Neue entdeckte Tierarten

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    • Neue entdeckte Tierarten

      Riesenechse auf Philippinen entdeckt

      Neue Waran-Art wird bis zu zwei Meter langAnzeige Kai Kupferschmidt

      Einen Meister des Versteckspiels stellt man sich anders vor. Die Echse Varanus bitatawa ist zwei Meter lang und grell gepunktet. Sie gehört zur Gattung der Warane, den größten Echsen auf der Erde. Dennoch hat sie sich den Augen der Wissenschaft lange entzogen. Erst jetzt haben Biologen die neue Art im Norden von Luzon, der größten und bevölkerungsreichsten Insel der Philippinen, entdeckt.

      Eine Ursache für diese späte Entdeckung sei das Verhalten des Warans, schreiben die Forscher im Fachblatt „Biology Letters“. Das Tier sei äußerst scheu und verlasse vermutlich nie den Schutz des Waldes. Dort ernährt sich das Tier von Früchten und dort wurde es nun von den Biologen um Rafe Brown aufgespürt.

      Brown glaubt, dass es auf den Philippinen noch einiges zu entdecken gibt: „Nach Madagaskar sind diese Inseln der Ort mit der größten Artenvielfalt weltweit“, sagt er. Lange Bergketten und dichte Wälder würden gute Bedingungen bieten für die Entstehung neuer Arten. „Es würde mich nicht einmal verwundern, wenn dort noch ein großes Säugetier lebt, das wir bisher nicht entdeckt haben“, sagt Brown. Obwohl die Landmasse der Erde weitgehend erforscht scheint, gibt es immer wieder spektakuläre Entdeckungen neuer Tierarten. So fanden Forscher 1992 in Vietnam ein bis dahin völlig unbekanntes Säugetier, das vietnamische Waldrind.

      Die neueste tierische Sensation ist aber, kaum entdeckt, bereits bedroht. Vor allem durch die Abholzung der Wälder sei die einzigartige Tierwelt der Philippinen gefährdet, sagt Brown. „Ich hoffe, dass dieser neue Waran als nationaler Schatz erkannt wird und dass seine Entdeckung zu einem besseren Schutz der Natur auf den Philippinen beiträgt.“

      Ganz neu entdeckt ist Varanus bitatawa allerdings nicht. Die Stammesbewohner im Norden der Philippinen kennen die Echse offenbar schon lange, sagt Brown. „Sie haben uns immer wieder erzählt, es gebe hier zwei Echsen. Die eine, die wir kannten, sei zwar häufiger, aber die andere schmecke deutlich besser.“Kai Kupferschmidt



      tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3077302
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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Noch vor der Ausrottung entdeckt
      123 neue Arten auf Borneo




      Im Herzen Borneos wurden 123 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das berichtet der jetzt veröffentlichte WWF-Report "Borneos neue Welt". Zu den neuen Arten gehören unter anderem ein fliegender Frosch, der seine Haut- und Augenfarbe ändert, und eine flammenfarbene Schlange. Insgesamt fanden die Forscher 66 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen.

      Tierische Farbenkünstler
      Der Mulu-Flugfrosch kann sowohl die Farbe seiner Haut als auch die Augenfarbe verändern. Der Frosch wechselt seine Farbe je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag. Er gehört zu den "fliegenden" Fröschen Borneos. Diese sind zu kurzen Gleitflügen von Baum zu Baum in der Lage. Flughäute zwischen den Fingern und Zehen der Frösche machen dies möglich.

      Auch die die Kopstein Bronzerückennatter ist ein wahrer Farbenkünstler. Ihre Flanken sind mit leuchtenden blauen, grünen und braunen Schuppen gesprenkelt. Bei Gefahr "errötet" der Nacken der Giftschlange und zeigt ein flammendes Rot.

      Flach wie eine Flunder: Frosch ohne Lungen
      Eine andere Froschart ist zwar keine neue Entdeckung, aber erst kürzlich bemerkten Forscher eine außergewöhnliche Eigenschaft beim Borneo Barbourfrosch: Er hat keine Lungen. Dies wurde bislang bei keiner anderen Froschart festgestellt. Seine Atmung geschieht allein über die Haut. Sein Körperbau erscheint aufgrund der fehlenden Lungenorgane flachgedrückt. Die Flunderform erlaubt es dem Frosch, sich in schnell fließenden Bächen gegen den Wasserstrom zu bewegen.

      Der Mulu-Frosch hat Flughäute zwischen Zehen und Fingern. Seine Farbe kann er je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag verändern.

      "Wahrscheinlich warten noch hunderte andere Arten darauf, das Licht der Forscherwelt zu entdecken, die nur leider vor ihrer Entdeckung durch den Menschen ausgerottet sein werden", so Markus Radday, Borneoexperte beim WWF Deutschland. "Es wird nur gelingen, diese und andere Arten vor dem Aussterben zu retten, wenn die Heart of Borneo Initiative mit konkreten Maßnahmen zum Schutz der Wälder vorangebracht wird".

      Die Wälder Borneos gehören zu den bedrohtesten der Erde. Haupttreiber der ungebremsten Entwaldung sind vor allem großflächige Rodungen, um Plantagen aus Ölpalme oder schnell wachsenden Baumarten für die Zellstoffproduktion anzulegen.

      Wälder schützen, Nahrung regeln
      Die neuen Arten wurden allesamt seit der Unterzeichnung der "Heart of Borneo"-Deklaration gefunden, die 2007 auf Initiative des WWF zwischen Indonesien, Malaysia und Brunei unterzeichnet wurde. Sie ist die Grundlage dafür, dass im Inneren der drittgrößten Insel der Welt ein rund 220.000 Quadratkilometer großes Netzwerk aus Schutzzonen und nachhaltig genutzten Wäldern entsteht. Die Region beheimatet drei der vier wichtigsten Orang Utan-Lebensräume und schließt drei vom WWF Deutschland unterstützte Projekte mit ein. Vordringliches Ziel der Heart of Borneo-Initiative ist es, die Wälder dieser Region ausreichend zu schützen oder ihre Nutzung so zu regeln und zu überwachen, dass sie auch langfristig in einem artenreichen Zustand erhalten bleiben.


      n-tv.de/wissen/weltall/123-neu…Borneo-article835577.html
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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Zwei neue Waranarten auf den Philippinen entdeckt



      Bonn (dpa) - Gleich zwei bisher unbekannte Waranarten sowie eine neue Unterart hat der deutsche Forscher André Koch auf den Philippinen entdeckt. Warane gab es schon vor 60 Millionen Jahren, zu ihnen gehört auch die größte noch lebende Echse, der Komodowaran von bis zur drei Metern Länge. Nach dem Fund mehrerer neuer Warane auf der indonesischen Insel Sulawesi vor drei Jahren zeigten die jetzigen Ergebnisse erneut, dass auch die Vielfalt der philippinischen Warane bisher stark unterschätzt worden sei, erklärt Koch in einer Mitteilung des Bonner Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig (ZFMK) vom Montag. Nachdem erst kürzlich eine andere Forschergruppe einen ebenfalls bisher unbekannten fruchtfressenden Waran entdeckte, werde deutlich, dass die tatsächliche Artenzahl der in diesem Archipel lebenden Großwarane immer noch nicht komplett erfasst sei.

      Koch wird in Kürze an der Universität Bonn seine Promotion vollenden. Ein Schwerpunkt seiner Doktorarbeit sind die Warane Südostasiens. Es sei erstaunlich, dass diese großen Echsen lange vernachlässigt worden seien und der Wissenschaft immer wieder bislang unbekannte Arten begegneten, erklärte Kochs wissenschaftlicher Betreuer, ZFMK-Vizedirektor Professor Wolfgang Böhme. Das zeige, dass auch bei großen Wirbeltieren noch lange nicht alle Arten des Planeten erfasst und benannt seien. Die Artenbeschreibung der neu entdeckten Tiere wurde kürzlich in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift «Zootaxa» veröffentlicht.

      Die Philippinen umfassen mehr als 7000 tropische Inseln. Das Inselreich ist bekannt für seinen außergewöhnlichen Artenreichtum. Es sei neben Indonesien einer der Biodiversitätshotspots unseres Planeten, heißt es in der Mitteilung des ZFMK. Das betreffe nicht nur Korallenfische oder Schmetterlinge und andere kleine Insekten sondern auch die großen Räuber in dieser Region, die Warane.

      de.news.yahoo.com/26/20100517/…-den-philipp-dd61bdb.html
    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Sechs neue Korallenarten entdeckt

      Sevilla (dpa) - Spanische Forscher haben sechs neue Korallenarten aus der Antarktis präsentiert. Diese Entdeckung zeige, wie groß die noch unentdeckte Vielfalt des Lebens in diesem Gebiet sei, berichtete die spanische Forschungsorganisation Plataforma SINC am Mittwoch.
      Die Wissenschaftler der Universität Sevilla fanden die Korallen im Weddellmeer während mehrerer Exkursionen mit dem deutschen Forschungsschiff Polarstern. Die Hohltiere gehören zur Art der Hornkorallen.

      Weltweit gibt es über 1200 verschiedene Hornkorallenarten. Sie kommen in verschiedenen Formen, Farben und Größen vor. Die größte Art kann bis zu drei Meter lang werden. Der röhrenförmige Körper der Tiere ist mit einer Kalkschicht bedeckt, deren Struktur von Art zu Art variieren kann.

      Die Korallenarten wurden unter anderem in der Nähe der Insel Südgeorgien und südlich der Falkland-Inseln entdeckt. Die Exkursionen, bei denen die Neuentdeckungen gemacht wurden, fanden über einen Zeitraum von zwölf Jahren statt. Die Forscher um Rebeca Zapata-Guardiola präsentieren die Korallen in den Fachjournalen «Polar Biology» und «Scientia Marina».


      de.news.yahoo.com/26/20100527/…n-entdeckt-dd61bdb_1.html
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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Prähistorische Meerestiere unter Great Barrier Reef entdeckt


      Mit ferngesteuerten Kameras haben australische Wissenschaftler in extremer Tiefe unter dem Great Barrier Reef nie gesehene Meerestiere entdeckt. Spektakuläre Aufnahmen zeigen prähistorische Fischarten und andere seltene Tiere in einer von Klimawandel und Ölpest bedrohten Lebenswelt, wie der Leiter des Forscherteams, Justin Marshall von der Universität Queensland, mitteilte. Demnach schwammen den Kameras einige uralte Fischarten vor die Linse, darunter "prähistorische" Haie. "Da war ein Hai, den ich wirklich nicht erwartet hatte, es war eine Art Katzenhai mit einer ziemlich seltsamen Rückenflosse", sagte Marshall. Das Team lockte die Tiere mit einem Tunfischkopf an, der an einem Stock befestigt war.

      Bislang sei schlicht nicht bekannt gewesen, welche Lebensformen in dem Gebiet existieren, fügte der Meeresforscher hinzu. "Jetzt sind die Kameras in der Lage, das Verhalten und das Leben in der größten Biosphäre Australiens, der Tiefsee, aufzunehmen." Die besonders sensiblen Kameras wurden eigens entwickelt, um in 1400 Meter unter dem Meeresspiegel Aufnahmen zu machen. Als Nächstes sollen die Spezialkameras laut Marshall in den Golf von Mexiko geschickt werden, um die Folgen der Ölkatastrophe für die Unterwasserwelt zu dokumentieren.

      Die Forschungen in dem Gebiet seien durch die Ölkatastrophe von Anfang April sowie durch die Erwärmung und Versäuerung der Meere noch dringender geworden, sagte Marshall. "Wir wollen uns das Leben in der Tiefsee anschauen und entdecken, was es dort gibt, bevor wir es auslöschen."

      Wissenschaftler warnen seit geraumer Zeit vor einer ernsten Bedrohung des 345.000 Quadratkilometer großen Great Barrier Reefs, des größten Korallenriffs der Welt, das mit seiner bunten Unterwasserwelt Taucher aus aller Welt anlockt. Am 2. April lief ein chinesischer Frachter auf dem Riff auf Grund, als er eine Abkürzung nehmen wollte. Dabei riss der Rumpf auf, und Öl strömte in das als Weltnaturerbe gelistete Korallenriff. Im März lief in der Nähe des Riffs Schweröl aus, als ein in Hongkong gelistetes Schiff bei einem Zyklon beschädigt wurde.


      de.news.yahoo.com/2/20100715/t…e-unter-gr-5fcb2b9_2.html
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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Ausgestorben geglaubter Affe wiederentdeckt


      Galle/Sri Lanka (apn). Eine zuletzt vor über 60 Jahren gesichtete Affenart ist von Forschern auf Sri Lanka fotografiert worden Es war befürchtet worden, dass die sogenannten Horton Plains Schlankloris ausgestorben sind, wie die Zoologische Gesellschaft von London am Montag mitteilte. Bei den Aufnahmen aus einem bewaldeten Berggebiet im Zentrum der Insel handele es sich um die ersten Fotos der Affenart überhaupt, sagte der Biologe Craig Turner. Der Fotobeweis für das Überleben der großäugigen Primaten, auch Faulaffen genannt, war den Angaben zufolge Londoner Forschern und Universitätskollegen aus Sri Lanka geglückt. Sie hätten über 200 Stunden auf der Lauer gelegen, um ein Exemplar vor die Linse zu bekommen. Die Zahl der Tiere war zurückgegangen, seit ihr Lebensraum ab dem 19. Jahrhundert von britischen Kolonialisten für Tee- und Kaffeeplantagen gerodet wurde, wie der Leiter des Forscherteams, Saman Gamage, sagte.

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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Tierischer Fund im Ammersee
      Student entdeckt Kaulbarsch



      Die Augen fallen auf, der Kopf ist "knubbelig, irgendwie anders". Ein Zoologie-Student entdeckt so im Ammersee eine bisher unbekannte Art des Kaulbarsches.

      Kaulbarsch im Neufeldersee im Süden Wiens, fotografiert von Mitgliedern des Technical Diving Clubs (tdc.at)
      Im bayerischen Ammersee lebt eine bisher unbekannte Art des Kaulbarsches - dies ist das Ergebnis der Diplomarbeit eines Studenten. Die nur in diesem Gewässer vorkommende Art Gymnocephalus ambriaelacus ist maximal 10.000 Jahre alt und damit vergleichsweise jung. Bis vor kurzem war seine Existenz nicht bekannt, wie die Zoologische Staatssammlung München mitteilte.

      Im Magazin der Sammlung befindet sich neben Tausenden anderen Tier- und Insektenarten zwar seit Jahrzehnten auch ein Exemplar des Ammersee-Kaulbarsches, doch achtete niemand darauf. Bis sich Zoologe Ulrich Schliewen den Fisch genauer ansah: „Die großen Augen sind mir sofort aufgefallen“, schilderte er. Der Kopf erwies sich als „knubbelig, irgendwie anders“.

      DNA-Vergleiche belegen Fund
      Der promovierte Zoologe vergab als Thema einer Diplomarbeit an einen Studenten einen wissenschaftlichen Vergleich von Barschen. Dabei stellte sich die Einzigartigkeit des nur etwa 13 Zentimeter langen Fisches heraus. Die Forscher fuhren auch zum See, um weitere Exemplare zu vermessen. Ein DNA-Vergleich mit den bereits bekannten Arten brachte schließlich die Gewissheit: Beim Ammersee-Kaulbarsch handelt es sich um eine bisher unbekannte Art, die es auch nur dort gibt. In der Wissenschaft ist die Art bereits anerkannt.

      Die Fischer am Ammersee haben an dem seltenen Kaulbarsch indes kein Interesse: Er ist viel zu klein.

      dpa
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    • RE: Neue entdecke Tierarten

      Neue Chamäleonart auf Madagaskar entdeckt


      Braunschweig (dpa) - In den Regenwäldern Madagaskars hat ein Forscherteam eine bisher unbekannte Chamäleon-Art entdeckt. Um die Aufmerksamkeit auf die besonders bedrohte Reptilienart zu lenken, haben die Wissenschaftler das Tier nach dem Dschungelhelden Tarzan benannt. Calumma tarzan, so der wissenschaftliche Name, bewohnt ausschließlich die Regenwälder mittlerer Höhenlagen an Madagaskars Ostküste. «Das Tarzan-Chamäleon soll mit seinem prominenten Namen für den Schutz dieser letzten kleinen Waldinseln werben, da diese unmittelbar durch die rasant fortschreitende Abholzung bedroht sind», sagte Philip-Sebastian Gehring vom Zoologischen Institut der TU Braunschweig am Montag. Gehring ist der Erstautor der Artenbeschreibung. Die Entdeckung der neuen Art war die große Überraschung eines sechsköpfigen Expeditionsteams. «Die abgeflachte Schnauze des Tarzan- Chamäleons ist unter Chamäleons einzigartig, so dass wir sofort erkennen konnten, dass wir etwas ganz besonderes vor uns haben», sagte Frank Glaw von der Zoologischen Staatssammlung in München.

      An der Expedition beteiligten sich neben Braunschweig und München das hessische Landesmuseum Darmstadt und die Universität Antananarivo auf Madagaskar.

      de.news.yahoo.com/26/20100830/…agaskar-entd-dd61bdb.html
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    • Seltenes Waldrind eingefangen


      Erstmals nach zehn Jahren sehen Dorfbewohner in Laos ein Vietnamesisches Waldrind und fangen dieses sogar ein. Nach nur zwei Tagen stirbt das mysteriöse Tier, das erst in den 1990er Jahren von europäischen Wissenschaftlern als Art entdeckt wurde und ein wenig an ein Einhorn erinnert.
      Eines der seltensten und mysteriösesten Tiere ist jetzt in Laos gesichtet worden: ein Vietnamesisches Waldrind. Es ist so geheimnisvoll, dass es oft mit den sagenumwobenen Einhörnern in Verbindung gebracht wird - obwohl es zwei Hörner auf der Stirn hat. Zuletzt wurde ein solches Tier vor zehn Jahren fotografiert. Wie die Internationale Naturschutzunion (IUCN) mitteilte, nahmen bereits Ende August Dorfbewohner in der Provinz Bolikhamsai in Zentral-Laos das Tier gefangen und brachten es in ihr Dorf. Dort verstarb es aber wenige Tage später.

      Mysteriöse Tierart
      Angereiste Forscher konnten noch Fotos vom lebenden Tier machen. Das tote Männchen wurde in die Provinz-Hauptstadt Pakxan gebracht, wo Biologen es untersuchen wollen. "Das kann ein wesentlicher Schritt nach vorne sein was das Verständnis dieser außergewöhnlichen und mysteriösen Art angeht", sagte Pierre Comizzoli von der IUCN.

      Die Tierart ist sehr selten und vom Aussterben bedroht.
      "Man weiß nach wie vor wenig über diese Tiere", erklärte Stefan Ziegler vom WWF. Sie kommen im Gebirge von Laos und Vietnam vor, sind Regenwaldbewohner und etwa so groß wie mitteleuropäische Rehe. Ihre Hörner sind lang und nahezu gerade nach hinten gerichtet. Außerdem gelten Vietnamesische Waldrinder als vom Aussterben bedroht. Forscher schätzen, dass es nur noch wenige hundert Exemplare gibt.

      Sensation der 1990er Jahre
      Entdeckt wurde die Art erst 1992. "Das war damals eine Sensation", sagt Ziegler. Schließlich galt am Ende des 20. Jahrhunderts die Entdeckung einer neuen großen Säugetierart als ausgeschlossen. Den Einheimischen war das Tier zwar längst bekannt, europäischen Wissenschaftler bis zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.

      Kein Biologe soll je ein Vietnamesisches Waldrind in der freien Natur gesehen haben. Nach seiner Entdeckung seien zwar mehrere Exemplare gefangen genommen worden, sie alle verstarben aber nach kürzester Zeit in Gefangenschaft. Das Vietnamesische Waldrind ist auch unter den Namen Saola oder Pseudoryx nghetinhensis bekannt.

      dpa


      n-tv.de/wissen/fundsache/Selte…angen-article1507056.html
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    • Göttinger Forscher entdecken neue Menschenaffen-Art



      Göttingen (dpa) - Im Dschungel Südostasiens haben Göttinger Forscher eine neue Menschenaffenart entdeckt. Es handle sich um eine bisher nicht bekannte Gibbonart, sagte Professor Lutz Walter vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ).

      Die nördlichen Gelbwangen- Schopfgibbons (Nomascus annamensis) leben in Baumwipfeln des schwer zugänglichen Berglandes zwischen Vietnam, Laos und Kambodscha. Untersuchungen des Erbmaterials und eine Analyse des Gesanges hätten ergeben, dass sich die Tiere von anderen Gibbons abgrenzen lassen. Damit seien jetzt sieben Gibbonarten bekannt.

      Gibbons gehören zu den Menschenaffen. Sie werden als Kleine Menschenaffen bezeichnet, während Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse und Bonobo die Gruppe der Großen Menschenaffen bilden. Die Forscher beschreiben die neuen Gibbonart im Fachblatt «Vietnamese Journal of Primatology».

      «Die Entdeckung ist eine kleine Sensation», sagte Prof. Walter. Dass diese sehr seltene Gibbon-Art der Wissenschaft bisher unbekannt geblieben war, erklärt der Forscher mit der nur sehr schwer zugänglich Bergregion, in der die Tier leben. Zudem hielten sich die Affen nahezu ausschließlich in den Wipfeln hoher Bäume auf. Charakteristisch für Gibbons sind ihre langen Arme und die Fähigkeit, sich mit weiten Schwüngen präzise durch höchste Baumwipfel zu hangeln.

      Auf die Spur der neuen Art sind die Göttinger Wissenschaftler durch den besonderen Gesang der Tiere gestoßen, der vermutlich der Territorialverteidigung dient und ein Vorläufer der menschlichen Musik sein könnte. Die Analyse der Ton-Frequenz und der Tongeschwindigkeit habe gezeigt, dass es sich um eine eigene Art handle, sagte Walter.

      Dies hätten auch genetische Untersuchungen an Ausscheidungen der Tiere belegt, berichtete der Primatenforscher Christian Roos. Die Anzahl der Individuen des Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons schätzt er auf noch etwa 100. Er sei damit ähnlich stark bedroht wie die anderen Schopfgibbon-Arten in Südostasien.

      Grund dafür sei die illegale Jagd. Gibbons würden als Haustiere gehalten, gegessen und zu traditioneller Medizin verarbeitet. Eine große Bedrohung sei auch der Verlust des Lebensraumes durch Rodungen für Plantagen oder den Abbau von Bodenschätzen. Als seltenste und am stärksten vom Aussterben bedrohte Affenart weltweit gilt der Hainan- Schopfgibbon, von dem es nur noch etwa 20 Individuen gibt.


      de.news.yahoo.com/26/20100921/…ken-neue-men-dd61bdb.html
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    • Forscher finden neue Raubtierart


      Erstmals seit 24 Jahren weisen Forscher am See Alaotra in Madagaskar eine neue Raubtierart nach: "Salanoia durelli" wurde in der Vergangenheit schon einige wenige Male beobachtet, nun jedoch zum ersten Mal gefangen und vollständig beschrieben.

      Auf Madagaskar haben Biologen eine neue Raubtierart nachgewiesen. Das katzengroße, braune Tier wurde am Ostufer des Sees Alaotra im zentralen Osten der Tropeninsel gefangen und fotografiert. Die Identifizierung gelang in Zusammenarbeit mehrerer Forscher, die unter anderem beim Durrell Wildlife Conservation Trust und beim Naturhistorischen Museum London arbeiten.


      Bereits 1984, als Wissenschaftler auf der Suche nach dem seltenen Bambuslemur an dem See waren, sahen sie das kleine Raubtier, das gut schwimmen könne, und fotografierten es. Ein Jahr später fingen Biologen den Berichten zufolge zwei Exemplare. Bereits damals gingen die Forscher davon aus, dass es sich um eine neue Tierart handele, ohne sie jedoch zu bestimmen.

      Die Biologen um Fidimalala Bruno Ralainsolo vom Durrell Wildlife Conservation Trust und Paula Jenkins aus London haben das 700 Gramm schwere Tier jetzt offiziell in einer wissenschaftlichen Abhandlung beschrieben. Es wurde nach dem Schriftsteller und Naturfreund Gerald Durrell Salanoia durrelli genannt.

      Menschen vernichten Lebensraum
      Die Forscher setzen sich verstärkt für die Erhaltung der Feuchtzonen rund um den See Alaotra ein, der einem "immensen Druck" ausgesetzt sei: "Überfischung, intensive Landwirtschaft mit Einsatz von Pestiziden, Brandrodung und Umweltverschmutzung wie die Einleitung von Abwasser bedrohen die hier vorkommenden seltenen Tierarten."

      Im Mai 2010 war der Delacour-Zwergtaucher, der ebenfalls am See Alaotra, dem größten Süßwassersee Madagaskars, heimisch war, offiziell als ausgestorben erklärt worden. Der Vogel war rund 20 Jahre nicht mehr gesichtet worden. Nur wenige Monate später erfolgte nun an gleicher Stelle die Entdeckung einer neuen Raubtierart - die erste seit 24 Jahren.

      dpa
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • In 7000 Metern Tiefe
      Forscher finden neue Fischart



      Die Tiefsee ist ein Gebiet, das bislang noch weitgehend unerforscht ist. Immer wieder finden Wissenschaftler Hinweise darauf, dass das Leben dort reichhaltiger ist, als man bisher weiß. diese Vermutung bestätigt sich nun erneut, als eine neue Fischart vor die Linse eines Tauchroboters schwimmt.

      Die Bedingungen, unter denen die Tiere in der Tiefsee leben, sind extrem: stockfinster, kalt und nahrungsarm.
      (Foto: HADEEP)
      Das Leben in 7000 Metern Meerestiefe und noch darunter ist vielfältiger als gedacht. Bilder automatischer Kameras zeigen zahlreiche Flohkrebse und Fische, darunter eine für die Wissenschaft vollends neue Art von Scheibenbäuchen (Liparidae). Das berichtet ein Team neuseeländischer, britischer und japanischer Forscher nach seiner Rückkehr von einer Expedition zum Peru-Chile-Graben vor der Pazifikküste Südamerikas.

      Dort fällt der Boden bis in eine Tiefe von rund 8000 Metern ab, weil sich hier die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte schiebt. Um zu sehen, ob – und wenn ja, was – dort unten lebt, wurden automatische Kamera-Roboter versenkt, die auf Kommando wieder auftauchen. Daran befestigt sind Köder, um "Beute" vor die Linse zu locken.

      So schaffte das Team 6000 Bilder aus einer Tiefe von 4500 bis 8000 Metern an die Oberfläche. Sie zeigen auch die neue Fischart. Als Expeditionsbasis diente den Forschern des HADEEP-Projektes (Hadal Environmental Science/Education Program) das deutsche Forschungsschiff "Sonne".

      Umdenken über Populationen
      Über viele Jahrhunderte hinweg galt die Tiefsee als lebloses Gebiet. Neue Roboter revidieren diese Sicht aber zusehends. Forschungsleiter Alan Jamieson erklärte: "Das sind fantastische Resultate, was ein Umdenken über die Fischpopulationen in extremen Tiefen zur Folge haben wird."

      HADEEP hatte 2008 vor Japan 7703 Meter unter der Oberfläche Fische gefilmt. Tiefer wurde nie zuvor ein lebender Fisch beobachtet. Nun fanden sich solche und ähnliche Fische auch auf der anderen Seite des Pazifik. Die Forscher vermuten unter anderem, dass die Ökologie der untermeerischen Gräben reichhaltiger ist als zuvor angenommen – und sich von Graben zu Graben unterscheidet.

      Langsamer Stoffwechsel, späte Geschlechtsreife
      Die Bedingungen dieser Lebensräume sind extrem – extrem dunkel, extrem kalt und arm an Nahrung. Einige Fische fraßen 22 Stunden an dem Köder – Hinweise darauf, dass sie sonst nicht viel finden. Bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes läuft ihr Stoffwechsel sehr langsam, die Organismen altern langsam und werden oft erst spät geschlechtsreif.

      Von den Ködern wurden auch andere Tiere in den Lichtkegel gelockt: große Flohkrebse (Amphipoda), deren gegliederter Körper an Shrimps erinnert. Sie gehören zu den Krebstieren und sind nahe mit Asseln verwandt. Die nun gefilmten und eingesammelten Exemplare waren größer und lebten tiefer als anderenorts beobachtete Exemplare.


      .dpa
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    • Mehr als 1.200 neue Wirbeltier- und Pflanzenarten im Amazonas-Gebiet entdeckt

      Nagoya/Frankfurt (dapd). Im südamerikanischen Amazonas-Gebiet sind mehr als 1.200 neue Wirbeltier- und Pflanzenarten entdeckt worden. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts der Naturschutzorganisation WWF, der am Dienstag auf der Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya vorgestellt werden sollte. Der Bericht fasst Forschungsergebnisse aus zehn Jahren zusammen. Danach wurden im Zeitraum von 1999 bis 2009 insgesamt 637 neue Pflanzen, 257 Fische, 216 Amphibien, 55 Reptilien, 16 Vögel und 39 Säugetiere entdeckt.

      "Das entspricht im Schnitt einer neu entdeckten Art alle drei Tage", sagte der Amazonas-Experte beim WWF Deutschland, Roberto Maldonado. "Das ist einerseits faszinierend, weil es zeigt, wie viel unerforschtes Leben im Amazonas vorhanden ist, andererseits aber auch alarmierend, weil viele weitere unentdeckte Arten auszusterben drohen, bevor sie entdeckt werden." Zu den neu entdeckten Arten gehören unter anderen ein ungewöhnlich gefärbter Frosch mit flammenfarbenem Kopf, eine neue Flussdelphinart, die erste neu beschriebene Anaconda-Art seit 1936 und ein glatzköpfiger, bunter Papagei.

      Das Amazonas-Gebiet ist nach WWF-Angaben das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. In den vergangenen 50 Jahren wurden rund 17 Prozent seiner Fläche zerstört. Hauptgründe für die Zerstörung sei die globale Nachfrage nach Fleisch, Soja und Biokraftstoff, hieß es. Etwa 80 Prozent der im Amazonas gerodeten Waldflächen würden für die Rinderzucht genutzt. "Das Schicksal der Arten hängt davon ab, ob die Länder des Amazonas gemeinsam ihre Schutzanstrengungen verstärken", sagte Maldonado. Die Unterstützung der großen Industrienationen sei dabei unerlässlich.

      dapd
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    • Forscher entdecken Affenart mit Stupsnase in Birma


      Eine neue Affenart haben Forscher in Birma aufgespürt. Der Affe ist fast gänzlich schwarz, hat weiße Haarbüschel am Kinn und an den Ohren sowie eine hochgewölbte Stupsnase, die ihn bei Regen niesen lässt, wie die Naturschutzorganisation Fauna & Flora International (FFI) ihre Entdeckung in Rangun beschrieb. Sie fügte hinzu, dass die Spezies zwar für die Wissenschaft eine Neuheit, den Einheimischen aber wohlbekannt sei. Von ihnen werde sie als "Affe mit hochgewandtem Gesicht" bezeichnet.

      Der Affe gehört den Forschern zufolge zur Gattung der Stumpfnasenaffen. An Regentagen klemmt er oft den Kopf zwischen die Knie, um zu vermeiden, dass das Wasser in seine hochgerichteten Nasenlöcher läuft. Der Affe ist im nördlichen Birma in der Region Kachin heimisch. Der FFI-Experte Frank Momberg sagte, aufgrund von Berichten von Jägern sei davon auszugehen, dass es zwischen 260 und 330 Exemplare der Spezies gebe. Damit würde der Affe zu den bedrohten Arten gehören.

      Nach Angaben der Wissenschaftler handelt es sich um die erste Art von Stumpfnasenaffen, die in Birma entdeckt wurde. Andere Spezies dieser Gattung leben in China und Vietnam und gelten als bedroht.


      de.news.yahoo.com/2/20101027/t…t-mit-stup-5fcb2b9_1.html
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    • Frankfurter Forscher entdeckt Zwerg-Affenart



      Frankfurt/Main (dpa) - Eine neue Affenart mit riesigen Kugelaugen und großen Ohren haben Biologen im indonesischen Dschungel entdeckt. Die Koboldmakis sehen ein wenig wie Kuscheltiere aus. Mit nur zwölf Zentimetern Größe gehören sie zu den kleinsten Affen Asiens - ein internationales Forscherteam hat nun eine zehnte Art von ihnen identifiziert. Mit dabei war der Biologe Stefan Merker von der Universität Frankfurt. Wie die Hochschule am Dienstag berichtete, nannten die Forscher die neue Art «Tarsius wallacei» - nach dem britischen Naturforscher Alfred Russel Wallace (1823-1913).

      Koboldmakis jagen nachts Insekten und leben im Unterholz der südostasiatischen Regenwälder. Bedeutsam sei die Entdeckung vor allem deshalb, weil die Koboldmakis (oder Tarsier) uns Menschen im Stammbaum der Evolution näher stehen als die Lemuren Madagaskars. Die Vorfahren der Koboldmakis haben sich vermutlich vor etwa 60 Millionen Jahren von allen anderen heute lebenden Primatengruppen getrennt.

      Auf die Fährte der Art kamen Merker und sein Team während ihrer Feldarbeit auf der indonesischen Insel Sulawesi. Dort hat sich die größte Vielfalt der Koboldmakis entwickelt. Die sulawesischen Tarsier leben in kleinen Familiengruppen, die sich morgens, wenn sie sich in ihre Schlafbäume zurückziehen, mit «Duett-Gesängen» verständigen.

      Schon 2006, als Merker zwei andere Spezies untersuchte, fiel ihm der andersartige Gesang der Tiere südwestlich der Stadt Palu in Zentralsulawesi auf. Bei einem größeren Projekt zwei Jahre später wurden 15 der Tiere gefangen und untersucht. Die Genanalyse spreche eindeutig dafür, dass die Tiere von den bisher bekannten Arten «hochgradig verschieden» seien. Auch die Rufe seien einzigartig.



      de.news.yahoo.com/26/20101123/…eckt-zwerg-dd61bdb_1.html
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • "Tintenfischwurm" entdeckt

      Wissenschaftler haben in den Tiefen des Ozeans zwischen Indonesien und den Philippinen einen bisher unbekannten tintenfischartigen Wurm entdeckt. Dem gut neun Zentimeter langen Meeresbewohner ragen zehn lange Tentakel aus dem Kopf.
      Bizarres Wesen: der Tintenfischwurm (lat. Teuthidodrilus samae).


      Überraschung in der Tiefsee: Im Ozean zwischen den Philippinen und Indonesien sind Forscher auf einen schillernden Wurm gestoßen, der mit seinen langen Ausläufern einem Tintenfisch ähnelt. Das ungewöhnliche Tier hat Fühler, die länger sind als sein Körper, und weitere lange, filigrane Anhänge im Nacken. Die US-Forscher nannten den Tintenfischwurm Teuthiodrillus samae. Sie präsentieren ihn im Fachblatt "Biology Letters" der britischen Royal Society.

      T. samae ist knapp zehn Zentimeter lang und lebt in der Celebes-See etwa 100 Meter über dem Meeresboden. Er ernährt sich von Plankton. Ein aus der Entfernung gesteuertes Tauchgerät machte sowohl in 2000 bis 3000 Metern wie auch in etwa 1000 Metern Tiefe Aufnahmen von ihm. Sieben der nun entdeckten Würmer wurden eingefangen und untersucht.

      Hunderte Miniarme
      Der Wurm bewegt sich aufrecht schwimmend fort, indem er mit zwei seitlichen Reihen von hunderten Miniärmchen nacheinander paddelt. Die Wissenschaftler freuten sich sehr über ihre Entdeckung: "Es war so spannend, denn das Tier war so verschieden von allem, was vorher beschrieben wurde, mit seiner fantastischen Kopfbedeckung", sagte die kalifornische Meeresforscherin Karen Osborn.

      Der Fund lässt ahnen, welcher Reichtum an bisher unbekannten Wesen in der Tiefsee steckt, heißt es in dem Bericht. Seine Autoren gehören dem Scripps Institut für Ozeanographie im kalifornischen La Jolla sowie dem Woods Hole Ozeanographischen Institut in Woods Hole (US- Staat Massachusetts) bei Boston an.


      abe/dpa/AFP
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    • Forscher entdecken augenlosen Höhlenfisch


      Wissenschaftler haben in der Region Papua im Osten Indonesiens einen augenlosen Höhlenfisch entdeckt. "Nach unseren Erkenntnissen ist es der erste Höhlenfisch, der in Papua entdeckt wurde", sagte der Wissenschaftler des Institute of Research and Development (IRD) im französischen Montpellier, Laurent Pouyaud, der Nachrichtenagentur AFP. Die neu entdeckte Art habe sich in einer bislang unbekannten Höhle entwickelt und habe weder Augen noch eine Pigmentierung.
      Zu den neu entdeckten Arten zählt auch ein Frosch, der seinen Nachwuchs auf dem Rücken transportiert. Die IRD-Forscher untersuchten Höhlen, unterirdische Flüsse und Dschungel in der abgelegenen Lengguru-Region. Sieben Wochen lang erkundete das Team von Biologen, Paläontologen und Archäologen das ausgedehnte Kalkstein-"Labyrinth", in dem sich isolierte Arten über Millionen Jahre entwickelt haben.

      Das Archäologenteam war Pouyaud zufolge "überwältigt" von Höhlenmalereien und aus Muscheln gefertigten Werkzeugen, die einen weiteren Beweis für die historische Völkerwanderung von Asien auf den australischen Kontinent vor etwa 40.000 Jahren lieferten. Pouyaud wies darauf hin, dass die Artenvielfalt in Papua durch Pläne gefährdet werde, Plantagen und den Bergbau in der Region auszubauen.
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    • Trennung der afrikanischen Dickhäuter
      Forscher entdecken dritte Art



      Es gibt nicht nur die afrikanische und die asiatische Elefantenart. Wissenschaftler treten den Beweis an, dass sich die afrikanischen Elefanten vor Millionen Jahren in zwei Arten trennten.
      Selbst Wissenschaftler gingen lange Zeit irrtümlich davon aus, dass es nur zwei Arten von Elefanten gibt - die asiatischen und die afrikanischen. Ein DNA-Vergleich beweist nun: Bereits vor mehreren Millionen Jahren haben sich die afrikanischen Elefanten in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt. An dem Projekt waren Wissenschaftler der Harvard Medical School, der University of Illinois und der University of York beteiligt. Die Ergebnisse sind im „PloS Biology“ veröffentlicht.

      „Die erstaunliche Erkenntnis ist, dass die Wald- und die Savannenelefanten in Afrika sich voneinander so stark unterscheiden wie asiatische Elefanten und Mammuts“, sagte der Genetiker David Reich von der Universität Harvard. Für die Wissenschaftler sei der frühe Zeitpunkt der Trennung der beiden Arten überraschend gewesen, sagte Michi Hofreiter von der britischen University of York. „Die Trennung der Wald- und der Savannenelefanten ist fast so alt wie die Trennung von Mensch und Schimpanse.“

      Wissenschaftlicher Beweis überzeugt
      Bereits 2001 sei die Möglichkeit zweier genetisch unterschiedlicher Arten der afrikanischen Elefanten erstmals erwogen worden. „Aber dies ist der bisher überzeugendste wissenschaftliche Beweis“, betonte Hofreiter.

      Für ihre Untersuchungen verglichen die Forscher Genom-Sequenzen moderner Elefanten mit den ausgestorbenen Vorfahren der heutigen Elefanten, dem Mammut und dem Mastodon. Dafür wurden DNA-Sequenzen aus Fossilien verwendet.

      Äußerliche Unterschiede deutlich
      Äußerlich unterscheiden sich die in Wäldern und in der Savanne lebenden afrikanischen Elefanten deutlich. So erreicht ein Savannenelefant eine Schulterhöhe von 3,5 Meter, sein kleinerer in den Wäldern lebender Verwandter dagegen „nur“ 2,5 Meter. Mit einem Gewicht von sechs bis sieben Tonnen ist ein Savannenelefant zudem etwa doppelt so schwer wie ein Waldelefant. In der Vergangenheit waren diese Unterschiede auf die unterschiedliche Lebensweise der beiden Elefantenarten zurückgeführt worden.

      Für Alfred Roca von der Universität Illinois stellen die neuen Erkenntnisse vor allem eine Herausforderung für Naturschützer und Wildhüter dar. Dem Waldelefanten müsse nun beim Artenschutz eine höhere Bedeutung als bisher eingeräumt werden.


      .dpa
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    • Wald-Ralle auf Madagaskar entdeckt

      Die Natur auf Madagaskar steckt voller Überraschungen. Forscher haben jetzt eine bisher unbekannte Rallen-Art aufgespürt.


      Bei einer Waldinventur auf der Tropeninsel Madagaskar haben einheimische und amerikanische Forscher eine neue Vogelart entdeckt. Sie tauften den Rallenvogel nach dem Fundort im Beanka-Wald im westlichen Teil des zentralen madegassischen Hochlandes Mentocrex beankaensis. DNA-Analysen hätten den Vogel als eigene Art ausgewiesen, schreiben die Forscher um den Biologen Aldus Andriamamonjy im Journal "Zootaxa” (Bd. 2776, S. 49).

      Die neu entdeckte Wald-Ralle sei mit den im Ostteil der Insel lebenden Rallen eng verwandt, schreiben die Forscher. Der Bodenvogel wurde in dem noch intakten 14.000 Hektar großen Trockenwaldbereich des Kalksandsteinbereiches der Tsingy entdeckt, der seit 2007 geschützt ist. Dort hatten die Biologen Ende 2009 eine Bestandaufnahme der Fauna und Flora vorgenommen und dabei außer der Wald-Ralle zahlreiche bisher unbekannte Pflanzenarten entdeckt.

      97 Prozent des Waldes sind verschwunden
      Der Trockenwald im Westen Madagaskars ist nach Angaben des an der Untersuchung beteiligten Field-Museums in Chicago drastisch geschrumpft, seit der Mensch vor rund 2500 auf die Insel kam. Nach Schätzungen der Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) seien bis zu 97 Prozent des Waldes verschwunden.

