mit dem Beginn des Vogelzugs beendet - für uns startet jetzt der arbeitsreiche Herbst:

      Vogelschutzcamps beginnen

      Am heutigen Freitag beginnen gleich an vier Stellen unsere Vogelschutzcamps: Im norditalienischen Brescia, im süditalienischen Kalabrien, auf Malta und Zypern werden ab diesem Wochenende unsere Mitglieder unterwegs sein. Auf Zypern steht die Arbeit gegen den Vogelfang mit Leimruten und Netzen im Vordergrund, auf Malta geht es um den Fang von Watvögeln und Finken mit Netzen und den Abschuss geschützter Arten, das gleiche gilt für Kalabrien. In Brescia stehen in diesem sehr frühen Einsatz die Vogelfänger im Fokus, die mit Schlagfallen Jagd auf Trauerschnäpper und Gartenrotschwänze machen.

      Im Laufe des Septembers und Oktobers starten dann weitere Aktionen, u.A. im Libanon, in Spanien, in Serbien und an verschiedenen Stellen Italiens.

      Greifvogelverfolgung geht weiter

      Die oben erwähnte Sommerpause hat ihren Namen kaum verdient. Die Greifvogelverfolgung in Deutschland geht unvermindert weiter – wir haben alleine im Juni und Juli 8 Fälle dokumentiert, darunter den Fang eines Habichts mit einem Telleisen in einer Hühnerhaltung im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) und die Vergiftung eines Uhus in Soest (Nordrhein-Westfalen). Und ganz frisch wird aus dem Bayerischen Wald eine Vergiftungsserie gemeldet.

      Storchenmassaker auf Malta

      Auf Malta wurden wir Zeuge einer beispiellosen Wilderei-Serie: Vor zwei Wochen erreichten 18 Weistörche die Insel. Schon am ersten Tag wurden drei Vögel geschossen, die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter am Tag darauf verhaften. In den Folgetagen verschwanden trotz unserer Bewachung und ständiger Polizeipräsenz immer mehr Vögel. Letztes Wochenende waren es noch 6 Tiere, gestern wurde nur noch ein Storch gemeldet! Die maltesische Jägerschaft macht die EU dafür verantwortlich: Weil sie den Finkenfang verboten hätten, seien die Jäger nun so frustriert, dass sie die geschützten Tiere aus reinem Trotz schießen würden!

      Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass wir trotz der zahlreichen Erfolge in vielen Teilen unserer Einsatzgebiete noch einen langen Weg vor uns haben.

      Auf unserer Internetseite werden wir in den nächsten drei Monaten regelmäßig über den Fortgang der Aktionen berichten – schauen Sie mal rein:

      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Viele Grüße aus Bonn

      Alexander Heyd

      --

      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80

      Email: komitee@komitee.de


      Website (deutsch): www.komitee.de
      Website (english): www.komitee.de/en/homepage

      Facebook (deutsch): www.facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): www.facebook.com/CABS2011

      Twitter: twitter.com/cabs_reports
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 10/2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      die großen Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord sind am Wochenende gestartet, die ersten Aktionen unterdessen bereits abgeschlossen. Hier kommt der neueste Stand der Dinge mit ein paar positiven Nachrichten:

      Frankreich: Ortolanfang am Ende
      Eine Komitee-Aktion im südfranzösischen Departements „Les Landes“ hat ein großartiges Ergebnis erbracht: Wir konnten keine einzige aktive Ortolanfangstelle mehr finden. Von hunderten Fangstellen im Jahr 2011 ging es auf fünf aktive Stellen im Jahr 2017 zurück, nun gibt es offenbar keinen Ortolanfang mehr! Sieben Jahre haben wir gegen den illegalen Fang der vom Aussterben bedrohten Ammernart gekämpft und am Ende trotz aller Widerstände aus Politik und seitens der kriminellen Wilderer gewonnen!

