Dies und Das

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    • Auferstehung aus der Urzeit
      Forscher wollen Mammut klonen


      Es klingt wie Zukunftsmusik, soll allerdings schon in wenigen Jahren Realität werden: In Japan wollen Wissenschaftler das vor 4000 Jahren ausgestorbene Mammut wieder auferstehen lassen. Dazu soll einer Elefanten-Eizelle Zellkerne aus einem eingefrorenen Kadaver eingesetzt werden.

      Wird das Mammut wieder auferstehen?
      (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)
      Japanische Wissenschaftler wollen in fünf bis sechs Jahren ein Mammut klonen und damit eine seit Tausenden von Jahren ausgestorbene Tierart auferstehen lassen. "Die Vorbereitungen sind abgeschlossen", sagte der Forschungsleiter Akira Iritani der Zeitung "Yomiuri Shimbun".

      Im Sommer soll sein Team Gewebe aus dem im Eis eingeschlossenen Kadaver eines Mammuts aus einem russischen Labor erhalten. Später sollten Mammut-Zellkerne in eine Elefanten-Eizelle eingepflanzt werden, um den Embryo dann einer Elefantenkuh einzusetzen. Die Elefanten sind die nächsten heute lebenden Verwandten des mit dem Ende der Eiszeit ausgestorbenen Mammuts.

      "Verstehen, warum es ausgestorben ist"
      Das Team wird sich auf die Arbeit des japanischen Wissenschaftlers Teruhiko Wakayama stützen, dem es gelang, tote und seit 16 Jahren eingefrorene Mäuse zu klonen. Iritani rechnet damit, dass das erfolgreiche Klonen eines Mammuts mehr Kenntnisse über das riesige Säugetier ermöglicht. "Falls es gelingt, werden wir seine Lebensbedingungen und seine Gene studieren, um unter anderem verstehen zu können, warum es ausgestorben ist", sagte der emeritierte Professor der Kyoto-Universität.

      Mammutfunde wurden zu mehr als 80 Prozent im Permafrostboden im östlichen Sibirien gemacht. Das japanische Team arbeitet mit einem russischen Mammut-Experten und zwei US-Spezialisten für Elefanten zusammen.
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Jetzt amtlich: Sie dürfen im Wald Gangster jagen


      Dienstwaffe muss aufs Verbrecherbein gerichtet werden
      Gangster, leg dich nicht mit dem Förster an.

      ddp


      Berlin - Waldbrandstifter oder Wildschwein-Wilderer müssen die rächende Kugel des Försters fürchten: Berlins Forstbeamte dürfen auf sie schießen!

      In einer Verwaltungsvorschrift regelt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, unter welchen Umständen einer der rund 40 Forstbeamten mit Dienstbüchse auf Missetäter feuern darf. Grundsätzlich darf es der Waidmann nicht auf einen Blattschuss absehen: Er muss auf die Beine zielen. Vorher muss er warnen, gegebenenfalls durch einen Schuss in die Luft, sagt die Vorschrift, die an Regeln für Polizisten angelehnt ist – das „Gesetz über die Anwendungen unmittelbaren Zwangs“ mit dem netten Kürzel UZwG Berlin.

      Vor allen Dingen muss dem Förster bekannt sein, dass der Mensch, den er anvisiert, ein Verbrechen (Mindeststrafe ein Jahr Haft) begangen hat, flüchten oder die Missetat erst noch begehen will. Bei Vergehen wie Wilderei, wo die Strafe niedriger ist, muss der Täter zusätzlich Schusswaffe oder „Explosivmittel“ haben. Unter Umständen darf der Förster außerhalb des Waldes schießen, wenn etwa ein Meuchelmörder nach der Tat aus dem Tann entrann.

      Marc Franusch vom Landesforstamt: „Seit Menschengedenken hat kein Förster mehr auf einen Menschen geschossen.“ Umgekehrt sei letztmals 1908 ein Förster in Berlin erschossen worden. Der Fall in Köpenick wurde nie geklärt.

      GL

      berlinonline.de/berliner-kurie…gangster_jagen/326394.php
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    • Geheimnis um Moorleiche gelüftet

      Die Teenagermoorleiche "Moora" hat in ihrem kurzen Leben unter zahlreichen Krankheiten gelitten. Sie habe einen Tumor im Kopf und eine Verkrümmung der Wirbelsäule sowie eine chronische Entzündung des Schienbeins gehabt, sagte der Wissenschaftler Prof. Michael Schultz aus Göttingen in Hannover.

      Das Mädchen "Moora" aus dem Uchter Moor im Kreis Nienburg beschäftigt seit 2005 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Jetzt wurde auch eine Gesichtsrekonstruktion der etwa 2650 Jahre alten Moorleiche erstellt. "Es ist der Blick in das Gesicht einer jungen Frau, zu deren Zeiten Rom noch ein unbedeutendes Dorf war", sagte der Leiter des niedersächsischen Denkmalamtes, Stefan Winghart.

      http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Geheimnis-um-Moorleiche-gelueftet-article2412551.html
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    • Studie: Verkehr in EU ab 2050 weitgehend ohne Öl möglich

      Der gesamte Verkehr in Europa könnte einer Studie zufolge 2050 weitgehend ohne die herkömmlichen fossilen Kraftstoffe auskommen. Durch Alternativen wie Biotreibstoffe und Strom würden Autos, Schiffe, Flugzeuge und die Bahn von Öl unabhängig, heißt es im Bericht einer Expertengruppe der EU-Kommission. Demnach sind alternative Kraftstoffe das beste Mittel zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor.

      Technisch wäre es dem Bericht zufolge möglich, ölbasierte Kraftstoffe in allen Verkehrsträgern durch Bio- und synthetische Kraftstoffe zu ersetzen. Diese passten bereits zu den heutigen Motoren und könnten über die bestehende Infrastruktur getankt werden. Eingeräumt werden allerdings Probleme zum Beispiel bei der Herstellung. Verwiesen wird mit Blick auf die Erzeugung von Biokraftstoffen auf Probleme mit der Landnutzung, besonders eine Konkurrenz zur Herstellung von Lebensmitteln. Und bei synthetischen Kraftstoffen zum Ersatz von Diesel und Kerosin ist laut Studie noch die CO2-Bilanz verbesserungswürdig.

      Die EU-Experten setzen deswegen auf einen Mix mit weiteren Energieträgern, nämlich Strom, Flüssiggas und Methan. Für jedes Verkehrsmittel regen sie andere Optimallösungen an, die wiederum von der zurückzulegenden Entfernung abhängen. So favorisiert die Studie beispielsweise für Kurzstrecken mit dem Auto Strom und für lange Distanzen unter anderem Flüssiggas; Flugzeuge sollten von aus Biomasse hergestelltem Kerosin angetrieben werden.

      Die EU-Kommission will im laufenden Jahr eine "Initiative für umweltfreundliche Verkehrssysteme" einleiten und dabei die Studie berücksichtigen. Der Verkehr ist neben dem Bausektor eines der Felder, auf dem die Kommission für die kommenden Jahre die größten Potenziale für mehr Energieeffizienz sieht.
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    • Orang-Utan genetisch zu 97 Prozent mit Mensch identisch

      London (dpa) - Das Orang-Utan-Erbgut ist entziffert. Es sei zu 97 Prozent mit dem des Menschen identisch, berichtet ein internationales Forscherteam. Mensch und Schimpanse teilen 99 Prozent ihres Genoms. Das Erbgut der Orang-Utans habe sich in den vergangenen Jahrmillionen viel langsamer verändert als das anderer Menschenaffen und der Menschen, schreiben die Wissenschaftler im britischen Fachblatt Der Orang-Utan ist entwicklungsgeschichtlich unter den Menschenaffen der am weitesten entfernte Verwandte des Menschen. Ihre gemeinsame Evolution endete bereits vor 12 bis 16 Millionen Jahren. Die Wege von Schimpanse und Mensch trennten sich erst vor etwa 4,5 bis 6 Millionen Jahren.

      Devin Locke vom Genome Center der Washington University in Saint Louis (US-Staat Missouri) hatte gemeinsam mit mehr als 100 Wissenschaftlern von 31 verschiedenen Forschungsinstituten zunächst das Erbgut eines Weibchens namens Susie von der Sumatra-Orang-Utan-Art (Pongo abelii) im Detail untersucht. Mit diesem Referenzgenom analysierten sie anschließend noch das Erbgut von fünf weiteren Sumatra-Orang-Utans sowie von fünf Borneo-Orang-Utans (Pongo pygmaeus). Die Analyse zeigte auch, dass sich die Entwicklungslinie der beiden Orang-Utan-Arten viel später trennte als bisher angenommen, nämlich erst vor etwa 400 000 Jahren.

      Trotz der langsamen Veränderung des Orang-Utan-Genoms gibt es eine große genetische Vielfalt innerhalb und zwischen den beiden Arten der «Waldmenschen» auf den südostasiatischen Inseln Borneo und Sumatra. So wiesen die beiden Populationen zusammen etwa doppelt so viele Variationen auf wie der Mensch. Unter den Sumatra-Orang-Utans sei die genetische Diversität noch höher als unter den Borneo-Orang-Utans ­ obwohl ihre Zahl in freier Wildbahn gerade mal bei 7000 Tieren liege. Die Zahl der Borneo-Orang-Utans wird auf etwa 50 000 geschätzt. Es sei ein Rätsel, wie die kleine Population auf Sumatra eine so hohe Vielfalt erhalten habe, sagte Locke.

      Eine große genetische Vielfalt sei grundsätzlich von Vorteil, weil es den Tieren erleichtere, sich an Umweltveränderungen anzupassen. Ob die Orang-Utans jedoch angesichts der anhaltenden Zerstörung ihres Lebensraumes davon profitieren können, sei fraglich, schreiben die Forscher. Die Orang-Utans und ihre Vorfahren waren in den Wäldern Südostasiens einst weit verbreitet.

      Der Name Orang-Utan bedeutet in der Sprache Malaysias «Waldmensch» und weist auf die ausgeprägte baumbewohnende Lebensweise der Tiere hin. Nur selten kommen die Orang-Utans überhaupt auf den Boden. Durch Abholzungen der Wälder, der Fragmentierung ihres Lebensraum und auch durch die Jagd ist das Überleben der Affen in freier Natur bedroht. Auf der Roten Liste der bedrohten Arten sind die Sumatra-Orang-Utans als «vom Aussterben bedroht» und die Borneo-Orang-Utans als - «stark gefährdet» eingestuft.
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    • Schlimmste Form der Erkrankung
      Hepatitis-D-Therapie entdeckt



      Hepatitis D ist eine Seltenheit der Natur. Wenn der Virus allerdings Menschen infiziert, dann ist er hochaggressiv und zerstört in kurzer Zeit die Leber. Bisher gibt es nur eingeschränkte Therapiemöglichkeiten. Das könnte sich jetzt ändern.

      Forscher unter Leitung der Professoren Michael Manns und Heiner Wedemeyer von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben eine neue Therapie gegen Hepatitis D entdeckt. Mit der von ihnen untersuchten Wirkstoffkombination konnten sie erstmals bei einem Viertel der Patienten eine Ausheilung der Hepatitis-D-Virusinfektion erreichen, teilte die MHH mit. Bislang gab es keine standardisierte Behandlung für Hepatitis D. Die Ergebnisse werden im Fachblatt "The New England Journal of Medicine" veröffentlicht.

      Eine chronische Hepatitis-D-Infektion tritt nur zusammen mit einer Hepatitis B-Infektion auf und ist nach MHH-Angaben die schlimmste der Virushepatitisformen mit besonders schneller Entwicklung einer Leberzirrhose. Weltweit sind mindestens zehn Millionen Menschen infiziert. In Deutschland sind etwa 3000 Menschen erkrankt, wobei insbesondere Migranten betroffen sind.

      Standardtherapie für Hepatitis-Patienten

      An der Studie waren neben 15 deutschen Zentren auch türkische und griechische Kliniken mit insgesamt 90 Patienten beteiligt. In drei Gruppen erhielten die Infizierten unterschiedliche Medikamente. In der Studie konnte gezeigt werden, dass eine Behandlung mit Peginterferon alfa-2a und Adefovir dipivoxil wirksam ist. Damit konnte erstmals eine Standardtherapie bei Hepatitis D eintwickelt werden.

      Peginterferon alfa-2a, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Interferone, wird derzeit bereits in der Therapie der chronischen Hepatitis B und C eingesetzt, Adefovir dipivoxil ist ein Medikament zur Behandlung der chronischen Hepatitis B.

      jze/dpa
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    • Ansteckung wie bei Grippe
      Lepra noch nicht ausgerottet


      Einige Menschen sind verstümmelt, andere teilweise gelähmt: Lepra ist auch fast 140 Jahre nach der Entdeckung des Erregers in vielen Ländern noch nicht besiegt. Dabei gibt es wirksame Medikamente.

      Entstellt, behindert, ausgestoßen. Leprakranke werden in vielen Teilen der Welt weiterhin stigmatisiert. Sie finden keine Partner, ihnen werden bestimmte Grundrechte vorenthalten. In Nepal ist die heilbare Infektionskrankheit sogar ein Scheidungsgrund. Im Senegal durften Leprakranke lange Zeit nicht wählen, nach China oder in die USA dürfen sie offiziell nicht einreisen. Der Welt-Lepra-Tag am 30. Januar soll auf die Situation der zum Teil gelähmten und entstellten Betroffenen aufmerksam machen.

      Das Stigmapotenzial ist in etlichen Ländern nach wie vor hoch, auch in Deutschland. Dabei sind die meisten Menschen genetisch immun. "Man steckt sich mit der Lepra durch eine Tröpfcheninfektion an wie mit der Grippe, nur dass die Lepra bei weitem weniger infektiös ist", erklärt der medizinische Leiter der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW), Adolf Diefenhardt. "Infizieren kann sich jeder, aber nur fünf bis zehn Prozent der Menschen erkranken."

      Genauer Infektionsweg noch immer unbekannt

      Der Infektionsweg ist fast 140 Jahre nach der Entdeckung des Bakteriums (Mycobacterium leprae) im Jahr 1872 nicht im Detail bekannt. Lepra ist eine Bakterieninfektion der Haut und des Nervensystems. Problematisch sind vor allem die "stillen Überträger", also Menschen, die den Erreger verbreiten, ohne selbst zu erkranken. Sie tragen nach Meinung vieler Mediziner dazu bei, dass die Erkrankung bis heute nicht ausgerottet ist. Jährlich werden weltweit rund 250.000 Neuerkrankungen registriert. "Es gibt aber eine hohe Dunkelziffer", sagt Diefenhardt. Bis zu vier Millionen Menschen leiden unter den Folgen der Krankheit, schätzt er.

      Besonders betroffen sind Brasilien und Indien, aber auch der Südsudan. Dort arbeitet Krankenschwester Leonore Küster seit drei Jahren im Auftrag des in Würzburg sitzenden Hilfswerks. Mit Partnern im Südsudan versucht sie, medizinische Fachkräfte in die Region zu holen. "Die Medikamente stellt die Weltgesundheitsorganisation, die kosten nichts", berichtet die 55-Jährige. Das Geld der DAHW fließe in logistische Projekte oder in die Ausbildung der Ärzte. Denn viele Mediziner würden die typischen Symptome der Krankheit nicht kennen.

      Schmerzunempfindlichkeit hat schlimme Folgen
      Im schlimmsten Fall lösen sich durch die Erkrankung die Knochen auf.
      Betroffene haben je nach Hautfarbe rötliche oder helle Flecken auf der Haut. Oft ist auch das Nervensystem angegriffen. Viele Kranke werden schmerzunempfindlich - mit fatalen Folgen. Gerade in Entwicklungsländern verbrennen sich Frauen immer wieder beim Kochen, die Leprakranken merken davon aber nicht sofort etwas. Verletzungen können sich entzünden und im schlimmsten Fall sogar eine Knochenentzündung verursachen. "Das führt dann zu langwierigen Infektionen und kann zur Auflösung des Knochengewebes führen", erläutert Mediziner Diefenhardt.

      In Deutschland gilt Lepra seit den 1920er Jahren als ausgerottet. Dennoch wurden in den vergangenen Jahren im Schnitt jährlich zwei Fälle registriert. Die Betroffenen sind meist Migranten aus Afrika oder Asien oder Reisende, die lange Zeit in engem Kontakt mit einem Infizierten waren. In Europa treten Lepraerkrankungen vor allem in Rumänien und Bulgarien auf.

      Antibiotika helfen nur kurz nach Ausbruch
      Anders als bei akuten Infektionskrankheiten kann es nach der Infektion Jahrzehnte dauern, bis die Krankheit ausbricht. Eine Impfung gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nicht. Die Krankheit lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Gegen ein erstes Medikament, das Forscher 1947 entwickelten, wurden die Lepraerreger Ende der 1960er Jahre allerdings zunehmend resistent. Mittlerweile gibt es eine Arzneimittelkombination - drei Antibiotika werden zwischen 6 und 12 Monate lang eingenommen. Die Medikamente helfen aber nur, wenn die Krankheit rasch nach ihrem Ausbruch behandelt wird.

      Der Welt-Lepra-Tag wird immer am letzten Sonntag im Januar begangen. Als Initiator gilt der Franzose Raoul Follereau. Die Hilfsorganisation DAHW kümmert sich seit 1957 um die Belange von Infektionskranken und fördert in diesem Jahr mit rund 10 Millionen Euro Hilfsprojekte in 27 Ländern.
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    • RE: Evolution geht weiter

      Nordkurier - Pasewalker Zeitung
      Artikel vom 01.02.2011

      Betrug: Polizei warnt vor neuer Masche
      Uecker-Randow/Neubrandenburg (NK).

      Die Polizei warnt Inhaber sogenannter Paysafe-Cards vor Betrügern.

      Wie die Pressestelle der Polizei Neubrandenburg gestern mitteilte, hatte ein Mann am Wochenende dieses elektronische Bezahl-System missbraucht, um tausende Euro zu erbeuten.

      Die Angestellte einer Tankstelle in Jarmen erhielt am späten Sonnabendabend einen Anruf auf dem Dienstapparat. Der Anrufer stellte sich glaubhaft als Mitarbeiter der zuständigen Sicherheitsfirma vor. Durch einen Trick brachte er sie dazu, ihm mehrere Pin Codes dieser Paysafe-Cards zu nennen. So ist ein Schaden von mehreren Tausend Euro entstanden, da diese Codes wie Bargeld zu behandeln sind.