      Prof. Marie Jeanne Raherilalao von der Universität in der Hauptstadt Antananarivo wies auf die Notwendigkeit weiterer Expeditionen dieser Art mit aktuellen Bestandsaufnahmen der Pflanzen- und Tierwelt hin, bevor diese verloren gehe. "Die Natur in Madagaskar steckt noch voller Überraschungen, und die letzten Reste müssen unbedingt geschützt werden."

      DPA
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    • Forscher entdecken Krebstiere


      In spanischen Tümpeln ist ein internationales Forscherteam auf zwei bislang unbekannte Krebstierarten gestoßen. "Die beiden neuen Krebse sind lebende Fossilien”, erklärte Miguel Alonso von der Universität Barcelona. Die nur einen Millimeter langen Gliederfüßer seien Überbleibsel der Tierwelt in Spanien vor über 1,8 Millionen Jahren.

      Die neu entdeckten Krebse leben in Frischwasser-Gewässern, die regelmäßig austrocknen, heißt es im Journal "Zootaxa” . Sie seien vermutlich auf der gesamten iberischen Halbinsel verbreitet. Die erste Art (Leydigia iberica) entdeckten die Forscher in der Nähe des Guadalquivir-Flusses, die zweite (Leydigia korovchinskyi) in einem Wasserloch für Rinder im Grasland der Extremadura. Beide Fundorte liegen im Südwesten Spaniens.

      dpa
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    • Unbekannte Welsart entdeckt


      Jaguare leben gewöhnlich an Land – in Südamerika entdecken Forscher jetzt jedoch einen bislang unbekannten Fisch, der einer Mini-Ausgabe des prachtvollen Raubtiers erstaunlich ähnlich sieht.
      Der Amazonas entspricht nicht der herkömmlichen Vorstellung von einem Fluss - er gleicht einer Wasserlandschaft.
      (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
      Forscher entdecken in einem Nebenfluss des Amazonas einen bislang unbekannten Fisch. Das cremefarbene Schuppenkleid des durchscheinenden Welses ist mit dunklen schwarz-braunen Tupfen übersät. Von der Größe her macht der Fisch dem Raubtier allerdings keine Konkurrenz: Stenolicinus ix ist nur zwei Zentimeter lang, heißt es im Journal "Zootaxa”. Sein Name geht auf das Wort "Ix” zurück, eine Bezeichnung der Mayas für Jaguare.

      Das Team um Wolmar Wosiack vom Emilio Goeldi Museum in Belém (Brasilien) fand den Wels im Curuá-Fluss, als sie Schlamm und Laub aus dem Flussbett von einem Sieb kratzten. "Er ist sehr klein und deshalb nur schwer zu finden”, erklärte Wosiack. "Deshalb haben wir nur ein einziges Exemplar gesammelt.” Von anderen Arten seiner Gattung unterscheidet sich der Fisch auch durch die Länge seiner Barben und die seiner Bart-ähnlichen Tastorgane.

      Der Curuá-Fluss befindet sich im Norden des brasilianischen Bundesstaates Pará und im Herzen des nach Angaben der Forscher weltweit größten zusammenhängenden Gebiets geschützten Regenwalds. Die Forschungsexpedition gehörte zu einem großangelegten Projekt, bei dem die Artenvielfalt in einem über zwölf Millionen Hektar großen Raum untersucht worden ist.

      dpa
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    • Wiederfinden vermisster Arten doch nicht so selten


      München (dpa) - Ausgestorben geglaubte Tiere tauchen häufiger wieder auf als gedacht. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin «P.M.» in seiner April-Ausgabe. Diesen Artikel weiter lesen
      Eine australische Studie etwa habe ergeben, dass von 187 Säugetierarten, die seit dem Jahr 1500 als verschollen gemeldet wurden, 67 wieder aufgekreuzt sind, heißt es in dem Artikel. Unter den wiederentdeckten Tieren würden sich der Guadalupe-Seebär, die Känguru-Art Parmawallaby und die Bayerische Kurzohrmaus befinden.

      Allerdings sei der Begriff «ausgestorben» dehnbar. Heutzutage werde auf der Roten Liste eine Art erst dann als erloschen geführt, wenn sie seit 50 Jahren niemand mehr in freier Wildbahn beobachtet habe.

      Dem Magazin zufolge haben vor allem Fortschritte in der Molekularbiologie dazu geführt, dass Forscher in den vergangenen Jahren viele vermisste Arten wiedergefunden haben. Von Wissenschaftlern wird dieses Phänomen auch «Lazarus-Effekt» genannt. Die Bezeichnung geht auf die Bibel zurück. Laut Johannesevangelium hat Jesus den gestorbenen und begrabenen Lazarus einst wieder auferweckt.
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    • Bisher unbekanntes Nagetier in brasilianischen Bergen entdeckt

      AFP

      Im Regenwald Brasiliens ist einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Nagetier entdeckt worden. Das Tier, die weiß-gefleckte Bergratte (Drymoreomys albimaculatus), lebe auf einer Höhe von tausend Metern in Gebirgszügen im Südosten Brasiliens, sagte der Biologe Alexandre Percequillo von der Universität São Paulo am Freitag der Zeitung "Folha de São Paulo".

      Die Spezies umgebe ein "evolutionäres Geheimnis", da die am nächsten verwandte Art in einem wasserarmen Tal in den peruanischen Anden lebe, sagte der Forscher, der die Bergratte in der Fachzeitschrift "Zoological Journal of the Linnean Society" beschreibt. Beide Tiere gehörten zu Gruppen, die für Gebirgsgegenden typisch seien, was ihre Ähnlichkeit erklären könnte.

      Der Nager hat den Angaben zufolge "Ballen" unter seinen Pfoten und zwischen den Fingern, was es dem Tier ermöglicht, in Bäumen zu klettern. Dem Forscher zufolge ist es noch zu früh, um sagen zu können, ob die Spezies vom Aussterben bedroht ist. Der atlantische Regenwald, der einst 15 Prozent Brasiliens ausmachte, wurde in der Vergangenheit stark reduziert. Die Zerstörung wird auf Urbanisierung, Landwirtschaft und Abholzung zurückgeführt.
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    • Artenvielfalt auf Madagaskar
      615 Tiere und Pflanzen entdeckt



      Die Artenvielfalt auf Madagaskar ist beeindruckend: 615 neue Arten, darunter einige Sensationen, haben Forscher seit dem Jahr 2000 in Flora und Fauna entdeckt. Die Begeisterung der Forscher aber wird getrübt: Viele der madagassischen Arten sind vom Aussterben bedroht.

      ... Mehr als 600 neue Tier- und Pflanzenarten haben Forscher in den vergangenen elf Jahren auf Madagaskar entdeckt. Darunter war ein 30 Gramm leichter Berthe-Mausmaki, der kleinste Primat der Welt, wie die Umweltstiftung WWF in Frankfurt am Main berichtete. Als "sensationell" gilt demnach die Entdeckung eines Geckos, der seine Hautfarbe ähnlich wie ein Chamäleon dem Hintergrund anpasst. Bislang unbekannt war zudem eine riesige Fächerpalme, die nur einmal in ihrem Leben blüht.

      Bedroht durch rasante Entwaldung
      Ein neuer WWF-Bericht zur Artenvielfalt auf Madagaskar listet insgesamt 615 neue Arten auf, darunter auch 385 Pflanzen, 42 wirbellose Tiere, 17 Fische, 69 Amphibien und sogar 41 neue Säugetierarten.

      Fast drei Viertel der Tier- und Pflanzenarten, die auf der Insel vor der afrikanischen Ostküste leben, kommen laut WWF nur dort vor. Viele davon sind aber bereits vor dem Aussterben bedroht, wie der Madagaskar-Experte des World Wide Fund for Nature (WWF), Martin Geiger, sagte. Die größte Bedrohung sei die rasante Entwaldung, zehntausende Hektar davon in Nationalparks. "Wenn diese wenigen verbleibenden Wälder nicht gerettet werden, verschwinden unzählige Arten, die wir noch nicht einmal kennengelernt haben", sagte Geiger.

      Nach WWF-Angaben wird zudem vermehrt Fleisch von wilden Tieren, sogenanntes Bushmeat, aus den Wäldern angeboten - etwa ein Teller Lemurenfleisch für weniger als drei Euro. Wegen der politischen Unruhen breite sich die Kriminalität aus, und eine der wenigen Einkommensquellen für die Bevölkerung, der Tourismus, leide.
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    • Neue Delfinart entdeckt


      .Australische Forscher haben eine neue Delfinart identifiziert. In Gewässern vor dem südlichen Bundesstaat Victoria gebe es eine Gruppe von Großen Tümmlern, die sich deutlich von allen anderen Delfinen unterscheide, berichtete die Monash University in Clayton. Ein Team um Kate Charlton-Robb untersuchte zahlreiche Schädel und das Erbgut der Meeressäuger. Dazu nutzten die Forscher auch bis zu 100 Jahre alte Museumsstücke.

      "Es ist eine unglaublich faszinierende Entdeckung", sagte die Biologin Charlton-Robb. Sie nannte die Art Tursiops australis und gab ihr den Trivialnamen Burrunan Delfin. "Und es macht es noch aufregender, dass diese Art genau vor unserer Nase gelebt hat." Das Team präsentiert seine Arbeit im Fachjournal "Plos ONE".

      "Einzigartige Delfine"
      "Wir wissen, dass diese einzigartigen Delfine nur auf eine sehr kleine Region der Erde begrenzt sind", erläutert Charlton-Robb. Zudem seien sie nur in zwei sehr kleinen Populationen in der Nähe von Melbourne bekannt. Es gebe 100 Tiere in der Bucht Port Phillip und 50 weitere in den sogenannten Gippsland-Seen.

      Der Große Tümmler, einer der bekanntesten Delfine, ist an den Küsten aller Weltmeere verbreitet und wird auch oft in Delfinarien gehalten. Er wurde von Biologen bislang je nach Sichtweise in bis zu drei Arten unterteilt.

      Deutlicher Unterschied
      Nach Angaben der Forscher unterscheidet sich Tursiops australis deutlich von den anderen beiden Arten des Großen Tümmlers, die bislang vor Australien gesichtet worden seien. So sei Tursiops australis mit durchschnittlich 2,57 Metern rund 40 Zentimeter kürzer als der Tursiops truncatus. Auch der Schädel sei kleiner. Andererseits sei er deutlich größer als die zweite vor Australien lebende Art des Großen Tümmlers.

      DPA
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    • 200 neue Arten am Mekong entdeckt

      Hanoi/Bangkok - Ein Affe mit Elvis-Tolle, eine sich selbst klonende Eidechse und ein Gecko in Hippiefarben: Wissenschaftler haben rund um den Mekong in letzter Zeit 208 neue Arten dokumentiert.

      Besonders spektakulär ist der Stupsnasenaffe aus Birma. Er hat nicht nur eine regenempfindliche Nase, sondern am Kopf eine Haartolle, die an den King of Rock 'n' Roll Elvis Presley erinnert. Das Tier wurde in entlegenen Wäldern entdeckt, berichtet die Umweltstiftung WWF (World Wide Fund for Nature) in ihrem neuesten Mekong-Report.
      In der Region rund um den längsten Fluss Südostasiens wurde auch eine knallorange und weiß blühende Orchidee gefunden. Die zahlreichen Tiere und Pflanzen entdeckten die Forscher in der chinesischen Provinz Yunnan, in Birma, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. «Das macht Asiens Flusslandschaft zu einer der letzten Bastionen für die Entdeckung neuer Arten auf diesem Planeten», heißt es in dem Bericht (PDF). Der Mekong ist etwa 4500 Kilometer lang.
      Der Stupsnasenaffe mit der Elvis-Tolle (Rhinopithecus strykeri) dürfte die skurrilste Entdeckung sein. «Der (Rock 'n' Roll) König lebt», flachsen die Autoren des Berichts. Snubby, wie sie das Tier mit Spitznamen tauften, ist schwarz und flauschig und nach Angaben der Anwohner der Kachin-Region in Birma bei Regen leicht zu finden. Dann sitzt er wie schmollend auf dem Baum und klemmt den Kopf zwischen die Beine. Der Grund: Die Regentropfen fallen in seine nach oben gerichteten Nasenlöcher - dann muss Snubby niesen.

      Die Regenmuffel gefährden sich aber damit: In der Region wird gejagt. Es gibt laut WWF vermutlich nur noch zwischen 260 und 330 Stubsnasenaffen. Sie sind vom Aussterben bedroht. Forscher hatten den Affen bereits im «American Journal of Primatology» vorgestellt, auch das deutsche Scienceblog hatte danach über die Entdeckung berichtet.

      Vietnam war besonders ergiebig für die Forscher: Dort kreucht auf der Halbinsel Ca Mu zum Beispiel ein Gecko in Hippiefarben (Cnemaspis psychedelica). Er hat einen leuchtend gelben Hals mit schwarzen Streifen, einen blaugrauen Körper und orangefarbene Füße. Ngo Van Tri von der Wissenschaftsakademie entdeckte in einem Restaurant in Süden Eidechsen, die sich zum Verwechseln ähnlich sahen. Sein Verdacht bestätigte sich: Die neue Art (Leiolepis ngovantrii) klont sich selbst - keine Männchen zur Fortpflanzung nötig. In der Provinz Dak Lak blühte im Verborgenen eine weiß-orangene Orchidee (Dendrobium daklakense). «Es ist bemerkenswert, dass ein so auffallendes Exemplar bis vor kurzem unbekannt war» sagte der Orchideenexperte des botanischen Gartens in Kew bei London, Andre Schuiteman.
      Gruß Peter

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    • Eingeschleppt vom Mittelmeer
      Neue Spinnen erobern Deutschland


      Zwei eingeschleppte Spinnenarten krabbeln vermehrt durch Deutschland. Gefährlich für den Menschen seien sie aber nicht, sagt der Spinnenforscher Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt. Er hat in den vergangenen Jahren eingeschleppte Spinnenarten untersucht.

      Wohl aus dem Mittelmeerraum sei eine neue Art der Zitterspinnen (Holocnemus pluchei) gekommen. Nachweise habe es zwar schon seit fast zwei Jahrzehnten gegeben, bisher aber nur an Orten, an denen es einen direkten Warenverkehr mit der Mittelmeerregion gegeben habe. Nun ist die Art aus deutschen Innenstädten laut Jäger nicht mehr wegzudenken.

      Es sei bereits eine andere Art der Zitterspinnen (Pholcus phalangioides) heimisch - aber sie ist wohl schon vor Jahrhunderten aus dem vorderasiatischen Raum eingeschleppt worden. "Im Gegensatz zu unseren heimischen Zitterspinnen, ist die neue Art trockenheitsresistent; sie sitzt auch an Fenstern, wo es heiß werden kann", erläuterte Jäger den Unterschied. Die heimischen Zitterspinnen finde man eher in Kellern und anderen feuchten Räumen.

      Zitterspinnen haben eine Beinspannweite von bis zu sieben Zentimetern und einen kleinen Körper. Sie würden oftmals mit Weberknechten verwechselt, obwohl es signifikante Unterschiede gebe: Weberknechte weben laut Jäger trotz ihres Namens keine Netze und sind an den Außenwänden von Gebäuden zu finden. Zitterspinnen dagegen bauten Netze und hielten sich eher in Innenräumen auf.

      Auch die Kräuseljagdspinnen (Zoropsis spinimana) sind wohl aus dem Mittelmeerraum gekommen. Derzeit seien sie nur vereinzelt zu belegen. Dennoch geht der Forscher davon aus, dass sie sich auch schon wie die Zitterspinnen weiter verbreitet haben. Sie seien schwerer zu beobachten, weil die nachtaktiven Tiere ihre Netze versteckt bauten. Ihre gedrungene Gestalt habe Ähnlichkeit mit heimischen Wolfsspinnen.

      Von beiden neuen Arten gehe aber keine Gefahr für den Menschen aus - das Gegenteil sei der Fall: Laut Jäger fressen sie unter anderem Schaben und Stechmücken. "Sie können sich immer entscheiden: Wollen Sie viele Insekten im Haus oder nur eine Spinne?", so der Experte.

      dpa
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    • Forscher entdecken Skorpion-Art in Vietnam

      Hanoi (dpa) - An der Wand einer vietnamesischen Höhle haben Forscher einen bleichen, augenlosen Skorpion entdeckt. Die nun beschriebene Art gehört zu einer Skorpionfamilie, deren Mitglieder sich alle an das Leben in dunklen Höhlen angepasst haben.