      Malta: Watvogelfang geht deutlich zurück
      Ähnlich wie in Südfrankreich sieht es auf Malta aus: Der illegale Watvogelfang mit Schlagnetzen kommt durch unsere Arbeit fast zum Erliegen. Hier setzen wir auf die Befliegung mit Kleinflugzeugen, mit denen wir problemlos die Netze entdecken und filmen können. Während wir vor fünf Jahren noch mehr als 20 aktive Fangstellen hatten, sind es in diesem Sommer noch vier! Die Stellen, an denen mitteln elektronischer Lockanlagen und künstlicher Teiche Grün- und Rotschenkel, Mornell- und Sandregenpfeifer und eine ganze Reihe anderer Watvögel gefangen werden, wurden an die Polizei gemeldet.

      Brescia: Aktion gegen Trauerschnäpperfang
      Im norditalienischen Brescia, wo wir sonst erst im Oktober unser großes Vogelschutzcamp haben, waren wir nun zum Monatswechsel August/September erstmals mit 5 Teams im Einsatz. Unser Ziel waren Wilderer, die Trauerschnäpper mit Schlagfallen fangen. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Wir konnten acht aktive Fangstellen finden – neun Personen wurden überführt, 180 Schlagfallen, 16 Stellnetze, 6 kleine Schlagnetze und 26 Bogenfallen wurden ebenso sichergestellt wie 4 Flinten samt Munition. Das Problem ist offenbar weiter verbreitet, als wir bislang dachten. Eine Sommeraktion in Brescia werden wir dauerhaft in unser Programm mit aufnehmen müssen.

      Libanon, Zypern, Malta: Aktionen haben begonnen
      Während diese ersten kleinen Aktionen nun abgeschlossen sind, haben die großen Vogelschutzcamps des Komitees haben begonnen: Auf Zypern schon Mitte letzter Woche, im Libanon und auf Malta am Wochenende. Auf Zypern, wo wir die Aktion mit Unterstützung der Stiftung Pro Artenvielfalt durchführen, konnten die Komitee-Teams bereits über 160 Leimruten und zwei Netze abbauen, zwei Wilderer wurden überführt – ein guter Start. Im Libanon und auf Malta geht es wieder um den Schutz durchziehender Greifvögel und Störche. Auf Facebook und in unserem Online-Tagebuch berichten wir wie immer zeitnah über die Aktionen. Es wird auf jeden Fall ein spannender Herbst!

      Unser Tagebuch finden Sie hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Beste Grüße, Alexander Heyd

      -- Alexander Heyd (Geschäftsführer/CEO)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)BundesgeschäftsstelleAn der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
      Tel.: +49 228 66 55 21Fax : +49 228 66 52 80Email: komitee@komitee.de
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 11/2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      heute endet unser Vogelschutzcamp im Libanon, andere Aktionen laufen unterdessen auf Hochtouren.

      Libanon – 9 Wilderer erwischt!

      Nach 10 Einsatztagen ist heute unser drittes Vogelschutzcamp im Libanon zuende gegangen. Die Aktion war ein Wechselbad der Gefühle für das international besetze Komitee-Team. Unsere Mitglieder mussten tagtäglich dramatische Jagdsituationen miterleben, von Schwalbenmassakern über massenhafte Abschüsse von Wespenbussarden bis hin zum Handel mit ungezählten gefangenen Singvögeln. Selbst für erfahrene und „hart gesottene“ Aktivisten waren manche Situationen fast unerträglich.

      Auf der anderen Seite konnten wir feststellen, dass unsere Anwesenheit tatsächlich Wirkung zeigt: Nach anfänglichem Zögern reagierte die Polizei auf unsere Anrufe. Wo erste zaghafte Polizeiaktionen stattfanden, verließen die Wilderer oft für Tage ihre angestammten Jagdgebiete. In Eghbe, einem Schwerpunkt der Greifvogeljagd unweit von Beirut, konnten wir während des Einsatzes drei Wilderer erwischen, im Bekaa-Tag an der syrischen Grenze waren es insgesamt sieben, einer davon ein Mann mit 17 Netzen zum Singvogelfang.

      Die Aktionen waren zum Teil haarsträubend gefährlich. Insbesondere im Gebiet um Baalbek, das noch vor kurzem zu Teil von Milizen des „Islamischen Staats“ kontrolliert wurde, waren unsere Teams massiven Bedrohungen durch die schwer bewaffneten Wilderer ausgesetzt.

