Dies und Das

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    • Notwendig?????

      Berlin (dpa) - Verbraucherschützer sind gegen die Einführung einer zusätzlichen Wertstoff-Abfalltonne. Für die Haushalte sei es einfacher, die für Verpackungsmüll vorgesehene gelbe Tonne oder den gelben Sack auch für anders wieder verwertbaren Müll zu nutzen.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • Meeresboden 24 Meter verrückt

      Durch das schwere Erdbeben vor der Nordostküste Japans hat sich der Meeresboden stellenweise um mehr als 20 Meter verschoben. Nahe dem Epizentrum der Erschütterung vom 11. März betrage die Verschiebung 24 Meter, teilt die japanische Küstenwache mit. Sensoren spürten demnach einen früheren Messpunkt nach dem Beben der Stärke 9,0 in dieser Entfernung in südöstlicher Richtung wieder auf.

      Der Meeresboden bewegte sich damit wesentlich stärker als die Landflächen. Dort wurde festgestellt, dass die Insel Oshika in der Präfektur Miyagi um 5,3 Meter verschoben wurde. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte vom März bewegte sich die gesamte japanische Hauptinsel Honshu um 2,4 Meter.


      .AFP
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Auch Eisvogel und Wasseramsel leiden


      Vier Tage nach der Sabotage am Güllebehälter eines landwirtschaftlichen Betriebs auf dem Süntel und dem Auslaufen von etwa 300.000 Liter Brühe aus Maissilage und Rinderdung werden die Folgen für die Umwelt immer deutlicher. Zwar sind dem Meinser Bach und der Rodenberger Aue die für Stunden transportierte gefährliche Fracht nicht mehr anzusehen, doch alles Leben im Gewässer ist tot. Das bestätigen Fachleute nach ersten Untersuchungen im Raum Meinsen, Lauenau und Rodenberg.



      Meinsen (nah). Noch am Freitagabend (8. April) seien an einer vom hiesigen Fischereiverein betreuten Messstelle in Rodenberg „die Werte total im Keller“ gewesen, berichtete Gewässerwart Benno Fierdel. Der Nenndorfer war früher hauptberuflich in der Fischereiaufsicht tätig.

      Am Dienstag, 12. April, musste er bei einem Ortstermin mit Behördenvertretern und Fachleuten an der Einmündung des Pohler Bachs in die Rodenberger Aue bei Lauenau nicht lange zwischen den Steinen der dortigen Fischtreppe suchen: Tote Mehlkoppen lagen bäuchlings auf dem Grund. „Sie sind eigentlich ein Indikator für gute Wasserqualität.“

      Etliche junge Bachforellen wurden ebenfalls aus dem Wasser gefischt: Weit aufgerissene Mäuler dokumentierten akuten Sauerstoffmangel in den letzten Lebensminuten. Fierdel hatte seine traurige Kontrolle bereits am Sonnabend im Raum Rodenberg begonnen und in den Folgetagen fortgesetzt.

      Für Frank Faber vom Unterhaltungsverband West- und Südaue ist es der Fischverlust nicht allein. Die komplette Nahrungskette von den Kleinstlebewesen im Wasser bis hin zu den am Ufer lebenden Tieren sei unterbrochen. So trifft das Aus auch Eisvogel und Wasseramsel, deren Tisch in den naturnahen Bereichen bislang reich gedeckt gewesen ist. Faber sieht das Bemühen seines Verbands durchkreuzt: Gerade erst waren mit erheblicher Unterstützung des Landkreises Schaumburg Mittel in eine Renaturierung von Teilen der Rodenberger Aue in ihrem nördlicheren Abschnitt geflossen. Nun muss ohnmächtig mit angesehen werden, wie das Gewässer an seinem Oberlauf massiv geschädigt worden ist.

      Das vom Verband mit Untersuchungen beauftragte gewässerökologische Institut „Ecoring“ hat mit seinen Untersuchungen begonnen. Eckhard Caring nahm Proben an der ersten Einlaufstelle der giftigen Fracht im Meinser Bach sowie in der Meinser Ortslage und an mehreren Abschnitten der Rodenberger Aue. Der Experte aus Südniedersachsen kennt die Gewässer bereits aus früheren Untersuchungen zu Struktur und Zustand.

      Seine Ergebnisse dürften zur Bewertung beitragen, ob die Gülle bereits „mit der Welle durch“ ist oder ob sich Teile in Bachbett und Uferbereiche abgelagert haben. Letzteres sei vor allem bei Rückstaus oder strömungsarmen Zonen zu befürchten. Dann bedürfe es „wenigstens drei bis vier Hochwässer“, um alle Schadstoffe wegzuspülen.

      Während inzwischen auch die Staatsanwaltschaft die strafrechtlichen Untersuchungen begonnen hat, summieren sich die Kosten für den Gülleunfall. Ob sich aller Schaden jemals ausgleichen lässt, ist nicht abzusehen. Zwar werden zum Beispiel die Sportfischer den Verlust ihres Jungfischbesatzes rasch beziffern.

      Aber die Natur kann keine Rechnung über die Folgen der zerstörerischen Gülle schreiben. Faber jedenfalls ärgert sich gründlich: „Da hat der Verband so viel für die Renaturierung gesorgt, und dann bekommt man so einen Schlag.“


      sn-online.de/Schaumburg/Nenndo…el-und-Wasseramsel-leiden
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    • Warum fliegen Pollen?

      Aus Tagesspiegel :

      Die meisten Baumarten locken Mittler wie Bienen an, die den Pollen von Blüte zu Blüte tragen. In den Tropen ist diese Art der Fortpflanzung die mit Abstand erfolgreichste Strategie. Warum hat sie sich nicht generell durchgesetzt?

      Windbestäubung bekommt mir nicht. Pollenschwangere Luft ist nichts für Heuschnupfenallergiker. Wenn aus den Knospen der einhäusigen und zweihäusigen Bäume die Blüten erscheinen, bin ich aushäusig. Im Frühling verziehe ich mich für ein paar Wochen ans Meer, wo keine Birken- und Pappelpollen fliegen.

      Die Bäume verpulvern viel Energie. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Pollenkorn genau auf dem Narbengewebe einer Blüte derselben Pflanzenart landet, so dass aus dem Pollen ein feiner Schlauch zu den weiblichen Samenanlagen hinunter wachsen und diese befruchten kann, ist ziemlich gering. Birken, Eichen und Buche müssen daher sehr viele Pollen produzieren, um wenigstens manchmal als Väter erfolgreich zu sein.

      Raffinierter ist die Bestäubung durch Insekten oder Vögel. Die meisten Baumarten locken Mittler wie Bienen an, die den Pollen von Blüte zu Blüte tragen. In den Tropen ist diese Art der Fortpflanzung die mit Abstand erfolgreichste Strategie. Warum hat sie sich nicht generell durchgesetzt?

      Zunächst einmal sind Bäume älter als die meisten Insekten. „Nadelbäume gab es schon, bevor die ersten Insekten als Bestäuber auftraten“, sagt Reiner Finkeldey, Forstgenetiker an der Universität Göttingen. „Sie vermehren sich seit eh und je über Windbestäubung.“ Laubbäume sind später entstanden. „Die ersten Laubbäume waren insektenbestäubt“, sagt Finkeldey. Noch heute werden die süß duftenden Linden, aber auch Weiden und Akazien jedes Frühjahr von Bienen und Schmetterlingen heimgesucht. „Die vielen hundert Eichenarten sind jedoch alle windbestäubt.“

      Das liegt am Klima. Bei uns sind die Winter lang und kalt. An diese Bedingungen hätten sich nur wenige Baumarten anpassen können, sagt Finkeldey. In den artenreichen Tropen hat ein vom Wind fortgetragenes Pollenkorn kaum eine Chance, eine Pflanze derselben Art zu finden. Bei uns dagegen schon. In deutschen Eichen- und Buchenwälder kann ein Baum seine Pollen unbedacht in die Welt hinausschicken.
      Gruß Peter

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      Albert Schweitzer
    • Ehepaar rettet Schwan vor sicherem Tod


      Maasdorf . Ein Ehepaar aus Maasdorf hat am Osterwochenende einen Schwan vor dem sicheren Tod gerettet.


      27.04.2011

      Das Tier hatte einen Splitterbruch am Flügel. Das Tier lag verletzt in der Nähe der Wehranlage an der Kleinen Elster. Der Vogel hatte sich einen Splitterbruch am Flügel zugezogen. In der Nähe des Fundortes befindet sich eine Hochspannungsleitung. „Wahrscheinlich hat sich der Schwan dort verletzt“, sagte Retter Jens Thiere der RUNDSCHAU.

      Gemeinsam mit seiner Frau Jördis hatte Jens Thiere das verletzte Tier geborgen. Die beiden Maasdorfer wohnen in der Nähe der Fundstelle. Eigentlich war das Ehepaar gerade unterwegs auf Osterspaziergang. Als sie das verletzte Tier entdeckt hatten, reagierten die Eheleute kurz entschlossen und wechselten die Wandersachen mit wasserdichten Hosen – sogenannten Wathosen. Da beide in einem Vermessungsbüro arbeiten, besitzt das Paar entsprechende Spezialkleidung. „Uns war klar, dass wir dem Vogel helfen müssen“, sagte Jens Thiere. Bei der Rettung von Vögeln hat der Naturschützer Erfahrung: Vor sechs Jahren hatte Thiere einen Weißstorch im morastigen Boden der abgelassenen Thalberger Teiche gefunden. Der Storch hatte sich durch eine Angelsehne schwer verletzt. Das Tier überlebte damals trotz tierärztlicher Behandlung nicht.

      Diesmal lief es anders: Thiere brachte den verletzten Schwan in die Tierarztpraxis Dr. Ulrich und Matthias Angermann in Prieschka. Auch diesmal war die Diagnose schlimm: Splitterbruch. Der Flügel musste amputiert werden. „Der Schwan hätte sonst nicht überlebt“, erklärte Tierarzt Angermann der RUNDSCHAU auf Nachfrage. Wie sich das Tier so schwer verletzen konnte, ist dem Mediziner unklar. „Die Hochspannungsleitung ist aber eine Möglichkeit“, so Angermann weiter. Weil der Schwan durch den amputierten Flügel flugunfähig geworden war, brauchte er auch ein neues Heim. „Auswildern kommt in so einem Fall nicht mehr infrage“, so Angermann.

      Nach mehreren Telefonaten erklärte sich schließlich die Tierparkverwaltung Riesa bereit, den Patienten aufzunehmen und zu pflegen. Bei der Fahrt ins neue Heim wurde der Schwan auf den Namen Friedrich getauft. „Das war die Idee meiner Tochter“, so Thiere. Schwan Friedrich wird nun dauerhaft in dem Tierpark bleiben.
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    • Invasion exotischer Pflanzen kostet Milliarden

      Neue Studie
      Autor: Silvia von der Weiden| 26.04.2011 Welt online


      Globalisierung in den Gärten: In Europa breiten sich immer mehr gebietsfremde Pflanzen aus. Sie verursachen jährlich Schäden von zwölf Milliarden Euro.

