Mauersegler und andere Gebäudebrüter

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    • Vielen Dank für die Antwort

      Von den 3 Deutschen Vogelwarten wurden folgende Mauerseegler beringt:

      DEW Helgoland 19909 - 1992 13.321;davon 120 Wiederfunde (WF)
      DER Radolfzell 1947 - 2004 22.977;davon 468 WF
      DEH Hiddensee 1964 - 2000 21.021;davon 965 WF

      Se.: Beringungen: 57.319; WF:1.553

      Ein geringer Anteil an WF = 2,71%

      Zahlenmaterial stammt von EURING

      Beste Grüße!

      CICONIA-Horst
      Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und wir haben die Pflicht - und SCHULDIGKEIT - diese Erde mit ihnen zu teilen!

      CICONIA-Horst

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    • Hallo swift_w

      Für Europa sind die Wiederfundee für die zu EURING gehörenden Länder schon bekannt,für Afrika nicht.
      Ich setze Dir hier einmal einen Link von EURING herein bei dem Du zu den einzelnen EURING-Ländern die Beringungszeiten,Beringungszahlen und Wiedefunde durchchecken kannst.
      Viel Vergnügen dabei! ;)

      euring.org/data_and_codes/historic_ringing_totals.html

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Nistkästen- u. Nisthilfen-Baupläne vom BUND

      Hallo zusammen,

      verschiedene Nistkasten-Baupläne vom BUND siehe unten.

      Zitat BUND:
      Der Meisenkasten ist zwar häufig gerade für Kinder ein Lieblingsprojekt,
      uns geht es aber insbesondere auch darum, unbekanntere, noch bedrohtere Arten zu schützen.


      Dazu gehören besonders die Höhlen- u. Nischenbrüter-Zugvögel, Spätheimkehrer, Insektenfresser wie
      Gartenrotschwanz, Trauerfliegenschnäpper, Grauschnäpper, Mauersegler,
      Rauch- und Mehlschwalbe u.a.
      Deren Brutbestände haben zum Teil erheblich abgenommen; aus verschiedenen Gründen.

      vorort.bund.net/suedlicher-obe…en-nisthilfen-voegel.html

      VG
      Swift_w
    • Hallo Ciconia-Horst,

      das ist englisch für Uferschwalbe
      - "Sand-Schwalben" im wahrsten Sinne des Wortes. :)

      de.wikipedia.org/wiki/Uferschwalbe

      Besonders an Ostseeküsten gibt es an Steilufern viele Kolonien.
      Eine beeindruckende Großkolonie knapp über Travemünde mit früher mal ca. 2 600 Bruthöhlen haben wir mal gesehen:

      de.wikipedia.org/wiki/Brodtener_Ufer

      VG
      Swift_w

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    • Danke für die Antwort.

      Dafür die ältesten Segler,beide aus der Schweiz,beide derzeit lebend,Stand 2010:

      Mauersegler Nr. 605 769: 21 Jahre 0 Monate;
      Alpensegler Nr. 900 438: 26 Jahre 0 Monate;

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Die Kolonien sind bei EURING leider nicht mit angegeben.
      Da die Ringnummern bekannt sind kann die Schweizer Vogelwarte SEMPACH dazu Auskunft erteilen.

      Viel Erfolg dabei.

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Hallo SWIFT W

      Mauersegler können - angeblich - nicht vom Erdboden aus starten und bedürfen dazu einer erhöhten Startposition.
      Wie funktioniert da bei ihnen eigentlich das Einsammeln von Nistmaterial auf dem Erdboden.
      Machen sie das auch im Flug?

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Hallo Ciconia-Horst,

      eben "angeblich".

      Ein gesunder Mauersegler kann sehr wohl von einem einigermaßen geraden Erdboden aus starten
      -aus hohem Gras schafft er das nicht.
      Er braucht dazu eine freie Strecke von ca. 3 m.
      Nach 3 m ist er ca. 0,8 bis 1 m hochgezogen.
      Alles schon erlebt mit gesunden erwachsenen Findlingen (einen früher mal auf unserem Dachboden gefunden (jetzt Nistkammern besser abgeschirmt/glatte Trennwände); im Wohnzimmer auf den Teppichboden gesetzt und meinen Angehörigen gezeigt; husch war er Richtung hellem Fenster in den Vorhang gestartet.
      Dann mit der flachen Hand aus dem geöffneten Fenster gehalten.
      Er drückte mit seinen Kraxelfüßchen und sauste davon. :D
      Freiwillig landet allerdings kein gesunder Mauersegler auf dem Erdboden.

      Sie landen aber auch auf ca. 30 ° steilen Ziegeldächern (besonders in Südeuropa) und kriechen in Ziegellücken in mehr oder weniger geeignete flache Nisträume.
      Start wieder aus diesen Ziegellücken raus.

      Wenn sich Segler auf Dachböden verirren, Ausgänge nicht mehr finden,
      wird das für sie zur Todesfalle. Sie starten immer wieder vergeblich Richtung Licht/Dachfenster; kommen nach einigen Tagen elend um.
      Das passiert leider manchmal in Kirchtürmen oder sonstigen alten Gebäuden mit ungünstigen Gegebenheiten.
      Lieber solche Dachböden von innen kapseln damit sie nicht zu Todesfallen werden.

      Segler finden nur wenig Nistmaterial da sie dieses theoret. nur im Flug einsammeln.
      Fliegende Halme und Federchen; gelingt auf Dörfern mit Landwirtschaft viel leichter.

      VG
      Swift_w

      The post was edited 3 times, last by swift_w ().

    • Danke SWIFT-W für die Antwort.
      Die spärliche Ausstattung der Nistkästen mit Nistmaterial legte bei mir die Vermutung nahe das sie dieses im Fluge einsammeln wie so Manches bei ihnen im Flug erfolgt - selbst die Kopulation und Schlafen.
      Nur mit den Eierlegen und Brüten in der Luft - da klappt es noch nicht. ;)

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Hallo Ciconia-Horst,

      und wie sieht es bei dir aus mit Möglichkeiten für Mauerseglerschutz mit 1 - 2 Seglerkästen ?

      Die Schweizer sind doch u.a. diesbezüglich besonders aktiv.
      Gibt's auch Alpensegler oder gar Fahlsegler in deiner Nähe ?

      bauen-tiere.ch/bteile/nih/nihmsg.htm

      vogelwarte.com/nistkaesten-fuer-segler.html

      VG
      Swift_w
    • Hallo Swift.w

      Mauersegler sind mir in den 30 Jahren die ich hier an der niederbayerischen Isar wohne nur einmal begegnet - 2 tote Segler vor etwa 15 Jahren in einem kalten Frühwinter vor einem Supermarkt.
      Mit den Rauch- und Mehlschwalben sieht es auch nicht rosig aus und die Flußuferschwalben an der Isar sind schon vor 20 Jahren verschwunden als man eine Isarinsel mit Steilufer abtrug.
      Ich habe mich deshalb einmal für die Segler interessiert weil mein Bruder in Sachsen zwischen Dresden und Chemnitz schon seit vielen Jahrzehnten u.a. auch Rauch- und Mehldschwalben in größerer Anzahl beringt.
      Aber Mauersegler hat er dort auch keine.
      Übrigens baut mein Bruder für zahlreiche Vogelarten und Fledermäuse Nistkästen aus eigenem Waldbestand.Lärchenholz wird aber nicht eingeschlagen da es noch nicht hiebreif ist.

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Für Bastler: Bauplan für Mauerseglerkasten

      Hallo zusammen,

      Skizze siehe hier; Mauerseglerkästen mit verschiedenen Flugloch-Anordnungen:

      bauen-tiere.ch/bteile/nih/nihmsg.htm

      Mauersegler bevorzugen Seglerkästen im Querformat, legen ihr Nest aus Sicherheitsgründen in der hinteren Ecke an, die am weitesten vom Flugloch entfernt ist.
      Bei Seglerkästen im Längsformat - Flugloch in der kleinen Stirnwand - scheint das Licht gerade in den Nestbereich; auch "guter" Durchblick für Beutegreifer.
      Ich bevorzuge ebenfalls das Kasten-Querformat, weil das je nach Aufhänge-Möglichkeit nicht so auffällig weit vom Gebäude weg ragt; dann auch stilistisch unauffälliger.