      Wir haben bislang bereits drei Videos zu dem Einsatz im Libanon veröffentlich. Heute Nachmittag kommt ein weiteres (mit Aufnahmen vom Fall des Vogelfängers mit den 17 Netzen) hinzu, ein fünftes dann am Sonntag. Sie finden die Videos hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…lschutzcamp-libanon-septe

      Zypern – Rückgang des Vogelfangs?

      Auf Zypern beobachten unsere Teams einen Rückgang des Vogelfangs. In den ersten drei Wochen unseres Einsatzes haben wir 10 Netze und 364 Leimruten gefunden, 4 Wilderer konnten überführt werden. Das klingt vielleicht viel, ist aber sensationell wenig: Im letzten Jahr hatten wir im gleichen Zeitraum noch 39 Netze und über 800 Leimruten gefunden. Ob sich dieser erfreuliche Trend fortsetzt, werden die nächsten Wochen des Einsatzes zeigen.

      Serbien – Aktion gegen illegale Wachteljagd

      In Kooperation mit der Bird Protection and Study Society Serbia (BPSSS) haben Komitee-Mitglieder in den letzten Tagen 14 illegale Lockanlagen für die Wachteljagd gefunden. Die elektronischen Geräte werden von Jägern betrieben, um nachts ziehende Wachteln an ihre Jagdplätze zu locken. Alle Anlagen wurden stillgelegt und 2 Jäger nach unseren Hinweisen von der Polizei erwischt.

      Mehr Infos gibt es wie immer in unsrem Online-Tagebuch:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • birdlifemalta.org/
      vom 22. September

      Die verdammten Jäger und Wilderer machen dreist weiter !
      Seit der Eröffnung der Jagdsaison am 1. September sind schon 20 geschützte Vögel beim staatlichen Veterinär gelandet !
      Auch Schwarzstörche, Reiher u.ä. .....
      Und seit Jahresbeginn 64 !
      Das bestätigt, dass das Jahr 2018 das schlimmste Jahr seit 6 Jahren ist, was das illegale Jagen betrifft !
      Und das ist nur die Spitze vom Eisberg ! Nicht mitgezählt wurden u.a. Vögel, die man verletzt hat fliegen sehen.....
      viele Grüße, Baska


      Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
      Albert Schweitzer
    • Vogelschutz-Newsletter 11/2012

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      unsere Vogelschutzcamps im Mittelmeerraum sind schon zur Hälfte vorbei – Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:

      Zypern: Türkisches Militär gegen Vogelfänger
      Auf Zypern sind wir nun schon seit 4 Wochen im Einsatz. Inzwischen haben wir 788 Leimruten und 28 Fangnetze gefunden und abgebaut, 8 Wilderer konnten in Kooperation mit der Jagdaufsicht und der Polizei überführt und über 70 Vögel befreit werden. Eine ganz besondere Aktion hatten wir erst vorgestern: Ein Komitee-Team hatte an der von UN-Blauhelmen bewachten Grenze zwischen der Republik Zypern und den türkisch besetzten Nordteil der Mittelmeerinsel eine elektronische Lockanlage gehört, die von der türkischen Seite herüberschallte. Die umgehend von uns informierten Kollegen unseres Partnerverbandes Kuşkor haben das türkische Militär alarmiert. Die Soldaten rückten sofort aus und überraschten den Wilderer, der trotz Androhung von Schusswaffengebrauch auf die griechische Seite der Grenze fliehen konnte. Sie konnten drei Netze sicherstellen und 8 Vögel lebend befreien.

      Norditalien: Erste Wilderer überführt
      Das große Komitee-Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia läuft seit letztem Wochenende. In den ersten Tagen war der Vogelzug noch sehr verhalten, entsprechend wenige Vogelfänger waren aktiv. Bislang konnten wir 5 Fangstellen an die Umwelteinheit der Carabinieri melden, zwei Wilderer (einer mit einem Netz und ein weiterer mit 12 Schlagfallen) wurden überführt. Die Aktion läuft noch bis Anfang November.
      Zum Monatswechsel August/September 2018 hatten wir einen ersten Einsatz in Brescia durchgeführt. In dieser Zeit werden vor allem Trauerschnäpper mit Schlagfallen gefangen. Insgesamt wurden bei der Aktion 11 Wilderer aufgrund unserer Hinweise geschnappt, 183 der Schnäpperfallen, 22 Netze und 41 Bogenfallen abgebaut. An einer Fangstelle hatten wir keine Fallen gefunden, aber frisches Blut und Federn. Um zu verstehen, was dort vor sich geht, haben wir eine versteckte Kamera installiert. Sie hat die Wilderer auf frischer Tat gefilmt. Mit diesem Beweismaterial konnte die Polizei die Täter überführen – unser neues Video zu dem Fall finden Sie hier:
      komitee.de/content/youtube/youtube-videos-italien

