Komitee gegen den Vogelmord e.V.

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    • Vogelschutz-Newsletter 9/2018

      Liebe Natur- und Tierschützer,

      die Sommerpause ist mit dem Beginn des Vogelzugs beendet - für uns startet jetzt der arbeitsreiche Herbst:

      Vogelschutzcamps beginnen

      Am heutigen Freitag beginnen gleich an vier Stellen unsere Vogelschutzcamps: Im norditalienischen Brescia, im süditalienischen Kalabrien, auf Malta und Zypern werden ab diesem Wochenende unsere Mitglieder unterwegs sein. Auf Zypern steht die Arbeit gegen den Vogelfang mit Leimruten und Netzen im Vordergrund, auf Malta geht es um den Fang von Watvögeln und Finken mit Netzen und den Abschuss geschützter Arten, das gleiche gilt für Kalabrien. In Brescia stehen in diesem sehr frühen Einsatz die Vogelfänger im Fokus, die mit Schlagfallen Jagd auf Trauerschnäpper und Gartenrotschwänze machen.

      Im Laufe des Septembers und Oktobers starten dann weitere Aktionen, u.A. im Libanon, in Spanien, in Serbien und an verschiedenen Stellen Italiens.

      Greifvogelverfolgung geht weiter

      Die oben erwähnte Sommerpause hat ihren Namen kaum verdient. Die Greifvogelverfolgung in Deutschland geht unvermindert weiter – wir haben alleine im Juni und Juli 8 Fälle dokumentiert, darunter den Fang eines Habichts mit einem Telleisen in einer Hühnerhaltung im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) und die Vergiftung eines Uhus in Soest (Nordrhein-Westfalen). Und ganz frisch wird aus dem Bayerischen Wald eine Vergiftungsserie gemeldet.

      Storchenmassaker auf Malta

      Auf Malta wurden wir Zeuge einer beispiellosen Wilderei-Serie: Vor zwei Wochen erreichten 18 Weistörche die Insel. Schon am ersten Tag wurden drei Vögel geschossen, die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter am Tag darauf verhaften. In den Folgetagen verschwanden trotz unserer Bewachung und ständiger Polizeipräsenz immer mehr Vögel. Letztes Wochenende waren es noch 6 Tiere, gestern wurde nur noch ein Storch gemeldet! Die maltesische Jägerschaft macht die EU dafür verantwortlich: Weil sie den Finkenfang verboten hätten, seien die Jäger nun so frustriert, dass sie die geschützten Tiere aus reinem Trotz schießen würden!

      Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass wir trotz der zahlreichen Erfolge in vielen Teilen unserer Einsatzgebiete noch einen langen Weg vor uns haben.

      Auf unserer Internetseite werden wir in den nächsten drei Monaten regelmäßig über den Fortgang der Aktionen berichten – schauen Sie mal rein:

      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Viele Grüße aus Bonn

      Alexander Heyd

      --

      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80

      Email: komitee@komitee.de


      Website (deutsch): www.komitee.de
      Website (english): www.komitee.de/en/homepage

      Facebook (deutsch): www.facebook.com/Komitee.CABS
      Facebook (english): www.facebook.com/CABS2011

      Twitter: twitter.com/cabs_reports
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 10/2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      die großen Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord sind am Wochenende gestartet, die ersten Aktionen unterdessen bereits abgeschlossen. Hier kommt der neueste Stand der Dinge mit ein paar positiven Nachrichten:

      Frankreich: Ortolanfang am Ende
      Eine Komitee-Aktion im südfranzösischen Departements „Les Landes“ hat ein großartiges Ergebnis erbracht: Wir konnten keine einzige aktive Ortolanfangstelle mehr finden. Von hunderten Fangstellen im Jahr 2011 ging es auf fünf aktive Stellen im Jahr 2017 zurück, nun gibt es offenbar keinen Ortolanfang mehr! Sieben Jahre haben wir gegen den illegalen Fang der vom Aussterben bedrohten Ammernart gekämpft und am Ende trotz aller Widerstände aus Politik und seitens der kriminellen Wilderer gewonnen!

      Malta: Watvogelfang geht deutlich zurück
      Ähnlich wie in Südfrankreich sieht es auf Malta aus: Der illegale Watvogelfang mit Schlagnetzen kommt durch unsere Arbeit fast zum Erliegen. Hier setzen wir auf die Befliegung mit Kleinflugzeugen, mit denen wir problemlos die Netze entdecken und filmen können. Während wir vor fünf Jahren noch mehr als 20 aktive Fangstellen hatten, sind es in diesem Sommer noch vier! Die Stellen, an denen mitteln elektronischer Lockanlagen und künstlicher Teiche Grün- und Rotschenkel, Mornell- und Sandregenpfeifer und eine ganze Reihe anderer Watvögel gefangen werden, wurden an die Polizei gemeldet.

      Brescia: Aktion gegen Trauerschnäpperfang
      Im norditalienischen Brescia, wo wir sonst erst im Oktober unser großes Vogelschutzcamp haben, waren wir nun zum Monatswechsel August/September erstmals mit 5 Teams im Einsatz. Unser Ziel waren Wilderer, die Trauerschnäpper mit Schlagfallen fangen. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Wir konnten acht aktive Fangstellen finden – neun Personen wurden überführt, 180 Schlagfallen, 16 Stellnetze, 6 kleine Schlagnetze und 26 Bogenfallen wurden ebenso sichergestellt wie 4 Flinten samt Munition. Das Problem ist offenbar weiter verbreitet, als wir bislang dachten. Eine Sommeraktion in Brescia werden wir dauerhaft in unser Programm mit aufnehmen müssen.

      Libanon, Zypern, Malta: Aktionen haben begonnen
      Während diese ersten kleinen Aktionen nun abgeschlossen sind, haben die großen Vogelschutzcamps des Komitees haben begonnen: Auf Zypern schon Mitte letzter Woche, im Libanon und auf Malta am Wochenende. Auf Zypern, wo wir die Aktion mit Unterstützung der Stiftung Pro Artenvielfalt durchführen, konnten die Komitee-Teams bereits über 160 Leimruten und zwei Netze abbauen, zwei Wilderer wurden überführt – ein guter Start. Im Libanon und auf Malta geht es wieder um den Schutz durchziehender Greifvögel und Störche. Auf Facebook und in unserem Online-Tagebuch berichten wir wie immer zeitnah über die Aktionen. Es wird auf jeden Fall ein spannender Herbst!

