Fischadler

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    • RE: FISCHADLER - WIE DER FISCHADLER DEN FISCH FÄNGT

      FISCHADLER - WIE DER FISCHADLER DEN FISCH FÄNGT

      Damit ein Fischadler einen Fisch im Wasser erbeuten kann muß er ihn erblicken können.Das gelingt in aller Regel dadurch,daß das Wasser klar und nicht durch Schwebestoffe getrübt oder weiterhin verunreinigt ist wie es z.B. bei Überschwemmungungen und Überflutungen oder Hochwasser der Fall ist.Nur dann kann er auch einen Fisch zum Fang mit den Augen fixieren.

      Auch sollte kein zu starker Wellengang herrsche,der dem Adler den Fang vereiteln kann.Zum Fang geeignet sind der Wasserberflächen nahe schwimmende Fische und ruhige Gewässer.

      Die Fixierung des Fisches erfolgt dabei im raschen Anflug an das Gewässer wobei der Fisch schon aus der Ferne durch das Adlerauge geortet ist.

      Doch dort,wo der Adler den Fisch im Wasser erblickt befindet er sich nicht!Wie er ihn dennoch erbeutet folgt demnächst.

      CICONIA-Horst
      Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und wir haben die Pflicht - und SCHULDIGKEIT - diese Erde mit ihnen zu teilen!

      CICONIA-Horst
    • FISCHADLER - WIE DER FISCHADLER DEN FISCH FÄNGT

      Der Fischadler erblickt bei seinem Jagdanflug den Fisch aus dem optisch dünnerem Medium Luft in dem optisch dichteren Medium Wasser.In dem optisch dichteren Medium Wasser wird die Lichtgeschwindigkeit abgebremst;sie ist geringer als in Luft.
      Das bedingt einen Brechungsindex des Lichtes von Luft zu Wasser von n=1,33;das heißt,der Lichtstrahl wird ,bezogen auf die Wasseroberfläche,zum Lot hin gebrochen und damit in Richtung auf den anfliegenden Fischadler.

      Der Fisch befindet sich also näher am Fischadler als er ihn im Wasser erblickt.Daß er ihn dennoch mit den ausgestreckten Fängen ergreifen kann wird durch den Umstand ausgeglichen,daß sich die Fänge unterhalb der optischen Achse Adlerauge - Fisch befinden.

      Dennoch ist nicht jeder Fischfangversuch erfolgreich.Je tiefer der Fisch im Wasser steht um so geringer sind die Erfolgschancen da durch den Brechungsindex die Differenz zwischen erblicktem Fisch und dessen tatsächlichem Standort immer größer wird.Lernen durch Erfahrung führt aber auch hier im Laufe der Zeit zum Erfolg.

      Andererseits gibt es aber auch einige durch Videos und Fotos dokumentierte Fangerfolge,wo der Fischadler in einem Zug zwei Fische ergreift,in einem Fall sogar drei!!Das aber ist die Ausnahme und nicht die Regel.

      Zahlreiche Naturvölker erbeuteten ihren Fisch nicht nur mit der Angel sondern auch mit dem Speer oder Pfeil und Bogen.Sie kannten also das Phänomen des Brechungsindex und wußten wie sie mit Speer und Pfeil auf den Fisch anhalten mußten.

      CICONIA-Horst
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      CICONIA-Horst

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    • FISCHADLER - WIE DER FISCHADLER DEN FISCH FÄNGT

      Adler,so auch der Fischadler,haben im Unterschied zu den meisten anderen Vogelarten eine sehr kräftig ausgebildete Unterschenkelmuskulatur,die sich bis in den Metatarsalknochen fortsetzt.Dies ist für die Ergreifung und den Abtransport ihrer oft recht schweren Beutetiere unbedingt erforderlich.Man denke an die Steinadler die Gemsen schlagen und abtransportieren und in Kasachstan,der Mongolei und anderen Ortes sogar zur Fuchs- und Wolfsjagd! erfolgreich eingesetzt werden.Fuchs und Wolf haben da kaum eine Chance zum überleben.

      Auch der Fischadler erbeutet oft sehr schwere Fische und übernimmt sich mit ihnen,gerät damit in Startschwierigkeiten auf dem Wasser oder verliert die Beute.Der Transport der Beutefische in der Luft erfolgt dabei mit dem Fischkopf voran in Flugrichtung,da dies zu weniger Luftverwirbelung und damit Luftwiderstand führt.Schon im Wasser versucht er den Fisch mit dem Kopf in Flugrichtung auszurichten.Gelingt das dort nicht erfolgt die Ausrichtung noch im Fluge.
      Die Jagd auf die Fischbeute erfolgt entweder von einer erhöhten Ansitzwarte wie Baumast oder wie in unserer zivilisierten Welt auch von Strom- oder Telefonmasten aus,die sich in Ufer- oder Flußnähe befinden von wo aus die Beute fixiert wird.
      Die zweite Jagdmethode besteht darin,daß er über dem Gewässer kreist.Hat er eine Fischbeute dabei entdeckt geht er in den Rüttelflug über um die Beute mit den Augen zu fixieren.