      Lombardei: 359.000 Singvögel gerettet
      Die Regierung der Lombardei (Italien) ist am vergangenen Mittwoch mit dem Vorhaben gescheitert, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von 310.000 Buchfinken und 30.000 Bergfinken sowie dem Fang von 19.000 Drosseln mit Netzen durchzusetzen. Das Regionalparlament in Mailand hat eine Abstimmung wegen verfassungsrechtlichen Bedenken abgelehnt. Buch- und Bergfinken sind nach EU-Recht geschützt, die Regionalregierung hat nach italienischem Recht keine Befugnis für die Vergabe solcher Genehmigungen. Trotzdem wollte die rechtsextreme Lega Nord die Abschuss- und Fangerlaubnis durchboxen. Das Komitee gegen den Vogelmord hatte zuvor mit allen großen Natur- und Tierschutzverbänden Italiens eine Öffentlichkeitskampagne gegen das Vorhaben durchgeführt und auf den Konflikt mit der italienischen Verfassung aufmerksam gemacht.

      Malta: Vogelschutzcamp abgeschlossen
      Unser Vogelschutzcamp auf Malta ist seit Ende September abgeschlossen. In den letzten drei Wochen haben unsere Teams auf Malta und seiner Nachbarinsel Gozo die Rast- und Durchzuggebiete von Greifvögeln und Störchen überwacht. Insgesamt haben sie dabei 15 schwere Jagdverstöße festgestellt - 4 Abschüsse geschützter Arten, 11 Beschüsse und die Beobachtung von Vögeln mit eindeutigen Schussverletzungen. Außerdem haben die Teams zahlreiche illegale Lockanlagen für die Jagd auf Wachteln. Unsere Partner von Birdlife Malta haben 29 geschossene geschützte Vögel gemeldet bekommen, was besorgniserregend viel ist. Der nächste Komitee-Einsatz auf Malta findet ab Ende Oktober statt – dann geht es um den Finkenfang.

      Libanon: Das traurige Schicksal der Schwalben
      Das Schießen von durchziehenden Schwalben, Seglern und Bienenfressern ist im Mittleren Osten ein weit verbreiteter Volkssport, dem jedes Jahr Millionen Vögel zum Opfer fallen. Während unseres Einsatzes im „Zedernstaat“ sind unsere Teams Zeugen des schrecklichen Ausmaßes dieses Massakers geworden. Aus dem von uns gefilmten Beweis- und Dokumentationsmaterials haben wir ein aktuelles Video erstellt, das von unserem Teammitglied Geraldine Attard aus Frankreich bewegend kommentiert wird. Das Video finden Sie – neben 5 anderen Kurzfilmen zu unserem Libanon-Einsatz - hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…lschutzcamp-libanon-septe

      Viele Grüße vom Vogelschutzcamp in Brescia (Italien)
      Alexander Heyd




      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Website (deutsch): komitee.de
      Website (english): komitee.de/en/homepage
      Facebook (deutsch): facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): facebook.com/CABS2011
      Twitter: twitter.com/cabs_reports
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 13/3018