      Bei dem Paysafe-Card-System handelt es sich um ein unbares Bezahlungssystem für den Onlineeinkauf. Der Kunde erwirbt bei einem Händler eine Wertkarte mit entsprechendem Betrag. Mittels Eingabe des aufgedruckten Pin Codes bei einem entsprechenden Onlinedienst lässt sich so bezahlen. Die Polizei appellierte: "Wir möchten ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche warnen und bitten alle Nutzer dieses Systems, ihre Angestellten noch einmal genau zu instruieren."
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    • Der Schatz liegt auf der Müllhalde


      In Zeiten, in denen Minen der Vergangenheit angehören, könnte in Deutschland bald wieder gegraben werden: "Urban Mining" soll unsere längst weggeworfenen Rohstoffe wieder zurück in den Wertstoffkreislauf holen. Damit könnten in Zukunft auch Mülldeponien zur Goldgrube werden.

      Elektroschrott, Sperrmüll, Verpackungsmaterial: Jedes Jahr wandern in Deutschland tausende Tonnen von Abfall in den Müll - und mit ihnen verarbeitete Rohstoffe. Gleichzeitig wird der Nachschub aus der Natur durch "Primärrohstoffe" immer knapper. Auf dem weltweiten Rohstoffmarkt ist dadurch längst ein Gerangel um knappe Ressourcen wie Metall entstanden. Die Preise steigen mit dem wachsenden Konsum wohl auch in Zukunft. Das macht "Urban Mining" interessant.

      Metalle
      Begehrt und knapp
      Durch die moderne Gesellschaft werden inzwischen inflationär seltene Metalle gebraucht. Besonders High-Tech Metalle wie Tanal oder Indium, die auch seltene Erden genannt werden, stecken in jedem Handy. Und ihr Preis steigt mit der Nachfrage. Die EU hat im Jahr 2010 bereits eine Liste mit 14 kritischen mineralischen Rohstoffen herausgegeben, unter anderem Graphit. Sie werden nur in wenigen Ländern hergestellt und die Nachfrage für die Rohstoffe könnte bis 2030 um das dreifache steigen.

      Statt neu zu importieren, sollen deswegen bereits verbaute Stoffe wieder genutzt werden. Bessere Recyclingkonzepte für Elektroschrott könnten hier helfen. Aber auf der Suche nach alten Rohstoffen sollen auch alte "Minen" helfen.
      Rohstoffgewinn durch Müll
      Die einmal gewonnenen Rohstoffe sind längst nicht verloren. Sie liegen in den Müllbergen der Städte begraben. Sekundärrohstoffe nennt man die Rohstoffe, die man potentiell aus Müll wiedergewinnen kann. Damit wird die Stadt zur Mine.

      Urbane Minen im Bauschutt und auf Deponien

      Bildunterschrift: Die Mülldeponie als Wertstofflager
      Durch Recycling wird zwar schon seit Jahren zum Beispiel bei Papier der Wirtschaftskreislauf besonders effektiv geschlossen. Bei Elektroschrott tut man sich allerdings noch schwer. Zusätzlich zum normalen Recycling sollen durch urban mining auch längst vergessene Ressourcen in ungewöhnlichen Lagern zurückgewonnen werden.

      Alte Gebäude bergen in ihrem Bauschutt Sekundärrohstoffe. Die Schätze dort beutet man bereits aus. Bisher aber ungenutzt ist der Müll von gestern in stillgelegten Deponien. Sie könnten zu wahren Goldminen werden. Denn vor vierzig Jahren wurde noch kein großer Unterschied zwischen wertlos und wiederverwertbar gemacht.

      Graben im Müllberg
      Welche Schätze solche Gruben bergen, erforschen Wissenschaftler von der Universität Gießen in Baden-Württemberg und Hessen. In Wiesbaden und Reiskirchen hat Stefan Gäth, Professor für Ressourcenmanagement Probebohrungen auf geschlossenen Deponien durchgeführt. Allein in der Mülldeponie in Reiskirchen lagern den Wissenschaftlern zufolge Rohstoffe, die 25 bis 80 Millionen Euro wert sein könnten.

      Dass bald ein wahrer Goldrausch auf den geschlossenen Deponien ausbricht, ist aber noch unwahrscheinlich. Denn auf vielen Deponien stehen inzwischen Parks und Grünanlagen. Ein Rückbau würde das zerstören und zudem jahrelang eingeschlossene giftige Gase wieder freisetzen. Die Wissenschaftler um Gäth wollen diese Kosten und die erwarteten Gewinne von "Urban Mining" in Mülldeponien in ihrem Projekt abwiegen und ein Entscheidungsmodell für den Deponie-Rückbau schaffen. Letztlich werden wohl auch hier die Preise auf dem Rohstoffmarkt den Ausschlag geben.
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Man kann in Deutschland nur noch mit dem Kopf schütteln wenn man diesen Artikel ließt.
      Wenn ich richtig gegoogelt habe, ist der Süße Grund erst 2007 zum FFH Gebiet gemacht worden, was ist den eigentlich mit "Bestandschutz"

      Was sagst du dazu Henry ?


      100 Jahre störte die Hütte niemanden


      Die Gartenbesitzer im „Süßen Gründchen“ schütteln den Kopf über den Gesetzgeber: Nach Jahrzehnten sollen sie nun ihre Anlagen im Bad Sodener Stadtteil Neuenhain räumen.
      Von Heike Lattka, Bad Soden
      „Der Garten ist unsere ganzes Glück und unser Hobby”, sagt das Ehepaar Gnauf - doch soll es den Garten räumen
      03. Februar 2011 Eine der ersten Erinnerungen von Erwin Reul ist eng mit seinem Garten verbunden. Drei Jahre alt war er, als über der Gartenhütte lautlos das Luftschiff „Hindenburg“ auf der Fahrt nach New York glitt. Dieser einzigartige Moment im Kreise der Familie gehöre mit zu ungezählten schönen Erinnerungen. Das Stückchen Land mitten im Flora-Fauna-Habitat „Süßes Gründchen“ sei „schon ewig im Besitz der Familie, mindestens aber 100 Jahre, schätzt Reul. Wie es Vater und Großvater vor ihm machten, so würde der Sechsundsiebzigjährige gerne den Garten an den Sohn weitergeben. Doch dazu wird es vermutlich nicht kommen. Reul muss wie etwa zwei Dutzend andere Eigentümer sogenannter „illegaler Gärten“ bis zum 30. Oktober 2012 die Hütte samt Zaun abreißen lassen.

      Die Räumung geht auf eine Anweisung der Unteren Naturschutzbehörde zurück, die sich allerdings lediglich an die Vorgaben des hessischen Naturschutzgesetzes hält: Im schützenswerten FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) dürfen demnach keine Hütten stehen, auch wenn sich seit 100 Jahren niemand an deren Existenz gestört hat.


      Garten als Altersrefugium
      Das Ehepaar Wilhelm und Johanna Gauf, beide 72 Jahre alt, wohnt in einer Mietwohnung und nutzt den Garten als Altersrefugium: „Der Garten ist unsere ganzes Glück und unser Hobby“, sagen beiden. Hier bauen sie seit 35 Jahren Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Salat, Kohlrabi und Bohnen an. Dem nierenkranken Gauf riet der Arzt zur Biokost, weshalb das Paar auf Selbsterzeugnisse umstieg. Das frische und im Winter eingemachte Gemüse schone auch das schmale Haushaltsbudget, denn „unsere Rente ist nicht gerade üppig“, sagen die Gaufs.

      Auf ihre kleine, fünf Kubikmeter große Hütte, in der Geräte aufbewahrt werden, hat es der Gesetzgeber nicht abgesehen, wohl aber soll der Zaun aus Rücksicht auf rote Waldameisen und den Schmetterling „Baumweißling“ weichen. „Als sie das Schreiben der Unteren Naturschutzbehörde lasen, dachte sie „die sind doch nicht normal“, so Johanna Gauf. Ohne Zaun werde die gesamte Gemüseernte doch schutzlos Rehen, Wildschweinen und Hasen ausgesetzt, klagt sie. Irgendwie komme ihr das Handeln der Behörde willkürlich vor: Da müsse nebenan eine Gartenhütte weichen, die direkt an eine andere grenze, die genehmigt sei und stehen bleiben dürfe.

      Bauerlaubnis per Handschlag
      Zum Thema

      Ungenehmigte Gärten: Binnen zwei Jahren müssen die Gärten weg
      Mündlich und per Handschlag unter Zeugen erhielt Gartenbesitzer Siegfried Mückenheim im „Süßen Gründchen“ vom damaligen Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Neuenhain, Hans Müller, die Erlaubnis zum Hüttenbau. Beweisen kann der Dreiundsechzigjährige dies nicht mehr. Der damalige Ortslandwirt, der die Absprache bezeugen könnte, sei unterdessen gestorben. Die idyllisch angelegte Gartenanlage soll nun bis zum Herbst 2012 geräumt werden. Mückenheim unterschrieb, wie er sagt, „unter Druck“ ein Schreiben, das diese letzte Zwei-Jahresfrist enthielt.

      Die Behörde habe gedroht, ansonsten von sofort an das Betreten des Grundstücks anzuordnen und das Gelände kostenpflichtig zu räumen. Da habe er klein beigegeben. Sogar mit Landrat Berthold Gall (CDU) habe er schon über seinen Fall gesprochen. Denn schließlich seien es doch die Gärtner, die für die Spaziergänger die Wege mähten, die wildes Campieren verhinderten und schon lastwagenweise Müll aus dem „Süßen Gründchen“ abtransportiert hätten, sagt Mückenheim und fügt hinzu: „Wir sind hier die Wächter der Natur.“ Aber alles Reden nutze nichts, „hier gelten nur die Gesetzesbuchstaben“, befürchtet er. Die Behörde nehme billigend in Kauf, dass das „Süße Gründchen“ verbusche und verwildere.