      Der Frühling ist da, und die Deutschen stürmen die Gartencenter. In kaum einem Land Europas werden mehr Blumen gekauft als hierzulande. Keine Frage, den Deutschen ist ihr Garten lieb – aber auch teuer?

      „Billigpflanzen gefährden die regionale Pflanzenvielfalt“, mahnt das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung, eine Plattform unter dem Dach des Bundesforschungsministeriums. „Verwilderte Zierpflanzen breiten sich aus und bestimmen immer mehr das Bild. Die Folge ist ein Einheitsbrei in der Pflanzenwelt“, so die Initiative.

      „Preisgünstige Pflanzenarten haben besonders gute Verwilderungschancen, denn sie werden am häufigsten angebaut“, sagt Sonja Knapp, Ökologin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Halle. Die paradoxe Folge: „Zwar steigt die Artenzahl in allen Regionen Europas aufgrund der hohen Zahlen eingeschleppter Arten an. Doch gehen regionale Unterschiede verloren, und überall wächst dasselbe.“

      Die UFZ-Forscher haben beim EU-Projekt „Daisie“ (Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe) mitgearbeitet. Die Bestandsaufnahme hat zum ersten Mal alle bekannten invasiven Arten für die Länder Europas erfasst.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
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    • Beleuchtete Kuhwiesen


      Von Harald Lachmann
      Warnstedt
      Erst wird Ackerboden für Gewerbegebiete requiriert, die dann leerstehen – zurück bleiben Millionengräber auf Bauernland
      Im sachsen-anhaltischen Warnstedt wurden die ersten Windschutzstreifen gerodet, um auf 22 Hektar bestem Ackerboden ein riesiges Industriegebiet zu erschließen. Vorerst ist nicht ein Interessent dafür bekannt. Die Landwirte der Agrar GmbH Warnstedt wehren sich gegen die Pläne.

      Albrecht Kloß und sein Warnstedter Agrarunternehmen wehren sich gegen die Landnahme für neue Gewerbegebiete. In die Windschutzstreifen an ihren Äckern wurden schon tiefe Lücken geschlagen (ganz oben). Fotos: Lachmann
      Nach der Wende entstanden sie als ein System aus Windschutzstreifen im Landschaftsschutzgebiet. Nun, da sie die nötige Größe haben, um dem Wind und damit der Bodenerosion zu trotzen, will man sie flach legen. Denn im geschützten Vorharzrevier soll ein wuchtiges Industriegebiet Ackerbau und Natur verdrängen.

      Die Rede ist von Buchen, Eschen und Pappeln in der Feldflur von Warnstedt. Im März rückte hier der Abholztrupp an. Doch Karl-Heinz Salmen, einer der beiden Geschäftsführer der Agrar GmbH Warnstedt, stellte sich ihnen in den Weg. Auf Bauernland würden keine Bäume gefällt, gebot er energisch Einhalt. Die Holzfäller zogen ab, kamen aber wieder – mit einem Vermessungstrupp. Der stellte fest, dass sich 200 Meter der Baumreihe nicht auf dem Feld befinden, sondern im Bereich der Straße. Sie gehören damit in die Hoheit der Stadt Thale, der man Warnstedt 2004 angegliedert hatte. Prompt fielen hier die Bäume.

      Niemand kennt die Ansiedlungswilligen
      Salmen und sein Co-Geschäftsführer Albrecht Kloß wissen, dass es schwer wird, das 22 Hektar große Gewerbegebiet auf bestem Ackerboden noch zu verhindern. Doch sie sehen Moral und Menschenverstand auf ihrer Seite. Die Landwirte können es nicht fassen, dass die Fällaktion von der Naturschutzbehörde des Harzkreises genehmigt war. Derselbe leitende Mitarbeiter, der ihnen mit saftigen Geldbußen drohte, falls sie sich an Sträuchern in ihrer Feldflur vergreifen, verteidigt nun den Baumfrevel: Man habe alles »auf Grundlage der Baumschutzverordnung geprüft«, die Sache sei »sauber gelaufen«.

      Kloß muss seine Wut darüber im Zaum halten. Denn für jene »Sache« habe die Behörde ihre eigenen Regeln ausgesetzt, schimpft er. Ab März nämlich dürften gar keine Bäume mehr gefällt werden. »Kurzerhand stellten die Schreibtischnaturschützer eine Ausnahmegenehmigung hierfür aus.«

      Seit Jahren kämpfen die Warnstedter Landwirte gegen das Industriegeviert direkt vor ihrem Hof. Es nähme ihnen nicht nur weiteren wichtigen Acker – seit 1991 waren ihnen bereits 115 Hektar Nutzfläche entzogen worden –, sondern würde auch ihren Betriebsablauf schwer beeinträchtigen. Sie wären von der Hauptstraße und ihren Feldern abgeschnitten, lägen inmitten von Wohnbebauung und Industriegebiet.

      Überdies, so fügt Kloß hinzu, fehle für das neue Gewerbeareal noch jeglicher Investor. Thales Bürgermeister Thomas Balcerowski (CDU) behaupte zwar, mit zwei Ansiedlungswilligen in Kontakt zu stehen. Doch deren Namen mag er nicht preisgeben – um sie zu schützen, wie er sagt. »Und wer schützt uns vor neuen Phantomplänen, die am Ende wieder nicht aufgehen?« fragt Kloß und verweist auf gut 200 Hektar erschlossenes Gewerbeland, die allein im Harzkreis brach liegen, weil sich niemand ansiedeln will. Ein paar Kilometer weiter, in Gernrode, lassen sich schon lange große »beleuchtete Kuhwiesen« bewundern, wie die Bauern der Region spötteln. Angeblich hatte es für das Gewerbeareal »Auf den Steinen II« Bewerber zuhauf gegeben, bevor es 2004 samt der Straßenbeleuchtung teuer erschlossen war. Doch danach waren sie plötzlich weg.

      Dass diesbezüglich nicht nur im Harz einiges im Argen liegt, brachte im Februar die FDP im Magdeburger Landtag zur Sprache. Ihr Landesentwicklungsexperte Uwe Schrader sprach von Millionengräbern und meinte damit »teuer erschlossene Industriegebiete, für die es keinen einzigen Interessenten gibt«. Mehr als 100 Millionen Euro habe man in Sachsen-Anhalt schon für »Geisterlandschaften zum Fenster hinausgeworfen«, wertvoller Ackerboden werde so der agrarischen Nutzung entzogen. Gerd Sonnleitner, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, kann hierzu auch bundesweit konkrete Zahlen nennen. In ganz Deutschland würden jährlich 100 Hektar Acker für neue Straßen oder Ansiedlungen geopfert, sagt er. Gut 800 000 Hektar landwirtschaftliche Fläche seien damit seit 1980 für die Lebensmittelproduktion verloren gegangen.

      Dass Thale hunderte Arbeitslose hat, bekümmert auch Kloß. Er würde, wenn man mit ihm redete, vielleicht Flächen abgeben, die direkt an Thale-Nord grenzen, ein anderes Industrierevier im ländlichen Umland, für das man schon geblutet hatte. »Doch auch wir haben Arbeitskräfte!« erregt er sich. Und dass das Rathaus erhoffte Industrieansiedlungen aufs eingemeindete Dorf delegiert, statt in der Stadt selbst zu investieren, hält er schlicht für hinterhältig.

      Keine Lust auf Flächenaustausch
      Diesen Zustand geißelte schon Jürgen Zywitzki, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordharz, in einem Brief an die Regionale Planungsgemeinschaft Harz. In Thale, das raumordnerisch als »Standort für regional bedeutsame Industrie« gelte, habe man trotz ausreichend vorhandener Areale »nicht eine Fläche als Industriegebiet ausgewiesen«, rügte er. Offenkundig wolle sich die Kernstadt »als touristisches Zentrum profilieren und die industrielle Entwicklung aufs Dorf verlagern«.

      Immerhin machte Zywitzki einen Vorschlag zur Güte. »In Quedlinburg hatte man einer Fläche, die in der Landesplanung als Vorranggebiet für Landwirtschaft galt, diesen Status wieder entzogen, um Industrie ansiedeln zu können«, erzählt er. »So wäre es nur fair, erhielte die Landwirtschaft im Gegenzug anderswo Flächen übertragen, etwa in Warnstedt. Sonst wäre das ja eine Einbahnstraße.«

      Auf den Vorschlag eines Flächenaustauschs bekam er keine vernünftige Reaktion. Die Antwort vom Planungsverband fiel ebenso knapp wie abweisend aus: Erstens seien die Warnstedter Äcker halt als Vorranggebiet für Industrie ausgewiesen, und zweitens verfüge die Kernstadt Thale nicht über »alternative Brachflächen, die für größere Industrieansiedlungen tatsächlich geeignet wären«.

      Kloß hält das »schon für böswillig« angesichts der großen Industriebrachen in der Stadt. Fehlt den Bauern im Vorharz am Ende die Lobby? Man mag es nicht glauben; immerhin lebt in der Gegend ein Großteil der berufsständigen Führungsspitze Sachsen-Anhalts. »Doch bei mir hat sich noch keiner sehen lassen.«

      Dabei sollte es schon zu denken geben, dass Thales Rathauschef Balcerowski wiederholt damit kokettierte, für die »Interessen der Allgemeinheit« zu agieren, während er die Belange der Landwirte als »Eigennutz von Einzelpersonen« abtut. Geradezu schadenfroh hatte er letztes Jahr gewirkt, als Sachsen-Anhalts Landesverwaltungsamt in Halle einen Beschluss des Harzkreistages von Ende 2009 de facto wieder kippte. Darin hatte das Harzparlament mehrheitlich gefordert, die Kreisverwaltung solle bei Gewerbeansiedlungen mehr Einfluss darauf nehmen, dass hierbei nicht länger wertvoller Ackerboden genutzt werde.

      Balcerowski, der im Kreistag auch die CDU-Fraktion anführt, gehörte zu den unterlegenen Gegnern des Antrags und fand sich nicht damit ab. Postwendend schrieb er nach Halle und monierte einen »Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung«. Die Landesbehörde gab ihm nunmehr Recht. Der Kreistag musste so den Beschluss revidieren. Seinetwegen, teilte der Rathauschef gegen die Landwirte aus, könnten die »sogar Protestplakate aufstellen, die noch vom Weltall aus zu sehen sind« – das Warnstedter Gewerbegebiet werde er durchboxen.

      Auch an CDU-Landeschef Thomas Webel – seit kurzem Minister für Landesentwicklung in Sachsen-Anhalt – wandten sich die Bauern. Webel arbeitete vor der Wende in einer LPG und gehörte der Bauernpartei an. Bisher sei nur eine nichtssagende Reaktion gekommen, ärgert sich Kloß.

