UHU-Webcam Eifel (SWR)

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    • Auf meine Anfrage bei Stefan Brücher bekam ich soeben folgende Auskunft:

      Ich konnte leider noch nicht beobachten, wie Lotte an ihre Nahrung kommt. Normal wäre: das M. bringt Futter in Horstnähe, ruft und Lotte kommt zu ihm und verschlingt meist kleine Beutetiere an Ort und Stelle. Falls dies bei Lotte so abläuft, könnten wir nur ein kurzes Fehlen am Nest feststellen. Am vergangenen Sonntag konnte ich Lotte einmal mit einer kleinen Ratte im Nest sehen, woher diese kam, habe ich leider nicht mitbekommen. Eine Aufzeichnung des Brutablaufes ist geplant, aber noch nicht im Gange, ich kann also leider nicht nachschauen.

      Mit vielen Grüßen
      Stefan Brücher
    • Noch eine Auskunft von Stefan Brücher:

      Wir können gar nicht sicher sein, dass kein Ei da ist, wenn wir keines sehen. In 2008 konnten wir gerade einmal einen ganz kleinen Teil
      der oberen Rundung sehen. Fall die Mulde jetzt nur 1,5 cm tiefer wäre, könnten wir von 3 Eiern nichts sehen.

      Vom Verhalten her würde ich sagen: es müssen Eier da sein.

      Hoffen wir das Beste

      Stefan Brücher
    • Aus dem Tagebuch:

      ...Ei(er) im Horst
      Wir waren uns schon länger sicher: Lottes Verhalten, über einige Tage
      fest brütend mit regelmäßigem Eierwenden, kann keine "Scheinbrut" sein.



      Jetzt haben wir Gewissheit:
      Eine Zuseherin hat Lotte erwischt und ein Ei fotografiert.
      Es sieht so aus, als ob Lotte noch ein weiteres Ei wendet.

      35 Tage nach dem nicht genau definierten Brutbeginn
      können wir auf Nachwuchs hoffen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Aus dem Tagebuch:

      Mind. 2 Eier im Nest

      Wir waren uns schon länger sicher: Lottes Verhalten -
      sie sitzt seit einigen Tagen fest im Nest,
      regelmäßig scheint sie Ei oder Eier zu wenden -
      deutet nicht auf eine Schein-, sondern eine echte Brut.



      Und jetzt können wir auch sicher sein. Es sind mindestens 2 Eier im Nest.
      35 Tage nach dem (allerdings nicht genau definierten) Brutbeginn können wir auf Nachwuchs hoffen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Original von Rike
      Das sind ja gute Nachrichten, liebe Roseanne, und gleich zwei Eier :] :]
      Danke für die Info.

      Die Betreuer des Uhu-Projektes um Stefan Brücher sind auch sehr erfreut.
      Und bei den niederländischen Uhus in Beleef de Lente ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag das erste Küken geschlüpft. :] :]
    • Original von Jens
      Also wenn ich ich das richtig gesehen habe, hat sich bei den Uhus Nachwuchs eingestellt, wollte noch ein Bild machen, aber die gute Dame ist nicht mehr aufgestanden bis jetzt.

      Jens

      Das kann eigentlich nicht sein. Die Uhu-Dame sitzt nach meinen Beobachtungen seit dem 14. März fast ununterbrochen auf dem Nest.

      Am 19. März schreibt Stefan Brücher:
      Mind. 2 Eier im Nest
      Wir waren uns schon länger sicher: Lottes Verhalten - sie sitzt seit einigen Tagen fest im Nest, regelmäßig scheint sie Ei oder Eier zu wenden - deutet nicht auf eine Schein- sondern eine echte Brut.

      Und gebrütet wird ca. 35 Tage, also ich glaube, wir müssen uns noch ein wenig gedulden.
      Wir können uns ja an den drei niederländischen Jung-Uhus erfreuen, die täglich größer werden und somit täglich besser zu sehen sind.
    • Bald schlüpfen sie...

      Lotte sträubt auf dem Bild das Gefieder und entfaltet es zu einem Rad. Das ist eine Drohgebärde, die möglicherweise dem Fuchs gilt, der ab und zu über dem Nest herumlungert. Lotte kann er aber kaum gefährlich werden.

      Am Brutplatz erscheint nun endlich regelmäßig auch Lottes Brutpartner, der sie in der Nacht mit Nahrung versorgt. Anfangs hatte sich Lotte die Nahrung in einiger Entfernung vom Brutplatz noch abholen müssen. Auch dies spricht für ein eher junges, noch wenig erfahrenes Paar.