      Unser Tagebuch finden Sie hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Beste Grüße, Alexander Heyd

      -- Alexander Heyd (Geschäftsführer/CEO)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)BundesgeschäftsstelleAn der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 11/2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      heute endet unser Vogelschutzcamp im Libanon, andere Aktionen laufen unterdessen auf Hochtouren.

      Libanon – 9 Wilderer erwischt!

      Nach 10 Einsatztagen ist heute unser drittes Vogelschutzcamp im Libanon zuende gegangen. Die Aktion war ein Wechselbad der Gefühle für das international besetze Komitee-Team. Unsere Mitglieder mussten tagtäglich dramatische Jagdsituationen miterleben, von Schwalbenmassakern über massenhafte Abschüsse von Wespenbussarden bis hin zum Handel mit ungezählten gefangenen Singvögeln. Selbst für erfahrene und „hart gesottene“ Aktivisten waren manche Situationen fast unerträglich.

      Auf der anderen Seite konnten wir feststellen, dass unsere Anwesenheit tatsächlich Wirkung zeigt: Nach anfänglichem Zögern reagierte die Polizei auf unsere Anrufe. Wo erste zaghafte Polizeiaktionen stattfanden, verließen die Wilderer oft für Tage ihre angestammten Jagdgebiete. In Eghbe, einem Schwerpunkt der Greifvogeljagd unweit von Beirut, konnten wir während des Einsatzes drei Wilderer erwischen, im Bekaa-Tag an der syrischen Grenze waren es insgesamt sieben, einer davon ein Mann mit 17 Netzen zum Singvogelfang.

      Die Aktionen waren zum Teil haarsträubend gefährlich. Insbesondere im Gebiet um Baalbek, das noch vor kurzem zu Teil von Milizen des „Islamischen Staats“ kontrolliert wurde, waren unsere Teams massiven Bedrohungen durch die schwer bewaffneten Wilderer ausgesetzt.

      Wir haben bislang bereits drei Videos zu dem Einsatz im Libanon veröffentlich. Heute Nachmittag kommt ein weiteres (mit Aufnahmen vom Fall des Vogelfängers mit den 17 Netzen) hinzu, ein fünftes dann am Sonntag. Sie finden die Videos hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…lschutzcamp-libanon-septe

      Zypern – Rückgang des Vogelfangs?

      Auf Zypern beobachten unsere Teams einen Rückgang des Vogelfangs. In den ersten drei Wochen unseres Einsatzes haben wir 10 Netze und 364 Leimruten gefunden, 4 Wilderer konnten überführt werden. Das klingt vielleicht viel, ist aber sensationell wenig: Im letzten Jahr hatten wir im gleichen Zeitraum noch 39 Netze und über 800 Leimruten gefunden. Ob sich dieser erfreuliche Trend fortsetzt, werden die nächsten Wochen des Einsatzes zeigen.

      Serbien – Aktion gegen illegale Wachteljagd

      In Kooperation mit der Bird Protection and Study Society Serbia (BPSSS) haben Komitee-Mitglieder in den letzten Tagen 14 illegale Lockanlagen für die Wachteljagd gefunden. Die elektronischen Geräte werden von Jägern betrieben, um nachts ziehende Wachteln an ihre Jagdplätze zu locken. Alle Anlagen wurden stillgelegt und 2 Jäger nach unseren Hinweisen von der Polizei erwischt.

      Mehr Infos gibt es wie immer in unsrem Online-Tagebuch:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018

      Beste Grüße aus Bonn
      Alexander Heyd
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • birdlifemalta.org/
      vom 22. September

      Die verdammten Jäger und Wilderer machen dreist weiter !
      Seit der Eröffnung der Jagdsaison am 1. September sind schon 20 geschützte Vögel beim staatlichen Veterinär gelandet !
      Auch Schwarzstörche, Reiher u.ä. .....
      Und seit Jahresbeginn 64 !
      Das bestätigt, dass das Jahr 2018 das schlimmste Jahr seit 6 Jahren ist, was das illegale Jagen betrifft !
      Und das ist nur die Spitze vom Eisberg ! Nicht mitgezählt wurden u.a. Vögel, die man verletzt hat fliegen sehen.....
      viele Grüße, Baska


      Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
      Albert Schweitzer
    • Vogelschutz-Newsletter 11/2012

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      unsere Vogelschutzcamps im Mittelmeerraum sind schon zur Hälfte vorbei – Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:

      Zypern: Türkisches Militär gegen Vogelfänger
      Auf Zypern sind wir nun schon seit 4 Wochen im Einsatz. Inzwischen haben wir 788 Leimruten und 28 Fangnetze gefunden und abgebaut, 8 Wilderer konnten in Kooperation mit der Jagdaufsicht und der Polizei überführt und über 70 Vögel befreit werden. Eine ganz besondere Aktion hatten wir erst vorgestern: Ein Komitee-Team hatte an der von UN-Blauhelmen bewachten Grenze zwischen der Republik Zypern und den türkisch besetzten Nordteil der Mittelmeerinsel eine elektronische Lockanlage gehört, die von der türkischen Seite herüberschallte. Die umgehend von uns informierten Kollegen unseres Partnerverbandes Kuşkor haben das türkische Militär alarmiert. Die Soldaten rückten sofort aus und überraschten den Wilderer, der trotz Androhung von Schusswaffengebrauch auf die griechische Seite der Grenze fliehen konnte. Sie konnten drei Netze sicherstellen und 8 Vögel lebend befreien.