      „Das ist unsere Sommerfrische“
      Die Rhododendren-Büsche im Garten von Menno Strutz pflanzten die Kinder zu seinem siebzigsten Geburtstag. Fünf Kinder, neun Enkelkinder und demnächst das achte Urenkelkind bevölkerten im Sommer stets das Gelände, berichtet er. „Das ist unsere Sommerfrische.“ Hier würden Geburtstage gefeiert, weil es doch in der Wohnung viel zu eng sei. Für 25.000 Mark kaufte er 1980 seinen Garten samt Datscha – nun soll alles weg. Auch die Rhododendren müssen weichen: Sie sind nach Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde „artfremd“.

      Text: F.A.Z.
      Bildmaterial: Lena Grimm
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    • Deutsche produzieren mehr Müll


      Wiesbaden (dapd). Das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland steigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag wurden 2009 insgesamt 37,2 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Das entspreche einem Durchschnitt von 455 Kilogramm je Einwohner. 2008 waren es noch 36,7 Millionen Tonnen Abfälle insgesamt beziehungsweise 448 Kilogramm pro Einwohner gewesen. .Das Pro-Kopf-Abfallaufkommen setzte sich 2009 vor allem aus rund 199 Kilogramm Haus- und Sperrmüll, 143 Kilogramm Wertstoffen und knapp 111 Kilogramm Bioabfällen zusammen, wie die Statistiker mitteilten.

      Mit 20,8 Millionen Tonnen wurde mehr als die Hälfte der Abfälle von den Haushalten getrennt gesammelt, wie es weiter hieß. Davon waren 9,1 Millionen Tonnen organische Abfälle und 11,7 Millionen Tonnen getrennt erfasste Wertstoffe, insbesondere Papier, gemischte Verpackungen inklusive Leichtverpackungen und Glas. Das Aufkommen an organischen Abfällen, also Biotonne, Garten- und Parkabfälle, nahm den Angaben zufolge leicht zu. Die Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe stagnierte hingegen auf Vorjahresniveau.

      dapd
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    • Russlands Präsident Medwedew will die Uhr nicht mehr zurückdrehen


      MOSKAU - Um volle zwei Stunden wird die amtliche Zeit der natürlichen in Russland künftig voraus sein. Zu Beginn der Sommerzeit am 27. März, so Präsident Dmitri Medwedew, würden zwischen Kaliningrad (Königsberg) im Westen und Kamtschatka im Osten die Uhren letztmalig um eine Stunde vorgestellt. Und Ende Oktober, wenn der Rest der Welt wieder zur Normalzeit – auch Winterzeit – übergeht, nicht mehr zurückgestellt.

      Medwedew plädiert bereits seit Amtsantritt im Mai 2008 für eine ganzjährig geltende Zeit. Das Vor- und Zurückstellen der Uhren, so die Begründung, habe negative Folgen für die Gesundheit der meisten Bürger. Wissenschaftler sehen das ähnlich, hatten aber gehofft, der Kremlchef werde sich bei der Korrektur dazu aufraffen, auch einen Beschluss der Stalin-Ära zu korrigieren, durch den die Uhren in Russland bereits seit über achtzig Jahren falsch gehen.



      Russland wäre der Normalzeit dann zwei Stunden voraus
      Angeblich um Energie zu sparen, hatte die Sowjetregierung schon im Frühjahr 1930 per Dekret die Sommerzeit in Kraft gesetzt, die Uhren im Herbst aber nicht wieder zurückgestellt. Bereits seit damals ist die amtliche Zeit der natürlichen damit um eine Stunde voraus. Da sich die Sowjetunion 1981 der nach der Ölkrise 1977 eingeführten Sommerzeit des Westens anschloss, kommt durch Medwedews Erlass im Herbst eine weitere dazu.

      Die Länge des Lichttages hängt von der geografischen Breite ab. Für lange helle Nächte im Sommer bittet Mutter Natur die meisten Regionen Russlands im Winter mit extrem kurzen Tagen zur Kasse. Sogar in Moskau, das auf dem 55. Breitengrad und damit weit südlich des Polarkreises liegt, wird es im Dezember und im Januar erst kurz vor neun Uhr hell und sieben Stunden später schon wieder dunkel. Nach der neuen Regelung geht die Sonne künftig zwar eine Stunde später unter, aber auch eine Stunde später auf: Gegen zehn Uhr, wie derzeit in St. Petersburg oder im Polaren Ural, seit Jahren unangefochtener statistischer Spitzenreiter bei Selbstmorden, Depressionen und Alkoholkonsum. Ein später dunkler Morgen, so hiesige Psychologen, gehe dem Menschen sehr viel mehr aufs Gemüt als ein früh hereinbrechender Abend.

      Energiepolitisch rechnet sich der Großfeldversuch auch nicht. Sogar die Duma, wo die Regierung eine Zweidrittelmehrheit hat, verweigerte entsprechenden Vorlagen daher bereits 2003 und 2008 die Zustimmung. Beobachter fragen sich, was Medwedew geritten hat, das Vorhaben notfalls per Dekret durchzuziehen und so nicht nur die Kunstzeit Stalins zu konservieren, sondern den Diktator gar links zu überholen.





      Medwedew will die Zeit innerrussisch angleichen
      Es geht Medwedew wohl darum, die Zeitzonen einzudampfen. Zentrum und Regionen müssten besser kommunizieren können, sonst sei der Fortbestand Russlands in seinen heutigen Grenzen gefährdet, warnte er schon in seiner ersten Jahresbotschaft. Eben deshalb wurden zwei der elf Zeitzonen bereits 2010 abgeschafft. Und durch die neue Amtszeit bewegt sich der kleine europäische Teil ab Herbst 2001 auf die große Landmasse in Asien immerhin um eine volle Stunde zu, zumal in mehrere Regionen in Sibirien und Fernost keine Sommerzeit gelten soll.

      Mit seinem Fernziel, die restlichen neun auf vier, maximal fünf zu reduzieren, dürfte Medwedew aber scheitern. Denn eine Zeitzone umfasst mal gerade fünfzehn Längengrade und ist nicht beliebig dehnbar. Es sei denn, man nimmt selbst im Hochsommer Erwachen in tiefer Dunkelheit und um Mitternacht einen Sonnenbrand in Kauf. (Von Erich Wiesner)
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    • Hamburg (dapd-nrd).

      Wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt die Staatsanwaltschaft Stade gegen die Geschäftsführer der Cuxhavener Firmengruppe Lohmann Tierzucht (LTZ).

      Es seien Strafbefehle mit einer entsprechenden Geldstrafe beantragt worden, die aber noch nicht rechtskräftig seien, sagte Staatsanwalt Kai Thomas Breas am Samstag auf dapd-Anfrage in Stade. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

      Wie es in dem Bericht heißt, gehört LTZ gehört zur Firmengruppe von Erich Wesjohann, einem der weltgrößten Hühnerzuchtkonzerne, der über hundert Länder beliefert. Das Optimieren des Huhns für den Weltmarkt war laut "Spiegel" ohne Tierquälerei offenbar nicht möglich: Hühnerküken wurden massenweise an Kämmen und Zehen amputiert, was nach dem Tierschutzgesetz verboten ist.

      In einem Gutachten für die Behörden stellte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit laut "Spiegel" klar, dass für diese Verstöße auch keine tierärztliche Ausnahmegenehmigung vorlag. In Cuxhaven seien zudem massenweise für die Zucht unbrauchbare Eintagsküken mit CO2 vergast worden. Töten ohne Grund sei jedoch gesetzlich untersagt.

      Die Kadaver sind dem Bericht zufolge offenbar nicht einmal verarbeitet worden, etwa zu Tierfutter. Aus Ermittlungsunterlagen geht hervor, dass die toten Küken zur Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft gebracht wurden, wo sie im Hausmüll landeten. Das jedoch wäre illegal.

      dapd
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    • Droht Osnabrück eine Taubenplage?



      Osnabrück. London, Venedig, Hamburg, Hannover: Viele Großstädte haben ein Taubenproblem – Osnabrück nicht. Das könnte sich allerdings bald ändern, denn die Stadt findet keinen Taubenvater mehr, der ehrenamtlich, unauffällig und effizient die Plage aus der Luft bekämpft.


      Taubenkot greift Sandstein, Lack und Metalle an. Der Schaden, der an historischen Gebäuden entsteht, ist irreparabel und teuer. Dass die verwilderten Haustauben in Osnabrück kaum Schaden anrichten, verdankt die Stadt einem älteren Herrn, der die Tiere für eine geringe Aufwandsentschädigung in einen Taubenschlag lockte und einfing.

      In der Dominikanerkirche und in der Bischöflichen Kanzlei waren solche Lebendfallen installiert. Verirrten sich beringte Brieftauben auf den Dachboden, gab der Taubenvater sie zurück an ihre Besitzer. Die eingefangenen Straßentauben wurden getötet und als Futtertiere an den Zoo weitergegeben.