      Mittlerweile hat der Stadtrat von Thale den Bebauungsplan für die Warnstedter Äcker verabschiedet. Kloß und Salmen wissen, es wird ernst. So werden sie nun gegen die Pläne klagen, mit denen sich »ein offenbar dem Tourismuswahn verfallener Bürgermeister profilieren« wolle. Man habe sich juristisch beraten lassen: Sie wären hier nicht chancenlos, versichern sie.
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    • Gürteltiere übertragen Lepra

      Dass Gürteltiere Träger des Lepra-Erregers Mycobacterium leprae sind, war bekannt. Bislang war aber nicht bewiesen, dass die Tiere den Menschen mit Lepra infizieren können. Experten warnen vor dem Verzehr des Fleisches.

      Menschen können sich bei Gürteltieren mit Lepra anstecken. Das hat ein internationales Forscherteam mit Hilfe von DNA-Analysen nachgewiesen. Ihr Ergebnis stellen die Wissenschaftler aus der Schweiz und den USA im "New England Journal of Medicine" (NEJM) vor. Dass Gürteltiere Träger des Lepra-Erregers Mycobacterium leprae sind, war bekannt. Bislang war aber nicht bewiesen, dass diese Tiere den Menschen mit Lepra infizieren können.

      Die Forscher der polytechnischen Hochschule (EPFL) von Lausanne und der Staatlichen Universität von Louisiana (USA) untersuchten die Bakterien bei insgesamt 50 Patienten und 33 wild lebenden Gürteltieren im Süden der USA. Die meisten Patienten (28) hatten sich bei Reisen nach Europa, Brasilien und Asien infiziert: Denn in diesen Fällen konnte der genetische Stempel von Stämmen des Lepra-Bakteriums nachgewiesen werden, die in den jeweiligen Ländern zu finden sind.

      Ideale Brutkästen für Lepra-Bakterien
      Doch bei 22 Patienten, die die USA nie verlassen hatten, entdeckten die Wissenschaftler einen speziellen Stamm des Lepra-Erregers, der auch bei 28 Gürteltieren in ihrer Region vorkam. Da es sich um einen bisher noch unbekannten Stamm des Lepra-Bakteriums handelt, schließt das Forscherteam einen Irrtum aus.

      Warum Gürteltiere für den Erreger empfänglich sind, steht nach Angaben des Teams nicht fest. Vermutet wird, dass sie wegen ihrer vergleichsweise niedrigen Körpertemperatur von 32 Grad Celsius ideale "Brutkästen" für die wärmeempfindlichen Lepra-Bakterien sind. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, häufigen direkten Kontakt mit diesen Tieren zu meiden und vor allem ihr Fleisch nicht zu verzehren.

      Vorsicht und Aufklärung
      "Das Letzte, was wir möchten, ist Panik zu schüren und ein Abschlachten der Gürteltiere anzustacheln", sagte Stewart Cole aus Lausanne. Der beste Schutz sei Vorsicht und Aufklärung.

      Lepra-Bakterien zerstören die Haut und Schleimhäute und befallen Nervenzellen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können viele Jahre vergehen. Lepra ist heute heilbar.

      Gürteltiere (Dasypodidae), in spanischsprechenden Ländern Armadillos genannt, kommen ausschließlich in Süd- und Mittelamerika sowie den Südstaaten der USA vor. Von den Lepra-Bakterien wird angenommen, dass sie vor etwa 500 Jahren von Einwanderern aus Europa eingeschleppt wurden, heißt es im "New England Journal of Medicine".

      Gürteltiere gejagt und gegessen
      Der in der Fachzeitschrift auch vorgestellte Fall eines ehemaligen Gastarbeiters aus Lateinamerika in Houston geht auf das Problem ein, dass Lepra nicht immer sofort diagnostiziert wird. Bei dem Mann, der Gürteltiere jagte und verzehrte, wurde die Krankheit erst nach fünf Jahren erkannt und dann mit Antibiotika behandelt.

      n-tv.de/wissen/Guerteltiere-ue…Lepra-article3199526.html
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    • Bund übernimmt Geomar-Meeresforschung

      Berlin (dpa) - Das Meeresforschungsinstitut IFM-Geomar an der Universität Kiel wird künftig zu 90 Prozent vom Bund finanziert. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (beide CDU) unterzeichneten hierzu einen Vertrag in Berlin.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • Neuer Ostsee-Alarm: Weite Flächen sind tot

      RZ online 11.05.2011


      Kopenhagen (dpa) - Umweltschützer fordern eine Ausweitung der Schutzzonen in der Ostsee. Ihr Anteil solle von derzeit 12 Prozent auf 20 bis 30 Prozent steigen, schreibt die Umweltorganisation Oceana in Kopenhagen.

      Selbst bei derzeit ausgewiesen Schutzflächen fehle oftmals ein effektives und strenges Management. Zugleich solle die Grundschleppnetzfischerei verboten werden. Oceana unterstreicht die Forderung mit Bildern von grauem Meeresboden ohne Leben, die den alarmierenden Zustand einiger Ostseeregionen verdeutlichen.

      Überraschend habe die Expedition aber auch erfreuliche Foto-Beweise für das Vorkommen bedrohter Fischarten und anderer Lebewesen an Orten gebracht, wo man sie nicht mehr vermutet hatte. Oceana verweist auf viele Studien, die zeigten, dass von Fischverbotszonen nicht nur Ökosysteme profitieren. Auch Fischer könnten dann mehr Meerestiere außerhalb der Schutzgebiete fangen.

      Die in den USA gegründete Organisation hat für zwei Monate Unterwasser-Fotografen und Wissenschaftler auf der «Hanse Explorer» mit der weitflächigen Untersuchungen am Meeresgrund beauftragt. Die erste Zwischenbilanz mit der Veröffentlichung teils spektakulärer Fotos wurde nach mehreren Wochen im Kattegat und Öresund zwischen Dänemark und Schweden gezogen. Weitere Untersuchungen sollen in östlicheren Teilen der Ostsee bis nach Polen und an die baltische Küste folgen.
      Gruß Peter

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      Albert Schweitzer
    • Nordseeküste Miesmuscheln sollen Tierwelt beleben

      Hamburgerabendblatt Online

      Mit künstlichen Bänken im Wattenmeer wollen Forscher erreichen, dass sich das Ökosystem erholt

      Groningen. Das Wattenmeer an der niederländischen Nordseeküste war einmal ein vielfältiges Ökosystem. Doch durch die starke Fischerei sind in vielen Regionen vor allem die einst weit verbreiteten Miesmuscheln auf dem Rückzug - und mit ihnen diverse Spezies, denen die Muschelbänke als Lebensraum dienen.

      Forscher der Universität Groningen haben nun vor den Inseln Ameland, Terschelling und Schiermonnikoog 36 künstliche Muschelbänke angelegt. Mit einem Pflug, gezogen von zwei Pferden, legten sie im Schlick Gräben an, befestigten darin Matten aus Kokosfasern und verteilten darauf insgesamt 36 Tonnen junge Miesmuscheln. In den nächsten vier Jahren sollen die Muscheln zusammenklumpen und so durch ihre Masse der Strömung genug Widerstand leisten, um nicht weggeschwemmt zu werden; währenddessen sollen sich die Kokosmatten langsam auflösen.

      "Muschelbänke wirken im Ökosystem wie Ingenieure, sie gestalten ihre Umgebung", erläutert Prof. Han Olff von der Universität Groningen. "Die Muscheln beruhigen die Bewegung des Wassers und bieten Lebensraum für andere Spezies wie Algen und kleine Krabben. Diese dienen als Nahrung für Spezies wie Flundern, die wiederum von größeren Fischen gefressen werden. Die Miesmuscheln selbst dienen Wattvögeln wie Austernfischern als Nahrung. Wenn wir also die Muscheln zurückbringen, locken wir damit auch viele andere Tiere an und beleben letztendlich das gesamte Ökosystem im Wattenmeer." Olff hält es sogar für möglich, dass Rochen, kleine Tümmler und Sandhaie zurückkehren. "Letztere sind übrigens völlig harmlos für den Menschen", sagt Olff. Ob die künstlichen Muschelbänke ein Erfolg werden, wollen die Forscher in den kommenden Jahren begutachten.(mha)
      Gruß Peter

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    • Neandertaler später ausgestorben?

      Knochenfund erschüttert Theorien
      Der Neandertaler ist möglicherweise 6000 Jahre später ausgestorben als bislang angenommen: Forscher haben im Norden Russlands 31.000 Jahre alte Steinwerkzeuge und Tierknochen entdeckt, die sie im US-Wissenschaftsmagazin "Science" als Hinterlassenschaften des frühen Verwandten des modernen Menschen beschreiben. Die Entdeckung stelle die gängige Hypothese in Frage, wonach der Neandertaler in Europa bereits vor 37.000 Jahres ausgestorben sei, heißt es in dem Bericht.

      Bei verschiedenen Ausgrabungen in Byzowaja am Ufer der Petschora am Ural entdeckten die Forscher aus Russland, Frankreich und Norwegen Überreste von offenbar geschlachteten Tieren, darunter Mammuts, Bären und Wollnashörner, sowie mehr als 300 Werkzeuge aus Stein. Es handele es sich um typische, von Neandertalern genutzte Werkzeuge aus dem Mittelpaläolithikum, schreiben die Forscher. Die Gegend in der Nähe des Polarkreises könne daher der letzte Zufluchtsort der Neandertaler in Europa gewesen sein.

      AFP
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    • Titanenwurz Stinkende Augenweide

      16.05.2011, 08:14 2011-05-16 08:14:17 SZ Online
      Von Thorsten Schmitz

      Sie wächst und wächst, und wenn sie dann endlich einmal blüht, erfreut sie zwar das Auge, aber beleidigt die Nase. Im Botanischen Garten zu Berlin sorgte die seltene Blüte des Titanenwurz nun für großen Andrang.
      Gesche Hohlstein hatte einen vorgewarnt, schon Tage vorher, als man sie zum ersten Mal getroffen hatte. Es war kurz vor 20 Uhr, im Berliner Botanischen Garten war fast niemand mehr, aber die Pressesprecherin mochte einfach nicht nach Hause gehen. Die Aufregung war zu groß. Sie wollte den seltenen Moment nicht verpassen. "Das ist wie eine Schwangerschaft. Da weiß man auch nicht, wann es losgeht." Sie stand vor einem riesigen schwarzen Plastiktopf im Großen Gewächshaus und lachte.
      In der Plastiktonne steckte eine Titanenwurz - die größte Blume der Welt. Sie wuchs und wuchs und war schon fast zwei Meter lang. Die gigantische Pflanze wächst nur auf Sumatra und auch nur nachts, sie ist eine Nachtblüherin. Auf Lateinisch heißt sie "Amorphophallus titanum", salopp übersetzt also: Unförmiger Riesenpenis. Palmengärten in Frankfurt, München, Leipzig und Stuttgart besitzen alle eine Titanenwurz - nur wann und ob sie blüht, ist nicht vorhersagbar. "Passen Sie auf, wenn sich die Blüte öffnet", sagte Gesche Hohlstein. "Dann wird es nach Kot riechen und nach Aas, als würde ein Ziegenkadaver unter griechischer Sonne verwesen."
      Gruß Peter

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    • Biologisch abbaubarer Kunststoff Eine saubere Alternative?