      Eine Kastenwand sollte als schwenkbare Klappe vorgesehen werden
      - zur Kontrolle und Reinigung an leicht zu erreichenden Stellen.
      Reinigung ist aber bei Mauerseglerkästen nicht unbedingt nötig;
      an Stellen die schwer zu erreichen (Dachvorsprünge) sind sowieso unmöglich.
      Segler-Naturnester reinigt auch niemand - werden jahrzehntelang von Seglerpaaren und deren Nachfolgern besiedelt.

      VG
      Swift_w
    • Baumaterial aus sägerauhem Holz - das ist das beste Bauholz für Nistkästen aller Art - kann in SÄGEWERKEN kostengünstig und oftmals auch kostenlos erworben werden!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • verschiedene preisgünstige Mauerseglerkästen

      Hallo zusammen,

      verschiedene preisgünstige Mauersegler-Nistkästen aus Holz siehe hier

      In solche "Universalkästen"
      - sinnvollste Montage unter Dachvorsprüngen, Balkonvorsprüngen wettergeschütz im Schattenbereich (Himmelsrichtung spielt dann eine untergeordnete Rolle)
      - auch einfache Montage auf oder unter Fensterbänken möglich
      - gehen außer Mauerseglern auch oft andere Gebäudebrüter rein:
      Haus- und Feldsperlinge, Meisenarten,Trauerfliegenschnäpper;
      oft der Hausrotschwanz als Nischenbrüter; seltener der Gartenrotschwanz

      VG
      Swift_w
    • solider preisgünstiger Mauerseglerkasten im Längsformat

      Hallo zusammen,

      folgender der preisgünstigen Holz-Mauerseglerkästen
      besteht nicht aus Spanplatten oder zusammengesetzten Feder/Nut-Brettern,
      sondern aus soliden ganzen Brettern;
      siehe hier

      Kasten ist universell für verschiedene Gebäudebrüter geeignet; oft gehen auch Hausrotschwänzchen rein.
      Bei einem Bekannten von mir brüten diese seit ca. 10 Jahren in einem Mauerseglerkasten unter einem Balkenende am Giebel; meistens sogar 2 x pro Jahr; auch gut. :)

      Gruß
      Swift_w
    • Nischenbrüterkasten mit 2 verschiedenen Ovalöffnungen

      Hallo,

      Zitat von einer BUND-Seite:
      In Deutschland wird mehr als die Hälfte aller Vogelarten inzwischen als gefährdet eingestuft (110 Arten) oder weist Besorgnis erregende Bestandsverluste (31 Arten) auf.

      Der Meisenkasten ist zwar häufig gerade für Kinder ein Lieblingsprojekt,
      uns geht es aber insbesondere auch darum, unbekanntere, noch bedrohtere Arten zu schützen.


      Selbstgebauter Nischenbrüterkasten hauptsächlich zur Befestigung an Gebäuden unter Vorsprüngen, auf oder unter Fensterbänken;
      mit 2 Ovalöffnungen; Brutraum liegt hinten drin relativ sicher vor großen Beutegrabschern. Foto siehe unten.
      Geeignet für Halbhöhlen- und Nischenbrüter wie Hausrotschwanz, Gartenrotschwanz, Bachstelze, Grauer Fliegenschnäpper, Trauerfliegenschnäpper, Zaunkönig, Rotkehlchen;
      Haussperling, Feldsperling.
      Durch das waagrechte Langloch 30 x 60 mm auch für Mauersegler.
      Senkrechtes Langloch 30 x 45 mm.
      Stare passen normalerweise so nicht durch.



      Dieser Nischenbrüterkasten hat die Abmessungen eines Standard-Mauerseglerkastens;
      halt mit 2 Öffnungen in der Frontwand; dadurch für mehr Vogelarten geeignet wie oben beschrieben.

      Außenabmessung LxBxH = 32 x 22 x 16 cm
      Innenabmessung = 28 x 18 x 12 cm ; es kommt hierbei nicht auf 0,5 cm an.

      VG
      Swift_w
    • Flugverhalten von Albatros und Mauersegler

      Hallo Cicona-Horst,

      2 verschiedene Links dazu siehe hier:

      tierpark.lauftext.de/voegel/albatros/dynamischer-segelflug/

      commonswift.org/0280rothgangergh.html

      Albatrosse sind die perfektesten Segelflieger; praktizeren meistens den dynamischen Segelflug; lange Zeit ohne Flügelschläge.

      Der gelingt Mauerseglern auch sobald mittelmäßiger Wind weht; ein tolles Schauspiel. :)
      Zumeist machen sie mehr oder weniger Ruderflug, abwechselnd mit Gleitflugstrecken.

      VG
      Swift_w
    • Ja,vielen Dank Swift_w für Deine Antwort.

      Ich hatte vor etlichen Jahren einmal einen Beitrag zu Gleitwinkel,Gleitzahl und Gleitverhältnis im Vergleich des Storches,Albatros und Mauersegler ins web gestellt der von BRIT weiter gepflegt wird.
      Hier der Auszug dazu.


      "In der Literatur wird oft darauf hingewiesen, dass Störche hervorragende Thermiksegler und Gleitflieger sind, ohne näher zu erklären, weshalb; deshalb soll das hier einmal etwas näher erläutert werden. Gewicht, Flügelfläche, Flügelform und Fluggeschwindigkeit sind hierbei die wesentlichen Momente. Ein Weißstorch mit einem Gewicht von 3700 Gramm hat eine Flügelfläche von 55 dm² oder 0,55 m². Die Flächenbelastung beträgt bei ihm also 67 g/dm². Bei einem 9800 Gramm schweren Wanderalbatros mit 62 dm² Flügelfläche beträgt die Flächenbelastung bereits 158 g/dm². Die Fluggeschwindigkeit eines Weißstorches ohne Wind variiert zwischen 8,9 m/sec (32 km/Std) und maximal 13,9 m/sec. (50 km/Std), bei dem mehr als doppelt so schweren Wanderalbatros zwischen 13,3 m/sec (48 km/Std) und 23,6m/sec (85 km/Std). Die Sinkgeschwindigkeit eines Vogels ohne Wind hängt von dessen Gewicht, Flügelfläche und seiner Fluggeschwindigkeit unmittelbar ab. Beim Storch beträgt sie 0,60 m/sec und beim Wanderalbatros 1 m/sec. Würden beide gleich schnell fliegen, z. B. mit 13,5 m/sec (48,6 km/Std) – was für den Storch den schnellsten, für den Albatros aber den langsamsten Flug bedeutet – würde der Storch um 60 cm pro Sekunde, der Albatros um einen Meter pro Sekunde sinken. Nach 10 Sekunden Gleitflug wäre der Storch also um 6 Meter, der Albatros trotz seiner 3,45 m langen Schwingen aber bereits um 10 Meter gesunken.

      Noch eklatanter wird der Unterschied im Vergleich mit einem Mauersegler. Seine langsamste Fluggeschwindigkeit ist 20 m/sec (72 km/Std), darunter reißt die Strömung unter den Flügeln ab. Seine Sinkgeschwindigkeit beträgt auf Grund seiner sichelförmigen Flügel 3,20 m pro Sekunde, und er wäre nach 10 Sekunden um 32 Meter abgesunken. Er fällt fast wie ein Stein.

      Dividiert man nun die Fluggeschwindigkeit durch die Sinkgeschwindigkeit der einzelnen Vogelarten, so erhält man die Gleitzahl, die vergleichbare Werte über die Gleitfähigkeit der Segler liefert. Für die genannten Beispiele betragen sie beim Storch 22,5, beim Wanderalbatros 13,5 und für den Mauersegler 6,25, wobei der Mauersegler aber schon deutlich schneller fliegen muss als Storch und Albatros. Gelegentlich wird auch der Kehrwert der Gleitzahl angegeben.

      Auf Grund ihrer Geschwindigkeit können Wanderalbatrosse eine Gleitzahl von 20 erreichen und Mauersegler von 15, gute Segelflugzeuge bringen es auf 40. Um sich ein anschauliches Bild von der Gleitzahl zu machen, folgende Beispiele: ein Vogel, der aus seinem Ansitz von 10 m Höhe nach 100 m Gleitflug auf dem Boden landet, hatte eine Gleitzahl von 100 m : 10 m = 10. Ein Albatros, der aus gleicher Höhe nach 200 m Gleitflug landet, hatte eine Gleitzahl von 20, mehr schafft er nicht. Und ein Storch, der aus 10 m Höhe nach 225 m Gleitflug landet, hatte eine Gleitzahl von 22,5. Sie wird vom Albatros selbst bei höchster Geschwindigkeit nicht erreicht.

