Deutscher Tierschutzbund e.V.

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    • Deutscher Tierschutzbund e.V.

      Tierzuchtfonds : Engagement für artgemäße Tierzucht – helfen Sie mit!

      Die landwirtschaftliche Tierzucht steckt in der Sackgasse. Aufgrund von Preisdruck und Konkurrenzkampf wird seit Jahren auf hohe Leistung und Wachstum bestimmter Körperteile gezüchtet. Zuchtziele wie z.B. ausgeprägter Brustmuskel bei Mastgeflügel haben dazu geführt, dass die meisten landwirtschaftlichen Nutztiere zuchtbedingt unter Schmerzen und Schäden leiden. Folge dieser einseitigen Zucht ist aber auch, dass jährlich in Deutschland 45 Millionen männliche Küken getötet werden, weil sie keine Eier legen können und für die Mast zu wenig an Gewicht zulegen.

      Im Gegensatz dazu setzt sich der Tierzuchtfonds für eine am Tierwohl ausgerichtete Tierzucht ein. Mit Hilfe von Forschungs- und Bildungsprojekten entwickelt er praktische Ansätze für eine tiergerechte Landwirtschaft. Sein Ziel ist es, das Fachwissen über artgemäße Zucht in der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft zu verbreiten und Zuchtverbände bzw. –organisationen zu informieren. Mit dem Geschwisterkükenprojekt beispielsweise wird nach Zuchtlinien geforscht, bei denen sowohl die weiblichen Hühner ausreichend Eier legen als auch die männlichen Hühner für die Mast genutzt werden können. Langfristiges Ziel ist ein so genanntes Zweinutzungshuhn. Star-Köchin Sarah Wiener unterstützt das Projekt und fordert "Her mit der Männerquote!", um den sinnlosen Tod der Millionen männlicher Küken zu beenden.

      Auch Sie können uns und den Tierzuchtfonds unterstützen und so den Tieren in der Landwirtschaft zu einem besseren Leben verhelfen. Mit Ihrer Spende bekommt die artgemäße Tierzucht eine Zukunft.

      Weitere Informationen zum Tierzuchtfond und Spendenmöglichkeiten finden Sie hier: tierschutzbund.de/00778.html

      Besuchen Sie die Website des Deutschen Tierschutzbundes e.V.: tierschutzbund.de
      Liebe Grüße von Bärbel und Hans

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    • Weißt Du Bärbel,
      in der Vergangenheit hat mich das auch sehr entsetzt, daß die männlichen Küken getötet werden.

      Aber jetzt weiß ich ja, daß sie wiederum Teil einer Futterkette sind und somit kann ich damit viel besser leben.
      WILLST DU WISSEN WAS SCHÖNHEIT IST, SO GEHE IN DIE NATUR!
      (Albrecht Dürer)
    • Erfolgreiche Auswilderung von Seevögeln

      Anfang Februar wurden an den Nordsee-Inseln Amrum, Föhr, vor der Insel Sylt und an anderen Küstenabschnitten verölte Seevögel gesichtet. Nach der tierärztlichen Notversorgung, anschließenden Reinigung und weiterer Rehabilitationsmaßnahmen in der Seevogelrettungsstation "Weidefeld" des Deutschen Tierschutzbundes konnten an der Westküste Schleswig-Holsteins 36 Tiere ausgewildert werden. Im Vergleich zu den bisher gesammelten Erfahrungen im Umgang mit dieser hoch sensiblen Entenart, war dies eine sehr erfolgreiche Aktion. Dank der Unterstützung von Sea Alarm waren auch international erfahrene Experten vor Ort, um bei der Rehabilitation der Trauerenten zu helfen. Ohne den unermüdlichen Einsatz aller Mitwirkenden wären die Vögel elendig zugrunde gegangen.

      Allen Tierfreunden, die uns – durch tatkräftigen Einsatz vor Ort oder durch Spenden - geholfen haben, ein ganz großes Dankeschön. Ihre Unterstützung rettet Tierleben!

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    • Sinnvolles Weihnachtsgeschenk:

      Schenken und Helfen

      Geschenkmitgliedschaft

      Sie möchten Menschen, die Ihnen nahe stehen etwas Besonderes schenken? Tierschutz ist Ihnen wichtig und Not leidenden Tieren zu helfen ein großes Anliegen? Dann haben wir für Sie einen besonderen Tipp: Wie wäre es mit einer Geschenkmitgliedschaft beim Deutschen Tierschutzbund? Auf diese Weise unterstützen Sie den Tierschutz ganz direkt und überraschen gleichzeitig Ihre Lieben mit einem besonderen Geschenk.

      Geschenkpatenschaft
      In unseren Projekten leben viele Tiere, die eine schwere Vergangenheit hinter sich haben. Damit ihnen dauerhaft geholfen werden kann, benötigen sie liebevolle Pflege, tierärztliche Betreuung und große Gehege. Das alles kostet viel Geld. Tierfreunde können die Patenschaft für eines dieser Tier übernehmen oder diese auch verschenken.