      13.05.2011, 19:30 2011-05-13 19:30:18 SZ Online


      Von Katrin Blawat

      Manche Hersteller versuchen, vieles richtig zu machen und bekommen sogar Unterstützung von Umweltschützern. Doch auch biologisch abbaubarer Kunststoff belastet die Natur.

      Mehr Symbole, die ein reines Öko-Gewissen garantieren sollen, passen kaum auf einen Joghurtbecher. Bio-Siegel, WWF-Panda - und der Umriss eines Joghurtbechers, aus dem zwei grüne Blätter lugen: So wirbt die Firma Danone für ein Produkt, das sie seit kurzem in Bechern aus Biokunststoff verkauft.

      Das neue Material basiert nicht auf Erdöl, sondern auf Maisstärke. Aus ihr produzieren Bakterien Milchsäure, die dann chemisch zu langen Ketten verbunden wird. Fertig ist der Biokunststoff Polymilchsäure, kurz PLA.

      Er ist einer der verbreitetsten Biokunststoffe, verwendet vor allem für Wegwerfartikel wie Verpackungen oder Einmalgeschirr. Der zweite wichtige Biokunststoff ist sogenannte thermoplastische Stärke, deren Rohstoffe aus Kartoffeln, Weizen oder Mais stammen. Daneben gibt es zum Beispiel die aus Bakterien gewonnenen Polyhydroxyfettsäuren (PHF). Gemeinsam ist allen drei Materialien, dass sie sowohl aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden als auch biologisch abbaubar sind.
      Gruß Peter

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    • Pilz spart Phosphatdünger

      Weniger Dünger, gleicher Ertrag: Pilze können die Versorgung von Pflanzenwurzeln mit Phosphaten deutlich verbessern. Forscher wollen die Mikroorganismen als Gel verabreichen - vor allem die Landwirtschaft in tropischen Ländern könnte profitieren.

      Immer mehr Menschen bevölkern die Erde - eine große Herausforderung für die Landwirtschaft. Damit alle genug zu essen haben, muss der immer knappere Boden effizient genutzt werden. In den meisten Fällen greifen Landwirte zu Dünger und Pflanzenschutzmitteln, um den Ertrag zu maximieren. Die Folgen für die Umwelt können allerdings unangenehm werden - etwa dann, wenn Dünger über die Flüsse ins Meer gelangt und dort gewaltige Algenblüten mitverursacht.

      Zumindest beim Phosphatdünger haben Wissenschaftler jetzt eine interessante Alternative vorgestellt.
      Abhilfe könnten Mykorrhiza-Pilze schaffen: Für gewöhnlich leben sie in Symbiose mit Pflanzen, genauer gesagt mit deren Wurzeln. Sie bilden dort ein umhüllendes Pilzgeflecht und verbessern die Nährstoffversorgung, da sie weit besser als die Pflanze selbst in der Lage sind, Mineralstoffe wie Phosphat und Stickstoff und auch Wasser aus dem Boden zu gewinnen
      hda/dapd
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • 17 verborgene Pyramiden in Ägypten


      Ägypten hat offenbar noch viel mehr Pyramiden zu bieten als bisher bekannt. Mithilfe von Satellitenaufnahmen machten US-Wissenschaftler mehrere verborgene Pyramiden und tausende Gräber und Siedlungen ausfindig. Das Verfahren nennt sich Weltraum-Archäologie.

      Ein US-Archäologenteam entdeckte dank eines neuen Verfahrens zur Auswertung von Satellitenaufnahmen 17 verborgene Pyramiden sowie tausende Gräber und Siedlungen. Ausgrabungen bestätigten einige der spektakulären Entdeckungen bereits.

      "Ich konnte nicht glauben, dass wir auf diese Weise derart viele archäologische Stätten in ganz Ägypten entdecken würden", schreibt die Leiterin des Archäologenteams, Sarah Parcak, in ihrem Internet-Blog. "Jeder Archäologe wünscht sich, eines Tages eine Pyramide auszugraben." Parcak zählt zu den Pionieren der sogenannten Weltraum-Archäologie, die bei ihrer Forschung auf vom All aus gesammelte Daten zurückgreift.

      Existenz bestätigt
      Für seine Suche hatte das Wissenschaftlerteam von der Universität von Alabama seit mehr als einem Jahr die Aufnahmen eines NASA-Satelliten ausgewertet. Der Satellit hatte hochauflösende Infrarot-Bilder der Totenstadt Sakkarah und Tanis gemacht, einer bedeutenden archäologischen Stätte im Nordosten Ägyptens. Die Kameras des Satelliten sind so leistungsstark, dass sie auch Strukturen mit einem Durchmesser von weniger als einem Meter sichtbar machen können. Außerdem lassen sich auf den Bildern Materialien voneinander unterscheiden. So lassen sich beispielsweise verschüttete Mauern aus Tonziegeln erkennen, deren Struktur sich von der sie umgebenden Erde unterscheidet.

      Parcak und ihre Mitarbeiter nahmen bereits einige Grabungen vor, um die Existenz der verschütteten archäologischen Stätten zu bestätigen. Bei den Grabungen wurden unter anderem zwei Pyramiden sowie ein rund 3000 Jahre altes Haus freigelegt. Die Funde zeigten, "dass wir die Größe und das Ausmaß der Überreste menschlicher Gesellschaften der Vergangenheit unterschätzt haben", sagte Parcak.

      AFP
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Nobelpreisträgertreffen

      Von Manfred Lindinger, Stockholm in FAZ Online

      Das Weltgewissen ruft aus Stockholm

      Wie lässt sich die Erde verbessern? Zwanzig Nobelpreisträger haben die Antworten gefunden: Bekämpfung der Armut, Umweltschutz und die Rettung des Erdklimas stehen auf der Agenda.


      Es war ein erlesener Kreis von Wissenschaftlern, der sich in dieser Woche in Stockholm eingefunden hatte, um über elementare Fragen zu diskutieren, die die Zukunft der Erde und der ganzen Menschheit betreffen. Rund zwanzig Nobelpreisträger und zwei Dutzend internationale Fachleute debattierten darüber, wie es gelingen könnte, eine nachhaltige Welt zu schaffen. Eine Welt, in der Ressourcen geschont, der Erderwärmung und dem Artensterben Einhalt geboten, die Regenwälder geschützt und die elementaren Bedürfnisse aller Menschen gedeckt werden können.
      Gruß Peter

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    • Uralter Tunnel unter Tempel in Mexiko gefunden

      Mexiko-Stadt (dpa) - Wissenschaftler haben unter dem Tempel der Gefiederten Schlange in der mexikanischen Pyramidenstadt Teotihuacán einen Tunnel entdeckt, der vor 1800 Jahren verschlossen wurde. Die Entdeckung des 120 Meter langen Tunnels gelang mittels eines modernen Georadars.

      Bereits seit mehreren Jahren sind Archäologen damit beschäftigt, Zugänge zu dem bisher dort vermuteten Tunnel zu graben.

      «Der Tunnel ist eine Repräsentation der Zwischenwelt», sagte der Archäologe Sergio Gómez Chávez von Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah). «Es handelt sich um einen Ort der Schöpfung, wo die irdischen Kräfte residieren, aus denen die Gottheiten hervorgegangen sind».

      Am Ende des Korridors vermuten die Wissenschaftler die Grabkammern der Herrscher von Teotihuacán, der größten Stadt Mesoamerikas in der vorspanischen Zeit. «Sollte sich das bestätigen, wäre das eine der bedeutendsten Entdeckungen im 21. Jahrhundert», sagte der Forscher Velasco Herrera, der den Tunnel entdeckte. Die Teotihuacán-Kultur entfaltete ihre Blüte zwischen 200 und 700 nach Christus.
      Gruß Peter

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    • RE: Nobelpreisträgertreffen

      Original von Petro
      Von Manfred Lindinger, Stockholm in FAZ Online

      Das Weltgewissen ruft aus Stockholm

      Wie lässt sich die Erde verbessern? Zwanzig Nobelpreisträger haben die Antworten gefunden: Bekämpfung der Armut, Umweltschutz und die Rettung des Erdklimas stehen auf der Agenda.


      Es war ein erlesener Kreis von Wissenschaftlern, der sich in dieser Woche in Stockholm eingefunden hatte, um über elementare Fragen zu diskutieren, die die Zukunft der Erde und der ganzen Menschheit betreffen. Rund zwanzig Nobelpreisträger und zwei Dutzend internationale Fachleute debattierten darüber, wie es gelingen könnte, eine nachhaltige Welt zu schaffen. Eine Welt, in der Ressourcen geschont, der Erderwärmung und dem Artensterben Einhalt geboten, die Regenwälder geschützt und die elementaren Bedürfnisse aller Menschen gedeckt werden können.


      Nicht wirklich, oder? Das hätte meine Tochter (6 Jahre) auch hinbekommen. Und was sagt der jetzige G8 Gipfel? Nix Neues. Solange Kapital Sinn und Zweck der führenden Regierungen bleiben, wird sich nichts ändern.
    • Amazonas-Gebiet Baugenehmigung für Mega-Wasserkraftwerk erteilt

      DPA

      Im brasilianischen Amazonasgebiet können die Hauptbauarbeiten für das weltweit drittgrößte Wasserkraftwerk beginnen. Das Belo-Monte-Projekt ist höchst umstritten. Mehr als 500 Quadratkilometer sollen für die Staubecken überflutet werden.
      Das geplante Kraftwerk Belo Monte am Fluss Xingu wird von Menschenrechtlern, Umweltschützern, indigenen Gruppen und der katholischen Kirche heftig kritisiert. Doch nun können die Arbeiten für das Mega-Projekt im brasilianischen Bundesstaat Pará wohl losgehen. Brasiliens Umweltbehörde Ibama hat eine entsprechende Genehmigung erteilt.

      Bereits im Januar war eine Teilgenehmigung für die vorbereitenden Bauarbeiten und die Rodung von 240 Hektar Wald ergangen. Zwischenzeitlich hatte ein Richter die Bauarbeiten allerdings auf Eis gelegt. Er hatte kritisiert, dass Umweltauflagen nicht erfüllt worden seien.