      Neu

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      mit dem Ende des Vogelzugs ist ein Großteil unserer Herbsteinsätze inzwischen abgeschlossen. Je nach Einsatzgebiet sind wir unterschiedlich zufrieden mit den bislang erzielten Ergebnissen …
      Brescia – 46 Wilderer erwischt
      Während des vierwöchigen Einsatzes in Brescia (27.09. bis 28.10.) haben wir 46 Wilderer überführt, 392 Bogenfallen wurden sichergestellt (davon 123 bei Hausdurchsuchungen), 109 Netze (darunter 46 bei Hausdurchsuchungen) und 279 Schlagfallen. Zudem konnten 11 Flinten, rund 170 lebende Lockvögel und etwa 2.100 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt werden. Insgesamt waren 52 Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord aus Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und den USA in der norditalienischen Provinz im Einsatz. Wie schon in den Vorjahren hat sich die deutliche Abnahme der Wilderei fortgesetzt. Während Bogen- und Schlagfallen eindeutig auf dem Rückzug sind, bleiben Netze aber weiterhin ein klares Problem.
      Malta – Zunahme des illegalen Vogelfangs
      Mitte Oktober hat unser drittes Herbstcamp auf Malta begonnen. Während es zum Monatswechsel August/September um den illegalen Watvogelfang und Mitte/Ende September und die Greifvogeljagd ging, sind unsere Teams jetzt noch bis kommende Woche mit der Arbeit gegen den illegalen Finkenfang im Einsatz. Nachdem der Europäische Gerichtshof im Sommer den Finkenfang endgültig verboten hatte, gehen die ewiggestrigen Traditionalisten auf Malta nun illegal auf die Singvogelpirsch. Es sind aber weit mehr, als wir befürchtet hatten: In den letzten zwei Wochen haben wir bereits mehr als 50 aktive Fangstellen mit riesigen Schlagnetzen an die Polizei gemeldet, nach aktuellem Stand der Dinge wurden dort mindestens 18 Personen überführt und fast 100 Lockvögel sichergestellt.
      Zypern – fehlende Unterstützung durch Behörden
      Unser Vogelschutzcamp auf Zypern ist der längste Einsatz der Saison. Er läuft nun schon seit 8 Wochen und wird erst am 11. November abgeschlossen sein. Wir haben in dieser Zeit 2.207 Leimruten und 39 Netze gefunden und gemeinsam mit der Jagdaufsicht 12 Wilderer überführt. Die zypriotische Polizei hat ihre Unterstützung unserer Aktionen komplett eingestellt, von der jagdfreundlichen Regierung war kaum etwas anderes zu erwarten. Im Bereich der Militärstützpunkte ist die Britische Polizei dagegen recht kooperativ. Die bisherigen Zahlen deuten zwar auf eine geringfügige Abnahme des Vogelfangs hin, allerdings sind wir durch die fehlende Polizeiunterstützung oft nicht in der Lage, alle Fangstellen zu kontrollieren und finden vermutlich deswegen nicht so viele Fanggeräte, wie früher. Die Situation auf Zypern bleibt auf jeden Fall prekär für den Vogelschutz in Europa!
      Spanien – Ende des Vogelfangs in Sicht
      Zum Monatswechsel Oktober/November fand unser 10tägiger Einsatz in Ostspanien statt. Rund um Valencia wurden dabei 7 Wilderer aufgrund unserer Hinweise von der Polizei überführt. Insgesamt konnten 4 riesige Schlagnetze, 14 Stellnetze, etwa 400 Leimruten und eine Handvoll kleiner Lebendfallen zum Drosselfang sichergestellt werden. Die Zahl der aktiven Fangstellen ist weiter deutlich rückläufig, von ehedem 1.500 Fanganlagen waren nunmehr kaum 50 in Betrieb. Wir hatten insgeheim gehofft, es könnten noch weniger sein. So werden wir also auch in den nächsten Jahren noch Spanien-Einsätze durchführen müssen, um die allerletzten Fänger dingfest zu machen!
      Die Vogelfänger verlegen sich nun mancherorts – vor allem auf Zypern, Sardinien und Malta – von der Zugvogeljagd auf die Jagd nach überwinternden Singvögeln. Hier werden wir also auch in der nächsten Zeit weiter präsent sein. In weiten Teilen Italiens und Spaniens kommt die Vogeljagd aber nun jahreszeitlich bedingt zu einem Ende.
      Aktuelles finden Sie weiterhin in unserem Online-Tagebuch:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd (Geschäftsführer/CEO)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)BundesgeschäftsstelleAn der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
      Tel.: +49 228 66 55 21Fax : +49 228 66 52 80Email: komitee@komitee.de
      Website (deutsch): www.komitee.de Website (english): www.komitee.de/en/homepageFacebook (deutsch): www.facebook.com/Komitee.CABSFacebook (english): www.facebook.com/CABS2011Twitter: twitter.com/cabs_reports
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry