Mecklenburg-Vorpommern

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    • In Langenhanshagen (Altkreis Ribnitz-Damgarten) ist bereits seit dem 3. März ein Storch zurück - und zwar an dem Horst, der in den Vorjahren erfolgreich von der bundesweit bekannten "Laternenstörchin" DFR A 277 (siehe hier) besetzt war. Ob der Rückkehrer tatsächlich identisch mit A 277 ist, konnte bisher noch nicht sicher geklärt werden. Wir werden es prüfen und dann berichten. Ansonsten scheinen die Westzieher im Großraum Rostock und den angrenzenden Landkreisen deutlich später als im Vorjahr zurückzukehren. Mir sind für ganz Mecklenburg-Vorpommern bisher jedenfalls nur zwei Störche in Belitz bei Teterow als weitere Rükkehrer bekannt.
      Viele Grüße
      Ostseestorch


      stoerche-doberan.de
    • Heute melde ich mich mit Zahlen und Fotos aus dem Landkreis Nordvorpommern, einer sehr storchenreichen Region, aus der aber 2009 ebenso wie aus vielen anderen Teilen Ostdeutschlands wenig Erfreuliches berichtet werden kann.
      Zu den Zahlen: Hans-Heinrich Zöllick hat bereits endgültige Angaben für den Altkreis Ribnitz- Damgarten: 41 Horstpaare (minus 3 gegenüber dem Vorjahr) haben 52 Jungstörche (minus 36) groß bekommen. Der JZa-Wert von 1,26 liegt weiter unter dem langjährigen Durchschnittswert. Während es 2007 und 2008 noch jeweils eine erfolgreiche Fünferbrut gegeben hatte, ist 2009 nicht einmal ein "Vierer" dabei gewesen.
      In den vergangenen Wochen nutzte ich zwei freie Abende zu einer Erkundungstour in die weiter östlich gelegenen Teile des Landkreises Nordvorpommern hinein. Etwa 25 Storchenhorste (die im Vorjahr besetzt waren) habe ich neu für mich entdecken können. Wie schlecht das Storchenjahr auch hier ausfällt, zeigt die Tatsache, dass ich lediglich an einem Standort überhaupt einmal drei Jungstörche gesehen habe. Sonst waren es immer nur zwei oder einer, daneben natürlich zahlreiche Nester, in denen es gar keinen Bruterfolg gegeben hatte.
      Einige Fotos, die ich während der beiden Touren gemacht habe, schienen mir zeigenswert zu sein:

      Das Paar in Kneese hat nicht gebrütet, doch konnte ich einen der beiden Altstörche als Ringträger identifizieren - er ist fünfjährig und stammt aus dem Landkreis Ludwigslust. Seinen unberingten Partner fotografierte ich auf einem Weidenpfahl:



      In Gransebieth befindet sich der Storchenhorst hoch oben auf dem Schornstein einer großen Silo-Anlage, wie hier im Überblick zu sehen:



      Zwei Junge waren im Horst zu erkennen, daneben stand einer der beiden Altstörche.



      In Grammendorf traf ich nur einen Altstorch an, der sich dann niederlegte. Um die Standfestigkeit des Schornsteins muss man sich wohl durchaus Sorgen machen:



      In Pöglitz gibt es einen wunderschönen Baumhorst, in dem 2008 vier Junge groß geworden sind. In diesem Jahr traf ich nur die beiden Altstörche an, die in der Nähe auf Nahrungssuche waren.



      Ein Highlight war dann für mich Krönnewitz - kurz vor dem Eingang des Dorfes waren mehrere Mähdrescher bei der Getreideernte im Einsatz. Neben zwei Graureihern zählte ich insgesamt neun Altstörche, die aufgeschreckten Beutetieren nachstellten. Fünf davon bekam ich auf dieses Foto (die Felder in Nordvorpommern sind riesig!):



      Immerhin einen der Störche erwischte ich einigermaßen aus der Nähe:



      In Neuenpleen ließ sich dieser Altstorch gerade auf seinem abendlichen Ruheplatz nieder - auch er hatte nur ein Junges gefüttert.



      Schon in der Abenddämmerung fotografierte ich diesen Jungstorch in Buschenhagen - auch dort gab es 2008 vierfachen Nachwuchs.

      Viele Grüße
      Ostseestorch


      stoerche-doberan.de
    • Danke, lieber Ostseestorch, für diesen ausführlichen und informativen Bericht über die Situation im Landkreis Nordvorpommern.

      Das ist ein merkwürdiges Storchenjahr - überall das gleiche, ein starker Einbruch im Storchenbestand.
      Hoffentlich können die Störche im nächsten Jahr/in den nächsten Jahren die Verluste durch verstärkte Fortpflanzung
      und bessere Umwetbedingungen wettmachen,
      wie das dieses Jahr bei den Eisvögeln (zum Beispiel in Neumünster) zu beobachten ist.
    • Durch Zufall kam ich am Sonntag zu einem kurzen Abstecher durch den Landkreis Ludwigslust. Auch dort ist es kein gutes Storchenjahr gewesen, aber insgesamt sind die Zahlen erträglicher als in anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. 84 Horstpaare (- 7 gegenüber 2008 haben 129 Jungstörche (- 32) groß bekommen. Immerhin acht Störche habe ich auf einer kurzen Schleife noch antreffen können. In Lehsen war der Horst noch mit zwei Jungstörchen besetzt:



      Per Fernglas ließen sich sogar die beiden Ringnummern ablesen (H 7140 und H 7141).



      Später traf ich dann noch zwei Altstörche in der Nähe von Niendorf/Amt Neuhaus an, die sich beim Heuwenden Hoffnung auf Nahrungstiere machten (einer ist ganz klein im Hintergrund zu sehen). Schließlich entdeckte ich bei Boizenburg, direkt an der viel befahrenen Bundesstraße, noch zwei Altstörche, die ebenfalls von der Arbeit landwirtschaftlicher Maschinen profitieren wollten. Die zwei im Vordergrund versuchten es gerade in einem ziemlich ausgetrockneten Wasserloch mit der Futtersuche.



      Leider reichte die Zeit nicht aus, um noch ganz an die Elbe heranzufahren, wo die Storchenkonzentration noch sehr viel größer ist.
      Viele Grüße
      Ostseestorch


      stoerche-doberan.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ostseestorch ()

    • Gerne!
      Mit freundlicher Genehmigung der Ostsee-Zeitung darf ich per Zweitabdruck aus der heutigen OZ über einen ganz besonderen Storch berichten:


      Methusalem der Störche

      Der Ring offenbarte es — ein Storch in Veelböken ist 23 Jahre alt. Der älteste Adebar Ostdeutschlands zieht zwei Junge auf.

      Gadebusch (OZ) - Vier Stunden lagen sie auf der Pirsch. Dann gelang Hans-Heinrich Zöllick (85) und Dr. Stefan Kroll (44) das, worauf sie so sehr gehofft hatten: Der Storch stellte sich endlich so auf sein Nest in Veelböken bei Gadebusch, dass sie durchs Spezialfernrohr die Nummer DDR B0217 auf dem Ring lesen konnten. Ein anderer Storchenfreund hatte dies zuvor bereits mehrfach versucht, immer aber hatten Nistmaterial oder die Jungen einen Teil des Rings am Bein des Altvogels verdeckt. Für die beiden Storchenkenner war sofort klar, dass es sich um ein sehr altes Tier handeln musste. Denn diese Art Aluminium-Ringe stammte aus DDR-Zeiten. Eine Anfrage in der Beringungszentrale Hiddensee des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie brachte schnell Aufschluss: Adebar ist 23 Jahre alt, er wurde 1986 in Langenhagen bei Lübz beringt. Damit gilt er als ältester lebender Storch Mecklenburg-Vorpommerns. Nach Angaben der Beringungszentrale Hiddensee ist das Tier zudem der älteste Storch in ganz Ostdeutschland, der in diesem Sommer bislang gemeldet wurde. Besonders überraschte die Fachwelt, dass das Tier seit seiner Beringung nie in der Ringstorch-Statistik auftauchte. „Er wurde nie zuvor abgelesen“, bestätigte Dr. Ulrich Köppen, Chef der Beringungszentrale. Und das Schöne: „Methusalem“ brütet noch. Im Nest saßen zwei Jungvögel. In der Beringungszentrale Hiddensee wurden in diesem Sommer bisher 324 Ringstörche registriert. Viele Storchenzähler melden ihre Ergebnisse aber erst im Herbst. Möglicherweise seien auch in den storchenreichen Gegenden Brandenburgs über 20 Jahre alte Tiere gesehen worden. Der mit 29 Jahren älteste je in Ostdeutschland beobachtete Ringstorch wurde vor sechs Jahren aus der Elbe-Havel-Region in Brandenburg gemeldet. Weißstörche können sogar noch älter werden. Der für das westliche Norddeutschland zuständigen Beringungszentrale Helgoland liegt vom 27. Februar 2009 die Meldung eines Storches vor, der sogar 31 Jahre alt ist. „Dabei handelt es sich aber um einen Überwinterer“, ergaben Stefan Krolls Recherchen. In den alten Bundesländern, wo es viel weniger Weißstorchpaare als in Ostdeutschland gibt, würden diese häufig gefüttert. Dann zögen sie im Winter nicht mehr in den Süden. „Weil sie sich Strapazen und Risiken des 8000 Kilometer langen Fluges ersparen, werden die dann auch oft älter“, weiß Kroll. Während „echte“ Wildstörche über 20 Jahre schon als „Methusalem“ gelten, werden Weißstörche in Tierparks auch über 30 Jahre alt. Einen älteren als den Veelböker Storch hat auch Hans-Heinrich Zöllick schon abgelesen — in Lehnenhof bei Neubukow, wo ein Vogel 18 Jahre auf dem selben Nest brütete und 24 Jahre alt wurde. 2004 traf Zöllick ihn dort zum letzten Mal an. Der Veelböker Storch ist 1986 nur wenige Kilometer von seinem jetzigen Nistort geschlüpft, beringt hatte ihn Hobby-Ornithologe Walter Kintzel, der damals als Lehrer arbeitete und Schüler oft zum Beringen mitnahm. „Das Nest befand sich auf einer rohrgedeckten Scheune“, erinnert sich der 73-Jährige. „Es war das älteste Storchennest in der Region Lübz.“ Schon 1864 wurde es erwähnt. Bundesweit gibt es rund 4000 Weißstorch-Brutpaare, die meisten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ende August ziehen die ersten Störche wieder gen Afrika. 2009 war jedoch kein gutes Jahr für sie. „Nach ersten Mitteilungen aus den Kreisen haben wir den niedrigsten Storchenbestand seit Beginn der landesweiten Statistik 1983“, sagt Kroll, der im Landkreis Bad Doberan ehrenamtlich die Störche zählt. Landeskoordinator Zöllick vermutet, dass nur etwa 1200 Jungvögel flügge wurden — halb so viel wie 2004. Schuld daran sei vor allem Nahrungsmangel wegen der Trockenheit im April. Außerdem würden Landwirte verstärkt Wiesen als Acker nutzen und den Tieren damit Lebensraum entziehen. „Umso glücklicher sind wir über Überraschungen wie aus Veelböken“, meint Kroll. „Wir freuen uns immer, wenn Anwohner uns Hinweise auf Ringstörche geben.“ Auch in Veelböken kam die entscheidende Information von einer Dorfbewohnerin — sie hatte den Naturschutzbund verständigt.