      Die erreichten Gleitzahlen sind dabei jeweils von der Fluggeschwindigkeit abhängig. Wollten Albatros und Mauersegler gleich langsam wie der Storch sinken (0,60 m/sec), so müsste der Albatros mit 22,5 m/sec (81 km/Std), also fast Höchstgeschwindigkeit, und der Mauersegler mit 72 m/sec (259 km/Std) fliegen, was für letzteren aber unerreichbar ist, da seine Höchstgeschwindigkeit 180 km pro Stunde beträgt.

      Was der Storch also mühelos im gemächlichen, langsamen Gleitflug erreicht, nämlich ein langsames Sinken, das können Albatros und Mauersegler nur durch erhöhte Fluggeschwindigkeit einigermaßen wettmachen. So unterschiedlich können die Segler der Lüfte mit ihren vielgestaltigen Schwingen beschaffen sein. Das ist es, was unseren Storch und unter anderem auch unseren Mäusebussard mit ihren brettartigen Schwingen als perfekten Segler der Lüfte, eben als Skywalker auszeichnet. Diente der Albatros als Vorbild für den Bau von Lastenseglern, so war es der Storch, der als Vorbild für den wendigen Motorsegler vom Typ „Fieseler Storch“ diente, der noch bei 50 km/h flugfähig ist. An Hand der Gleitzahlen kann man auch berechnen, unter welchen Kautelen – z. B. Gegenwind – Störche über eine Wasserfläche gleiten können, wie z. B.die Straße von Gibraltar, den Bosporus oder den Golf von Suez, was aber das Thema sprengen würde.

      HINWEIS zur Gleitzahl GLZ
      Aus mir nicht bekannten Gründen wird in der ornithologischen Literatur das Verhältnis von Entfernung zu Höhe (D : h) als Gleitzahl bezeichnet. So z. B. noch bei Wassmann Ralf: Ornithologisches Taschenlexikon; Aulaverlag 1999. Aerodynamisch exakt heißt dieses Verhältnis jedoch Gleitverhältnis und der Kehrwert davon – h : D – ist die Gleitzahl, die gleichzeitig den Tangens des Gleitwinkels angibt.


      Viele Grüße von
      Brit
      worldofanimals.de "

      CICONIA-Horst
      Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und wir haben die Pflicht - und SCHULDIGKEIT - diese Erde mit ihnen zu teilen!

      CICONIA-Horst
    • Hallo Ciconia-Horst, hallo Brit,

      hoch interessanter Beitrag/Ausarbeitung.

      Jedoch operieren die Mauersegler auch zeitweise mit verbesserter Gleitzahl;
      können ihre Flügelfläche vergrößern durch spreizen sämtlicher Flügelfedern;
      z.B. bei fast waagrechtem Anflug im Gleitflug in bestimmte Nisthöhlen; z.B. Spalt unter Fensterbank.
      Vergrößerte Flügelfläche auch schon bei Mauersegler-Ansturm an unserem Haus beobachtet; siehe Fotos; anklicken zum vergrößern:





      Viele Grüße
      Swift_w

      The post was edited 1 time, last by swift_w ().

    • Hallo swift__w

      Ein sehr interessanter Aspekt wie Mauersegler durch Spreitzen des Gefieders die Gleitzahl verbessern können.
      Jede Feder eines Vogels besitzt einen eigenen Muskel dazu.
      In der Militärtechnik hat man sich das schon längst bei den Flugzeugen von den Vögeln abgekupfert aber längst nicht in deren Perfektion!

      Zur GLEITZAHL vom Storch werde ich Morgen mal noch ein kleines Rechenbeispiel einbringen um ein besseres Verständnis zu GLEITWINKEL,GLEITZAHL und GLEITVERHÄLTNIS zu schaffen.

      MfG!