      Norditalien: Erste Wilderer überführt
      Das große Komitee-Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia läuft seit letztem Wochenende. In den ersten Tagen war der Vogelzug noch sehr verhalten, entsprechend wenige Vogelfänger waren aktiv. Bislang konnten wir 5 Fangstellen an die Umwelteinheit der Carabinieri melden, zwei Wilderer (einer mit einem Netz und ein weiterer mit 12 Schlagfallen) wurden überführt. Die Aktion läuft noch bis Anfang November.
      Zum Monatswechsel August/September 2018 hatten wir einen ersten Einsatz in Brescia durchgeführt. In dieser Zeit werden vor allem Trauerschnäpper mit Schlagfallen gefangen. Insgesamt wurden bei der Aktion 11 Wilderer aufgrund unserer Hinweise geschnappt, 183 der Schnäpperfallen, 22 Netze und 41 Bogenfallen abgebaut. An einer Fangstelle hatten wir keine Fallen gefunden, aber frisches Blut und Federn. Um zu verstehen, was dort vor sich geht, haben wir eine versteckte Kamera installiert. Sie hat die Wilderer auf frischer Tat gefilmt. Mit diesem Beweismaterial konnte die Polizei die Täter überführen – unser neues Video zu dem Fall finden Sie hier:
      komitee.de/content/youtube/youtube-videos-italien

      Lombardei: 359.000 Singvögel gerettet
      Die Regierung der Lombardei (Italien) ist am vergangenen Mittwoch mit dem Vorhaben gescheitert, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von 310.000 Buchfinken und 30.000 Bergfinken sowie dem Fang von 19.000 Drosseln mit Netzen durchzusetzen. Das Regionalparlament in Mailand hat eine Abstimmung wegen verfassungsrechtlichen Bedenken abgelehnt. Buch- und Bergfinken sind nach EU-Recht geschützt, die Regionalregierung hat nach italienischem Recht keine Befugnis für die Vergabe solcher Genehmigungen. Trotzdem wollte die rechtsextreme Lega Nord die Abschuss- und Fangerlaubnis durchboxen. Das Komitee gegen den Vogelmord hatte zuvor mit allen großen Natur- und Tierschutzverbänden Italiens eine Öffentlichkeitskampagne gegen das Vorhaben durchgeführt und auf den Konflikt mit der italienischen Verfassung aufmerksam gemacht.

      Malta: Vogelschutzcamp abgeschlossen
      Unser Vogelschutzcamp auf Malta ist seit Ende September abgeschlossen. In den letzten drei Wochen haben unsere Teams auf Malta und seiner Nachbarinsel Gozo die Rast- und Durchzuggebiete von Greifvögeln und Störchen überwacht. Insgesamt haben sie dabei 15 schwere Jagdverstöße festgestellt - 4 Abschüsse geschützter Arten, 11 Beschüsse und die Beobachtung von Vögeln mit eindeutigen Schussverletzungen. Außerdem haben die Teams zahlreiche illegale Lockanlagen für die Jagd auf Wachteln. Unsere Partner von Birdlife Malta haben 29 geschossene geschützte Vögel gemeldet bekommen, was besorgniserregend viel ist. Der nächste Komitee-Einsatz auf Malta findet ab Ende Oktober statt – dann geht es um den Finkenfang.

      Libanon: Das traurige Schicksal der Schwalben
      Das Schießen von durchziehenden Schwalben, Seglern und Bienenfressern ist im Mittleren Osten ein weit verbreiteter Volkssport, dem jedes Jahr Millionen Vögel zum Opfer fallen. Während unseres Einsatzes im „Zedernstaat“ sind unsere Teams Zeugen des schrecklichen Ausmaßes dieses Massakers geworden. Aus dem von uns gefilmten Beweis- und Dokumentationsmaterials haben wir ein aktuelles Video erstellt, das von unserem Teammitglied Geraldine Attard aus Frankreich bewegend kommentiert wird. Das Video finden Sie – neben 5 anderen Kurzfilmen zu unserem Libanon-Einsatz - hier:
      komitee.de/content/aktionen-un…lschutzcamp-libanon-septe