      1500 Störche beringt
      2009 wurden in den neuen Bundesländern 1500 Störche beringt, davon 400 in MV. Erstmals wurden nach jahrelanger Pause im Landkreis Bad Doberan wieder Jungvögel beringt. Neben der Vogelberingungszentrale Hiddensee in Stralsund gibt es bundesweit nur zwei ähnliche Einrichtungen, die Zentralen Helgoland in Wilhelmshaven und Radolfzell am Bodensee. Stralsund arbeitet als Beringungszentrale für ganz Ostdeutschland. Radolfzell betreut zudem ein Projekt, das Störche auch über Satellitentelemetrie beobachtet. Durch Beringung erhalten Ornithologen bessere Kenntnisse über Vogelzug, Lebensdauer, Sterblichkeit und Fortpflanzung der Vögel. Die Ergebnisse fließen in ein weltweites Netzwerk von Datenbanken ein.
      ELKE EHLERS


      Dazu noch ein paar Fotos, die ich selbst bei der Ablesung am 12. August in Veelböken gemacht hatte:

      im Porträt mit seiner Partnerin (bzw. ihrem Partner, das Geschlecht ist noch nicht bekannt):


      vom höchsten Platz des Ortes aus verteidigten sie ihre beiden noch nicht flüggen Jungen im Horst:


      zuvor hatte B 0217 schon im Nest drei überfliegenden Fremdstörchen gedroht:


      auf dem Ring, der per Spektiv abgelesen werden konnte, sind hier nur die beiden Ziffern "0" und "2" erkennbar:


      Alles in allem haben Hans-Heinrich Zöllick und ich sowie Ulf Bähker, der zuständige Gebietsbetreuer, der dem Methusalem zunächst auf der Spur war, bevor sein Auto den Geist aufgab und er uns zur Hilfe rief, mehr als 20 Stunden auf den richtigen Moment gewartet. Nun hoffen wir natürlich, dass dieser besondere Storch, der vermutlich schon mindestens 20 Mal den gefährlichen Zugweg nach Afrika und zurück bewältigt hat und dabei mehr als 300.000 Kilometer zurückgelegt haben dürfte, auch im nächsten Jahr wohlbehalten an seinen Brutstandort zurückkehrt.
      Viele Grüße
      Ostseestorch


      stoerche-doberan.de
    • Heute fand in Röbel/Müritz der Storchentag von Mecklenburg-Vorpommern statt. Unser Verein war auch vertreten. Hier einige Eindrücke:

      Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus:


      Stromleitungen in km im Einzugsbereich der E.ON edis
      NS = Niederspannungs-Freileitung,
      MS = Mittelspannungs-Freileitung



      Soviel Geld wird ausgegeben:



      Dr. Michael Kaatz:







      Wie man hier sehen kann betrifft es nicht nur die Weißstörche, sondern auch andere Brutvögel. Der Rückgang der Stilllegungsflächen hat Auswirkungen auf viele Vogelarten. Hier am Beispiel der Feldlerche:

      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • greenpeace magazin 25.10.2009

      Bioenergie vertreibt Weißstörche im Nordosten

      Röbel/Schwerin (dpa) - In Mecklenburg-Vorpommern brüten immer weniger Weißstörche. Die Zahl der Brutpaare sei 2009 auf rund 780 gesunken, etwa zehn Prozent weniger als 2008, sagte Mecklenburg- Vorpommerns Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick am Wochenende in Röbel. Eine der Ursachen sei, dass die Vögel immer weniger Futter fänden, weil zunehmend Mais und Raps für Bioenergie angebaut würden. Feuchtes Grünland mit Amphibien als Futter für die Störche gebe es immer weniger.

      Bundesweit wird die Zahl der Brutpaare bei Weißstörchen auf rund 4000 geschätzt, die meisten davon in Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern. Die Naturschutzverbände und die Landesregierung wollen jetzt verstärkt die Landwirte aufrufen, den Störchen wieder mehr Lebensraum zu verschaffen. [Tagung]: Marktplatz 5, 17207 Röbel
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • RE: greenpeace magazin 25.10.2009

      Original von Brit
      Röbel/Schwerin (dpa) - In Mecklenburg-Vorpommern brüten immer weniger Weißstörche. Die Zahl der Brutpaare sei 2009 auf rund 780 gesunken, etwa zehn Prozent weniger als 2008, sagte Mecklenburg- Vorpommerns Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick am Wochenende in Röbel......

      =64858&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=4afc36e628]Bioenergie vertreibt Weißstörche im Nordosten



      Und wenn nicht endlich "aufgewacht" wird, geht das immer weiter zurück.
      WILLST DU WISSEN WAS SCHÖNHEIT IST, SO GEHE IN DIE NATUR!
      (Albrecht Dürer)
    • mz-web 25.10.2009

      Röbel/Schwerin/dpa. In Mecklenburg-Vorpommern brüten immer weniger Weißstörche. Die Zahl der Brutpaare sei 2009 auf rund 780 gesunken, etwa zehn Prozent weniger als 2008, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick am Wochenende in Röbel. Eine der Ursachen sei, dass die Vögel immer weniger Futter fänden, weil zunehmend Mais und Raps für Bioenergie angebaut würden. Feuchtes Grünland mit Amphibien als Futter für die Störche gebe es immer weniger.