      Wilson Lourenço vom Naturkundemuseum Paris und Dinh-Sac Pham von der wissenschaftlichen und technischen Akademie Vietnam präsentieren das Tier im Journal «Comptes Rendus Biologies».
      Die Forscher gaben dem Tier den Namen Vietbocap thienduongensis, der auf den Fundort hinweist. Es wurde in der Thien Duon-Höhle des vietnamesischen Nationalparks Phong Nha-Ke Bang entdeckt. Die nun entdeckte Art gehört zur Familie Pseudochactidae, die erst seit 1998 bekannt ist.
      Gruß Peter

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    • Zweite Monsterwespe entdeckt

      Bereits 2011 war im Naturkundemuseum in Berlin ein Exemplar wiedergefunden worden, jetzt entdeckt eine Forscherin auf Sulawesi eine Monsterwespe. Die riesengroßen Insekten sollen ganz spezielle Verhaltensweisen haben. Lebend sind sie aber noch nicht gesichtet worden.


      Eine US-Forscherin hat auf der indonesischen Insel Sulawesi eine pechschwarze Monsterwespe entdeckt und beschreibt sie nun in einem Fachartikel. Unabhängig davon wurde das Tier mit sichelförmigen, gigantischen Kiefern bereits 2011 auch in einer Sammlung des Naturkundemuseums Berlin wiedergefunden, wo es seit 1930 lag. Schon damals hatten es die Forscher von Sulawesi mitgebracht - ohne das Tier von der fünffachen Größe einer gewöhnlichen Wespe aber genauer zu bestimmen. Der Insektenforscher Michael Ohl vom Naturkundemuseum und die US-Biologin Lynn Kimsey präsentieren die Wespe nun im Journal "Zookeys".

      Ein männliches Tier kann sechs Zentimeter groß werden, Weibchen bleiben kleiner. Das Insekt gehört zu den Grabwespen. Die Weibchen dieser Insektenfamilie lähmen mit ihrem Stich andere Insekten, um Nahrung für ihre Nachkommen zu erhalten. Die Männchen einiger Insektenarten nutzen riesige, gebogene Kiefer, um die Weibchen beim Sex festzuhalten oder um sich zu verteidigen.

      Da die nun entdeckte Monsterwespe aber noch nie lebend entdeckt wurde, ist über ihr Verhalten nichts bekannt. Das Expeditionsteam um die US-Forscherin Lynn Kimsey von der Universität Kalifornien in Davis fand die Wespe im südöstlichen Bergland von Sulawesi.

      Das Tier ist so ungewöhnlich, dass Ohl und Kimsey es in eine neue Gattung namens Megalara einordneten, deren Name sich aus Mega (griechisch: groß) und der nahe verwandten Wespengattung Dalara zusammensetzt. Die Biologen nannten das Tier Megalara garuda. Garuda, ein Wesen der Hindu-Mythologie aus Mensch und Adler, ist ein Nationalsymbol Indonesiens.

      Quelle: n-tv.de, dpa
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    • Neue Froschart entdeckt - Tiere sind leuchtend gelb und färben ab


      Eine neue Froschart gibt den Forschern Rätsel auf: Die Winzlinge sondern gelbe Farbe ab, wenn man sie berührt. Entdeckt wurden sie im Hochland von Panama, wo Amphibien seit Jahrzehnten von einem Pilz bedroht sind.
      Einen leuchtend gelben Frosch, der abfärbt, haben Forscher im dichten Regenwald von Panama aufgespürt. Warum der nur etwa zwei Zentimeter große Regenfrosch bei Berührung seine Farbe abgibt, ist den Wissenschaftlern allerdings noch ein Rätsel. Zur Abwehr von Feinden sei die Eigenschaft jedenfalls ungeeignet, da die Farbe keine giftigen Komponenten enthalte, berichtete das Senckenberg Forschungsinstitut am Mittwoch in Frankfurt. Das deutsch-panamaische Expeditionsteam entdeckte zugleich eine Frosch- und eine Salamanderart wieder, die im Hochland des mittelamerikanischen Landes seit mehreren Jahrzehnten nicht gesichtet wurden.

      Die ungewöhnlichen Paarungsrufe der männlichen Gelbfärber-Regenfrösche (Diasporus citrinobapheus) hatten die Biologen auf die Spur der winzigen Amphibie gebracht. "Die Rufe dieser Art unterscheiden sich stark von anderen Fröschen. Da hatten wir gleich den Verdacht, dass wir hier eine neue Art gefunden haben", sagte der beteiligte Biologe Andreas Hertz. "Es war aber gar nicht so einfach, die winzigen Tiere im dichten Regenwald ausfindig zu machen, geschweige denn zu fangen."

      In der unzugänglichen Bergwelt im Westen Panamas suchten die Wissenschaftler auf verschiedenen Expeditionen von 2008 bis 2010 vor allem an den Ufern von Bergbächen und im Nebelwald nach seltenen Fröschen und Salamandern.

      Sie konnten dabei auch 18 von insgesamt 33 gefährdeten und stark gefährdeten Amphibienarten nachweisen. Darunter ist auch ein Salamander, der seit seiner Entdeckung vor 34 Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnte sowie ein Frosch, der seit 27 Jahren nicht mehr in Panama gesehen wurde. Vor allem Ende des 20. Jahrhunderts waren zahlreiche Amphibien in der Region an einer Pilzerkrankung gestorben.

      Gravierender sei jedoch der Verlust von geeignetem Lebensraum, erläuterte Hertz. Er forderte das entlegene Cerro Colorado Areal nicht für den Kupferabbau freizugeben, sondern als Schutzgebiet auszuweisen, um die Arten für künftige Generationen zu erhalten. "Es gibt sie an keinem anderen Ort der Welt." Ihre Studien präsentieren die Forscher in den Fachjournalen "Amphibian and Reptile Conservation" und "ZooKeys".

      dpa

      de.nachrichten.yahoo.com/neue-…-gelb-und-färben-ab-.html
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    • Neue Vogelart
      Erstmals brütet der Teichwasserläufer in Deutschland
      06.07.2012, 07:00 Uhr
      Deutschland hat eine Brutvogelart mehr: Ein Paar Teichwasserläufer hat bei Bliestorf im Kreis Herzogtum Lauenburg vier Junge großgezogen.

      Lübeck. Deutschland hat eine Brutvogelart mehr: Ein Paar Teichwasserläufer hat bei Bliestorf im Kreis Herzogtum Lauenburg vier Junge großgezogen. Die zu den Watvögeln zählende Vogelart wurde im Mai in einem Feuchtgebiet südwestlich von Lübeck erstmals gesehen. Ende Juni schlüpften die Jungen. "Das ist der erste Brutnachweis in Deutschland", sagte Vogelkundler Benno Moreth, der die Brut der Vögel entdeckte.
      Der grazile Vogel, der etwa so groß wie eine Amsel, aber schlank und langbeinig ist, lebt in den Steppen von Osteuropa bis Ostsibirien. Seit rund zehn Jahren werden vor allem zur Zugzeit im Frühjahr immer wieder einzelne Teichwasserläufer in Deutschland beobachtet. Zu einer Brut der Vögel mit dem braun-weißen Federkleid und grünlichen Beinen kam es bisher aber nicht. Insgesamt brüten in Deutschland regelmäßig 254 Vogelarten. (dpa)

      Gruß Peter

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    • Spuren von Sumatra-Nashorn im Osten Borneos entdeckt


      (dpa)Tierschützer haben Hinweise auf eine bislang unbekannte Nashorn-Population im Osten Borneos entdeckt. Bislang galt das Sumatra-Nashorn auf der asiatischen Insel - bis auf wenige Exemplare im äußersten Nordosten - als ausgestorben.

      Experten fanden Abdrücke von Hufen. Außerdem entdeckten sie Schlammlöcher wie die, in denen die Nashörner sich gerne suhlen, und Stämme, an denen sich offenbar Nashörner gerieben hatten, berichtete die Umweltstiftung WWF am Donnerstag in Jakarta.

      In der Region von West Kutai im Osten Borneos galten die Tiere seit den 90er Jahren als ausgestorben. "Das ist frischer Wind für alle Schutzbemühungen", teilte der WWF mit.

      Es gibt nach Schätzungen weltweit nur noch 200 Sumatra-Nashörner in freier Wildbahn, die meisten davon auf der indonesischen Insel Sumatra. Etwa 25 Tiere werden noch im Nordosten von Borneo, in der malaysischen Provinz Sabah, vermutet. Es ist die kleinste der noch lebenden Arten, mit Haaren auf dem Fell und Runzeln um die Augen. Die Tiere werden etwa 1,50 Meter groß und wiegen bis zu 950 Kilogramm.

      Wilderer jagen Nashörner wegen des Horns, das in Vietnam und China zu Pulver gerieben für Unsummen als Heilmittel verkauft wird. Wissenschaftliche Beweise für die Heilkraft gibt es nicht.

      dpa
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