      Kein Job für zartbesaitete Naturen, aber eine Alternative zu Giftködern und Unfruchtbarkeitspillen, mit denen andere Städte – meist ohne Erfolg – die Ausbreitung der unerwünschten Kulturfolger einzudämmen versuchen. Vor allem die Denkmalschützer wissen die Arbeit des Taubenvaters zu schätzen. Doch der letzte Amtsinhaber hat vor knapp einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen aufgehört. Und ein Nachfolger habe sich trotz intensiver Suche nicht gefunden, bedauert Karin Heinrich vom Fachbereich Bürger und Ordnung.

      In einer Woche wird sich der Ratsausschuss für Feuerwehr und Ordnung mit dem Problem befassen. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag der Verwaltung, künftig keinen Taubenvater mehr zu beschäftigen und damit jährlich 1750 Euro einzusparen.

      Das kann teuer werden
      Fachbereichsleiterin Karin Heinrich rechnet nicht mit einer Taubenplage, wenn die Stadt auf die Bekämpfung verzichtet. Das zeigten auch Erfahrungen aus anderen Städten. Zudem weist sie darauf hin, dass es in Osnabrück ja schon verboten sei, Straßentauben zu füttern. Und Beschwerden über Tauben habe es in den vergangenen Monaten mit einer Ausnahme gar nicht gegeben. Dem steht die Befürchtung entgegen, dass sich die Straßentauben explosionsartig vermehren könnten. Auf diese Gefahr hat der frühere Taubenvater Ferdinand Wilken immer wieder hingewiesen. Immerhin ist bekannt, dass Tauben schon nach sechs Monaten geschlechtsreif sind und bis zu 20 Nachkommen pro Jahr ausbrüten können.

      Für den Fall, dass es in Osnabrück zu einer Taubenplage kommt, hält die Verwaltung einen Plan B bereit. Dann könne die Stadt ja eine gewerbliche Schädlingsbekämpfungsfirma einschalten, lautet die Überlegung. Einschränkend heißt es allerdings in der Ausschussvorlage, dann „dürfte der bisherige Kostenrahmen nicht ausreichen“.
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    • Studie: Schifffahrt verschmutzt Luft mehr als Flugverkehr


      München/Bremen (dpa) - Die internationale Schifffahrt produziert insgesamt mehr Luftschadstoffe als der weltweite Flugverkehr. Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 habe im Jahr 2000 mit rund 800 Millionen Tonnen etwa gleich hoch gelegen wie bei der Luftfahrt.Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen und der Universität Bremen. Mit mehr als 20 Millionen Tonnen Stickoxid übertreffe die Schifffahrt aber den Luftverkehr um das Zehnfache, mit rund 12 Millionen Tonnen Schwefeldioxid sogar um das Hundertfache, fasste das DLR den Abschlussbericht der SeaKlim-Studie zusammen.

      Der Verband Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg betonte, dass die Zahlen nicht vergleichbar seien. Von den beiden unterschiedlichen Verkehrsmitteln würden vollkommen andere Transportvolumina bewältigt. Über die Schifffahrt liefen mehr als 90 Prozent des Welthandels nach transportierter Tonne pro Meile (Tonnenmeilen). Die Luftfahrt bewältige dagegen nur «einen mikroskopisch kleinen Teil». Schiffe seien nach Tonnenmeilen - je nach Schiffstyp - beim CO2 rund hundert Mal umweltfreundlicher als Flugzeuge, unterstrich der Verband.

      Das DLR erklärte, nicht zuletzt aufgrund der SeaKlim-Untersuchung, die auch zur zweiten Treibhausgas-Studie der International Maritime Organization (IMO) beigetragen habe, gebe es jetzt schrittweise schärfere Bestimmungen für Schwefeldioxid-Emissionen in der Schifffahrt. Die Schwefeldioxid-Abgase wirkten zwar auf den ersten Blick der vom CO2 geförderten Erderwärmung entgegen. Schwefeldioxid und andere schwefelhaltige Verbindungen reagierten in der Atmosphäre zu Schwefelsäure und bildeten mit Wasser winzige schwefelhaltige Tröpfchen, sogenannte Aerosole. Diese streuten mehr Sonnenstrahlung ins All zurück. Das Gas habe somit einen kühlenden Effekt.

      Dieser Temperaturrückgang erscheine in der Klimabilanz zunächst positiv, der Effekt sei aber nur lokal und zeitlich sehr beschränkt: Die Aerosole bestehen nur einige Tage, während sich Kohlendioxid über hundert Jahre in der Atmosphäre hält. Außerdem trage das Schwefeldioxid zu einer massiven Verschmutzung der Luft in Küstennähe bei, vor allem in den Häfen.

      Für ihre Studie nutzten die Nachwuchswissenschaftler des DLR-Instituts für die Physik der Atmosphäre und des Instituts für Umweltphysik der Universität Bremen unter anderem Daten eines Sensors auf dem europäischen Umweltsatelliten «Envisat». Anhand dieser Daten konnten sie erhöhte Stickoxid-Konzentrationen entlang von Hauptschifffahrtsrouten zeigen.
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    • Schiffsunglück vor Norwegen: Meeresschutzgebiet bedroht



      Auslaufender Treibstoff aus einem havarierten Frachter bedroht den einzigen Meeres-Nationalpark Norwegens. Der isländische Frachter "Godafoss" mit rund 800 Tonnen Treibstoff in seinen Tanks war am Donnerstagabend vor der Südostküste des Landes auf Grund gelaufen und Leck geschlagen, wie der norwegische Küstenschutz mitteilte. Maßnahmen gegen eine Ölpest seien eingeleitet worden, Experten seien vor Ort. .Um das Schiff wurden zwei schwimmende Ölsperren gelegt. Mehrere Schlepper und Schiffe zur Öl-Bekämpfung seien unterwegs zur Unglücksstelle. Die mit 439 Containern beladene "Godafoss" war auf dem Weg nach Fredrikstad an der Grenze zu Schweden. Das Nachbarland entsandte zur Unterstützung ein Überwachungsflugzeug und ein Spezialschiff.
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    • Uraltes Wasser aufgestöbert


      In drei Kilometern Tiefe in einer Goldmine Südafrikas finden Forscher Wasser, das rund zwei Milliarden Jahre alt sein soll. Das besondere Nass war sogar Lebensraum für bisher unbekannte Lebensformen.

      In tiefen Goldminen Südafrikas haben Forscher etwa zwei Milliarden Jahre altes Wasser entdeckt. Es enthielt zudem urtümliche Lebewesen. Das internationale Team präsentiert den sensationellen Fund aus den Minen des Witwatersrand Basins im Fachmagazin "Chemical Geology".

      "Das ist schon ein ganz besonderes Wasser", sagte Johanna Lippmann-Pipke vom Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. Es sei in drei Kilometer Tiefe gefunden worden. Die Mikroorganismen darin kämen ohne Licht und organische Nährstoffe aus. Es handle sich vermutlich um Lebensformen, wie sie zuerst den Planeten Erde besiedelt haben.

      Neon aus Gestein im Wasser
      Um das Alter zu bestimmen, wurden die Inhaltsstoffe analysiert. Besonders der Gehalt des Edelgases Neon sei sehr aufschlussreich, erläuterte Johanna Lippmann-Pipke. "Wenn das Wasser sehr lange im Gestein ist, ohne mit der Atmosphäre in Berührung zu kommen, verändert es sich." Das Neon gelange aus dem Gestein ins Wasser. "Das heißt, je länger das Wasser dort ist, desto stärker wird das Neon-Signal." Das nun analysierte Wasser habe das stärkste jemals gemessene Neon-Signal. Es deute auf ein Alter von zwei Milliarden Jahren hin.

      Das Team mit Wissenschaftlern aus den USA, Kanada, Deutschland und Südafrika forscht schon seit über einem Jahrzehnt in Südafrika. Es sei möglich gewesen, die Minenbetreiber als Partner zu gewinnen, um "Leben in extremen Gegenden" - so der Titel des Projektes - zu erforschen. Es gebe nirgendwo sonst die Möglichkeit so tief vorzudringen, erklärte Lippmann-Pipke, die in der Forschungsstelle des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf arbeitet.
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    • Weltgrößter Schlammvulkan
      "Lusi" wird noch 26 Jahre spucken


      Jeden Tag könnte man 50 Schwimmbecken damit füllen: Seit bald fünf Jahren spuckt der indonesische Schlammvulkan Lusi Schlamm. Und er wird es weiterhin tun - 26 Jahre lang.

      Ganze Dörfer ertrinken auf Java in den Schlammfluten des Vulkans Lusi.
      Der weltgrößte Schlammvulkan Lusi auf der indonesischen Insel Java wird noch weitere 26 Jahre Schlamm spucken. Das schließen britische Forscher aus Druckmessungen und der Struktur der unterirdischen Kanäle an dem Vulkan. Bis Lusi sich beruhigt, wird er rund 140 Millionen Kubikmeter Schlamm ausgeworfen haben – das entspricht dem Volumen von 56.000 olympischen Schwimmbecken, schreiben Forscher um Professor Richard Davies von der Universität Durham im britischen "Journal of the Geological Society”

      Der Schlammvulkan war im Jahr 2006 ausgebrochen und hatte 13 Menschen getötet. 13.000 Familien mussten ihre Häuser verlassen. Das Team um Davies macht Gasbohrungen für den Ausbruch verantwortlich, die indonesische Bohrfirma sieht dagegen ein Erdbeben als Auslöser.