      Bundesweit wird die Zahl der Brutpaare bei Weißstörchen auf rund 4000 geschätzt, die meisten davon in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Naturschutzverbände und die Landesregierung wollen jetzt verstärkt die Landwirte aufrufen, den Störchen wieder mehr Lebensraum zu verschaffen.

      Bioenergie vertreibt die Weißstörche
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Lübecker Nachrichten, 28.10.2009

      Biogasanlagen machen Störchen Konkurrenz

      In Grevesmühlen und Umgebung geht die Zahl der Störche zurück. Günter Wagner zählte vor vier Jahrzehnten 35 Paare, in diesem Jahr waren es 15, die Junge hatten.

      Grevesmühlen – Immer weniger Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern: Die Zahl der Brutpaare sei in diesem Jahr um etwa zehn Prozent auf rund 780 gesunken, so der Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick. Der Nahrungsrückgang sei eine der Ursachen. Wegen der Bioenergieförderung würden auf immer mehr Flächen Mais und Raps angebaut. Feuchtes Grünland mit Amphibien als Futter für die Störche gebe es immer weniger (die LN berichtete). Das kann der Grevesmühlener Hobby-Ornithologe Günter Wagner bestätigen.
    • RE: Lübecker Nachrichten, 28.10.2009

      Die Artikel sind alle gut und schön geschrieben, aber es ist ja nicht mal die halbe Wahrheit, der Storch ist ja nur ein kleiner Bruchteil der erwähnt wird, denn es betrifft ja auch alle anderen Tierarten die der Lebensraum genommen wird.

      Jens
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Seit zwei Tagen sind die ersten Störche des Jahres in Mecklenburg zurück! Wie in den Vorjahren hatte es das Storchenpaar in Belitz (Landkreis Güstrow) besonders eilig. Anwohner meldeten, dass beide Störche am Montag, 22. Februar, dort eingetroffen sind.



      Wie auf diesem Foto von Ende Juli des vergangenen Jahres zu sehen, befindet sich der Belitzer Horst auf einem E-Mast. Aufgrund des sehr frühen Ankunftsdatums ist davon auszugehen, dass die beiden unberingten Störche in Europa, vielleicht in Spanien, überwintert haben.
      Viele Grüße
      Ostseestorch


      stoerche-doberan.de
    • Störche in Vorpommern auf dem Rückzug



      Nester gibt es genug, doch Adebar fühlt sich im Kreis nicht mehr wohl. Naturschützer nennen den Mangel an Nahrungsmittel als Grund.
      Foto: dpa


      Nach der Rückreise-Welle in heimische Gefilde fällt die Storchenbilanz immer erschreckender aus. 2009 wurden nur halb so viele Jungtiere geboren wie im Vorjahr. Adebar fühlt sich in Nordvorpommern nicht mehr wohl.
      Grimmen (OZ) - Lange Beine und ein schreitender Gang. Der Weißstorch hat sich vor allem als Klapperstorch einen Namen gemacht: Er ist es, der die Kinder bringt — heißt es im Volksmund. Um seinen eigenen Nachwuchs ist es allerdings schlecht bestellt. Die Storchenpaten im Kreis zählen immer weniger Paare.
      Ein Blick in die Statistik macht deutlich: seit dem Jahr 2003 geht es für die Rotstrümpfe kontinuierlich bergab. Den stärksten Einbruch verzeichneten Landesstorchenvater Hans-Heinrich Zöllick und seine Mitstreiter im vergangen Jahr. Nur noch 106 Brutpaare und damit fast 20 weniger als 2008 wurden in Nordvorpommern gezählt. Noch dramatischer fällt die Bilanz bei den Jungtieren aus. 122 junge Störche wurden im Kreis groß gezogen. Das waren nicht einmal mehr halb so viele wie im Vorjahr (248 Jungstörche).

      Klar ist, dass es nicht an den Nisthilfen liegt. „Etwa 155 Nester gibt es in Nordvorpommern. Die Zahl ist seit Jahren konstant“, sagt Dr. Andreas Osterland von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Alle Nisthilfen würde man regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf mit Unterstützung des Stromversorgers E.on edis reparieren. Dass im vergangenen Jahr ein radikaler Einbruch bei Familie Adebar verzeichnet wurde, hänge unter anderem mit dem sehr trockenen Frühjahr zusammen, sagt Andreas Osterland. Doch allein darauf wollen die Naturschützer den Negativtrend nicht zurückführen.

      Weißstörche lieben es, nasse Füße zu bekommen. Mit ihren roten Stelzbeinen staksen sie suchend durch Sümpfe, Auen und Wiesen. Es müssen nicht immer Froschschenkel sein. Mäuse stehen auf ihrem Speisezettel ganz oben. Doch ihre Jungen im Nest täglich mit mehr als einem Kilogramm frischer Kost zu füttern, wird für die Storcheneltern immer schwieriger. Die Nahrung fehlt. „Und das ist der Hauptgrund, warum sich die Störche bei uns nicht mehr wohlfühlen“, sagt Andreas Osterland.