      Die Anlage wäre mit einer Leistungskapazität von 11.233 Megawatt das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt, nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem binationalen Itaipú-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay. Allerdings wird mit einer weitaus geringeren Durchschnittsleistung von 4419 Megawatt gerechnet.
      Gruß Peter

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    • Ehec-Infektionen Die Angst isst mit

      Von Nina Weber Spiegel Online

      Keine Gurkenscheibe mehr aufs Brot, keine Erdbeeren zum Dessert: Seit sich der Ehec-Erreger in Deutschland ausbreitet, schränken viele Menschen ihre Ernährung ein. Da hilft es auch nicht zu wissen, dass das Risiko einer Infektion sehr gering ist.

      Wer in diesen Tagen in Hamburg Essen bestellt, kommt um die Grünzeug-Frage nicht herum. "Wollen Sie einen Salat vorweg?", fragt etwa der Kellner jeden Gast in einem spanischen Restaurant im Stadtteil Eppendorf. Die große Mehrheit lehnt ab. " Roher Fisch, der bei nicht einwandfreier Verarbeitung eine ganze Batterie gesundheitsschädlicher Keime tragen kann, wird natürlich weiter geliefert. Aber das - sicher sehr geringe - Risiko einer Lebensmittelvergiftung nehmen die Besteller ja in Kauf. Nur der Gefahr einer ganz speziellen Form der Lebensmittelvergiftung, einer Ehec-Infektion, mag sich zurzeit kaum jemand aussetzen.

      Daher stehen rohe Tomaten, Gurken und Blattsalate, von deren Verzehr die Behörden nach wie vor abraten, für viele Deutsche auf dem Index. Manche Bürger verzichten zusätzlich auf Obst - man kann ja nie wissen.

      Allerdings ist das Risiko, sich Ehec-Keime einzufangen und dadurch am hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) zu erkranken, selbst in Norddeutschland winzig. In ganz Deutschland gebe es 1213 bestätigte Ehec-Infektionen. 18 Todesfälle werden bisher mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht.

      Auf 100.000 Schleswig-Holsteiner kommen derzeit 5,5 Hus-Fälle, berichtete das Robert-Koch-Institut am Freitag. In Hamburg liegt die Quote bei 5,1 pro 100.000, in Bremen bei 3,3, in Mecklenburg-Vorpommern bei 1,8.

      Helfen diese Zahlen, wieder entspannt in rohe Tomaten zu beißen? Wahrscheinlich nicht. Dafür ist das Risiko der drohenden Ehec-Infektion zu präsent - und gleichzeitig schwer greifbar. Die Behörden warnen weiter, dass die Infektionsquelle "noch aktiv" sein könnte - dass also verseuchtes Grünzeug noch irgendwo lauert.

      Man sieht der Tomate weder an, dass sie mit Ehec-Keimen belastet ist, noch würde man es schmecken. Und so gering das Risiko einer Infektion auch sein mag: Wenn es einen trifft, dann drohen lebenslange Gesundheitsschäden oder sogar der Tod durch HU-Syndrom. Was nutzt einem da die Erkenntnis, wie extrem unwahrscheinlich es war, dass man sich angesteckt hat?

      Oder dass es deutlich wahrscheinlicher ist, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen als an den Folgen einer Ehec-Infektion zu sterben? Zum Vergleich: Im Mai 2010 starben bundesweit 316 Menschen bei Verkehrsunfällen. Es ist eben einfacher, ein paar Tage keine Gurken zu essen, als nicht mehr am Straßenverkehr teilzunehmen.

      Bisher haben die Behörden die Infektionsquelle nicht entdeckt - die Keime könnten theoretisch in jedem rohen Lebensmittel stecken. Bei früheren Ehec-Ausbrüchen konnten Experten die Quelle nicht immer ausfindig machen. Meist waren es allerdings Fleisch oder Rohmilchprodukte - kein Gemüse.

      Gurken, Tomaten und Salat gelten als Hauptverdächtige, weil sich in Befragungen zeigte, dass Ehec-Infizierte sie häufiger gegessen hatten als Gesunde. Insgesamt 95 Prozent der Angesteckten hätten eines der drei Gemüse in den Tagen vorm Infektionsausbruch roh verzehrt.

      Und dass die Infektionsquelle irgendwo in Norddeutschland zu finden ist, scheint auch klar; hier liegt das Zentrum des Ausbruchs. Fast alle Ehec- und Hus-Fälle aus anderen europäischen Ländern haben Menschen getroffen, die kurz zuvor in Norddeutschland gewesen waren

      Die Abwägung, vor der die Menschen in Norddeutschland stehen, lautet also: Was habe ich davon, rohe Tomaten, Gurken und Salate zu essen - und was droht mir, wenn ich es tue? Wer kein eingefleischter Rohkostfan ist, verzichtet da meist lieber.
      Gruß Peter

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    • Romanow-Fürsten im Massengrab


      Archäologen finden die Gebeine von etwa einhundert Menschen, die von den Bolschewiken hingerichtet worden waren. Darunter sind offenbar auch die sterblichen Überreste von vier Großfürsten der Romanows.
      Über die Umstände des gewaltsamen Todes der russischen Zarenfamilie wurde viel spekuliert. Nun haben Archäologen in Sankt Petersburg offenbar ein weiteres Puzzleteil zur Aufklärung der Hinrichtungen unter der Sowjetherrschaft gefunden: In einem Massengrab seien vermutlich die sterblichen Überreste von vier Großfürsten der Romanows entdeckt worden, teilt der Chefarchäologe der Ausgrabungen, Wladimir Kildjuschewski, mit. Daneben fanden die Forscher in der Ausgrabungsstätte die Gebeine von etwa einhundert Menschen, die von den Bolschewiken hingerichtet worden waren.

      "Nach sicheren Augenzeugenberichten wurden vier Großfürsten der Romanows 1919 in der Peter-und-Paul-Festung exekutiert. Die Gebeine von Georgi Michailowitsch, Nikolai Michailowitsch, Dmitri Konstantinowitsch und Pawel Alexandrowitsch befinden sich wahrscheinlich unter denen, die wir gefunden haben", erklärt Kildjuschewski.

      Onkel und Enkel
      Großfürst Pawel Alexandrowitsch Romanow war der Onkel des letzten Zaren Nikolaus II., der selbst 1918 mit seiner Familie im Ural von den Bolschewiken exekutiert wurde. Die drei anderen Großfürsten waren seine Cousins und Enkel von Zar Nikolaus I. Die vier Großfürsten wurden 1919 in der Festung erschossen, mitten im Zentrum der ehemaligen Zarenhauptstadt, doch ihre genaue Grabstätte blieb unbekannt. Auch das Grab von Zar Nikolaus II., seiner Frau und seinen Kindern, die auf Anordnung der bolschewistischen Führung ermordet worden, war erst 1991 entdeckt worden.

      In der Festung am Ufer des Flusses Newa nahmen die Bolschewiken zahlreiche Exekutionen vor. In ihrem Zentrum ragt die Kathedrale Peter-und-Paul empor, wo sämtliche russischen Zaren seit Peter dem Großen bestattet sind. Als bei Erdarbeiten 2007 zufällig menschliche Knochen gefunden wurden, begannen die Ausgrabungen im großen Stil. Dabei entdeckten die Archäologen sechs Massengräber aus den Jahren 1917 bis 1919, die die Gebeine von rund einhundert Opfern enthalten - die Jüngsten der Todesopfer waren gerade 16 Jahre alt.

      Tod durch Kopfschuss
      "Alle Opfer wurden durch einen Kopfschuss getötet und die Leichen wurden unverhüllt in die Gräber geworfen", erzählt Kildjuschewski. "Auf manchen Schädeln gibt es spezielle Spuren, als seien sie mit einem Gewehrkolben vollends erschlagen worden." Der Archäologe zeigt Gegenstände, die zwischen den Knochen gefunden wurden: Bügellose Brillen, ein großes Goldkreuz, Zigarettenetuis, Notizbücher, Kleidungsfetzen, ein Hut in gutem Zustand, ein Schuh.

      "In bestimmten Gräbern liegen nur ältere Menschen, Zivilisten. In den anderen junge Leute zwischen 20 und 30, Kadetten der Militärschulen", erklärt der Archäologe. Sie alle fielen dem "Roten Terror" zum Opfer, mit dem die russische Staatssicherheit Tscheka und die Rote Armee im Bürgerkrieg zwischen 1918 und 1923 das Land überzogen. Zehntausende sogenannte Klassenfeinde, Adlige, Bürgerliche, Offiziere, Priester, streikende Arbeiter und protestierende Bauern wurden damals hingerichtet.

      Klasse bestimmt Schicksal
      Einer der Führer der Tscheka, Martin Latsis, schrieb 1918: "Wir beenden die Bourgeoisie als Klasse. Suchen Sie keine Beweise in den Untersuchungen, ob ein Angeklagter mit Taten oder Worten gegen die sowjetische Herrschaft gehandelt hat. Die erste Frage, die sich stellt, ist: Welcher Klasse gehört er an? Diese Frage wird sein Schicksal bestimmen. Darin liegt der Sinn des roten Terrors." Es war Latsis, der das Todesurteil der vier in Sankt Petersburg erschossenen Romanows unterschrieb.

      Kildjuschewski betont die Dringlichkeit weiterer Nachforschungen: "Heute versuchen wir zu bestimmen, wer genau hier exekutiert wurde, und wir müssen die Suche fortsetzen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch weitere Überreste finden werden." Zurzeit jedoch ruhen die vom Geschichtsmuseum der Stadt organisierten Ausgrabungen - aus Geldmangel.

      Marina Koreneva, AFP
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Giftköder für Hunde

      In Düsseldorf hat wieder ein Hundehasser zugeschlagen. In mehreren Stadtteilen (Waldgebiete) hat ein Hundehasser Fleisch- und Wurststücke gespickt mit Rattengift und Nägeln ausgelegt.
      Ein Hund konnte gerade noch in der Tierklinik gerettet werden.