      Übrigens erwarten wir den Schlupf des ersten Uhukükens um den 19. April.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Mutterglück...

      Hurra, können wir da nur sagen. Und herzlichen Glückwunsch! Das erste Uhujunge scheint geschlüpft zu sein.
      Eine aufmerksame Zuseherin, Frau Elfriede Martin aus Wien, hat uns dieses Belegfoto gesendet.




      Es wurde am 15. April aufgenommen und zeigt Lotte mit einer leeren Eischale.
      Das erste Ei war demnach schon früher im Nest als wir angenommen haben

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Das ist ja mal eine schöne Meldung, dass gleich zwei Uhu-Küken geschlüpft sind,
      drücken wir mal die Daumen, dass sie groß werden, bei der fürsorglichen
      Mutter dürfte es eigentlich kein Problem sein :] :] :]

      Danke, liebe Roseanne, fürs Einstellen der Fotos.
      Viele liebe Grüße
      Rike

      "Die Entdeckung des Wunderbaren im Alltäglichen bedarf der Fähigkeit,
      mit den Augen des Herzens sehen zu können." (Ernst Ferstl)
    • Original von Rike
      Das ist ja mal eine schöne Meldung, dass gleich zwei Uhu-Küken geschlüpft sind,
      drücken wir mal die Daumen, dass sie groß werden, bei der fürsorglichen
      Mutter dürfte es eigentlich kein Problem sein :] :] :]

      Danke, liebe Roseanne, fürs Einstellen der Fotos.


      Gerne, liebe Rike.
      Ich finde die einheimischen Cams besonders interessant, da schaue ich sehr gerne rein.
      Gerade findet eine Fütterung statt:


    • 2 oder 3 Junge? und: alles nicht so einfach..

      Wir wissen noch nicht ganz genau, wie viele junge Uhus im Nest sind. Aber sicher ist, dass es mindestens zwei sind. Uns wurde ein Foto aus den Niederlanden zugeschickt, auf dem möglicherweise ein dritter Jungvogel zu sehen ist. Die EGE dankt allen aufmerksamen Zusehern für das Zusenden von Bildern und sachdienlicher Hinweise.

      Auch Uhus müssen "füttern" und "gefüttert werden" erst einmal einüben.
      Mutter und Jungvögel hatten, das zeigen die Beobachtungen, zunächst noch einige Schwierigkeiten beim Vorgang des Fütterns und der Nahrungsaufnahme.

      Die notwendige Maßarbeit koordinieren die Eulen nur mittels Gehör und Tastsinn. Die Mutter gibt dabei Laute von sich, währenddessen versucht das Junge mit den am Schnabel befindlichen Tastfedern, die Nahrung zu erfühlen und diese zu packen. Das jüngere Küken kann dabei leicht ins Hintertreffen geraten und bei der Versorgung zu kurz kommen. An sich gibt es zur Zeit keinen Mangel an Beutetieren.

      Ein Belegfoto könnte einen jungen Fuchs zeigen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Original von Henriette
      Habt Ihr noch nicht gesehen dass es 4 sind ? ;)


      Nein, Henriette, habe ich bisher noch nicht gesehen.
      Das ist ja eine kleine Sensation. Ich werde in den nächsten Tagen
      mal ganz genau hinschauen. Vielen Dank für die Info! :] :]
    • Augen auf!

      Die jungen Uhus sind nun etwa zehn Tage alt, nun öffnen sich ihnen allmählich die Augen. Nach und nach wird sich ihr Gesichtsfeld erweitern, dann werden sie es bei der Nahrungsaufnahme leichter haben.

      Im Gegensatz zu ihrer Mutter können die Küken bald auch im Nahbereich relativ scharf sehen und deswegen kleine Nahrungsbrocken auch selbst vom Boden aufnehmen.

      Sie müssen dann nur noch lernen, zwischen echter Nahrung und sonstigen Dingen im Nest wie beispielsweise kleinen Steinen zu unterscheiden.

      Die Füchse in Lottes Revier müssen sich in Acht nehmen, wenn Lotte das Nest verlässt, Lottes Junge aber auch vor dem Fuchs.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Aus dem Uhu-Tagebuch von Stefan Brücher:

      Rasantes Wachstum... und Regen in der Eifel

      Um ihre Jungen zu versorgen, ist Lotte nachts oft mehrere Stunden unterwegs - wir hoffen, dass sie alle Gefahren übersteht und reichlich Beute macht. Wir konnten Lottes Mann seit einigen Tagen nicht mehr eindeutig beobachten und machen uns etwas Sorgen, ob er wohlauf ist.