      Vor allem aus der Tatsache, dass sich auf den renaturierten Flächen, beispielsweise an der Recknitz, der Bestand nicht verändert und eher noch etwas wächst, ziehen die Storchenfreunde ihre Rückschlüsse. Es scheint, als gefallen den Tieren die anderen Gebieten einfach nicht mehr. Die Naturschützer sehen die Ursache dafür im Umbruch von Grünland und der zunehmenden landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. Dr. Holger Brandt, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, weist diesen Vorwurf zurück. „Es gibt von der Europäischen Union ein striktes Verbot, Grünland umzubrechen.“ Allerdings räumt er ein, dass stillgelegte Flächen nach einigen Jahren durchaus auch mal umgepflügt und neu angesät werden, wenn dort nicht mehr genug Gras wächst, das als Tierfutter gebraucht wird.

      „Schließlich handelt es sich um landwirtschaftliche Nutzflächen. Dass der Naturschutz stets noch ein bisschen mehr möchte, ist klar. Nicht immer kann man alle Interessen unter einen Hut bringen.

      Damit niemand zu kurz kommt, gibt es gesetzliche Regelungen“, sagt Holger Brandt.

      Sauer sind die Storchenfans auch wegen der größer werdenden Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe, mit denen Biogasanlagen betrieben werden. Sie würden den Störchen langsam stinken, denn wo Mais und Raps kultiviert werden, fühlen sich Mäuse nicht besonders wohl. Und ohne Maus kein Futter.

      Holger Brandt versucht zu beschwichtigen: Grundsätzlich seien sich die Landwirte ihrer Verantwortung für die Natur bewusst und unterstützen auch Projekte für Störche, betont der Geschäftsführer. So habe Wilfried Lenschow, der im Bauernverband als Vorreiter in Sachen Naturschutz gilt, gemeinsam mit Hans-Heinrich Zöllick zu einer Aktion aufgerufen, bei der die ehrenamtlichen Storchenpaten unterstützt werden.

      CHRISTINE BORGWALD


      ostsee-zeitung.de/ozdigital/ar…023&param=news&id=2751633
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Von Greifswald in die Welt: Störche beringt


      Die Storchenbetreuer Frank Tetzlaff (links) und Jens Köhler (Mitte) haben am Montag im Altkreis Greifswald 60 Vögel beringt. Erstmals werden den Tieren auch genetische Proben entnommen.
      Foto: Peter Binder

      Greifswald (OZ) - 60 junge Störche haben Storchenbetreuer Frank Tetzlaff mit sein Kollege Jens Köhler am Montag im Altkreis Greifswald beringt. In diesem Jahr entnehmen die Betreuer den Tieren außerdem erstmals genetische Proben entnommen, die an der Vogelwarte Uni Greifswald untersucht werden.
      Damit war es für die schwarz-weißen Vögel ein nachwuchsstarkes Jahr. Insgesamt nimmt die Zahl der besetzten Horste in der Region jedoch ab. 40 Storchenpaare gibt es, vor zehn Jahren waren es noch knapp 50.

      Storche werden seit 1997 beringt, um ihr Zug- und Paarungsverhalten zu untersuchen.
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Ja, sie sammeln sich … und das schreibt Jens dazu:

      Bei uns sammeln sich schon die ersten Störche, hier waren es schon 54 Stück, davon 18 Jungstörche, unsere 3 vom Hofhorst waren auch dabei.
      Mittlerweile sollen es schon mehr sein, denn es fallen immer neue Störche ein.



















      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Minister Backhaus: Nahrungsräume für Weißstörche verbessern


      Mecklenburg-Vorpommern |
      Schwerin/MVticker.
      „Der Schutz des Weißstorches ist – wie auch der Schutz der Biologischen Vielfalt im Allgemeinen – ein wichtiges Anliegen des Umwelt- und Landwirtschaftsressorts sowie der Landesregierung“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute im Schweriner Landtag zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ein Landesstorchenschutzkonzept zu entwickeln.

      „Das Konzept zum Schutz der Biologischen Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich derzeit in der Endphase der Erarbeitung im Ministerium. Es wird der Handlungsleitfaden für die nächsten zehn Jahre sein. Das Konzept wird den gegenwärtigen Zustand der biologischen Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern analysieren, Gefährdungsursachen aufzeigen sowie Möglichkeiten zu deren Reduzierung darstellen und dabei auch für den Weißstorchschutz relevante Aspekte aufgreifen“, erläuterte der Minister.
      Ein wesentlicher Schwerpunkt dabei seien die Agrarumweltmaßnahmen sowie deren noch zielgenauere Ausrichtung. Entscheidend werde auch sein, welche konkreten Rahmensetzungen bei der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik zu berücksichtigen sein werden.

      Kurzfristig müssen daher insbesondere der noch zielgenauere Vollzug und die Verbesserung der Lenkungswirkung bestehender Regelungen im Vordergrund stehen. Insbesondere beim Erhalt und der Verbesserung der Nahrungsräume gelte es anzusetzen. „Mit der Ende 2008 in Kraft getretenen Dauergrünlanderhaltungsverordnung ist ein erster wichtiger Schritt gegangen worden, um dem Rückgang von Dauergrünland entgegenzuwirken“, führte der Minister aus.
      Mit der im Juli 2011 erlassenen Vogelschutzgebietslandesverordnung wurden diejenigen Bestandteile festgesetzt, die für die Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes, unter anderem im Hinblick auf den Weißstorch, maßgeblich sind.

      In Ergänzung der bestehenden Regelungen sind darüber hinaus – auch nach entsprechenden Hinweisen von Ehrenamtlichen und Verbänden im Jahr 2011 – erste Maßnahmevorschläge zur Verbesserung der Nahrungssituation des Weißstorches entwickelt worden.