      Viele Grüße vom Vogelschutzcamp in Brescia (Italien)
      Alexander Heyd




      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 13/3018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      mit dem Ende des Vogelzugs ist ein Großteil unserer Herbsteinsätze inzwischen abgeschlossen. Je nach Einsatzgebiet sind wir unterschiedlich zufrieden mit den bislang erzielten Ergebnissen …
      Brescia – 46 Wilderer erwischt
      Während des vierwöchigen Einsatzes in Brescia (27.09. bis 28.10.) haben wir 46 Wilderer überführt, 392 Bogenfallen wurden sichergestellt (davon 123 bei Hausdurchsuchungen), 109 Netze (darunter 46 bei Hausdurchsuchungen) und 279 Schlagfallen. Zudem konnten 11 Flinten, rund 170 lebende Lockvögel und etwa 2.100 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt werden. Insgesamt waren 52 Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord aus Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und den USA in der norditalienischen Provinz im Einsatz. Wie schon in den Vorjahren hat sich die deutliche Abnahme der Wilderei fortgesetzt. Während Bogen- und Schlagfallen eindeutig auf dem Rückzug sind, bleiben Netze aber weiterhin ein klares Problem.
      Malta – Zunahme des illegalen Vogelfangs
      Mitte Oktober hat unser drittes Herbstcamp auf Malta begonnen. Während es zum Monatswechsel August/September um den illegalen Watvogelfang und Mitte/Ende September und die Greifvogeljagd ging, sind unsere Teams jetzt noch bis kommende Woche mit der Arbeit gegen den illegalen Finkenfang im Einsatz. Nachdem der Europäische Gerichtshof im Sommer den Finkenfang endgültig verboten hatte, gehen die ewiggestrigen Traditionalisten auf Malta nun illegal auf die Singvogelpirsch. Es sind aber weit mehr, als wir befürchtet hatten: In den letzten zwei Wochen haben wir bereits mehr als 50 aktive Fangstellen mit riesigen Schlagnetzen an die Polizei gemeldet, nach aktuellem Stand der Dinge wurden dort mindestens 18 Personen überführt und fast 100 Lockvögel sichergestellt.
      Zypern – fehlende Unterstützung durch Behörden
      Unser Vogelschutzcamp auf Zypern ist der längste Einsatz der Saison. Er läuft nun schon seit 8 Wochen und wird erst am 11. November abgeschlossen sein. Wir haben in dieser Zeit 2.207 Leimruten und 39 Netze gefunden und gemeinsam mit der Jagdaufsicht 12 Wilderer überführt. Die zypriotische Polizei hat ihre Unterstützung unserer Aktionen komplett eingestellt, von der jagdfreundlichen Regierung war kaum etwas anderes zu erwarten. Im Bereich der Militärstützpunkte ist die Britische Polizei dagegen recht kooperativ. Die bisherigen Zahlen deuten zwar auf eine geringfügige Abnahme des Vogelfangs hin, allerdings sind wir durch die fehlende Polizeiunterstützung oft nicht in der Lage, alle Fangstellen zu kontrollieren und finden vermutlich deswegen nicht so viele Fanggeräte, wie früher. Die Situation auf Zypern bleibt auf jeden Fall prekär für den Vogelschutz in Europa!
      Spanien – Ende des Vogelfangs in Sicht
      Zum Monatswechsel Oktober/November fand unser 10tägiger Einsatz in Ostspanien statt. Rund um Valencia wurden dabei 7 Wilderer aufgrund unserer Hinweise von der Polizei überführt. Insgesamt konnten 4 riesige Schlagnetze, 14 Stellnetze, etwa 400 Leimruten und eine Handvoll kleiner Lebendfallen zum Drosselfang sichergestellt werden. Die Zahl der aktiven Fangstellen ist weiter deutlich rückläufig, von ehedem 1.500 Fanganlagen waren nunmehr kaum 50 in Betrieb. Wir hatten insgeheim gehofft, es könnten noch weniger sein. So werden wir also auch in den nächsten Jahren noch Spanien-Einsätze durchführen müssen, um die allerletzten Fänger dingfest zu machen!
      Die Vogelfänger verlegen sich nun mancherorts – vor allem auf Zypern, Sardinien und Malta – von der Zugvogeljagd auf die Jagd nach überwinternden Singvögeln. Hier werden wir also auch in der nächsten Zeit weiter präsent sein. In weiten Teilen Italiens und Spaniens kommt die Vogeljagd aber nun jahreszeitlich bedingt zu einem Ende.
      Aktuelles finden Sie weiterhin in unserem Online-Tagebuch:
      komitee.de/content/aktionen-un…line-tagebuch-herbst-2018
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd (Geschäftsführer/CEO)
      Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)BundesgeschäftsstelleAn der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 14(2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      es gibt gerade zwei interessante Beitr ge ber unsere Arbeit in den deutschen Medien, die wir Ihnen hiermit ans Herz legen m chten:

      Der Bayerische Rundfunk hat ganz aktuell einen Radiobeitrag ber Wilderei in Deutschland ver ffentlicht, in dem das Komitee gegen den Vogelmord ausf hrlich zu Wort kommt:

      br.de/radio/bayern2/tatort-wal…4MNOEqJlgUPKTsiTsCS7oC4Y4

      Das Wissenschaftsmagazin Spektrum berichtet ber die Vogeljagd in Europa und nimmt dabei vor allem Bezug auf die vom Komitee gegen den Vogelmord im Jahr 2018 vorgelegte Studie ber die legale Vogeljagd in der EU:

      spektrum.de/news/feuer-frei-au…-wnv8k3wWmOEYs2Dcb7w9Mht4

      Beste Gr e aus Bonn, Alexander Heyd

      --
      Alexander Heyd
      (Gesch ftsf hrer/CEO)

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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 15/3018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      bei uns gib es keinen vorweihnachtlichen Stress wegen der Geschenke, sondern wegen unserer Wintereinsätze. Am letzten Wochenende haben gleich drei Vogelschutzcamps begonnen: Der Einsatz gegen den Goldregenpfeifer-Fang auf Malta, die Aktionen gegen Leimruten und Netze auf Zypern und das Vogelschutzcamp auf Sardinen, wo wir Rosshaarschlingen für Drosseln und Rotkehlchen suchen werden.
      Da die „Saison“ gerade erst begonnen hat und wir um diese Zeit immer in diesen Einsatzgebieten mit der Arbeit beginnen, ahnen die Vogelfänger natürlich, dass wir nun auftauchen. Trotzdem halten wir uns in den sozialen Medien zurück und beginnen erst nach den ersten erfolgreichen Aktionen mit der Berichterstattung auf Facebook & Co.
      Es gibt derzeit drei ganz aktuelle Veröffentlichungen zu unserer Arbeit:
      Der Falke: Schreiadler-Jagd im Libanon
      In jedem Jahr werden 5.000 Schreiadler auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Praktisch die gesamte europäische Population der gefährdeten Greifvogelart zieht über den schmalen Küstenstreifen des Libanons. Das Ergebnis unserer Recherche wird in der Dezember-Ausgabe des Journals Der Falke vorgestellt - sie ist letzten Samstag erschienen und im Zeitschriftenhandel oder hier erhältlich: falke-journal.de/
      Thema Schreiadler-Jagd im Deutschlandfunk
      Auch der Deutschlandfunk berichtet ganz aktuell zur Problemetik der Jagd auf Schreiadler im Libanon. Hier ist der Link zu dem Beitrag:
      ondemand-mp3.dradio.de/file/dr…0181203_1735_16f71aff.mp3
      Neues Video zu den Komitee-Aktionen auf Zypern
      Der in Großbritannien berühmte Fernsehmoderator Chris Packham, der sich in den letzten Jahren durch Reportagen zum Natur- und Artenschutz auch international einen Namen gemacht hat, war in diesem Herbst erneut mit dem Komitee gegen den Vogelmord auf Zypern unterwegs. In seinem heute veröffentlichten Video berichtet er über unsere aktuellen Erfolge im Bereich der britischen Militärgebiete auf Zypern wie auch über die weiterhin riesigen Probleme mit dem Vogelfang im griechischen Teil der Mittelmeerinsel. Das sehenswerte Video (in englischer Sprache) finden Sie hier: chrispackham.co.uk/news/cyprus-massacre-on-migration-2018
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd (Geschäftsführer/CEO)
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      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 16/2018

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Der Vogelzug ist inzwischen abgeschlossen - Zeit für eine Bilanz. Bei 26 Vogelschutzcamps haben rund 250 Teilnehmer aus ganz Europa insgesamt 4.532 Vogelfallen, 569 Netze und 147 illegale elektronische Lockanlagen gefunden und abgebaut. 146 Wilderer wurden überführt, mehr als 4.000 in gefangene oder in Lockvogelkäfigen illegal gehaltene Singvögel wurden befreit.

