Greifvögel

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    • Seeadler weiter im Kommen!

      Die Seeadler in Deutschland sind 2007 weiter im Aufschwung. Nach neuesten Zählungen lebten in der Bundesrepublik derzeit 575 Paare des vor 100 Jahren fast ausgerotteten Greifvogels, sagte der Schweriner Seeadler-Betreuer Peter Hauff.



      Hauff erfasst die Seeadler und ihre Bruterfolge landes- und bundesweit für den Dachverband Deutscher Avifaunisten. So viele Seeadler wie heute gab es laut Hauff in Deutschland wahrscheinlich noch nie.

      Mecklenburg-Vorpommern ist mit 247 Brutpaaren das an Seeadlern reichste Bundesland. "In diesem Jahr wurden 203 Jungadler aufgezogen, ein bis zwei je Paar mit Bruterfolg", sagte Hauff. Die Horste würden durch die Revierförster und ehrenamtliche Betreuer beobachtet. Der Bruterfolg liege 2007 im langjährigen Durchschnitt, sagte Hauff. Seeadler seien von Witterungseinflüssen weitgehend unabhängig. Wichtig sei das Nahrungsangebot. Dass es den Seeadlern so gut gehe, habe denselben Grund wie das Anwachsen der Kormoranbestände, sagte Hauff: "Nahrung, insbesondere Fisch, gibt es in Hülle und Fülle." Beide Arten würden vor allem von Weißfischen leben, die nicht auf der Fangliste der Fischer stünden.

      Derzeit seien die Seeadler bereits wieder in der Balz. "Die ersten Horste sind schon wieder hergerichtet", sagte Hauff. Zwischen dem 20. Februar und Ende März beginnen die Adler mit der Brut. Sie gehören damit zu den heimischen Vögeln mit dem frühesten Brutbeginn. Vor einem Jahrhundert gab es Hauff zufolge in Deutschland noch 15 bis 20 Paare des Seeadlers, dem mit Fallen und Gewehren nachgestellt wurde. Dann habe es ein Innehalten gegeben, langsam sei auch die Naturschutzbewegung entstanden. Mitte des 20. Jahrhunderts hätten in Deutschland wieder rund 100 Seeadlerpaare gelebt.

      Mit dem gleichzeitigen Verbot des Pflanzenschutzmittels DDT in Ost und West vor mehr als 30 Jahren sei es dann spürbar aufwärts gegangen, sagte Hauff. Das Gift hatte die Bruterfolge verringert, weil es die Eier dünnschalig machte.

      MVregio Landesdienst mv/sn

      birdnet-cms.de/cms/front_conte…ang=1&idcat=46&idart=1015
    • Nordrhein-Westfalen: Vergiftete Greifvögel und kein Ende

      In Düren (Nordrhein-Westfalen) haben Komiteemitarbeiter am 25.01.2008 erneut einen Fleischköder
      und zwei frisch vergiftete Mäusebussarde gefunden. Der Fall ereignete sich im gleichen Revier
      wie die Serie von Greifvogelverfolgungen im Frühjahr 2007. Damals hatte das Komitee den Jagdpächter
      bei der Kontrolle der Köder und an einer Greifvogelfalle gefilmt - gegen den Mann läuft ein Strafverfahren
      bei der Staatsanwaltschaft in Aachen.

      Mehr zu dem aktuellen Fall finden Sie hier:
    • Original von Roseanne
      Nordrhein-Westfalen: Vergiftete Greifvögel und kein Ende

      In Düren (Nordrhein-Westfalen) haben Komiteemitarbeiter am 25.01.2008 erneut einen Fleischköder und zwei frisch vergiftete Mäusebussarde gefunden. Der Fall ereignete sich im gleichen Revier wie die Serie von Greifvogelverfolgungen im Frühjahr 2007. Damals hatte das Komitee den Jagdpächter bei der Kontrolle der Köder und an einer Greifvogelfalle gefilmt - gegen den Mann läuft ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft in Aachen.

      Mehr zu dem aktuellen Fall finden Sie hier:


      JAGDPÄCHTER...... wenn ich das höre, dann kommt mir gleich unser Wiesengrund und und und in den Sinn ...... und dann wird mir schon gleich wieder schlecht!!!

      Wenn schon einer Mord als Hobby hat .........
    • Original von Roseanne
      Nordrhein-Westfalen: Vergiftete Greifvögel und kein Ende

      In Düren (Nordrhein-Westfalen) haben Komiteemitarbeiter am 25.01.2008 erneut einen Fleischköder
      und zwei frisch vergiftete Mäusebussarde gefunden. Der Fall ereignete sich im gleichen Revier
      wie die Serie von Greifvogelverfolgungen im Frühjahr 2007. Damals hatte das Komitee den Jagdpächter
      bei der Kontrolle der Köder und an einer Greifvogelfalle gefilmt - gegen den Mann läuft ein Strafverfahren
      bei der Staatsanwaltschaft in Aachen.

      Mehr zu dem aktuellen Fall finden Sie hier:



      Mich würde nicht wundern, wenn hinter den Vergiftungen der Greifvögel derselbe Typ steckt,
      der jetzt diesen Uhu an- bzw. erschossen hat,
      denn Disternich/Düren und Schleiden liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt::evil:

      Schleiden- Staatsanwalt ermittelt
      Wer ermordete den Eifel-Uhu?


      Tatort Eifel. Ein gemeiner Mord erschüttert Schleiden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon. Das Opfer: Ein Uhu!
      Das Röntgenbild zeigt die Beinverletzung des Tieres. Es verendete kläglich.
      Foto: Goyert


      In einer Tierarztpraxis in Schleiden betrachtet der erfahrene Veterinär Dr. Martin Böttcher fassungslos das Röntgenbild des Vogels.
      Am Bein erkennt er einen Durchschuss von einem Projektil.



      Für Böttcher gibt es keinen Zweifel: „Der Uhu – er wurde erschossen, verendete kläglich.“

      Doch wer ermordet einen Uhu? Um diese Frage zu klären, hat sich bereits die Staatsanwaltschaft in Aachen eingeschaltet und Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet (Az. 603 Ujs 53/08.

      Denn: Uhus sind ganzjährig besonders geschützt, werden 30-40 Jahre alt. „Solche Taten sind mit Geldstrafe oder Haft bis zu drei Jahren bedroht“, so der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller am Montag auf EXPRESS-Anfrage.

      Tierarzt Böttcher jedenfalls will alles tun, um dazu beizutragen, dass der Uhu-Mörder gefasst wird. Er bewahrt das fast 50 Zentimeter tote Tier in seiner Kühltruhe auf, bis der Sachverhalt geklärt ist.