      „Viele dieser Vorschläge sind abhängig von spezifisch zugeschnittenen Förderinstrumenten, die erst für die kommende Förderperiode ins Auge gefasst und hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit diskutiert werden können. Dies wird auch im Verbund mit den Inhalten und Vorschlägen des bereits angesprochenen "Konzepts zum Erhalt und Entwicklung der biologischen Vielfalt Mecklenburg-Vorpommern" geschehen“, erläuterter Minister Backhaus. Für andere - von Förderinstrumenten unabhängige - Vorschläge (z.B. angepasste Nutzungen auf landeseigenen Flächen im Horstumfeld; Lenkung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Ökopool-Lösungen) in das Umfeld von Horststandorten) erfolge eine Prüfung hinsichtlich deren Umsetzbarkeit. Selbstverständlich ist darauf hinzuweisen, dass bei jeglicher Maßnahme ein Komplex weiterer Belange (z.B. bestehende Verträge) zu berücksichtigen ist, so dass sehr kurzfristige Umsetzungen in der Regel nicht realisierbar sind.

      Hintergrund:Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg weisen zusammen den höchsten Anteil am gesamtdeutschen Brutbestand des Weißstorches auf.
      Nach einem starken Bestandsrückgang um etwa 27 Prozent von 1.142 Horstpaaren im Jahre 2004 auf 834 Horstpaare im Jahr 2005 hat sich der Bestand innerhalb der vergangenen sieben Jahre, mit einigen Schwankungen, in etwa auf diesem Niveau gehalten.
      Der durchschnittliche Gesamtbruterfolg der Weißstorchpopulation Mecklenburg-Vorpommerns lag in den letzten zehn Jahren sechsmal unter dem für eine erfolgreiche Reproduktion notwendigen Richtwert von mindestens zwei flüggen Jungvögeln je Brutpaar.
      Praktiker haben Deutschland wieder aufgebaut und Theoretiker richten es zu Grunde!
    • Weniger Störche brüten im Nordosten Ostseezeitung


      Schwerin (dpa/mv) -

      Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern brütenden Störche hat sich auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Darauf wies der Naturschutzbund (Nabu) am Donnerstag vor dem Landesstorchentag am 23. März hin. Während sich der Bestand der Großvögel in anderen Bundesländern nach einem Tief wieder erholt habe, blieben im Nordosten seit 2004 etwa 300 der damals 1142 Paare dauerhaft aus.
      2 012waren 837 Brutpaare gezählt worden. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg bundesweit immer noch den zweithöchsten Bestand.
      Dennoch machen sich die Storchenschützer Sorgen: „Offensichtlich sind die Lebensbedingungen für den Weißstorch nicht mehr so gut wie noch vor zehn Jahren“, sagte Storchenbetreuer Helmut Eggers von der Bundes- und Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz des Nabu. Immer mehr Saatgras-, Mais- und Rapskulturen führten zu einem schlechteren Nahrungsangebot. In den nächsten Wochen kehren die Störche aus dem Süden zurück.
      Beim 9. Landesstorchentag wollen die ehrenamtlichen Storchenschützer aus Mecklenburg-Vorpommern im Karower Meiler, dem Sitz des Naturparkes Nossentiner-Schwinzer Heide, von Umweltminister Till Backhaus (SPD) konkrete Aussagen zum Weißstorchschutz hören. „Storchenschutz darf sich nicht im Bau von Nisthilfen erschöpfen, sondern muss vor allem auf die Erhaltung einer vielfältigen Landschaft ausgerichtet sein“, erklärte Eggers. Wo der Storch ausreichend Nahrung finde, werde er sich auch wieder ansiedeln. Mecklenburg-Vorpommern trage für die Sicherung des Storchenbestandes deutschlandweit eine besondere Verantwortung: „Immerhin brütet fast jedes fünfte Storchenpaar Deutschlands in unserem Bundesland“, sagte Eggers.
      Gruß Peter

      Tierschutz ist die Erziehung zur Menschlichkeit !
      Albert Schweitzer
    • Prima !
      Zum Storchentag nach Meck-Pom wollten wir immer mal.
      Aber da haben wir noch mit dem Wetter und der Erkältung gekämpft.

      Sicher wird ja dort nun auch etwas über Papendorf erscheinen.
      Aber solche Zuarbeit ist auch recht aufwändig.

      Und unser Jens ist nun mal ein begeisterter Praktiker - zum Wohle der Tiere, die sich nicht für das Internet interessieren, sondern für neue Nisthilfen.
      Liebe Grüße von Bärbel und Hans
    • Storchenhorste auf Usedom 2013

      Hier zeigen wir aber nur die Horste, auf denen wir bei unseren Rundfahrten mindestens einen Storch gesehen haben.

      Görke

      Kachlin

      Kamminke

      Katschow
      - (von diesem Horst gibt es weitere Bilder und Videos unter bdrosien.com/2_Themen/22_Stoer…sedom/Katschow/Index.html)

      Labömitz

      Pudagla
      - (hier wurden gerade die "Betten aufgeschüttelt" ;) )

      Stolpe - (Bild unten)

      Ulrichshorst

      Westklüne
      - (von "unserem Horst" wird es in Kürze noch einen "etwas" längeren Bericht geben - schließlich hatten wir fast vier
      Tage Zeit, um ihn von unserer Ferienwohnung aus zu beobachten.