      Was für kranke Menschen laufen da Draußen frei rum? Würde mich sehr freuen, wenn der erwischt würde!
      WILLST DU WISSEN WAS SCHÖNHEIT IST, SO GEHE IN DIE NATUR!
      (Albrecht Dürer)
    • Öko-Baustoffe ... und das hält

      Die Zeit online

      Gepresstes Stroh erlebt als nachwachsender Bau- und Dämmstoff in Deutschland eine Renaissance.
      Baumeister Björn Meenen steht auf dem Dach der Villa Bellevue, des jüngsten Strohballenhauses der Siedlung Sieben Linden in Sachsen-Anhalt. Unter ihm tragen Helfer Lehmputz auf eine goldgelb leuchtende Wand aus Strohquadern auf. Ein halbes Dutzend Strohballenhäuser – die größte Ansammlung dieses Bautyps in Deutschland – steht hier in dem Ökodorf.
      Pionier Meenen hat an allen mitgebaut, schon an der 2001 begonnenen Villa Strohbund. Sie war eines der ersten Gebäude dieser Bauweise in Deutschland.
      Der gelernte Schreiner Meenen ist Mitbesitzer der Häuser – als Mitglied der Siedler-Genossenschaft. Diese kaufte 1997 im ostdeutschen Nirgendwo günstig Boden, um ein ökologisch-soziales Modellprojekt aufzubauen. Ihre Häuser sollten sowohl beim Bau als auch später beim Wohnen möglichst wenig Energie verbrauchen, Baumaterial aus der Region hatte Vorrang. Dafür gab es Vorbilder.
      Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Wanderarbeiter im US-Bundesstaat Nebraska Hütten aus Heu und Stroh.
      Sie machten aus der Not eine Tugend, in den dortigen Sandhills gab es zwar viel Gras, aber kaum Holz. Also pressten sie Heu und Stroh zu soliden Blöcken und bauten 70 Strohballenhäuser. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Bauweise aus der Mode. Erst 1974, inmitten der Ölkrise, erlebte die Technik eine neue Blüte: Mehr als 13.000 Strohhäuser stehen mittlerweile in den USA. »
      . Die verbreitete Angst, Bauen mit Stroh sei brandgefährlich, haben staatliche Prüfstellen widerlegt.
      So hielt bei der Braunschweiger Materialprüfanstalt für das Bauwesen eine verputzte Strohballenwand eine halbe Stunde den Flammen stand – die übliche Anforderung für Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei einem Test in Österreich trotzte eine ähnliche Wand gar 90 Minuten dem Feuer.

      »Werden die Ballen richtig eingebaut, gibt es keinen Grund, warum ein Strohhaus nicht so lange halten sollte wie eines aus mineralischen Baustoffen«, sagt Krick.
      Mit fast hundert Jahren ist die Fawn Lake Ranch in Nebraska das älteste noch bewohnte Strohhaus. In ihm tragen die gestapelten Ballen die Lasten vom Dach und von den Decken.
      Benjamin Krick hingegen setzt auf nicht lasttragende Häuser wie die Villa Bellevue, weil sie hierzulande leichter genehmigt werden. Bei ihnen wird eine Holzrahmen-Konstruktion schrittweise mit Strohquadern aufgefüllt. Das Füllmaterial muss bestimmten Bedingungen genügen, die Ballen werden sehr fest aus Getreidehalmen gepresst.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • Vorbild Natur: Was die Technik von Pflanzen lernen kann

      Nieklitz (dpa) - Mit einer Aktionswoche richten die Botanischen Gärten seit Samstag in ganz Deutschland den Blick auf die bionische Forschung.

      «Was die Technik von Pflanzen lernen kann» lautet das Motto. Die Nutzung des Lotus-Effekts für selbstreinigende Oberflächen oder kleiner Widerhaken für Klettverschlüsse sind Beispiele für technische Entwicklungen, die auf natürliche Vorbilder zurückgehen.

      In der Natur stecken auch für die Suche nach neuen Formen der Energiegewinnung hilfreiche Anregungen. «Man muss sie nur erkennen. Eine 60-jährige Buche zum Beispiel hat 200 000 Blätter. Das sind ihre Solaranlagen, in sechs Schichten übereinander, jede Schicht unterschiedlich sensibel für Licht», erklärte Berndt Heydemann, Initiator und Leiter des Zukunftszentrums Mensch-Natur- Technik-Wissenschaft in Nieklitz (Mecklenburg-Vorpommern).

      Als Konsequenz sieht er die Konstruktion technischer Solarzellen zur Stromerzeugung, die transparent und mehrschichtig sind. «Dann würde der Wirkungsgrad je Fläche deutlich höher», sagte der ehemalige Hochschul-Professor. Der Erfindungsreichtum der Natur sei faszinierend. «In Nieklitz zeigen wir anhand großer Modelle, welche genialen Lösungen Tiere und Pflanzen entwickelt haben, die in abgewandelter Form vielfach auch technische Anwendungen durch den Menschen finden. Aber da stehen wir erst am Anfang», betonte der Ökologe. In 35 Instituten bundesweit liefen Forschungen dazu.
      Gruß Peter

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    • Aschewolke über Ostafrika Experten beschuldigen falschen Vulkan

      Von Axel Bojanowski

      AFP/ NASA Modis
      Aschewolke über Nordafrika: Wer war der Übeltäter?Verwirrung bei Geoforschern: Ein Vulkanausbruch sorgt für Flugverbote in Ostafrika - doch Wissenschaftler haben den falschen Berg verantwortlich gemacht. Jetzt geben sie ihren Fehler zu.

      Seit Sonntagabend schwebt eine Aschewolke über Ostafrika. Sie treibt aus Eritrea nach Westen - und beeinträchtigt den Flugverkehr; in Äthiopien und Eritrea mussten Flüge umgeleitet oder gestrichen werden. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton bekam die Auswirkungen zu spüren, sie reiste vorzeitig aus Äthiopien ab. Der Ascheschleier ist die Folge eines großen Vulkanausbruchs: Die Aschesäule stieg stolze 15 Kilometer hoch, so viel Kraft haben nicht viele Eruptionen. Mittlerweile hat sich der Ausbruch aber abgeschwächt.

      Das Vulkanbeobachtungszentrum VAAC im südfranzösischen Toulouse, das den Flugraum Nordafrikas überwacht, hatte den Vulkan Dubbi für den Ausbruch verantwortlich gemacht. Doch eine genauere Auswertung der Satellitenbilder ergab nun: Nicht der Dubbi, sondern der Vulkan Nabro ist explodiert - für Geologen ist das eine Sensation.
      Der 2200 Meter hohe Nabro war seit Menschengedenken nicht mehr ausgebrochen, er schlief seit mindestens 10.000 Jahren.
      Doch in den letzten Tagen war es in der abgelegenen Region unruhig geworden, Erdbeben hatten Ende letzter Woche den Wüstenboden geschüttelt. Nun zeigt sich: Es war aufsteigendes Magma, das sich durch den Untergrund zwängte und ihn zittern ließ. Am Sonntagabend brach es sich den Weg an die Oberfläche, begleitet von einem Beben der Stärke 5,7
      Gruß Peter

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    • Meeresspiegel steigt schneller


      Dass der Meeresspiegel seit 130 Jahren steigt, ist bekannt. Schwankungen gab es aber auch in den vergangenen Jahrhunderten. Also ist jetzt alles ganz normal? Kaum - denn früher vollzog sich das Wachstum viel langsamer als in den letzten Jahrzehnten. Das Problem: Der Anstieg des Meeresspiegels wirkt selbstbeschleunigend.

      Der Meeresspiegel ist seit Beginn der Industrialisierung schneller gestiegen als je zuvor in den vergangenen 2000 Jahren. Das berichtet ein internationales Team um Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

      Die Geschwindigkeit, mit der der Meeresspiegel ansteigt, nimmt zu: Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts geht die Kurve steil nach oben.
      (Foto: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
      Anhand von fossilen Ablagerungen an der nordamerikanischen Atlantikküste erstellte die Gruppe die erste durchgehende Rekonstruktion der Meeresspiegelschwankungen über einen so langen Zeitraum. Die Untersuchung "bestätigt unser Modell des Meeresspiegelanstiegs", sagte Rahmstorf, "die Daten der Vergangenheit schärfen damit unseren Blick in die Zukunft."

      Bisher sei der Zusammenhang zwischen Lufttemperatur und Anstieg des Meeresspiegels nur für die vergangenen 130 Jahre belegt worden. Die neue Studie weise diesen Zusammenhang nun für 1000 Jahre nach und erhärte die Annahme, dass der Meeresspiegel umso rascher steigt, je wärmer das globale Klima wird. "Der Mensch heizt mit seinen Treibhausgasen das Klima immer weiter auf, daher schmilzt das Landeis immer rascher und der Meeresspiegel steigt immer schneller."

      "Potenziell desaströs"
      Der Meeresspiegelanstieg steigt, weil erwärmtes Wasser sich ausdehnt und weil Gebirgsgletscher sowie die grönländischen und antarktischen Eismassen schmelzen. Dieser Effekt könnte sich selbst verstärken, erläuterte Co-Autor Benjamin Horton von der University of Pennsylvania. "Der Anstieg des Meerespiegels ist eine potenziell desaströse Folge des Klimawandels, weil steigende Temperaturen das Eis an Land schmelzen lassen und das Wasser der Ozeane erwärmen."

      Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler fossile Kalkschalen von Einzellern, die sie in Bohrkernen aus Salzwiesen an der nordamerikanischen Atlantikküste fanden. Weil diese Einzeller jeweils in einer ganz bestimmten Höhe abhängig von Ebbe und Flut leben, zeigen Menge und Art der gefundenen Kalkschalen die Höhe des Meeresspiegels an. Zwar sei dies ein lokaler Befund, so die Forscher, weltweit liege die Höhe des Meeresspiegels aber ihren Annahmen zufolge höchstens zehn Zentimeter darüber oder darunter. Der Verlauf des globalen Meeresspiegelanstiegs sei daher wahrscheinlich ähnlich gewesen.

      Die erhobenen Daten zeigen vier Phasen: Von 200 vor Christus bis 1000 nach Christus sei der Meeresspiegel stabil gewesen. In den nächsten vier Jahrhunderten stieg er aufgrund der mittelalterlichen Warmperiode jeweils um etwa fünf Zentimeter an. Anschließend blieb er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erneut stabil. Seitdem stieg der Meeresspiegel um 20 Zentimeter. "Damit ist dieser Anstieg um ein Mehrfaches schneller als alles, was es in den vorausgegangenen 2000 Jahren gegeben hat", schreibt das PIK in einer Mitteilung. Die Studie wurde in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlicht.


      .dpa
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    • Debatte über Klimawandel Meeresspiegel-Studie entzweit Forschergemeinde

      Von Markus Becker

      Der Anstieg der Meeresspiegel ist die vielleicht bedrohlichste Folge des Klimawandels.
      Ein Großteil der Weltbevölkerung lebt in Küstengebieten, insbesondere in ärmeren Ländern wären Hunderte Millionen Menschen von immer häufiger auftretenden Überflutungen bedroht.
      Die Prognosen des Meeresspiegel-Anstiegs kannten zuletzt nur eine Richtung: nach oben. Der Uno-Klimarat ging in seinem letzten Sachstandsbericht von 2007 noch davon aus, dass die Meeresspiegel im globalen Mittel bis zum Jahr 2100 um maximal 59 Zentimeter steigen könnten. In einem vergangene Woche veröffentlichten Uno-Bericht war bereits von 90 bis 160 Zentimetern die Rede.
      Rasanter Meeresspiegel-Anstieg
      Mit der Industrialisierung sei es dann zu einer dramatischen Aufwärtsbewegung gekommen: Der Meeresspiegel sei in etwas mehr als hundert Jahren um rund 20 Zentimeter gestiegen - ein Mehrfaches dessen, was es in den vorangegangenen 2000 Jahren gegeben habe.
      Die Forscher führen das auf zwei Faktoren zurück: Wird Wasser wärmer, dehnt es sich aus - der Meeresspiegel steigt. Hinzu komme das Abschmelzen von Gebirgsgletschern und großer Eismassen in Grönland und der Antarktis.