      Gerd Ahnert, Dezernatsleiter Wildtiermanagement beim Nationalpark Eifel in Gemünd, wo der tote Uhu gefunden wurde, ist entsetzt: „Wir wüssten gern, wer so etwas macht. Aber dafür brauchen wir Zeugen.“

      Der gemeine Uhu-Mord schlägt bereits Wellen: Karl Fischer, Falkner auf der Greifvogelstation in Hellenthal, am Montag zu EXPRESS: „Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, 80 Paare in der Eifel großzuziehen. Auf einen Uhu zu schießen – für uns unbegreiflich. Es sind so schöne Tiere!“

      Dann lässt er Mary fliegen, eine dreijährige Uhu-Dame. Sanft landet sie auf einem Baumstamm.
    • Uhu-Forschungsprojekt im Kreis Mettmann geht an den Start

      In Hahnenfurt fand am 12. Januar eine zweite landesweite Uhu-Tagung mit 20 Experten aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen statt. Wie Detlef Regulski, einer der Organisatoren, berichtet, wurden dabei unter anderem die Pläne für ein Uhu-Forschungsprojekt im Niederbergischen Land konkretisiert, das von 2008 bis 2010 durchgeführt werden soll und dessen Federführung er innehat.

      Für die zwölf Brutpaare in der Region wird demnach eine Lebensraum- und Nahrungsanalyse durchgeführt. Daran angepasste Schutzmaßnahmen erfolgen in Schritt zwei. Projektbetreiber sind die Unteren Landschaftsbehörden des Kreises Mettmann und der Stadt Wuppertal sowie die Kalkstein-Unternehmen der Region. Gemeinsam stellen sie laut Medienberichten 80.000 Euro zur Verfügung.

      Derzeit leben laut Regulski in Nordrhein-Westfalen rund 200 Uhupaare, in der gesamten Bundesrepublik etwa 1.000. „Ende der 60er Jahre waren wir deutschlandweit bei gerade mal 50 Paaren“, so der selbständige Biotop- und Landschaftspfleger.

      voegel-magazin.de/Beitraege/Beitraege_Detail.php?id=309
    • Seeadler vermutlich an Bleivergiftung verendet

      Blumenthal (dpa) Ein fast acht Jahre alter Seeadler ist bei Blumenthal (Ostprignitz-Ruppin) tot entdeckt worden. Vermutlich sei er an einer Bleivergiftung verendet, berichtete die "Märkische Allgemeine" (Samstag) und berief sich auf einen Ornithologen. Schon wenige Milligramm Blei, die Adler beispielsweise über Kadaver von mit Bleimunition erlegten Wildtieren aufnehmen, wirken allgemein tödlich. Die genaue Todesursache sollen jetzt Institute in Berlin und Wien in veterinärmedizinischen Untersuchungen herausfinden. Den Adler hatte eine Spaziergängerin am Feldrand sitzend gefunden. Sie und ihr Mann bewahrten ihn daraufhin erst einmal im heimischen Gefrierschrank auf.

      Der männliche Vogel war dem Bericht zufolge am 22. Mai 2000 in einem Horst bei Bossow im mecklenburgischen Kreis Güstrow beringt worden, kurz nachdem er geschlüpft war. Es wird angenommen, dass der inzwischen geschlechtsreife Raubvogel kurz vor seinem Tod auf Reviersuche war.

      Bei fast 80 Prozent aller tot aufgefundenen Seeadler ist nach der Erfahrung von Vogelkundlern eine Bleivergiftung schuld. Die Tiere erblinden zunächst und gehen dann häufig in sitzender Haltung an Wegen zugrunde. Heutige Untersuchungsmethoden erlaubten sogar, den Munitionshersteller festzustellen.

      Schon seit längerem appellieren Naturschützer an die Jäger, auf verbleite Munition zu verzichten und erlegtes wie auch angeschossenes Wild vollständig fortzuschaffen. Jegliche Überreste seien entweder tief zu vergraben oder wegzuräumen. Gerade im Winter bevorzugten Seeadler Aas.

      Samstag, 02. Februar 2008

      moz.de/index.php/Moz/Article/c…lin_Brandenburg/id/217794
    • Seeadler turteln am Chiemsee
      Namen für das bayerische Adlerpaar gesucht / Seeadler auch in der Senne


      Michael Lohmann und seine Mitstreiter trauten ihren Augen kaum, als sie das Seeadler-Paar am Chiemsee entdeckten. Zwar hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des bayerischen NABU-Partners LBV hier schon in den vergangenen Jahren Seeadler gesichtet, aber so verliebt waren sie nie gewesen. Damit haben die Naturschützer die große Hoffnung, dass die Seeadler in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt am Chiemsee brüten werden. Nach dem Paar am Altmühlsee 2006 wäre dies die zweite sicher bekannte Brut im Freistaat.


      Das Chiemsee-Paar an der Hirschauer Bucht

      Michael Lohmann und seine Mitstreiter trauten ihren Augen kaum, als sie das Seeadler-Paar am Chiemsee entdeckten. Zwar hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des bayerischen NABU-Partners LBV hier schon in den vergangenen Jahren Seeadler gesichtet, aber so verliebt waren sie nie gewesen. Damit haben die Naturschützer die große Hoffnung, dass die Seeadler in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt am Chiemsee brüten werden. Nach dem Paar am Altmühlsee 2006 wäre dies die zweite sicher bekannte Brut im Freistaat.

      Der LBV hält die Ansiedlung der imposanten Vögel mit einer Spannweite von bis zu 2,50 Metern nicht für bloßen Zufall. „Das ist ein Erfolg der beharrlichen Naturschutzarbeit der Aktiven vor Ort,“ so LBV-Artenschutzreferent Dr. Andreas von Lindeiner. „Die Vögel fühlen sich wohl, weil die Sperrzone Achendelta und die eingeschränkte Jagd auf Wasservögel absolute Ruhe schaffen. Das zahlt sich jetzt aus.“ Und weil die Wasservogeljagd mit Bleischrot seit 2007 verboten ist, fürchtet der LBV keine Vergiftungen. Noch im vergangenen Jahr war ein bei Freilassing gefundener Seeadler an den Folgen einer Bleivergiftung qualvoll verendet.


      Seeadler

      Nur eines fehlt dem jungen Paar am Chiemsee noch: Ein Name. Der LBV bittet daher um Vorschläge und verlost unter den Teilnehmern einen „Chiemsee-Naturführer“ aus der Feder von Michael Lohmann. Wer sich vom Anblick der Vögel inspirieren lassen will, kann sie vom Beobachtungsturm in der Hirschauer Bucht bei Grabenstätt gut beobachten. Die Sperrzone Achendelta bitte nicht betreten! Die Vögel werden nur bleiben, wenn sie nicht gestört werden.