      Noch lange kein langsam blubbernder Vulkan
      Zum Höhepunkt des Ausbruchs spuckte Lusi täglich eine Menge von etwa 50 Schwimmbecken voller Schlamm. Die Briten wollten wissen, wann das Auswurfvolumen auf ein Zehntel dieses Anfangswerts abgesunken sein wird. Dazu maßen sie den Wasserdruck in einem Bohrloch in der Nähe des Vulkans. Außerdem gingen in die Abschätzung die unterirdische Struktur sowie die in den ersten drei Jahren ausgeworfene Schlammmenge ein.

      "Unsere Schätzung lautet, dass es 26 Jahre dauern wird, bis die Eruption auf ein händelbares Niveau absinkt und Lusi zu einem langsam blubbernden Vulkan wird”, erläuterte Davies in einer Mitteilung seiner Universität. Dadurch könnte die Vulkanregion um bis zu einen halben Kilometer absinken. In der Folge wiederum könnten bis zu 166 neue Schlote entstehen, die Dörfer, Straßen und die lokale Eisenbahnstrecke weiter zu beschädigen drohen.

      Machen lässt sich dagegen nichts. "Die Berechnungen sollen eine bessere Einschätzung der gesamten Folgen dieses Desasters erlauben und den Bewohnern des Sidoarjo-Distrikts einen Anhaltspunkt geben, wie lange sie mit Auswirkungen des Schlammvulkans rechnen müssen”, erläuterte Davies.

      .dpa
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    • Dem Geheimnis der Spinnenfäden auf der Spur


      Heidelberg (dpa)


      - Spinnenfäden sind extrem elastisch und zugleich extrem reißfest. Forscher des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) sind dem Geheimnis dieser Naturfaser jetzt noch ein Stück näher gekommen. Sie können in Computermodellen beschreiben, wie die winzigen weichen und unstrukturierten Einheiten mit den geordneten Strukturen in der Spinnenseide zusammenwirken. Die weichen Einheiten sorgen für die hohe Elastizität, und die steifen geordneten Bausteine für die Reißfestigkeit, schreiben die Wissenschaftler im «Biophysical Journal».

      «Die geordneten Strukturen kann man sich wie ein Gerüst mit Quer- und Längsbalken vorstellen, sie verknüpfen die unstrukturierten Einheiten», beschreibt die Forscherin Frauke Gräter das Prinzip. Bestünde die Spinnenseide nur aus den geordneten Strukturen wäre sie brüchig.

      Die Forscher simulierten am Computer die Zusammensetzung der Spinnenseide. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass eine scheibenartige Anordnung der weichen Einheiten und der geordneten Strukturen hintereinander zu besseren Ergebnissen führt, als eine zufällige oder parallele Anordnung. Daraus lassen sich laut Gräter Modelle entwickeln, wie man die extrem elastische und reißfeste Faser nachbauen könnte.
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    • Beweis für außerirdisches Leben?
      Bakterien auf Meteoriten entdeckt



      Ein ähnlicher Fall: 1996 fand man im Marsmeteoriten ALH 84001 Strukturen, die als Spuren fossiler Bakterien gedeutet werden können.
      Ein Wissenschaftler de US-Raumfahrtbehörde NASA will Spuren außerirdischen Lebens auf einem Meteoriten entdeckt haben. Der Astrobiologe Richard Hoover veröffentlichte in dem US-Magazin "Journal of Cosmology" Bilder, die Würmern ähnelnde kleine Kreaturen zeigen. Der Wissenschaftler hatte dafür Fragmente verschiedener Meteoriten, die Wasser und organische Materien einschließen können, in Scheiben geschnitten und diese unter dem Mikroskop untersucht.

      Dabei fand Hoover Spuren, die wie Bakterien aussehen. Er bezeichnete diese als "autochtone Fossilien". Seiner Ansicht nach stammen sie aus dem All und gelangten nicht erst auf den Meteoriten, nachdem dieser auf der Erde eingeschlagen war. Dies scheine zu beweisen, "dass es überall Leben gibt und dass das Leben auf der Erde von anderen Planeten stammen könnte", schreibt Hoover.

      Der Chefredakteur des "Journal of Cosmology", Rudy Schild, erklärte, Hoover sei ein "hoch angesehener Forscher und ein Astrobiologe von vorbildlichem Ruf bei der NASA". Die Zeitschrift habe nun hundert Experten dazu eingeladen, den Bericht zu studieren und zu kommentieren. Ähnliche Berichte über außerirdisches Leben auf Meteoriten führten in der Vergangenheit wiederholt zu heftigen Debatten, wie Organismen im All überleben könnten.


      .AFP

      n-tv.de/wissen/Bakterien-auf-M…deckt-article2777451.html
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Zwei Köpfe, fünf Beine
      Bizarre Schildkröte geschlüpft


      In der Slowakei ist eine Landschildkröte mit zwei Köpfen und fünf Beinen geschlüpft. Das verstümmelte fünfte Bein zeigt zwischen den beiden vollständig entwickelten Köpfen nach vorn. Es ist beweglich, aber nicht zum Gehen verwendbar. Die beiden Köpfe wiederum arbeiten unabhängig voneinander, sagt der Besitzer des Tiers, der Hobbyzüchter Roman Gresak.

      n-tv.de/wissen/Bizarre-Schildk…uepft-article2792286.html
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    • Der Brüller des Tages


      Keine Lottoscheine für Hartz-IV-Empfänger


      Köln (dpa) - Die Westdeutsche Lotterie darf nach einem Gerichtsentscheid keine Lottoscheine an Hartz-IV-Empfänger verkaufen. Das bestätigte der Sprecher des Kölner Landgerichts, Dirk Eßer. Das Gericht nimmt keine Stellung dazu, wie dies in der Praxis umgesetzt werden soll. Die Verpflichtung gilt nur für die Westdeutsche Lotterie GmbH in Münster (Westlotto). Bei der Entscheidung handelt es sich um eine Einstweilige Verfügung, die vom Gericht nicht begründet wurde. Beantragt worden war sie vom Sportwetten-Anbieter Tipico. Nach Angaben der «Westdeutschen Zeitung» (Düsseldorf), die als erstes über das Urteil berichtet hatte, hat das Unternehmen seinen Geschäftssitz auf Malta.

      Tipico hatte Westlotto vorgeworfen, gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und den seit 2008 geltenden Glücksspielstaatsvertrag verstoßen zu haben. Darin ist unter anderem festgehalten, dass Minderjährige, Spielsüchtige, aber auch Menschen mit geringen Einkünften wie Hartz-IV-Empfänger vor Glücksspielen geschützt werden müssen. Das Gericht bewertete den Vorwurf des Klägers als glaubhaft und erließ deshalb die Einstweilige Verfügung. Bei einer Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von 250 000 Euro.

      Möglicherweise hat der Kläger sogenannte «Testkäufe» vorgenommen. Dabei könnten in diesem Fall zwei Leute in einer Lotto-Annahmestelle erschienen sein und sich laut unterhalten haben in der Art von «Wie kommst du denn mit Hartz IV aus?» Wenn ihnen dann anschließend dennoch ein Lottoschein verkauft worden ist, wäre dies nach Ansicht des Gerichts ein Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen.

      «Das Gericht muss in dem Fall nur prüfen, ob ein Verstoß gegen bestehende Verpflichtungen vorliegt», sagte Esser. Dieser Verstoß müsse nicht bewiesen, sondern nur glaubhaft gemacht werden. Westlotto kann gegen die Einstweilige Verfügung Widerspruch einlegen oder den Kläger zur Eröffnung eines Hauptsacheverfahrens zwingen, in dem die Vorwürfe dann auch bewiesen werden müssten.
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    • Beliebte Naturmedizin kann für Kinder bedrohlich werden


      Berlin (dapd). Pflanzliche Mittel sind bei Eltern beliebt. Ist der Nachwuchs krank, greifen laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr 85 Prozent der Väter und Mütter zu Kamille, Fenchel und Co. Drei Viertel der Eltern sind der Ansicht, dass die pflanzlichen Arzneien keine nachteiligen Wirkungen haben. Doch ganz so harmlos seien die naturmedizinischen Mittel nicht, warnt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Diesen Artikel weiter lesen
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      Bild vergrößern .Ihren Worten nach sind pflanzliche Präparate in der Regel zwar gut verträglich: "Es gibt aber auch Ausnahmen." Die Apothekerin rät insbesondere bei ätherischen Ölen zur Vorsicht. So könnten etwa Säuglinge und Kleinkinder auf Menthol oder Kampfer mit einem Stimmritzenkrampf reagieren, der zu Atemnot führen kann. "Das ist auch der Grund, warum nicht alle Erkältungsbäder für die Kleinsten geeignet sind." Eltern sollten daher auf speziell für Kinder hergestellte Produkte zurückgreifen.

      Einige pflanzliche Mittel können der Expertin zufolge auch die Wirkung anderer Medikamente abschwächen oder verstärken. Zwar dürfen Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren Johanniskraut gegen Depressionen einnehmen. Doch der Pflanzenextrakt regt als Nebenwirkung in der Leber einige Enzyme an, die andere Arzneistoffe abbauen. Dadurch kann er zum Beispiel die Wirkung von Gerinnungshemmern vermindern.

      Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Eltern vor jeder Selbstmedikation - egal ob mit pflanzlichen oder synthetisch hergestellten Präparaten - mit dem Kinderarzt oder dem Apotheker sprechen. Das gilt vor allem dann, wenn der Nachwuchs bereits andere Medikamente einnimmt, da es sonst zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen kann.

      dapd
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Forscher messen nach
      Japan-Beben verschob Erdrotation


      Das jüngste Erdbeben ist das schwerste in der Geschichte Japans und hat wahrscheinlich auch den Lauf der Welt verändert. Diesen Schluss lassen erste Messungen von Forschern zu.