      Mit einer Geschenkpatenschaft schenken Sie gleich doppelte Freude: Sie leisten einen großen Beitrag für den Tierschutz und überraschen eine liebe Freundin oder einen lieben Freund mit einer außergewöhnlichen Idee.

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    • Quälerei im Hühnerstall


      In Deutschland wird fast allen Legehennen der Schnabel abgeschnitten, obwohl es laut Gesetz nur in Ausnahmefällen erlaubt ist. In Österreich ist das längst abgeschafft.
      VON SIMON HUFEISEN




      Rund 90 Prozent aller Hennen in Deutschland wird der Schnabel mit einer heißen Klinge abgeschnitten, kritisieren der Deutsche Tierschutzbund und die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Weil Legehennen sich gegenseitig mit dem Schnabel pickten und teilweise sogar töteten, sei dies gängige Praxis in Deutschland.

      Den etwa 30 Millionen Tieren werde der empfindliche Schnabel bereits während der Aufzucht abgetrennt. "Für die Tiere ist das schmerzhaft", sagt Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, "für die Tierhalter ist es die einfachste Lösung, die Hennen an die Massentierhaltung anzupassen." Nun fordert die Tierschutzorganisation Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) dazu auf, das Schnabelkürzen in Deutschland zu beenden.

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      "Nach Tierschutzgesetz", entgegnet eine Sprecherin des Ministeriums für Landwirtschaft, "ist das Schnabelkürzen verboten." Laut Gesetzestext gelte es als Amputation. "Die Behörden der einzelnen Bundesländer können aber Ausnahmegenehmigungen erteilen", so die Sprecherin des Ministeriums. Und die werden erteilt, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Nach Informationen des Tierschutzbundes ist es aber die Regel, dass die Ausnahmegenehmigung erteilt wird. Denn nach der Umstellung von Käfig- auf Bodenhaltung im Januar 2010 stellt das Federpicken ein noch größeres Problem für die Geflügelwirtschaft dar als vorher.

      "Mit dem Schnabelkürzen", kritisiert Frigga Wirths vom Deutschen Tierschutzbund, "bekämpft man nur das Symptom, nicht die Ursache." In Massentierhaltung steigern die Legehennen ihr in Maßen vorhandenes Verhalten, sich gegenseitig zu picken, extrem. Sie reißen sich die Federn aus oder fressen sich gegenseitig. Sterben die Tiere, wird es für die Bauern teuer. Legehennen sind davon besonders betroffen, weil sie, anders als Masthähnchen, die schon nach sechs Wochen geschlachtet werden, länger leben.

      Durch die Massentierhaltung sei ein Großteil der Hennen verhaltensgestört, sagt Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. "Die Tiere picken sich gegenseitig, weil sie extrem hohem Stress ausgesetzt sind." Ein Grund könne Eiweißmangel sein. Die Tiere würden versuchen, Mangelernährung auszugleichen, indem sie sich gegenseitig picken und so tierische Eiweiße bekommen.

      Federpicken habe verschiedene Gründe und liege teilweise in der Natur der Hennen, sagt Kerstin Spelthann, Sprecherin des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. "Würde man die Schnäbel nicht behandeln, würde das zu einer deutlich höheren Verletzungs- und damit Leidensrate der Tiere führen." Deshalb sei es abzuwägen, ob eine kurzeitige "Behandlung" der Schnäbel nicht eher zum Wohle des Tieres sei.

      In anderen europäischen Ländern ist das Beschneiden der Tiere allerdings längst abgeschafft. In Österreich konnte das Federpicken durch eine Zusammenarbeit von Züchtern, Eier- und Futterproduzenten sowie Tierschützern und Wissenschaftlern eingedämmt werden. Die Interessengruppen einigten sich auf ein Programm, um das Schnabelkürzen abzuschaffen.

      Es wurde versucht, möglichst viele Stressfaktoren durch besseres Management abzustellen und Hennenrassen zu züchten, die weniger zum Federpicken neigen. Gerade bei der Aufzucht der Hennen wurde darauf geachtet, dass die Haltungsbedingungen die gleichen sind wie später im Stall. So gibt es einen Stressfaktor weniger, weil die Tiere sich nicht umstellen müssen. In Deutschland werden Küken meist im Käfig aufgezogen und leben später in Bodenhaltung. Österreichs Hühnerhalter füttern proteinhaltigere Nahrung und achten darauf, dass im Stall bessere Lichtverhältnisse und angenehmeres Klima herrschen.

      Wer sicher sein will, Eier von Hennen zu kaufen, die im Besitz ihres Schnabels sind, der greife zu Bioeiern. Dort ist das Schnabel-Kappen verboten.


      taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/quaelerei-im-huehnerstall/
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!