      Vor hundert Jahren war der Seeadler in Deutschland mit 15 bis 20 Paaren kurz vor dem Aussterben. Strenger Schutz und eine gute Entwicklung der Fischbestände ließen die Bestände zu Mitte des Jahrhundert dann auf rund 100 Paare anwachsen, die jüngste Zählung ergab sogar 575 Brutpaare. Die vor allem in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vorkommenden Seeadler breiten sich derzeit nicht nur nach Süden, sondern auch nach Westen aus. So gab die Biologischen Station Paderborner Land jetzt bekannt, dass sich auf dem Truppenübungsplatz Senne (Nordrhein-Westfalen) ebenfalls ein Seeadlerpaar fest angesiedelt hat. Nach Angaben des Stationsleiters Herbert Wolf wurden das etwa dreijährige Weibchen und das ältere Männchen in den vergangenen 14 Monaten insgesamt 35 Mal gesichtet. Zur Nahrungssuche nutzt das Paar die Lippeaue zwischen Paderborn und Lippstadt. Jungadler auf Reviersuche wurden in den letzten Woche auch an der Bislicher Insel am Niederrhein beobachtet. Das bisher westlichste Brutpaar lebt am niederländischen Ijsselmeer.

      Quelle: nabu.de/m05/m05_03/07768.html
    • NRW: Kornweihe abgeschossen!

      Naturschützer sind schockiert: Ein unbekannter Täter hat bei Hückelhoven (Kreis Heinsberg) einen der seltensten Greifvögel Deutschlands, eine Kornweihe, abgeschossen. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurde der tote Vogel in der letzten Woche frischtot in der Feldflur zwischen Altmyhl und Gerderath von Mitarbeitern des Verbandes entdeckt.



      „Bei der Untersuchung des Kadavers fiel uns eine Wunde im rechten Flügel des Tieres auf, die wir als Schussverletzung deuteten“, so Komiteevorsitzender Heinz Schwarze. Eine Röntgenaufnahme in einer Bonner Tierarztpraxis bestätigte am Freitag den Verdacht. Der Vogel wurde erlegt – und zwar mit einer Schrotflinte. Im linken Flügel und im Oberschenkel sitzen zwei Schrotkörner. Offensichtlich hat der Vogel noch längere Zeit mit dieser Verletzung gelebt, bis er schließlich qualvoll verendete, so die Vermutung der Vogelschützer.

      Der aktuelle Abschuss im Kreis Heinsberg ist der traurige Höhepunkt einer ganzen Serie von Greifvogelverfolgungen in der Region. Allein in den letzten 12 Monaten sind im Bereich der Jülich-Zülpicher Börde mehr als ein Dutzend ähnliche Fälle registriert worden, darunter vergiftete Bussarde bei Dremmen, im Kreis Düren und bei Kall, Giftköder in Frilinghofen, ein abgeschossener Sperber bei Vettweiß, Habichtsfangkörbe rund um Disternich, ein erlegter Uhu bei Schleiden, Schüsse auf Turmfalken im Rhein-Sieg-Kreis und in Mönchengladbach.

      Mehr:

      Quelle: http://www.birdnet-cms.de/cms/front_content.php
    • Ich glaube es kaum, aber dieser Irre hat schon wieder zugeschlagen:


      Düren: Greifvogelmassaker aufgedeckt - 29 tote Greifvögel in 2 Stunden gefunden
      Am 01.04.2008 haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord und der Biologischen Station des Kreises Düren östlich von Vettweiß-Disternich (Kreis Düren/Nordrhein-Westfalen) binnen zwei Stunden gemeinsam mit der Polizei 29 tote Greifvögel eingesammelt, darunter 16 Mäusebussarde, ein Rotmilan, ein Sperber und ein Habicht.
      In den vergangenen 15 Monaten sind damit in dem nur vier Quadratkilometer großen Gebiet 58 tote Greife gefunden worden - der größte aufgedeckten Fall von Greifvogelverfolgung der letzten Jahre in ganz Europa!

      Mehr Infos zu der dramatischen Entwicklung hier:

      Eine Chronik mit detaillierter Auflistung aller Fälle hier:

      Quelle: komitee.de/
    • Pressemeldung vom 07.04.2008
      Disternich: Tote Wiesenweihe entdeckt

      Neuer Fall aus Euskirchen: Rotmilan vergiftet


      Düren/Euskirchen: Die Anzahl der im Bereich eines Disternicher Jagdrevieres tot aufgefundenen Vögel steigt weiter an – und sprengt alle bisher bekannten Dimensionen. Nachdem in der letzten Woche insgesamt 43 tote Greifvögel im Bereich der kleinen Ortschaft gefunden wurden, haben Naturschützer am Wochenende weitere Flächen rund um Disternich abgesucht und dabei 4 weitere Vogelkadaver entdeckt, darunter auch die Überreste einer der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Wiesenweihen. Die seltenen Tiere hatten sich im letzten Jahr ausgerechnet Kornfelder in der Nähe von Disternich zum Brüten ausgesucht.

      „Es handelte sich dabei um das einzige Vorkommen im gesamten Rheinland, das mit großem Aufwand von Verbänden und Behörden geschützt wurde“, berichtet Biologe Axel Hirschfeld vom Komitee gegen den Vogelmord. Bei dem im Bereich des Neffelbaches tot aufgefundenen Tier handelt es sich wahrscheinlich um eins von zwei Männchen, die im letzten Sommer unerwartet von der Bildfläche verschwanden. „Die Überreste des Tieres lagen unter unter einem Gebüsch und sind etwa ein Jahr alt“, erklärt Dr. Lutz Dalbeck von der Biologischen Station im Kreis Düren.
      Die Anzahl der in den letzten 15 Monaten tot oder vergiftet aufgefundenen Vögel hat sich damit auf 76 Tiere (darunter 6 der ebenfalls stark bedrohten Rotmilane, 9 Habichte, 3 Graureiher und 46 Bussarde) erhöht. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass ein Teil der Tiere mit dem hochgiftigen Insektizid „Carbofuran“ getötet worden war.

      Und weiter: Jetzt wurde auch in einem Rotmilan, der Ende März von Mitarbeitern des Naturschutzbundes NABU am Stadtrand von Euskirchen gefunden wurde, Carbofuran nachgewiesen. Auch in diesem Fall lag das Tier in der Nähe jagdlicher Einrichtungen und hatte noch Reste des Köders im Schnabel.
      Die Kriminalpolizei in Euskirchen ermittelt gegen Unbekannt. In dieser Woche werden Mitarbeiter der Biostationen Düren und Bonn gemeinsam mit Experten des Komitees in Euskirchen und Disternich nach weiteren Kadavern suchen.