      Das katastrophale Erdbeben in Japan hat Wissenschaftlern zufolge mit seiner Wucht große Landmassen verschoben und den Lauf der Welt verändert. Die japanische Hauptinsel sei um 2,4 Meter verrückt worden, sagte Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde dem Fernsehsender CNN. Das sei an der Bewegung einer Station des Satellitennavigationssystems GPS sowie aktueller Kartenaufzeichnungen der japanischen Behörden erkennbar.

      Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie ermittelte nach eigenen Angaben außerdem, dass das Beben mit einer Stärke von 8,9 die Achse der Erdrotation um rund 10 Zentimeter verschoben hat. Das wäre wahrscheinlich die größte Verschiebung durch ein Erdbeben seit 1960, als Chile erschüttert wurde, sagte der Institutsdirektor Antonio Piersanti laut einer Mitteilung.

      Auch das Beben in Chile im Februar des vergangenen Jahres mit einer Stärke von 8,8 hatte Einfluss auf die Erdachse. Nach Berechnungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte sie sich damals um acht Zentimeter verschoben. Dadurch habe sich Länge eines Tages, also die Zeit, die die Erde für eine komplette Umdrehung benötigt, um 1,26 Mikrosekunden verkürzt. Eine Mikrosekunde ist der millionste Teil einer Sekunde.


      .dpa
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Millionen Schweine lebendig begraben!

      Von NICOLE GASTGoogle-Anzeigen


      youtube.com/watch?v=M8rd-0XwCAY



      Eng zusammengepfercht stehen Schweine bei Wind und Wetter in einer Grube. Aufgrund der Enge und der Panik beißen sie sich, trampeln ihre eigenen Ferkel tot. Über eine Rampe schieben große Lastwagen immer mehr Tiere hinein als wären sie Müll. Die Grube – es ist ein Massengrab, in dem die Schweine lebendig unter der Erde begraben werden. Angeordnet von der südkoreanischen Regierung. Erstickt, verhungert, verdurstet – ihre Angst ist so groß, dass ihr lautes Quieken in hilfloses Schreien übergeht. Ihr Todeskampf dauert meist mehrere Tage, da Luftlöcher sie am Leben halten.


      bild.de/BILD/ratgeber/ratgeber…und-klauenseuche-mks.html
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Wer sich über einen Tatsachenbericht von einem der dort vor Ort ist interessiert, diesen link habe ich in Hartmuths GB gefunden:

      JAPAN

      (der aktuelle Bericht ist natürlich auf den letzten Seiten zu finden)
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Heute.at 16.03.2011

      Kaum jemand kennt ihre Gesichter, kaum jemand die Namen, und sie erwartet der sichere Tod. Dennoch haben sich die 50 Arbeiter freiwillig gemeldet!
      Sie sind die letzten, die im Atom-Meiler Fukushima 1 gegen den Super-GAU kämpfen. Ihre 750 Kollegen wurden längst abgezogen. Auch die „Fukushima 50“ mussten am Mittwoch für eine Stunde das Kraftwerk verlassen. Selbst für sie war die Strahlung im Umfeld der vier beschädigten Reaktoren zu hoch geworden.

      Einsatzzentrale ist ein Schutzraum, der einen Teil der Horror-Strahlung abhält. Immer wieder hasten die Arbeiter alleine oder in Teams nach draußen, zu den teils in Trümmern liegenden Reaktoren. Dort werfen sie ausgefallene Wasserpumpen für die Kühlung an, warten Notstromaggregate, legen Hebel um, öffnen und schließen Ventile, lesen Anzeigen ab, löschen. Dabei hagelt ununterbrochen Gamma- und Neutronenstrahlung auf ihre Körperzellen ein. Dagegen hilft keiner der weißen Schutzanzüge. Diese halten einzig und allein radioaktive Teilchen ab.

      Eine Stunde Außeneinsatz – das bedeutet beginnende akute Strahlenschäden. Das Knochenmark wird angegriffen, dann der Dünndarm. Den Helden wird übel, sie übergeben sich, sie bekommen Durchfall. Würden sie jetzt gehen, könnten sie sich womöglich über Wochen und Monate wieder erholen. Doch sie bleiben. Fünf Stunden in der atomaren Hölle lassen die Arbeiter zusätzlich innerlich vertrocknen. Erste Nervenschäden. Selbst bei sofortiger Hilfe sterben 50 Prozent innerhalb weniger Tage. Zehn Stunden – das ist das Todesurteil für alle.

      Und wofür? Sie opfern sich für Familie, Freunde, für Japan. Gäbe es sie nicht, wäre das Armageddon bereits eingetreten………..

      [url=http://www.heute.at/news/welt/Die-namenlosen-Helden-vom-Todes-Reaktor-Fukushima-1;art414,540103]Die namenlosen Helden vom Todes-Reaktor Fukushima 1[/url]
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • RE: Heute.at 16.03.2011

      Leider scheint es so zu sein, dass hier Obdachlose ung Minderjärige angeheuert wurden. Dies ist wohl schon übereinen längeren Zeitraum vor dem Unfall geschehen . Wenn Sie verstrahlt waren wurden sie entlassen! 8o 8o
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • Der sechste Arm ist ein Anker
      Warum der Seestern fünf Arme hat




      Als Larven besitzen Seesterne sechs Strahlen. Warum aber haben sie später meist nur fünf Arme? Ein Meeresbiologe glaubt, die Antwort gefunden zu haben. Durch eine komplizierte Drehung bei der Entwicklung wird der sechst Arm zum Saugnapf.

      Warum haben die meisten Seesterne fünf Arme? Schließlich besitzen sie als Larven doch noch sechs Strahlen. Diese Frage stellt Forscher seit mehr als zwei Jahrhunderten vor Rätsel. Biologe Marc de Lussanet von der Universität Münster ist sich sicher, die Antwort gefunden zu haben. Seine Arbeit ist in der Fachzeitschrift "Evolution & Development" veröffentlicht.

      "Junge Seesterne lassen sich zunächst durch das Meerwasser treiben", erläutert der Forscher. "Dann setzen sie sich eine Zeitlang mit einem Saugnapf fest. Bisher gab es keine Ideen dazu, woher dieser Saugnapf kommt. Ich halte ihn für den verkümmerten sechsten Arm."

      Seesterne gehören wie zum Beispiel auch Seelilien und Seegurken zum exotischen Tierstamm der Stachelhäuter. Solche Tiere sind als Larve grundsätzlich zweiseitig-symmetrisch aufgebaut, als erwachsenes Tier nicht mehr. "Bisher wurde vermutet, dass das erwachsene Tier aus der linken Seite des Jungtiers herauswächst, wobei die Larve aufgelöst wird", sagte de Lussanet. "Es sieht dann so ähnlich aus, als ob ein Parasit das Jungtier auffressen würde." Nach gängiger Forscheransicht löst sich die Körperform der Larve dabei völlig auf.

      De Lussanet geht dagegen davon aus, dass die Struktur erhalten bleibt, jedoch eine Reihe von komplizierten Drehungen durchläuft. "Dabei bewegt sich die Bauchseite zuerst weg von der rechten Körperseite." Was dann passiere, sei an Fossilien der ausgestorbenen Formen von Seesternen nachzuvollziehen: Die rechte Seite bilde einen Stiel aus, um sich auf dem Meeresboden festzusetzen, zu ankern. "Fünf Strahlen bleiben erhalten. Sie gruppieren sich um den Mund herum, der beim erwachsenen Seestern mittig auf der Bauchseite liegt."

      .dpa
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    • "Tickende Zeitbombe"
      Immer mehr Plastik im Meer


      Der bunte Plastikmüll auf dem Meer tötet Vögel, verstopft Fischernetze und klemmt sich in Schiffsschrauben. 100 Kilogramm Plastik benötigt allein ein Europäer pro Jahr. Eine Weltkonferenz soll nun Abhilfe schaffen.

      Auf dem Meer wird es immer bunter. Vom Land treibt der Wind riesige Mengen von Abfällen in die Ozeane, die Flüsse leiten ebenfalls Müll ein. Vor allem Plastikteile bereiten mit ihren noch unabsehbaren Folgen Umweltforschern Kopfschmerzen. "Das ist eine tickende Zeitbombe", fürchtet Peter Gilruth, Direktor der Abteilung für Frühwarnsysteme des UN-Umweltprogramms (UNEP) in Nairobi. Besonders Besorgniserregend seien die sogenannten Mikroplastik-Abfälle - winzige Partikel, die von Fischen und anderen Meeresorganismen leicht aufgenommen werden und in die Nahrungskette gelangen.

      Da das leichte Plastikmaterial von den Meeresströmungen getragen wird, statt zu Boden zu sinken, konzentrieren sich die Abfälle zudem in bestimmten Bereichen. Simulationsmodelle zeigen vor allem im Pazifik und vor den Küsten Südamerikas eine wachsende Konzentration dieser Plastikteile. Einige Abfälle werden weit entfernt vom Ort ihrer Herstellung wieder an Land gespült.