      Tätigkeitsbericht 2018
      In unserem Tätigkeitsbericht 2018 haben wir die Ergebnisse der umfangreichen Einsätze und Kampagnen wie immer für Sie zusammengefasst. Sie finden ihn hier auf unserer Internetseite:
      komitee.de/content/aktionen-un…e/taetigkeitsbericht-2018

      Termine 2019
      Die Termine für das Jahr 2019 haben wir nun ebenfalls veröffentlicht. Wenn Sie wissen möchten, wann wir nächstes Jahr wieder wo für den Schutz unserer Zugvögel im Einsatz sind, dann schauen sie hier:
      komitee.de/content/service/termine

      Wir helfen den Zugvögeln – helfen Sie uns!
      Für die Arbeit gegen bewaffnete und gewaltbereite Vogelwilderer, die sich auf alte Traditionen berufen und oft viel Geld mit dem Vogelfang verdienen, braucht man vor allem drei Dinge: Mut, Sachkenntnis und einen langen Atem. Die Teilnehmer unserer Vogelschutzcamps bringen das alles mit. Aber damit alleine sind noch keine Reisekosten, kein Mietwagen, kein Hotel und nicht ein Ausrüstungsgegenstand finanziert. Nur mit Spenden sind wir in der Lage, unsere meist ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in die Brennpunkte der Wilderei des Mittelmeerraums zu senden. Bitte unterstützen Sie uns deswegen mit einer Spende für unsere Vogelschutzcamps. Egal ob 5 €, 10 € oder 50 € - jeder Betrag hilft!
      komitee.de/content/spenden

      Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Unterstützung und wünsche besinnliche Weihnachtstage!
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --

      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 1/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      anders als in den Vorjahren gab es beim Komitee gegen den Vogelmord dieses Mal keine Winterpause. Unser Team auf Zypern hat kurz vor Heiligabend beschlossen, nicht heim zu fahren und statt dessen auch die zwei Wochen bis zum Start des Januar-Einsatzes auf der Insel zu verbringen. Und auch die italienischen Komiteemitglieder waren erfolgreich im Einsatz:

      Wintereinsatz auf Zypern
      Das Winter-Vogelschutzcamp läuft nun schon seit Mitte Dezember. Bis vorgestern hatten unsere Team 57 aktive Fangstellen gefunden und dort insgesamt 451 Leimruten, 112 Fangnetze und 47 elektronische Lockanlagen eingesammelt. 516 Vögel konnten aus den Fallen und Netzen befreit werden. In Kooperation mit der Polizei wurde ein Wilderer überführt. Die gute Nachricht ist, dass durch unsere Einsätze inzwischen der nächtliche Fang von Singdrosseln mittels Lockanlagen und Netzen fast zum Erliegen gekommen ist. Die schlecht Nachricht: Leimruten, die sonst erst im Vorfrühling ausgelegt werden, sind jetzt schon vielfach zu finden. Alleine an einer einzelnen Stelle hat ein Komitee-Team vor zwei Tagen 181 Leimruten gefunden und zerstört. Ein vergiftet aufgefundener Mäusebussard konnte gerettet und inzwischen schon wieder freigelassen werden.

      Aktion gegen Wilderei in Kalabrien
      Bei einer konzertierten Aktion unserer süditalienischen Mitglieder zusammen mit der Umwelteinheit der Carabinieri konnten in Reggio Calabria und nahe Crotone (beides ganz im Süden an der „Stiefelspitze“) sieben Wilderer überführt werden. Vier hatten auf geschützte Vögel geschossen (vor allem Finken) oder auf Vögel, deren Jagdsaison bereits beendet war (Amseln). Zwei der Männer hatten illegale Jagdwaffen in Benutzung und einer war mit einem verbotenen elektronischen Lockgerät auf der Pirsch.

      Wilderer in Florenz überführt
      In Florenz (Mittelitalien) ist uns zusammen mit dem WWF ein „dicker Fisch“ ins Netz gegangen: Von einem Mann, dessen Kater in einer illegalen Säugetierschlinge ums Leben gekommen war, wurden wir auf einen uns bislang nicht bekannten Fangplatz aufmerksam gemacht. Zusammen mit Jagdaufsehern des WWF haben wir die Stelle ausgekundschaftet und mehrere weitere Schlingen wie auch Schlagfallen für Rotkehlchen gefunden. Die Carabinieri haben sich auf die Lauer gelegt und den 76jährigen Wilderer dabei erwischt, wie er die Vogelfallen kontrollierte. Bei einer Hausdurchsuchung fanden sie 70 Drahtschlingen für Säugetiere, 49 Schlagfallen für Singvögel, neun Schlageisen, zwei Schlagnetze sowie 2.200 Schuss Jagdmunition nebst mehreren Kriegswaffen. In den Tiefkühltruhen fanden sich 17 geschützte Singvögel (überwiegend Rotkehlchen), zudem wurden 60 ausgestopfte Tiere sichergestellt, darunter Kernbeißer, Grünspecht, Baumfalke, Mäusebussard, Turteltaube, Schnatter- und Spießente. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Jagd- und Naturschutzgesetz sowie das Waffenrecht.
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Committee Against Bird Slaughter (CABS)
      Bundesgeschäftsstelle
      An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
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      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 2/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      Der Vogelzug hat begonnen: Die ersten Kraniche, Singdrosseln und Heidelerchen sind schon in ihren Brutgebieten eingetroffen! Wie immer rufen die Zugvögel auch die Vogelfänger auf den Plan, die den Tieren überall im Mittelmeerraum mit Leimruten, Netzen und Fallen nachstellen. Unsere Winteraktionen sind jetzt komplett abgeschlossen, die Frühlings-Vogelschutzcamps stehen kurz bevor.