      "Die Studie eignet sich nicht für Vorhersagen"
      Doch genau das bezweifeln andere Fachleute. Sie sehen ein Hauptproblem der neuen Untersuchung darin, dass sie letztlich nur auf den Funden von der Küste von North Carolina beruht - was für eine Aussage der globalen Entwicklung zu wenig sein könnte. "Diese Studie eignet sich deshalb überhaupt nicht für Vorhersagen", meint Jens Schröter vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.

      Abweichungen von früheren Studien
      Die neue Meeresspiegel-Rekonstruktion weicht zudem deutlich von früheren Studien ab. So hatte ein Team um Michael Mann, der auch zu den Autoren der aktuellen Untersuchung gehört, in einer 2008 veröffentlichten Studie einen viel steileren Meeresspiegel-Anstieg für die vergangenen Jahrhunderte berechnet.
      Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) bezeichnet den Beobachtungszeitraum von rund 2000 Jahren zwar als "eine Stärke der Studie". Doch seien die langfristigen natürlichen Schwankungen des Meeresspiegels noch kaum verstanden: "Was in Zeiträumen von 300 bis 400 Jahren passiert, ist höchst umstritten."
      Gruß Peter

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    • Dramatisches Massensterben im Meer befürchtet

      London/Oxford (dpa) - Forscher warnen vor einem in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesenen Massensterben in den Weltmeeren.
      Die Geschwindigkeit und die Rate des Sterbens in den Ozeanen sei viel größer, als irgendjemand vorausgesagt habe.
      Das schreibt ein Verbund von Meeresforschern nach einer Tagung in Oxford. «Die Ergebnisse sind schockierend», sagte Alex Rogers, Wissenschaftlicher Leiter des Internationalen Programms zur Lage der Ozeane (IPSO). Es hatte die bereits im April stattgefundene Tagung organisiert und nun einen Abschlussreport veröffentlicht.

      Die Dramatik ergibt sich vor allem aus der Kombination von Stressfaktoren: Die Meere werden immer stärker verschmutzt und überfischt, sie versauern und erwärmen sich, zudem sinke der Sauerstoffgehalt.
      Für den Report wurden zahlreiche einzelne Studien zu bestimmten Gefahren für die Meere zusammengetragen. Die drei Hauptfaktoren Versauerung, Erwärmung und geringer Sauerstoffgehalt seien bei allen marinen Massensterben in der Erdgeschichte präsent gewesen, hieß es. Diese drei Elemente könnten auch jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden.
      Der Bericht nennt einige dramatische Beispiele zur derzeitigen Situation in den Meeren
      So sei die von den Ozeanen aufgenommene Kohlenstoffmenge derzeit weit größer als beim jüngsten Massensterben in den Meeren vor 55 Millionen Jahren, teilten die Forscher mit. Überfischung habe einige der wirtschaftlich interessanten Fischbestände bereits um mehr als 90 Prozent reduziert. Eine einzige Korallenbleiche habe 1998 rund 16 Prozent aller tropischen Korallenriffe zerstört. Neue Erkenntnisse deuteten außerdem darauf hin, dass Chemikalien und Plastikmüll als kleine Partikel in Meerestiere gelangten und diese vergifteten.
      An dem Report waren 27 Experten von 18 Organisationen in 6 Ländern beteiligt.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
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    • Gesundheitsgefährdende Schimmelpilze Warm und feucht

      22.06.2011, 07:49
      Von Christina Berndt
      Ein erschreckender Befund in Küchen trägt in Zeiten von Ehec nicht zur Beruhigung bei: Jede zweite Geschirrspülmaschine ist mit Schimmelpilzen besiedelt.
      Das Problem lässt sich jedoch leicht beheben.
      In Zeiten von Ehec ist die Küche als Kriegsschauplatz von Mensch und Mikrobe wieder in den Fokus gerückt. Da liefert eine Publikation den Hygienikern gerade zur rechten Zeit neue Gründe, mahnend den Zeigefinger zu erheben: Der Mensch mache seine Geschirrspülmaschine zu einer ökologischen Nische für gesundheitsgefährdende Schimmelpilze, warnen Wissenschaftler aus Slowenien, den Niederlanden und China im Fachblatt Fungal Biology (online).
      Gängige Pilze wie Aspergillus und Candida, oder die besonders unangenehmen schwarzen Hefen der Gattung Exophiala, sind erschreckend häufig in Spühlmaschinen zu finden.
      Der Datenschatz scheint erdrückend: Geschirrspülmaschinen aus ganz gewöhnlichen Haushalten in 101 Ländern auf sechs Kontinenten wurden zum Habitat für so gängige Pilze wie Aspergillus und Candida, am häufigsten aber für die besonders unangenehmen schwarzen Hefen der Gattung Exophiala.
      62 Prozent der untersuchten Geschirrspüler hätten Pilze beherbergt, 56 Prozent Exophiala, schreiben die Forscher. Diese Schimmelpilzarten könnten bei Menschen unangenehme Erkrankungen bis hin zum Befall von Nervenzellen verursachen.
      "Die Erreger kommen mit den Tellern und Brettern, auf denen die Speisen zubereitet wurden, und können sich im Milieu der Spülmaschine weiterentwickeln", sagt Stamminger.
      Kritisch sei dies, wenn die Spülmaschine ausschließlich bei niedrigen Temperaturen von etwa 40 Grad Celsius läuft. "Diese Temperaturen reichen nicht aus, um die aggressiven Substanzen in den Spülmitteln zu aktivieren", sagt er.
      Mindestens einmal im Monat sollten Spülmaschinen deshalb bei 65 Grad Celsius laufen.Stamminger empfiehlt zudem, darauf zu achten, dass die verwendeten Spülmittel Percarbonate enthalten: "Biologischen Reinigern ohne diese Bleichmittel fehlt die keimtötende Wirkung", sagt er.
      Gruß Peter

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      Albert Schweitzer

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    • Brustkrebs bald heilbar?
      Experten machen Hoffnung


      Früher war die Krankheit fast ein Todesurteil. Heute sind die Heilungschancen für Brustkrebs, der häufigsten Krebsart bei Frauen der westlichen Welt, weitaus besser. Experten gehen davon aus, das Mammakarzinom bald zu einer heilbaren Erkrankung machen zu können.

      .Die Heilungschancen für Brustkrebs in Deutschland haben sich Experten zufolge in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. "Wir sind auf einem guten Weg, Brustkrebs zu einer heilbaren Erkrankung zu machen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Diethelm Wallwiener, in Dresden. Bis zum Samstag diskutieren rund 3000 Brustkrebsexperten auf ihrer Jahrestagung über die Früherkennung und Therapie von Brustkrebs. Bei einer Entdeckung in einem sehr frühen Stadium liege die Heilungschance bei 80 bis 90 Prozent.

      Bessere Diagnostik, genauere Operationsmethoden und moderne Techniken könnten Frauen hoffen lassen, sagte ein Sprecher der Gesellschaft. So gebe es seit vergangenem Jahr eine digitale Mammographietechnik, bei der ein dreidimensionales Bild der Brust entstehe. Damit können etwa auch Tumore erkannt werden, die durch überlappendes Gewebe verdeckt sind. Seit 2003 gibt es zudem rund 250 zertifizierte Brustkrebszentren in Deutschland.

      Die Sterblichkeitsrate von an Brustkrebs Erkrankten ist nach Angaben der Gesellschaft in Deutschland fünf Prozent geringer als in anderen europäischen Ländern. 2010 sind 59.510 Frauen in Deutschland an Brustkrebs erkrankt, 17.286 Frauen starben. Laut Statistik erkrankt jede neunte deutsche Frau an Brustkrebs.

      dpa
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Helgoländer entscheiden über Vergrößerung der Insel

      Helgoland (dpa) - Helgoland soll größer werden: Die 1200 wahlberechtigten Bewohner auf Deutschlands einziger Hochseeinsel werden am Sonntag darüber abstimmen, ob der rote Felsen und die Düne durch Landaufspülung miteinander verbunden werden sollen.
      Helgoland aus der Luft
      Die 1200 wahlberechtigten Helgoländer werden am Sonntag darüber abstimmen, ob der rote Felsen und die Düne durch Landaufspülung miteinander verbunden werden sollen.
      DPA

      Wenn die Mehrheit mit einem «Ja» stimmt, soll ein Plan entwickelt werden, wie Flächen für Wohnen und Gewerbe durch eine Verbindung beider Inselteile geschaffen werden können. Bei einem «Nein» prüft die Gemeinde, wie neue Flächen durch Aufspülung direkt an der Hauptinsel entstehen können.

      Bereits ab einer Wahlbeteiligung von 20 Prozent sei der Bürgerentscheid für das Kommunalparlament ein verpflichtender Auftrag, erklärte der Sprecher des Landkreises Pinneberg, Marc Trampe. Dennoch bedeutet der Bürgerentscheid nicht automatisch, dass die Landgewinnung auch realisiert werden kann. Er ist ein Zwischenschritt nach einer jahrelangen Diskussion um die Zukunft der Gemeinde.

      Helgoland muss wachsen, um nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken. Davon sind die Befürworter um Bürgermeister Jörg Singer überzeugt: Der jetzige Zustand ist weder für die Insel-Bewohner noch für die Gäste oder Investoren interessant. So kehren viele Helgoländer seit Jahren ihrer Heimat dauerhaft den Rücken: Bis in die 1980er Jahre lebten dort stets mehr als 2000 Insulaner. Jetzt sind es nur noch 1300. Auch die Touristen - sie sind Helgolands wichtigste Einnahmequelle - zieht es immer seltener auf das Eiland. Kamen zu Spitzenzeiten jährlich mehr als 800 000 Besucher auf den roten Felsen, sind es jetzt nur noch 300 000.

      Im Gegensatz dazu fürchten die Kritiker den Verlust von Helgolands unverwechselbarem Charme und Charakter sowie die Abhängigkeit von Investoren.
      Gruß Peter

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      Albert Schweitzer
    • Frau lebte mit 74 Katzen auf 60 Quadratmetern


      Schwerin (dpa). Mit 74 Katzen hat eine Frau in Schwerin in einer Dreizimmerwohnung zusammengelebt. Die Wohnungsgesellschaft schaltete nach einem Bericht des Senders Ostseewelle das Veterinäramt ein. Nachbarn hatten sich über Gestank beschwert. Das Amt holte die Tiere Anfang Juni aus der 60-Quadratmeter-Wohnung, sagte Amtsleiter Hans-Hermann Schultz. Zwei Katzen mussten eingeschläfert werden, die anderen kamen ins Tierheim.