      In beiden Fällen legt er dann die Flügel an und stürzt sich pfeilschnell in das Wasser auf die Fischbeute wobei er bis zu 1 m eintaucht.Die Fänge sind dabei parallel nach vorn mit geöffneten Krallen ausgerichtet.Um die Fehlanzeige durch den Brechungsindex auszugleichen werden die Fäge im Wasser blitzartig nach hinten durchgezogen wodurch der Fisch in den Krallen landet.Nicht alle Fangversuche sind erfolgreich;man geht von etwa 65 - 70% Fangerfolgen von allen Fangversuchen aus.

      Andererseits sind auch zahlreiche Fälle bekannt,belegt durch Videos,wo der Fischadler in Fischschwärme oder Fischanhäufungen einstößt und dort mit einem Griff zwei,ja sogar drei Fische erbeutet.

      Die Nahrungsbeschaffung für eine Fischadlerbrut erfolgt in den ersten Wochen fast ausschließlich durch den männlichen Vogel,der auch das Weibchen mit Nahrung versorgt,ähnlich wie bei unseren Greifvögeln Falke,Habicht und Sperber.

      CICONIA-Horst
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      CICONIA-Horst
    • Müritz-Nationalpark von Thomas Beigang
      Fischadler: Drama im Gelege vor laufender Kamera

      Bei den Mitarbeitern vom Nationalpark-Service in Federow herrscht alles andere als gelöste Stimmung. Denn im Adler-TV gibt es weniger zu sehen als in den meisten vergangenen Jahren.
      Zu viele Störungen und zu niedrige Temperaturen. Im Adlerhorst bei Federow wächst nur ein Junges auf.

      Gute Laune klingt anders. Saskia Gräfe, Mitarbeiterin beim Nationalpark-Service in Federow, ist traurig. Denn nur aus einem der drei Eier im Gelege des als „TV-Fischadler“ bekannten Pärchens zwischen Federow und Speck ist ein junger Greifvogel geschlüpft. „Die anderen haben es nicht geschafft“, sagt Saskia Gräfe.


      Als besonderer Höhepunkt für Besucher des Müritz-Nationalparks wurde hier Ende der 1990-er Jahre eine Live-Übertragung aus einem benachbarten Fischadlerhorst installiert. Per Kamera mit Zoom- und Schwenkfunktion können Gäste in der Nationalpark-Information die gesamte Brutsaison der Fischadler miterleben.


      In diesem Jahr aber nur eingeschränkt: Statt die Fütterung von drei kleinen Fischadlern steht nur einer im Mittelpunkt des Interesses der Besucher – und der Fischadler-Eltern. Warum genau aus zwei der Eier kein Junges geschlüpft ist, darüber kann auch Saskia Gräfe nur Mutmaßungen anstellen. „Wahrscheinlich war es zu kalt“, so die Fachfrau vom Nationalpark-Service. Denn mehrmals seien in den vergangenen Tagen einige besonders hartnäckige Fotografen beobachtet worden, die sich auf der Jagd nach einem Schnappschuss am Fuße des Strommastes aufhielten, wo sich der Adlerhorst befindet. Selbst Spaziergänger mit Hunden verweilten hier längere Zeit. „Dabei hat das Adler-Weibchen immer längere Zeit das Gelege verlassen und die zwei Eier nicht bebrütet. Und bei den verhältnismäßig niedrigen Temperaturen haben diese Unterbrechungen wohl gereicht“.

      Den einen sin Uhl, den anderen sin Nachtigall. Wie Saskia Gräfe weiß, genieße jetzt wohl das einzig verbliebene Junge die ganze Fürsorge seiner Eltern und werde dick und rund gefüttert. Die Expertin vom Nationalpark vermutet, dass der „Lütte“ wahrscheinlich Mitte Juli flügge sein kann. „Aber bestimmt mit Schwierigkeiten zu Beginn, weil er so gut genährt sein wird.“

      Solche Dramen im Adlerhorst kämen alle paar Jahre vor. So sei schon 2003 und zuletzt 2010 beobachtet worden, dass nur ein Junges im Nest geschlüpft ist.

      aus:nordkurier.de/cmlink/nordkurie…laufender-kamera-1.575100

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    • Fischadler-Paar brütet in Klepelshagen
      Klepelshagen.Die hell klingenden „Jip-jip-jip“-Rufe am Brutplatz im Wildtierland Gut Klepelshagen verraten: Hier auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung brütet ein Fischadler-Paar! Die Freude bei den Mitarbeitern der Deutschen Wildtier Stiftung ist besonders groß, denn auf dieses Ereignis mussten sie neun Jahre lang warten.So lange ist es her, dass mithilfe des Energieunternehmens Eon eine künstliche Nisthilfe auf einem ausgedienten Strommasten gebaut wurde.
      Während das Weibchen hauptsächlich auf den Eiern sitzt, wird es vom Männchen versorgt und nur kurz beim Brüten abgelöst. Erst 60 Tage nach dem Schlüpfen sind die Küken dann flugfähig – doch jetzt müssen sie erst einmal aus dem Ei schlüpfen.
      nordkurier.de/cmlink/nordkurie…-in-klepelshagen-1.575704