      Zirchow






      Weitere Bilder zu diesem Bericht befinden sich auf unserer HP, und zwar ... hier. (<---rot klick)


      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd
      bdrosien.eu
    • Insel Usedom/Westklüne - 03.05.2013

      Als wir unsere Ferienwohnung in Westklüne am Stettiner Haff erreicht hatten, waren wir natürlich erleichtert, auf "unserem"
      Horst einen Storch vorzufinden. Wie uns der Vermieter dann erzählte, waren es anfangs zwei Störche - seit ein paar Tagen ist
      der eine aber wieder Strohwitwer.

      Doch immer nur oben auf dem Horst abzuwarten, bis endlich mal die Dame seines Herzens angeflogen kommt, ist auch nicht gut.
      Ein bisschen Bewegung muss schon sein. Also runter vom Horst und einen tollen Aussichtspunkt am Stettiner Haff gewählt -
      natürlich hatte er dabei seinen Horst voll im Blickfeld!

      Für ein Sonnenbad war es zwar schon etwas zu spät - für stimmungsvolle Bilder aber genau der richtige Zeitpunkt.



      Weitere Bilder zu diesem Bericht befinden sich auf unserer HP, und zwar hier. (<---rot klick)

      Morgen geht es weiter mit dem 2. Teil ... ;-)


      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd
      bdrosien.eu

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    • Usedom/Westklüne - 04.05.2013 #1

      Anfangs das gleiche Bild wie am Vortag - ein einsamer Storch stand auf seinem Horst.

      Doch als wir dann abends von unserer "Riesengeburtstagsfete" zurückkamen, sahen wir schon von weitem den Storch auf dem
      Horst, aber noch mindestens einen weiteren Storch in der näheren Umgebung. Am Horst angekommen, standen dann darauf
      zwei Störche. Über das, was sich nun über mehrere Stunden dort oben abspielte, hatten wir dann aber schnell die Übersicht
      verloren. Zwei, manchmal drei, Störche waren voll in Action.


      Weitere Bilder zu diesem Bericht befinden sich auf unserer HP, denn ...
      ... im Minutentakt flogen die Störche vom Horst, kehrten zurück, kopulierten, hackten aufeinander ein, verjagten sich gegenseitig vom Horst usw.. (<---rot klick)


      Morgen geht es weiter mit der Fortsetzung ... ;-)


      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd
      bdrosien.eu
    • Usedom/Westklüne - 04.05.2013 #2

      Weiter geht es mit dem munteren Treiben. Was die beiden Störche konditionell leisteten, war schon einmalig für uns zu sehen.
      Es ist nicht übertrieben, aber sie verließen über Stunden fast im Minutentakt den Horst, drehten eine Runde und kehrten zurück.
      Man muss ja dabei bedenken, dass einer der Störche wahrscheinlich gerade erst Usedom erreicht hatte.


      Was sich nun bis zum Sonnenuntergang so alles abspielte, das hielt Bernd in etlichen Bildern fest, die sich auf
      unserer HP befinden, und zwar ... hier. (<---rot klick)



      Wie es am nächsten Tag auf dem Horst weiterging, das zeigen wir Euch morgen ... ;)


      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd
      bdrosien.eu
    • Usedom/Westklüne 05.05.2013

      Nach dem gestrigen Tag, hatten wir eigentlich gedacht, das die Beiden heute todmüde auf ihrem Horst liegen würden. Aber
      weit gefehlt, sie hatten nur das Eine im Kopf ... und das ständig. Leider klappte es nicht so richtig. Mal stand er falsch herum
      auf seiner Partnerin, oder er konnte sich nicht halten und schmierte ab.

      Das ging nun fast den ganzen Tag so. So viele Kopulationen (erfolglose), an einem Tag, von einem Storchenpaar, haben wir
      bisher auch nicht erlebt. Aber keine Sorge, wir zeigen jetzt nicht alle, beschränken uns auf eine:



      Weitere Bilder zu diesem Bericht befinden sich auf unserer HP, und zwar ... hier. (<---rot klick)



      Liebe Grüße von
      Heidi und Bernd

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    • Nachwuchssorgen bei Adebar
      Naturschützer sorgen sich um Störche im Nordosten Neubrandenburg/ Lübtheen · 09.11.2015
      Die Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern hatten 2015 eine schlechte Saison. Jedes dritte Brutpaar blieb ohne Nachwuchs. Die Reproduktion des Bestandes sei nicht mehr gesichert, warnen Naturschützer.
      Die Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in dieser Saison deutlich schlechter vermehrt als in den Vorjahren. Nach Ansicht von Naturschützern gilt 2015 als sogenanntes Störungsjahr für die Störche. "Wir verzeichnen also einen dramatischen Bestandsrückgang", erklärte Helmut Eggers von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz am Montag in Lübtheen. Nur 800 Nester seien besetzt gewesen, 64 weniger als 2014. Jedes dritte Brutpaar blieb demnach ohne Nachwuchs.
      2015 wurden insgesamt im Land 1216 Jungtiere aufgezogen, das waren 318 weniger als im Vorjahr und nur die Hälfte der Zahl von 2004. Mit durchschnittlich nur 1,5 Jungen pro Nest sei dieses Jahr die Reproduktion des Bestandes nicht mehr gesichert, erklärte Eggers.
      Ein Grund für das schlechte Brutergebnis war die späte Rückkehr vieler Weißstörche aus den Überwinterungsgebieten in Afrika wegen ungünstiger Witterungsbedingungen auf der südöstlichen Zugroute über den Bosporus. Etliche Störche trafen erst im Mai oder Juni in Mecklenburg-Vorpommern ein und fanden sich dann nicht mehr zu Brutpaaren zusammen. Langfristig sei das Verschwinden artenreicher Grünlandflächen als Futtergrundlage für den Rückgang verantwortlich.
      Aus:
      nordkurier.de/mecklenburg-vorp…nordosten-0918618111.html
    • NDR.de 03.12.2018