      Hundebesitzer werden weiter dringend gebeten, ihre Schützlinge zwischen Weiler und Disternich sowie im Wald um das Euskirchener Krankenhaus nur angeleint spazieren zu führen.

      Quelle: komitee.de/index.php?Pressemeldung7
    • Thermikflugübungen bei den Milanen

      Neulich konnten wir ein für uns sehr schönes Schauspiel hoch oben am Himmel beobachten: mehrere Milane übten offenbar mit ihren Jungen Thermikfliegen. Zwei weitere Altvögel waren gerade im Begriff, ebenfalls aufzusteigen, wozu sie in weiten Kreisen über uns hinweg flogen:










      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd

    • Liebe Heidi, lieber Bernd,
      sehr schöne Studien über den Rotmilan. Die beiden oberen Bilder sind Jungvögel (komplettes Federkleid und abgenutzte Steuerfedern wegen im Nest sitzen), die beiden unteren Bilder, das ist ein Altvogel, der gerade die Handschwinge durchmausert, die Mauserlücken kann man sehr gut sehen.
      Danke für das Zeigen :D.

      Viele Grüße
      thur
      Ich liebe das Leben.
    • Lieber thur,

      recht herzlichen Dank für Deinen netten Eintrag, vor allem auch wieder für Deine interessanten Erklärungen :].

      Ich konnte mir nämlich keinen Reim drauf machen, weshalb der Milan auf den oberen beiden Bilder so eigenartig ausgefranste Steuerfedern hatte - auch die "Kerbe" in der Mitte fehlte da. Und die Gefiederfarbe passte auch nicht so richtig. Sollte das wirklich ein Milan sein? ... zweifelte ich schon ?(.
      Dass das aber ein Jungvogel gewesen sein könnte, darauf bin ich nun wirklich nicht gekommen. Er flog ja recht tief und wirkte daher so groß wie der Altvogel auf dem dritten und vierten Bild.
      Die jungen Milane ganz hoch oben in der Luft wirkten nämlich bedeutend kleiner als die anderen Milane dort bei ihnen.

      Der Rotmilan auf dem dritten und vierten Bild wirkte da insgesamt auf mich schon viel stimmiger. Und jetzt weiß ich auch, dass das Mauserlücken in der Handschwinge sind. Ich dachte, er hätte sich evtl. das Gefieder beschädigt. Nochmals vielen Dank für die Lehrstunde :].
      Liebe Grüße von Heidi
      bdrosien.eu

      Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind.
    • Original von Helga Sp
      your.orf.at/bheute/player.php?…008-06-27&offset=00:17:07 .. Im ORF 2 Kärnten Heute Sendung,war unter anderem auch dieser Beitrag...ich fand ihn sooo schön,und die Kleinen sooo reizend...und möchte es euch gerne zeigen,,(Beitrag bleibt nur 7 Tage im Internet) dann geht der Link nicht mehr..aber ich glaub bis dahin habt ihr geschaut..

      Liebe Helga,
      und ob ich geschaut habe .... und zwar sofort!!!
      Was war das für ein schöner Beitrag - zumal ich doch auch noch so ein Eulenfan bin .... =).
      Vielen, vielen Dank für diesen Link :].
      Liebe Grüße von Heidi
      bdrosien.eu

      Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind.
    • Liebe Helga,

      auch von mir ganz herzlichen Dank für das Einstellen dieses wunderschönen kleinen Filmchens.
      Mir ging das Herz auf beim Anblick der kleinen Sperlingskäuze und natürlich auch der anderen im Film vorgestellten Eulen.
    • Schreiadler

      Adler mit Sendern ausgestattet

      Die Deutsche Wildtierstiftung untersucht in einem Projekt die Flüge von Schreiadlern in ihre afrikanischen Winterquartiere.
      Dazu wurden 22 Jung- und Altvögel aus Mecklenburg-Vorpommern vor ihrem Abflug mit GPS-Sendern versehen.

      Die sechs erfahrenen Schreiadler hatten ihre rund 10.000 Kilometer entfernten Überwinterungsgebiete bereits erreicht.
      Von den 16 Jungadlern seien 4 Vögel tot oder vermisst.
    • Original von Roseanne, 28.1.2008
      Nordrhein-Westfalen: Vergiftete Greifvögel und kein Ende

      In Düren (Nordrhein-Westfalen) haben Komiteemitarbeiter am 25.01.2008 erneut einen Fleischköder
      und zwei frisch vergiftete Mäusebussarde gefunden. Der Fall ereignete sich im gleichen Revier
      wie die Serie von Greifvogelverfolgungen im Frühjahr 2007. Damals hatte das Komitee den Jagdpächter
      bei der Kontrolle der Köder und an einer Greifvogelfalle gefilmt - gegen den Mann läuft ein Strafverfahren
      bei der Staatsanwaltschaft in Aachen.

      Mehr zu dem aktuellen Fall finden Sie hier:


      Original von Roseanne, 2.4.2008
      Ich glaube es kaum, aber dieser Irre hat schon wieder zugeschlagen:


      Düren: Greifvogelmassaker aufgedeckt - 29 tote Greifvögel in 2 Stunden gefunden
      Am 01.04.2008 haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord und der Biologischen Station des Kreises Düren östlich von Vettweiß-Disternich (Kreis Düren/Nordrhein-Westfalen) binnen zwei Stunden gemeinsam mit der Polizei 29 tote Greifvögel eingesammelt, darunter 16 Mäusebussarde, ein Rotmilan, ein Sperber und ein Habicht.
      In den vergangenen 15 Monaten sind damit in dem nur vier Quadratkilometer großen Gebiet 58 tote Greife gefunden worden - der größte aufgedeckten Fall von Greifvogelverfolgung der letzten Jahre in ganz Europa!

      Mehr Infos zu der dramatischen Entwicklung hier:

      Eine Chronik mit detaillierter Auflistung aller Fälle hier:

      Quelle: komitee.de/


      Original von Roseanne, 8.4.2008
      Pressemeldung vom 07.04.2008
      Disternich: Tote Wiesenweihe entdeckt

      Neuer Fall aus Euskirchen: Rotmilan vergiftet


      Düren/Euskirchen: Die Anzahl der im Bereich eines Disternicher Jagdrevieres tot aufgefundenen Vögel steigt weiter an – und sprengt alle bisher bekannten Dimensionen. Nachdem in der letzten Woche insgesamt 43 tote Greifvögel im Bereich der kleinen Ortschaft gefunden wurden, haben Naturschützer am Wochenende weitere Flächen rund um Disternich abgesucht und dabei 4 weitere Vogelkadaver entdeckt, darunter auch die Überreste einer der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Wiesenweihen. Die seltenen Tiere hatten sich im letzten Jahr ausgerechnet Kornfelder in der Nähe von Disternich zum Brüten ausgesucht.