      Wintereinsatz auf Zypern abgeschlossen
      Nach 82 Einsatztagen ist unser Wintereinsatz auf Zypern gestern zu Ende gegangen. Insgesamt haben unsere Teams in den drei Monaten 103 aktive Fangstellen gefunden – 140 Netze, 847 Leimruten und 62 illegale elektronische Lockanlagen wurden abgebaut. Aufgrund unserer Hinweise konnte die Polizei 7 Wilderer überführen, 620 Vögel wurden von Fallen und aus Netzen befreit (überwiegend Singdrosseln, aber auch Rotkehlchen und verschiedene Grasmücken), dazu 48 Vögel, die illegal in einer Voliere gehalten wurden (vor allem Buchfinken, Turtel- und Ringeltauben). Es war der längste Wintereinsatz in unserer Vereinsgeschichte!

      Greifvogelverfolgung in Deutschland
      Letzte Woche hat ein Komitee-Team in Groß Kummerfeld bei Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) einen riesigen Fanggarten stillgelegt. Ein Tierhalter hatte rund um das Grundstück, auf dem er Geflügel hält, rund 20 Tierfallen aufgestellt. Neben Fuchs- und Marderfallen fanden wir drei Vogelfallen - in einer war ein frisch gefangener Sperber. Die von uns gerufene Polizei kam mit einem Großaufgebot und hatte neben dem Amtsveterinär auch einen Durchsuchungsbeschluss dabei. Die Vogelfallen wurden stillgelegt und der Sperber unversehrt befreit. Im Rahmen des Einsatzes haben wir erfahren, dass nur wenige Tage zuvor unweit entfernt im Kreis Nordfriesland ein Jäger mit einem frisch gefangenen Bussard erwischt wurde.

      Aktionen gegen illegale Entenjagd in Italien
      Im Podelta südlich von Venedig hat die Polizei nach Hinweisen des Komitees gegen den Vogelmord 4 Jäger bei der illegalen Jagd erwischt. Die Männer hatten auf Graugänse, Stock-, Krick- und Knäkenten geschossen und dabei das Tageslimit von 25 Tieren pro Person teils deutlich überschritten. In den fast völlig unzugänglichen und unübersichtlichen Feuchtgebieten fühlen sich die Jäger sicher und schießen zum Teil 50 und mehr Enten am Tag. Bei der Aktion wurde auch ein Restaurant entdeckt, das geschützte Entenarten auf der Speiskarte hatte. Es wurde von der Polizei durchsucht, zahlreiche Enten wurden hier sichergestellt. Das Gebiet an der Adria gilt deswegen als "Bermudadreieck" für Wasservögel. Das Komitee plant, in der Region nun regelmäßig solche Aktionen durchzuführen.

      Illegaler Verkauf von Jagdtrophäen gestoppt
      Nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord ist die Stadt Köln gegen eine Firma vorgegangen, die im Kundenauftrag zwei aus den Füßen von Elefanten gefertigte Tische sowie ein Leopardenfell für einen vierstelligen Betrag verkaufen wollte. Dabei handelt es sich um Jagdtrophäen, die trotz striktem Vermarktungsverbot angeboten und deshalb von den Behörden beschlagnahmt wurden. Gegen den Anbieter wird nun wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz und die EU-Artenschutzverordnung ermittelt.

      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
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      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)

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      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 3/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      die Frühlingseinsätze des Komitees gegen den Vogelmord rollen langsam an. Hier eine kurze Information zum Stand der Dinge:

      Kurzeinsätze in Italien
      Heute starten unsere Frühlingsaktionen in Italien. Den Auftakt macht in verlängertes Wochenende auf der süditalienischen Insel Ischia, wo in dieser Zeit im März Schlagfallen für Rotkehlchen und Hausrotschwänze aufgestellt werden. Weiter geht es zum Monatswechsel auf der Insel Ponza (auch hier geht es um Schlagfallen) und in Brescia (Netze für Drossseln). Im April sind weitere Aktionen auf den Inseln Ponza, Ischia und auch auf Palmarola geplant.

      Erstes Maltacamp des Jahres
      Bereits am letzten Samstag hat unser zweiwöchiges Frühlingscamp auf Malta begonnen. Wir hatten die Information zurückgehalten, um die Vogelfänger im Unklaren über den Beginn des Einsatzes zu lassen. Seit zwei Tagen gibt es nun Polizeiaktionen an zuvor von uns ausgekundschafteten Fangplätzen für den illegalen Fang von Finken (vor allem Stieglitze, Grünfinken und Hänflinge), so dass die Wilderer jetzt in heller Aufregung sind und unsere Anwesenheit auf der ganzen Insel bekannt ist. Anfang April geht es dann mit dem Einsatz zum Schutz durchziehender Greifvögel auf Malta weiter.

      Illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland
      In den letzten drei Wochen gab es mehrere schwere Fälle von Greifvogelverfolgung in Deutschland: Bei Traben-Trarbach an der Mosel (Rheinland-Pfalz) wurde Ende Februar ein Mäusebussard geschossen, in Borken (Nordrhein-Westfalen) hat ein Komitee-Team am 27.2. einen Habichtfangkorb bei einem Geflügelhalter entdeckt – die Polizei hat das illegale Fanggerät sichergestellt. Einen weiteren Polizeieinsatz gab es am 6.3. im sachsen-anhaltinischen Bördekreis. Dort hatten Komitee-Mitarbeiter nach einem Hinweis aus der Bevölkerung ein offen aufgestelltes Tellereisen für den Fang von Greifvögeln bei einem Hühnerhalter entdeckt. Aus Brandenburg und Baden-Württemberg wurden zudem Verdachtsfälle auf Vergiftung von Mäusebussarden und Rotmilanen gemeldet.