      Der Nistplatz unserer Uhus ist übrigens eine "Luxuswohnung", denn Auch bei starkem Dauerregen ist es dort "staubtrocken". Lotte kann so auch bei Regen auf die Jagd gehen, auch wenn der Jagderfolg bei Regen natürlich geringer ausfällt ist dies ein großer Vorteil. Andere "Uhumütter" müssen sich entscheiden ob sie ihre Jungen vor Regen schützen oder ob sie auf Beutefang gehen.

      Die 3 Junguhus wachsen sehr schnell, die Zeit für die Beringung naht. Die Aktion ist (wetterabhängig) für Samstag den 15.5.2010 geplant.
    • Lottes Junge werden beringt


      Am kommenden Sonnabend, das ist der 15. Mai 2010, ist es so weit. Die drei jungen Uhus - sie sind dann etwa vier Wochen alt - werden an diesem Tag ab 10 Uhr mit Ringen der Vogelwarte Radolfzell versehen. Die Mitarbeiter der EGE werden sich dazu mit aller Vorsicht an den Brutplatz begeben.

      Die Kamera wird zu der Zeit eigens einen größeren Ausschnitt in den Blick nehmen, so dass Sie bei der Kennzeichnung live dabei sein können.

      Die wissenschaftliche Uhuberingung soll nicht nur bio-ökologisches Wissen vermehren, sondern vor allem zu mehr Erkenntnissen führen über Risiken und Gefahren im Leben der Uhus, um sie immer besser schützen zu können.

      Vielleicht möchten Sie den Lebensweg der drei jungen Uhus mit einer Patenschaft begleiten. Sie können "Ihrem" Uhu auch einen Namen geben. Nähere Informationen über den Erwerb einer Uhupatenschaft finden Sie unter egeeulen.de/inhalt/patenschaften.php

      Mit besten Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.
    • Sorge um Lotte

      Seit einigen Stunden war Lotte nicht bei den Jungen. Das letzte Mal war sie nachweislich heute um 5.48 Uhr dort. Das Männchen scheint seit einigen Tagen verschwunden zu sein. Dabei wäre es jetzt wichtig, dass beide Eltern jagen und Nahrung herbeischaffen.

      Die letzte Nacht hat es im Gebiet stark geregnet. Das vermindert den Jagderfolg. Vielleicht hat Lotte nun so ganz ohne Futter einfach keine Lust, sich von den Jungen anbetteln zu lassen. Hungrige Jungen können nämlich sehr lästig sein. Die Jungen sind jetzt auch in einem Alter, in dem es normal ist, dass die Alten sie auch für Stunden alleine lassen. Vielleicht sitzt sie in einiger Entfernung und hält die Jungen sicher im Auge. Hoffen wir es. Bisher hat sich Lotte als sehr tüchtige Mutter erwiesen. Ich werde den Brutplatz heute in Augenschein nehmen, um Näheres in Erfahrung zu bringen und Sie umgehend über das Ergebnis zu informieren.

      Für den Fall, dass die Jungen zu verhungern drohen, werden wir die Jungen in menschliche Obhut bringen. So können sie wenigstens gerettet und später als erwachsene Uhus auf ein Leben in Freiheit vorbereitet in die Natur entlassen werden. Wir müssen aber zunächst die Situation beobachten.

      Uhus sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Auch im Ahrtal, das zwar als Vogelschutzgebiet für den Uhu unter Schutz steht. Vor allem der Straßenverkehr ist eine permanente Bedrohung. Nach der langen Brutzeit ist das Uhuweibchen vermutlich auch in keiner guten Kondition, was die Kollisionsgefahr erhöht, zumal wenn das Gefieder vom Regen durchnässt ist. Dass irgend ein Verrückter auf die Uhus geschossen haben könnte, möchten wir uns lieber nicht vorstellen. Insofern erleben Sie nun die Nöte, die uns bei unserer Arbeit stets begleiten. Es zeigt sich, wie wichtig es ist, Uhulebensräume vor dem Einfluss der Zivilisation zu schützen. Dass Sie in Lottes Fall unsere Sorgen teilen, freut uns.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Brücher
      Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.