      „Es handelte sich dabei um das einzige Vorkommen im gesamten Rheinland, das mit großem Aufwand von Verbänden und Behörden geschützt wurde“, berichtet Biologe Axel Hirschfeld vom Komitee gegen den Vogelmord. Bei dem im Bereich des Neffelbaches tot aufgefundenen Tier handelt es sich wahrscheinlich um eins von zwei Männchen, die im letzten Sommer unerwartet von der Bildfläche verschwanden. „Die Überreste des Tieres lagen unter unter einem Gebüsch und sind etwa ein Jahr alt“, erklärt Dr. Lutz Dalbeck von der Biologischen Station im Kreis Düren.
      Die Anzahl der in den letzten 15 Monaten tot oder vergiftet aufgefundenen Vögel hat sich damit auf 76 Tiere (darunter 6 der ebenfalls stark bedrohten Rotmilane, 9 Habichte, 3 Graureiher und 46 Bussarde) erhöht. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass ein Teil der Tiere mit dem hochgiftigen Insektizid „Carbofuran“ getötet worden war.

      Und weiter: Jetzt wurde auch in einem Rotmilan, der Ende März von Mitarbeitern des Naturschutzbundes NABU am Stadtrand von Euskirchen gefunden wurde, Carbofuran nachgewiesen. Auch in diesem Fall lag das Tier in der Nähe jagdlicher Einrichtungen und hatte noch Reste des Köders im Schnabel.
      Die Kriminalpolizei in Euskirchen ermittelt gegen Unbekannt. In dieser Woche werden Mitarbeiter der Biostationen Düren und Bonn gemeinsam mit Experten des Komitees in Euskirchen und Disternich nach weiteren Kadavern suchen.

      Hundebesitzer werden weiter dringend gebeten, ihre Schützlinge zwischen Weiler und Disternich sowie im Wald um das Euskirchener Krankenhaus nur angeleint spazieren zu führen.

      Quelle: komitee.de/index.php?Pressemeldung7


      Ich habe am Montag im WDR-Fernsehen einen Bericht über den Prozess gegen den Jagdpächter gesehen. Wen es interessiert, der Prozess gegen den Jagdpächter wird fortgesetzt:

      am 17.12. um 11 Uhr, Raum A 2019 im Amtsgericht Aachen, Adalbertsteinweg


      Das Komitee gegen den Vogelmord hat fünf Zeugen aufgeboten. Ich werde zum Prozesstermin hinfahren, um mir mal anzuschauen, wie ein "Mensch" aussieht, der so etwas Schreckliches getan hat. 8o
    • Die Gerichtsverhandlung gegen den Jagdpächter/Vogelmörder wird am Montag, 22. Dezember, in Aachen fortgesetzt.
      Das Gericht will noch weitere Zeugen anhören.

      Ich versuche, am Termin anwesend zu sein, gestern hat es leider aus persönlichen Gründen nicht geklappt.
    • „Vogelmord-Prozess“
      4000 Euro Strafe


      Von Wolfgang Schumacher, 22.12.08, 19:05h, aktualisiert 22.12.08, 19:06h
      Ein Disternicher Jagdpächter muss 4000 Euro Strafe zahlen. Nach drei Verhandlungstagen fiel nun das Urteil im bundesweit beobachteten „Vogelmord-Prozess“. Die Vogelschützer hatten eine härtere Strafe erwartet, sind aber “froh“. Nun soll der Jagdschein des 65-Jährigen entzogen werden.


      Mit Carbofuran wurde dieser einst prächtige Rotmilan Anfang September vergiftet. (Bild: Biologische Station Düren)

      Aachen/ Zülpicher Börde - „Das Strafmaß ist geringer als erwartet, aber wir sind froh darüber, dass der angeklagte Jagdpächter überhaupt verurteilt wurde.“ Das sagte der Geschäftsführer des Bonner Komitees gegen den Vogelmord, Alexander Heyd, am Montag nach dem Urteilsspruch des Aachener Amtsrichters Matthias Quarch gegen einen Jagdpächter aus Disternich bei Zülpich.

      Wegen Tierquälerei, der Tötung von Wirbeltieren geschützter Arten und wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz wurde Heinrich-Wilhelm S. aus Nörvenich (Kreis Düren) zu 80 Tagessätzen zu je 50 Euro Geldstrafe, das sind 4000 Euro, verurteilt. Nach einer mehr als vierstündigen Verhandlung gab es am dritten Tag des bundesweit viel beachteten „Vogelmord-Prozesses“ ein Urteil. Staatsanwalt Bernhard Schubert (Aachen) hatte neun Monate Haft auf Bewährung gefordert, Verteidiger Marcus Schuck (Koblenz), beantragte Freispruch in allen drei Fällen.

      In seiner Jagdausübung umstritten

      Doch der im Dorf Disternich bei Vettweis unbeliebte und in seiner Jagdausübung umstrittene Pächter hat nach Auffassung des Aachener Richters zumindest in einem Fall einen Bussard nachweislich mit Ködern vergiftet, die mit Carbofuran, einem Pflanzenschutzmittel, getränkt waren. In dem Tier und den Ködern waren Reste des Giftes chemisch nachgewiesen worden. In zwei weiteren Fällen sprach Quarch den Angeklagten aus Mangel an Beweisen frei. Als S. am 5. Januar 2007 zu den Ködern mit dem EU-weit verbotenen Insektizid kam, wurde er von den Vogelschützern beobachtet. Sie stellten ihn, als er einen Bussard-Kadaver auflas und sodann zu einer Habichtfalle in einem nahen Waldstück ging. Die Vogelschützer alarmierten die Polizei.

      Sein ganzes Verhalten rund um die Falle, beschrieb Richter Quarch die Urteilsfindung, sei „höchst suspekt und nicht rational nachvollziehbar“ gewesen. Angesichts der Vogelschützer habe er ein Problem gehabt. Eine lebende Taube, die als Lockvogel in der Falle sitzt, “musste unbedingt verschwinden“. Denn der Köder-Vogel ist beringt, er hätte eindeutig die Identität seines Besitzers preisgegeben. S. habe die Falle schnell in seinen Wagen gepackt, um den Vogel verschwinden zu lassen. Richter Quarch betonte, bei dem vielfach beobachteten Greifvogel-Mord handele es sich leider um ein “bundesweites Problem“ und ein “Massendelikt“. Die Vogelschützer kündigten an, den Entzug des Jagdscheines von S. umgehend zu beantragen.