      Einen Zeitungsartikel zu dem Fall in Sachsen-Anhalt finden Sie hier: volksstimme.de/lokal/haldensle…e-in-altenhausen-entdeckt
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
      --
      Alexander Heyd
      (Geschäftsführer/CEO)
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 4/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      unsere erste Malta-Aktion des Jahres ist erfolgreich abgeschlossen, das zweite Vogelschutzcamp auf Zypern des Jahres hat gut begonnen. Hier ein kleines Update aus den Einsatzgebieten:

      Malta I: 6 Wilderer erwischt, neues Komitee-Video
      Nach zweieinhalb Wochen ist unser Märzeinsatz auf Malta beendet. Am 8.3. hatten wir mit einem Kleinflugzeug die ganze Insel überflogen und dabei 106 aktive Fangstellen mit Schlagnetzen gefunden. Um diese Zeit des Jahres haben es die Wilderer vor allem auf Hänflinge und Buchfinken abgesehen, die sie als Stubenvögel in Käfige sperren. Die Aufgabe der Teams am Boden bestand nun darin, diese Fangstellen regelmäßig zu kontrollieren und dann zusammen mit der Polizei zuzuschlagen, wenn die Täter vor Ort sind. Das ist erfahrungsgemäß sehr kompliziert, denn die Stellen werden nur an wenigen Stunden in der Woche genutzt und die Wilderer haben Wachen, die jede verdächtige Beobachtung in der Umgebung melden. Trotzdem ist es uns gelungen, 4 Vogelfänger inflagranti zu erwischen und weitere 18 Fangstellen zumindest stillzulegen. Zudem haben wir zwei Jäger erwischt, die außerhalb der Jagdzeit auf Zugvögel schossen – einen haben wir dabei gefilmt, wie er auf einen Wiedehopf geschossen hat! Hier finden Sie zwei Zeitungsartikel aus den maltesischen Medien zu unserem Einsatz (der untere mit aktuellem Komitee-Video!):
      independent.com.mt/articles/20…rd-caller-CABS-6736205538
      theshiftnews.com/2019/03/21/wa…being-actively-tolerated/

      Malta II: Turteltaubenjagd vom Tisch?
      Die maltesische Jägerschaft hat letzte Woche die Regierung aufgefordert, jetzt im Frühling die Jagd auf Turteltauben zu genehmigen. Die Zugvogelart ist hochgradig gefährdet, die Jagd im Frühling deswegen überall in Europa verboten. Malta hatte sich lange Zeit dagegen gewehrt, musste aber letztes Jahr dem Druck aus Brüssel nachgeben und hat die Frühlingsjagd verboten. Die Jagdvereinigung FKNK hatte argumentiert, dass die Turteltaube ohnehin aussterben würde und man sie deswegen auch bejagen könne. Das Ornis-Komitee, ein Beratungsgremium der maltesischen Regierung für Vogelschutzfragen, hat dem ignoranten Ansinnen nun eine Absage erteilt. Es ist jetzt an Regierungschef Muscat, ob er der Empfehlung des Ornis-Komitees folgt oder den Jägern ein erneutes Wahlgeschenk macht.

      Zypern: Weniger Leimruten, Politiker droht mit Gewalt gegen Vogelschützer
      Unser ausgedehnter Wintereinsatz auf Zypern hat offenbar einen bleibenden Eindruck bei den Vogelfängern hinterlassen: Derzeit sind deutlich weniger fangstellen als sonst um diese Zeit aktiv. Letztes Jahr hatten wir nach der ersten Woche des Frühlingseinsatzes 45 aktive Fangstellen mit Leimruten gefunden, nun sind es nur 6! Die Nerven bei den Wilderern liegen blank: Evgenios Hamboullas, ein ehemaliger Abgeordneter des zypriotischen Parlaments, hat auf seiner Facebookseite zu Gewalt gegen die Teilnehmer der Komitee-Vogelschutzcamps aufgerufen. "Brecht ihnen die Knochen, wo immer ihr sie trefft" schieb er, und ergänzte: "Wenn Ihr es nicht schafft, ruft mich und ich helfe euch!". Hamboullas unterstützt schon länger die Traditionalisten auf Zypern, 2016 hat er sich sogar mit einem Teller voller geschützter Mönchsgrasmücken abbilden lassen. Das Komitee gegen den Vogelmord hat nun einen Anwalt damit beauftragt, gegen den Politiker vorzugehen. Den Facebookpost hat der Mann inzwischen gelöscht. Die Cyprus mail berichtet über den Fall:

      cyprus-mail.com/2019/03/22/bre…t-against-bird-activists/
      Beste Grüße aus Bonn, Alexander Heyd
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      Alexander Heyd
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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 5/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,

      die Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord im Mittelmeerraum laufen auf Hochtouren. In fast allen Einsatzgebieten zeichnet sich ein Rückgang der Wilderei ab – zumindest im Frühling sind wir auf einem guten Weg.

      Malta: Großaktion gegen Wilderei auf Gozo

      Zusammen mit der Polizei hat das Komitee in den letzten Tagen eine große Operation gegen die Wilderei auf Maltas kleiner Nachbarinsel Gozo durchgeführt. Insgesamt wurden zwei große Fangkäfige für Turteltauben stillgelegt, drei Klappnetze für den Finkenfang und ein Bodennetz für Wachteln abgebaut. Zudem konnte in einem eingezäunten Garten ein riesiges Fangnetz mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche von der Polizei sichergestellt werden - das größte Netz dieser Art, das je auf Malta gefunden wurde. Es war unmittelbar an einer Voliere voller Turteltrauben und Singvögeln aufgestellt. Alle Fangplätze waren in den Tagen zuvor von Teams des Komitees gegen den Vogelmord ausgekundschaftet worden. Während die Wilderei mit Netzen immer noch ein großes Problem darstellt, geht der Abschuss geschützter Arten im Frühling spürbar zurück.