      [url=https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/NABU-Naturschutz-bleibt-auf-der-Strecke,naturschutz232.html]NABU: „Naturschutz bleibt auf der Strecke“[/url]



      Der Naturschutzbund in Mecklenburg-Vorpommern (NABU) wirft dem Umweltministerium des Landes vor, den Naturschutz im Land auf das Ehrenamt abzuwälzen. Es fehle an politischem Willen, mehr für Artenschutz und Lebensräume im Land zu tun, so die Kritik. Mit Leuchtturmprojekten wie der Mooraktie „Moorfuture“ und dem sogenannten Streuobstgenuss-Schein schmücke sich der Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Till Backhaus (SPD), gern. Aber wenn es um regelmäßige Aufgaben gehe, den Fledermausschutz, das Erstellen von Rissgutachten nach Wolfsangriffen, den Großvogel- und Insektenschutz etwa, dann sehe es finster aus. Solche Landesaufgaben würden im großen Stil auf Freiwillige und Ehrenamtliche abgewälzt, so die Kritik des Naturschutzbundes.



      Kritik: Freiwillige statt Festangestellter

      NABU-Landesgeschäftsführerin Rica Münchberger bemängelt, dass der Umweltminister in den vergangenen Jahren 30 Prozent der Stellen in der Naturschutzverwaltung gestrichen hat. Und stattdessen auf Ehrenamtliche, Freiwillige und Menschen mit Werksverträgen setzt: "Wenn für diejenige Person eine andere Aufgabe wichtiger ist oder sie eine bessere Stelle bekommt, wo sie mehr verdient, dann ist sie weg. Sowas muss ins Hauptamt geholt werden.“ Geld und Personal fehlten demnach an allen Ecken und Enden. So gebe es zum Beispiel zu wenig oder gar keine Kontrollen in Naturschutzgebieten, deswegen sind Umweltschutzverbände nach eigenen Angaben auf aufmerksame Bürger angewiesen, die melden, wenn irgendwo illegal Grünland umgebrochen, Müll abgeladen oder Vögel vergrämt worden sind.

      Hintergrund: 20- jähriges Dienstjubiläum

      Till Backhaus hat im vergangenen Monat sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Agrarminister gefeiert, 2006 kam das Umweltressort zu seinen Aufgaben hinzu. Aus diesem Anlass hatten sich die großen Naturschutzverbände BUND, WWF und NABU zusammengesetzt, um zu sehen, wo der Natur- und Umweltschutz im Land aktuell steht. Das vernichtende Urteil: Der Minister stehe Landwirten näher, es fehle der politische Wille, genug für Lebensräume und Arten im Land zu tun.

      Immer weniger Störche im Nordosten

      Beispiel Storch: Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland, in dem die Population des Großvogels stark zurückgeht. Politisch sind andere Länder weiter - Sachsen und Bayern etwa haben längst ein Schutzprogramm für Weißstörche. Hierzulande sind Storchenschützer extrem besorgt: Der Art geht es schlecht im Nordosten, die Zahl der Brutpaare und Jungstörche sinkt seit Jahren. Die Experten führen das unter anderem darauf zurück, dass die Störche hier im Land nicht mehr genug Futter finden, um ihren Nachwuchs durchzubringen. Dafür fehle feuchtes Grünland, Teiche, Ackersölle. Stattdessen gebe es große Felder und wenig Rückzugsmöglichkeiten dazwischen, wie zum Beispiel in Gebüschen, Hecken, Tümpeln.

      Storchenschützer fühlen sich im Stich gelassen

      Die Storchenschützer im Nordosten fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, sagt Stefan Kroll von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz: "Der Minister war mehrfach auf unseren Weißstorch-Tagen. Wir haben immer wieder Vorschläge gemacht, Konzepte unterbreitet und sind wirklich sehr enttäuscht über die geringe Resonanz, die sich daraus ergeben hat. Der Gesprächsfaden ist praktisch abgerissen. Von daher glauben wir sagen zu können, dass das Ministerium seine Hausaufgaben da nicht unbedingt gemacht hat."

      Umweltminister weist Vorwürfe an seiner Arbeit zurück

      Die Vorwürfe, er tue zu wenig für den Naturschutz, weist Umweltminister Backhaus unterdessen zurück. Im Gespräch mit dem NDR sagte er, er hätte natürlich gern mehr Personal, aber auf die ehrenamtlichen Spezialisten sei eben auch Verlass. Und mit den Umweltschutzverbänden treffe er sich alle drei Monate, um über Naturschutzprobleme im Land zu sprechen. "Die Umweltverbände sind so ähnlich wie der Bauernverband, da ähneln sie sich alle: Man muss erstens kritisieren. Zweitens: Man muss ja keine eigenen Vorschläge machen, weil man das ja auch nicht verantworten muss. Und drittens: Man muss immer nur Forderungen stellen!" Den Störchen nützt die Debatte wenig. Sie überwintern gerade in Afrika. Wenn sie wiederkommen, werden wieder viele Nester leer bleiben, fürchten die Storchenschützer. Sie werden weiterhin nur Einzelne retten können.
      Viele Grüße von
      Brit

      „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

      Antoine de Saint-Exupéry