      Quelle: euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1229426988435.shtml
    • Hier Hintergrundinformationen zu diesem bundesweit Aufsehen erregenden Fall:


      Düren: 82 tote Greifvögel in Jagdrevier gefunden
      Komitee deckt Europas größtes Greifvogelmassaker auf - Staatsanwaltschaft klagt Jäger an



      Polizeibeamter mit vergiftetem Rotmilan

      Am 01.04.2008 haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord und der Biologischen Station des Kreises Düren östlich von Vettweiß-Disternich (Nordrhein-Westfalen) binnen 2 Stunden insgesamt 29 tote Greifvögel gefunden. Es handelte sich um 21 Mäusebussarde, 1 Rotmilan, 1 Sperber, 1 Habicht und Skelette von 5 weiteren Greifen. Beamte der umgehend informierten Polizei haben 19 tote Tiere sichergestellt. Die restlichen Vögel blieben vor Ort, weil sie so weit verwest waren, daß von ihnen keine Gefahr mehr ausging.

      Etwa die Hälfte der Vögel war frisch tot. Die Fundumstände deuten auf den Einsatz von Gift hin - in dem betroffenen Gebiet wurden in den vergangenen Monaten immer wieder tote Greifvögel gefunden, die nach Analysen des Staatlichen Veterinäruntersuchungsamtes Krefeld mit dem verbotenen Insektizid Carbofuran getötet worden waren. Dem am 01.04. gefundenen Rotmilan hing noch ein Fleischköder aus dem Schnabel, den er offenbar nicht mehr hinunterschlucken konnte - ein typisches Anzeichen fur die Verwendung eines schnell wirkenden Nervengiftes. Auch die Umstände der Fundhäufung auf der kleinen Fläche - die Tiere lagen auf kaum 5 Hektar - und die unmittelbare Nähe zu Hochsitzen und Wildfütterungen lassen natürliche Ursachen für den Tod der geschützten Vögel als unwahrscheinlich erscheinen.

      Hier weiter lesen: komitee.de/index.php?greifvogelmassaker
    • Jäger wegen Greifvogelverfolgung verurteilt 4.000 Euro Geldstrafe
      – Verlust des Jagdscheins droht


      Aachen. Ein Jäger aus dem Rheinland ist vom Amtsgericht Aachen am 22.12.2008 wegen Tierquälerei und Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro (entspricht 80 Tagessätzen á 50 Euro) verurteilt worden. Nach einem dreitägigen Prozessmarathon mit fast einem Dutzend Zeugen, zahlreichen Gutachten und einem Sachverständigem hatte Amtsrichter Matthias Quarch keine begründeten Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten, der zuvor von Mitarbeitern des Komitees gegen den Vogelmord im Kreis Düren mit einem Greifvogel-Fangkorb und einem vergifteten Bussard gefilmt wurde. Nach aufwendigen Ermittlungen der Dürener Polizei hatte die Staatsanwaltschaft Aachen Anklage wegen Tierquälerei und Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz erhoben.

      82 tote Greifvögel in zwei Jahren
      Das von den Medien als „Vogelmord-Prozess“ bezeichnete Verfahren hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil in dem Revier des Verurteilten bis Mitte des Jahres 2008 mehr als 82 streng geschützte Greifvögel, darunter seltene Rotmilane und Wiesenweihen, tot gefunden wurden (Einzelheiten zu diesen Fällen finden Sie hier). In einem Großteil der Tiere wurde von Chemikern das in Deutschland verbotene Insektizid „Carbofuran“ nachgewiesen. Das Urteil des Amtsgerichtes bezieht sich jedoch nur auf zwei zweifelsfrei nachweisbare Fälle aus dem Januar 2007. Bei einer ornithologischen Exkursion stießen zwei Ornithologen des Komitees auf eine mit einer lebenden Taube beköderten Fanganlage für Greifvögel und legten sich in einem nahen Feldgehölz auf die Lauer.

      Was sie später von dort aus beobachteten, schilderten sie auch dem Aachener Gericht, nämlich dass Jagdpächter S. zuerst eine Stelle mit vergifteten Ködern aufsuchte, danach einen toten Bussard beseitigte und anschließend die Fanganlage kontrollierte. Als die Vogelschützer den Jäger mit der Falle zur Rede stellten, erklärte dieser mehrfach (und vor laufender Kamera), dass er das Gerät zum Fang von Tauben benutze. Vor Gericht behauptete er allerdings, dass er die Falle an diesem Tag zum ersten Mal gesehen und dass er sie selber gerade zur Polizei bringen wollte, als die Vogelschützer „aus dem Gebüsch gestürmt kamen“.

      Richter Quarch hatte jedoch erhebliche Zweifel an dieser Schilderung des Jägers und wertete dessen Verhalten als „höchst suspekt und nicht rational nachvollziehbar“. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass der Jäger vor dem Eintreffen der Polizei mit der Falle im Kofferraum davonfuhr und die Locktaube freiließ. Mit der Taube flog auch deren Ring - und damit ein wichtiger Hinweis auf den Täter – davon. In seiner Urteilsbegründung betonte der Richter, dass es sich bei dem Problem der Greifvogelverfolgung um ein „Massendelikt“ und ein „bundesweites Problem“ handele.

      Kreis Düren prüft Entzug der Jagderlaubnis
      Gegen das Urteil des Amtsgerichtes kann noch bis Montag, 29.12.2008 Berufung eingelegt werden. Unabhängig davon hat das Komitee gegen den Vogelmord am Tag nach der Urteilsverkündung mit dem Ordnungsamt des Kreises Düren Kontakt aufgenommen und sich nach dem Stand des seit Monaten schwebenden Verfahrens um den Entzug des Jagdscheins von Wilhelm S. erkundigt. Die zuständige Amtleiterin bestätigte gegenüber Komitee-Geschäftsführer Alexander Heyd am Tag nach dem Urteil , dass der Vorgang „heute morgen“ auf ihrem Tisch gelandet und demnächst ein erstes Anhörungsverfahren geplant ist. Personen, die wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Geldstrafe von mehr als 60 Tagessätzen verurteilt wurden, sind in der Regel als unzuverlässig im Sinne des Waffengesetzes einzustufen (§ 5 Abs. 2 Nr. 1a WaffG), mit der Folge, dass ihnen in der Regel auch keine Jagderlaubnis mehr erteilt werden darf. Sollte dem Verurteilten der Jagdschein entzogen werden, müsste das von ihm bis 2012 gepachtete Revier bei Disternich demnächst neu verpachtet werden.

      Neuer Fall aus Münster
      Bei dem Verurteiltem handelt es sich übrigens nicht um den einzigen Jäger, der vom Komitee beim Hantieren mit illegalen Vogelfallen gefilmt und danach angezeigt wurde. Am 13.01.2009 muss sich vor dem Amtsgericht Münster ein weiterer Weidmann wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Er wurde von Komitee-Aktivisten im Mai 2008 ausführlich bei der Arbeit an einer illegalen Käfigfalle für Krähen und Greifvögel im Kreis Borken gefilmt (nähere Infos dazu hier). Auch bei diesem Fall wurden in der Nähe der Falle vergiftete Greifvögel gefunden.