      Die Times of Malta berichtet aktuell über die Komitee-Aktion auf Gozo: timesofmalta.com/articles/view…inds-huge-mist-net.707589

      Zypern: Hohe Geldstrafe für Singvogelfänger

      In der Nähe von Paralimni im Südosten der Insel hat ein Team des Komitees gegen den Vogelmord auf der Suche nach Fangstellen 12 Leimruten gefunden und an die Polizei gemeldet. Die Beamten konnten den Mann auf frischer Tat ertappen - er hatte bereits 2 Mönchsgrasmücken gefangen. Auf Zypern sind die Strafen für Wilderei außerhalb der Jagdzeit (September bis Februar) besonders hoch - der überführte Mann muss 8.000 € zahlen! Dass er es mehr als verdient hat, zeigt seine Geschichte: Aufgrund von unseren Hinweisen wurde er bereits fünf Mal überführt: 2012 mit 5 Netzen und nur drei Tage später mit 130 Leimruten, 2014 mit 360 Leimruten und in 2015 einmal mit 107 und kurz darauf mit 118 Leimruten. Bis 2017 waren die Strafen lächerlich niedrig - jetzt muss der Vogelfänger tief in die Tasche greifen!

      Die Tageszeitung Cyprus Mail berichtet über den spektakulären Fall: cyprus-mail.com/2019/04/15/rep…-handed-using-limesticks/

      Spenden für die Vogelschutzcamps

      Der Vogelzug erreicht nun seinen Höhepunkt – inzwischen laufen überall im Mittelmeerraum unsere Vogelschutzcamps. Am heutigen Gründonnerstag sind gut drei Dutzend Komitee-Mitglieder im Einsatz: Die Aktion auf Malta ist Ostermontag abgeschlossen, das Zyperncamp läuft noch bis Mitte Mai. In Italien sind wir in diesen Tagen auf Ponza, Palmarola, in Brescia uns auf Ischia aktiv, in Kürze beginnen wir auch mit dem Vogelschutzcamp an der Straße von Messina. Mit einer Spende können Sie uns unmittelbar bei der Realisierung dieser Aktionen helfen und so die Zugwege unserer Vögel ein Stück sicherer machen. Hier ist ein Link zu unserem Osternest – extra nicht besonders aufwändig versteckt ;)

      komitee.de/content/spenden

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung und schöne Ostertage!

      Alexander Heyd
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      Alexander Heyd
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      Antoine de Saint-Exupéry
    • Vogelschutz-Newsletter 6/2019

      Liebe Natur- und Tierfreunde,
      der Vogelzug ist weitgehend abgeschlossen, mit den Rohrsängern und Spöttern sind die Spätankömmlinge in den Brutgebieten eingetroffen, die Zugvogeljagd kommt jetzt überall in Europa zum Erliegen. Die Vogelschutzcamps des Komitees sind deswegen jetzt auch abgeschlossen … mit einer Ausnahme.

      Zypern – weniger Vogelfallen
      Unser Vogelschutzcamp auf Zypern ist seit Sonntag abgeschlossen. In den letzten 2 Monaten haben unsere Teams im Südosten der Mittelmeerinsel 206 Leimtuten gefunden und eingesammelt, so wenige wie noch nie (zum Vergleich: Im Frühling 2017 waren es noch über 1.800). Der Grund liegt in unserer Dauerpräsenz und den durchaus happigen Strafen. Die vier Wilderer, die während der Aktion von der Polizei erwischt wurden, müssen bis zu 20.200 € zahlen! Nebenbei haben wir auch noch die illegale Entwässerung des Paralimni-Sees aufgedeckt, des einzigen nennenswerten Gewässers der Region.

      Italien – Vogelschmugglern auf der Spur
      Nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord hat die Polizei in Reggio Calabria (Süditalien) zwei Vogelhändler überführt: Die Männer hatten Vögel mit offensichtlich gefälschten Züchtererringen im Angebot und so die Komitee-Mitglieder auf sich aufmerksam gemacht. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Polizeibeamten mehr als 50 illegal gefangene Kernbeißer, Erlenzeisige, Grünfinken und Stieglitze. Die Vögel wurden in das Wildtierauffangzentrum nach Messina/Sizilien gebracht und sollen in Kürze ausgewildert werden.

      National Geographic berichtet über die Komitee-Aktionen
      Die Aktionen gegen den Vogelschmuggel in Süditalien und Malta sind auch von National Geographic aufgegriffen worden. Den in diesen Tagen veröffentlichten ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie hier (auf Englisch):
      nationalgeographic.com/animals…glers-in-southern-europe/

      Deutschland – Greifvogelverfolgung im Norden
      In Norddeutschland hatten wir in den letzten zwei Wochen mehrere Fälle illegaler Greifvogelverfolgung. In Dithmarschen (Schleswig-Holstein) gab es eine Fundhäufung toter Greifvögel in einem jagdlich intensiv genutzten Gehölz, in Nienburg (Niedersachsen) hat ein Komitee-Team eine Greifvogelfalle bei einem Taubenzüchter gefunden und mit der Polizei demontiert, in Hamburg haben wir nach jahrelangen Recherchen eine große Fanganlage für Rabenvögel und Greifvögel stillgelegt. Zu dem Fall in Hamburg sind mehre Zeitungsartikel erschienen, hier zwei Links:
      mopo.de/hamburg/tote-tiere-und…von-ochsenwerder-32460616
      bild.de/regional/hamburg/hambu…werder-61663274.bild.html

      Bozen – Aktion gegen Nesträuber
      Bei unserem letzten Frühlingseinsatz, der am kommenden Wochenende startet, geht es wieder um die Kükendiebe von Bozen. Die Wilderer rauben Drosselnester in den riesigen Obstplantagen aus, um die Küken als angebliche Nachzuchten an Singvogeljäger zu verkaufen. Den Tätern auf die Schliche zu kommen, ist extrem schwierig, in den letzten Jahren konnte kaum ein Dutzend Wilderer überführt werden. Wir hoffen aber, dass alleine unsere Präsenz einige Täter abschreckt und so viele Nester unbehelligt bleiben.
      Beste Grüße, Alexander Heyd
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