      Das größte Problem war Schultz zufolge der schlechte Gesundheitszustand der Tiere durch Infektionskrankheiten und Flöhe. "Von der Fütterung her ging es den Katzen gar nicht so schlecht. Die Frau hat ihren letzten Pfennig ausgegeben, um Futter zu kaufen", berichtete der Tierarzt. Die Mieterin gehöre vermutlich zu den Menschen mit Tiersammelsucht (Animal Hoarding), meinte Schultz. "Die Leute sammeln freilebende Tiere auf, weil sie meinen, damit etwas Gutes zu tun. Dann werden sie der Tiere aber nicht mehr Herr", so Schultz. Die Frau sei nach seiner Beobachtung froh gewesen, die Katzen abgeben zu können. Gegen die Mieterin wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

      Nach Angaben des Veterinäramtsleiters gibt es keine Richtwerte dafür, wie viele Haustiere auf welcher Wohnungsfläche gehalten werden dürfen. "Entscheidend ist der Gesundheitszustand." Leider erfahre das Veterinäramt oft sehr spät von so vielen Tieren in einer Wohnung. Dann sei es schwer, Lösungen zu finden.
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    • LEDs aus Wasser, Salz und Glas
      Ungiftige Leuchtdioden entwickelt



      Die Tage der herkömmlichen Glühlampe sind gezählt, schon lange ist klar, dass die Zukunft der LED-Technik gehört. Noch werden die Dioden unter Verwendung hochgiftiger Chemikalien hergestellt. Bremer Forscher entwickeln nun ein neues, umweltfreundliches Herstellungsverfahren - das auch noch kostengünstiger ist.

      .Bremer Forscher haben ein alternatives Verfahren zur Herstellung von Leuchtdioden (LEDs) entwickelt. Im Vergleich zu bestehenden Technologien sei es ungiftig und kostengünstig, sagt Physiker Tobias Voss von der Universität Bremen. Es dauere aber noch mehrere Jahre, bis das Verfahren markttauglich sei. Für die neue Technik habe das Forscherteam einen Preis in einem Innovationswettbewerb erhalten, teilt die Universität mit. LEDS wandeln Strom effizienter in Licht um als normale Glühlampen.

      Das "Rezept" der Bremer Forscher: Wasser und ein paar Salze in einen Druckbehälter geben und bei 150 bis 200 Grad mehrere Stunden erhitzen. Zusätzlich werden dem Gemisch noch Glasplättchen beigefügt. Im Anschluss drückt man zwei Glasplättchen, die durch das Erhitzen mit einer Schicht aus winzigen Zinkoxid-Teilchen überzogen sind, aneinander. An genau dieser Stelle wird später, wenn Strom fließt, das Licht erzeugt.

      Essbare statt giftige Substanzen
      Bisher stelle man die LEDs mit enormem Aufwand in riesigen Anlagen her, dabei werden in der Regel hochgiftige Substanzen verwendet, so Voss. In dem neuen Verfahren seien sowohl die Substanzen als auch die Art der Herstellung günstiger. „Das Zinkoxid kann man sogar essen“, sagte Voss.

      Die LEDs könne man zum Beispiel für die Reinigung von Wasser verwenden, weil sie auch ultraviolettes Licht erzeugen können, erläutert Voss. Für das alternative Herstellungsverfahren erhielten die Bremer Forscher am Dienstag einen Preis im Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen". Zudem hat die Universität Bremen ein Patent angemeldet.


      .dpa
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    • Tausende Greifvögel werden jährlich vergiftet

      Berlin/Larnaka (RPO). Die Naturschützer schlagen Alarm: Vermutlich mehrere Tausend Greifvögel werden in Deutschland jedes Jahr vergiftet. "Allein in Nordrhein-Westfalen kamen im Januar und Februar auf diese Weise rund 120 Tiere, auch Rabenvögel, um", beklagte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Donnerstag in Berlin.

      Offensichtlich gehen die Täter immer öfter auf "Jagd". "Nach den Eindrücken unserer Vogelschützer nimmt die Zahl der toten Greifvögel durch vergiftete Fleischstücke oder mit Gift präparierte Tierkadaver hierzulande zu, und das, obwohl sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz seit mehr als 40 Jahren als streng geschützt gelten", sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow in Berlin. Das wirkliche Ausmaß dieses kriminellen Tuns sei unklar, selten würden aber Tiere abgeschossen.
      "Nur die wenigsten Fälle werden aufgedeckt, die Dunkelziffer ist entsprechend hoch", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich einer bis Freitag gehenden internationalen Konferenz von Naturschutz- und Jagdverbänden auf Zypern, auf der die illegale Verfolgung von Vögeln in vielen Teilen Europas scharf verurteilt wurde.

      Härteres Vorgehen gegen Täter verlangt

      Miller forderte ein härteres Vorgehen gegen die illegalen Greifvogelverfolgungen. "Wer diese Tiere abschießt, fängt oder vergiftet, sollte mit empfindlichen Strafen rechnen müssen."

      Nipkow appellierte an die Bevölkerung, entsprechende Beobachtungen und Erkenntnisse weiterzugeben. Giftköder in der Landschaft bedeuteten auch für Hunde und Menschen eine erhebliche Gefahr. Zudem würden mehr angezeigte Vergiftungsfälle auch bessere Aussagen über diese Straftaten ermöglichen. Die Polizei ermittelt in diesen Fällen wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

      Während im Süden Europas nach NABU-Angaben oftmals für den eigenen Kochtopf oder Restaurants gejagt und dabei keine Rücksicht auf Schutzbestimmungen genommen wird, gibt es in Ländern wie Deutschland andere Motive. "Nachdem viele Arten von Greifvögeln durch konsequenten Schutz wieder häufiger zu sehen sind, glauben manche, diese Vögel nähmen überhand und würden andere Arten dezimieren", erläuterte Nipkow. Dies sei ein immer noch verbreiteter Irrtum.

      rp-online.de/wissen/umwelt/Tau…ergiftet_aid_1013273.html
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    • Seltenes Naturschauspiel: Nachtleuchtende Wolken

      Bremerhaven (dpa) - Nachtschwärmer können in den nächsten Wochen ein seltenes Naturschauspiel am Himmel erleben: Mit etwas Glück sind nachtleuchtende Wolken zu sehen.Nachtleuchtende Wolken

      Voraussetzung sei allerdings eine sternenklare Nacht, denn die nachtleuchtende Wolken («noctilucent clouds») bildeten sich in einer Höhe von 85 Kilometern und damit weit über der normalen Wolkendecke, sagte der Meteorologe Michael Theusner vom Klimahaus Bremerhaven.

      Zu sehen ist die nachtleuchtende Wolke in den späten Abend- und frühen Morgenstunden nur im Sommer in unseren Breiten. Die Erklärung des Phänomens ist nach Worten des Wissenschaftlers ganz einfach: «Die Wolken befinden sich so weit oben in der Atmosphäre, dass sie praktisch die ganze Nacht von der Sonne angeleuchtet werden, während bei uns am Boden Dunkelheit herrscht.»

      Dokumentiert wurden nachtleuchtende Wolken erstmals 1885. Inzwischen seien sie häufiger als noch vor 10 bis 20 Jahren zu sehen. «Dieses Phänomen steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Klimawandel», sagte der Wissenschaftler.

      Die Wolkenart bildet sich in einer extrem dünnen Luft bei Temperaturen, die unter minus 120 Grad Celsius liegen müssen, damit der Wasserdampf zu Eiskristallen gefriert. «Das sehen wir dann als Wolke», erklärte Theusner.

      Ein Grund für die vermehrt zu sehenden nachtleuchtenden Wolken könnte nach Ansicht des Meteorologe der in den vergangenen Jahren gestiegene Methangehalt in der Atmosphäre sein. Auch eine vom Klimawandel verursachte Abkühlung der sogenannten Mesosphäre in 85 Kilometern Höhe könne ursächlich sein.

      Normale Wolken befinden sich in Deutschland auf einer Höhe von bis zu 12 Kilometern, die leuchtende Wolke dagegen liegt fast an der Grenze zum Weltraum.

      Am besten zu sehen ist das Phänomen zwischen 23.30 und 00.30 Uhr sowie zwischen 02.00 und 03.00 Uhr. «An der Nord- und Ostseeküste können sie sogar tief am nördlichen Horizont die ganze Nacht über sichtbar sein.»
      Gruß Peter

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      Albert Schweitzer
    • Weltbevölkerung erreicht bald Sieben-Milliarden-Marke

      Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung hat eine bessere Familienplanung in den Entwicklungsländern angemahnt, um das rasante Bevölkerungswachstum zu verlangsamen. Kommende Woche werden etwa 6,974 Menschen auf der Welt leben.
      „Gerade in diesem Jahr, in dem der siebenmilliardste Mensch geboren wird, sollte den Geberländern, aber auch den Entwicklungsländern klar werden, dass sie dringend handeln müssen“, erklärte die Geschäftsführerin der Stiftung, Renate Bähr, am Freitag in Hannover.
      Allein in den Entwicklungsländern würden jährlich 75 Millionen Frauen ungewollt schwanger, vor allem weil sie nicht verhüten können.
      Zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli wird die Weltbevölkerung mit knapp 6,974 Milliarden Menschen einen neuen Höchststand erreichen.
      Jede Sekunde kommen fast drei neue Erdenbürger hinzu.
      dpa
      Gruß Peter

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    • Antarktis :Forscher entdecken riesige Unterwasservulkane

      Die Welt online 12.07.2011

      Britische Forscher entdeckten zwölf Vulkane im eiskalten Wasser des Südatlantik. Einige von ihnen sind aktiv und bis zu drei Kilometer hoch.

      Am Meeresgrund nahe den antarktischen Sandwich-Inseln haben britische Forscher zahlreiche zuvor unbekannte Vulkane und Krater entdeckt. Bei der ersten Kartierung des rund 540 Kilometer langen vulkanischen Bogens stießen sie auf zwölf Unterwasservulkane, einige davon bis zu drei Kilometer hoch. Sieben weitere, aktive Vulkane ragen über die Wasseroberfläche hinaus.
      „Es gibt so viel, das wir über die vulkanische Aktivität unter Wasser noch nicht verstehen. So ist es wahrscheinlich, dass diese Vulkane ständig ausbrechen und dann wieder kollabieren“, sagt Philip Leat vom British Antarctic Survey.
      Es gebe zahlreiche Hinweise auf Erdrutsche und instabile Hänge an den kartierten Vulkanen. Kollabieren solche Unterwasserhänge nahe bewohnter Küsten, können Tsunamis ausgelöst werden.
      „Die Technologien, die wir Wissenschaftler heute von Schiffen aus nutzen, bieten uns nicht nur eine Möglichkeit, die Geschichte der Erde zu rekonstruieren, sie tragen auch dazu bei, die Prozesse zu erkunden, die für Menschen in stärker bevölkerten Teilen des Planeten gefährlich werden können“, sagen die Forscher.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
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