      Quelle: komitee.de/index.php?urteil_disternich_2008
    • Großeinsatz gegen Wilderei und Tierquälerei in NRW
      Polizei durchsucht Jagdreviere - 28 illegale Fallen entdeckt


      Pressemeldung 20.01.2009
      Düsseldorf. Bei einer Kontrolle von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen hat ein Großaufgebot von Polizei und Vogelschützern in den letzten fünf Tagen zahlreiche Umweltstraftaten und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgedeckt. Aktivisten des Bonner Komitees gegen den Vogelmord hatten nach Hinweisen in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen, Kleve, Wesel, Borken, Neuss und Düren zahlreiche illegale Tierfallen sowie vergiftete, gefangene und geschossene Vögel geschützter Arten entdeckt. Insgesamt wurden 6 Strafverfahren eingeleitet und 28 illegale Fallen für den Fang von Vögeln und Säugetieren beschlagnahmt oder bei den zuständigen Jagdbehörden zur Anzeige gebracht. Weiterhin wurden bei der Aktion 8 tote und ein frisch gefangener Greifvogel sowie zwei mit Schrot geschossene Reiher entdeckt.

      „Die Verstöße haben eine unglaubliche Dimension. Offenbar pfeifen viele Jäger im Rheinland auf das Gesetz und töten gewohnheitsmäßig geschützte Arten“, fasst Komiteepräsident Heinz Schwarze die Funde zusammen. Laut Komitee waren seit Donnerstag 20 Vogelschützer und mehr als 12 Polizeibeamte in 7 verschiedenen Landkreisen im Einsatz.

      Am Sonntag wurden in einem Gehege für Jagdfasane in der Nähe des Gutes Barbarastein (Rhein-Kreis Neuss) 4 illegal aufgestellte Tellereisen und zwei große Fallen zum Fang von Greifvögeln und Krähen entdeckt. Direkt neben den Fallen stellte die Polizei die Kadaver von 2 Habichten und 2 Mäusebussarden sicher, die dort teilweise verscharrt worden waren. Ein lebender Mäusebussard, der sich in einem der Tellereisen gefangen hatte, wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht. Während Polizeibeamte den Sachverhalt vor Ort aufnahmen, erschien der Jagdpächter am Tatort und bestätigte, dass es sich um seine Fanggeräte handele. Gegen den Mann wurde seitens der Polizei ein Strafverfahren wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz und wegen Tierquälerei eingeleitet. Das Komitee gegen den Vogelmord hat wegen der Vorfälle am Gut Barbarastein zusätzlich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erstattet.

      Ebenfalls am Sonntag meldete eine Zeugin dem Komitee drei frisch tote Mäusebussarde, die in der Nähe von Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) neben einer offensichtlich vergifteten Ködertaube gefunden wurden. Die Kadaver wurden dem Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld zur weiteren Analyse übergeben. Beim Tatort handelt es sich um ein Feldgehölz, in dem bereits vor zwei Jahren vergiftete Greifvögel gefunden wurden. Bei Heinsberg wurden an einem Luderplatz für Füchse und Wildschweine die Reste von zwei mit Schrot geschossenen Graureihern gefunden. In beiden Fällen haben die Vogelschützer Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Aachen erstattet.

      Bereits am Mittwoch entdeckten die Vogelschützer zwei riesige Vogel- und drei illegal errichtete Säugetierfallen in einem Jagdrevier bei Alpen (Kreis Wesel). Zuvor wurde in diesem Jagdrevier bereits eine Vogelfalle mit einer lebenden Brieftaube als Köder entdeckt. Beamte der Polizei Xanten dokumentierten die Verstöße und veranlassten anschließend den Abtransport der Fallen durch den Bauhof des Kreises Wesel. Die Staatsanwaltschaft Kleve leitete ein Strafverfahren ein.

      Bei Issum (Kreis Wesel) befreiten die Tierschützer eine Hauskatze, die in einer illegal aufgestellten Durchlauffalle gefangen war. Weitere illegale Fallen dieses Typs wurden bei Großbüllesheim (Kreis Euskirchen), Linnich (Kreis Düren) und nördlich von Heinsberg gefunden.

      Das Aufstellen von Tellereisen und Vogelfallen ist in NRW streng verboten und stellt einen Verstoß gegen das Jagdgesetz dar. Das Fangen und Töten von Greifvögeln kann laut §66 Bundesnaturschutzgesetz mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden.

      V.i.S.d.P.: Axel Hirschfeld, Komitee gegen den Vogelmord, Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Tel. 0228/665521 oder 0179/4803805

      Quelle: komitee.de/index.php?grosseinsatz_2009
    • Greifvogel-Verfolgungen nicht weit von Köln
      und kein Ende abzusehen!
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      Greifvogelverfolgung und kein Ende -
      erneut 6 tote Bussarde im Kreis Heinsberg


      Die Verfolgung geschützter Vögel im Kreis Heinsberg/NRW nimmt kein Ende. In den letzten Tagen haben Spaziergänger und Ornithologen im Kreisgebiet wieder drei schlimme Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung aufgedeckt.
      Insgesamt wurden binnen weniger Tage drei geschossene und drei vergiftete Mäusebussarde gemeldet und angezeigt. Der Kreis Heinsberg gehört zu den Brennpunkten illegaler Jagdauswüchse in Deutschland.

      Die gemeinsame Pressemeldung von NABU Heinsberg und Komitee gegen den Vogelmord finden Sie hier »»
    • Greifvogelverfolgung

      Programmhinweis: Komitee beim ZDF

      Am kommenden Donnerstag, den 05. März 2009, wird das ZDF um 21:00 Uhr in der Sendung "Die Reporter" einen Beitrag über Greifvogelverfolgung in Nordrhein-Westfalen ausstrahlen. Ein Kamerateam aus Mainz hatte Komiteemitarbeiter im Januar mehrere Tage lang begleitet.