      Die Ozeane als Müllkippe? Vom 20. März an befasst sich in Honolulu die 5. Weltkonferenz zur Verschmutzung der Meere mit dem Problem. Dabei wird ein Aktionsplan angestrebt, um den ins Meer gelangenden Müll in den nächsten zehn Jahren deutlich zu vermindern.

      Eine Reihe der chemischen Bestandteile in Plastikabfällen können, so befürchten einige Wissenschaftler, langfristig das Erbgut verändern oder Krebserkrankungen begünstigen. Wie letztlich die Auswirkungen auf das Ökosystem Ozean und die Gesundheit vom Menschen sein wird, lässt sich jedoch derzeit noch nicht abschätzen.

      Die Menge machts
      Auch die Menge der Plastikabfälle in den Weltmeeren ist derzeit noch eine unbekannte Größe. Bekannt ist dagegen, dass die Einwohner Nordamerikas und Westeuropas im Jahr durchschnittlich 100 Kilogramm Plastikmaterialien benötigen. Bis zum Jahr 2015 werden es nach UNEP-Prognosen bereits 140 Kilogramm sein. Während aber beispielsweise in Norwegen oder der Schweiz 80 Prozent des Plastiks recycelt oder auf andere Weise wiederverwendet werden, gilt das etwa in Großbritannien für weniger als ein Viertel der Plastikabfälle.

      In Indien wird noch Brauchbares aus dem Matsch gefischt.
      Der schwimmende Abfall sorgt für erhebliche wirtschaftliche Kosten. Die schottische Fischereiindustrie etwa verliert jährlich zwischen 15 und 17 Millionen Dollar (11 bis 12 Millionen Euro) oder fünf Prozent ihrer Einkünfte durch den Zeitverlust bei der Reinigung von Netzen, die mit Plastikabfällen verstopft wurden.

      Allein im Jahr 2008 mussten in britischen und norwegischen Gewässern fast 300 Boote aus Seenot gerettet werden, weil Abfälle die Schiffsschrauben blockiert hatten, heißt es im UNEP-Jahrbuch. Und allein in den Niederlanden und Belgien mit ihren vergleichsweise kurzen Küsten fallen den Angaben zufolge jährlich Kosten in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro an, um die Strände von Plastik- und anderen Abfällen zu säubern.

      Alternatives Recycling
      Die Produkte von UniquEco können im Internet gekauft werden.
      Dass das Problem auch kreativ angepackt werden kann, zeigen unter anderem die Kenianerinnen Julie Johnstone und Tahreni Bwanaali, Gründerinnen von Uniqueco-Designs. Sie recyceln alte Plastiksandalen und andere Plastikabfälle, die an die Strände des ostafrikanischen Landes getrieben werden.

      Der Müll aus dem Meer bekommt eine neue Gestalt - eingeschmolzen zu buntem Perlenschmuck, Spielzeugtieren oder Alltagsgegenständen wie Pinnwand und Seifenschale. Das Projekt hat nicht nur 150 Arbeitsplätze in kenianischen Küstendörfern geschaffen, sondern auch ein Standbein in Kibera, dem größten Slum des Landes.


      .Eva Krafczyk, dpa
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Das Gähnen umgehen: Der Zeitumstellung trotzen

      Mannheim (dpa/tmn) - Die Natur setzt im Frühling den Turbo ein, doch manche Menschen machen schlapp. Sie leiden unter Frühjahrsmüdigkeit und damit unter Abgeschlagenheit, Kreislaufproblemen oder Müdigkeit. Der Wechsel von der Winter- zur Sommerzeit tut ein übriges.


      Übrigens Rußland stellt die Uhren künftig nicht mehr um !!!!!!!
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • RE: Das Gähnen umgehen: Der Zeitumstellung trotzen

      Ich habe mal neulich einen Beitrag gesehen, dort sagten sie das das überall abgeschafft werden soll Petro, ich ging den Berichten nach davon aus, das das auch jetzt bei uns passiert.

      Gruß Jens
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Wenn die Zecken Hunger haben

      Saisonstart: Wie man sich selbst und seine Haustiere schützen kann
      Gefährliche Krankheitsüberträger: Eine Zecke auf der Haut eines Menschen. Experten warnen Naturliebhaber im Südwesten, im Freien besonders achtsam zu sein.
      Archivfoto: Stephan Jansen
      vergrößern schließen Gefährliche Krankheitsüberträger: Eine Zecke auf der Haut eines Menschen. Experten warnen Naturliebhaber im Südwesten, im Freien besonders achtsam zu sein.
      Archivfoto: Stephan Jansen(lsw) In den kommenden Tagen geht die Zeckensaison wieder los. Experten warnen Naturliebhaber im Südwesten, im Freien besonders achtsam zu sein: „Praktisch alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg gelten als Zecken-Risikogebiete“, erklärt Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt in Stuttgart.

      Jedoch seien nicht alle Zecken gefährlich. „Nur diejenigen, die auf Nahrungssuche sind, machen Probleme.“ Ihre Zahl schätzte der Experte auf zehn bis 15 Prozent an einem Ort. Die kleinen Tiere fühlen sich in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit besonders wohl, darum lauern sie in Waldgebieten oder in hohem Gras. Die Zecke krabbelt den Grashalm hinauf und setzt sich an den Halm. Wenn ein Mensch oder ein Tier am Grashalm vorbeistreift, bleibt die Zecke kleben. Sie beißt nicht sofort zu, sondern wandert mehrere Stunden über den Körper und sucht sich eine weiche Stelle. Besonders beliebt sind dabei Kniekehlen, die Leiste oder der Haaransatz.

      Krankheitsüberträger
      Ein Biss kann gefährliche Viren auf den Menschen übertragen. Der FSME-Virus ist einer davon. Das Virus kann beim Menschen eine Frühsommer-Meningoenzephalitis auslösen. Das ist eine besondere Form der Hirnhautentzündung. Der Erreger wird von der häufigsten einheimischen Zecke, dem gemeinen Holzbock, übertragen. Wer nicht gegen diesen Erreger geimpft ist, kann Lähmungen davontragen, im schlimmsten Fall sogar sterben.

      Im vergangenen Jahr sind bundesweit 260 Menschen mit diesem Erreger infiziert worden. Allein 118 davon in Baden-Württemberg. Eine weitere von Zecken übertragbare Erkrankung ist die Borreliose. Hierbei handelt es sich um ein Bakterium, das das Gesundheitssystem angreift. Die Borreliose ist harmloser als das FSME-Virus und kann mit Antibiotika behandelt werden. Gegen Borreliose kann allerdings nicht geimpft werden. Trotzdem ist es wichtig, sich vor den möglichen Erkrankungen zu schützen.

      Tiere besonders anfällig
      „Wer sich gerne auf Wiesen und Wäldern aufhält, sollte geschlossene Kleidung tragen. Notfalls auch Gummistiefel anziehen oder die Hose in die Socken stecken. Helle Kleidung zu tragen hilft auch. Insektenabweisende Mittel bringen nur begrenzt etwas. Am sichersten ist eine Impfung“, erklärt Oehme. Der Experte rät ebenfalls, sich nach jedem Spaziergang in der Natur auf Zecken abzusuchen. Man brauche nicht wegen jedem Zeckenstich einen Arzt aufsuchen, sondern könne diese mit einer spitzen Pinzette selbst entfernen. Tiere wie Hunde und Katzen sind für Zeckenbisse besonders anfällig. Oehme rät Tierbesitzern deshalb, auch diese regelmäßig auf Zecken zu untersuchen. „Zecken können bei Tieren auf gleiche Weise wie bei Menschen entfernt werden. Zusätzlich gibt es für sie Zeckenhalsbänder. Diese sind aber nicht gesundheitsfördernd. Im Grunde genommen braucht keiner Angst vor einem Zeckenstich zu haben. Es gibt schlimmeres – Autofahren zum Beispiel.“
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Erstmals wiederkäuende Nasenaffen gefilmt



      Zürich/Kyoto (dpa) - Hochwürgen, kauen, runterschlucken: Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen, das rhythmische Wiederkauen von Nasenaffen zu filmen. Die ungewöhnlichen Aufnahmen wurden von einem internationalen Forscherteam gemacht, das dazu einen Artikel im Fachjournal «Biology Letters» der britischen Royal Society veröffentlichte.

      Nasenaffen (Nasalis larvatus) haben demnach ein sogenanntes Vormagensystem. Ähnlich wie Kühe, Faultiere oder Kängurus können sie nicht zu viel auf einmal fressen, weil die Nahrung sonst zu schnell durch den Vormagen rutschen würde. Wiederkäuer wie Kühe können diesen Aufnahme-Stopp umgehen, indem sie den Futterbrei sehr stark zerkleinern. Die Forscher um Ikki Matsuda von der Universität Kyoto gehen davon aus, dass auch Nasenaffen diesen Trick anwenden: An Tagen, an denen sie wiederkauartiges Verhalten zeigten, hätten sie insgesamt länger und somit vermeintlich auch mehr gefressen, als an anderen Tagen.

      Den Wissenschaftlern zufolge haben sie diese Art von Wiederkauen weltweit erstmals bei den Nasenaffen in einem Gebiet in Malaysia dokumentiert. Ob es sich um eine regionale Tradition handelt oder tatsächlich alle Nasenaffen wiederkauen, sei noch ungeklärt. Das skurrile Video ist auf der Homepage der Universität Zürich zu sehen, die auch an der Studie beteiligt war (dpaq.de/JrSnd).


      de.news.yahoo.com/26/20110330/…naffen-gef-dd61bdb_2.html
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