      C.H.
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      CICONIA-Horst
    • Bei einem Flieger ist normalerweise der Flügel positiv zur Flugrichtung angestellt, das Höhenleitwerk negativ. Das nennt man dann Einstellwinkeldifferenz. Bei richtiger Schwerpunktlage fliegt der Flieger dann eigenstabil um die Querachse. Die V-Form der Flügel sorgt für Stabilität um die Längsachse und das Seitenleitwerk für die Stabilität um die Hochachse. So ein Flieger fliegt dann einen stabilen gestreckten Gleitflug. Die Vögel können die Flügel allerdings auch nach vorne oder hinten schwenken. Das nennt sich Pfeilung. Bei negativer Pfeilung der Flügel nach vorne wandert der Neutralpunkt nach vorne. (Das ist so als wenn der Schwerpunkt nach hinten wandern würde). Das Flugverhalten ändert sich dramatisch und wird unstabil. Gleichzeitig wird aber das Höhenleitwerk entlastet, es liefert nun keinen Abtrieb mehr und die Sinkgeschwindigkeit verbessert sich. Ein normales Flugzeug wird durch das Verlegen des Schwerpunktes nach hinten für den Piloten unbeherschbar und kann nur mit Unterstützung eines Kreiselsystems zur Stabiliesierung geflogen werden. Ansonsten würde es sofort die Nase anheben und die Strömung würde abreißen. Ohne Kreiselunterstützung wäre der Absturz nicht zu verhindern. Bei modernen Flugzeugen wird trotzdem im Reiseflug der Schwerpunkt durch Umpumpen von Sprit nach hinten verschoben um so Treibstoff zu sparen. Falls das Kreiselsystem in diesem Zustand ausfällt kann kein Pilot die Maschine in der Luft halten. Die Vögel berherschen dieses schwanzlastige Fliegen allerdings hervorragend.
      Durch die Pfeilung des Flügels nach hinten (positive Pfeilung) wandert der Neutralpunkt nach hinten. Das Flugverhalten wird stabiler, der Geradeausflug muss durch erhöhen der Einstellwinkeldifferenz unterstützt werden. Bei entsprechender positver Pfeilung kommt es schließlich zum senkrechten Sturzflug mit enormer Geschwindigkeitszunahme. Das machen sich die Greifvögel zu nutze.

      Gruß Heinz

      The post was edited 3 times, last by aldebaran ().

    • GLEITWINKEL,GLEITZAHL und GLEITVERHÄLTNIS sind wichtige Kenngrößen für einen Flügel.
      Der GLEITWINKEL ist dabei derjenige Winkel unter dem der Vogel gegen eine gedacht horizontale Ebene zu Boden gleitet.
      Der Tangens dieses Winkels ist die GLEITZAHL e (etta).Der Kehrwert davon - 1 : e - ist das GLEITVERHÄLTNIS E= 1 : e.
      Oft wird dieses Gleitverhältnis jedoch als Gleitzahl angegeben,da es ein anschauliches Bild über das Gleit- und Sinkverhalten des Seglers liefert und Aussage darüber macht nach wieviel Metern Segelstrecke der Segler um 1m gesunken ist.

      Ein Storch der mit einem Gleitwinkel von 7° zu Boden gleitet hat eine Gleitzahl von tan 7° = 0,123.Je kleiner dieser Wert um so flacher ist der Gleitwinkel und um so länger die Segelstrecke bis ein Absinken um 1 m erfolgt ist.
      Der Kehrwert davon - 1 : 0,123 = 8,13 - ist das Gleitverhältnis.Es besagt,dass der Storch nach 8,13m Gleitflug um 1m gesunken ist.Befindet er sich in 1000 m Höhe so kann er mithin 1000 mal um 1 m sinken und dabei jeweils 8,15 m Gleitflug zurücklegen.Erreicht er den Boden so hat er 1000 mal 8,13 m = 8130 m oder 8,13 km im Gleitflug zurückgelegt.

      Da der Bosporus etwa 14 km breit ist muß sich der Storch vorher durch die Thermik in eine Höhe von etwa 1400 m tragen lassen wenn er sie nicht aus eigener Kraft im Ruderflug erklimmen will.
      Analog liegen die Verhältnisse an der Strasse von Gibraltar.

      CICONIA-Horst
      Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und wir haben die Pflicht - und SCHULDIGKEIT - diese Erde mit ihnen zu teilen!

      CICONIA-Horst