      Beste Grüße

      -- Alexander Heyd (Geschäftsführer)

      Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Aktionsgemeinschaft für Tier- und Artenschutz
      Bundesgeschäftsstelle
      Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Germany

      Tel.: +49 228 66 55 21
      Fax : +49 228 66 52 80
      Email: komitee@komitee.de

      Internet: komitee.de
      artenschutzbrief.de

      5. März 2009, 21.00-21.45 Uhr, ZDF
      ZDF.reporter

      Illegale Jagd auf Greifvögel
      Trotz Verbots werden die geschützten Vögel getötet
      von Kristina Kolbe
      Seit 1970 verbietet das Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland die Jagd auf Greifvögel.
      Trotzdem werden immer wieder Raubvögel gefangen und getötet - und das nicht nur von Wilderern.
      ZDF.reporter zeigt Hintergründe und Ursachen der illegalen Jagd auf die Tiere
    • Greifvogelverfolgung

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      liebe Freunde und Förderer,

      Am gestrigen Donnerstag hat das Amtsgericht Münster einen Jäger aus Borken (NRW) nach fünf Verhandlungstagen zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen á 50 Euro (3.000 Euro) verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der Mann zwischen Januar und April 2008 eine illegale Greifvogelfalle betrieben und damit zumindest einen Mäusebussard gefangen zu haben. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord hatten die Falle im Frühjahr 2008 in einer beispiellosen, sehr aufwendigen Aktion tagelang observiert und den Täter auf frischer Tat ertappt und gefilmt. Im Umfeld wurden weitere illegale Fallen sowie zwei vergiftete Mäusebussarde gefunden – diese Taten konnten dem Jäger leider nicht nachgewiesen werden.
      Auf unserer Homepage haben wir weitere Informationen und Fotos zu dem Fall zusammengestellt: komitee.de/index.php?urteil_reken_2009

      Mit freundlichen Grüßen

      Alexander Heyd
      -- Komitee gegen den Vogelmord e.V.
      Aktionsgemeinschaft für Tier- und Artenschutz
      Bundesgeschäftsstelle
      Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Germany

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      Fax : +49 228 66 52 80
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      Internet: komitee.de
      artenschutzbrief.de
    • Rheinland-Pfalz
      Illegaler Handel mit Greifvögeln aufgedeckt


      Frankfurt/Main. Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main hat einen groß angelegten illegalen Handel mit Greifvögeln aufgedeckt. Ein Falkner aus Rheinland-Pfalz soll mehr als 150 Greifvögel aus der freien Wildbahn mit Hilfe gefälschter Bescheinigungen verkauft haben. "Das ist einer der größten Fälle von illegalem Handel mit geschützten Tieren, die wir in den vergangenen Jahren in Deutschland hatten", sagte ein Zollsprecher in Frankfurt am Main. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht dem Züchter eine Gefängnisstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren.

      Hier weiterlesen
    • Fall von illegaler Greifvogelverfolgung in der Region Hannover aufgedeckt!

      Hannover, 10.06.2009
      Pressemeldung des NABU Hannover

      Totfund: dieser Rotmilan starb an einer Carbofuran-Vergiftung, wie die Untersuchung des Kadavers an der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergab. Carbofuran ist auch für Haustiere und sogar für den Menschen gefährlich und in Deutschland verboten.

      Am 29.04.09 wurde in einem Waldstück bei Burgwedel-Thönse ein toter Rotmilan Milvus milvus gefunden, der nachweislich mit Carbofuran, einem gefährlichen und in Deutschland verbotenen Insektizid, vergiftet worden war. Konrad Thye, ortsansässiger Ornithologe und stellvertretender Vorsitzender des NABU Hannover, hatte den in der Roten Liste Niedersachsen als "stark bedroht" eingestuften Greifvogel gefunden und in der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersuchen lassen, von wo ihm jetzt das traurige Ergebnis mitgeteilt wurde. Der Vogelschützer hatte Verdacht geschöpft, weil der Rotmilan in ungewöhnlicher Körperhaltung in der Nähe seines Horstes gelegen hatte.

      Leider handelt es sich nicht um einen Einzelfall, denn auch in Deutschland werden immer noch Tierarten von uneinsichtigen Zeitgenossen illegal getötet, weil sie ihnen ein Dorn im Auge sind. So sind in Nordrheinwestfalen von 2005 bis 2008 weit über 100 Fälle illegaler Greifvogelverfolgung bekannt geworden, in deren Verlauf inzwischen einige Jäger, Geflügelzüchter und Vogelfänger überführt und rechtskräftig verurteilt werden konnten. In Niedersachsen hatten drei Fälle vergifteter Seeadler im Jahr 2007 dazu geführt, dass verschiedene Naturschutzverbände gemeinsam mit der Landesjägerschaft die Hannoversche Erklärung gegen illegale Greifvogelverfolgung unterzeichneten. Auch im Burgwedeler Fall hat der NABU daher Strafanzeige erstattet, denn in Deutschland stehen alle Greifvögel unter strengem Schutz.

      Im Falle des toten Rotmilans ist der Verlust um so bedauerlicher, so Thye, weil Deutschland für diese Art international eine hohe Verantwortung trägt, denn ca. 60 Prozent des Weltbestandes brütet auf deutschem Boden! Carbofuran ist im Übrigen auch für Haustiere und sogar für Menschen sehr gefährlich. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder ermahnen, grundsätzlich keine Kadaver anzufassen. Hunde- und Katzenbesitzer sollten darauf achten, dass ihre Tiere keine Köder oder Aas fressen. Der NABU bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Aufklärung derartiger Verbrechen, in Verdachtsfällen sollte sofort die Polizei verständigt werden.

      nabu-hannover.de/aktuell.html#top
    • Original von antje
      Fall von illegaler Greifvogelverfolgung in der Region Hannover aufgedeckt!
      Der Vogelschützer hatte Verdacht geschöpft, weil der Rotmilan in ungewöhnlicher Körperhaltung in der Nähe seines Horstes gelegen hatte.
      nabu-hannover.de/aktuell.html#top


      Da der Rotmilan in der Nähe seines Horstes gefunden wurde, ist davon auszugehen,
      dass seine Brut obendrein kläglich eingegangen ist bei nur einem Versorger der vermuteten Brut.
      Hoffentlich wird der Täter gefasst und zu einer saftigen Strafe verurteilt!!! :evil: :evil:
    • Original von Roseanne
      Original von antje
      Fall von illegaler Greifvogelverfolgung in der Region Hannover aufgedeckt!
      Der Vogelschützer hatte Verdacht geschöpft, weil der Rotmilan in ungewöhnlicher Körperhaltung in der Nähe seines Horstes gelegen hatte.
      nabu-hannover.de/aktuell.html#top


      Da der Rotmilan in der Nähe seines Horstes gefunden wurde, ist davon auszugehen,
      dass seine Brut obendrein kläglich eingegangen ist bei nur einem Versorger der vermuteten Brut.
      Hoffentlich wird der Täter gefasst und zu einer saftigen Strafe verurteilt!!! :evil: :evil:


      Na besteht denn da keine Möglichkeit, der Sache auf den Grund zu gehen, ob die Jungen noch im Nest sind. Wobei ich sagen möchte, dass die Jungen schon ausgeflogen sein müssten.

      Jens
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!